Reste eines zerstörten Kruzifixes und einer Heiligenfigur auf dem Boden einer katholischen Kirche in Jaffa (Tel Aviv)
Christenverfolgung

Jaffa, Taibeh, Rom: Wo Christen im Heiligen Land um ihre Zukunft ringen

In Jaf­fa, einem Stadt­teil von Tel Aviv, ist erneut eine katho­li­sche Kir­che Ziel eines Van­da­len­ak­tes gewor­den. In der Kir­che St. Anto­ni­us von Padua wur­den meh­re­re Sta­tu­en und Kru­zi­fi­xe zer­stört. Die israe­li­sche Poli­zei nahm einen etwa 20jährigen Juden fest, der im Ver­dacht steht, für die Beschä­di­gun­gen ver­ant­wort­lich zu sein. Die Ermitt­lun­gen dau­ern an.
Ecclesia und Synagoga, Kirche und Synagoge. Die Kirche ist sehend und trägt Kreuz, Palmzweig und Kelch, während die Synagoge blind ist, symbolisiert durch eine Augenbinde, daß sie den Messias zurückweist.
Forum

Ist der Alte Bund niemals aufgehoben worden?

Von Don Cur­zio Nito­glia* Vor­wort Vor eini­gen Tagen, am 19. Mai 2026, ver­öf­fent­lich­te Hw. Ber­nard Mall­mann – der am 10. Okto­ber 2012 in Rom zum Prie­ster geweiht wur­de, in Regens­burg und Rom Theo­lo­gie stu­dier­te, 2020 in Wien zum Dok­tor der Theo­lo­gie pro­mo­viert wur­de und seit 2021 Assi­stent am Lehr­stuhl für Dog­ma­ti­sche Theo­lo­gie der Katho­­lisch-Theo­­lo­­gi­­schen Fakul­tät
Der israelische Soldat, der Marienstatue schändete, wurde inhaftiert
Christenverfolgung

Geschändete Marienstatue: Soldat inhaftiert

Die Schän­dung christ­li­cher Sym­bo­le wiegt schwer und schmerzt, unab­hän­gig davon, wo und durch wen sie geschieht. Beson­ders sen­si­bel sind dabei Dar­stel­lun­gen der Got­tes­mut­ter Maria und des gekreu­zig­ten Herrn, die im west- wie ost­kirch­li­chen Ver­ständ­nis nicht blo­ße Kunst­ob­jek­te, son­dern Trä­ger einer tie­fen sakra­len Bedeu­tung sind.
US-Präsident Donald Trump bei einer Begegnung mit Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping im Jahr 2017
Nachrichten

Wirtschaftselite, Macht und religiöses Bekenntnis

Die Rei­se von US-Prä­­si­­dent Donald Trump in die Volks­re­pu­blik Chi­na wird von einer bemer­kens­wer­ten Dele­ga­ti­on beglei­tet: sech­zehn Vor­stands­vor­sit­zen­de und Spit­zen­ma­na­ger der bedeu­tend­sten ame­ri­ka­ni­schen Kon­zer­ne – aus Finanz­in­du­strie, Tech­no­lo­gie, Luft­fahrt, Halb­lei­ter­wirt­schaft und Zah­lungs­ver­kehr – sol­len ihn beglei­ten. Es han­delt sich nicht nur um Wirt­schafts­füh­rer, son­dern um einen füh­ren­den Aus­schnitt jenes sicht­ba­ren Teils der trans­na­tio­na­len Eli­te, die
Darstellung des zerrissenen Vorhangs (oben links und rechts), der das wahre Allerheiligste sichtbar macht. Illustration von Herrad von Landsberg, Äbtissin von Hohenburg im Elsaß (12. Jahrhundert).
Forum

Wie steht es um die Bekehrung der Juden?

Wir doku­men­tie­ren die Stel­lung­nah­me der Ini­ti­tia­ve Il Cammi­no dei Tre Sen­tie­ri (Der Weg der Drei Pfa­de): Von ver­schie­de­nen Sei­ten hört man inzwi­schen die Behaup­tung, die Juden sollten/​​bräuchten sich nicht bekeh­ren, da ihre „Erwäh­lung“ end­gül­tig sei. Aber ist das wirk­lich so? 
Jesus wird vom Sanhedrin, dem höchsten jüdischen gesetzgebenden, religiösen und richterlichen Gremium im antiken Israel, zum Tode verurteilt.
Forum

Gottesmordthese und Passionsfrömmigkeit

Eine Erör­te­rung von Hubert Hecker Der FAZ-Jour­na­­list Tho­mas Jan­sen behaup­tet in sei­nem Leit­ar­ti­kel vom 8.11.2025, die kirch­li­che Leh­re von den Juden als Got­tes­mör­dern hät­te in Deutsch­land „einen Nähr­bo­den für den völ­ker­mör­de­ri­schen Anti­se­mi­tis­mus der Natio­nal­so­zia­li­sten“ geschaf­fen. Ähn­lich äußert sich der ame­ri­ka­ni­sche Sozi­al­wis­sen­schaft­ler David I. Kert­zer in dem ZDF/Ar­te-Film „Papst Pius XII. und der Holo­caust“ vom Janu­ar
Kardinal Dominique Mathieu mit Papst Leo XIV. in Rom
Leo XIV.

Kardinal Dominique Mathieus Evakuierung aus dem Iran – und die zurückgelassenen Katholiken

Isra­el und die USA füh­ren einen Angriffs­krieg gegen den Iran, den sie „Prä­ven­tiv­krieg“ nen­nen, eine Kate­go­rie, die das Völ­ker­recht nicht kennt. Es han­delt sich um den drit­ten direk­ten Angriff mit nach­fol­gen­dem Schlag­ab­tausch seit 2024. Die im Iran aner­kann­te katho­li­sche Kir­che macht gera­de eine bit­te­re Erfah­rung. Die Katho­li­ken erle­ben nicht nur Bom­bar­die­run­gen, wie sie auf­grund der
Der italienische Senat stimmte am Mittwoch für ein Spezialgesetz gegen Antisemitismus, das verfassungsrechtliche Zweifel aufwirft
Forum

„Antisemitismus-Gesetz“ im italienischen Senat angenommen

Von Rinal­do Buc­ci­ni* Im Nahen Osten fal­len die Bom­ben. Wäh­rend­des­sen wird im Westen an einem Tabu der poli­ti­schen Kor­rekt­heit geba­stelt, von dem Kri­ti­ker eine Ein­schrän­kung der Mei­nungs­frei­heit befürch­ten. Die poli­ti­sche Debat­te dazu ist noch längst nicht been­det, doch eine wich­ti­ge par­la­men­ta­ri­sche Hür­de ist genom­men: Der ita­lie­ni­sche Senat hat ein Geset­zes­vor­ha­ben zur Bekämp­fung des Anti­se­mi­tis­mus ver­ab­schie­det.
Verschiedene Darstellungen des "Baums des Lebens" mit den Sephitoth der Kabbala, einer hochmittelalterlichen Richtung der jüdischen Mystik
Leo XIV.

Leo XIV. und das jüdische Tikkun olam

Eine Video­bot­schaft von Leo XIV. vom 20. Sep­tem­ber 2025 anläß­lich des ALS Walk for Life – Chi­ca­go blieb weit­ge­hend unbe­ach­tet. Es han­del­te sich um eine Bene­­fiz-Ver­­an­­stal­tung, die von Amy­o­tro­pher Late­ral­skle­ro­se Betrof­fe­ne und ihre Fami­li­en zusam­men­bringt mit Betei­li­gung aus dem Bereich der Kran­ken­pfle­ge – ein auf natür­li­cher Ebe­ne zwei­fel­los lobens­wer­tes Unter­fan­gen. Dabei han­delt es sich um
Kardinal Pizzaballa, lateinischer Patriarch von Jerusalem, und Kardinal Raï, maronitischer Patriarch des Libanon, äußerten ihre Hoffnung, die sie mit dem Papstbesuch im Libanon verbinden und auf ein Ende der Kämpfe im Gazastreifen.
Leo XIV.

Stimmen aus dem Libanon und dem Heiligen Land zur päpstlichen Friedensmission

Die ange­kün­dig­te Rei­se von Papst Leo XIV. in den Nahen Osten wird von kirch­li­chen Wür­den­trä­gern als ein kraft­vol­les Zei­chen der Hoff­nung und des Frie­dens inter­pre­tiert – in einer Regi­on, die von Jahr­zehn­ten des Leids, der Zer­stö­rung und des gegen­sei­ti­gen Miß­trau­ens geprägt ist. Zwei her­aus­ra­gen­de Stim­men, Kar­di­nal Becha­ra Bou­tros Rai, maro­ni­ti­scher Patri­arch des Liba­non, und Kar­di­nal