Evangelikale, besonders Pfingstler, erleben seit mehreren Jahrzehnten in Lateinamerika einen ungeahnten Aufstieg, während die katholische Kirche einen Erosionsprozeß erlebt.
Hintergrund

Warum die katholische Kirche in Lateinamerika verliert

War­um sind „kon­ser­va­ti­ve Pfingst­ler“ in Latein­ame­ri­ka wei­ter auf „auf dem Vor­marsch“, obwohl seit 2013 der erste Papst regiert, der aus die­ser Welt­ge­gend stammt? Die­ser Fra­ge wid­me­te das Wall Street Jour­nal am 11. Janu­ar eine Repor­ta­ge von Fran­cis X. Roc­ca, Lucia­na Magal­haes und Saman­tha Pear­son. Unter Ver­weis auf aktu­el­le Erhe­bun­gen kün­di­gen sie an, daß die katho­li­sche
Pater Thiago Bonifácio vom Institut du Bon Pasteur und die von ihm betreuten Gläubigen im Erzbistum Curitiba haben keinen Ort mehr, um das heilige Meßopfer darzubringen. "Eines aber ist sicher: Wir werden nicht aufgeben".
Liturgie & Tradition

„Wir werden die Ehre unseres Herrn verteidigen, indem wir den heiligen, alten und ehrwürdigen Ritus der Messe verteidigen“

(Bra­si­lia) Das Insti­tut du Bon Pasteur (IBP) war vor Weih­nach­ten vom Orts­bi­schof Msgr. José Antô­nio Per­uz­zo vor dem Hin­ter­grund des Motu pro­prio Tra­di­tio­nis cus­to­des aus dem Erz­bis­tum Curi­ti­ba in Bra­si­li­en buch­stäb­lich hin­aus­ge­wor­fen wor­den. Der Distrikts­obe­re des Insti­tuts für Latein­ame­ri­ka reagier­te am 21. Dezem­ber mit einer Stel­lung­nah­me. Nun wand­te sich auch P. Thia­go Bonifá­cio IBP, der
Der Meßort des Instituts du Bon Pasteur im Erzbistum Curitiba. Das Bild zeigt P. Thiago in der Weihnachtszeit vor einem Jahr.
Liturgie & Tradition

Erzbischof setzt Institut du Bon Pasteur vor die Tür

(Bra­si­lia) Der Erz­bi­schof von Curi­ti­ba in Bra­si­li­en hat dem alt­ri­tu­el­len Insti­tut du Bon Pasteur (IBP) die Aus­übung des prie­ster­li­chen Dien­stes in sei­nem Erz­bis­tum unter­sagt. Die­se Art von Krea­ti­vi­tät dürf­te Papst Fran­zis­kus gefal­len. Die Gläu­bi­gen aber sind entsetzt.
Kirche in Brasilien: Gläubige protestieren gegen den Linksdruck in der Kirche: "Für eine vom PT und Kommunismus freie Kirche".
Hintergrund

Brasiliens Kirche in der linken Sackgasse

(Bra­si­lia) Bra­si­li­en ist ein stark umkämpf­tes Feld. Das hat mit dem gigan­ti­schen Staats­ge­biet und mit der Grö­ße sei­ner Bevöl­ke­rung zu tun. Kle­rus und Epi­sko­pat des por­tu­gie­sisch­spra­chi­gen Lan­des erleb­ten nach dem Zwei­ten Welt­krieg einen mas­si­ven Links­ruck. Inzwi­schen steckt die kirch­li­che Hier­ar­chie in der lin­ken Sack­gas­se, aus der sie nicht mehr her­aus­zu­fin­den scheint.
Die 1973 errichtete Kathedrale von São José do Rio Preto
Nachrichten

Bischof tritt nach Skandal zurück

(Rom) Papst Fran­zis­kus nahm gestern den Rück­tritt von Msgr. Tomé Fer­rei­ra da Sil­va als Bischof von São José do Rio Pre­to in Bra­si­li­en an. Der erst 60 Jah­re alte Diö­ze­san­bi­schof wur­de eme­ri­tiert, nach­dem ein auf Whats­App gedreh­tes Video bekannt gewor­den war.
Ehemalige Seminaristen beschuldigen den Erzbischof von Belém des homosexuellen Mißbrauchs.
Genderideologie

Ermittlungen gegen Erzbischof wegen homosexuellen Mißbrauchs von Seminaristen

(Rom) An zwei Fron­ten wird der­zeit in der Kir­che zum Hala­li gebla­sen. Wäh­rend die kirch­li­che Hier­ar­chie zum Coro­­na-Kri­­sen­­the­a­ter auf geist­li­cher Ebe­ne so gut wie kei­ne Ori­en­tie­rung bie­tet, pre­schen immer mehr Bischö­fe vor mit zwei Anlie­gen: der Aner­ken­nung der Homo­se­xua­li­tät und der Zulas­sung von Frau­en zum Weihesakrament.
152 brasilianische Bischöfe greifen das Staatsoberhaupt des Landes mit bisher nicht gekannter Härte an.
Nachrichten

Brasiliens Tragödie – 152 Bischöfe greifen Staatspräsident Bolsonaro frontal an

(Bra­si­lia) Die katho­li­schen Bischö­fe Bra­si­li­en suchen die offe­ne Kon­fron­ta­ti­on mit Staats­prä­si­dent Jair Bol­so­n­a­ro. Das größ­te Land Latein­ame­ri­kas zählt 277 Bis­tü­mer. 152 Bischö­fe haben eine „Char­ta an das Volk Got­tes“ gegen das Staats­ober­haupt unter­zeich­net, das zugleich Regie­rungs­chef ist. Das Doku­ment wur­de von eini­gen Bischö­fen ver­faßt, könn­te aber eben­so­gut vom links­ra­di­ka­len Forum von São Pau­lo stam­men, das
Lula da Silva und Papst Franziskus sehen sich nach Lulas Gefängnisaufenthalt erstmals wieder.
Nachrichten

Die demonstrative Freundschaft

(Rom) Gestern nach­mit­tag war es soweit: Papst Fran­zis­kus emp­fing den ehe­ma­li­gen bra­si­lia­ni­schen Staats­prä­si­den­ten Luiz Ina­cio Lula da Sil­va in Audi­enz. Der Besuch wur­de mög­lich, weil Lula am 8. Novem­ber 2019 aus der Haft ent­las­sen wor­den war. Fran­zis­kus läßt sei­ne Freun­de nicht fallen.
Querida Amazonia – die ausgeblieben Revolution von Papst Franziskus. Was folgt?
Forum

Querida Amazonia – die Folgen einer Wende, die ausblieb

Von Rober­to de Mat­tei* Zu den „viri pro­ba­ti“ gab es eine Voll­brem­sung. Die Ama­zo­nasyn­ode ist geschei­tert. Nun gibt es einen offe­nen Kon­flikt mit den deutsch-ama­­zo­­ni­­schen Bischö­fen. In die­sen drei Punk­ten kann die Dyna­mik zusam­men­ge­faßt wer­den, die durch das heu­te vor­ge­stell­te nach­syn­oda­le Schrei­ben von Papst Fran­zis­kus aus­ge­löst wird.