Niedergang des Petrusamtes?

Sie sind eben nur die Freunde und Stellvertreter des Bräutigams, nicht der Bräutigam selbst

Die Bronzestatue des hl. Petrus im Petersdom, geschaffen wahrscheinlich 1299 von Arnolfo di Cambio für das erste Heilige Jahr, das für das Jahr 1300 ausgerufen wurde
Die Bronzestatue des hl. Petrus im Petersdom, geschaffen wahrscheinlich 1299 von Arnolfo di Cambio für das erste Heilige Jahr, das für das Jahr 1300 ausgerufen wurde

Von Msgr. Dr. Mari­an Eleganti*

Am 31. Juli 2026 traf in einer 40-minü­ti­gen Pri­vat­au­di­enz Papst Leo XIV. im Apo­sto­li­schen Palast im Vati­kan (Vati­can Media /​ Foto­graf u. a. Simo­ne Riso­lu­ti) die US-ame­ri­ka­ni­sche Rock­mu­si­ke­rin, Dich­te­rin und Künst­le­rin Pat­ti Smith (* 1946), die sog. „God­mo­ther of Punk“. Bei­de stam­men aus Chi­ca­go. Das Tref­fen wur­de von Pater Anto­nio Spa­da­ro beglei­tet. Es gibt meh­re­re offi­zi­el­le Fotos und ein Video der Begegnung.

Die harm­lo­se Begeg­nung – ich stel­le mir vor, dass dabei vor allem Freund­lich­kei­ten aus­ge­tauscht wur­den, kaum Din­ge von gro­sser Bedeu­tung für die Kir­che – weckt in mir Fragen.

Schon lan­ge beun­ru­higt mich per­sön­lich die Tat­sa­che, dass Päp­ste seit Johan­nes Paul II. mehr und mehr bei allen mög­li­chen Gele­gen­hei­ten (z.B. im Flug­zeug oder am Stra­ssen­rand wie kürz­lich Papst Leo XIV. in Castel Gan­dol­fo) rein infor­mell spre­chen. Sie geben spon­ta­ne Inter­views, äussern per­sön­li­che Mei­nun­gen. Sie sind für alle mög­li­chen Leu­te zugäng­lich, die sich mit ihnen ablich­ten. Hat ein Papst bei sei­ner Arbeits­last und Ver­ant­wor­tung nichts Wich­ti­ge­res zu tun, als sol­che Pri­vat­au­di­en­zen zu gewäh­ren (beson­ders beliebt, wenn die Bitt­stel­ler aus dem Show­busi­ness kom­men oder irgend­ei­ne kul­tu­rel­le oder eli­tä­re Rele­vanz haben)? Sol­che Auf­trit­te ver­stär­ken in der säku­la­ren Öffent­lich­keit den Ein­druck, der Papst sei im Grun­de ein­fach auch ein Mit­glied des inter­na­tio­na­len Estab­lish­ments. Sol­chen «Gla­mour» kann­te der ein­fa­che Fischer aus Gali­läa jeden­falls nicht. Auch Pau­lus hat nicht das Schein­wer­fer­licht gesucht, son­dern den Areo­pag in Athen betre­ten, um zu ver­kün­den. Von den pro­to­kol­la­ri­schen Ver­bind­lich­kei­ten und Staats­be­su­chen von Bedeu­tung sehe ich hier ab.

Unter den mit einer Pri­vat­au­di­enz Ver­wöhn­ten kön­nen auch Leu­te sein wie Emma Boni­no, die zeit­le­bens mit der kirch­li­chen Leh­re auf Kriegs­fuss leb­te. Papst Fran­zis­kus besuch­te sie sogar am 5. Novem­ber 2024 pri­vat in ihrer Woh­nung. Die Auf­ga­be des Pap­stes ist aber nicht die Indi­vi­du­al­seel­sor­ge. Auch soll er nicht durch Bil­der, son­dern durch ein­deu­ti­ge Wor­te lehren.

Nicht zu ver­ges­sen sind die wie­der­hol­ten und lan­gen Gesprä­che und Tele­fo­na­te die­ses Pap­stes mit dem Athe­isten Euge­nio Scal­fa­ri, dem Grün­der der lin­ken Zei­tung La Repubbli­ca. Aus ihnen rekon­stru­ier­te Scal­fa­ri aus dem Gedächt­nis omi­nö­se Inter­views. Meh­re­re Male muss­te der Vati­kan sich von angeb­li­chen Papst­aus­sa­gen distan­zie­ren. Bei Papst Fran­zis­kus hat­te die­se Form, Din­ge zu streu­en, selbst aber in der lehr­mä­ssi­gen Reser­ve zu blei­ben, schon fast Metho­de. Vor allem gebe ich zu beden­ken: Wenn ein Papst sol­che Leu­te in Pri­vat­au­di­enz emp­fängt, kann er sich von ihnen aus Höf­lich­keit im Nach­hin­ein nicht öffent­lich distan­zie­ren. Im Ergeb­nis wirkt dann ein sol­cher Emp­fang für vie­le wie eine Ver­harm­lo­sung des­sen, wofür die­se Per­so­nen ste­hen. So ver­dun­kelt der Papst selbst die Posi­ti­on der Kir­che und gibt – je nach­dem – sogar den Gläu­bi­gen Ärger­nis. Die­se Audi­en­zen gewin­nen umso mehr an fal­schem Gewicht, je weni­ger der Papst gleich­zei­tig die unver­kürz­te Glau­bens­leh­re ver­tritt, die fal­schen Ansich­ten die­ser Leu­te öffent­lich kor­ri­giert und Miss­bräu­che abstellt (vgl. die Instru­men­ta­li­sie­rung pri­va­ter Audi­en­zen mit dem Papst für die eige­ne Homo-Agen­da durch den Jesui­ten James Martin).

Ich den­ke, dass dadurch die letz­ten Päp­ste an Auto­ri­tät und gei­sti­gem Kapi­tal ver­lo­ren haben. Ihre Per­sön­lich­keit (Spin-Dok­to­ren brau­chen Bil­der) tritt in den Vor­der­grund. Ihre pri­va­ten Nei­gun­gen und für ihr Amt irrele­van­te Details wer­den zu Bot­schaf­ten an den Main­stream und tre­ten in den Vor­der­grund. Wir sehen Papst Bene­dikt am Kla­vier oder Papst Fran­zis­kus in einem für sei­ne Kor­pu­lenz viel zu klei­nen Fiat ein Schall­plat­ten­ge­schäft Roms auf­su­chen, um einer per­sön­li­chen Flau­se zu frönen.

Päp­ste haben bestimmt Gewich­ti­ge­res zu tun, als mit dem eige­nen Porte­mon­naie ihr Hotel­zim­mer zu bezah­len wie Fran­zis­kus zu Beginn sei­nes Pon­ti­fi­ka­tes. Haben sie auch genug Zeit dafür? Haben Sie genug Zeit, die Din­ge im Gebet zu erwä­gen, lan­ge vor Gott zu ver­wei­len, um von IHM geführt zu wer­den? Haben sie genug Zeit zum Lesen, Akten zu stu­die­ren und Stel­lung­nah­men vor­zu­be­rei­ten, in wel­chen sie wirk­lich leh­ren, ver­bind­lich und unzwei­deu­tig leh­ren, kei­ne Mut­ma­ssun­gen brin­gen, die für uns ent­behr­lich sind.

Aber nein, sie müs­sen stän­dig in Audi­en­zen erschei­nen, Hän­de schüt­teln und unter­schieds­los Leu­te emp­fan­gen. Bei den Papst­mes­sen ste­hen sie selbst als eine Art «Kir­chen­star» im Vor­der­grund und las­sen Chri­stus «als eigent­li­ches The­ma» in den Hin­ter­grund tre­ten. Der Papst­thron über­ragt den Altar. Die Hl. Mes­se auf dem Peters­platz soll­te doch eher der Begeg­nung mit dem HERRN die­nen, und nicht ein Hap­pe­ning mit sei­nem Die­ner, dem Papst, sein, um es etwas pole­misch zu sagen.

Ich kann das nicht begrei­fen. Inter­view­bän­de, spon­ta­ne Äusse­run­gen von unter­schied­li­chem Niveau, das per­sön­li­che Erschei­nen bei allen mög­li­chen Anläs­sen, z.B. der Eis­block­seg­nung an einer Kli­ma­kon­fe­renz in Rom: Alle die­se Din­ge scha­den dem Amt mehr, als sie ihm nüt­zen. Sie die­nen nur jenen, die ger­ne den Papst vor ihre Agen­da span­nen. Und die Päp­ste geben sich neu­er­dings für sol­che Din­ge her. Man sieht sie für die Medi­en und zur Freu­de der Unter­neh­mer im ersten elek­tro­ge­trie­be­nen Fer­ra­ri beim Pro­be­sit­zen am Steu­er und ande­res mehr. Auch hier soll­te man auf die Ambi­va­lenz der Bil­der achten!

Für mich fehlt die Distanz im guten Sinn des Wor­tes. Es geht mir nicht um Unnah­bar­keit, son­dern um Wür­de. Die­se wird oft mehr durch Schwei­gen als Reden unter­stri­chen – durch Reden im rich­ti­gen Augen­blick und dann ver­bind­lich und mit weni­gen, ein­deu­ti­gen und kla­ren Wor­ten. Papst Fran­zis­kus fand sol­che vor allem gegen­über den Tra­di­tio­na­li­sten und Mafio­si oder im Kon­text der Migra­ti­on. Er konn­te die Abtrei­bung klar ver­ur­tei­len, ihre Prot­ago­ni­sten aber herz­lich emp­fan­gen und sogar in nicht unbe­deu­ten­de Kom­mis­sio­nen des Vati­kans hie­ven. Auch das scha­det der lehr­mä­ssi­gen Posi­ti­on der Kirche.

Es braucht Unter­schei­dung im Sin­ne der Tra­di­ti­on (nicht im Sin­ne der sog. neu­en Syn­oda­li­tät). Aber dafür haben die Päp­ste fast kei­ne Zeit. Viel zu viel Zeit ver­brin­gen sie mit Audi­en­zen, Gruss­adres­sen, Hand­shaking und Rei­sen. Ich sehe die Gefahr eines Akti­vis­mus. Er kaschiert das Feh­len einer kla­ren Ver­ur­tei­lung häre­ti­scher Posi­tio­nen, die auch von Bischö­fen ver­tre­ten wer­den (vgl. den syn­oda­len Weg). Sie müss­ten klar benannt, ihre Ver­tre­ter ermahnt oder abge­setzt wer­den. Bren­nen­de The­men wie die lit­ur­gi­sche Fra­ge wer­den auf die lan­ge Bank gescho­ben. Die Kar­di­nä­le kom­men als Bera­ter des Pap­stes nicht wirk­lich zu Wort.

Der hl. Papst Johan­nes Paul II. hat der Begeg­nung mit ihm als Papst – viel­leicht nolens volens – sehr stark den Cha­rak­ter der Erschei­nung eines Super­stars ver­schafft, vor allem durch die Welt­ju­gend­ta­ge. 2003 ver­öf­fent­lich­te Johan­nes Paul II. das „Römi­sche Tri­pty­chon – Medi­ta­tio­nen“, einen neu­en Gedicht­zy­klus. Der Vati­kan doku­men­tier­te des­sen offi­zi­el­le Prä­sen­ta­ti­on am 6. März 2003, als hät­te sie ähn­li­che Bedeu­tung wie die gro­ssen Lehr­schrei­ben von der glei­chen Feder. Bene­dikt publi­zier­te schon als Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on Inter­view­bän­de, die er auch als Papst wei­ter­führ­te. Mit sei­nen wert­vol­len Jesus­bü­chern woll­te er nicht als Papst ver­bind­lich leh­ren, son­dern einen aka­de­mi­schen (?) Bei­trag spen­den wie in alten Zei­ten, als er Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor war. Das alles ist für Päp­ste, die ver­bind­lich leh­ren, unge­wöhn­lich. Papst Fran­zis­kus lie­fer­te gleich meh­re­re Auto­bio­gra­phien, ein bis dato für Päp­ste undenk­ba­res For­mat. Ausser­dem hat er sie nicht selbst geschrie­ben, wie man mei­nen könn­te. Durch all die­se Inno­va­tio­nen gewann die media­le Ver­mitt­lung ihrer Per­sön­lich­keit und ihres Stils fast grö­sse­re Bedeu­tung als das, was sie lehr­ten oder leh­ren soll­ten. Im Zeit­al­ter der Medi­en war man bemüht, sich gut her­über­kom­men zu las­sen. Bei Papst Fran­zis­kus spür­te man das auch. Ris­se im eige­nen Image wur­den medi­al schnell wie­der geflickt (vgl. sei­ne schrof­fe Reak­ti­on auf dem Peters­platz, als eine Chi­ne­sin nach sei­ner Hand griff und ihn zu sich zog, am 31. Dezem­ber 2019 und das not­wen­dig gewor­de­ne Mea cul­pa beim Ange­lus des dar­auf fol­gen­den Sonntags).

Damit der HERR durch­schei­nen kann, muss aber Ande­res, Irrele­van­tes, all­zu Per­sön­li­ches zurück­tre­ten. Die Medi­en machen genau Letz­te­res mit Vor­lie­be zu einer Haupt­at­trak­ti­on: der Swim­ming­pool oder Ten­nis­platz in Castel Gan­dol­fo, die schwar­zen Schu­he unter der wei­ssen Sou­ta­ne, die abge­wetz­te Leder­map­pe aus alten Zei­ten, die nied­li­che Kat­ze Bene­dikts, das Kla­vier, der Fiat, der Fer­ra­ri. Die Liste wird immer län­ger. Wen inter­es­siert das, wenn Päp­ste Leh­rer der Wahr­heit sind? Einer geof­fen­bar­ten Wahr­heit! Ich den­ke nicht, dass sie dafür (für die Wahr­heit) stän­dig auf­wen­di­ge und auf­rei­ben­de Rei­sen unter­neh­men müs­sen, die sie phy­sisch erschöp­fen, wäh­rend ein ein­zi­ger Satz aus ihrem Mund in Win­des­ei­le um den Glo­bus geht, ohne dass sie sich bewe­gen. Wie­viel per­sön­li­che Ener­gie geht so ver­lo­ren, die an ande­rer Stel­le dann fehlt (auch auf­grund ihrer stän­di­gen Abwe­sen­heit): bei der Lei­tung der Kurie, der Begeg­nung mit Leu­ten, die für die Mei­nungs­bil­dung des Pap­stes wirk­lich rele­vant sind; bei Mit­ar­bei­ter­ge­sprä­chen, um gute Stel­lung­nah­men vor­zu­be­rei­ten und die jewei­li­gen Dik­aste­ri­en zu syn­chro­ni­sie­ren. Anwe­sen­heit ist nicht gefragt, um den von ande­ren ange­sto­sse­nen Pro­zes­sen nur bei­zu­woh­nen, sie lau­fen zu las­sen, ohne zu füh­ren, selbst als Schü­ler auf­zu­tre­ten oder auch nur als guter Zuhö­rer. Sind sie nicht die Leh­rer der Chri­sten­heit, auf deren Wort alle war­ten? Sit­zen sie nicht auf dem Lehr­stuhl des hl. Petrus, nicht irgend­ei­nes ande­ren? Wer­den sie nicht vor allem in Rom gebraucht?

Die Päp­ste sind bei der Aus­übung ihres Amtes all­zu mensch­lich gewor­den. Ihre Per­sön­lich­keit, nicht ihr Amt tritt in den Vor­der­grund. Das mag auf man­che sym­pa­thisch wir­ken, die ger­ne ein Foto mit ihnen erhei­schen, es even­tu­ell im Nach­hin­ein für ihre häre­ti­schen Ansich­ten instru­men­ta­li­sie­ren. Der Main­stream will sie nah­bar sehen: als ganz gewöhn­li­che Men­schen wie wir alle. Vor allem Papst Fran­zis­kus woll­te Letz­te­res. Aus die­sem Grun­de benutz­te er in Mai­land am 25. März 2017 zum Ärger­nis vie­ler Gläu­bi­gen spon­tan eine nahe gele­ge­ne che­mi­sche Toy-Toi­let­te, was sein Spin-Dok­tor Anto­nio Spa­da­ro im Nach­hin­ein selbst­ver­ständ­lich rich­tig ein­ord­ne­te. Zuletzt liess er sich im Roll­stuhl von sei­nem Pfle­ger in Werk­tags-Klei­dung durch den beleb­ten Peters­dom schie­ben, als wäre er irgend­ein Seni­or von neben­an (mit allem Respekt vor sei­ner ter­mi­na­len Erkran­kung!). Für mich war das ein wei­te­rer histo­ri­scher Tief­punkt des Papsttums.

Päp­ste sind nun mal nicht Leu­te wie wir. Sie soll­ten vor ihrem Amt Respekt haben und als Garan­ten der Leh­re der Kir­che per­sön­lich zurück­tre­ten wie Johan­nes der Täu­fer, der nur eine Stim­me sein woll­te. Aller­dings eine, die die Wahr­heit sagt. Dem gegen­über war sein eige­nes Pro­fil ohne Bedeu­tung. Die Päp­ste soll­ten sich des­sen bewusst blei­ben: dass nicht ihre Per­sön­lich­keit zählt, son­dern ihr Amt. Das ist ein Kreuz. „ER muss wach­sen, ich muss abneh­men“ (Joh. 3,30). Sie sind eben nur die Freun­de und Stell­ver­tre­ter des Bräu­ti­gams, nicht der Bräu­ti­gam selbst. Von Bedeu­tung und Inter­es­se ist nur der Letztere!

*Msgr. Mari­an Ele­gan­ti OSB, pro­mo­vier­ter Theo­lo­ge, war von 1999 bis 2009 Abt der Bene­dik­ti­ner­ab­tei St. Otmars­berg im Kan­ton Sankt Gal­len, dann von 2009 bis 2021 Weih­bi­schof der Diö­ze­se Chur. Bischof Ele­gan­ti betreibt einen eige­nen Blog.

Bild: Wiki­com­mons

7 Kommentare

  1. Lie­ber Weih­bi­schof Marian,

    Sie wei­sen mit recht auf eine aktu­el­le Fehl­ent­wick­lung hin. Aller­dings wird dabei viel ver­mengt. Ja, Papst Bene­dikt war ein Lieb­ha­ber klas­si­scher Musik. Und Papst Johan­nes Paul II. bekannt für sei­ne sport­li­chen Akti­vi­tä­ten. Auch frü­he­re Päp­ste waren Men­schen. Papst Pius XII., der sich in der Nacht von Rosen­mon­tag von 3:00 Uhr bis 5:00 Uhr gestat­te­te, mit der gött­li­chen Komö­die zwei für ihn ver­gnüg­li­che Stun­den zu erle­ben. Etc.

    Was wir seit 2013 erle­ben, ist die syste­ma­ti­sche Demon­ta­ge jeg­li­cher christ­li­cher Tugend und Mora­li­tät durch Fran­zis­kus und Leo XVI. und die vor­ge­nann­ten Päp­ste haben es nicht ver­dient, mit die­sen Vor­gän­gen in einem Atem­zug genannt zu werden.

  2. Und, Msgr. Eleganti,

    was schlie­ßen Sie daraus?
    So tun als ob das Alles was Sie benen­nen recht klug, aber letz­ten Endes nicht wirk­lich rele­vant, bzw. dia­bo­lisch, sata­nisch wäre?
    Jeden­falls nicht halb so relevant/​satanisch wie die Tat­sa­che, dass die Pius­brü­der Bischö­fe wei­hen, die sich dem gan­zen von Ihnen rich­tig beschrie­be­nen Spek­ta­kel eini­ger­ma­ßen entziehen?

  3. Die Kon­zils­kir­che ist eine Grün­dung der Frei­mau­re­rei und so wur­de alles im Vor­der­grund befind­li­che dem Schein nach bewahrt, aber inhalt­lich um 180 Grad ver­dreht und umgewidmet.
    So auch das Papst­amt, die­ser ist durch das kol­le­gia­li­täts­prin­zip völ­lig ent­mach­tet wor­den und darf qua­si als frühstcks­di­rek­tor repräsentieren.
    Die Ent­schei­dun­gen tref­fen Andere.
    Die Situa­ti­on scheint wirk­lich aus­sichts­los, stän­de auf der ande­ren Sei­te nicht Jesus Chri­stus Herr über Zeit und Geschichte.
    Küm­mern wir uns dar­um die helig­ma­chen­de Gna­de nicht zu ver­lie­ren, Chri­stus wird es schon rich­ten [in des Wor­tes wahr­ster Bedeutung]

  4. Dan­ke für die­se Zei­len, Monsignore!

    Ich habe kei­ne Mög­lich­keit, die „alte Mes­se“ zu besu­chen, mei­ne Aus­flü­ge in die Pius­bru­der­schaft gin­gen auch schief … man­ches kann ich auch nicht ver­ste­hen .. zu Mes­sen der Petrus­bru­der­schaft kann ich auch nicht… und die­se – zwar noch im Rah­men und doch wür­de­lo­sen Mes­sen hier an mei­nem Hei­mat­ort, kei­ne Seel­sor­ge .. und ein Papst, den ich zuneh­mend absto­ßend, ober­fläch­lich fin­de … der zwar so tut als ob .. als Hoch­sen­si­ble bin ich sehr sehr emp­find­lich für fal­sche Töne, auch wenn ich sie von mir gebe, da möch­te ich dann immer im Boden vesinken.
    Die­se zu vie­len fal­schen Töne wür­den mich krank machen, wenn da nicht die Bibel wäre .. und der Katechismus…und eini­ge Blogs wie auch die­ser hier.

    Und eben sol­che Zeilen …

    • Gera­de sen­si­ble Men­schen gehen zu Pius und sind dank­bar für die Alter­na­ti­ve zu den Tanz-Regen­bo­gen-Got­tes­dien­sten der deutsch-katho­li­schen Kir­che. Wenn man zu Pius nicht kann, zu Petrus auch nicht und dann lie­ber in sei­nem Hei­mat­ort die Mes­se besucht, kann man sich in Demut hin­ter­fra­gen, was zu tun ist. Übri­gens emp­feh­le ich, das Wort „Mes­se“ nicht für die Wort­got­tes­dien­ste der Gemein­de­re­fe­ren­ten mit bun­ter Sto­la zu ver­wen­den, da man hier den trü­ge­ri­schen Absich­ten der „N„GO auf den Leim geht. Mes­sen und Got­tes­dien­ste sind Eucha­ri­stie­fei­ern, die wür­dig gefei­ert heu­te fast aus­schließ­lich nur noch bei Pius zu fin­den sind. 

      Nut­zen Sie Ihre Sen­si­bi­li­tät für das Beson­de­re der über­lie­fer­ten Mes­se, die seit Jahr­tau­sen­den gefei­ert jetzt nicht plötz­lich falsch und ver­bo­ten sein kann*. Solan­ge die DBK-Kir­che die skan­da­lö­sen Wand­lungs­wor­te (Tut­ti, tut­ti!) nicht end­lich kor­ri­giert und statt­des­sen über­all einen Kampf gegen räääääächts initi­iert, herrscht ein Not­stand, auch wenn Papst, Bischö­fe und vie­le „gläu­bi­ge“ Katho­li­ken das Gegen­teil beweisen. 

      * sie­he auch Aga­tha-Chri­stie-Indult von 1971.

      • Tanz-Regen­bo­gen-Got­tes­dien­ste erle­be ich hier in der nord­deut­schen Dia­spo­ra nicht! Statt­des­sen ganz nor­ma­le rk Hl. Mes­sen und inzwi­schen wg Prie­ster­man­gels auch 14tägig eine Wortgottesfeier.
        Der die­se zele­brie­ren Laie macht das sehr fromm und zurück­hal­tend, nimmt sich per­sön­lich dabei sehr zurück, obwohl er die gesam­te WGF allein hält. Hat Mess­die­ner­klei­dung mit Rock und Rochett an, kei­ne bun­te Stola.
        Ich bin da wirk­lich sehr kri­tisch, aber die von ihm gehal­te­nen WGF fin­den mei­ne unge­teil­te Zistim­mung, zumal sie abso­lut unpo­li­tisch sind.
        Ich emp­feh­le jedem, sich genau die jeweils Zele­brie­ren­den anzu­se­hen und im Zwei­fels­fall bzw. bei Ärger­nis­sen auf Fern­seh­mes­sen bei dem inzwi­schen bun­des­weit zu emp­fan­gen­den Sen­der ktv auszuweichen.

  5. Vie­len Dank für die­se Zei­len, die mir aus dem Her­zeb spre­chen! Vor allem ist es sehr befremd­lich, dass der Papst für alle die­se Men­schen Zeit hat, es aber offen­bar nicht not­wen­dig fin­det, sich mit Ver­tre­tern der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X per­sön­lich zu treffen.

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