Erzbischof Viganò: „Franziskus war ein Gegenpapst“

"Die Kirche wird erneuert und gereinigt werden"


Erzbischof Carlo Maria Viganò, ehemaliger Spitzendiplomat des Vatikans und Kritiker von Franziskus, mit diesem zu einem Zeitpunkt vor der Exkommunikation
Erzbischof Carlo Maria Viganò, ehemaliger Spitzendiplomat des Vatikans und Kritiker von Franziskus, mit diesem zu einem Zeitpunkt vor der Exkommunikation

Die ita­lie­ni­sche Pri­vat­fern­seh­hol­ding Media­set (Fami­lie Ber­lus­co­ni) bat ver­schie­de­ne Per­sön­lich­kei­ten um Stel­lung­nah­men zum Tod von Papst Fran­zis­kus. Befragt wur­de für die Fern­seh­sen­dung „Fuo­ri dal Coro“ („Außer­halb des Cho­res“) auch Erz­bi­schof Car­lo Maria Viganò, der ehe­ma­li­ge Apo­sto­li­sche Nun­ti­us in den USA, der wegen sei­ner Kri­tik an Fran­zis­kus im Som­mer 2023 von die­sem exkom­mu­ni­ziert wur­de. Die Stel­lung­nah­me Viganòs wur­de dann aber nicht aus­ge­strahlt. Der Erz­bi­schof mach­te sie dann selbst publik. Wir doku­men­tie­ren den voll­stän­di­gen Wort­laut in deut­scher Übersetzung:

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Media­set: Wie beur­tei­len Sie das Pon­ti­fi­kat von Bergoglio?

Erz­bi­schof Car­lo Maria Viganò: In den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten hat eine sub­ver­si­ve Lob­by die Hebel der Macht in Regie­run­gen und Insti­tu­tio­nen in die Hand genom­men, um den anti­christ­li­chen und frei­mau­re­ri­schen Plan der Revo­lu­ti­on umzu­set­zen. Wie wir aus den USA wis­sen, haben sich staat­li­che Stel­len in das Leben der Natio­nen ein­ge­mischt, indem sie die soge­nann­te Agen­da 2030 der Rocke­fel­ler-Stif­tung und des Welt­wirt­schafts­fo­rums orga­ni­siert und finan­ziert haben, die aus der Zer­stö­rung der Fami­lie, der Kom­mer­zia­li­sie­rung des mensch­li­chen Lebens, der mora­li­schen Kor­rum­pie­rung von Kin­dern und Jugend­li­chen, der Aus­beu­tung von Arbeit­neh­mern und der Pri­va­ti­sie­rung all jener Dienst­lei­stun­gen besteht, die bis in die 1990er Jah­re vom Staat – ohne Pro­fit – garan­tiert wur­den: Gesund­heit, Infra­struk­tur, Ver­tei­di­gung, Kom­mu­ni­ka­ti­on, Bil­dung. Um die­sen glo­ba­len Staats­streich durch­zu­füh­ren, bedurf­te es der (natür­lich bezahl­ten) Mit­ar­beit von kor­rup­ten Beam­ten, Poli­ti­kern, Ärz­ten, Rich­tern, Leh­rern, die alle­samt kor­rupt waren.

Die katho­li­sche Kir­che, die sich bereits mit dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil der welt­li­chen Men­ta­li­tät ange­paßt hat­te, war jedoch fest an bestimm­ten nicht ver­han­del­ba­ren Grund­sät­zen ver­an­kert geblie­ben, zum Bei­spiel in Fra­gen der Sexu­al­mo­ral oder der Ach­tung des mensch­li­chen Lebens von der Emp­fäng­nis bis zum natür­li­chen Tod. Bene­dikt XVI. war ein­deu­tig gegen den Plan der Glo­ba­li­sten und wäre nie­mals von die­sen Grund­sät­zen abge­rückt und hät­te nie die LGBTQ-Ideo­lo­gie, die Gen­der-Ideo­lo­gie, die pseu­do­ge­sund­heit­li­chen Tor­hei­ten der WHO, die gene­ti­sche Ver­än­de­rung und die glo­ba­le Ent­völ­ke­rung oder die Isla­mi­sie­rung Euro­pas durch eth­ni­schen Aus­tausch legi­ti­miert. Es war daher not­wen­dig, Joseph Ratz­in­ger los­zu­wer­den und ihn durch einen „Papst“ zu erset­zen, der – wie Hil­la­ry Clin­tons Bera­ter John Pode­sta hoff­te – die Agen­da 2030 vor­an­trei­ben, den Kli­ma­be­trug rati­fi­zie­ren und die Gläu­bi­gen auf der gan­zen Welt davon über­zeu­gen wür­de, sich mit einem Serum imp­fen zu las­sen, von dem wir heu­te wis­sen, daß es den größ­ten Teil der Mensch­heit aus­lö­schen oder patho­lo­gi­sie­ren sollte.

Die­ser vati­ka­ni­sche Staats­streich wur­de (und das wis­sen wir aus den Ein­ge­ständ­nis­sen sei­ner Prot­ago­ni­sten, ein­schließ­lich des umstrit­te­nen Kar­di­nals Dan­neels) durch die Manö­ver der St.-Gallen-Mafia ermög­licht, die in Abspra­che mit dem Deep Sta­te der USA Bene­dikt XVI. zum Rück­tritt dräng­te und es schaff­te, Jor­ge Mario Berg­o­glio an die Spit­ze der katho­li­schen Kir­che zu setzen.

Die Usur­pa­ti­on Berg­o­gli­os war nicht mehr und nicht weni­ger als jene, die es der glo­ba­li­sti­schen Lob­by ermög­licht hat, auf Geheiß des Welt­wirt­schafts­fo­rums Regie­rungs­chefs zu stel­len, in Ita­li­en von Con­te und Draghi, in Frank­reich von Macron, in Eng­land von John­son und Star­mer, in Spa­ni­en von Sanchez, in Irland von Mar­tin, in Kana­da von Tru­deau, in Austra­li­en von Arden, in Ame­ri­ka erst von den Clin­tons und Oba­ma und dann von Biden, in der EU von von der Ley­en. Sie alle sind nicht recht­mä­ßig an die Macht gekom­men, son­dern durch Mani­pu­la­ti­on, Wahl­be­trug oder Mani­pu­la­ti­on des Kon­sen­ses; und sie üben die­se Macht gegen die Bür­ger und die Insti­tu­tio­nen aus, die sie eigent­lich ver­tre­ten sollen.

Und sie alle, ohne Aus­nah­me, sind weit­ge­hend kom­pro­mit­tiert und erpreßt, so daß sie gezwun­gen sind, zu gehor­chen, wenn sie nicht wol­len, daß ihre Ver­bre­chen und Per­ver­sio­nen ans Licht kom­men. Auch Berg­o­glio und sei­ne Gefolgs­leu­te bil­den hier kei­ne Ausnahme.

Das Urteil, das jeder Katho­lik über die­ses „Pon­ti­fi­kat“ – das es in Wirk­lich­keit nicht ist – fäl­len muß, kann daher in jeder Hin­sicht nur sehr schlecht aus­fal­len. Die Kir­che von Rom ist nach die­sen zwölf Jah­ren der Tyran­nei von Skan­da­len, Kor­rup­ti­on, Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen – ich den­ke an das Abkom­men mit der kom­mu­ni­sti­schen Dik­ta­tur in Peking – und einer an allen Fron­ten geschei­ter­ten Ver­wal­tung heim­ge­sucht. Die zag­haf­te Kri­tik eini­ger Kar­di­nä­le und Bischö­fe an Berg­o­gli­os Irr­leh­ren und Skan­da­len hat die­ses glo­ba­le Regime, das sei­ne Macht­ha­ber zu Ver­bün­de­ten hat, in kei­ner Wei­se unter­gra­ben – gegen die Bür­ger und die Gläubigen.

Media­set: Am Tag des Todes von Papst Fran­zis­kus schrie­ben Sie einen Bei­trag auf X. Sie nen­nen das, was Berg­o­glio Euge­nio Scal­fa­ri anver­traut hat, „häre­ti­sches Geschwätz“. Kön­nen Sie erklä­ren, warum?

Erz­bi­schof Car­lo Maria Viganò: Laut Scal­fa­ris Bericht hat Berg­o­glio ihm anver­traut, daß er nicht an die Höl­le glaubt und daß er davon über­zeugt ist, daß die guten See­len geret­tet wer­den, indem sie in Gott „auf­ge­hen“, wäh­rend die ver­damm­ten See­len ver­nich­tet wer­den, sich in Nichts auf­lö­sen. Dies wider­spricht der Hei­li­gen Schrift und dem katho­li­schen Lehr­amt, die leh­ren, daß jede See­le im Augen­blick des phy­si­schen Todes vor einem per­sön­li­chen Gericht steht und ent­we­der mit ewi­ger Glück­se­lig­keit belohnt wird, mög­li­cher­wei­se durch das Fege­feu­er, oder mit ewi­ger Ver­damm­nis bestraft wird, je nach­dem, wie sie sich im Leben ver­hal­ten hat und wie es um ihre Freund­schaft oder Feind­schaft mit Gott im Augen­blick des Todes bestellt ist. Das ist der Grund, war­um ich von häre­ti­schem Geschwa­fel gespro­chen habe: Es fügt sich zu einer sehr lan­gen Liste von Unsinn und Irr­leh­ren, die wir alle im Lau­fe der Jah­re ertra­gen mußten.

Media­set: Wor­auf bezieht sich Fran­zis­kus, wenn er von „sei­nen Erben“… spricht, den Gegnern?

Erz­bi­schof Car­lo Maria Viganò: Berg­o­glio umgab sich mit kor­rup­ten und erpreß­ba­ren Per­so­nen, die er bei­läu­fig benutz­te, um zu bekom­men, was er woll­te. Er hat ehr­li­che Kar­di­nä­le und Bischö­fe ver­höhnt, ver­un­glimpft und belei­digt. Er hat Ermitt­lun­gen gegen Prä­la­ten, gegen die wegen schwe­rer Ver­bre­chen ermit­telt wur­de, ver­hin­dert und sie geschützt. Er hat eine gan­ze Seil­schaft kor­rup­ter und ultra-pro­gres­si­ver ame­ri­ka­ni­scher Prä­la­ten geför­dert, die alle mit dem ehe­ma­li­gen Kar­di­nal McCar­ri­ck ver­bun­den sind und nun wich­ti­ge ame­ri­ka­ni­sche Diö­ze­sen und Schlüs­sel­po­si­tio­nen im Vati­kan beset­zen. Er hob die Exkom­mu­ni­ka­ti­on sei­nes jesui­ti­schen Mit­bru­ders Rup­nik auf, des­sen Ver­werf­lich­keit selbst die Gemä­ßig­ten empört hat­te. Er ver­folg­te alle sei­ne Geg­ner, mich ein­ge­schlos­sen, und ver­häng­te die Exkom­mu­ni­ka­ti­on gegen mich, was gegen Recht und Gesetz ver­stößt. Sie alle sind immer noch im Amt, fah­ren fort, die Kir­che zu zer­stö­ren, und berei­ten sich mit dem näch­sten Kon­kla­ve dar­auf vor, die ihnen über­tra­ge­ne Auf­ga­be zu erfül­len: die Kir­che Chri­sti in eine öku­me­ni­sche und syn­kre­ti­sti­sche Orga­ni­sa­ti­on mit frei­mau­re­ri­schen Wur­zeln zu ver­wan­deln, die die Neue Welt­ord­nung unterstützt.

Media­set: Papst Fran­zis­kus war für Sie ein Gegen­papst, ein Nicht-Papst. Kön­nen Sie erklä­ren, warum?

Erz­bi­schof Car­lo Maria Viganò: Der Kar­di­nal, der im Kon­kla­ve zum Nach­fol­ger Petri gewählt wird, muß sei­ne Akzep­tanz und sein Ein­ver­ständ­nis zur Über­nah­me der Funk­tio­nen des Papst­tums zum Aus­druck bringen.

Ich glau­be, daß Bego­gli­os Annah­me der Papst­wahl feh­ler­haft war, weil er das Papst­tum als etwas ande­res betrach­te­te als das, was es ist; wie der Ehe­part­ner, der in der Kir­che hei­ra­tet, ohne die spe­zi­fi­schen Zwecke der Ehe zu beach­ten, und somit die Ehe auf­grund der feh­len­den Zustim­mung null und nich­tig macht.

Berg­o­glio hat die Wahl in böser Absicht ange­nom­men und sei­ne Auto­ri­tät als Papst miß­braucht, um das genaue Gegen­teil von dem zu tun, was Jesus Chri­stus dem hei­li­gen Petrus und sei­nen Nach­fol­gern auf­ge­tra­gen hat: die Gläu­bi­gen im katho­li­schen Glau­ben zu bestä­ti­gen, die Her­de des Herrn zu hüten und zu lei­ten und allen Völ­kern das Evan­ge­li­um zu ver­kün­den. Berg­o­gli­os gesam­tes Regie­ren und Lehr­amt – seit sei­nem ersten Auf­tritt auf der vati­ka­ni­schen Log­gia, als er sich mit dem omi­nö­sen „Guten Abend“ vor­stell­te – hat sich in eine Rich­tung ent­wickelt, die dem petri­ni­schen Auf­trag dia­me­tral ent­ge­gen­ge­setzt ist: Er hat das Depo­si­tum Fidei ver­fälscht, Ver­wir­rung gestif­tet und die Gläu­bi­gen in die Irre geführt; er hat die Her­de zer­streut, die Evan­ge­li­sie­rung der Völ­ker zu „fei­er­li­chem Unsinn“ erklärt und sie als Pro­se­ly­tis­mus ver­ur­teilt; er hat die Macht der Hei­li­gen Schlüs­sel syste­ma­tisch miß­braucht, um zu lösen, was nicht gelöst wer­den kann, und zu bin­den, was nicht gebun­den wer­den kann.

Der Papst ist nicht der Herr der Kir­che, son­dern der Stell­ver­tre­ter Chri­sti: Er muß sei­ne Auto­ri­tät inner­halb der von Jesus Chri­stus gesetz­ten Gren­zen und in Über­ein­stim­mung mit den von Gott gewoll­ten Zie­len aus­üben: in erster Linie die Ret­tung der See­len durch die Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums an alle Geschöp­fe und die Sakramente.

Ein Papst kann sich daher nicht für befugt hal­ten, das Papst­tum „neu zu erfin­den“, es „in einem syn­oda­len Schlüs­sel neu zu lesen“, es zu „moder­ni­sie­ren“, es nach Belie­ben zu zer­stückeln, den Glau­ben oder die Moral zu ändern. Wenn er meint, das Papst­tum erlau­be ihm, die Insti­tu­ti­on, der er vor­steht, zu ver­än­dern, dann befin­det er sich in einer von mir genann­ten Situa­ti­on der feh­len­den Zustim­mung, daß sei­ne Erhe­bung in das Petrus­amt null und nich­tig ist, denn was er akzep­tiert, ist nicht das katho­li­sche Papst­tum, wie es seit Petrus immer ver­stan­den wur­de, son­dern eine per­sön­li­che Vor­stel­lung von „Papst­tum“.

Des­halb bin ich davon über­zeugt, daß die sub­ver­si­ve Rol­le, die Berg­o­glio gespielt hat – auch im grö­ße­ren inter­na­tio­na­len Rah­men des glo­ba­li­sti­schen Put­sches betrach­tet – ihn zu einem Usur­pa­tor, einem Gegen­papst, ja einem Nicht-Papst macht, denn er war sich voll­kom­men bewußt, daß er das Papst­tum ver­fäl­schen woll­te, indem er es in etwas ande­res ver­wan­del­te und ihm Zwecke gab, die nicht die des Papst­tums sind: von der Anbe­tung des Göt­zen Pacha­ma­ma bis zur Kom­mu­ni­on für Geschie­de­ne und der Seg­nung homo­se­xu­el­ler Paa­re, von der Immi­gra­ti­on bis zur För­de­rung von Impf­stof­fen, von der Kli­ma­pro­pa­gan­da bis zur Geschlechtsumwandlung.

Zudem wird dies von jenen bestä­tigt, die Berg­o­glio nicht dafür loben, daß er ein katho­li­scher Papst ist, son­dern für die Empa­na­das der Trans­se­xu­el­len von Tor­vaian­i­ca oder für sei­ne herz­li­che Freund­schaft mit Emma Bonino.

Media­set: Wie wird die Zukunft der Kir­che nach dem Tod von Papst Fran­zis­kus aussehen?

Erz­bi­schof Car­lo Maria Viganò: Der Tod Berg­o­gli­os macht sozu­sa­gen eine Situa­ti­on weit ver­brei­te­ter Ille­gi­ti­mi­tät sicht­bar. Von den 136 Papst­wäh­lern unter den Kar­di­nä­len wur­den 108 von ihm „kre­iert“. Das bedeu­tet, daß, wel­cher Papst auch immer im näch­sten Kon­kla­ve gewählt wird – selbst ein neu­er Pius X. – sei­ne Auto­ri­tät unter­gra­ben ist, da er von fal­schen Kar­di­nä­len gewählt wur­de, die von einem fal­schen Papst geschaf­fen wur­den. Des­halb habe ich vor eini­ger Zeit mei­ne Mit­brü­der im Epi­sko­pat gebe­ten, die­se Fra­gen zu klä­ren, bevor wir zur Wahl eines neu­en Pap­stes schreiten.

Gewiß, die Situa­ti­on ist kata­stro­phal und mensch­lich gese­hen unlös­bar. Als Bischof und Nach­fol­ger der Apo­stel kann ich jedoch nicht umhin, alle dar­an zu erin­nern, daß die Kir­che, die der mysti­sche Leib Chri­sti ist, dazu bestimmt ist, die Passio Eccle­siæ nach dem Bei­spiel des Herrn zu bestehen. Gera­de aus die­ser Pas­si­on – in der alles ver­lo­ren scheint wie an jenem Kar­frei­tag vor 1992 Jah­ren – wird die Kir­che erneu­ert und gerei­nigt wie­der­ge­bo­ren werden.

In die­sen Tagen, in denen wir die öster­li­che Auf­er­ste­hung fei­ern, fin­det jeder Katho­lik im Tri­umph Chri­sti über Tod und Sün­de den Grund für sei­ne Treue zum Evan­ge­li­um. Unser Herr sag­te uns kurz vor der Pas­si­on: Fürch­tet euch nicht: Ich habe die Welt überwunden.

+ Car­lo Maria Viganò, Erzbischof

Einleitung/​Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vati­can­Me­dia (Screen­shot)

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4 Kommentare

  1. Das stimmt alles, was Erz­bi­schof Vig­a­no sagt und man könn­te noch mehr hin­zu­fü­gen von A bis Z und wie­der zurück von Z bis A.
    Lei­der ist es so, daß sei­ne auf­klä­ren­den Wor­te bei dem Groß­teil der heu­ti­gen katho­li­schen Chri­sten­heit mut­maß­lich auf tau­be Ohren sto­ßen wer­den. Die mei­sten haben resi­gniert, wis­sen tat­säch­lich kaum oder nichts oder es ist ihnen eh alles ziem­lich egal.
    Wie die Lage sich der­zeit dar­stellt, wird es aber nicht mehr wei­ter­ge­hen kön­nen. Der Punkt des nicht mehr Wei­ter­so ist mit dem doch über­ra­schend schnel­len Tod von J.M. Berg­o­glio, dem Nicht- oder Anti-Papst, gekom­men. Die Bischö­fe und Prie­ster wer­den nicht mehr aus­wei­chen kön­nen, soll­ten sie nicht umkeh­ren, denn die Zeit ist gekom­men. Wer all die Jah­re für das Rich­ti­ge gekämpft hat, steht nun­mehr auf der Sei­te des Sie­ges. Und die­ser Sieg wird offen­bar werden.

  2. Der Erz­bi­schof ist ein Mann, den man respek­tie­ren muss: auf­recht und uner­schüt­ter­lich. Aber: Zum wem soll­te Fran­zis­kus denn bit­te „Gegen­papst“ gewe­sen sein und wer hät­te statt sei­ner das Papat­tum bean­sprucht? Genau des­halb geht die­se Theo­rie nicht auf! Fran­zis­kus war ein schlech­ter, aber legi­ti­mer Papst.

    • Das ist nicht abwe­gig. Den Ansatz habe ich auch. Die Papst­po­si­ti­on war nie vakant, aber Berg­o­glio war nicht Papst. 

      Man muss auf die Zei­chen ach­ten. Berg­o­glio hat das Papst­amt sym­bo­lisch nicht ange­nom­men. Er ist nicht in den Palast ein­ge­zo­gen, nann­te sich nicht Vikar Chri­sti, was der zen­tra­le Aspekt der Kir­chen­lei­tung ist. Das er den Titel „Vikar Chri­sti“ erst mit Ver­zö­ge­rung abge­legt hat, kann als Teil sei­ner per­sön­li­chen Schlam­pig­keit betrach­tet wer­den. Berg­o­glio schau­te schwei­gend zu, wie Bene­dikt aus den Kar­di­nä­len, die Berg­o­glio ungül­tig erwählt hat­te, die ech­ten selek­tier­te. Umge­kehrt hat das Papst­amt ein Wir­ken aus sich selbst her­aus, das den kano­nisch Gewähl­ten ele­viert. Der Papst ist ober­ster Prie­ster mit einer höhe­ren prie­ster­li­chen Macht­be­fug­nis als die gesam­te Hier­ar­chie. Wenn Berg­o­glio schon zu Beginn dar­um bit­tet, für ihn zu beten, ist das Aus­druck der Tat­sa­che, daß die lit­ur­gi­schen For­men aller Got­tes­dien­ste welt­weit ihn nicht errei­chen wer­den. Das bedeu­tet erstens die For­mel „zusam­men mit unse­rem Papst Fran­zis­kus“ und zwei­tens die Unter­las­sung eines voll­stän­di­gen Papst­got­tes­dien­stes durch alle Prie­ster der Kir­che. Sie unter­las­sen das für den einen, der es nicht auf­neh­men konn­te. Berg­o­glio konn­te nicht knien, weil er es nicht auf­neh­men konn­te. Bei Bene­dikt ist es so, daß er zwar eme­ri­tiert war, aber er hat noch Ver­laut­ba­run­gen aus­ge­ge­ben. Alles, was von Bene­dikt zu Leb­zei­ten kam, konn­te Berg­o­glio nicht auf­hal­ten. Bene­dikt hat­te anschei­nend ent­schie­den, ein Prä­fekt dür­fe nicht sein. 

      Von die­sem Stand­punkt hat Berg­o­glio die Kir­che nicht ange­ta­stet, weil er sie erst gar nicht betre­ten hat. Er hat außer­halb der Kir­che eine fal­sche Kir­che auf­ge­baut. Das ist die Hure Baby­lon. Die ande­re Kir­che ist die Jung­frau der Apo­ka­lyp­se des Johan­nes. Sie geht unter Ableh­nung der fal­schen Kopie jung­fräu­lich in das kom­men­de Gericht. Gegen­wär­tig gebiert sie in Schmer­zen wäh­rend die Kopie auf das war­tet, was für sie ange­kün­digt ist. Zu die­sem Zeit­punkt geht es für die noch Unent­schie­de­nen in der Kir­che dar­um, sich für eine zu ent­schei­den. Die Kopie, oder die Ech­te. Ein beson­de­res Kon­kla­ve. Wenn alle sich ent­schie­den haben, wird die Hure gerich­tet. Das Signal dafür, daß sich alle ent­schie­den haben, gibt der Engel, der ruft: Ver­laßt die Stadt. 

      Des­halb schreibt Johan­nes im Pro­log der Offen­ba­rung, daß sein Werk voll­stän­dig alles wie­der­gibt, was er in der Schau­ung der Apo­ka­lyp­se gese­hen hat. 

      Offb 1,3: „Selig, wer die­se pro­phe­ti­schen Wor­te vor­liest und wer sie hört und wer sich an das hält, was geschrie­ben ist; denn die Zeit ist nahe.“ 

      Die Zeit ist nahe, weil es ein­ge­trof­fen ist, die Wor­te zu ver­ste­hen, die zuvor nicht auf­ge­nom­men wer­den konn­ten. Es ist eine Auf­for­de­rung an die wah­re Kir­che, die Offen­ba­rung vor­zu­le­sen oder ihren Wor­ten zu lau­schen. Es geht nicht um stil­les Lesen im Käm­mer­lein. Lest die Offen­ba­rung vor und hört zu, was Euch sagt wird!

  3. „Der Papst ist nicht der Herr der Kir­che, son­dern der Stell­ver­tre­ter Chri­sti.“ Die­ser Satz hat mir beson­ders gefal­len. Denn an ihm kön­nen gleich­sam die typi­schen Feh­ler des Moder­ni­sten gese­hen wer­den. Der moder­ne Katho­lik hat damit sei­ne Pro­ble­me, weil er aus Amt und Titel beson­de­re Rech­te ablei­tet. Dabei wird ihm zwar noch unwohl, kann aber nicht ver­ste­hen, dass dies sei­ner eige­nen Sicht­wei­se und nicht der zutref­fen­den und wich­ti­gen Leh­re der Kir­che geschul­det ist. Die­se beschreibt schlicht nüch­tern das Amt; im libe­ra­len Sinn gespro­chen, begrenzt sie es. Die moder­ne Auf­ge­regt­heit, ihre Wich­tig­tue­rei und Fixie­rung auf Rech­te — im Grun­de ein Trotz des „Ich darf aber“ — hin­dern ihr nüch­ter­nes sach­li­ches Ver­ständ­nis immer und immer wieder.

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