Papst Franziskus wurde abberufen

Das Ende eines ungeliebten Pontifikats


Papst Franziskus, 2013 bis 2025. Eines der letzten Bilder des vatikanischen Bilddienstes.
Papst Franziskus, 2013 bis 2025. Eines der letzten Bilder des vatikanischen Bilddienstes.

Ein erster Nach­ruf von Giu­sep­pe Nardi

Gott der All­mäch­ti­ge hat Papst Fran­zis­kus um 7:35 Uhr abbe­ru­fen. Nach zwölf Jah­ren, einem Monat und acht Tagen ende­te damit das jüng­ste Pon­ti­fi­kat, das in die Rei­he der unsäg­li­chen in die Kir­chen­ge­schich­te ein­ge­gan­gen ist. Katho​li​sches​.info hat die­ses Pon­ti­fi­kat von Anfang an kri­tisch beglei­tet. Unse­re Daten­bank doku­men­tiert die­ses Pon­ti­fi­kat für jeden zugänglich.

Es wird nun hei­ßen, es sei noch „zu früh“, um eine Bilanz zie­hen zu kön­nen. Doch dem ist nicht so. Auf­merk­sa­me und sen­si­ble Katho­li­ken haben das Her­auf­dräu­en von Unge­mach für die Katho­li­zi­tät bereits am Tag sei­ner Wahl am 13. März 2013 ver­spürt. Und genau die­ses Gespür derer, die Gott mehr erken­nen läßt, bewahr­hei­te­te sich mit jedem Tag des 266. Pon­ti­fi­kats mehr.

Die Titel, mit denen das nun zu Ende gegan­ge­ne Pon­ti­fi­kat sich aus­zeich­ne­te, wur­den bereits geschrie­ben: Die Rede war vom „Dik­ta­tor­papst“ und vom „ver­lo­re­nen Hir­ten“. Der Papst aus Argen­ti­ni­en küm­mer­te sich bis zuletzt nicht um die mah­nen­den Stim­men. Er folg­te sei­ner Agen­da, die gläu­bi­gen Katho­li­ken von Anfang an ein ungu­tes Gefühl abver­lang­te, das sich durch die Här­te der Fak­ten bestä­tig­te und jeder­zeit veri­fi­ziert wer­den konnte.

Das Pon­ti­fi­kat wird untrenn­bar mit sei­ner Distan­zie­rung von den nicht ver­han­del­ba­ren Wer­ten ver­bun­den blei­ben, mit unsäg­li­chen Doku­men­ten wie Amo­ris lae­ti­tia, dem Doku­ment über die Brü­der­lich­keit aller Men­schen von Abu Dha­bi, mit Fidu­cia sup­pli­cans und Tra­di­tio­nis cus­to­des, mit der Homo-Agen­da, der Coro­na-Pan­de­mie-Lüge, dem Andie­nen an die glo­ba­li­sti­sche Agen­da, der Gering­ach­tung der hei­li­gen Lit­ur­gie und ihrer Rubri­ken. Das Pon­ti­fi­kat wird als jenes in den Anna­len der Kir­che ver­zeich­net vom Papst, der nicht knien woll­te und kei­ne Kom­mu­ni­on spen­de­te, der die Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie mit der Ein­set­zung des Altar­sa­kra­ments und des Wei­he­sa­kra­ments unsicht­bar mach­te und wel­cher vor der öffent­li­chen Ver­eh­rung der hei­li­gen Eucha­ri­stie zu Fron­leich­nam flüch­te­te. Die Rede wird unum­kehr­bar von den fal­schen Freun­den sein, mit denen sich Fran­zis­kus umgab, mit den Emma Boni­nos, Mar­co Pan­nellas und Euge­nio Scal­fa­ris, um die kir­chen­feind­li­chen, frei­mau­re­ri­schen Athe­isten zu nen­nen; aber auch mit den fal­schen Rat­ge­bern in der Kir­che selbst wie den Mar­ce­lo Sanchez Sor­on­dos und Vic­tor Manu­el „Tucho“ Fernán­dez‘. Es waren aber nicht die fal­schen Bera­ter, die ihn fehl­ge­lei­tet haben. Fran­zis­kus selbst gab die Rich­tung vor und wähl­te sich dafür die pas­sen­den Bera­ter und Freunde.

Fran­zis­kus wird auch als Papst der McCar­ri­ck-Boys in Erin­ne­rung blei­ben und der Abso­lu­ti­on für Abtrei­bungs­po­li­ti­ker wie Joe Biden und Nan­cy Pelo­si. Auch als Papst der Will­kür gegen recht­gläu­bi­ge Bischö­fe, Gemein­schaf­ten und Kirchenmänner.

Er wird eben­so als Papst ver­zeich­net wer­den, der die Ver­fas­sung der Kir­che wie kein ande­rer vor ihm radi­kal umge­stal­ten woll­te durch die Syn­oda­li­sie­rung und sei­nen bit­te­ren und unge­rech­ten Kampf gegen den Kle­ri­ker­stand, aber auch durch bereits erfolg­te recht­li­che Nor­men oder zumin­dest der Weg­be­rei­tung. Die­se ver­steck­te revo­lu­tio­nä­re Sei­te wird von sei­nen Nach­fol­gern noch viel Wie­der­gut­ma­chung abver­lan­gen, in die­sem, aber auch noch in vie­len ande­ren Berei­chen. Man den­ke nicht zuletzt an den Neo-Abso­lu­tis­mus, den Fran­zis­kus still­schwei­gend, und von dem ihm so wohl­ge­son­ne­nen Main­stream „über­se­hen“, durch­setz­te bis hin zur Abwür­gung kon­tem­pla­ti­ver Frau­en­klö­ster und der Tat­sa­che, daß die Rech­te für Ordens­grün­dun­gen den Bischö­fen ent­zo­gen wurden.

Zu den Schat­ten­sei­ten der ver­gan­ge­nen Jah­re gehört auch, daß zu vie­le geschwie­gen haben. Dem liegt, bewußt oder unbe­wußt, ein fal­sches Papst­ver­ständ­nis zugrun­de, wodurch das Papst­tum an der fal­schen Stel­le ver­ab­so­lu­tiert wird, wäh­rend es dort, wo es in der Bewah­rung und Ver­tei­di­gung des Kul­tus, der Tra­di­ti­on und der katho­li­schen Iden­ti­tät abso­lut ist, demon­tiert wur­de, nicht zuletzt durch Fran­zis­kus selbst.

Fran­zis­kus war auch der Papst, was nicht ver­schwie­gen wer­den soll, der eine Mit­schuld des Westens am Aus­bruch des rus­sisch-ukrai­ni­schen Krie­ges nicht ver­tusch­te, son­dern vom „zu lau­ten Bel­len der NATO“ vor der Tür Mos­kaus gespro­chen hatte.

Die Kar­di­nä­le, jene Mas­se der Pur­pur­trä­ger, die eben die­ser Fran­zis­kus mit Hoch­druck in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ernann­te, um die von ihm ange­sto­ße­nen Pro­zes­se unum­kehr­bar zu machen, wer­den sich in weni­gen Tagen zur Toten­mes­se für Fran­zis­kus auf dem Peters­platz ver­sam­meln und kurz dar­auf zu den Gene­ral­kon­gre­ga­tio­nen zusam­men­tre­ten, die dem Kon­kla­ve vor­an­ge­hen wer­den. Was fol­gen wird, ist das Kon­kla­ve, das aller Vor­aus­sicht nach der hei­li­gen Kir­che Jesu Chri­sti bis aller Vor­aus­sicht nach spä­te­stens Mit­te Mai den 267. Papst schen­ken wird.

Wie das Kon­kla­ve 2013 gezeigt hat, wird in bestimm­ten hohen Kir­chen­rän­gen viel getan, um beim „Extra omnes“ auch den Hei­li­gen Geist aus der Six­ti­ni­schen Kapel­le aus­zu­sper­ren. Die­ser wirkt jedoch, das ist die berech­tig­te Zuver­sicht eines jeden Katho­li­ken, wo und wie Er will.

Die Dia­do­chen­spie­le haben schon lan­ge begon­nen, schon bevor Fran­zis­kus Mit­te Febru­ar in die Gemel­li-Kli­nik ein­ge­lie­fert wur­de. Die Listen der soge­nann­ten Papa­bi­li wer­den seit Mona­ten her­um­ge­reicht. Fran­zis­kus wuß­te am Ende, so sehr er auch bemüht war, sein Papst­tum abzu­le­gen, zumin­dest wie ein Papst zu ster­ben, indem er nicht zurück­trat, obwohl es ihm ange­stan­den hät­te, dies zu tun, nicht sei­nem Vor­gän­ger. Er starb im Amt, wie es für einen Papst gilt, der auf Lebens­zeit gewählt ist, und er starb im Vati­kan, nicht in irgend­ei­nem Kran­ken­haus. Das mag wenig sein, wer­den man­che ange­sichts der wenig erfreu­li­chen Bilanz des Pon­ti­fi­kats befin­den, um es euphe­mi­stisch zu umschrei­ben, aber immerhin.

Die Pur­pur­trä­ger haben begon­nen, Wahl­sum­men­spie­le anzu­stel­len. Die Zah­len lie­gen auf dem Tisch: 135 Kar­di­nä­le sind im bevor­ste­hen­den Kon­kla­ve wahl­be­rech­tigt, soll­te der Ver­zicht von Kar­di­nal Becciu rechts­gül­tig sein, was anzu­neh­men ist. Soll­ten alle Papst­wäh­ler erschei­nen, sind min­de­stens 90 Stim­men für die Wahl des 267. Pap­stes not­wen­dig, um die Zwei­drit­tel-Mehr­heit zu errei­chen. Das sind mehr als je zuvor in der Kirchengeschichte.

Vie­le der Kar­di­nä­le wer­den sich erst­mals auf den Gene­ral­kon­gre­ga­tio­nen per­sön­lich sehen und ken­nen­ler­nen. Das ist ein Neben­pro­dukt der berg­o­glia­ni­schen Ernen­nungs­prak­tik. Längst nicht alle waren jedoch untä­tig. Es gibt Vor­be­rei­tun­gen auf ver­schie­de­nen Sei­ten, denn: Stirbt ein Papst, wird ein neu­er gewählt.

Die Gläu­bi­gen haben, irdisch betrach­tet, in der hei­li­gen Kir­che, die von Chri­stus hier­ar­chisch ver­faßt ist, kei­ne Stim­me im Kapi­tel der Papst­wahl. Sie haben aber ein mäch­ti­ges Mit­tel in der Hand, das Gebet. 

  • Wir haben Gott zu dan­ken, daß das 266. Pon­ti­fi­kat der Geschich­te ein Ende gefun­den hat. 
  • Wir haben Gott um Barm­her­zig­keit für den ver­schie­de­nen Papst zu bit­ten. Das per­sön­li­che Gericht hat Jor­ge Mario Berg­o­glio als 2013 erwähl­ter Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden bereits hin­ter sich.
  • Wir haben Gott um einen hei­li­gen Papst zu bit­ten, den Er Sei­ner Kir­che schen­ken möge: um einen hei­li­gen, apo­sto­li­schen, cha­ris­ma­ti­schen und mis­sio­na­ri­schen Papst, der die hei­li­ge Lit­ur­gie zele­briert und sei­ne Brü­der im Glau­ben stärkt.

Fran­zis­kus hat den Moment des per­sön­li­chen Gerichts bereits hin­ter sich, der unmit­tel­bar beim Able­ben erfolgt. Der Herr weiß alles, das Gute und das Schlech­te eines lan­gen Lebens. Möge Er alles Gute ver­gel­ten und barm­her­zig sein.

Herr, gib Fran­zis­kus die ewi­ge Ruhe,
und das ewi­ge Licht leuch­te ihm.
Laß ihn ruhen in Frie­den. Amen.

Bild: Vati­can­Me­dia (Screen­shot)

22 Kommentare

  1. Möge Gott ihm alles ver­gel­ten, was er der Kir­che und uns allen ange­tan hat, und möge er sich sei­ner erbarmen.

    • Dan­ke, Herr Dr. Joa­chim Heimerl.
      Ihren Wor­ten möch­te ich nur ein Wort hin­zu­fü­gen: Amen!

        • Vor­der­grün­dig betrach­tet mag dies etwas wider­sprüch­lich erschei­nen, Herr Rupert Moser, je nach­dem, aus wel­cher Per­spek­ti­ve man die Situa­ti­on betrachtet.
          Aller­dings soll­te man nicht über­se­hen, dass es erstens sicher­lich auch im Leben Herrn Berg­o­gli­os Gutes gege­ben haben mag, für das ihm Dank und Gna­de gebüh­ren mögen.
          Zwei­tens ist es doch Leh­re der Kir­che, dass man nicht selbst ein abschlie­ßen­des Urteil über einen Men­schen spre­chen sol­le, da ein sol­ches nur Gott zusteht.
          Und da alle Men­schen nun ein­mal Teil der Mensch­heits­fa­mi­lie sind und kein Mensch voll­kom­men ist, kann es nicht nur nicht scha­den, son­dern ist m.E. sowohl mensch­lich ver­ständ­lich als auch gera­de­zu gebo­ten, dass man sowohl dafür bit­tet, dass der Ver­stor­be­ne vom Herrn ver­gol­ten bekom­men möge, was er „der Kir­che und uns allen ange­tan hat“, als auch gleich­zei­tig kein abschlie­ßen­des Urteil über den Ver­stor­be­nen zu spre­chen, son­dern Gott um des­sen Erbar­men zu bitten.
          Öster­li­che Grü­ße, Kealani.

    • Als damals, am 13. März 2013, wei­ßer Rauch aus dem Schorn­stein von St. Peter in Rom quoll, stell­te sich sogleich ein flau­es, ja gera­de­zu läh­men­des Emp­fin­den bei mir ein. Kei­ne Spur von Freu­de. Und die­ses Gefühl hat mich nie mehr ver­las­sen. Bis zu jenem denk­wür­di­gen 21. April 2025, als die Nach­richt vom Tod des 88jährigen Jor­ge Mario Berg­o­glio über den Erd­kreis lief. Und nun wis­sen wir’s genau: es war ein ver­lo­re­nes Pon­ti­fi­kat, das soeben zu Ende ging.
      Beten wir alle für einen guten, gei­ster­füll­ten, muti­gen und kraft­vol­len neu­en Papst, der vie­les wie­der ins rech­te Lot wird brin­gen müssen.

  2. Ein Arti­kel, auf den man immer wie­der zurück­kom­men kann. Wer sonst hät­te das Recht, ein Fazit zu ziehen? 

    Drau­ßen scheint die Son­ne und wenn ich her­aus­blicke, habe ich den Ein­druck, die Welt ist frei­er gewor­den als sie noch gestern erschien. Ein wei­te­rer Schritt hin auf die Herr­schaft des Herrn.

  3. Mir war die­ser Papst vom ersten Augen­blick sei­nes öffent­li­chen Auf­tre­tens nach sei­ner Wahl auf der Log­gia suspekt und wenig sym­pa­thisch, als er statt der für neu­ge­wähl­te Päp­ste übli­chen Begrü­ßungs­for­mel „Gelobt sei Jesus Chri­stus“ den Gläu­bi­gen und der Welt einen pro­fa­nen „Guten Abend“ entbot.
    Habe mich lan­ge gegen mein „Bauch­ge­fühl“ gewehrt, aber Papst Fran­zis­kus hat mich all die Jah­re lang immer wie­der irri­tiert bzw. gar regel­recht vor den Kopf gesto­ßen, so dass er mir als wert­kon­ser­va­ti­vem treu­en Katho­li­ken zum Schluss gleich­gül­tig gewor­den ist und ich schließ­lich sogar auf­hör­te, für ihn zu beten.

    • Mein Groll geht aber nicht über sei­nen irdi­schen Tod hin­aus, und sei­ne wie­der­hol­te Bit­te an die Gläu­bi­gen ums Gebet für ihn will ich denn jetzt durch­aus wie­der nach­kom­men und durch­aus ger­ne für sei­ne unsterb­li­che See­le beten.

      • Das mit dem Beten für ihn war ein „from­mer Wunsch“, den ich aber nur in äußerst gerin­gem Maße wahr genom­men habe.
        Ist für mich ok so…

  4. Ach­tung vor dem Ver­stor­be­nen als Mensch.
    Für die theo­lo­gi­sche Auf­ar­bei­tung ist es aller­dings ein­fa­cher, ihn nicht als Papst zu betrachten.
    Es wären sonst zuvie­le aner­kann­te Tex­te der Theo­lo­gie- und Kir­chen­ge­schich­te ein­fach nur hinfällig.
    Im übri­gen ist für den Arti­kel von Herrn Nar­di gro­sser Dank ange­sagt. Vergelt’s Gott.

    • Ach­tung als Mensch?
      Als Mensch war er sozu­sa­gen „wild­fremd“, dh eine ledig­lich medi­al ver­mit­tel­te Figur, wobei alles, was in Erfah­rung zu brin­gen war, kein gün­sti­ges Bild abgibt. Ach­tung könn­te er viel­mehr allein auf­grund sei­nes Amtes in Anspruch neh­men, das gera­de Sie (womit ich übri­gens mit Ihnen über­ein­stim­me) in Zwei­fel ziehen.
      Ich per­sön­lich sehe kei­nen Grund für eine Anteil­nah­me. Als Papst habe ich ihn nicht aner­kannt, und als Mensch war er nicht real in mei­nem Leben. Die Vor­wür­fe gegen ihn wie­gen sehr schwer. Ich kann nur für Men­schen beten, denen gegen­über ich etwas Posi­ti­ves zu emp­fin­den ver­mag, ob des­sen ich Gott um Gna­de und Erbar­men ersu­chen kann. Berg­o­glio erscheint mir als Zer­stö­rer, als Kraft der fin­ste­ren Sei­te. Ent­we­der ist die­ses Bild zutref­fend, dann schaut es für ihn jetzt ohne­dies ziem­lich hoff­nungs­los aus, oder est trifft nicht zu, und auch das läge au0erhalb mei­ner Inge­renz. Was soll­te ich da beten? Lie­ber Gott, mach, dass das alles, was zB in in katho­li­sches info über Berg­o­glio zu lesen ist, nicht stimmt?
      Ich bete lie­ber für Men­schen, mit denen ich per­sön­lich zu tun (gehabt) habe – da hab ich genug zu tun – bzw wenn schon nur für sol­che des öffent­li­chen Lebens, denen ich grund­sätz­lich etwas Posi­ti­ves abge­win­nen kann bzw in die ich eine gewis­se Hoff­nung setz­te. zB erscheint mir ein Gebet für Prä­si­dent Trump grund­sätz­lich nicht sinnlos.

  5. Katho​li​sches​.info ist eine Web­sei­te mit Arti­keln von gewal­ti­ger Qualität.
    Aber die­ser Nach­ruf von Herrn Giu­sep­pe Nar­di über­trifft alles:
    geschrie­ben am Ende der wahr­schein­lich schlimm­sten Zeit für die Kir­che, in tief­ster Treue zur Hl. Kir­che, zum Glau­ben und zu Unse­rem Herrn Jesus christus;
    ohne Trä­nen, weil sie schon längst alle ver­gos­sen sind;
    und hoff­nungs­voll und im Glau­ben an die Auf­er­ste­hung Unse­res Herrn und in Erwar­tung des per­sön­li­chen Gerichts.
    Akri­bisch genau, unauf­ge­regt, glasklar.
    Vor einem Jahr, am 4. Tag nach Ostern 2024, starb Busch­of Vitus Huon­der in Wangs, bei der Prie­ster­bru­der­schaft St Pius X.
    Ein Monu­ment von Tap­fer­keit und tie­fer Ein­sicht in die trau­ri­gen Situa­ti­on und trotz­dem, mit aller Kraft und Ein­satz, die de fac­to fun­da­men­ta­le Ent­schei­dung zu treffen.
    Ein herr­li­cher Kon­trast zu der gewal­ti­gen Feig­heit der anderen.
    Pal­ma gloriae

  6. Und er wird als der Papst in Erin­ne­rung blei­ben, der der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. in mate­ria die sus­pen­sio a divi­nis gelöst hat, in dem er den Prie­stern der Prie­ster­bru­der­schaft ex ope­re ordi­na­tio­nis die Voll­macht der Beich­te zuge­stan­den hat – ohne Aus­nah­me und modus. Dafür soll­te jeder Gläu­bi­ge dank­bar sein

    • Wie Extre­me sich berüh­ren. Ich gehe auch zur sog. triden­ti­ni­schen hl. Mes­se, aber dank­bar für Berg­o­glio?- Der Zer­stö­rer von Glau­ben und Kirche!
      Bene­dikt XVI. war Papst bis zu sei­nem Hinüberscheiden.

      • Es ist ein Unter­schied, ob man nur zur triden­ti­ni­schen Mes­se – ich nen­ne sie die Mes­se Aller Zei­ten – oder ob man der Tra­di­ti­on folgt und dem vom Erz­bi­schof in 2000jähriger Treue began­ge­nen Weg folgt. Der Eine (Papst Bene­dikt XVI) folg­te der „Her­me­neu­tik der Kon­ti­nui­tät“, der Ande­re (Lefe­brve) folg­te dem was über­lie­fert wor­den ist – „Tra­di­di quod et acce­pi“ Die­se uner­schüt­ter­li­che Festig­keit hat schon den Erz­bi­schof von Bue­nos Aires beein­druckt. Und vor sol­cher Prin­zi­pi­en­treue muß eben ein Jesu­it zurück­schrecken. Des­halb haben Jesui­ten und Spi­ri­ta­ner fast nie in der Mis­si­on zusam­men­ge­ar­bei­tet – bis zum II. Vati­ca­num. Und die Spi­ri­tua­li­tät der Mis­si­on, der wah­ren Mis­si­on besagt auch, daß man das klein­ste Korn von Wahr­heit, von Tugend sieht und nicht das Böse, was man erkennt, ad homi­nem anwendet.
        Zudem ist ein objek­ti­ves Urteil, was gefällt wur­de, eine objek­ti­ve Tat­sa­che, die Papst Fran­zis­kus aner­kannt hat­te, zu dem Papst Bene­dikt XVI nicht in der Lage war, daß mit der Wei­he auto­ma­tisch die Voll­macht zur Beich­te gege­ben wird.
        Lehrt nicht der hl. Tho­mas von Aquin, daß man das Gute, wenn es objek­tiv ein Gutes ist, weil es zum Heil der See­le gereicht, aner­kennt und wenn es von einer Per­son aus­geht die­ser unab­hän­gig von den Sün­den, die man erkennt, die­ser Per­son als bonum aner­kannt wer­den soll­te und dann daß jedes in sich Gute Gött­li­chen Ursprungs ist und man also auf alle Fäl­le dank­bar sein sol­te? Wenn die­ses im Hei­li­gen Geist in einer Per­son aus Lie­be geschieht, so soll­te an dem Men­schen dank­bar sein und dem Men­schen als Ver­dienst anrechnen.
        Vie­le Gläu­bi­ge haben sich danach gesehnt, wie­der von Tra­di­ti­ons­treu­en Prie­stern die beich­te abge­nom­men zu bekom­men, von Prie­stern, die nicht von der Leh­re des II. Vati­can­ums ver­gif­tet wor­den sind – s. Petrus­bru­der­schaft – die in der Katho­li­schen Kir­che den Ein­zi­gen Heils­weg sehen und die ande­ren Reli­gio­nen zu Recht als Irr­tum oder Häre­sie und sogar Apo­sta­sie bezeich­nen, sie wis­sen, daß die nach­kon­zi­lia­ren Sakra­men­te frag­wür­dig sind und zum Teil heil­s­un­wirk­sam („pro mul­tis“ – „Für Alle“) sind, die nicht im heim­li­chen Sedis­va­kan­tis­mus betrei­ben aber sich nach außen bis zum kom­plet­ten Wider­spruch in sich dem Papst als Per­son unter­wer­fen – s. Petrus­bru­der­schaft. Die­ser Rea­li­tät hat Papst Fran­zis­kus erkannt und der Kon­zils­kir­che so um die Ohren geschlagen.
        Im Sport ist man auch für den Respekt des Geg­ners dank­bar und bringt ihm ent­spre­chen­den Respekt ent­ge­gen, ohne sich mit ihm zu iden­ti­fi­zie­ren. Die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius Xhat immer wie­der in kind­li­cher Lie­be Papst Fran­zis­kus geta­delt, mit pro­phe­ti­scher Macht und theo­lo­gi­scher Klar­heit Papst Fran­zis­kus als die über­reif­ste Frucht den Kon­zils betrach­tet und gemahnt. Und wenn ein Mensch etwas Gutes tut, so soll­te man ihm dank­bar sein. wenn ich den Men­schen wirk­lich lie­be, so will ich das Seeln­heil des Men­schen, das soll­te jedem Gläu­bi­gen klar sein, dann bit­tet man Gott in Dank­bar­keit für das Gute, was der Mensch getan hat, um Vege­bung der Sün­den um ein gnä­di­ges Urteil, so wie es die Aller­se­lig­ste Unbe­fleckt Emp­fan­ge­ne Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria Am Thro­ne Got­tes bis zum Jüng­sten Gericht tut.

        • Sie schrei­ben: „[Die Gläu­bi­gen] wis­sen, daß die nach­kon­zi­lia­ren Sakra­men­te frag­wür­dig sind und zum Teil heil­s­un­wirk­sam („pro mul­tis“ – „Für Alle“) sind.“ 

          Wenn ich das rich­tig ver­ste­he, drücken sie eine Abwer­tung der Heils­wirk­sam­keit durch Ver­än­de­rung von „für alle“ im „für vie­le“ aus. Das ist nicht der Fall. Wenn Jesus „für vie­le“ beim Abend­mahl gesagt hat, dann ist das die Realität.

  7. Zum ver­bind­li­chen Glau­bens­gut der kath. Kir­che zäh­len die Mala­chi­as-Päp­ste­weis­sa­gun­gen zwar nicht, aber die Cha­rak­te­ri­sie­run­gen des hl. Phil­ipp Neri, der sie modi­fi­ziert haben soll, ent­hal­ten doch auf­fal­lend vie­le Über­ein­stim­mun­gen mit den päpst­li­chen Ehren­ti­teln, wel­che der römi­sche Hei­li­ge aus dem 16. Jahr­hun­dert den künf­ti­gen Päp­sten ver­se­hen hat­te. Dazu gehö­ren etwa aus jün­ge­rer Zeit „Flos florum“ (Blu­me der Blu­men) für Paul VI., der drei Lili­en in sei­nem Wap­pen führ­te, oder „De medieta­te lunae“ (Vom hal­ben Mond) für Johan­nes Paul I., des­sen Pon­ti­fi­kat in der Tat nur einen Monat, also von einem bis zum näch­sten Halb­mond, dau­er­te, oder zuletzt Bene­dikt XVI., „Glo­ria oliv­ae“ (Ruhm des Oli­ven­baums und treff­li­ches Sym­bol für hohes Alter und für Weisheit).

    Danach folgt die ein­zi­ge län­ge­re Stel­le die­ser Weis­sa­gung: „In per­se­cu­tio­ne extre­ma S.R.E. …“ Sie scheint den bei­den Päp­sten der End­zeit zu gel­ten: näm­lich Fran­zis­kus und sei­nem dem­nächst von einem Kon­kla­ve zu bestim­men­den Nach­fol­ger. Wird es „Petrus II., Roma­nus II.“ wer­den, in des­sen Pon­ti­fi­kat die Wie­der­kunft des Herrn und das gro­ße Straf­ge­richt über unse­re der­zei­tig ziem­lich chao­ti­sche Welt fällt? Las­sen wir uns also überraschen.

    Bemer­kens­wert ist übri­gens auch die beson­de­re Auf­merk­sam­keit, die Fran­zis­kus gleich nach sei­ner Papst­wahl aus­ge­rech­net einem ita­lie­ni­schen Frei­mau­rer, Autor, Athe­isten usw., näm­lich Euge­nio Scal­fa­ri (1924–2022), gezeigt und ihn sogar zum per­sön­li­chen Freund aus­er­ko­ren hatte.

  8. Als Papst Fran­zis­kus da das erste Mal im wei­ßen Gewand auf der Log­gia erschien, erin­ner­te mich irgend­et­was an Johan­nes XXIII., obwohl ich nach des­sen Pon­ti­fi­kat gebo­ren wur­de. Mein erster Impuls war ‚Vor­sicht! Der ist für unan­ge­neh­me Über­ra­schun­gen gut.‘. Und ich soll­te Recht behal­ten, wie man in sei­ner Anspra­che schon mer­ken konnte.

    Spanisch(sprachig)e Päp­ste waren noch nie gut für die Kir­che. Und wie sich jetzt wie­der ein­mal zeigt: Jesui­ten auch nicht.

    Mögen die Emi­nen­zen dar­an den­ken, wenn sie einen Namen auf den Stimm­zet­tel schreiben.

  9. Zum ver­bind­li­chen Glau­bens­gut der kath. Kir­che zäh­len die Mala­chi­as-Päp­ste­weis­sa­gun­gen zwar nicht, aber die Cha­rak­te­ri­sie­run­gen des hl. Phil­ipp Neri, der sie modi­fi­ziert haben soll, ent­hal­ten doch auf­fal­lend vie­le Über­ein­stim­mun­gen mit den päpst­li­chen Ehren­ti­teln, wel­che der römi­sche Hei­li­ge aus dem 16. Jahr­hun­dert den künf­ti­gen Päp­sten ver­se­hen hat­te. Dazu gehö­ren etwa aus jün­ge­rer Zeit „Flos florum“ (Blu­me der Blu­men) für Paul VI., der drei Lili­en in sei­nem Wap­pen führ­te, oder „De medieta­te lunae“ (Vom hal­ben Mond) für Johan­nes Paul I., des­sen Pon­ti­fi­kat in der Tat nur einen Monat, also von einem bis zum näch­sten Halb­mond, dau­er­te, oder zuletzt Bene­dikt XVI., „Glo­ria oliv­ae“ (Ruhm des Oli­ven­baums und treff­li­ches Sym­bol für hohes Alter und für Weis­heit). Danach folgt die ein­zi­ge län­ge­re Stel­le die­ser Weis­sa­gung: „In per­se­cu­tio­ne extre­ma S.R.E. …“ Sie scheint den bei­den Päp­sten der End­zeit zu gel­ten: näm­lich Fran­zis­kus und sei­nem dem­nächst von einem Kon­kla­ve zu bestim­men­den Nach­fol­ger. Wird es „Petrus II., Roma­nus II.“ wer­den, in des­sen Pon­ti­fi­kat die Wie­der­kunft des Herrn und das gro­ße Straf­ge­richt über unse­re der­zei­tig ziem­lich chao­ti­sche Welt fällt? Las­sen wir uns also überraschen.

    Bemer­kens­wert ist übri­gens auch die beson­de­re Auf­merk­sam­keit, die Fran­zis­kus gleich nach sei­ner Papst­wahl aus­ge­rech­net einem ita­lie­ni­schen Frei­mau­rer, Autor, Athe­isten usw., näm­lich Euge­nio Scal­fa­ri (1924–2022), gezeigt und ihn sogar zum per­sön­li­chen Freund aus­er­ko­ren hatte.

  10. Vie­len Dank, Herr Nar­di, für die­sen Nachruf.

    Vor eini­gen Jah­ren war mir die Fra­ge gekom­men, ob das „Jahr der Barm­her­zig­keit“ bereits ein Signal für sei­ne Vor­ha­ben war, wo doch der „Sonn­tag der Barm­her­zig­keit“ offen­bar bedeu­tungs­los geblie­ben ist.
    Der Rhein floß nicht nur in den Tiber, son­dern auch in den Rio de la Pla­ta. [Lin­ke sind weder in der Theo­lo­gie nach in welt­li­chen Fra­gen wirk­lich gut.]

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