Exkommunikation: das vollständige Urteil gegen Erzbischof Viganò

Wie das Glaubensdikasterium seine Entscheidung begründet


Im Palast des Heiligen Uffizium in Rom fand das Strafverfahren gegen Erzbischof Carlo Maria Viganò statt. Was steht im Urteil? Welche Möglichkeiten bleiben dem einstigen Spitzendiplomaten?
Im Palast des Heiligen Uffizium in Rom fand das Strafverfahren gegen Erzbischof Carlo Maria Viganò statt. Was steht im Urteil? Welche Möglichkeiten bleiben dem einstigen Spitzendiplomaten?

Am 4. Juli wur­de Erz­bi­schof Car­lo Maria Viganò, ehe­ma­li­ger Apo­sto­li­scher Nun­ti­us in den USA, der 2018 den Rück­tritt von Papst Fran­zis­kus gefor­dert hat­te und seit­her zu sei­nen schärf­sten Kri­ti­kern gehört, vom Kon­greß der Dis­zi­pli­nar­ab­tei­lung des römi­schen Glau­bens­dik­aste­ri­ums in einem außer­ge­richt­li­chen Straf­ver­fah­ren des Schis­mas für schul­dig befun­den und sei­ne Exkom­mu­ni­ka­ti­on fest­ge­stellt. Dage­gen kann Erz­bi­schof Viganò Beru­fung ein­le­gen, wie aus dem inzwi­schen schrift­lich vor­lie­gen­den Urteil her­vor­geht. Was genau wur­de dem ehe­ma­li­gen vati­ka­ni­schen Spit­zen­be­am­ten zur Last gelegt? Wie begrün­det das Glau­bens­dik­aste­ri­um sei­ne Ent­schei­dung? Auf wel­che Rechts­grund­la­ge stützt es sich dabei? Lesen sie hier das voll­stän­di­ge Urteil in deut­scher Übersetzung:

DICASTERIUM PRO DOCTRINA FIDEI

Anzei­ge

Prot. Nr. 194/​2024
S.E.R. Msgr. Car­lo Maria VIGANÒ
Titu­lar­erz­bi­schof von Ulpia­na
Außer­ge­richt­li­ches Straf­ver­fah­ren ex can. 1720 CIC coram Dik­aste­ri­um für die Glau­bens­leh­re
Can. 1364 CIC; Art. 2 SST

STRAFDEKRET

PRÄMISSE

1. S.E.R. Msgr. Car­lo Maria Viganò wur­de am 16. Janu­ar 1941 in Vare­se gebo­ren, am 24. März 1968 zum Prie­ster für die Diö­ze­se Pavia geweiht und am 26. April 1992 vom hei­li­gen Papst Johan­nes Paul II. zum Bischof geweiht. Er hat­te fol­gen­de Ämter inne: Apo­sto­li­scher Nun­ti­us in Nige­ria, Dele­gat für die Päpst­li­chen Ver­tre­tun­gen, Gene­ral­se­kre­tär des Gover­na­torats des Staa­tes der Vati­kan­stadt, Apo­sto­li­scher Nun­ti­us in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Amerika. 

2. Das Dik­aste­ri­um für die Glau­bens­leh­re hat, unter Berück­sich­ti­gung der öffent­li­chen Äuße­run­gen von S.E.R. Car­lo Maria Viganò, die im Inter­net auf­find­bar sind (schrift­lich ver­öf­fent­lich­te Äuße­run­gen und Video­auf­zeich­nun­gen) und aus denen her­vor­geht, daß er die Unter­wer­fung unter den Papst, die Gemein­schaft mit den Mit­glie­dern der Kir­che, die die­sem unter­ste­hen, und die Recht­mä­ßig­keit und die Lehr­au­tori­tät des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Öku­me­ni­schen Kon­zils ablehnt, in einem Schrei­ben vom 25. März 2024, das dem Bischof per E‑Mail zuge­sandt wur­de (der Wohn­sitz von Msgr. Viganò ist unbe­kannt), ihn an den Sitz des Dik­aste­ri­ums ein­ge­la­den, „um sei­ne Posi­tio­nen wei­ter zu unter­su­chen“. Dem Prä­la­ten wur­de fer­ner mit­ge­teilt, daß „ein sol­ches Gespräch auch in Anwe­sen­heit einer Per­son sei­nes Ver­trau­ens statt­fin­den kann, wenn er dies für ange­mes­se­ner hal­ten soll­te“. Der Prä­lat wur­de auch gebe­ten, sei­nen Wohn­sitz anzu­ge­ben, an den das Ori­gi­nal des Schrei­bens zuge­stellt wer­den könnte.

3. S.E.R. Msgr. Viganò hat dem Dik­aste­ri­um kei­ne Ant­wort gegeben.

4. In der Fol­ge hat der Kon­greß des Dik­aste­ri­ums für die Glau­bens­leh­re vom 10. Mai 2024 in Anbe­tracht des Man­dats von Art. 1 § 2 SST eine Vor­un­ter­su­chung für über­flüs­sig erklärt (can. 1717 § 1 CIC) und beschlos­sen, einen außer­ge­richt­li­chen Straf­pro­zeß gegen den Prä­la­ten ein­zu­lei­ten, der coram des­sel­ben Dik­aste­ri­ums statt­zu­fin­den hat.

5. Mit dem Dekret vom 3. Juni 2024 wur­den der Unter­su­chungs­rich­ter, die Bei­sit­zer und der Notar in Über­ein­stim­mung mit dem Gesetz ernannt.

6. Mit Dekret vom 11. Juni wur­de S.E.R. Mon­si­gno­re Viganò auf­ge­for­dert, sich mit einem gül­ti­gen Aus­weis am 20. Juni 2024 um 15.30 Uhr im Palast des Dik­aste­ri­ums für die Glau­bens­leh­re ein­zu­fin­den, um die Anschul­di­gun­gen und Bewei­se bezüg­lich des Ver­bre­chens des Schis­mas, des­sen er ange­klagt ist, zur Kennt­nis zu neh­men. Der Prä­lat wur­de davon in Kennt­nis gesetzt, daß er das Recht hat, einen Anwalt/​Bevollmächtigten sei­ner Wahl zu benen­nen, der ihn in die­sem Ver­fah­ren verteidigt/​vertritt, und daß, falls er dies nicht tut, ihm von Amts wegen ein Anwalt/​Bevollmächtigter bestellt wird. Der Ange­klag­te wur­de auch ermahnt, daß er in Abwe­sen­heit ver­ur­teilt wer­den wür­de, wenn er nicht erscheint oder sich nicht schrift­lich ver­tei­digt, was bis zum 28. Juni 2024 bei der Abtei­lung gesche­hen mußte.

7. Das vor­ge­nann­te Dekret wur­de dem Bischof auf zwei Wegen übermittelt:

  • a. per E‑Mail (in PDF-Version);
  • b. per Ein­schrei­ben an den Sitz der Stif­tung Exsur­ge Domi­ne, deren Patron Msgr. Viganò ist (das Dekret wur­de an das Dik­aste­ri­um zurück­ge­schickt mit der Erklä­rung der Post: „unbe­kannt“).

8. Das Vor­la­dungs­de­kret gilt aus den fol­gen­den Grün­den als dem Emp­fän­ger zugestellt:

  • a. das Dekret (in PDF-Ver­si­on) wur­de vom Emp­fän­ger selbst am 20. Juni 2024 auf sei­nen Kanä­len in den sozia­len Netz­wer­ken veröffentlicht;
  • b. zusam­men mit der Ver­öf­fent­li­chung des Dekrets in den sozia­len Medi­en wur­de fol­gen­de Mit­tei­lung ver­öf­fent­licht: „Das Dik­aste­ri­um für die Glau­bens­leh­re hat mir mit einer ein­fa­chen E‑Mail die Ein­lei­tung eines außer­ge­richt­li­chen Straf­ver­fah­rens gegen mich mit­ge­teilt mit der Anschul­di­gung, das Ver­bre­chen des Schis­mas began­gen zu haben, und indem mir vor­ge­wor­fen wird, die Recht­mä­ßig­keit von „Papst Fran­zis­kus“ geleug­net zu haben, die Gemein­schaft „mit ihm“ gebro­chen zu haben und das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil abge­lehnt zu haben. Ich wer­de für den 20. Juni in den Palast des Hei­li­gen Offi­zi­ums vor­ge­la­den, per­sön­lich oder ver­tre­ten durch einen Anwalt. Ich gehe davon aus, daß in Anbe­tracht des außer­ge­richt­li­chen Ver­fah­rens auch das Urteil schon feststeht.“

9. Da der Ange­klag­te kei­nen eige­nen Anwalt/​Bevollmächtigten benann­te, ernann­te das Dik­aste­ri­um einen Amts­ver­tei­di­ger, einen Dok­tor des Kano­ni­schen Rechts (Art. 20 § 7 SST).

IN RECHTLICHER HINSICHT

10. Codex des Kano­ni­schen Rechts:

a. can. 209 § 1: „Die Gläu­bi­gen sind ver­pflich­tet, auch in ihrem eige­nen Ver­hal­ten, immer die Gemein­schaft mit der Kir­che zu wahren“;

b. can. 750 § 2: „Fest anzu­er­ken­nen und zu hal­ten ist auch alles und jedes, was vom Lehr­amt der Kir­che bezüg­lich des Glau­bens und der Sit­ten end­gül­tig vor­ge­legt wird, das also, was zur unver­sehr­ten Bewah­rung und zur getreu­en Dar­le­gung des Glau­bens­gu­tes erfor­der­lich ist; daher wider­setzt sich der Leh­re der katho­li­schen Kir­che, wer die­se als end­gül­tig zu hal­ten­den Sät­ze ablehnt“;

c. can. 751: „Häre­sie nennt man die nach Emp­fang der Tau­fe erfolg­te beharr­li­che Leug­nung einer kraft gött­li­chen und katho­li­schen Glau­bens zu glau­ben­den Wahr­heit oder einen beharr­li­chen Zwei­fel an einer sol­chen Glau­bens­wahr­heit; Apo­sta­sie nennt man die Ableh­nung des christ­li­chen Glau­bens im gan­zen; Schis­ma nennt man die Ver­wei­ge­rung der Unter­ord­nung unter den Papst oder der Gemein­schaft mit den die­sem unter­ge­be­nen Glie­dern der Kirche“;

d. can. 1321 § 4: „ Ist die äuße­re Ver­let­zung des Geset­zes oder des Ver­wal­tungs­be­fehls erfolgt, so wird die Zure­chen­bar­keit ver­mu­tet, es sei denn, ande­res ist offenkundig“;

e. can. 1322: „Wer dau­ernd ohne Ver­nunft­ge­brauch ist, gilt als delikt­un­fä­hig, auch wenn er gesund schien, als er Gesetz oder Ver­wal­tungs­be­fehl verletzte“;

f. can. 1323: „Kei­ner Stra­fe unter­wor­fen ist, wer bei Über­tre­tung eines Geset­zes oder eines Ver­wal­tungs­be­fehls: 1° das sech­zehn­te Lebens­jahr noch nicht voll­endet hat; 2° schuld­los nicht gewußt hat, ein Gesetz oder einen Ver­wal­tungs­be­fehl zu über­tre­ten; der Unkennt­nis wer­den Unacht­sam­keit und Irr­tum gleich­ge­stellt; 3° gehan­delt hat auf­grund phy­si­scher Gewalt oder auf­grund eines Zufalls, den er nicht vor­aus­se­hen oder, soweit vor­her­ge­se­hen, nicht ver­hin­dern konn­te; 4° aus schwe­rer Furcht, wenn­gleich nur rela­tiv schwer, gezwun­gen oder auf­grund einer Not­la­ge oder erheb­li­cher Beschwer­nis gehan­delt hat, sofern jedoch die Tat nicht in sich schlecht ist oder zum Scha­den der See­len gereicht; 5° aus Not­wehr einen gegen sich oder einen ande­ren han­deln­den unge­rech­ten Angrei­fer unter Beach­tung der gebo­te­nen Ver­hält­nis­mä­ßig­keit abge­wehrt hat; 6° des Ver­nunft­ge­brauchs ent­behr­te, unter Beach­tung der Vor­schrif­ten der cann. 1324 § 1, n. 2 und 1326 § 1, n. 4; 7° ohne Schuld geglaubt hat, einer der in den nn. 4 oder 5 auf­ge­führ­ten Umstän­de lie­ge vor“;

g. can. 1324: „§ 1. Der Urhe­ber der Ver­let­zung bleibt nicht straf­frei, aber die im Gesetz oder Ver­wal­tungs­be­fehl fest­ge­setz­te Stra­fe muß gemil­dert wer­den oder an ihre Stel­le muß eine Buße tre­ten, wenn die Straf­tat began­gen wor­den ist: 1° von jeman­dem, der einen nur gemin­der­ten Ver­nunft­ge­brauch hat­te; 2° von jeman­dem, der schuld­haft wegen Trun­ken­heit oder ähn­lich gear­te­ter Gei­stes­t­rü­bung ohne Ver­nunft­ge­brauch war, unter Beach­tung der Vor­schrift des can. 1326 §1 n. 4; 3° aus schwe­rer Lei­den­schaft, die jedoch die Ver­stan­des­über­le­gung und die wil­lent­li­che Zustim­mung nicht gänz­lich aus­schal­te­te und behin­der­te, und nur wenn die Lei­den­schaft selbst nicht wil­lent­lich her­vor­ge­ru­fen oder genährt wur­de; 4° von einem Min­der­jäh­ri­gen, der das sech­zehn­te Lebens­jahr voll­endet hat; 5° von jeman­dem, der durch schwe­re Furcht, wenn­gleich nur rela­tiv schwer, gezwun­gen oder auf­grund einer Not­la­ge oder erheb­li­cher Beschwer­nis gehan­delt hat, wenn die Straf­tat in sich schlecht ist oder zum Scha­den der See­len gereicht; 6° von jeman­dem, der aus gerech­ter Not­wehr einen gegen sich oder einen ande­ren han­deln­den unge­rech­ten Angrei­fer abge­wehrt und dabei nicht die gebo­te­ne Ver­hält­nis­mä­ßig­keit beach­tet hat; 7° gegen einen, der schwer und unge­recht pro­vo­ziert hat; 8° von jeman­dem, der irr­tüm­lich, wenn­gleich schuld­haft, geglaubt hat, es läge einer der in can. 1323, nn. 4 oder 5 genann­ten Umstän­de vor; 9° von jeman­dem, der ohne Schuld nicht gewußt hat, daß dem Gesetz oder dem Ver­wal­tungs­be­fehl eine Straf­dro­hung bei­gefügt ist; 10° von jeman­dem, der ohne vol­le Zure­chen­bar­keit eine Hand­lung vor­ge­nom­men hat, sofern nur die Zure­chen­bar­keit schwer­wie­gend bleibt. § 2. Das­sel­be kann der Rich­ter tun, wenn ein ande­rer Umstand gege­ben ist, der die Schwe­re der Straf­tat min­dert. § 3. Unter den in § 1 genann­ten Umstän­den trifft den Täter kei­ne Tat­stra­fe; es kön­nen gegen ihn aber leich­te­re Stra­fen ver­hängt oder ihm Bußen auf­er­legt wer­den, mit dem Ziel sei­ner Bes­se­rung oder der Besei­ti­gung des Ärgernisses“;

h. can. 1331: „§ 1. Dem Exkom­mu­ni­zier­ten ist unter­sagt: 1° das eucha­ri­sti­sche Opfer und ande­re Sakra­men­te zu fei­ern; 2° Sakra­men­te zu emp­fan­gen; 3° Sakra­men­ta­li­en zu spen­den und ande­re Zere­mo­nien des lit­ur­gi­schen Kul­tes zu fei­ern; 4° irgend­ei­nen akti­ven Anteil an den vor­ge­nann­ten Zele­bra­tio­nen zu haben; 5° kirch­li­che Ämter, Auf­ga­ben, Dien­ste und Funk­tio­nen aus­zu­üben; 6° Akte der Lei­tungs­ge­walt zu set­zen. § 2. Wenn aber die Exkom­mu­ni­ka­ti­on als Spruch­stra­fe ver­hängt oder als Tat­stra­fe fest­ge­stellt wor­den ist, muß der Täter: 1° fern­ge­hal­ten oder muß von der lit­ur­gi­schen Hand­lung abge­se­hen wer­den, wenn er der Vor­schrift von § 1, n. 1–4 zuwi­der­han­deln will, es sei denn, es steht ein schwer­wie­gen­der Grund dage­gen: 2° setzt er ungül­tig Akte der Lei­tungs­ge­walt, die gemäß § 1, n. 6 uner­laubt sind; 3° ist ihm der Gebrauch vor­her gewähr­ter Pri­vi­le­gi­en unter­sagt; 4° erwirbt er die Bezah­lung auf Grund eines rein kirch­li­chen Titels nicht zu eigen; 5° ist er unfä­hig, Ämter, Auf­ga­ben, Dien­ste, Funk­tio­nen, Rech­te, Pri­vi­le­gi­en und Ehren­ti­tel zu erwerben“;

i. can. 1336: „§ 1. Süh­ne­stra­fen, die den Täter ent­we­der auf Dau­er oder für eine bestimm­te oder unbe­stimm­te Zeit tref­fen kön­nen, sind, außer ande­ren, die etwa ein Gesetz fest­ge­legt hat, die­je­ni­gen, die in den §§ 2–5 auf­ge­li­stet sind. § 2. Das Gebot: 1° sich in einem bestimm­ten Ort oder Gebiet auf­zu­hal­ten; 2° nach den von der Bischofs­kon­fe­renz fest­zu­le­gen­den Ord­nun­gen eine Geld­stra­fe oder eine Geld­sum­me für die Zwecke der Kir­che zu zah­len. § 3. Das Ver­bot: 1° sich in einem bestimm­ten Ort oder Gebiet auf­zu­hal­ten; 2° über­all oder in einem bestimm­ten Ort oder Gebiet oder aber außer­halb des­sen alle oder eini­ge Ämter, Auf­ga­ben, Dien­ste oder Funk­tio­nen oder aber auch nur eini­ge Tätig­kei­ten aus­zu­üben, die mit den Ämtern oder Auf­ga­ben ver­bun­den sind; 3° alle oder eini­ge Akte der Wei­he­ge­walt zu set­zen; 4° alle oder eini­ge Akte der Lei­tungs­ge­walt zu set­zen; 5° bestimm­te Rech­te oder Pri­vi­le­gi­en aus­zu­üben oder Insi­gni­en oder Titel zu gebrau­chen; 6° bei kano­ni­schen Wah­len das akti­ve oder pas­si­ve Stimm­recht aus­zu­üben oder mit Stimm­recht in kirch­li­chen Räten oder Kol­le­gi­en teil­zu­neh­men; 7° kirch­li­che oder Ordens­klei­dung zu tra­gen. § 4 Der Rechts­ent­zug: 1° aller oder eini­ger Ämter, Auf­ga­ben, Dien­ste oder Funk­tio­nen oder nur eini­ger Tätig­kei­ten, wel­che mit Ämtern und Auf­ga­ben ver­bun­den sind; 2° der Voll­macht, Beich­ten ent­ge­gen­zu­neh­men oder zu pre­di­gen; 3° der dele­gier­ten Lei­tungs­ge­walt; 4° eines bestimm­ten Rechts oder Pri­vi­legs oder von Insi­gni­en oder eines Titels; 5° der gan­zen kirch­li­chen Ver­gü­tung oder eines Tei­les davon, nach einer von der Bischofs­kon­fe­renz fest­ge­leg­ten Ord­nung, wobei aber die Vor­schrift des can. 1350 § 1 zu beach­ten ist. § 5. Die Ent­las­sung aus dem Klerikerstand“;

j. can. 1345: „ Sooft einem Täter der vol­le Gebrauch der Ver­nunft gefehlt hat oder er eine Straf­tat aus Not­la­ge, schwe­rer Furcht, Lei­den­schaft oder, unter Beach­tung des can. 1326 § 1, n. 4, in Trun­ken­heit oder einer ähn­li­chen Gei­stes­t­rü­bung began­gen hat, kann der Rich­ter auch von jeder Bestra­fung abse­hen, wenn er der Über­zeu­gung ist, auf ande­re Wei­se kön­ne sei­ne Bes­se­rung eher geför­dert wer­den; der Täter muß jedoch bestraft wer­den, wenn anders die Gerech­tig­keit nicht wie­der­her­ge­stellt und das gege­be­nen­falls ent­stan­de­ne Ärger­nis nicht besei­tigt wer­den kann“;

k. can. 1364: „ § 1. Der Apo­stat, der Häre­ti­ker oder der Schis­ma­ti­ker zieht sich die Exkom­mu­ni­ka­ti­on als Tat­stra­fe zu, unbe­scha­det der Vor­schrift des can. 194 § 1, n. 2; außer­dem kann er mit Stra­fen gemäß can. 1336 §§ 2–4 belegt wer­den. § 2. Wenn andau­ern­de Wider­setz­lich­keit oder die Schwe­re des Ärger­nis­ses es erfor­dern, kön­nen wei­te­re Stra­fen hin­zu­ge­fügt wer­den, die Ent­las­sung aus dem Kle­ri­ker­stand nicht ausgenommen“;

l. can. 1608: „§ 1. Zu jeder Urteils­fäl­lung ist erfor­der­lich, daß der Rich­ter die mora­li­sche Gewiß­heit über die durch Urteil zu ent­schei­den­de Sache gewon­nen hat. § 2. Die Gewiß­heit muß der Rich­ter dem ent­neh­men, was auf­grund der Gerichts­ak­ten bewie­sen ist. § 3. Der Rich­ter muß die Bewei­se aber nach sei­nem Gewis­sen wür­di­gen, unbe­scha­det der gesetz­li­chen Vor­schrif­ten über die Wirk­sam­keit bestimm­ter Beweis­mit­tel. § 4. Kann der Rich­ter die­se Gewiß­heit nicht gewin­nen, so hat er durch Urteil fest­zu­stel­len, daß das Recht des Klä­gers nicht fest­steht, und den Belang­ten als frei­ge­spro­chen aus dem Ver­fah­ren zu ent­las­sen, außer es han­delt sich um eine Sache, die sich der Rechts­gunst erfreut; in die­sem Fall ist für die vom Recht begün­stig­te Sache zu entscheiden“;

m. can. 1717 §1: „§ 1. Erhält der Ordi­na­ri­us eine wenig­stens wahr­schein­li­che Kennt­nis davon, daß eine Straf­tat began­gen wor­den ist, so soll er selbst oder durch eine ande­re geeig­ne­te Per­son vor­sich­tig Erkun­di­gun­gen über den Tat­be­stand, die nähe­ren Umstän­de und die straf­recht­li­che Zure­chen­bar­keit ein­zie­hen, außer dies erscheint als gänz­lich überflüssig“;

n. can. 1720: „Meint der Ordi­na­ri­us, daß auf dem Weg eines außer­ge­richt­li­chen Straf­de­kre­tes vor­zu­ge­hen ist, so hat er: 1° dem Beschul­dig­ten die Ankla­ge und die Bewei­se bekannt­zu­ge­ben und ihm die Mög­lich­keit zur Ver­tei­di­gung ein­zu­räu­men, außer der Beschul­dig­te hat es, obwohl ord­nungs­ge­mäß vor­ge­la­den, ver­säumt zu erschei­nen; 2° alle Bewei­se und Begrün­dun­gen mit zwei Bei­sit­zern sorg­fäl­tig abzu­wä­gen; 3° wenn die Straf­tat sicher fest­steht und die Straf­kla­ge nicht ver­jährt ist, ein Dekret gemäß cann. 1342–1350 zu erlas­sen, in dem wenig­stens kurz die Grün­de recht­li­cher und tat­säch­li­cher Art dar­ge­legt werden.“

11. Nor­men über die Straf­ta­ten, die der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re reser­viert sind:

a. Art. 1: „§1 Die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re behan­delt gemäß Art. 52 der Apo­sto­li­schen Kon­sti­tu­ti­on Pastor Bonus nach Art. 2 § 2 Straf­ta­ten gegen den Glau­ben sowie schwer­wie­gen­de­re Straf­ta­ten sowohl gegen die Sit­ten und auch sol­che, die bei der Fei­er der Sakra­men­te began­gen wer­den, um gege­be­nen­falls nach Maß­ga­be des all­ge­mei­nen oder des beson­de­ren Rechts kano­ni­sche Stra­fen fest­zu­stel­len oder zu ver­hän­gen, unbe­scha­det der Zustän­dig­keit der Apo­sto­li­schen Pöni­ten­tia­rie und der Gel­tung der Ord­nung für die Lehr­über­prü­fung“. § 2. Bei den in § 1 genann­ten Straf­ta­ten hat die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re das Recht, im Auf­trag des Pap­stes die Kar­di­nä­le, die Patri­ar­chen, die Gesand­ten des Apo­sto­li­schen Stuhls, die Bischö­fe und ande­re natür­li­che Per­so­nen zu rich­ten, die in can. 1405 § 3 des Codex des kano­ni­schen Rechts (=CIC) und in can. 1061 des Codex der Cano­nes der ori­en­ta­li­schen Kir­chen (=CCEO) genannt wer­den. § 3. Die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re behan­delt die ihr nach § 1 vor­be­hal­te­nen Straf­ta­ten gemäß den fol­gen­den Artikeln“;

b. Art. 2: „§ 1. Die in Art. 1 genann­ten Straf­ta­ten gegen den Glau­ben sind Häre­sie, Apo­sta­sie und Schis­ma gemäß cann. 751 und 1364 CIC bzw. cann. 1436 und 1437 CCEO. § 2. In den Fäl­len, die in § 1 erwähnt sind, steht es dem Ordi­na­ri­us bzw. dem Hier­ar­chen zu, nach Maß­ga­be des Rechts ent­we­der mit­tels Straf­pro­zeß in erster Instanz oder per Dekret auf dem Ver­wal­tungs­weg vor­zu­ge­hen, unbe­scha­det des Rechts, an die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re zu appel­lie­ren bzw. zu rekur­rie­ren. § 3. In den Fäl­len, die in § 1 erwähnt sind, steht es dem Ordi­na­ri­us bzw. dem Hier­ar­chen zu, nach Maß­ga­be des Rechts die als Tat­stra­fe ein­ge­tre­te­ne Exkom­mu­ni­ka­ti­on bzw. die gro­ße Exkom­mu­ni­ka­ti­on für den äuße­ren Bereich aufzuheben“;

c. Art 7: „Wer Straf­ta­ten gemäß den Arti­keln 2–6 began­gen hat, ist außer mit dem, was für die ein­zel­nen Straf­ta­ten im CIC und im CCEO sowie in die­sen Nor­men vor­ge­se­hen ist, gege­be­nen­falls mit einer gerech­ten Stra­fe ent­spre­chend der Schwe­re des Ver­bre­chens zu bestra­fen; wenn es sich um einen Kle­ri­ker han­delt, kann er auch mit der Ent­las­sung oder Abset­zung bestraft werden“;

d. Art. 9: „§ 3. Die die­sem Ober­sten Gericht vor­be­hal­te­nen Straf­ta­ten wer­den in einem kano­ni­schen Straf­pro­zeß oder auf dem Weg eines außer­ge­richt­li­chen Straf­de­kre­tes ver­folgt. § 4. Die Ver­fü­gun­gen die­ses Ober­sten Gerichts, die inner­halb der Gren­zen der eige­nen Zustän­dig­keit getrof­fen wer­den, unter­lie­gen nicht der Appro­ba­ti­on durch den Papst“;

e. Art. 19: „§ 1. Hat die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re ent­schie­den, daß ein außer­ge­richt­li­ches Ver­fah­ren ein­zu­lei­ten ist, ist can. 1720 CIC bzw. can. 1486 CCEO anzu­wen­den. § 2. Unbe­fri­ste­te Süh­ne­stra­fen kön­nen nur ver­hängt wer­den, wenn die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re zuvor den Auf­trag dazu erteilt hat“;

f. Art. 20 § 1: „§ 1. Ein außer­ge­richt­li­ches Ver­fah­ren kann von der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re, vom Ordi­na­ri­us bzw. Hier­ar­chen oder von einem von ihnen Beauf­trag­ten geführt wer­den. […] § 7. Der Beschul­dig­te muß sich immer eines Anwalts oder Pro­zess­ver­tre­ters bedie­nen, der ein Christ­gläu­bi­ger mit Dok­to­rat oder wenig­stens Lizen­ti­at in Kir­chen­recht und von der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re oder vom Ordi­na­ri­us bzw. Hier­ar­chen oder von dem von ihnen Beauf­trag­ten zuge­las­sen sein muß. Trägt der Beschul­dig­te nicht selbst dafür Sor­ge, hat die zustän­di­ge Auto­ri­tät jeman­den zu bestel­len, der jedoch nur so lan­ge im Amt bleibt, bis der Beschul­dig­te selbst jeman­den beauftragt“;

g. Art. 24: „§ 1. Der Kir­chen­an­walt des Dik­aste­ri­ums und der Beschul­dig­te haben das Recht, gegen Ver­wal­tungs­ak­te für Ein­zel­fäl­le der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re in reser­vier­ten Straf­ta­ten inner­halb einer Nutz­frist von 60 Tagen Beschwer­de an die­sel­be Kon­gre­ga­ti­on ein­zu­le­gen, die in der Sache wie auch über die Recht­mä­ßig­keit ent­schei­det, wobei kei­ne Mög­lich­keit einer wei­te­ren Beschwer­de gemäß Art. 123 der Apo­sto­li­schen Kon­sti­tu­ti­on Pastor bonus besteht. § 2. Um zuläs­sig Beschwer­de nach § 1 ein­le­gen zu kön­nen, muß sich der Beschul­dig­te immer eines Pro­zeß­ver­tre­ters bedie­nen, der ein mit einem spe­zi­el­len Man­dat aus­ge­stat­te­ter Christ­gläu­bi­ger sein muß und das Dok­to­rat oder wenig­stens Lizen­ti­at in Kir­chen­recht besitzt. § 3. Die Beschwer­de gemäß § 1 ist nur zuläs­sig, wenn sie das Ver­lan­gen klar angibt und die Rechts- und Tat­sa­chen­grün­de ent­hält, auf die sie sich stützt“;

h. Art. 25: „Das außer­ge­richt­li­che Straf­de­kret erlangt Rechts­kraft, 1° wenn die Frist gemäß can. 1734 § 2 CIC bzw. in can. 1737 § 2 CIC unge­nutzt ver­stri­chen ist; 2° wenn die Frist gemäß can. 1487 § 1 CCEO unge­nutzt ver­stri­chen ist; 3° wenn die Frist gemäß Art. 24 § 1 die­ser Nor­men unge­nutzt ver­stri­chen ist; 4° wenn es von der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re gemäß Art. 24 § 1 die­ser Nor­men erlas­sen wurde“.

IN FAKTISCHER HINSICHT

Anschuldigungen

12. Die gegen S.E.R. Msgr. Viganò erho­be­nen Ankla­gen betref­fen das Ver­bre­chen des Schis­mas: Es han­delt sich um öffent­li­che Äuße­run­gen des Prä­la­ten, aus denen her­vor­geht, daß er die Unter­ord­nung unter den Papst und die Gemein­schaft mit den ihm unter­stell­ten Glie­dern der Kir­che verweigert.

Beweise

13. Bestimm­te Äuße­run­gen des Ange­klag­ten bestä­ti­gen, daß er die Unter­wer­fung unter den Papst und die Gemein­schaft mit den Glie­dern der ihm unter­ste­hen­den Kir­che verweigert:

a. „Wir müs­sen uns einer schmerz­li­chen und schreck­li­chen Rea­li­tät stel­len: Berg­o­glio stellt sich den lehr­amtstreu­en Katho­li­ken als feind­se­lig ent­ge­gen – die er ver­höhnt, ver­ur­teilt und aus­grenzt – und als Kom­pli­ze jener, die offen dem wider­spre­chen, was die Kir­che seit zwei­tau­send Jah­ren unum­stöß­lich lehrt. Nicht nur das: Er will die guten Katho­li­ken – und mit ihnen die weni­gen Bischö­fe und Prie­ster, die den Glau­ben noch in sei­ner Inte­gri­tät beken­nen – dazu brin­gen, sich von der Sek­te zu tren­nen, die die Kir­che unter­wan­dert hat und in sie ein­ge­drun­gen ist, indem er sie mit scham­lo­ser Arro­ganz pro­vo­ziert, damit sie sich skan­da­li­siert und belei­digt füh­len. Die Inklu­si­vi­tät, die Berg­o­glio in sei­nem Zer­stö­rungs­werk inspi­riert, ist das genaue Gegen­teil von dem, was unser Herr uns gelehrt hat“ (9. Novem­ber 2023, https://​exsur​ge​do​mi​ne​.it/​2​3​1​1​0​9​-​d​i​c​h​i​a​r​a​z​i​o​ne/);

b. „In die­sen zehn Jah­ren des ‚Pon­ti­fi­kats‘ haben wir gese­hen, daß Berg­o­glio alles getan hat, was man von einem Papst nie­mals erwar­ten wür­de, und umge­kehrt alles, was ein Häre­si­arch oder ein Abtrün­ni­ger tun wür­de. (…) Das Schwei­gen des Epi­sko­pats ange­sichts der berg­o­glia­ni­schen Unge­heu­er­lich­kei­ten bestä­tigt, daß der selbst­be­zo­ge­ne Auto­ri­ta­ris­mus des Jesui­ten Berg­o­glio bei fast allen Bischö­fen skla­vi­schen Gehor­sam gefun­den hat, die sich vor der Vor­stel­lung fürch­ten, zum Objekt der Ver­gel­tungs­maß­nah­men des rach­süch­ti­gen und des­po­ti­schen Satra­pen von San­ta Mar­ta zu wer­den. (…) Berg­o­glio ist ein Häre­ti­ker und steht der Kir­che Chri­sti unver­hoh­len feind­lich gegen­über. (…) Wenn man also fest­stellt, daß Berg­o­glio ein Häre­ti­ker ist, (…) muß man sich fra­gen, ob die Wahl 2013 in irgend­ei­ner Wei­se durch einen Zustim­mungs­feh­ler beein­träch­tigt war (…). Ich glau­be hin­ge­gen, daß sei­ne Annah­me des Papst­tums feh­ler­haft ist, weil er das Papst­tum für etwas ande­res hält als das, was es ist, wie der Ehe­part­ner, der in der Kir­che unter Aus­schluß der spe­zi­fi­schen Zwecke der Ehe hei­ra­tet und damit die Ehe auf­grund eines Zustim­mungs­feh­lers nich­tig macht“ (1. Okto­ber 2023, https://​exsur​ge​do​mi​ne​.it/​2​3​0​9​3​0​-​c​i​c​-​i​ta/; das Video wur­de unter dem Titel „Resist The Berg­o­gli­an Fury“ mit Datum vom l7. Novem­ber 2023 veröffentlicht);

c. „Wenn man Jor­ge Mario Berg­o­glio heu­te spre­chen hört und sei­ne Wor­te mit denen von Pastor ange­li­cus ver­gleicht, ver­steht man den Abgrund, der einen Papst von sei­ner gro­tes­ken Par­odie trennt, die Kluft, die den Stell­ver­tre­ter Chri­sti von der simia Pon­ti­fi­cis trennt. (…) Sei­ne Hete­ro­ge­ni­tät bezüg­lich des Papst­tums ist nun offen­sicht­lich. (…) Die Absicht, der Kir­che zu scha­den, indem man im Namen einer feind­li­chen Macht han­delt, ist nicht mit der ACCEPTATION des Papst­tums ver­ein­bar, und es gibt daher einen Feh­ler in der Zustim­mung, die durch den Wil­len gege­ben wur­de – bestä­tigt durch die Wor­te und Taten der letz­ten zehn Jah­re –, in frau­dem legis han­deln zu wol­len, indem man das kano­ni­sche Recht umgeht und sei­ne Absich­ten ver­schlei­ert. (…) Der Herr ist geschmäht, die Kir­che ist gede­mü­tigt und See­len sind ver­lo­ren wegen des Ver­bleibs eines Usur­pa­tors auf dem Thron, des­sen Regie­rungs- und Lehr­tä­tig­keit im Lich­te der Wor­te unse­res Herrn beur­teilt wer­den kann: Hütet euch vor den fal­schen Pro­phe­ten; sie kom­men zu euch wie (harm­lo­se) Scha­fe, in Wirk­lich­keit aber sind sie rei­ßen­de Wöl­fe. An ihren Früch­ten wer­det ihr sie erken­nen. Ern­tet man etwa von Dor­nen Trau­ben oder von Disteln Fei­gen? Jeder gute Baum bringt gute Früch­te her­vor, ein schlech­ter Baum aber schlech­te. Ein guter Baum kann kei­ne schlech­ten Früch­te her­vor­brin­gen und ein schlech­ter Baum kei­ne guten. Jeder Baum, der kei­ne guten Früch­te her­vor­bringt, wird umge­hau­en und ins Feu­er gewor­fen. An ihren Früch­ten also wer­det ihr sie erken­nen (Mt 7,15–20). Ihr habt rich­tig gehört: Ein guter Baum kann kei­ne schlech­ten Früch­te her­vor­brin­gen, und ein schlech­ter Baum kann kei­ne guten Früch­te her­vor­brin­gen, was bedeu­tet, daß Berg­o­gli­os unun­ter­bro­che­nes Ver­hal­ten – vor, wäh­rend und nach sei­ner Wahl – allein als Beweis für sei­ne eigent­li­che Unge­rech­tig­keit steht. Kön­nen wir also mora­lisch sicher sein, daß der Bewoh­ner von San­ta Mar­ta ein fal­scher Pro­phet ist? Mei­ne Ant­wort lau­tet: Ja. Sind wir also nach unse­rem Gewis­sen befugt, jeman­dem den Gehor­sam zu ver­wei­gern, der sich als Papst aus­gibt, in Wirk­lich­keit aber wie der bibli­sche Eber im Wein­berg des Herrn han­delt, oder wie der Söld­ner, qui non est pastor, cui­us non sunt oves pro­priæ(Joh 10,12), et non per­ti­net ad eum de ovi­bus (ibid. 13)? Ja.“ (9. Dezem­ber 2023, https://​exsur​ge​do​mi​ne​.it/​2​3​1​2​0​9​-​a​s​p​i​c​i​t​e​-​i​ta/);

d. „Die wahn­wit­zi­ge Erklä­rung Fidu­cia sup­pli­cans, die kürz­lich von der Par­odie des in das dem Petrus-Man­dat ent­ge­gen­ge­setz­te Dik­aste­ri­um umbe­nann­ten ehe­ma­li­gen Hei­li­gen Offi­zi­ums ver­öf­fent­licht wur­de, zer­reißt end­gül­tig die Decke der Heu­che­lei und Täu­schung der berg­o­glia­ni­schen Hier­ar­chie und zeigt die­se fal­schen Hir­ten als das, was sie sind: Die­ner des Satans und sei­ne eif­rig­sten Ver­bün­de­ten, ange­fan­gen mit dem Usur­pa­tor, der – Greu­el der Ver­wü­stung – auf dem Stuhl des Petrus sitzt (…). Was will Berg­o­glio errei­chen? Nichts Gutes, nichts Wah­res, nichts Hei­li­ges. Er will nicht, daß See­len geret­tet wer­den; er ver­kün­det nicht gele­gen oder unge­le­gen das Evan­ge­li­um, um See­len zu Chri­stus zurück­zu­ru­fen; er zeigt ihnen nicht den gegei­ßel­ten und blu­ti­gen Erlö­ser, um sie anzu­spor­nen, ihr Leben zu ändern. Nein. Berg­o­glio will ihre Ver­damm­nis, als höl­li­schen Tri­but an Satan und scham­lo­se Her­aus­for­de­rung Got­tes. (…) Das Kenn­zei­chen der Kon­zils- und Syn­odal­kir­che, die­ser Sek­te von Rebel­len und Per­ver­sen, ist Lüge und Heu­che­lei. (…) Die­je­ni­gen in der berg­o­glia­ni­schen Kir­che, die wei­ter­hin der Leh­re und den Vor­schrif­ten der katho­li­schen Kir­che fol­gen, sind fehl am Plat­ze und wer­den sich frü­her oder spä­ter von ihr tren­nen oder ihr nach­ge­ben (20. Dezem­ber 2023, https://​exsur​ge​do​mi​ne​.it/​2​3​1​2​2​0​-​f​i​d​u​c​i​a​-​s​u​p​p​l​i​c​a​ns/);

e. „Jor­ge Mario Berg­o­glio wur­de auf den Thron gesetzt, um die Kir­che Chri­sti zu zer­stö­ren. (…) Wäh­rend wir dar­auf war­ten, daß die­se unwür­di­ge Par­odie der katho­li­schen Hier­ar­chie durch hei­li­ge Bischö­fe und hei­li­ge Prie­ster ersetzt wird“ (30. Dezem­ber 2023, https://​exsur​ge​do​mi​ne​.it/​2​3​1​2​3​0​-​c​a​l​d​a​r​t​-​i​ta/);

f. [Die The­se,] „die ich über den Zustim­mungs­feh­ler for­mu­liert habe, der die Über­nah­me des Papst­tums durch Berg­o­glio ungül­tig machen wür­de, weil er es sich betrü­ge­risch aneig­nen woll­te, um es in einer Wei­se zu ver­wen­den, die den vom gött­li­chen Stif­ter der Kir­che vor­ge­ge­be­nen Zie­len ent­ge­gen­steht. (…) Das Para­do­xe – und die luzi­fe­ri­sche List – die­ses kirch­li­chen Put­sches bestand dar­in, den Schein des Papst­tums nur des­halb auf­recht­zu­er­hal­ten, um von denen Gehor­sam ver­lan­gen zu kön­nen, die immer noch glau­ben, daß der­je­ni­ge, der auf dem Thron Petri sitzt, der vom Hei­li­gen Geist erwähl­te Stell­ver­tre­ter Chri­sti ist, wäh­rend er in Wirk­lich­keit ein Söld­ner ist, der das Ver­trau­en und den Respekt der Gläu­bi­gen miß­braucht, um sie zu zer­streu­en. (…) Wir befin­den uns nicht in einer Kir­che, deren Hier­ar­chie katho­lisch ist und in der es einen Papst gibt, der sich zur Ket­ze­rei bekennt, aber gleich­zei­tig auf­rich­tig bemüht ist, die Her­de des Herrn zu hüten, son­dern wir ste­hen vor einer Kir­che, die von einem Staats­streich ver­fin­stert ist, in der jedes Dik­aste­ri­um, jedes Athe­nä­um, jedes Semi­nar, jede Diö­ze­se, jede Pfar­rei, jedes Klo­ster von der Deep Church gelei­tet und ver­wal­tet wird, in Äch­tung und offe­ner Ver­fol­gung jedes Abweich­lers, der sich auch nur auf das jüng­ste Lehr­amt beschränkt, ohne das Kon­zil in Fra­ge zu stel­len“ (5. Febru­ar 2024, https://​exsur​ge​do​mi​ne​.it/​2​4​0​2​0​4​-​g​o​l​p​e​-​n​e​l​l​a​-​c​h​i​e​sa/);

g. „Ich ver­wei­ge­re und ver­ur­tei­le die Skan­da­le, Irr­tü­mer und Irr­leh­ren von Jor­ge Mario Berg­o­glio, der eine abso­lut tyran­ni­sche Macht­aus­übung an den Tag legt, die gegen das Ziel gerich­tet ist, das die Auto­ri­tät in der Kir­che legi­ti­miert: eine Auto­ri­tät, die stell­ver­tre­tend für die Auto­ri­tät Chri­sti ist und als sol­che nur die­sem gehor­chen muß. Die­se Tren­nung des Papst­tums von sei­nem legi­ti­mie­ren­den Prin­zip, das Chri­stus der Hohe­prie­ster ist, ver­wan­delt den Dienst in eine selbst­be­zo­ge­ne Tyran­nei. Mit die­ser „berg­o­glia­ni­schen Kir­che“ kann kein Katho­lik, der die­sen Namen ver­dient, in Gemein­schaft sein, denn sie han­delt in ekla­tan­ter Dis­kon­ti­nui­tät und Bruch mit allen Päp­sten der Geschich­te und mit der Kir­che Chri­sti (20. Juni 2024, https://​www​.aldoma​ria​val​li​.it/​2​0​2​4​/​0​6​/​2​0​/​m​o​n​s​i​g​n​o​r​-​v​i​g​a​n​o​-​c​o​n​v​o​c​a​t​o​-​d​a​l​-​d​i​c​a​s​t​e​r​o​-​p​e​r​-​l​a​-​d​o​t​t​r​i​n​a​-​d​e​l​l​a​-​f​e​d​e​-​p​e​r​-​r​i​s​p​o​n​d​e​r​e​-​d​e​l​-​d​e​l​i​t​t​o​-​d​i​-​s​c​i​s​m​a​-​l​a​-​r​i​s​p​o​s​t​a​-​d​e​l​l​a​r​c​i​v​e​s​c​o​vo/);

h. „Berg­o­gli­os ‚Kir­che‘ ist nicht die katho­li­sche Kir­che, son­dern jene ‚Kon­zils­kir­che‘, die aus dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil her­vor­ge­gan­gen ist und kürz­lich unter dem nicht weni­ger häre­ti­schen Namen ‚syn­oda­le Kir­che‘ umbe­nannt wur­de. Wenn ich von die­ser ‚Kir­che‘ durch ein Schis­ma für getrennt erklärt wer­de, dann mache ich mir das zu einer Ehren­sa­che und rüh­me mich des­sen (21. Juni 2024, https://​www​.aldoma​ria​val​li​.it/​2​0​2​4​/​0​6​/​2​1​/​v​i​g​a​n​o​-​n​o​n​-​h​o​-​a​l​c​u​n​a​-​i​n​t​e​n​z​i​o​n​e​-​d​i​-​r​e​c​a​r​m​i​-​a​l​-​s​a​n​t​u​f​f​i​z​i​o​-​e​-​d​i​-​s​o​t​t​o​p​o​r​m​i​-​a​-​u​n​-​p​r​o​c​e​s​s​o​-​f​a​r​sa/);

i. „Die­se Wor­te rei­chen aus, um den Abgrund zu ver­ste­hen, der die katho­li­sche Kir­che von jener trennt, die sie mit dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil ablö­ste, als die pro­te­stan­ti­schen Win­de end­gül­tig in den katho­li­schen Kör­per ein­dran­gen. (…) Ich fra­ge mich also: Wel­che Kon­ti­nui­tät kann es zwi­schen zwei gegen­sätz­li­chen und wider­sprüch­li­chen Rea­li­tä­ten geben? Zwi­schen Berg­o­gli­os kon­zi­lia­rer und syn­oda­ler Kir­che und der ‚von der Angst vor der Gegen­re­for­ma­ti­on blockier­ten‘ Kir­che, von der er sich osten­ta­tiv distan­ziert? Und von wel­cher ‚Kir­che‘ wür­de ich mich in einem Zustand des Schis­mas befin­den, wenn die­je­ni­ge, die behaup­tet, katho­lisch zu sein, sich von der wah­ren Kir­che gera­de dadurch unter­schei­det, daß sie das pre­digt, was die­se ver­ur­teilt, und daß sie das ver­ur­teilt, was jene pre­digt? (…) Zwei Kir­chen, kein Zwei­fel: jede mit ihren Leh­ren und Lit­ur­gien und Hei­li­gen; aber für den Katho­li­ken ist die Kir­che die eine, hei­lig, katho­lisch und apo­sto­lisch, für Berg­o­glio ist die Kir­che kon­zi­li­ar, öku­me­nisch, syn­odal, inklu­siv, migra­ti­ons­be­für­wor­tend, öko­nach­hal­tig, gay fri­end­ly. (…) Die Kon­zils­hier­ar­chie, die sich selbst als katho­lisch bezeich­net, aber einen ande­ren Glau­ben ver­tritt als den, den die katho­li­sche Kir­che seit zwei­tau­send Jah­ren bestän­dig lehrt, gehört zu einer ande­ren Ein­heit und reprä­sen­tiert daher nicht die wah­re Kir­che Chri­sti. (…) Wor­aus schlie­ßen wir, daß die ’syn­oda­le Kir­che‘ und ihr Ober­haupt Berg­o­glio sich nicht zum katho­li­schen Glau­ben beken­nen? Durch das voll­stän­di­ge und bedin­gungs­lo­se Fest­hal­ten aller ihrer Mit­glie­der an einer Viel­zahl von Irr­tü­mern und Häre­si­en, die bereits vom unfehl­ba­ren Lehr­amt der katho­li­schen Kir­che ver­ur­teilt wur­den, und durch die osten­ta­ti­ve Ableh­nung jeder Leh­re, jedes mora­li­schen Gebots, jeder got­tes­dienst­li­chen Hand­lung und jeder reli­giö­sen Pra­xis, die nicht von ‚ihrem‘ Kon­zil gebil­ligt wird. (…) Die hete­ro­do­xen Leh­ren, die von der soge­nann­ten ‚Kon­zils­kir­che‘ und den ‚Päp­sten des Kon­zils‘ seit Paul VI. ver­mit­telt wur­den, stel­len eine Anoma­lie dar, die die Legi­ti­mi­tät ihrer lehr­amt­li­chen und regie­ren­den Auto­ri­tät ernst­haft in Fra­ge stellt. (…) Ich glau­be, daß die Irr­tü­mer und Irr­leh­ren, denen Berg­o­glio vor, wäh­rend und nach sei­ner Wahl anhing, und die Absicht, die hin­ter sei­ner angeb­li­chen Annah­me des Papst­tums steht, sei­ne Erhe­bung auf den Thron null und nich­tig machen. (…) Ich habe beschlos­sen, an dem Tag, an dem ich vor dem Dik­aste­ri­um für die Glau­bens­leh­re erschei­nen soll, um mich zu ver­tei­di­gen, die­se mei­ne Erklä­rung zu ver­öf­fent­li­chen, der ich eine Ankla­ge gegen mei­ne Anklä­ger, ihr ‚Kon­zil‘ und ihren ‚Papst‘ bei­fü­ge. Ich bit­te die hei­li­gen Apo­stel Petrus und Pau­lus, die das Land der Alma Urbe mit ihrem Blut geweiht haben, vor dem Thron der gött­li­chen Maje­stät Für­spra­che ein­zu­le­gen, damit sie errei­chen, daß die hei­li­ge Kir­che end­lich von der Bela­ge­rung, die sie ver­fin­stert, und von den Usur­pa­to­ren befreit wird, die sie ernied­ri­gen, indem sie die Domi­na gen­ti­um zur Die­ne­rin des anti­christ­li­chen Plans der Neu­en Welt­ord­nung machen. (…) Um mich von der kirch­li­chen Gemein­schaft mit Jor­ge Mario Berg­o­glio zu tren­nen, müß­te ich zuerst in Gemein­schaft mit ihm gewe­sen sein, was nicht mög­lich ist, da Berg­o­glio selbst auf­grund sei­ner zahl­rei­chen Irr­leh­ren und sei­ner offen­sicht­li­chen Ent­frem­dung und Unver­ein­bar­keit mit der Rol­le, die er ungül­ti­ger­wei­se und uner­laubt inne­hat, nicht als Mit­glied der Kir­che betrach­tet wer­den kann. (…) Vor mei­nen Mit­brü­dern im Epi­sko­pat und der gesam­ten kirch­li­chen Kör­per­schaft kla­ge ich Jor­ge Mario Berg­o­glio der Häre­sie und des Schis­mas an, und als Häre­ti­ker und Schis­ma­ti­ker, for­de­re ich, daß er ver­ur­teilt und von dem Thron ent­fernt wird, den er seit über elf Jah­ren unwür­dig inne­hat. Dies wider­spricht in kei­ner Wei­se dem Grund­satz Pri­ma Sedes a nemi­ne iudi­ca­tur, denn es ist offen­sicht­lich, daß ein Ket­zer, inso­fern er nicht in der Lage ist, das Papst­amt zu über­neh­men, nicht über den Prä­la­ten steht, die ihn ver­ur­tei­len“ (28. Juni 2024, https://​exsur​ge​do​mi​ne​.it/​2​4​0​6​2​8​-​j​a​c​c​u​s​e​-​i​ta/).

14. Eini­ge Aus­sa­gen des Ange­klag­ten bestä­ti­gen sei­ne Ableh­nung des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils und sei­ner lehr­amt­li­chen Autorität:

a. „Das Kon­zil wur­de benutzt, um, im Schwei­gen der Auto­ri­tät, die abwe­gig­sten lehr­mä­ßi­gen Abwei­chun­gen, die gewag­te­sten lit­ur­gi­schen Neue­run­gen und die skru­pel­lo­se­sten Miß­bräu­che zu legi­ti­mie­ren. Die­ses Kon­zil wur­de so hoch­ge­hal­ten, daß es für Katho­li­ken, Kle­ri­ker und Bischö­fe glei­cher­ma­ßen als ein­zi­ger legi­ti­mer Bezugs­punkt galt, wobei die Leh­re, die die Kir­che immer auto­ri­ta­tiv gelehrt hat­te, ver­dun­kelt und mit einem Gefühl der Ver­ach­tung ver­bun­den wur­de und die immer­wäh­ren­de Lit­ur­gie ver­bo­ten wur­de, die den Glau­ben eines unun­ter­bro­che­nen Geschlechts von Gläu­bi­gen, Mär­ty­rern und Hei­li­gen seit Jahr­tau­sen­den genährt hat­te. Unter ande­rem hat sich die­ses Kon­zil als das ein­zi­ge erwie­sen, das so vie­le Aus­le­gungs­pro­ble­me und so vie­le Wider­sprü­che zum vor­her­ge­hen­den Lehr­amt auf­wirft, wäh­rend es kein ein­zi­ges Kon­zil gibt – vom Kon­zil von Jeru­sa­lem bis zum Ersten Vati­ka­ni­schen Kon­zil –, das nicht voll­kom­men mit dem gesam­ten Lehr­amt har­mo­niert und irgend­ei­ner Aus­le­gung bedarf (9. Juni 2020, http://​www​.unavox​.it/​A​r​t​D​i​v​e​r​s​i​/​D​I​V​3​6​2​7​_​M​o​n​s​-​V​i​g​a​n​o​_​S​i​a​m​o​_​a​l​_​r​e​d​d​e​_​r​a​t​i​o​n​e​m​.​h​tml);

b. „For the Inno­va­tors mali­cious­ly mana­ged to put the label ‚Sacro­sanct Ecu­me­ni­cal Coun­cil‘ on their ideo­lo­gi­cal mani­festo, just as, at a local level, the Jan­se­nists who maneu­ver­ed the Syn­od of Pistoia had mana­ged to cloak with aut­ho­ri­ty their here­ti­cal the­ses, which were later con­dem­ned by Pius VI. (…) It isn’t pos­si­ble to chan­ge rea­li­ty to make it cor­re­spond to an ide­al sche­ma. If the evi­dence shows that some pro­po­si­ti­ons con­tai­ned in the Coun­cil docu­ments (and simi­lar­ly, in the acts of Bergoglio’s magi­steri­um) are hete­ro­dox, and if doc­tri­ne tea­ches us that the acts of the Magi­steri­um do not con­tain error, the con­clu­si­on is not that the­se pro­po­si­ti­ons are not erro­n­eous, but that they can­not be part of the Magi­steri­um. Peri­od“ [„Den Erneue­rern ist es bös­wil­lig gelun­gen, ihr ideo­lo­gi­sches Mani­fest mit dem Eti­kett ‚unan­tast­ba­res öku­me­ni­sches Kon­zil‘ zu ver­se­hen, so wie es auf loka­ler Ebe­ne den Jan­se­ni­sten, die die Syn­ode von Pistoia mani­pu­lier­ten, gelun­gen war, ihre häre­ti­schen The­sen, die spä­ter von Pius VI. ver­ur­teilt wur­den, mit Auto­ri­tät zu umman­teln. (…) Wenn die Bewei­se zei­gen, daß eini­ge Sät­ze in den Kon­zils­do­ku­men­ten (und in ähn­li­cher Wei­se in den Akten des Lehr­am­tes von Berg­o­glio) hete­ro­dox sind, und wenn die Leh­re uns lehrt, daß die Akten des Lehr­am­tes kei­nen Irr­tum ent­hal­ten, dann ist die Schluß­fol­ge­rung nicht, daß die­se Sät­ze irrig sind, son­dern daß sie nicht Teil des Lehr­am­tes sein kön­nen. Punkt“ (21. Sep­tem­ber 2020, https://​one​pe​ter​fi​ve​.com/​a​r​c​h​b​i​s​h​o​p​-​v​i​g​a​n​o​-​i​s​-​v​a​t​i​c​a​n​-​i​i​-​u​n​t​o​u​c​h​a​b​le/);

c. „Once again, the can­cer of Vati­can II con­firms that it is at the ori­gin of Berg­o­gli­an meta­sta­sis“ [„Das Krebs­ge­schwür des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils bestä­tigt, daß es der Ursprung der berg­o­glia­ni­schen Meta­sta­sen ist“] (26.
Okto­ber 2020, https://​rem​nant​news​pa​per​.com/​w​e​b​/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​/​a​r​t​i​c​l​e​s​/​i​t​e​m​/​5​1​2​4​-​a​r​c​h​b​i​s​h​o​p​-​v​i​g​a​n​o​-​a​d​d​r​e​s​s​e​s​-​t​h​e​-​c​a​t​h​o​l​i​c​-​i​d​e​n​t​i​t​y​-​c​o​n​f​e​r​e​n​c​e​-​2​0​2​0​-​f​r​a​n​c​i​s​-​t​h​e​-​n​e​w​-​w​o​r​l​d​-​o​r​der);

d. „All dies beruht auf einem Postu­lat, das fast jeder für selbst­ver­ständ­lich hält: daß das Vati­ka­num II die Auto­ri­tät eines Öku­me­ni­schen Kon­zils bean­spru­chen kann, vor dem die Gläu­bi­gen jedes Urteil aus­set­zen und sich demü­tig dem Wil­len Chri­sti beu­gen soll­ten, der von den hei­li­gen Hir­ten in unfehl­ba­rer Wei­se zum Aus­druck gebracht wur­de, wenn auch in pasto­ra­ler und nicht dog­ma­ti­scher Form. Dem ist aber nicht so, weil die hei­li­gen Hir­ten durch eine kolos­sa­le Ver­schwö­rung hin­ter­gan­gen wer­den kön­nen, die den umstürz­le­ri­schen Miß­brauch eines Kon­zils zum Ziel hat. (…) Wenn also das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil, wie es offen­sicht­lich ist, ein Instru­ment war, des­sen Auto­ri­tät und Anse­hen in betrü­ge­ri­scher Wei­se dazu benutzt wur­de, hete­ro­do­xe Leh­ren und pro­te­stan­ti­sier­te Riten durch­zu­set­zen, kön­nen wir hof­fen, daß frü­her oder spä­ter die Rück­kehr eines hei­li­gen und recht­gläu­bi­gen Pap­stes auf den Thron die­se Situa­ti­on behe­ben wird, indem er es für ille­gi­tim, ungül­tig, null und nich­tig erklärt, wie das Kon­zil von Pistoia (21. Janu­ar 2023, https://​exsur​ge​do​mi​ne​.it/​2​3​0​1​2​1​-​f​i​l​o​-​c​o​n​c​i​l​io/);

e. „Das Kon­zil stellt das ideo­lo­gi­sche, theo­lo­gi­sche, mora­li­sche und lit­ur­gi­sche Krebs­ge­schwür dar, von dem die berg­o­glia­ni­sche ’syn­oda­le Kir­che‘ eine not­wen­di­ge Meta­sta­se ist. (…) Ich leh­ne die neo­mo­der­ni­sti­schen Irr­tü­mer ab, die dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil und dem so genann­ten ‚nach­kon­zi­lia­ren Lehr­amt‘ inne­woh­nen, ins­be­son­de­re in Fra­gen der Kol­le­gia­li­tät, der Öku­me­ne, der Reli­gi­ons­frei­heit, der Säku­la­ri­tät des Staa­tes und der Lit­ur­gie“ (20. Juni 2024, https://​www​.aldoma​ria​val​li​.it/​2​0​2​4​/​0​6​/​2​0​/​m​o​n​s​i​g​n​o​r​-​v​i​g​a​n​o​-​c​o​n​v​o​c​a​t​o​-​d​a​l​-​d​i​c​a​s​t​e​r​o​-​p​e​r​-​l​a​-​d​o​t​t​r​i​n​a​-​d​e​l​l​a​-​f​e​d​e​-​p​e​r​-​r​i​s​p​o​n​d​e​r​e​-​d​e​l​-​d​e​l​i​t​t​o​-​d​i​-​s​c​i​s​m​a​-​l​a​-​r​i​s​p​o​s​t​a​-​d​e​l​l​a​r​c​i​v​e​s​c​o​vo/);

f. „Es ist für mich eine Ehren­sa­che, ‚ange­klagt‘ zu wer­den, die Irr­tü­mer und Abir­run­gen des soge­nann­ten Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Öku­me­ni­schen Kon­zils abzu­leh­nen, das ich wegen sei­ner Hete­ro­ge­ni­tät mit allen wah­ren Kon­zi­li­en der Kir­che, die ich voll aner­ken­ne und akzep­tie­re, für völ­lig unzu­stän­dig hal­te, eben­so wie alle lehr­amt­li­chen Akte der Päp­ste. Ich leh­ne die in den Doku­men­ten des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils ent­hal­te­nen hete­ro­do­xen Leh­ren, die von den Päp­sten bis zu Pius XII. ver­ur­teilt wur­den oder die in irgend­ei­ner Wei­se dem katho­li­schen Lehr­amt wider­spre­chen, ent­schie­den ab“ (28. Juni 2024, https://​exsur​ge​do​mi​ne​.it/​2​4​0​6​2​8​-​j​a​c​c​u​s​e​-​i​ta/).

Verteidigung des Pflichtverteidigers

15. Der Pflicht­ver­tei­di­ger hob die fol­gen­den Punk­te hervor:

a. Obwohl die objek­ti­ven Bewei­se für das Schis­ma ein­deu­tig sind, ist der Ange­klag­te sub­jek­tiv nicht für die reser­vier­te Straf­tat ver­ant­wort­lich. Außer­dem wür­de die Ver­hän­gung einer Zen­sur oder Sank­ti­on weder den vom ober­sten Gesetz­ge­ber in den Bestim­mun­gen des CIC genann­ten Zwecken die­nen, noch dem See­len­heil von Erz­bi­schof Viganò;

b. S.E.R. Msgr. Viganò hat­te meh­re­re Jahr­zehn­te einen guten Ruf für sei­ne Hin­ga­be an sei­ne Arbeit und für sei­ne Ver­eh­rung der Nach­fol­ger des Hei­li­gen Petrus. Als Ergeb­nis sei­nes Flei­ßes wur­de er 2009 zum Gene­ral­se­kre­tär des Gover­na­torats der Vati­kan­stadt und anschlie­ßend zum Apo­sto­li­schen Nun­ti­us in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka ernannt;

c. Der Ver­tei­di­ger erklärt, daß Erz­bi­schof Viganò nicht gewohn­heits­mä­ßig den Gebrauch der Ver­nunft ver­mis­sen läßt (sei­ne Intel­li­genz wird nicht in Fra­ge gestellt). Wie kann das Dik­aste­ri­um jedoch auf der Grund­la­ge der Aus­sa­gen des Ange­klag­ten die not­wen­di­ge mora­li­sche Gewiß­heit erlan­gen, daß Sei­ne Exzel­lenz voll zurech­nungs­fä­hig ist? Wenn Pro­ble­me der Zure­chen­bar­keit auf­grund der Wei­ge­rung von Erz­bi­schof Viganò, an sei­ner eige­nen Ver­tei­di­gung teil­zu­neh­men, fest­ge­stellt wer­den konn­ten, wie kann ein kano­ni­scher Straf­pro­zeß die­se Pro­ble­me über­win­den, um einen Schuld­spruch auszusprechen?

d. Der Anwalt weist auch dar­auf hin, daß die Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­fe latae sen­ten­tiae für die reser­vier­te Straf­tat des Schis­mas, wenn sie aus­ge­spro­chen wür­de, kei­ne heil­sa­me Wir­kung gegen­über der Per­son Sei­ner Exzel­lenz hät­te, die nach der mens des ober­sten Gesetz­ge­bers die Grund­la­ge einer sol­chen kano­ni­schen Stra­fe ist. Eine Stra­fe ist ihrem Wesen nach dazu da, eine Per­son zur Ver­söh­nung mit der Kir­che zu drän­gen. Wenn ein Antrag auf Straf­er­laß gestellt wird und die Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sind, wider­ruft Mut­ter Kir­che die Stra­fe, um die Hei­lung zu bewir­ken, die die­se Maß­nah­me hät­te brin­gen sol­len. Erz­bi­schof Viganò hat jedoch bereits erklärt, daß die Aus­spre­chung der Stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on für ihn ein Zei­chen der Ehre wäre;

e. in Wirk­lich­keit wäre die Ver­hän­gung einer sol­chen Stra­fe gegen S.E.R. Msgr. Viganò ein frucht­lo­ser Akt und wür­de nur dazu die­nen, die ohne­hin schon gespal­te­ne öffent­li­che Mei­nung noch wei­ter zu entflammen.

Bewertung der Beweise und der Verteidigung

16. Die Asses­so­ren sind nach Prü­fung aller Bewei­se und der Ver­tei­di­gung des Pflicht­ver­tei­di­gers zu dem Schluß gekom­men, daß die Erklä­run­gen S.E.R. Msgr. Viganòs mehr als aus­rei­chend sind, um den Straf­tat­be­stand des Schis­mas im Sin­ne von can. 751 CIC zu erfül­len. Die Wor­te und Hand­lun­gen des Prä­la­ten zei­gen ins­be­son­de­re, daß er die Unter­ord­nung unter den Nach­fol­ger Petri und die Gemein­schaft mit den Mit­glie­dern der Kir­che, die dem Papst unter­ste­hen, ablehnt. Auf der Grund­la­ge der Leh­re des Ange­klag­ten gelang­ten die Asses­so­ren zu der Gewiß­heit, daß sei­ne Ableh­nung der Legi­ti­mi­tät und der lehr­amt­li­chen Auto­ri­tät des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Öku­me­ni­schen Kon­zils ein kla­rer Beweis für den schis­ma­ti­schen Cha­rak­ter des Prä­la­ten ist. Hin­sicht­lich der Zure­chen­bar­keit sind die Asses­so­ren der Ansicht, daß bei dem Ange­klag­ten kein psy­cho­lo­gi­scher Fak­tor ver­mu­tet wer­den kann, der sei­ne Zure­chen­bar­keit abmil­dern wür­de. Aus den Akten geht her­vor, daß es sich um eine Per­son han­delt, die ihre Erklä­run­gen größ­ten­teils ruhig, ver­nünf­tig, frei und absicht­lich abgibt, und es gibt kei­ne begrün­de­ten Anhalts­punk­te, um sie als nicht zurech­nungs­fä­hig zu betrach­ten (vgl. can. 1321 § 4 CIC). Die Asses­so­ren hal­ten es daher für not­wen­dig, die Exkom­mu­ni­ka­ti­on latae sen­ten­tiae auszusprechen.

17. Schluß­fol­ge­run­gen:

a. Ange­sichts der Tat­sa­che, daß:

  • der Beweis für die Straf­tat in den öffent­li­chen Äuße­run­gen des Prä­la­ten besteht;
  • es kei­nen Zwei­fel dar­an gibt, daß S.E.R. Msgr. Viganò der Autor die­ser Aus­sa­gen ist:
    - in bezug auf die schrift­lich ver­öf­fent­lich­ten Äuße­run­gen: Sie tra­gen sei­nen Namen, Nach­na­men und das Wap­pen des Bischofs; sie sind durch sei­ne Fotos berei­chert; sie sind größ­ten­teils auf der Web­site exsur​ge​do​mi​ne​.it ver­öf­fent­licht, die mit dem Prä­la­ten und sei­nen Akti­vi­tä­ten in Ver­bin­dung steht; der Prä­lat hat nie bestrit­ten, der Autor die­ser Äuße­run­gen zu sein;
    - es gibt Video­auf­zeich­nun­gen sei­ner Aus­sa­gen, auf denen der Prä­lat zu erken­nen ist;
  • der Prä­lat:
    - stellt sei­ne The­sen kon­se­quent und mit Gebrauch der Ver­nunft dar und begrün­det sie aus­gie­big (wenn auch auf fal­sche Wei­se) theo­lo­gisch und juri­stisch;
    - er han­delt frei­wil­lig: Es gibt kei­ne Bewei­se oder Anhalts­punk­te, die bestä­ti­gen könn­ten, daß der Prä­lat unter phy­si­scher Gewalt han­delt oder durch gro­ße Angst gezwun­gen wird;
    - er han­delt wis­sent­lich: Er ist sich bewußt, daß er gegen das Kir­chen­recht ver­stößt, da er weiß, daß er des Ver­bre­chens des Schis­mas ange­klagt ist;
    - er ist Patron der Stif­tung Exsur­ge Domi­ne und enga­giert sich in ver­schie­de­nen Berei­chen der Gesellschaft;
  • der Prä­lat weist Ver­su­che, ihn in bezug auf sei­nen gei­sti­gen Zustand zu dis­kre­di­tie­ren, direkt zurück, und es gibt kei­ne medi­zi­ni­schen Unter­la­gen, die eine Gei­stes­krank­heit bescheinigen;

es scheint nicht, daß S.E.R. Msgr. Viganò eine Per­son ist, die:

  • gewöhn­lich nicht den Gebrauch der Ver­nunft hat (can. 1322 CIC)
  • kei­nen Gebrauch der Ver­nunft hat (can. 1323, n. 6 CIC);
  • den Gebrauch der Ver­nunft nur unvoll­kom­men hat (can. 1324 § 1, n. 1 CIC);
  • ohne vol­le Zurech­nungs­fä­hig­keit gehan­delt hat (can. 1324 § 1, Nr. 10 CIC);

b. unter Berück­sich­ti­gung der obi­gen Aus­füh­run­gen, der von den Asses­so­ren vor­ge­brach­ten Argu­men­te und der Bestim­mun­gen von can. 1321 § 4 CIC, d. h.: „Ist die äuße­re Ver­let­zung des Geset­zes oder des Ver­wal­tungs­be­fehls erfolgt, so wird die Zure­chen­bar­keit ver­mu­tet, es sei denn, ande­res ist offenkundig“,

es ist klar, daß im vor­lie­gen­den Fall die in can. 751 CIC genann­ten Umstän­de schis­ma­ti­schen Ver­hal­tens ein­ge­tre­ten sind: (Ver­wei­ge­rung der Unter­ord­nung unter den Papst und Ver­wei­ge­rung der Gemein­schaft mit den ihm unter­ste­hen­den Glie­dern der Kirche):

  • Der Prä­lat leug­net direkt, aus­drück­lich und bestän­dig die Legi­ti­mi­tät von Papst Fran­zis­kus und behaup­tet, daß sei­ne Wahl ungül­tig ist;
  • er betrach­tet sich nicht als in Gemein­schaft mit Papst Fran­zis­kus und mit denen, die in Gemein­schaft mit ihm stehen;
  • er ist der Ansicht, daß die Kir­che, an deren Spit­ze Papst Fran­zis­kus steht, nicht die katho­li­sche Kir­che ist; 
  • er lehnt das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Öku­me­ni­sche Kon­zil ab, weil er glaubt, daß es ihm an lehr­amt­li­cher Auto­ri­tät fehlt;

c. die in can. 1324 § 1, nn. 1–10 CIC genann­ten Umstän­de sind nicht ein­ge­tre­ten und folg­lich besteht die mora­li­sche Gewiß­heit, daß der Täter die Stra­fe latae sen­ten­tiae erlit­ten hat (vgl. can. 1324 § 3 CIC).

ENTSCHEIDUNG

18. Nach sorg­fäl­ti­ger Prü­fung der auf den vor­lie­gen­den Fall anwend­ba­ren Geset­ze, unter Berück­sich­ti­gung aller Bewei­se und Argu­men­te (can. 1720, n. 2 CIC) und unter Bezug­nah­me auf die oben dar­ge­leg­ten Argu­men­te erklärt die­ses Dik­aste­ri­um zum öffent­li­chen Wohl des Got­tes­vol­kes, daß

a. S.E.R. Msgr. Car­lo Maria Viganò der reser­vier­ten Straf­tat des Schis­mas schul­dig ist;
b. der Täter die Exkom­mu­ni­ka­ti­on
latae sen­ten­tiae und can. 1364 § 1 CIC erlit­ten hat.

19. Die Auf­he­bung der Stra­fe ist in die­sem Fall dem Apo­sto­li­schen Stuhl vorbehalten.

20. Der Schul­di­ge wird dar­auf hin­ge­wie­sen, daß er gemäß can. 1364 § 2 CIC, wenn der fort­dau­ern­de Trotz oder die Schwe­re des Ärger­nis­ses dies erfor­dern, mit wei­te­ren Stra­fen belegt wer­den kann, was die Ent­las­sung aus dem Kle­ri­ker­stand nicht ausschließt.

21. Gemäß Arti­kel 24 SST kann der Kle­ri­ker gegen die­se Ent­schei­dung inner­halb einer Frist von sech­zig (60) Tagen nach der Zustel­lung des vor­lie­gen­den Dekrets beim Dik­aste­ri­um für die Glau­bens­leh­re Beru­fung ein­le­gen. Die Beru­fung muß, damit sie zuläs­sig ist, unter Hin­zu­zie­hung eines Patrons, ver­se­hen mit einem ent­spre­chen­den Man­dat, ein­ge­reicht wer­den, das Peti­tum klar bestimmt sein und die Grün­de in iure und in fac­to ent­hal­ten, auf die sie sich stützt.

Palast des Dik­aste­ri­ums, 4. Juli 2024

Vic­tor M. Card. FERNÁNDEZ
Prä­fekt

Msgr. John J. Ken­ne­dy
Sekre­tär für die Disziplinarabteilung

Einleitung/​Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL

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3 Kommentare

  1. Es ist viel leich­ter, jemand zu exkom­mu­ni­zie­ren als sei­ne Hal­tung zu hin­ter­fra­gen. Im Grund­satz hat Viganò ja mit vie­lem recht. Eine angeb­lich syn­oda­le Kir­che soll­te hier auf Dia­log set­zen und sich kri­tik­fä­hig zei­gen – nur liegt das den Her­ren in Rom über­haupt nicht und dem Papst am wenig­sten. Das gan­ze Geschwa­fel von Syn­oda­li­tät ist ein ziem­lich ver­lo­ge­ner Zau­ber, der nur die Kir­che zer­stö­ren soll. Hier gebe ich Vig­a­no eben­falls recht. Wenn der Vati­kan all jene exkom­mu­ni­ziert, die die glei­che Mei­nung haben, dann hat man dort sicher viel zu tun – und noch was: Eine Exkom­mu­ni­ka­ti­on durch den Por­no-Prä­fek­ten Fer­nan­dez: Bit­te, wer kann das ernst neh­men? Es han­delt sich um eine lächer­li­che und im Amt zutiefst beschä­dig­te Figur, die kei­ner­lei Auto­ri­tät hat und erst recht kein Anse­hen. Mir fällt da immer ein Satz aus Schnitz­lers „Leut­nant Gustl“ ein: „Ehre ver­lo­ren, alles ver­lo­ren.“ So wür­de ich Fer­nan­dez beschrei­ben und das übri­gens auch in dem Fall, den Gott ver­hü­ten möge, näm­lich dass er der näch­ste Papst wür­de! Offen­sicht­lich scheint sich die­ser Mensch noch nicht mal dafür zu genie­ren, dass er nur durch Nepo­tis­mus zu sei­nen Ämtern gekom­men ist – und das ist heu­te nicht mehr ver­mit­tel­bar. Hier schämt man sich fast, katho­lisch zu sein, um es deut­lich zu sagen. Es wird Zeit, dass solch untrag­ba­re Leu­te aus der Kir­che ver­schwin­den – und nicht ande­re „exkom­mu­ni­zie­ren“.

  2. Die Zeit wird es zei­gen, ob und wie die­ses Urteil vor der Kir­chen­ge­schich­te Bestand haben wird.
    Die Rich­ter haben offen­kun­dig ihre vor­ge­fer­tig­ten Ansich­ten, denn es über­rascht wie schnell dann über den Erz­bi­schof Viganò der Stab gebro­chen wor­den ist. Man muß nicht alles unter­schrei­ben, was der Erz­bi­schof gesagt hat, etwa das Kon­zil ins­ge­samt abzu­leh­nen samt den Päp­sten bis zu Bene­dikt XVI.
    Die Anschul­di­gun­gen gegen, wie der Erz­bischf sagt, J.M. Berg­o­glio sind durch das Urteil kaum ent­kräf­tet wor­den. Das ist ziem­lich klar. Des­halb muß es ande­re Moti­ve geben und gege­ben haben, gegen Erz­bi­schof Viganò vor­zu­ge­hen. Ver­mut­lich geht es dar­um, daß der Haus­herr von San­ta Mar­tha sich sel­ber als recht­mä­ßi­ger Papst vor der Kir­che und der Welt legi­ti­mie­ren will. Und zwar indem er sich als Opfer dar­stel­len und so in eine Rei­he ein­fü­gen will mit den Päp­sten ange­fan­gen von Paul VI. bis Bene­dikt XVI. Erz­bi­schof Viganò kam ihm für die­se Ope­ra­ti­on gera­de recht.

  3. Ja, die­ses Doku­ment ist wirk­lich eine Ehre für den tap­fe­ren Bischof Vigano.
    Es beschei­nigt ihm Intil­li­genz und Ver­nunft, und bestä­tigt indi­rekt sei­ne Vorwürfe!
    Wie sehr wird auch in der Ankla­ge­schrift betont, wie wich­tig das zwei­te vati­ka­ni­sche Kon­sil ist, wel­ches doch angeb­lich nur ein Pasto­ral­kon­sil mit umfas­sen­den Emp­feh­lun­gen und kei­nes von der Art z.B. des Jeru­sa­le­mer Kon­sils ist.
    Wie sehr hät­ten vie­le die­ser Ankla­ge­punk­te auf ande­re Kar­di­nä­le und Bischö­fe gepasst, die jetzt Berg­o­gli­os soge­nann­te syn­oda­le Kir­che (die Got­tes­mut­ter nann­te es in eini­gen Schau­un­gen, ich glau­be sogar schon in denen der hei­li­gen Anna Katha­ri­na Emme­rick, die After­kir­che) vor­an­trei­ben, wo sie aber nie ange­wen­det wurden…
    Lie­ber tap­fe­rer Bischof Vig­a­no, blei­ben Sie stand­haft. Ich bete für Sie um Weis­heit und Kraft, die Fein­de zu zer­schmet­tern und Ihre Her­de bei­sam­men zu hal­ten und zu beschüt­zen, wie zuletzt dem zwei­ten unter dem Kreuz gebo­re­nen Sohn Mari­ens, bzw. dem ersten Adop­tiv­sohn, dem hei­li­gen Apo­stel und Libe­lings­jün­ger Johannes!

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