Agostino Sanfratello (1938–2024)

Ein Kämpfer für die katholische Sache


Agostino Sanfratello, der Gründer der Katholischen Allianz (Foedus Catholicum/Alleanza Cattolica), im Bild mit Johannes Paul II. und Roberto de Mattei (Mitte), ist Ende Mai verstorben
Agostino Sanfratello, der Gründer der Katholischen Allianz (Foedus Catholicum/Alleanza Cattolica), im Bild mit Johannes Paul II. und Roberto de Mattei (Mitte), ist Ende Mai verstorben

von Rober­to de Mattei*

Anzei­ge

Mit Ago­sti­no San­fra­tel­lo, der am 28. Mai 2024 in Pia­cen­za ver­starb, stirbt eine der Haupt­ge­stal­ten der katho­li­schen Wie­der­ge­burt in Ita­li­en in den Jah­ren der 68er Revolution.

Ago­sti­no wur­de am 14. Okto­ber 1938 in Agaz­z­a­no in der Pro­vinz Pia­cen­za in einer katho­li­schen Fami­lie gebo­ren, fühl­te sich aber zunächst zur extre­men Lin­ken hin­ge­zo­gen und gehör­te zu den ersten Redak­teu­ren der Qua­der­ni Pia­cen­ti­ni, einer 1962 von Pier­gi­or­gio Bel­loc­chio gegrün­de­ten anar­cho-mar­xi­sti­schen Zeit­schrift. Sei­ne Rück­be­sin­nung auf die Katho­li­zi­tät ist eini­ge Jah­re spä­ter auf den Fall Brai­ban­ti zurück­zu­füh­ren, der ihm die Augen für die Über­zeu­gungs­me­cha­nis­men revo­lu­tio­nä­rer Grup­pen öff­ne­te. Ago­sti­nos 20jähriger Bru­der Gio­van­ni war von Aldo Brai­ban­ti, einem kom­mu­ni­sti­schen Künst­ler mit einer Lei­den­schaft für Amei­sen und „sozia­le Insek­ten“, in einen Zustand völ­li­ger psy­chi­scher Abhän­gig­keit ver­setzt wor­den, um ihn zu indok­tri­nie­ren und zu einer homo­se­xu­el­len Bezie­hung zu ver­lei­ten. Ago­sti­no nahm an der Raz­zia teil, bei der sein Bru­der gewalt­sam aus Brai­ban­tis Abson­de­rung befreit und in ein Pfle­ge­heim gebracht wur­de. Wäh­rend des anschlie­ßen­den Pro­zes­ses, der vier Jah­re dau­er­te und in dem Brai­ban­ti zu neun Jah­ren Gefäng­nis ver­ur­teilt wur­de, wand­te sich die Fami­lie San­fra­tel­lo an den bedeu­ten­den Straf­ver­tei­di­ger Alfre­do De Mar­si­co. Ago­sti­no half De Mar­si­co bei der Vor­be­rei­tung sei­ner Plä­doy­ers und war der eigent­li­che Ver­ant­wort­li­che der Pro­zeß­stra­te­gie, wäh­rend zahl­rei­che lin­ke Intel­lek­tu­el­le, von Mora­via bis Paso­li­ni, als Ver­tei­di­ger des „Herrn der Amei­sen“ auf­tra­ten, dem 2022 ein gleich­na­mi­ger apo­lo­ge­ti­scher Film gewid­met wur­de. Eine ein­drucks­vol­le Begeg­nung mit Pater Pio besie­gel­te die tie­fe Bekeh­rung von Ago­sti­no, der fort­an sein Leben der katho­li­schen Sache widmete.

Im Jahr 1969, als die Stu­den­ten­re­vol­te gera­de los­ge­bro­chen war, schloß Ago­sti­no sein Phi­lo­so­phie­stu­di­um an der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät Mai­land mit einer Arbeit über Joseph de Maist­re ab, des­sen Con­sidé­ra­ti­ons sur la France. 1796 (Betrach­tun­gen über Frank­reich. Über den schöp­fe­ri­schen Urgrund der Staats­ver­fas­sun­gen) er spä­ter für den Ver­le­ger Van­ni Schei­wil­ler ins Ita­lie­ni­sche übersetzte.

An der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät Mai­land wur­de Ago­sti­no zum Anfüh­rer des anti­kom­mu­ni­sti­schen Wider­stands, dem eine Grup­pe muti­ger Anhän­ger folg­te, dar­un­ter Graf Giu­sep­pe Man­zo­ni di Chi­os­ca und der spä­te­re Schau­spie­ler Jack Baseh­art. Er grün­de­te die Ver­ei­ni­gung Foedus Catholicum/​Alleanza Cat­to­li­ca und nahm den Kon­takt zu sei­nem Zeit­ge­nos­sen Gio­van­ni Can­to­ni aus Pia­cen­za wie­der auf, mit dem er ein explo­si­ves Duo bil­de­te. Can­to­ni, der gedul­dig und syste­ma­tisch auf­bau­te, San­fra­tel­lo, ein fas­zi­nie­ren­des und viel­sei­ti­ges Zug­pferd. Damals traf ich ihn in Rom, wo er zusam­men mit Cri­sti­na Cam­po und Pater Gué­rard de Lau­riers an der Kur­zen kri­ti­schen Unter­su­chung des neu­en „Ordo Mis­sae“ arbei­te­te, die im Juni 1969 von den Kar­di­nä­len Anto­nio Bac­ci und Alfre­do Otta­via­ni ver­öf­fent­licht wurde.

Ago­sti­no San­fra­tel­lo wur­de zum ent­schei­den­den Motor des Foedus Catho­li­cum (Alle­an­za Cattolica)

Am 9. Okto­ber 1970 wur­de in Ita­li­en die Ehe­schei­dung ein­ge­führt. Drei Mona­te spä­ter, am 9. Janu­ar 1971, stell­te Alle­an­za Cat­to­li­ca den ersten Antrag auf ein Refe­ren­dum zur Auf­he­bung des Schei­dungs­ge­set­zes von For­tu­na-Bas­li­ni1. Zu den elf Unter­zeich­nern gehör­ten neben Can­to­ni und San­fra­tel­lo auch Giu­sep­pe Man­zo­ni, Fran­ces­co Bar­be­si­no und Gio­van­ni Costan­zo. Im Gefol­ge die­ser Initia­ti­ve ent­stand das Komi­tee des Rechts­ge­lehr­ten Prof. Gabrio Lom­bar­di, das zum Refe­ren­dum vom 12. und 13. Mai 1974 führ­te, das wegen der Träg­heit der Christ­de­mo­kra­ten und der kirch­li­chen Hier­ar­chie jedoch ver­lo­ren wurde.

Am 3. Juni 1972 wur­den die „Exer­zi­ti­en“ von Alle­an­za Cat­to­li­ca in Castel­nuo­vo Foglia­ni durch die Anwe­sen­heit von Msgr. Mar­cel Lefeb­v­re geehrt, der am 7. Okto­ber 1970 mit der Zustim­mung des Bischofs von Lau­sanne, Genf und Frei­burg das Prie­ster­se­mi­nar von Écô­ne gegrün­det hat­te. Die Begeg­nung mit Mon­si­gno­re Lefeb­v­re war für Can­to­ni und San­fra­tel­lo eben­so wich­tig wie die­je­ni­ge mit Prof. Pli­nio Cor­rêa de Oli­vei­ra, die im August 1972 in São Pau­lo (Bra­si­li­en) statt­fand. Im Sep­tem­ber des­sel­ben Jah­res trat San­fra­tel­lo uner­war­tet in das Prie­ster­se­mi­nar in Ecô­ne ein, wäh­rend Can­to­ni die Lei­tung der Alle­an­za Cat­to­li­ca über­nahm. Zwei Jah­re spä­ter ver­ließ Ago­sti­no jedoch das Prie­ster­se­mi­nar von Msgr. Lefeb­v­re und zog nach Rom, um eine Zeit­lang an der Päpst­li­chen Uni­ver­si­tät St. Tho­mas von Aquin (Ange­li­cum) zu stu­die­ren. So kam es, daß ich in den Jah­ren von 1974 bis 1982 fast täg­lich mit Ago­sti­no zu tun hat­te und sei­ne außer­ge­wöhn­li­chen intel­lek­tu­el­len und mensch­li­chen Qua­li­tä­ten zu schät­zen lern­te. Ich kann sagen, daß ich nie jemand gekannt habe, der mit so vie­len Talen­ten aus­ge­stat­tet war und sie gleich­zei­tig mit so groß­zü­gi­ger Gleich­gül­tig­keit verschwendete.

Ago­sti­no war in allen Dis­zi­pli­nen bewan­dert, von der Theo­lo­gie bis zum Recht, von der Kunst bis zur Musik, aber er hat­te auch einen unge­wöhn­lich prak­ti­schen Sinn. Im August 1980 emp­fing er zusam­men mit einem sei­ner jun­gen Mit­strei­ter nach dem alten Ritu­al die Rit­ter­wei­he aus den Hän­den des Titu­lar­bi­schofs und Alt­ab­tes von Sankt Paul vor den Mau­ern, Mon­si­gno­re Cesa­rio D’A­ma­to. Für die Zere­mo­nie ließ er sich zwei ech­te Schwer­ter von einem alten römi­schen Hand­wer­ker schmie­den, der über sein tech­ni­sches Wis­sen erstaunt war.

In jenen Jah­ren hielt sich auch der jun­ge Mas­si­mo Intro­vi­gne, der spä­te­re Regent der Alle­an­za Cat­to­li­ca, in Rom auf. Er stu­dier­te am Col­le­gio Capra­ni­ca und an der Gre­go­ria­na und schrieb unter einem Pseud­onym für die Zeit­schrift Il Borg­he­se, in der er die lehr­mä­ßi­gen und mora­li­schen Skan­da­le anpran­ger­te, die die Kir­che heim­such­ten. Aus unse­rer Zusam­men­ar­beit ent­stan­den die Hand­rei­chun­gen von Alle­an­za Cat­to­li­ca über den Kom­mu­nis­mus, die 2021 vom Ver­lag Fidu­cia neu auf­ge­legt wur­den. Es waren die Jah­re des „Histo­ri­schen Kom­pro­mis­ses“, und wir waren ent­schie­den gegen die Stra­te­gie des Sekre­tärs der Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei (KPI), Enri­co Ber­lin­guer. Unter den vie­len Vor­trä­gen und Tagun­gen erin­ne­re ich mich an jene, die am 3. März 1976 in Flo­renz von mei­nem Freund Puc­ci Cipria­ni orga­ni­siert wur­de, am Vor­abend der Par­la­ments­wah­len vom 21. Juni, bei denen die KPI das beste Ergeb­nis ihrer Geschich­te erzielte.

Die ita­lie­ni­sche Lin­ke ver­such­te mit der still­schwei­gen­den Unter­stüt­zung eines Teils der christ­de­mo­kra­ti­schen DC nach der Schei­dung auch die Abtrei­bung durch­zu­set­zen. Um sich die­sem Manö­ver zu wider­set­zen, ent­wickel­te Ago­sti­no eine beein­drucken­de Kam­pa­gne, in deren Rah­men in ganz Ita­li­en eine Anti-Abtrei­bungs­bro­schü­re ver­teilt wur­de, die eine nach Wahl­be­zir­ken geglie­der­te Liste mit Namen und Pri­vat­adres­sen der christ­de­mo­kra­ti­schen Abge­ord­ne­ten ent­hielt, die für die Abtrei­bung waren. Die Initia­ti­ve ver­zö­ger­te das unse­li­ge Abtrei­bungs­ge­setz Nr. 194, das am 22. Mai 1978 ver­ab­schie­det wur­de, aber nur um zwei Jah­re. Im sel­ben Jahr wur­de Ago­sti­no, damals Pro­fes­sor der Phi­lo­so­phie an der Uni­ver­si­tät Saler­no, wegen sei­ner Vor­le­sun­gen gegen die Abtrei­bung von Femi­ni­stin­nen des „Nazis­mus“ und „Ter­ro­ris­mus“ bezich­tigt. Er zeig­te sie wegen Ver­leum­dung an, und der Pro­zeß, in dem er sechs Stun­den lang ohne Unter­bre­chung sprach, um sei­ne Posi­tio­nen zu bekräf­ti­gen, ende­te mit der Ver­ur­tei­lung der 45 Mit­glie­der der Femi­ni­sti­schen Kol­lek­ti­ve von Salerno.

Ago­sti­no grün­de­te dar­auf­hin den Ver­ein Alle­an­za per la vita (Alli­anz für das Leben), in des­sen Namen wir am 2. Febru­ar 1980 den Antrag auf eine Volks­ab­stim­mung zur Auf­he­bung des Geset­zes 194 stell­ten. Unser Refe­ren­dum, mit dem alle Arti­kel, die in direk­tem Wider­spruch zum natür­li­chen und christ­li­chen Recht ste­hen, abge­schafft wer­den soll­ten, unter­schied sich deut­lich von jenem, das die soge­nann­te the­ra­peu­ti­sche Abtrei­bung erlaub­te und mit der Unter­stüt­zung der Bischofs­kon­fe­renz vom Movi­men­to per la vita (Bewe­gung für das Leben) nach unse­rem ein­ge­reicht wurde.

Um die kom­pro­miß­lo­se Ableh­nung der Abtrei­bung zu bekräf­ti­gen, orga­ni­sier­te Ago­sti­no vom 25. bis 27. April 1980 in Rom eine inter­na­tio­na­le Lebens­rechts­ta­gung, an der 500 Teil­neh­mer und zahl­rei­che illu­stre Per­sön­lich­kei­ten teil­nah­men, dar­un­ter Pro­fes­sor Jérô­me Lejeu­ne, des­sen Selig­spre­chungs­pro­zeß der­zeit läuft, und Dr. Wan­da Pol­taws­ka, Direk­to­rin des Insti­tuts für Theo­lo­gie der Fami­lie in Kra­kau und eng mit Johan­nes Paul II. befreun­det. Die­se Tagung bleibt die wich­tig­ste Pro-Life-Ver­an­stal­tung, die bis­her in Euro­pa statt­ge­fun­den hat.

Dank Wan­da Pol­taws­ka tra­fen wir, Ago­sti­no San­fra­tel­lo, Gio­van­ni Can­to­ni und ich, Johan­nes Paul II. und am 22. Mai 1980 Msgr. Achil­le Sil­ve­st­ri­ni, den Sekre­tär des Rates für öffent­li­che Ange­le­gen­hei­ten der Kir­che, fak­tisch der Außen­mi­ni­ster, um ihm die Bedeu­tung eines Refe­ren­dums gegen das Abtrei­bungs­ge­setz Nr. 194 zu erklä­ren. Er ant­wor­te­te, daß die­se Initia­ti­ve eine schäd­li­che „Gegen­ka­te­che­se“ der Abtrei­bungs­geg­ner aus­lö­sen und als Reak­ti­on die Ver­tei­di­gung der mör­de­ri­schen Nor­men durch die Abtrei­bungs­geg­ner pro­vo­zie­ren wür­de. Wir ver­stan­den, daß die Ent­schei­dung des Vati­kans gefal­len war.

Am 14. März 1981, nach der Ent­schei­dung von Gio­van­ni Can­to­ni, das Mini­mal­re­fe­ren­dum der Bewe­gung für das Leben zu unter­stüt­zen, waren Ago­sti­no San­fra­tel­lo und ich, die wir gegen die­se Ent­schei­dung waren, gezwun­gen, die Ver­ei­ni­gung zu ver­las­sen. Von da an schlug Alle­an­za Cat­to­li­ca den Weg des „Ent­ris­mus“ ein, der Zusam­men­ar­beit mit den Insti­tu­tio­nen, ich grün­de­te das Kul­tur­zen­trum Lepan­to und Ago­sti­no folg­te sei­ner geo­po­li­ti­schen Nei­gung, die ihn in den Liba­non führ­te, wo er 1990 Jac­que­line Amidi hei­ra­te­te, eine treue Gefähr­tin für das Leben und für sei­ne Idea­le, die heu­te sei­ne Erin­ne­run­gen hütet. Seit mehr als zehn Jah­ren war er in sei­ne Hei­mat­stadt Pia­cen­za zurück­ge­kehrt, wo er die Mes­se im über­lie­fer­ten Ritus besuch­te, die er immer geliebt hatte.

Weni­ge Tage vor Ago­sti­no San­fra­tel­lo ist in Turin am 24. Mai Pier Lui­gi Zoc­ca­tel­li, der zusam­men mit Oscar San­gui­net­ti begon­nen hat­te, mit gro­ßer intel­lek­tu­el­ler Stren­ge die Geschich­te von Alle­an­za Cat­to­li­ca bis 1974 zu schrei­ben, vor­zei­tig ver­stor­ben. Viel­leicht soll es so sein, daß die­se Geschich­te bei den Anfangs­jah­ren der Ver­ei­ni­gung ste­hen­blie­be, die für jene, die sie erlebt haben, ein wah­res Epos darstellen.

In jenen nun schon fer­nen Jah­ren ver­band mich mit Ago­sti­no San­fra­tel­lo eine Wert­schät­zung und Freund­schaft, die heu­te, in lie­be­vol­ler Erin­ne­rung, zu einem Gebet wird. Er war ein groß­zü­gi­ger Kämp­fer, der ein lan­ges und beweg­tes Leben lang Gerech­tig­keit und Wahr­heit such­te. Nun ern­tet er sicher­lich sei­nen himm­li­schen Lohn.

*Rober­to de Mat­tei, Histo­ri­ker, Vater von fünf Kin­dern, Pro­fes­sor für Neue­re Geschich­te und Geschich­te des Chri­sten­tums an der Euro­päi­schen Uni­ver­si­tät Rom, Vor­sit­zen­der der Stif­tung Lepan­to, Autor zahl­rei­cher Bücher, zuletzt in deut­scher Über­set­zung: Ver­tei­di­gung der Tra­di­ti­on: Die unüber­wind­ba­re Wahr­heit Chri­sti, mit einem Vor­wort von Mar­tin Mose­bach, Alt­öt­ting 2017, und Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil. Eine bis­lang unge­schrie­be­ne Geschich­te, 2. erw. Aus­ga­be, Bobin­gen 2011.

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Übersetzung/​Fußnote: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Cor­ri­spon­den­za Romana/​Wikicommons


1 Loris For­tu­na (1924–1985) gehör­te 1945 bis 1956 der Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei Ita­li­ens an, dann wech­sel­te er nach der sowje­ti­schen Nie­der­schla­gung des Ungarn-Auf­stan­des zur Sozia­li­sti­schen Par­tei Ita­li­ens, für die er von 1963 bis 1987 der ita­lie­ni­schen Abge­ord­ne­ten­kam­mer ange­hör­te. In den 70er Jah­ren hat­te er eini­ge Jah­re par­al­lel auch die Mit­glied­schaft in der kir­chen­feind­li­chen radi­kal­li­be­ra­len Radi­ka­len Par­tei. 1982/​83 und 1985 war er Mini­ster der ita­lie­ni­schen Regie­rung.
Anto­nio Bas­li­ni (1926–1995) war seit 1943 Mit­glied der lai­zi­sti­schen rechts­li­be­ra­len Libe­ra­len Par­tei Ita­li­ens. Wie For­tu­na gehör­te er von 1963 bis 1987 dem Ita­lie­ni­schen Par­la­ment an. Ab 1979 war er mehr­fach Staats­se­kre­tär. Bas­li­ni war Mit­glied der Frei­mau­rer­lo­ge P2.

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