Das Video vom Papst „für christliche Antworten auf bioethische Herausforderungen“

Wie vertragen sich Corona-Impfung und Embryonenschutz?


Das Video vom Papst für März 2022 erhebt seine Stimme für das Leben.
Das Video vom Papst für März 2022 erhebt seine Stimme für das Leben.

(Rom) Das neue „Video vom Papst“ für den Monat März soll­te bereits am 2. März ver­öf­fent­licht wer­den. Dies geschah dann erst gestern. Dafür gibt es einen Grund. Zudem wirft das Video zu einem wich­ti­gen The­ma eine aktu­el­le Fra­ge auf.

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Im Vati­kan hat­te man ver­gan­ge­ne Woche ent­schie­den, die Ver­öf­fent­li­chung auf­zu­schie­ben. Damit soll­te dem Auf­ruf von Papst Fran­zis­kus zu Gebet und Fasten am Ascher­mitt­woch mit beson­de­rem Augen­merk für den Frie­den in der Ukrai­ne der Vor­rang ein­ge­räumt werden.

Gestern wur­de das März-Video schließ­lich frei­ge­schal­tet. Es hat „christ­li­che Ant­wor­ten auf bio­ethi­sche Her­aus­for­de­run­gen“ zum The­ma. Im Ori­gi­nal­text der für das gan­ze Jahr vor­ab ver­öf­fent­li­chen Gebets­mei­nun­gen des Pap­stes heißt es:

„Wir beten für Chri­sten, die vor bio­ethi­schen Her­aus­for­de­run­gen ste­hen, dass sie wei­ter­hin
die Wür­de allen mensch­li­chen Lebens durch Gebet und Han­deln verteidigen.“

In den Medi­en­be­rich­ten wird ein zen­tra­ler Satz aus dem Video hervorgehoben:

„Zum Bei­spiel dür­fen mensch­li­che Embryo­nen nicht als Weg­werf­ma­te­ri­al behan­delt wer­den.

Zunächst jedoch der voll­stän­di­ge Text des Videos:

„Beten wir, dass wir eine christ­li­che Ant­wort auf die Her­aus­for­de­run­gen der Bio­ethik geben können.

Es ist klar, dass die Wis­sen­schaft Fort­schrit­te gemacht hat und die Bio­ethik uns heu­te vor eine Rei­he von Pro­ble­men stellt, auf die wir reagie­ren müs­sen. Wir dür­fen nicht den Kopf in den Sand stecken wie der Vogel Strauß.

Bio­tech­no­lo­gi­sche Anwen­dun­gen müs­sen immer auf der Grund­la­ge der Ach­tung der Men­schen­wür­de ein­ge­setzt werden.

Zum Bei­spiel dür­fen mensch­li­che Embryo­nen nicht als Weg­werf­ma­te­ri­al behan­delt wer­den. Auch sie sind Gegen­stand die­ser Weg­werf­kul­tur. Nein, das ist inak­zep­ta­bel! So wird die­se Kul­tur ver­brei­tet, die so viel Scha­den anrichtet.

Wir dür­fen nicht zulas­sen, dass der wirt­schaft­li­che Pro­fit die bio­me­di­zi­ni­sche For­schung bestimmt.

Wir müs­sen die tief­grei­fen­den Ver­än­de­run­gen, die sich voll­zie­hen, mit einer noch tie­fe­ren, noch dif­fe­ren­zier­te­ren Unter­schei­dungs­ga­be verstehen.

Es geht nicht dar­um, den tech­ni­schen Fort­schritt zu brem­sen. Nein, es geht dar­um, ihn zu beglei­ten. Es geht dar­um, sowohl die Men­schen­wür­de als auch den Fort­schritt zu schüt­zen. Mit ande­ren Wor­ten: Wir dür­fen für den Fort­schritt nicht den Preis der Men­schen­wür­de zah­len, nein. Bei­des geht Hand in Hand, harmonisch.

Ange­sichts der neu­en Her­aus­for­de­run­gen, die die Bio­ethik mit sich bringt, wol­len wir beten, dass Chri­sten durch Gebet und Han­deln die Wür­de allen mensch­li­chen Lebens verteidigen.“

Papst Fran­zis­kus greift damit das zen­tra­le The­ma des Lebens­rechts auf. Die gezeig­ten Bil­der las­sen als Anlie­gen den Schutz des unge­bo­re­nen Lebens, Kin­der mit Down-Syn­drom, Invi­tro­fer­ti­li­sa­ti­on und ver­brau­chen­de Stamm­zell­for­schung erken­nen. Durch die künst­li­che Befruch­tung von Eizel­len wer­den „über­schüs­si­ge“ Embryo­nen erzeugt, deren Tod bil­li­gend in Kauf genom­men wird. Oder sie wer­den ein­ge­fro­ren und für defi­nier­te oder nicht näher defi­nier­te Zwecke „auf Vor­rat“ gehal­ten. Glei­ches gilt für die embryo­na­le Stamm­zell­for­schung. Auf­grund einer feh­len­den Gesetz­ge­bung ist die Ukrai­ne, auf der der­zeit das Augen­merk liegt, in Euro­pa das Land, in dem zu bio­ethi­schen Fra­gen eine Wild-West-Stim­mung herrscht und unethi­sche Geschäfts­prak­ti­ken expan­die­ren konnten.

Das neue „Video vom Papst“ wirft zudem die Fra­ge nach der Hal­tung von Papst Fran­zis­kus zur Coro­na-Impf­pflicht auf, die der Papst im Vati­kan­staat als erstes west­li­ches Staats­ober­haupt eta­blier­te, die in Öster­reich schon wie­der am Zusam­men­bre­chen ist, ehe sie über­haupt wirk­sam wur­de, und die in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land noch schnell ein­ge­führt wer­den soll, obwohl der Coro­na-Unsinn von den Regie­run­gen der ande­ren Län­der gera­de still und lei­se ent­sorgt wird. In Ita­li­en wur­de sie für die über 50jährigen ein­ge­führt und bei Wei­ge­rung mit Arbeits­ver­bot belegt, dürf­te aber auch dort an der Wirk­lich­keit scheitern.

Die Coro­na-Imp­fung, die in Wirk­lich­keit kei­ne „Imp­fung“, son­dern ein Prä­pa­rat zur Gen­ma­ni­pu­la­ti­on ist, ist gera­de bei Frau­en im gebär­fä­hi­gen Alter, ins­be­son­de­re bei schwan­ge­ren und stil­len­den Müt­tern, umstrit­ten. Wäh­rend bis­her die gol­de­ne Regel galt, wäh­rend der Schwan­ger­schaft und wäh­rend des Stil­lens gene­rell auf Medi­ka­men­te nach Mög­lich­keit zu ver­zich­ten, wur­den gera­de die­se Frau­en zur Coro­na-Imp­fung auf­ge­for­dert, wenn auch nicht in die Impf­pflicht ein­be­zo­gen. Dabei gab es früh­zei­tig Hin­wei­se, daß die Covid-Prä­pa­ra­te mas­sen­haft Men­strua­ti­ons­pro­ble­me aus­lö­sen und die Zahl der Fehl­ge­bur­ten explo­die­ren las­sen. Lang­fri­sti­ge Fol­gen sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Die kirch­li­che Hier­ar­chie, allen vor­an Papst Fran­zis­kus, und die Moral­theo­lo­gen schwei­gen bis auf sel­te­ne Aus­nah­men zu die­ser bio­ethi­schen Her­aus­for­de­rung. Sie pro­pa­gie­ren die angeb­lich „segen­brin­gen­den“ Covid-Prä­pa­ra­te, wäh­rend sie die Gen­ma­ni­pu­la­ti­on ver­schwei­gen, und schwei­gen sich ins­ge­samt zu allen Fra­gen aus, die der Impf­pro­pa­gan­da in irgend­ei­ner Wei­se wider­spre­chen könn­ten. So wün­schen es die Regie­run­gen und bes­ser könn­te es sich Big­Phar­ma nicht erträu­men. Ent­spre­chen­de Kon­tak­te auf höch­ster Ebe­ne rei­chen bis nach San­ta Marta.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: the​po​pe​vi​deo​.org (Screen­shot)

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