Hundert Ärztinnen und Lebensrechtlerinnen sagen „Nein zur Corona-Impfung“

Vatikan soll seine Haltung zu den Corona-Impfstoffen überdenken

Mit einem Appell sind hundert Ärztinnen und Lebensrechtlerinnen am internationalen Frauentag an die Öffentlichkeit gegangen, um vor abtreibungsbasierten Corona-Impfstoffen zu warnen.
Mit einem Appell sind hundert Ärztinnen und Lebensrechtlerinnen am internationalen Frauentag an die Öffentlichkeit gegangen, um vor abtreibungsbasierten Corona-Impfstoffen zu warnen.

Eine inter­na­tio­na­le Grup­pe von hun­dert Ärz­tin­nen, Ordens­frau­en und Ver­tre­te­rin­nen der Lebens­rechts­be­we­gung ruft die Chri­sten „und alle Men­schen guten Wil­lens“ auf, nicht län­ger die Ver­wen­dung von Impf­stof­fen zu recht­fer­ti­gen, die mit der Tötung abge­trie­be­ner Kin­der her­ge­stellt sind, und sich nicht damit imp­fen zu lassen.

Die Unter­zeich­ner des Appells ermah­nen, daß die offe­ne oder still­schwei­gen­de Recht­fer­ti­gung sol­cher Impf­stof­fe auf inak­zep­ta­ble Wei­se die Kul­tur des Todes för­dert und impli­zit das Lebens­recht des Men­schen in Fra­ge stellt.

Die Unter­zeich­ne­rin­nen stam­men aus 25 Staa­ten, dar­un­ter die pol­ni­sche Ärz­tin Wan­da Pol­taw­ska, eine per­sön­li­che Freun­din von Papst Johan­nes Paul II., die inzwi­schen hun­dert Jah­re alt ist. Sie wur­de selbst Opfer pseu­do­wis­sen­schaft­li­cher Ver­su­che, die der Leib­arzt Adolf Hit­lers an Gefan­ge­nen im KZ Ravens­brück durch­führ­te. Die Psych­ia­te­rin hat sich in den ver­gan­ge­nen 70 Jah­ren dafür ein­ge­setzt, das Lebens­recht, die Unver­sehrt­heit der Per­son und die Fami­lie zu verteidigen.

Eine ande­re sehr bekann­te Unter­zeich­ne­rin ist die US-Ame­ri­ka­ne­rin Abby John­son, die noch bis 2009 auf der ande­ren Sei­te stand und eine Abtrei­bungs­kli­nik des welt­größ­ten Abtrei­bungs­kon­zerns Plan­ned Paren­t­hood lei­te­te. Ihre Lebens­ge­schich­te wur­de 2019 unter dem Titel Unplan­ned verfilmt.

Unter­zeich­ne­rin des Appells ist auch Sr. Deird­re Byr­ne, eine Chir­ur­gin, die nach ihrer Aus­bil­dung an der George­town Uni­ver­si­ty 29 Jah­re als Mili­tär­ärz­tin in der US-Army dien­te und Aus­lands­ein­sät­ze wie Afgha­ni­stan erleb­te. 2009 ver­ließ sie die Armee im Rang eines Oberst und trat in den Orden der Klei­nen Arbei­te­rin­nen vom Her­zen Jesu ein. Als Mis­si­ons­schwe­ster wirk­te sie seit­her in Hai­ti, im Irak und im Sudan. Heu­te lei­tet sie die Nie­der­las­sung des Ordens in Washing­ton, wo sie für den Schutz der unge­bo­re­nen Kin­der aktiv ist.

Die hun­dert Frau­en erhe­ben ihre Stim­me für die unge­bo­re­nen Kin­der und gegen Impf­stof­fe, die mit der Abtrei­bung in Zusam­men­hang ste­hen. Ihren Auf­ruf ver­öf­fent­lich­ten sie am 8. März zum inter­na­tio­na­len Frau­en­tag. Sie wider­spre­chen der sug­ge­rier­ten Annah­me, daß Zellini­en abge­trie­be­ner Kin­der zeit­lich unbe­grenzt erhal­ten blei­ben. Dar­aus ergibt sich, so die Unter­zeich­ner, daß eine Phar­ma­in­du­strie, die ihre Pro­duk­te unter Ver­wen­dung abge­trie­be­ner Kin­der ent­wickelt, testet oder her­stellt, nach immer neu­en Zellini­en abge­trie­be­ner Kin­der ver­langt. Damit ali­men­tiert die Phar­ma­in­du­strie die Tötung unge­bo­re­ner Kinder.

Die Unter­zeich­ne­rin­nen bekla­gen, daß die Ver­wen­dung von Zellini­en abge­trie­be­ner Kin­der in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten immer häu­fi­ger wur­de, weil der nöti­ge Auf­schrei aus­blieb. Das bewei­se den schlei­chen­den Abbau mora­li­scher Hemmschwellen.

„Es ist Zeit, daß Kle­rus und Lai­en mutig die­sem Hor­ror ent­ge­gen­tre­ten und das Lebens­recht der Ver­wund­bar­sten mit größ­ter Ent­schlos­sen­heit verteidigen.“

„Die­se bös­ar­ti­ge Fol­ge der Abtrei­bung muß ein Ende haben!“

Die Unter­zeich­ne­rin­nen, dar­un­ter drei ehe­ma­li­ge Mit­glie­der der Päpst­li­chen Aka­de­mie für das Leben, Pilar Cal­var (Mexi­ko), Mer­ce­des Wil­son de Arzu (Gua­te­ma­la) und Chri­sti­ne de Mar­cel­lus Voll­mer (Vene­zue­la), erwäh­nen die Coro­na-Impf­stof­fe, ohne spe­zi­fi­sche Mar­ken zu nen­nen, die unter Ver­wen­dung von Zellini­en abge­trie­be­ner Kin­der ent­wickelt wur­den. Ihr Appell ist grund­sätz­li­cher Art und wen­det sich gene­rell gegen die Ver­wen­dung abge­trie­be­ner Kin­der für die Her­stel­lung von Phar­ma­ka. Es besteht aber kein Zwei­fel, daß der Auf­ruf kon­kret wegen der Coro­na-Impf­stof­fe wie Astra­Ze­ne­ca, John­son & John­son, aber auch Pfizer/BioNtech und Moder­na zustan­de­kam und sich aktu­ell vor allem gegen sie richtet.

Die hun­dert Ärz­tin­nen und Lebens­recht­le­rin­nen appel­lie­ren direkt an Papst Fran­zis­kus, den Vati­kan und „die Bischö­fe der gan­zen Welt“, ihre Stel­lung­nah­men zu Imp­fung und Immu­no­lo­gie unter Her­an­zie­hung einer umfas­sen­den wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­ge „zu überprüfen“.

Auf­ruf der inter­na­tio­na­len Grup­pe von Ärz­tin­nen und Lebensrechtlerinnen

Die Anspie­lung ist eine „demü­ti­ge“ Kri­tik an der Recht­fer­ti­gung der Coro­na-Impf­stof­fe durch meh­re­re vati­ka­ni­sche Doku­men­te, dar­un­ter eine Erklä­rung der Päpst­li­chen Aka­de­mie für das Leben und der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on. Letz­te­re erfolg­te, wie bestellt, am sel­ben Tag, als im ver­gan­ge­nen Dezem­ber in der EU der erste Coro­na-Impf­stoff zuge­las­sen wur­de. Die Coro­na-Impf­stoff-Doku­men­te des Vati­kans bestrei­ten die Ver­wen­dung abge­trie­be­ner Kin­der nicht, erklä­ren aber in einer „Güter­ab­wä­gung“ die Gesund­heit für ein höhe­res Gut.

Gegen die­se impli­zi­te Recht­fer­ti­gung der Abtrei­bung durch die Hin­ter­tür, im Namen eines höhe­ren Wohls, weh­ren sich die Unter­zeich­ne­rin­nen des Appells und wei­sen eine sol­che Sicht­wei­se ent­schie­den zurück.

Sie machen zudem dar­auf auf­merk­sam, daß die durch­schnitt­li­che Über­le­bens­ra­te nach einer SARS-CoV-2-Infek­ti­on bei 98,3 Pro­zent liegt und das ganz ohne Impf­stoff. Sie impli­zie­ren damit, daß seit über einem Jahr eine unver­hält­nis­mä­ßi­ge Panik­ma­che erfolgt, die eine Bedro­hung sug­ge­riert, die in Wirk­lich­keit so gar nicht gege­ben ist.

Zudem wei­sen sie dar­auf hin, daß kei­ne aus­rei­chen­den Erkennt­nis­se über mög­li­che Lang­zeit­fol­gen der Imp­fun­gen vor­lie­gen. Die gan­ze Imp­fung erfol­ge ohne die dafür not­wen­di­gen Kennt­nis­se als ein gro­ßes „Expe­ri­ment“.

Die Unter­zeich­ne­rin­nen kri­ti­sie­ren, daß die Men­schen „gedrängt, ver­pflich­tet und gezwun­gen“ wer­den, sich imp­fen zu las­sen. Das sei eine „direk­te Ver­let­zung“ der All­ge­mei­ne Erklä­rung zu Bio­ethik und Men­schen­rech­ten (UDBHR).

Zusam­men­ge­nom­men zei­ge sich, daß Behaup­tun­gen, mit denen die Ver­wen­dung von Coro­na-Impf­stof­fen, die auf der Grund­la­ge von Abtrei­bun­gen zustan­de kamen, gerecht­fer­tigt wird, „nicht nur die Schwe­re von Ver­bre­chen gegen die Unge­bo­re­nen, son­dern auch die wis­sen­schaft­li­chen Bewei­se zur Krank­heit und zur Unzu­läng­lich­keit der aktu­el­len Impf­stof­fe igno­rie­ren“ und „die bekann­ten und unbe­kann­ten Risi­ken“ der Imp­fun­gen nicht berücksichtigen.

Die Unter­zeich­ne­rin­nen war­nen vor die­sen Unbe­kann­ten und machen auf das Ver­bre­chen der Abtrei­bung auf­merk­sam. „Wie kön­nen wir frei­wil­lig“ von Abtrei­bung „pro­fi­tie­ren“, von dem grau­sa­men Tod, den ein unge­bo­re­nes Kind erlei­den muß, das im Mut­ter­leib getö­tet wird?

„Abtrei­bung ist das moder­ne Abschlach­ten der unschul­di­gen Kinder.“

Zu die­ser Anspie­lung auf den Bet­le­he­mi­ti­schen Kin­der­mord vor zwei­tau­send Jah­ren brin­gen die Unter­zeich­ne­rin­nen ihren festen Wil­len zum Aus­druck, „die Annah­me aller Impf­stof­fe zu ver­wei­gern, die mit Zel­len her­ge­stellt sind, die von abge­trie­be­nen Kin­dern stam­men“. Sie rufen „alle Chri­sten und Men­schen guten Wil­lens“ auf, es genau­so zu machen. Jetzt ist der Moment, so die hun­dert Frau­en, „für die Wahr­heit einzustehen“.

„Wir wer­den kei­ne Kom­pli­zen sein. Es ist Zeit aufzustehen!“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL/Edward Pen­tin (Screen­shot)


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