Msgr. Athanasius Schneider über die Sünden gegen das Allerheiligste Sakrament und die Notwendigkeit eines eucharistischen Sühnegebetskreuzzugs

Heiligstes Herz Jesu

Weihbischof Athanasius Schneider ruft zum Sühnegebet zum eucharistischen Herzen Jesu
Weihbischof Athanasius Schneider ruft zum Sühnegebet zum eucharistischen Herzen Jesu.

Von S. Ex. Atha­na­si­us Schnei­der

Es gab in der Geschich­te der Kir­che noch nie eine Zeit, in der das Sakra­ment der Eucha­ri­stie in einem so alar­mie­ren­den und schwer­wie­gen­den Aus­maß miss­braucht und geschän­det wur­de wie in den letz­ten fünf Jahr­zehn­ten, ins­be­son­de­re seit der im Jahr 1969 mit päpst­li­cher Geneh­mi­gung erfolg­ten Ein­füh­rung der Hand­kom­mu­ni­on. Die­se Miss­bräu­che wer­den dar­über hin­aus noch ver­mehrt durch die in vie­len Län­dern weit ver­brei­te­te Pra­xis, dass Gläu­bi­ge, obwohl sie jah­re­lang nicht mehr das Buß­sa­kra­ment emp­fin­gen, den­noch regel­mä­ßig zur hei­li­gen Kom­mu­ni­on gehen. Der Höhe­punkt des Miss­brauchs der Hei­li­gen Eucha­ri­stie zeigt sich in der Kom­mu­ni­on­zu­las­sung von Paa­ren, die in einem öffent­li­chen und objek­ti­ven Zustand des Ehe­bruchs leben und dabei ihr unauf­lös­li­ches gül­ti­ges sakra­men­ta­les Ehe­band ver­let­zen, wie im Fall der soge­nann­ten „wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen“, wobei die­se Zulas­sung in eini­gen Regio­nen durch ein­schlä­gi­ge Nor­men offi­zi­ell gebil­ligt und im Fall der argen­ti­ni­schen Regi­on Bue­nos Aires sogar vom Papst gut­ge­hei­ßen wur­de. Zusätz­lich zu die­sen Miss­bräu­chen kommt die Pra­xis der offi­zi­el­len Zulas­sung pro­te­stan­ti­scher Ehe­gat­ten in Misch­ehen zur hei­li­gen Kom­mu­ni­on, so z. B. in eini­gen Diö­ze­sen Deutsch­lands.

Die Behaup­tung, dass der Herr wegen der gegen Ihn im Sakra­ment der hei­li­gen Eucha­ri­stie began­ge­nen Belei­di­gun­gen nicht lei­det, kann zu einer Ver­harm­lo­sung der gro­ßen Gräu­el­ta­ten füh­ren, die gegen Ihn ver­übt wer­den. Eini­ge Leu­te sagen: Der Miss­brauch des Aller­hei­lig­sten Sakra­ments ist eine Belei­di­gung Got­tes, aber der Herr lei­det des­we­gen nicht per­sön­lich. Dies ist theo­lo­gisch und geist­lich gese­hen aller­dings eine zu enge Sicht. Obwohl sich Chri­stus jetzt in Sei­nem ver­klär­ten Zustand befin­det und daher nicht mehr auf mensch­li­che Wei­se dem Lei­den aus­ge­setzt ist, ist Er den­noch in sei­nem hei­lig­sten Her­zen von den Miss­bräu­chen und Ver­bre­chen gegen die gött­li­che Maje­stät und die Uner­mess­lich­keit sei­ner Lie­be im Aller­hei­lig­sten Sakra­ment betrof­fen und berührt. Unser Herr hat eini­gen Hei­li­gen sei­ne Kla­gen und sei­ne Trau­er über die Sakri­le­gi­en und Ver­bre­chen, mit denen die Men­schen Ihn belei­di­gen, zum Aus­druck gebracht. Man kann die­se Wahr­heit aus den Wor­ten des Herrn ver­ste­hen, die Er an die hl. Mar­ga­re­ta Maria Ala­co­que gerich­tet hat, wie sie Papst Pius XI. in sei­ner Enzy­kli­ka Mise­r­en­tis­si­mus Redemp­tor berich­tet:

„Als Chri­stus der Mar­ga­re­ta Maria erschien, offen­bar­te er ihr die Grö­ße sei­ner Lie­be und klag­te weh­mü­tig über viel bit­te­res, bren­nen­des Unrecht undank­ba­rer Men­schen. Möch­ten doch sei­ne Wor­te in gläu­bi­gen See­len fest haf­ten blei­ben und nie ver­ges­sen wer­den! Er sprach: „Sie­he da die­ses Herz, das die Men­schen so sehr lieb­te und mit lau­ter Wohl­ta­ten über­häuf­te. Als Lohn für sei­ne maß­lo­se Lie­be wider­fuhr ihm Lau­heit und Schimpf, und zwar mit­un­ter sogar von See­len, die eigent­lich zum schul­di­gen Dienst beson­de­rer Lie­be gehal­ten wären“ (Nr. 12).

Frè­re Michel de la Sain­te Tri­ni­té gab eine tief­grei­fen­de theo­lo­gi­sche Erklä­rung der Bedeu­tung des „Lei­dens“ oder der „Trau­rig­keit“ Got­tes auf­grund der Übel­ta­ten, die die Sün­der gegen Ihn bege­hen:

„Die­ses ‚Lei­den‘, die­se ‚Trau­rig­keit‘ des himm­li­schen Vaters oder Jesu seit sei­ner Him­mel­fahrt sind ana­log zu ver­ste­hen. Sie wer­den nicht wie bei uns pas­siv gelit­ten, son­dern im Gegen­teil frei gewollt und gewählt als letzt­end­li­cher Aus­druck ihrer Barm­her­zig­keit gegen­über den zur Bekeh­rung geru­fe­nen Sün­dern. Sie sind nur ein Beweis der Lie­be Got­tes zu den Sün­dern, einer Lie­be, die sou­ve­rän frei und unent­gelt­lich ist und die nicht unwi­der­ruf­lich ist“ (vgl. The Who­le Truth About Fati­ma, Bd. I, S. 1311f).

Weih­bi­schof Atha­na­si­us Schnei­der

Die­se ana­lo­ge gei­sti­ge Bedeu­tung der „Trau­rig­keit“ oder des „Lei­dens“ Jesu im Geheim­nis der Eucha­ri­stie wird durch die Wor­te des Engels bestä­tigt, als er den Kin­dern von Fati­ma 1916 erschien, und auch durch die Wor­te und das Bei­spiel des Lebens des hl. Fran­cis­co Mar­to bekräf­tigt. Die Kin­der wur­den vom Engel ein­ge­la­den, Süh­ne für die Belei­di­gun­gen des eucha­ri­sti­schen Jesus zu lei­sten und ihn zu trö­sten, wie wir es in den Erin­ne­run­gen von Schwe­ster Lucia lesen kön­nen:

„Wäh­rend wir dort weil­ten, erschien der Engel zum drit­ten Mal. Er hielt einen Kelch in der Hand, dar­über eine Hostie, aus der Bluts­trop­fen in den Kelch fie­len. Er ließ den Kelch und die Hostie in der Luft schwe­ben, knie­te sich auf die Erde nie­der und wie­der­hol­te drei­mal das Gebet: ‚Hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit, Vater, Sohn und Hei­li­ger Geist…‘ Dann erhob er sich und ergriff wie­der Kelch und Hostie. Die Hostie reich­te er mir, den Inhalt des Kel­ches gab er Jacin­ta und Fran­cis­co zu trin­ken mit den Wor­ten: ‚Emp­fangt den Leib und trinkt das Blut Jesu Chri­sti, der durch die undank­ba­ren Men­schen so furcht­bar belei­digt wird. Sühnt ihre Sün­den, trö­stet euren Gott!‘ “ (Schwe­ster Lucia spricht über Fati­ma, Fati­ma 2007, S. 183f).

Bei ihrem Bericht über die drit­te Erschei­nung vom 13. Juli 1917 hob Schwe­ster Lucia her­vor, wie Fran­cis­co das Geheim­nis Got­tes und die Not­wen­dig­keit wahr­nahm, ihn wegen der Ver­bre­chen der Sün­der zu trö­sten:

„Was ihn am mei­sten beein­druck­te und fes­sel­te, war Gott, die Hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit in jenem uner­meß­li­chen Licht, das uns bis in die Tie­fe der See­le durch­drang. Danach mein­te er: Wir brann­ten in jenem Licht, das Gott ist, und wir wur­den nicht ver­brannt. Wie Gott doch ist! Das kann man nicht aus­spre­chen! Ja, das kann kei­ner jemals sagen! Aber wie scha­de ist es, daß Er so trau­rig ist! Wenn ich Ihn doch trö­sten könn­te!“ (Schwe­ster Lucia spricht über Fati­ma, Fati­ma 2007, S. 158).

Schwe­ster Lucia schrieb, wie Fran­cis­co die Not­wen­dig­keit wahr­nahm, Gott zu trö­sten, den er wegen der Sün­den der Men­schen als „trau­rig“ emp­fand:

“Fran­cis­co, was tust du lie­ber: den Hei­land trö­sten oder die Sün­der bekeh­ren, damit kei­ne See­le mehr in die Höl­le kommt? – Ich trö­ste lie­ber den Hei­land. Hast du nicht gemerkt, wie Unse­re Lie­be Frau letz­ten Monat so trau­rig wur­de, als sie sag­te, daß die Men­schen den Herr­gott nicht mehr belei­di­gen sol­len, der schon so sehr belei­digt wur­de? Ich möch­te den Hei­land trö­sten und dann die Sün­der bekeh­ren, damit sie Ihn nicht mehr belei­di­gen” (Schwe­ster Lucia spricht über Fati­ma, Fati­ma 2007, S. 167).

In sei­nen Gebe­ten und in der Auf­op­fe­rung sei­ner Lei­den gab der hl. Fran­cis­co Mar­to der Absicht Vor­rang, „den ver­bor­ge­nen Jesus zu trö­sten“, d. h. den eucha­ri­sti­schen Herrn zu trö­sten. Schwe­ster Lucia berich­te­te über die­se Wor­te von Fran­cis­co, die er zu ihr sag­te: „Nach der Schu­le geh und mache dem ver­bor­ge­nen Jesus einen Besuch, dann komm allein zurück“. Als Lucia Fran­cis­co nach sei­nen Lei­den frag­te, ant­wor­te­te er: „Aber ich lei­de, um Unse­ren Herrn zu trö­sten. Zuerst opfe­re ich es auf, um den Hei­land und die Got­tes­mut­ter zu trö­sten. Dann opfe­re ich es für die Sün­der auf und für den hei­li­gen Vater. … wenn ich den Hei­land sehe… dann möch­te ich Ihn lie­ber trö­sten“ (Schwe­ster Lucia spricht über Fati­ma, Fati­ma 2007, S. 168; 174).

Jesus Chri­stus setzt auf geheim­nis­vol­le Wei­se sein Lei­den in Geth­se­ma­ne im Lau­fe der Jahr­hun­der­te im Geheim­nis sei­ner Kir­che und auch im Geheim­nis der Eucha­ri­stie, dem Geheim­nis sei­ner unend­li­chen Lie­be, fort. Bekannt ist die­se Aus­sa­ge von Blai­se Pas­cal: „Jesus wird bis ans Ende der Zeit im Todes­kampf sein. Wir dür­fen in die­ser Zeit nicht schla­fen“ (Pen­sées, Nr. 553). Kar­di­nal Karol Woj­ty­ła hat uns eine tief­sin­ni­ge Betrach­tung über das Geheim­nis des Lei­dens Chri­sti in Geth­se­ma­ne hin­ter­las­sen, das in gewis­sem Sin­ne im Leben der Kir­che fort­be­steht. Kar­di­nal Woj­ty­ła sprach auch über die Pflicht der Kir­che, Chri­stus zu trö­sten:

“Und jetzt ver­sucht die Kir­che, die­se Stun­de von Geth­se­ma­ne zurück­zu­ge­win­nen – die Stun­de, die Petrus, Jako­bus und Johan­nes ver­lo­ren haben –, um den Man­gel der Beglei­tung des Mei­sters zu wie­der­gut­zu­ma­chen, der das Lei­den sei­ner See­le ver­mehr­te. Der Wunsch, die­se Stun­de wie­der zu gewin­nen, ist für vie­le Her­zen zu einem ech­ten Bedürf­nis gewor­den, ins­be­son­de­re für die­je­ni­gen, die so voll­stän­dig wie mög­lich das Geheim­nis des gött­li­chen Her­zens leben. Der Herr Jesus erlaubt uns, ihn in die­ser Stun­de zu tref­fen, und er lädt uns ein, mit ihm das Gebet sei­nes Her­zens zu tei­len. Ange­sichts all der Prü­fun­gen, die der Mensch und die Kir­che durch­ma­chen müs­sen, besteht die stän­di­ge Not­wen­dig­keit, nach Geth­se­ma­ne zurück­zu­keh­ren und am Gebet Chri­sti, unse­res Herrn, teil­zu­neh­men“ (Zei­chen des Wider­spruchs, Kapi­tel 17, „Das Gebet in Geth­se­ma­ne“).

Jesus Chri­stus ist im Geheim­nis der Eucha­ri­stie nicht gleich­gül­tig und unemp­find­lich gegen­über dem Ver­hal­ten, das die Men­schen Ihm gegen­über in die­sem Sakra­ment der Lie­be zei­gen. Chri­stus ist in die­sem Sakra­ment auch mit Sei­ner See­le gegen­wär­tig, die hypo­sta­tisch mit Sei­ner gött­li­chen Per­son ver­eint ist. Der römi­sche Theo­lo­ge Anto­nio Pio­l­an­ti leg­te dies­be­züg­lich eine fun­dier­te theo­lo­gi­sche Erklä­rung vor. Selbst wenn der Leib Chri­sti in der Eucha­ri­stie weder sehen noch mit den Sin­nen das füh­len kann, was am Ort sei­ner sakra­men­ta­len Gegen­wart geschieht oder was dort gesagt wird, „hört Chri­stus in der Eucha­ri­stie den­noch alles und sieht alles mit einem höhe­ren Wis­sen“. Pio­l­an­ti zitiert dazu dann Kar­di­nal Fran­zelin:

“Die hei­li­ge Mensch­heit Chri­sti sieht alle Din­ge in sich selbst auf­grund des über­reich­li­chen Wis­sens, das dem Erlö­ser der Mensch­heit, dem Rich­ter der Leben­den und der Toten, dem Erst­ge­bo­re­nen aller Schöp­fung, dem Zen­trum aller himm­li­schen und irdi­schen Geschich­te zukommt. All die­se Schät­ze der bese­li­gen­den Anschau­ung und des ein­ge­gos­se­nen Wis­sens sind in der See­le Chri­sti sicher­lich vor­han­den. Die Gegen­wart der See­le Chri­sti in der Eucha­ri­stie und Ein­set­zung der Eucha­ri­stie selbst sind ein wei­te­rer zusätz­li­cher Grund dafür,  dass die See­le Chri­sti alle Her­zen der Men­schen, alle Gedan­ken und Nei­gun­gen, alle Tugen­den und alle Sün­den sieht und auch alle Nöte der gan­zen Kir­che und ihrer ein­zel­nen Mit­glie­der, die Mühen, die Äng­ste, die Ver­fol­gun­gen, die Tri­um­phe – mit einem Wort, das gesam­te inne­re und äuße­re Leben der Kir­che, Sei­ner Braut, die genährt von Sei­nem Fleisch und von Sei­nem Kost­ba­ren Blut ist. Durch einen drei­fa­chen Titel (wenn wir so sagen kön­nen) sieht und nimmt Chri­stus im sakra­men­ta­len Zustand auf eine bestimm­te gött­li­che Wei­se alle Gedan­ken und Nei­gun­gen, die Anbe­tung, die Ehren­be­zei­gun­gen und auch die Belei­di­gun­gen und Sün­den aller Men­schen im all­ge­mei­nen und spe­zi­ell aller Gläu­bi­gen und ins­be­son­de­re sei­ner Prie­ster wahr; Er nimmt die Ehren­be­zei­gun­gen und die Sün­den wahr, die sich direkt auf die­ses unaus­sprech­li­che Geheim­nis der Lie­be bezie­hen” (De Eucha­ri­stia, S. 199f, zitiert in Il Miste­ro Euca­ri­sti­co, Firen­ze 1953, S. 225f).

Einer der größ­ten Apo­stel der Eucha­ri­stie der Neu­zeit, der hl. Peter-Juli­an Eymard, hat uns die fol­gen­den tief­sin­ni­gen Über­le­gun­gen zu den Emp­fin­dun­gen der Opfer­lie­be Chri­sti in der Eucha­ri­stie hin­ter­las­sen:

“Durch die Ein­set­zung der Hl. Eucha­ri­stie hat Jesus unter einer neu­en Form die Opfer sei­ner hl. Pas­si­on ver­ewigt. Unser Herr wuß­te im  vor­aus alles, was er in der Fol­ge zu erdul­den haben wür­de; er kann­te alle sei­ne Judas­nach­fol­ger, er zähl­te sie unter den Sei­nen, ja sogar unter sei­nen ihm lieb­sten Kin­dern. Trotz­dem hielt ihn all dies nicht zurück. Er woll­te sei­ne Lie­be viel wei­ter rei­chen las­sen als jeden Undank und jede Bos­heit des Men­schen, und wäre die­se auch sakri­le­gisch, ja wür­de sie selbst sogar noch dar­über hin­aus­ge­hen. Er sah die Lau­heit der Sei­nen — und auch mei­ne — vor­aus, wie auch die gerin­ge Frucht, die wir aus der hl. Kom­mu­ni­on zie­hen wür­den. Aber er woll­te mehr lie­ben, als er geliebt wür­de und mehr schen­ken, als der Mensch über­haupt emp­fan­gen woll­te. Ja, und was über­dies?  Jesus nimmt  sogar den Anschein eines Toten auf sich, so er doch die Fül­le des Lebens, und zwar eines unver­gäng­li­chen Lebens ist. Oder ist dies viel­leicht nichts, als ein Toter ange­se­hen und als sol­cher behan­delt zu wer­den? Die­ses Aus­se­hen läßt Jesus bar aller Schön­heit, ohne jede Bewe­gungs­frei­heit, ohne die Mög­lich­keit, sich zu ver­tei­di­gen, in die hl. Gestal­ten gleich wie in einem Lei­chen­tu­che und im Taber­na­kel wie in einer Grab­stät­te ein­ge­hüllt, erschei­nen; und trotz­dem ist er dort lebend, benimmt sich aber in allem, als wäre er tot. Sei­ne Lie­be hat auch sei­ne All­ge­walt, sei­ne Glo­rie und sei­ne gan­ze Mensch­heit ver­hüllt; aber sein Herz schlägt trotz­dem dort, um zu lie­ben, und er behält sei­nen Zustand als Opfer­lamm bei, um zu unse­ren Gun­sten zu ver­mit­teln” (Die Hei­li­ge Eucha­ri­stie: Die  wirk­li­che  Gegen­wart 2. Neue Serie, II. Band, Paris-Mont­re­al-Brüs­sel 1951, S. 46f).

Der hl. Peter-Juli­an Eymard schrieb das fol­gen­de bewe­gen­de und fast mysti­sche Bekennt­nis zur eucha­ri­sti­schen Lie­be Chri­sti mit einem lei­den­schaft­li­chen Appell zur eucha­ri­sti­schen Süh­ne:

“Das Herz, das die Lei­den mit so viel Lie­be ertrug, ist hier im Aller­hei­lig­sten Sakra­ment; es ist nicht tot, son­dern leben­dig und aktiv; nicht unemp­find­lich, aber noch lie­be­vol­ler. Jesus kann nicht mehr lei­den, das ist wahr. Aber lei­der kann der Mensch ihm gegen­über immer noch wegen mon­strö­ser Undank­bar­keit schul­dig sein. Wir sehen, wie Chri­sten Jesus im Aller­hei­lig­sten Sakra­ment ver­ach­ten und Ver­ach­tung für das Herz zei­gen, das sie so geliebt hat und das sich aus Lie­be zu ihnen ver­zehrt. Um ihn unge­niert zu ver­schmä­hen, nut­zen sie den Schlei­er, der ihn ver­birgt. Sie belei­di­gen ihn in sei­ner Gegen­wart mit ihrer Ehr­furchts­lo­sig­keit, ihren sün­di­gen Gedan­ken und ihren bösen Blicken. Um ihre Ver­ach­tung für ihn aus­zu­drücken, bedie­nen sie sich sei­ner Geduld, der Güte, die alles im Stil­len erlei­det, wie er es damals vor den gott­lo­sen Sol­da­ten von Kai­phas, Hero­des und Pila­tus tat. Sie lästern sakri­le­gisch gegen den Gott der Eucha­ri­stie. Sie wis­sen, dass sei­ne Lie­be ihn sprach­los macht. Sie kreu­zi­gen ihn sogar in ihren schuld­be­la­de­nen See­len. Sie emp­fan­gen ihn. Sie wagen es, ihn dem Teu­fel zu über­ge­ben, der ihr Herr ist! Nein! Noch nie seit den Tagen sei­ner Pas­si­on hat Jesus so vie­le Demü­ti­gun­gen erhal­ten wie in sei­nem Sakra­ment! Die Erde ist für ihn ein Kal­va­ri­en­berg der Schmach. In sei­ner Todes­angst such­te er einen Trö­ster. Am Kreuz bat er, dass jemand Mit­leid mit sei­nen Lei­den hat. Mehr denn je müs­sen wir heu­te dem anbe­tungs­wür­di­gen Her­zen Jesu Abbit­te und eine ehren­vol­le Wie­der­gut­ma­chung lei­sten. Sei­en wir ver­schwen­de­risch in unse­ren Anbe­tun­gen und unse­rer Lie­be zur Eucha­ri­stie. Dem Her­zen Jesu, das im Aller­hei­lig­sten Sakra­ment lebt, sei Ehre, Lob, Anbe­tung und könig­li­che Macht für immer und ewig!” (Die Hei­li­ge Eucha­ri­stie: Die  wirk­li­che  Gegen­wart. Das hei­lig­ste Herz Jesu).

In sei­ner letz­ten Enzy­kli­ka Eccle­sia de Eucha­ri­stia hin­ter­ließ uns Papst Johan­nes Paul II.  tief­sin­ni­ge Ermah­nun­gen, mit denen er die außer­or­dent­li­che Hei­lig­keit des Geheim­nis­ses der Eucha­ri­stie und die Pflicht der Gläu­bi­gen beton­te, die­ses Sakra­ment mit äußer­ster Ehr­furcht und bren­nen­der Lie­be zu behan­deln. Von all sei­nen Ermah­nun­gen hebt sich die fol­gen­de her­vor:

„In der Sor­ge um die­ses Geheim­nis kann man nicht über­trei­ben, weil »in die­sem Sakra­ment das gan­ze Myste­ri­um unse­res Hei­les zusam­men­ge­faßt ist«“ (Tho­mas von Aquin, Sum­ma Theo­lo­giae, III, q 83, a. 4c) (Nr. 61).

Es wäre eine pasto­ral drin­gen­de und geist­lich frucht­ba­re Maß­nah­me für die Kir­che, in allen Diö­ze­sen der Welt einen jähr­li­chen „Tag der Süh­ne für die Miss­bräu­che der Hei­lig­sten Eucha­ri­stie“ ein­zu­füh­ren. Ein sol­cher Tag könn­te der Oktav­tag des Fron­leich­nams­fe­stes sein. Der Hei­li­ge Geist wird der Kir­che in unse­ren Tagen beson­de­re Gna­den der Erneue­rung schen­ken, und zwar in dem Maße, in dem der eucha­ri­sti­sche Leib Chri­sti mit allen gött­li­chen Ehren ver­ehrt, geliebt, sorg­fäl­tig behan­delt und wirk­lich als das Aller­hei­lig­ste ver­tei­digt wird. Der hei­li­ge Tho­mas von Aquin sagt im Hym­nus Sacris solem­ni­is: „O Herr, besu­che Du uns in dem Maße, wie wir Dich in die­sem Sakra­ment ver­eh­ren“ (sic nos Tu visi­ta, sicut Te coli­mus). Und wir kön­nen ohne Zwei­fel sagen: O Herr, Du wirst Dei­ne Kir­che in unse­ren Tagen in dem Maße besu­chen, in dem die moder­ne Pra­xis der Hand­kom­mu­ni­on zurück­ge­hen wird und in dem Maße, wie wir Dir Akte unse­rer Süh­ne und Lie­be schen­ken.

Im aktu­el­len soge­nann­ten „COVID-19-Pan­de­mie-Not­fall“ haben die furcht­ba­ren Miss­bräu­che des Aller­hei­lig­sten Sakra­ments noch mehr zuge­nom­men. Vie­le Diö­ze­sen auf der gan­zen Welt haben die aus­schließ­li­che Hand­kom­mu­ni­on ange­ord­net, und an die­sen Orten ver­wei­gern die Geist­li­chen den Gläu­bi­gen auf oft demü­ti­gen­de Wei­se die Mög­lich­keit, den Herrn kniend und in den Mund zu emp­fan­gen, dadurch legen die­se Geist­li­chen einen bedau­er­li­chen Kle­ri­ka­lis­mus sowie das Ver­hal­ten von rigi­den Neo-Pela­gia­nern an den Tag. Dar­über hin­aus wird der anbe­tungs­wür­di­ge eucha­ri­sti­sche Leib Chri­sti man­cher­orts bei der Kom­mu­ni­ons­pen­dung vom Kle­rus wie auch von den Gläu­bi­gen mit Ein­mal­hand­schu­hen ange­fasst. Die Behand­lung des Aller­hei­lig­sten mit Hand­schu­hen, die zum Anfas­sen von Müll geeig­net sind, ist ein unge­heu­er­li­cher Miss­brauch der Eucha­ri­stie.

Auf­grund der Hand­kom­mu­ni­on wird der eucha­ri­sti­sche Herr stän­dig mit Füßen getre­ten, weil dabei fast immer klei­ne Hosti­en­par­ti­kel auf den Boden fal­len; durch die ste­hen­de Hand­kom­mu­ni­on wird Er zudem mini­ma­li­stisch behan­delt, ohne aus­drucks­star­ke Zei­chen der Sakra­li­tät, gleich­sam wie man einen Keks nimmt, oder mit Haus­halts­hand­schu­hen, wie man Müll anfasst. Ange­sichts der furcht­ba­ren Miss­bräu­che unse­res eucha­ri­sti­schen Herrn kann kein wah­rer katho­li­scher Bischof, Prie­ster oder Gläu­bi­ger gleich­gül­tig blei­ben und ein­fach zuschau­en.

Es soll­te ein welt­wei­ter Kreuz­zug der Süh­ne und der Trö­stung des eucha­ri­sti­schen Herrn ins Leben geru­fen wer­den. Als kon­kre­te Maß­nah­me, um dem eucha­ri­sti­schen Herrn die drin­gend not­wen­di­gen Akte der Süh­ne und der Trö­stung dar­zu­brin­gen, könn­te jeder Katho­lik ver­spre­chen, monat­lich min­de­stens eine vol­le Stun­de eucha­ri­sti­sche Anbe­tung zu hal­ten, ent­we­der vor dem Aller­hei­lig­sten Sakra­ment im Taber­na­kel oder vor dem in der Mon­stranz aus­ge­setz­ten Aller­hei­lig­sten Sakra­ment.

In der Hei­li­gen Schrift heißt es: „Wo die Sün­de zunahm, nahm die Gna­de noch mehr zu“ (Röm 5, 20), und wir kön­nen ana­log hin­zu­fü­gen: „Wo die Miss­bräu­che der Eucha­ri­stie zunah­men, haben die Akte der Süh­ne noch mehr zuge­nom­men“.

Der Tag, an dem in allen Kir­chen der katho­li­schen Welt die Gläu­bi­gen den eucha­ri­sti­schen Herrn,  ver­hüllt unter der Gestalt der klei­nen hei­li­gen Hostie, mit wah­rem Glau­ben, rei­nem Her­zen und mit der bibli­schen Geste der Anbe­tung („Pros­ky­ne­se“) emp­fan­gen wer­den, indem sie nie­der­knien und in der Hal­tung eines Kin­des den Mund öff­nen, um sich im Gei­ste der Demut von Chri­stus selbst ernäh­ren las­sen, wird den authen­ti­schen gei­sti­gen Früh­ling der Kir­che zwei­fel­los näher­brin­gen. Die Kir­che wird in der Rein­heit des katho­li­schen Glau­bens, im mis­sio­na­ri­schen Eifer der See­len­ret­tung und in der Hei­lig­keit des Kle­rus und der Gläu­bi­gen wach­sen. In der Tat wird der Herr sei­ne Kir­che mit sei­nen Gna­den in dem Maße besu­chen, wie wir ihn in sei­nem anbe­tungs­wür­di­gen Sakra­ment der Lie­be ver­eh­ren (sic nos Tu visi­ta, sicut Te coli­mus).

Gebe Gott, dass durch den eucha­ri­sti­schen Süh­ne­kreuz­zug die Zahl der Anbe­ter, Lieb­ha­ber, Ver­tei­di­ger und Trö­ster des eucha­ri­sti­schen Herrn zuneh­me. Mögen die bei­den klei­nen eucha­ri­sti­schen Apo­stel unse­rer Zeit, der hl. Fran­cis­co Mar­to und der künf­ti­ge Seli­ge Car­lo Acu­tis (Selig­spre­chung am 10. Okto­ber 2020), und alle eucha­ri­sti­schen Hei­li­gen die Beschüt­zer die­ses eucha­ri­sti­schen Kreuz­zugs sein. Denn wie uns der hei­li­ge Peter-Juli­an Eymard erin­nert, ist das die unwi­der­ruf­li­che Wahr­heit:

„Ein Zeit­al­ter gedeiht oder schwin­det im Ver­hält­nis zu der Ver­eh­rung, die es der Eucha­ri­stie ent­ge­gen­bringt. Dies ist das Maß für sein geist­li­ches Leben, sei­nen Glau­ben, sei­ne Näch­sten­lie­be und sei­ne Tugend“.

+ Atha­na­si­us Schnei­der, Weih­bi­schof der Erz­diö­ze­se der Aller­hei­lig­sten Jung­frau Maria zu Asta­na


Sühnegebet zum eucharistischen Herzen Jesu

Mein Gott, ich glau­be an Dich, ich bete Dich an, ich hof­fe auf Dich und ich lie­be Dich. Ich bit­te Dich um Ver­zei­hung für jene, die an Dich nicht glau­ben, Dich nicht anbe­ten, auf Dich nicht hof­fen und Dich nicht lie­ben. (drei­mal)

O gött­li­ches eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, sie­he, wir wer­fen uns mit mit reue­vol­lem und anbe­ten­dem Her­zen vor der Maje­stät Dei­ner erlö­sen­den Lie­be im Aller­hei­lig­sten Sakra­ment nie­der. Wir erklä­ren unse­re Bereit­schaft, durch frei­wil­li­ge Süh­ne zu büßen, nicht nur für unse­re eige­nen per­sön­li­chen Sün­den, son­dern ins­be­son­de­re für die unaus­sprech­li­chen Ver­bre­chen, Sakri­le­gi­en und Gleich­gül­tig­kei­ten, mit denen Du in die­ser Zeit im Aller­hei­lig­sten Sakra­ment Dei­ner gött­li­chen Lie­be belei­digt wirst, ins­be­son­de­re durch die Pra­xis der Hand­kom­mu­ni­on und des Emp­fangs der hei­li­gen Kom­mu­ni­on im Zustand des Unglau­bens und der Tod­sün­de.

Je mehr der Unglau­be Dei­ne Gott­heit und Dei­ne wirk­li­che Gegen­wart in der Eucha­ri­stie angreift, desto mehr glau­ben wir an Dich und ver­eh­ren Dich, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, in dem die gan­ze Fül­le der Gött­lich­keit wohnt!

Je mehr Dei­ne Sakra­men­te geschän­det wer­den, desto fester glau­ben wir an sie und desto ehr­fürch­ti­ger wol­len wir sie emp­fan­gen, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, Quel­le des Lebens und der Hei­lig­keit!

Je mehr Dein aller­hei­lig­stes Sakra­ment ver­un­ehrt und gelä­stert wird, desto mehr ver­kün­den wir fei­er­lich: „Mein Gott, ich glau­be an Dich, ich bete Dich an, ich hof­fe auf Dich und ich lie­be Dich. Ich bit­te Dich um Ver­zei­hung für jene, die an Dich nicht glau­ben, Dich nicht anbe­ten, auf Dich nicht hof­fen und Dich nicht lie­ben“, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, das allen Lobes wür­dig ist!

Je mehr Du in Dei­nen Kir­chen ver­las­sen und ver­ges­sen bist, desto mehr wol­len wir Dich besu­chen, der Du unter uns in den Taber­na­keln unse­rer Kir­chen wohnst, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, Haus Got­tes und Pfor­te des Him­mels!

Je mehr die Fei­er des eucha­ri­sti­schen Opfers ihrer Hei­lig­keit beraubt wird, desto mehr möch­ten wir eine ehr­fürch­ti­ge Fei­er der Hei­li­gen Mes­se för­dern, äußer­lich und inner­lich auf Dich hin­ge­wen­det, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, Taber­na­kel des Aller­höch­sten!

Je mehr Du von Kom­mu­ni­zie­ren­den ste­hend und in die Hand emp­fan­gen wirst, ohne ein sicht­ba­res Zei­chen von Demut und Anbe­tung, desto mehr möch­ten wir Dich kniend und in den Mund emp­fan­gen, mit der Demut des Zöll­ners und der Ein­fach­heit eines Kin­des, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu von unend­li­cher Maje­stät!

Je mehr Du in der hei­li­gen Kom­mu­ni­on von unrei­nen Her­zen im Zustand der Tod­sün­de emp­fan­gen wirst, desto mehr wol­len wir Reue erwecken und unser Herz durch häu­fi­gen Emp­fang des Buß­sa­kra­ments rei­ni­gen, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, unser Frie­den und unse­re Ver­söh­nung!

Je mehr die Höl­le für das Ver­der­ben der See­len wirkt, desto mehr möge unser Eifer für ihr Heil durch das Feu­er Dei­ner Lie­be bren­nen, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, Heil derer, die auf Dich hof­fen!

Je mehr die Ver­schie­den­heit der Reli­gio­nen als posi­ti­ver Wil­le Got­tes und als Recht erklärt wird, das auf der mensch­li­chen Natur beruht, und je mehr der Rela­ti­vis­mus in der Leh­re wächst, desto uner­schrocke­ner wol­len wir ver­kün­den, dass Du der ein­zi­ge Ret­ter der Men­schen und der ein­zi­ge Weg zu Gott dem Vater bist, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, König und Mit­tel­punkt aller Her­zen!

Je mehr Ver­ant­wort­li­che in der Kir­che die Auf­stel­lung heid­ni­scher Göt­zen­bil­der in Kir­chen und sogar in Rom wei­ter­hin nicht bereu­en, desto mehr wer­den wir die Wahr­heit beken­nen: „Wel­che Über­ein­stim­mung hat der Tem­pel Got­tes mit Göt­zen­bil­dern?“ (2 Kor 6, 16), desto mehr wer­den wir mit Dir „den Gräu­el der Ver­wü­stung, der an der hei­li­gen Stät­te steht“ (Mt 24,15) ver­ur­tei­len, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, hei­li­ger Tem­pel Got­tes!

Je mehr Dei­ne hei­li­gen Gebo­te ver­ges­sen und über­tre­ten wer­den, desto mehr wol­len wir sie mit Hil­fe Dei­ner Gna­de ein­hal­ten, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, Urgrund aller Tugen­den!

Je mehr Sinn­lich­keit, Selbst­sucht und Stolz unter den Men­schen herr­schen, desto mehr möch­ten wir Dir unser Leben im Gei­ste des Opfers und der Selbst­ver­leug­nung wei­hen, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, mit Schmach gesät­tigt!

Je hef­ti­ger die Pfor­ten der Höl­le gegen Dei­ne Kir­che und den Fel­sen Petri in Rom stür­men, desto mehr glau­ben wir an die Unzer­stör­bar­keit Dei­ner Kir­che, denn auch in den schwer­sten Stür­men ver­läßt Du nicht Dei­ne Kir­che und den Fel­sen Petri, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, Quel­le allen Tro­stes!

Je mehr die Men­schen sich in Hass, Gewalt und Selbst­sucht von­ein­an­der tren­nen, desto inni­ger wol­len wir als Mit­glie­der der einen Fami­lie Got­tes in der Kir­che ein­an­der in Dir lie­ben, o eucha­ri­sti­sches Herz Jesu voll Güte und Lie­be!

O gött­li­ches eucha­ri­sti­sches Herz Jesu, gib uns Dei­ne Gna­de, damit wir treue und demü­ti­ge Anbe­ter, Lieb­ha­ber, Ver­tei­di­ger und Trö­ster Dei­nes eucha­ri­sti­schen Her­zens in die­sem Leben sind und die Herr­lich­keit Dei­ner Lie­be in der seli­gen Anschau­ung in der Ewig­keit emp­fan­gen. Amen.

Mein Gott, ich glau­be an Dich, ich bete Dich an, ich hof­fe auf Dich und ich lie­be Dich. Ich bit­te Dich um Ver­zei­hung für jene, die an Dich nicht glau­ben, Dich nicht anbe­ten, auf Dich nicht hof­fen und Dich nicht lie­ben. (drei­mal)

Unse­re Lie­be Frau vom Aller­hei­lig­sten Sakra­ment, bete für uns!

Hl. Tho­mas von Aquin, hl. Peter-Juli­an Eymard, hl. Fran­cis­co Mar­to, hl. Pater Pio und alle eucha­ri­sti­schen Hei­li­gen, bit­tet für uns!

+ Atha­na­si­us Schnei­der, Weih­bi­schof der Erz­diö­ze­se der Aller­hei­lig­sten Jung­frau Maria zu Asta­na

Bild: Veri­ta­te in caritatem/prawoslawnikatolicy.pl (Screen­shot)

1 Kommentar

  1. Es ver­wun­det mein Herz jedes­mal wenn sogar ein hei­li­ger Bischof die Bos­haf­tig­keit und den Abfall vom Glau­ben in die­ser modern Zeit nur als Beweis sieht, dass es ein Sym­ptom von Vat. II und der letz­ten 50 Jah­re der Kir­chen­ge­schich­te ist; dabei zitiert Msgr Schei­der die Hl Mar­ga­re­ta Maria Ala­co­que aus dem 16. Jh. Der Hl Fran­zis­kus wie­der­hol­te vie­le Male voll Kum­mer: Lie­be wird nicht geliebt. „Lie­be kann nur mit Lie­be ver­gol­ten war­den“. Schon im ersten Jahr­hun­dert des Chri­sten­tums gab es schon meh­re­re Hae­re­si­en und Abwen­dung von der Wahr­heit Chri­sti; durch die gan­ze Kir­chen­ge­schich­te wird um die Wahr­heit und die Ver­ku­en­di­gung des Apo­sto­li­schen Glau­bens gerun­gen. Die Kir­che hat Hand­kom­mu­ni­on erlaubt. Gott ver­langt nach Lie­be; es kommt des­halb auf die Ein­stel­lung und die Lie­be und die Nach­fol­ge Chri­sti des Ein­zel­nen an. Bis der Herr uns wie­der einen hei­li­gen Papst erlaubt, ist unser ein­zi­ges Mit­tel Sueh­ne und Beten aber nicht gegen­sei­ti­ges Ver­ur­tei­len. Die Kir­che soll erneu­ert war­den in der Lie­be zu Chri­stus und zuein­an­der.

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