Papstvertrauter: Das Verbot der Messe „ist keine religiöse Verfolgung“

Die Corona-Lesart von Antonio Spadaro

Antonio Spadaro SJ verteidigt kirchlichen Schulterschluß mit dem Staat und versucht die Katholiken zu beruhigen.
Antonio Spadaro SJ verteidigt kirchlichen Schulterschluß mit dem Staat und versucht die Katholiken zu beruhigen.

(Rom) P. Anto­nio Spa­daro SJ, einer der eng­sten Ver­trau­ten von Papst Fran­zis­kus und Schrift­lei­ter der römi­schen Jesui­ten­zeit­schrift La Civil­tà Cat­to­li­ca, lie­fert eine offi­ziö­se Les­art der Radi­kal­maß­nah­men wegen des Coro­na­vi­rus, mit denen das sakra­men­ta­le Leben der Gläu­bi­gen in einem nie dage­we­se­nen Aus­maß abge­würgt wur­de. Im Leit­ar­ti­kel „Pan­de­mie und Kul­tus­frei­heit“ der neu­en Aus­ga­be der Zeit­schrift (Heft 4078), die am Sams­tag erschei­nen wird, betont Spa­daro, daß die mona­te­lan­ge Aus­set­zung der Mes­se „kei­ne reli­giö­se Ver­fol­gung“ sei, denn die Kir­che war „nie geschlos­sen“.

Es ist Inten­ti­on des Arti­kels, der kurz vor der Wie­der­zu­las­sung öffent­li­cher Got­tes­dien­ste in Ita­li­en erscheint, die ab 18. Mai gilt, die in der Coro­na­kri­se fast bis zur Selbst­auf­ga­be getrie­be­ne Alli­anz zwi­schen Staat und Kir­che zu ver­tei­di­gen, wobei der Kir­che die wenig ange­mes­se­ne Rol­le eines Staats­knech­tes zukam.

Das Ver­bot von reli­giö­sen Zele­bra­tio­nen wer­de „nor­ma­ler­wei­se“ als „Dis­kri­mi­nie­rung oder gar Ver­fol­gung“ ver­stan­den, gibt Spa­daro zu ver­ste­hen. Im aktu­el­len Fall tref­fe das aber nicht zu, so Spa­daro. Die römi­sche Jesui­ten­zeit­schrift erscheint stets mit aus­drück­li­cher Druck­erlaub­nis des vati­ka­ni­schen Staats­se­kre­ta­ri­ats, wobei Papst Fran­zis­kus bei Arti­keln zu The­men, die ihm wich­tig sind, die Auf­ga­be des Zen­sors im Gegen­satz zu sei­nen Vor­gän­gern per­sön­lich über­nimmt.

Die Druck­erlaub­nis bestä­tigt, daß es sich bei der Les­art Spa­dar­os um jene des Hei­li­gen Stuhls han­delt. Spa­daro wird noch deut­li­cher: „Dies scheint nicht die Zeit zu sein, sich auf einen miß­ver­stan­de­nen ‚zivi­len Unge­hor­sam‘ zu beru­fen.“

Der Papst­ver­trau­te will damit sagen:

„Die der­zei­ti­gen Beschrän­kun­gen sind aus men­schen­recht­li­cher Sicht legal und akzep­ta­bel. Wir sind der Ansicht, daß der Schutz der Schwa­chen und Ver­letz­li­chen auch aus reli­giö­ser Sicht einen sehr hohen Stel­len­wert hat und daher mit dem Bedürf­nis nach Gemein­schaft und Aggre­ga­ti­on in Ein­klang gebracht wer­den muß. Die Maß­nah­men zie­len dar­auf ab, das mensch­li­che Leben sowohl für Gläu­bi­ge als auch für ande­re Mit­glie­der der Gesell­schaft zu schüt­zen. des­halb ist es wich­tig zu erken­nen, daß das Ver­bot von Ver­samm­lun­gen, ein­schließ­lich reli­giö­ser Fei­ern, im Nor­mal­fall nicht als reli­giö­se Dis­kri­mi­nie­rung oder gar Ver­fol­gung ver­stan­den wer­den soll­te.“

Die offi­zi­el­le, wenn auch nur offi­zi­ös vor­ge­tra­ge­ne Les­art des Hei­li­gen Stuhls zu den Radi­kal­maß­nah­men von welt­li­chen und kirch­li­chen Auto­ri­tä­ten unter­schei­det sich in wesent­li­chen Punk­ten von dem auf­se­hen­er­re­gen­den Auf­ruf Veri­tas libe­ra­bit vos einer Grup­pe nam­haf­ter Kar­di­nä­le, Bischö­fe und Intel­lek­tu­el­len, dar­un­ter der ehe­ma­li­ge Prä­fekt der römi­schen Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, Ger­hard Kar­di­nal Mül­ler. Sie brach­ten dar­in ihre Sor­ge über die radi­ka­len Ein­schrän­kun­gen zum Aus­druck, tadel­ten das unkri­ti­sche, ja pro­pa­gan­di­sti­sche Ver­hal­ten vie­ler Mas­sen­me­di­en und äußer­ten die Befürch­tung, das Coro­na­vi­rus könn­te bestimm­ten Kräf­ten zum Vor­wand die­nen, um über die Eta­blie­rung einer Welt­re­gie­rung nach der Welt­herr­schaft zu grei­fen.

Spa­daro erwähnt den Auf­ruf nicht. Zu weit sind die Posi­tio­nen von­ein­an­der ent­fernt, zu sehr will der Vati­kan nicht mit einer sol­chen Kri­tik in Ver­bin­dung gebracht wer­den. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­de viel Zeit und Ener­gie auf­ge­bracht, um eben die­sen Kräf­ten, die im Auf­ruf gemeint sind, näher­zu­kom­men. Daher will das offi­zi­el­le Rom nicht ein­mal durch die Erwäh­nung der in Veri­tas libe­ra­bit vos benann­ten Sor­gen und Beden­ken die­sen Vor­schub lei­sten. Ihre Wir­kung auf das Volk wird gefürch­tet. Spa­daro bevor­zugt daher ihr Tot­schwei­gen.

Auch er nennt aller­dings Kri­te­ri­en für die wegen des Coro­na­vi­rus ver­häng­ten Ein­schrän­kun­gen:

„Alle Beschrän­kun­gen der Grund­rech­te müs­sen jedoch eine Rechts­grund­la­ge haben, not­wen­dig, ange­mes­sen und im All­ge­mei­nen ver­hält­nis­mä­ßig in Bezug auf den Zweck sein, dem sie die­nen, und das Gesetz, das sie ein­schrän­ken. Die Bedro­hung durch Covid-19, so ernst sie auch sein mag, befreit Regie­run­gen und Par­la­men­te nicht von die­sen Anfor­de­run­gen.“

Einer nähe­ren Prü­fung, ob die­se Kri­te­ri­en ein­ge­hal­ten wur­den und wer­den, unter­zieht der Schrift­lei­ter der Civil­tà Cat­to­li­ca die staat­li­chen Maß­nah­men aller­dings nur bedingt, und wo er es tut, erfolgt dies zustim­mend. Ange­sichts der Viel­zahl der von den ein­zel­nen Regie­run­gen gesetz­ten Schrit­te wäre eine umfas­sen­de Erör­te­rung auch schwie­rig. Eine Rei­he von Maß­nah­men ähneln sich jedoch, so wie die aus­ge­ge­be­nen Paro­len weit­ge­hend deckungs­gleich, ja iden­tisch sind. Was eine gemein­sa­me Hand­schrift nahe­legt. Eine zusam­men­fas­sen­de Bewer­tung wäre daher durch­aus denk­bar. Wenn Spa­daro kei­nen Ver­such dazu unter­nimmt, bestä­tigt dies die zustim­men­de Grund­in­ten­ti­on des Leit­ar­ti­kels.

Der Lei­ter der römi­schen Jesui­ten­re­dak­ti­on geht statt­des­sen auf die Maß­nah­men zur Ein­schrän­kung der Reli­gi­ons­frei­heit ein, die in Ita­li­en zuletzt für erheb­li­che Unru­he sorg­ten. Zunächst hat­te die Regie­rung im Zuge der soge­nann­ten „Pha­se 2“ ab dem 4. Mai auch die Wie­der­zu­las­sung öffent­li­cher Got­tes­dien­ste in Aus­sicht gestellt, dann aber kate­go­risch aus­ge­schlos­sen. Papst Fran­zis­kus muß­te inter­ve­nie­ren, um den Unmut der Bischö­fe zu beru­hi­gen. Die Regie­rung stell­te dar­auf die Wie­der­zu­las­sung für Ende Mai in Aus­sicht, dann einig­te man sich auf den 18. Mai.

Dar­auf geht auch Spa­daro ein:

Stim­men der „ver­schie­de­nen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten“ hät­ten sich gefragt, „ob alle Maß­nah­men der Sper­rung ver­hält­nis­mä­ßig waren. Auf­grund der Dring­lich­keit und Gefahr muß­ten die Regie­run­gen ande­rer­seits kurz­fri­stig sehr ernst­haf­te und weit­rei­chen­de Ent­schei­dun­gen tref­fen, was sie in Bezug auf die Ver­ant­wor­tung enorm bela­ste­te.“ Eine Anspie­lung dar­auf, daß bei­spiels­wei­se in Ita­li­en die Coro­na-Maß­nah­men von der Regie­rung mit blo­ßem Dekret des Mini­ster­prä­si­den­ten, aber ohne Gesetz erlas­sen wur­den. For­mal­recht­lich betrach­tet wur­de mit blo­ßem Ver­wal­tungs­akt ein gan­zes Land lahm­ge­legt und ein 60-Mil­lio­nen-Volk in staat­li­che Gei­sel­haft genom­men. Das sagt Spa­daro nicht, der Ver­weis auf den „Ver­wal­tungs­akt“ läßt es aber zumin­dest anklin­gen.  

Verteidigung staatlicher Maßnahmen

Grund­sätz­lich ver­tei­digt er in sei­nem Leit­ar­ti­kel jedoch die getrof­fe­nen Radi­kal­maß­nah­men:

Die Gesell­schaft müs­se sich „bewußt sein, daß die gegen­wär­ti­gen Beschrän­kun­gen haupt­säch­lich dem mora­li­schen Gebot des Schut­zes des mensch­li­chen Lebens die­nen und nicht für ande­re poli­ti­sche Zwecke ver­wen­det wer­den.“ So sei­en sie zu ver­ste­hen und Aus­nah­men sei­en eben Aus­nah­men: „Außer in eini­gen bedau­er­li­chen Fäl­len“.

Die grund­sätz­li­che Zustim­mung und mora­li­sche Legi­ti­mie­rung der staat­li­chen Zwangs­maß­nah­men bil­det den roten Faden des Leit­ar­ti­kels:

„Wenn es in demo­kra­ti­schen Staa­ten auch immer not­wen­dig ist, staat­li­che Maß­nah­men genau zu hin­ter­fra­gen und zu über­wa­chen, ins­be­son­de­re wenn sie die Grund­rech­te ein­schrän­ken, scheint dies nicht der rich­ti­ge Zeit­punkt zu sein, sich auf einen miß­ver­stan­de­nen ‚zivi­len Unge­hor­sam‘ zu beru­fen.“

Schließ­lich folgt der kirch­li­che Per­sil­schein:

„Die Anga­ben der Gesund­heits­be­hör­de zu unter­schät­zen, wür­de bedeu­ten, unver­ant­wort­lich zu sein.“

Dazu unter­bleibt ein kri­ti­sches Hin­ter­fra­gen von Bedeu­tung, Risi­ko und Aus­maß der Coro­na-Bedro­hung. Kei­ne Beden­ken äußert Spa­daro auch zur irre­füh­ren­den Panik­ma­che durch Regie­rungs­ver­tre­ter, Exper­ten und Medi­en, bei­spiels­wei­se, indem Coro­na-posi­tiv gete­ste­te Per­so­nen wie­der­holt als „Erkrank­te“ bezeich­net wer­den, obwohl alle bis­he­ri­gen Erhe­bun­gen zei­gen, daß höch­stens zehn Pro­zent der Infi­zier­ten an Covid-19 erkran­ken. Das Virus ist das eine, die Krank­heit (Covid-19) etwas ande­res.

Erst nach sei­ner Ver­tei­di­gung der staat­li­chen Restrik­tio­nen äußert Spa­daro, daß es „wich­tig“ sei:

„(…) daß Regie­run­gen Ad-hoc-Maß­nah­men zur Ver­fü­gung stel­len, die es den Gläu­bi­gen ermög­li­chen, unter Ein­hal­tung von Sicher­heits­be­din­gun­gen, die auf dem Ver­lauf der epi­de­mio­lo­gi­schen Kur­ve beru­hen, am Kul­tus teil­zu­neh­men. Die spi­ri­tu­el­len Bedürf­nis­se der Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten, die mit ihren Wer­ten zur Gewähr­lei­stung der sozia­len Sta­bi­li­tät und des Zusam­men­halts bei­tra­gen, dür­fen nicht ver­nach­läs­sigt wer­den.“

Die Schaffung eines Präzedenzfalles

Impli­zit heißt die Civil­tà Cat­to­li­ca mit dem Leit­ar­ti­kel des engen Ver­trau­ten von Papst Fran­zis­kus die dra­sti­schen Ein­grif­fe der Regie­rung als Prä­ze­denz­fall gut, was bedeu­tet, daß Regie­run­gen in Zukunft die öffent­li­chen Got­tes­dien­ste bei „gesund­heit­li­cher Not­wen­dig­keit“ ver­bie­ten dür­fen. Da in zahl­rei­chen Staa­ten, dar­un­ter im gesam­ten deut­schen Sprach­raum, weni­ger Men­schen mit und an dem Coro­na­vi­rus gestor­ben sind als in einer sai­so­na­len Grip­pe­wel­le, lie­ße sich dar­aus auch ein per­ma­nen­ter Lock­down im Win­ter­halb­jahr recht­fer­ti­gen, der die Welt in jeder Grip­pe­sai­son lahm­legt. Zudem ist bis­her kei­ne Über­sterb­lich­keit nach­weis­bar, nicht ein­mal in Ita­li­en, das in der all­ge­mei­nen Wahr­neh­mung und Medi­en­be­richt­erstat­tung eine zen­tra­le Rol­le spielt, obwohl in Bel­gi­en im Ver­hält­nis weit mehr Men­schen als „Coro­na­to­te“ gezählt wer­den, eben­so in Spa­ni­en, und Groß­bri­tan­ni­en dabei ist, mit Ita­li­en gleich­zu­zie­hen.

Spa­daro stellt kei­ne Fra­gen, was an dem Coro­na­vi­rus so anders ist, daß es eine so radi­kal ande­re Vor­ge­hens­wei­se recht­fer­tigt. Vor allem stellt er kei­ne Fra­gen, ob die zugrun­de geleg­ten Annah­men sich bewahr­hei­tet haben. Eben­so­we­nig zur selek­ti­ven Infor­ma­ti­ons­po­li­tik, ein­schließ­lich dem Zurück­hal­ten wich­ti­ger Zah­len durch die Regie­run­gen ver­schie­de­ner Län­der, der Unter­las­sung wich­ti­ger Veri­fi­zie­run­gen, bei­spiels­wei­se durch Anti­kör­per­tests und der auf­fäl­lig aggres­si­ven Hal­tung gegen Kri­ti­ker.

Der Leit­ar­ti­kel, der zur Unter­stüt­zung der staat­li­chen und kirch­li­chen Radi­kal­maß­nah­men dient, endet mit einer Aus­sa­ge, die grund­sätz­lich rich­tig, im Gesamt­kon­text aber frei in der Luft zu hän­gen scheint:

„Die Kir­che, wenn sie wirk­lich sel­bi­ge ist, ist nie ‚geschlos­sen‘“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: La Civil­tà Cattolica/Twitter/Antonio Spa­daro (Screen­shots)

8 Kommentare

  1. Im Leit­ar­ti­kel „Pan­de­mie und Kul­tus­frei­heit“ der neu­en Aus­ga­be der Zeit­schrift (Heft 4078), die am Sams­tag erschei­nen wird, betont Spa­daro, daß die mona­te­lan­ge Aus­set­zung der Mes­se „kei­ne reli­giö­se Ver­fol­gung“ sei, denn die Kir­che war „nie geschlos­sen“.
    Wenn Mari­en­wall­fahrts­or­te geschlos­sen wer­den um die kör­per­li­che und gei­sti­ge Gesund­heit von Jesui­ten zu schüt­zen ist das selbst­ver­ständ­lich „kei­ne reli­giö­se Ver­fol­gung“. Die Gesund­heit die­ser Schlau­mei­er vor Chri­stus ist natür­lich das höch­ste Gut. Es geht nichts drü­ber. Ganz anders sieht das bei mir aus. Ich füh­le mich ver­folgt und von mei­ner Mut­ter getrennt.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  2. Die Ant­wort auf den Arti­kel ist im Bei­trag der Für­stin Glo­ria von Thju­rn und Taxis zu fin­den. Wenn ich die Reak­ti­on vie­ler Geist­li­cher, vor allem der hohen Admi­ni­stra­ti­on, auf Coro­na lese, kom­me ich zu der Befürch­tung. dass die größ­ten Schä­den von Coro­na die Hirn­zel­len betref­fen und dass davor auch die hohe Geist­lich­keit nicht gefeit ist. Die an ande­rer Stel­le beschrie­be­ne Des­in­fek­ti­on der Hei­li­gen auf dem Peters­platz lässt größ­te Befürch­tun­gen zum erfolg­ten Gehirn­schwund auf­kom­men. Damit wären wir wie­der bei Spa­daro. Das Ver­bot der Hei­li­gen Mes­se ist nach den Aktu­el­len Urteil des deut­schen Bun­des­ver­fas­sungs­ge­rich­tes von 10.04.2020 sehr wohl ein Ein­griff in die Reli­gi­ons­frei­heit und damit eine Ver­let­zung der Grund­rech­te. Offen­sicht­lich bie­tet das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt eines sae­ku­la­ren Staa­tes den Gläu­bi­gen mehr Schutz zur Aus­übung ihrer Reli­gi­on, als es die Civil­ta catho­li­ca nach die­sem Arti­kel zu tuen bereit ist.

  3. Die Aus­sa­ge, dass weni­ger Men­schen mit und an dem Coro­na­vi­rus gestor­ben sind als in einer sai­so­na­len Grip­pe­wel­le taucht auch in die­sem Arti­kel auf, sie ist ein­fach nur dumm und irre­füh­rend. Denn man „weiß“ nicht, wie­vie­le Men­schen im Win­ter an Influ­en­za ster­ben, man errech­net es nur auf der zu simp­len Vor­stel­lung, dass alle, die über die „übli­chen“ Todes­zah­len des Win­ters hin­aus­ge­hen, eben Grip­pe­to­te sein müs­sen. Fer­ner sug­ge­riert man, dass Covid-19 eine irgen­wie „Grip­pe“ sei.

    Das Virus ist offen­sicht­lich nach­weis­bar bei völ­lig sym­ptom­lo­sen Infi­zier­ten und bei Tod­kran­ken. Was ist denn die Krank­heit Covid-19 über­haupt?
    Eine „Grip­pe“ wie so oft genannt, ist es nicht, denn es befällt vie­le Orga­ne und Gefä­ße — auch, wenn das die mei­sten Men­schen nicht wis­sen, weil sie nur Mas­sen­me­di­en lesen. Wenn man wüss­te, war­um man­che Men­schen schwer, ande­re weni­ger erkran­ken, hät­te man einen Weg zur Suche nach z.B. einem Arz­nei­mit­tel. Sehr schwer Erkrank­te gibt es aber nicht nur bei Alten und Vor­er­krank­ten, son­dern auch bei ohne Vor­er­kran­kun­gen völ­lig gesun­den Jün­ge­ren, auch bei Kin­dern. In der Pres­se fin­det sich der beschrie­be­ne Fall eines 52-jäh­ri­gen, der in einer Mün­che­ner Kli­nik 52 ! Tage behan­delt und davon 30! Tage künst­lich beatmet wur­de, mit meh­re­ren schwe­ren Sym­pto­men (Lun­ge, Arm, Bein, Herz, Nie­re, Blut­ver­gif­tung, Ner­ven), von Lang­zeit­schä­den wird nicht gespro­chen.

    Lei­der stärkt dies die Moti­va­ti­on zum regel­mä­ßi­gen Hän­de­wa­schen, zum (mehr als 2 Meter) Abstand­hal­ten, zum Ver­mei­den unnö­ti­ger naher Kon­tak­te (in mei­nem Haus das 10-minü­ti­ge Unter­hal­ten vie­ler Damen (mit­tel­al­ter­li­che Aka­de­mi­ke­rin­nen) des Hau­ses vor den Haus­brief­kä­sten nur kur­ze Zeit, wäh­rend ande­rer­seits das trot­zi­ge Kin­der­gar­ten­ver­hal­ten „Ich will aber“ in den Club, auf die Par­ty.…, beson­ders derer, die nichts ver­ste­hen, weil sie nichts ver­ste­hen wol­len, stark ansteigt, so dass ein ver­nünf­ti­ges Ver­hal­ten aus Eigen­ver­ant­wor­tung kaum zu erwar­ten ist.

    Wenn Ansteckungs­ket­ten aus Unin­for­miert­heit, Dumm­heit oder Trotz ent­ste­hen, muss lei­der mit (Staats­ge­walt) ein­ge­grif­fen wer­den. Des­halb ist der beste Schutz der Wirt­schaft vor wei­te­rem star­ken Ein­bruch, ein­her­ge­hend mit Insol­ven­zen und Arbeits­lo­sig­keit, das Fei­ern öffent­li­cher Hei­li­ger Mes­sen, von dem rich­ti­gen eigen­ver­ant­wort­li­che Ver­hal­ten jedes Ein­zel­nen abhän­gig. Jeder Ego­is­mus, ob im Stra­ßen­ver­kehr (auch da gibt es vie­le Ver­bo­te und Tote) oder in Coro­na-Zei­ten schä­digt ande­re oder tötet sie sogar.

    Und Chri­sten­ver­fol­gung gibt es über­all auf der Welt, auch in Deutsch­land, auch inner­halb der Kir­che.

  4. Eine Nach­in­for­ma­ti­on zur flä­chen­haf­ten Des­in­fek­ti­on der Papst­ba­si­li­ken: Die in gro­ßem Maße benutz­ten Des­in­fek­ti­ons­mit­tel gelan­gen in die Abwas­ser­ka­na­li­sa­ti­on und wir­ken nicht nur auf patho­ge­ne Kei­me, son­dern auch auf Kei­me, wel­che für das Oeco­sy­stem not­wen­dig sind und schä­di­gen kol­la­te­ral das Abwas­seroeco­sy­stem. Es gilt nach wie vor, quid­quid agis, pru­den­ter agas et respi­ce finem. Das wird heu­te ver­ges­sen.

  5. Es wird gegen ein Gebot des Herrn ver­sto­ssen. „Gebt dem Kai­ser was des Kai­sers ist und Gott was Got­tes ist.“ Fran­zis­kus und sei­ne Leu­te geben dem Kai­ser was Got­tes ist. Die Zuord­nung des vom Herrn gege­be­nen Gebo­tes wird ver­kehrt. Ein­deu­ti­ger kann der Abfall nicht sein.

  6. Bei den vie­len Pfar­rei­en in Mün­chen gibt es die unter­schied­lich­sten Vari­an­ten:

    Nur ein Ein­gang mit drei Hel­fern, die kon­trol­lie­ren, daß nicht zuvie­le kom­men.
    Eine Tür als Ein­gang und eine als Aus­gang, damit einem nie­mand ent­ge­gen kommt, zusätz­lich Pfei­le am Boden wo immer sonst jemand ent­ge­gen kom­men könn­te.
    Alle Türen nor­mal geöff­net.

    Jede zwei­te Sitz­rei­he offen, drei Sitz­plät­ze.
    Jede drit­te Sitz­rei­he offen, zwei Sitz­plät­ze.
    Jede zwei­te, extrem lan­ge Sitz­rei­he offen, aber nur zwei Sitz­plät­ze, denn jeder könn­te von einer Groß­fa­mi­lie bean­sprucht wer­den. (Es war eine ein­zi­ge, vier­köp­fi­ge Fami­lie da.)

    Mund­schutz darf nur im Not­fall abge­nom­men wer­den.
    Es reicht wenn ein Mund­schutz sicht­bar um den Hals hängt.
    Man wird ledig­lich auf­ge­for­dert ihn beim Ver­las­sen der Kir­che zu tra­gen.

    Liedaus­wahl soll Sin­gen ver­hin­dern.
    Nor­ma­les Sin­gen wie immer.

    Kei­ne Kom­mu­nion­aus­tei­lung bis ein­schließ­lich Pfing­sten.
    Kom­mu­ni­on an den Platz, in die aus­ge­streck­te Hand, nicht reden, Mund­schutz erst abneh­men wenn der Pfar­rer wie­der weg ist. Er trägt zwei Hand­schu­he über den des­in­fi­zier­ten Hän­den.
    Man kommt zur Kom­mu­ni­on, soll den Mund­schutz vor­her abneh­men, der Pfar­rer trägt einen Hand­schuh und Mund­schutz.
    Mar­kier­te Stel­len zum Kom­mu­nion­emp­fang, wahl­wei­se kniend oder ste­hend, der Pfar­rer trägt Mund­schutz und kei­ne Hand­schu­he.

    Kein Dia­log bei der Kom­mu­ni­ons­pen­dung.
    Der Pfar­rer spricht die Spen­de­for­mel ein­mal am Altar.

  7. Ich kann nur mehr im Zorn auf die hirn­lo­sen Regle­men­tie­run­gen schau­en. Kir­che der bischöf­li­chen Admi­ni­stra­tio­nen , nicht die Kir­che Jesu Chri­sti- ist eine geschlos­se­ne Gesell­schaft . Zunächst waren die Kir­chen ver­schlos­sen und jetzt ist es eine geschlos­se­ne Gesell­schaft für Pri­vi­li­gier­te mit hirn­lo­sen Rege­lun­gen und man kann sich des Ein­druckes nicht erweh­ren, dass zwi­schen den ein­zel­nen Bis­tü­mern ein Wett­be­werb dar­in beseht, wer macht den Unfug noch bes­ser. Mit dem nöti­gen Infek­ti­ons­schutz hat das gar nichts zu tuen. Alles ist wider­sprüch­lich. Der „gro­ße Erfolg“ all der beschrie­be­nen Maß­nah­men besteht dar­in, dass der letz­te Beter ver­jagt wird.In mei­nem frü­he­ren Beruf, gab es eine siche­re Quel­le für den not­we­di­gen Infek­ti­ons­schutz, das waren die Kran­ken­haus­hy­gie­ni­ker. Des­in­fek­ti­ons­mit­tel an fal­scher Stel­le und im Über­maß kön­nen auch Oeko­sy­ste­me zum Zusam­men­bruch brin­gen las­sen.

  8. Irgend­wie ver­spü­re ich klamm­heim­li­che Freu­de wie die­ser ille­ga­le, häre­ti­sche und ins Schis­ma füh­ren­de NOM sich nun in Rauch auf­löst.
    Gott schreibt auf krum­men Zei­len gera­de.
    Am Ende wird der über­lie­fer­te Ritus als Ein­zi­ge, weil Rich­ti­ge Meß­form übrig­blei­ben.
    Deo Gra­ti­as !

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