Auf nach Berlin zum Marsch für das Leben

Perfider Desinformationsangriff gegen die Lebensrechtskundgebung

am 21. September findet in Berlin der Marsch für das Leben 2019 statt.
am 21. September findet in Berlin der Marsch für das Leben 2019 statt.

(Ber­lin) Am kom­men­den Sams­tag, 21. Sep­tem­ber 2019 fin­det in Ber­lin der 15. Marsch für das Leben statt. Seit 2002, als der Marsch zum ersten Mal statt­fand, macht die Lebens­rechts­be­we­gung damit auf den Skan­dal auf­merk­sam, daß der Staat das Lebens­recht unge­bo­re­ner Kin­der nicht mehr schützt. Seit den 70er Jah­ren dür­fen auch in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land unge­bo­re­ne Kin­der straf­frei getö­tet wer­den, was seit­her mil­lio­nen­fach gesche­hen ist. Der Marsch für das Leben, eine ursprüng­lich US-ame­ri­ka­ni­sche Initia­ti­ve, ver­zeich­net auch in Ber­lin wach­sen­den Zulauf – und ist den Abtrei­bungs­be­für­wor­tern ein Dorn im Auge.

Der Abtrei­bungs­lob­by ist im deut­schen Sprach­raum eine weit­ge­hen­de Tabui­sie­rung des Abtrei­bungs­the­mas gelun­gen. Damit soll ver­hin­dert wer­den, daß die Abtrei­bungs­ge­setz­ge­bung in Fra­ge gestellt wird.

In der Ver­gan­gen­heit kam es am Ran­de des Mar­sches in Ber­lin sogar zu Zwi­schen­fäl­len, Angrif­fen und Gegen­de­mon­stra­tio­nen links­ex­tre­mer und femi­ni­sti­scher Grup­pie­run­gen. Trotz die­ser Ein­schüch­te­rungs­ver­su­che gibt es den Marsch immer noch und er wird sogar von Jahr zu Jahr stär­ker.

Im Vor­feld des dies­jäh­ri­gen Mar­sches wur­de durch eine Falsch­mel­dung ver­sucht, die Lebens­rechts­ver­an­stal­tung zu sabo­tie­ren. Eine omi­nö­se Abtrei­bungs­be­für­wor­te­rin „Gabrie­le Mül­ler-Dehn­hard“ einer obsku­ren Grup­pie­rung namens „Catho­lics for Choice“ sprach im Inter­net eine „Ein­la­dung zum Marsch für das Leben in Ber­lin“ aus.

Dafür wur­de eigens eine gleich­na­mi­ge Inter­net­sei­te ein­ge­rich­tet, deren ein­zi­ger Inhalt in der Ver­öf­fent­li­chung die­ser Ein­la­dung besteht.

„Gabrie­le Mül­ler-Dehn­hard“ behaup­tet dar­in, der Marsch für das Leben rich­te sich inhalt­lich im Sin­ne der Abtrei­bungs­lob­by neu aus und Erz­bi­schof Hei­ner Koch von Ber­lin unter­stüt­ze dies.

Die Nach­richt ver­brei­te­te sich schnell in Lebens­rechts­krei­sen und löste Schock und Empö­rung aus. Eini­ge sag­ten ihre Teil­nah­me ab und warn­ten vor einem „unter­wan­der­ten“ Marsch.

Das Erz­bis­tum Ber­lin demen­tier­te durch Pres­se­spre­cher Ste­fan För­ner die Behaup­tun­gen und sprach von einer „Fak­e­sei­te“, gegen die man sich recht­li­che Schrit­te vor­be­hal­te. Der Erz­bi­schof hat­te 2016 und 2018 per­sön­lich am Marsch teil­ge­nom­men und dort auch eine Rede gehal­ten. Glei­ches gilt für Weih­bi­schof Mat­thi­as Hein­rich und Regens­burgs Bischof Rudolf Voder­hol­zer. 2018 nahm mit Hans-Jür­gen Abrom­eit aus Greifs­wald erst­mals auch ein evan­ge­li­scher Bischof am Marsch teil.

Der Bun­des­ver­band Lebens­recht (BVL), der den Marsch für das Leben orga­ni­siert, mel­de­te, daß sowohl „Gabrie­le Mül­ler-Dehn­hard“ als auch eine Orga­ni­sa­ti­on „Catho­lics for Choice“ bis­her in Deutsch­land „unbe­kannt“ sind.

Tat­säch­lich scheint weder eine „Gabrie­le Mül­ler-Dehn­hard“ noch die genann­te Orga­ni­sa­ti­on in Deutsch­land zu exi­stie­ren. Die­se Abtrei­bungs­or­ga­ni­sa­ti­on ist in den USA bekannt, wo sie unter fal­scher Flag­ge auf­tritt, denn „Katho­li­ken für Abtrei­bung“ stellt eine grund­sätz­li­che Irre­füh­rung dar. Katho­li­ken, die für Abtrei­bung sind, kann es gar nicht geben. Die akti­ve Unter­stüt­zung der Tötung unge­bo­re­ner Kin­der zieht näm­lich auto­ma­tisch die Tat­stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on nach sich, also den Aus­schluß aus der Gemein­schaft der Kir­che.

Die erwähn­te Fak­e­sei­te catholicsforchoice.net wur­de erst am 6. August 2019 ange­mel­det zum ein­zi­gen Zweck, Unru­he in die Lebens­rechts­be­we­gung zu brin­gen und den Marsch für das Leben in Ber­lin zu schwä­chen. Es geht also um einen per­fi­den Angriff auf Lebens­rechts­in­itia­ti­ve. Des­in­for­man­ten der Abtrei­bungs­lob­by streu­te die Falsch­mel­dung aus in der Hoff­nung, daß jemand dar­auf anbeißt, was lei­der gesche­hen ist.

Der Marsch für das Leben ist die Ziel­schei­be der Abtrei­bungs­lob­by, weil er die Schwei­ge­spi­ra­le durch­bricht. Er ver­schafft der Kul­tur des Lebens Gehör gegen die erdrücken­de Kul­tur des Todes.

Neue Geset­ze für das Lebens­recht unge­bo­re­ner Kin­der in US-Staa­ten und die Ver­hin­de­rung der Abtrei­bungs­agen­da beim G7-Gip­fel in Biar­ritz durch US-Prä­si­dent Donald Trump zei­gen, daß der Kampf für das Leben nicht geschei­tert ist. Das möch­te die Abtrei­bungs­lob­by glau­ben machen. In Wirk­lich­keit fürch­tet sie jede Dis­kus­si­on über die Abtrei­bung wie der Teu­fel das Weih­was­ser. Der Grund liegt auf der Hand: Wel­che Begrif­fe sie auch immer fin­det, wie immer sie die Abtrei­bung auch beschönt, was bei einer Abtrei­bung geschieht, ändert sich nicht, egal wie­viel Zeit auch ver­geht – bei jeder Abtrei­bung wird ein unschul­di­ger Mensch getö­tet.

Klap­pen wir also die über­ge­stülp­te Käse­glocke weg. Zwin­gen wir die Abtrei­bungs­be­für­wor­ter zur Dis­kus­si­on über die unge­bo­re­ner Kin­der. Durch­bre­chen wir die Heu­che­lei des angeb­li­chen „gesell­schaft­li­chen Kon­sen­ses“ mit sei­ner Tabui­sie­rung einer frei­en Dis­kus­si­on. Sagen wir laut und deut­lich, was nicht gehört wer­den will und laut Abtrei­bungs­lob­by nicht gehört wer­den soll:

Abtrei­bung bedeu­tet den siche­ren Tod eines Kin­des.

In Deutsch­land gibt es seit 1974 wie­der die Todes­stra­fe, denn jede Abtrei­bung ist eine Hin­rich­tung.

Die Tötung eines unschul­di­gen Men­schen ist immer und in jeder Situa­ti­on falsch. Das unge­bo­re­ne Kind ist ein unschul­di­ger und völ­lig wehr­lo­ser Mensch.

Bei jeder Schwan­ger­schaft geht es nicht nur um die Frau, ihren Wil­len, ihre Selbst­be­stim­mung und ihre Ent­schei­dung, son­dern um das Leben von zwei Men­schen, um die Frau und das Kind.

  • 15. Marsch für das Leben
  • Sams­tag, 21. Sep­tem­ber 2019
  • Beginn: 13.00 Uhr mit einer Kund­ge­bung vor dem Reichs­tag in Ber­lin
  • Anschlie­ßend gemein­sa­mer Marsch für das Leben durch Ber­lin

Nähe­re Infor­ma­ti­on zum Marsch für das Leben 2019.

Text: Mar­tha Bur­ger
Bild: bundesverband-lebensrecht.de (Screen­shot)

1 Kommentar

  1. Gute Sache wei­ter so. Lei­der kann ich aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht mehr am ‚Marsch für das Leben‘ teilnehmen.Bin mit euch in Gedan­ken und im Gebet ver­bun­den.

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