„Kardinal Pell ist unschuldig, seine Ankläger sind es nicht“

Marco Tosatti und eine Verteidigung, die Pflicht ist

„Kardinal Pell ist unschuldig. Wer es nicht glaubt, soll die Gerichtsakten oder die Anti-Pell-Pamphlete der vergangenen Jahre lesen.“
„Kardinal Pell ist unschuldig. Wer es nicht glaubt, soll die Gerichtsakten oder die Anti-Pell-Pamphlete der vergangenen Jahre lesen.“

„Kar­di­nal Pell ist unschul­dig“, sei­ne Anklä­ger sind es hin­ge­gen ganz und gar nicht. Mit die­ser Aus­sa­ge nahm der bekann­te Vati­ka­nist Mar­co Tosat­ti zur Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richts im Staat Vic­to­ria in Austra­li­en Stel­lung, mit der die Ver­ur­tei­lung des austra­li­schen Kar­di­nals erster Instanz bestä­tigt wur­de. Dabei blickt der Vati­ka­nist vor allem auch Rich­tung USA und West­eu­ro­pa, wo eine Bereit­schaft geför­dert wer­de, katho­li­sche Prie­ster grund­sätz­lich für schul­dig zu hal­ten

„Die Katho­li­ken in Ame­ri­ka des Jah­res 2019 wer­den wahr­schein­lich die Bedeu­tung des­sen, was ich hier schrei­be, nicht zu schät­zen wis­sen. Den­noch, ich haben kei­ne Zwei­fel, daß mei­ne Enkel es tun wer­den.“

Die Fak­ten: Kar­di­nal Pell, der ehe­ma­li­ge Erz­bi­schof von Mel­bourne und Prä­fekt des römi­schen Wirt­schafts­se­kre­ta­ri­ats wur­de Anfang des Jah­res zu sechs Jah­ren Gefäng­nis ver­ur­teilt, weil ihn ein Geschwo­re­nen­ge­richt schul­dig sprach, in den 90er Jah­ren zwei Mini­stran­ten sexu­ell miß­braucht zu haben. Der Prä­lat beteu­ert sei­ne Unschuld und leg­te Beru­fung ein. Am 21. August bestä­tig­te ein drei­köp­fi­ger Senat von Berufs­rich­tern mit 2 Stim­men gegen eine das Urteil erster Instanz.

„Das alle ergibt keinen Sinn“

Dazu Tosat­ti:

„Ohne den gering­sten Zwei­fel: Sei­ne Emi­nenz ist unschul­dig. Ich will damit sagen: Es ist wort­wört­lich unmög­lich, daß Kar­di­nal Pell des Ver­bre­chens schul­dig ist, das ihm zur Last gelegt wird. Die Miß­brauchs­hand­lun­gen, die in der Ankla­ge beschrie­ben wer­den, sind nicht nur lächer­lich, son­dern von wem auch immer phy­sisch unmög­lich durch­führ­bar. Es gibt zudem für die Tat weder Zeu­gen noch irgend­ei­nen gerichts­re­le­van­ten Beweis. Jeder Prie­ster und jeder ande­re Mini­strant der St.-Patricks-Kathedrale von Mel­bourne bezeug­te, daß der dama­li­ge Erz­bi­schof Pell zur frag­li­chen Zeit, als der Miß­brauch gesche­hen sein soll, die Mes­se zele­brier­te. Wem mein Wort nicht reicht, soll sich die Gerichts­ak­ten nach­le­sen oder irgend­ei­ne der Zusam­men­fas­sun­gen, die jüngst ver­öf­fent­licht wur­den. Es genügt auch nur eines der zu Dut­zen­den gegen Pell gerich­te­ten Pam­phle­te zu lesen, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Ver­brei­tung fan­den, etwa die mehr als par­tei­ische Rekon­struk­ti­on von Loui­se Mil­ligan. Man ver­su­che dann, nach­zu­stel­len, was gegen Pell behaup­tet wird, um schnell fest­zu­stel­len, daß alles, was man als Ankla­ge gegen Pell zu lesen bekommt, nicht stim­men kann.“

Auch Tosat­ti habe die ent­spre­chen­den Stel­len immer wie­der gele­sen, weil ihm klar war, daß hier etwas nicht zusam­men­paßt, bis er schließ­lich zur Gewiß­heit gelang­te:

„Das alles ergibt kei­nen Sinn.“

Er habe ver­stan­den, daß nicht ihm etwas ent­gan­gen war, son­dern daß die behaup­te­te Dar­stel­lung der Ankla­ge im Gerichts­saal und der vie­len Anti-Pell-Anklä­ger außer­halb des Gerichts­saals kei­nen Sinn ergibt.

„Das des­halb, weil Kar­di­nal Pell unschul­dig ist. Die Anschul­di­gun­gen gegen ihn sind falsch. Die austra­li­sche Justiz, die austra­li­sche Pres­se und ein Groß­teil der austra­li­schen öffent­li­chen Mei­nung wei­gern sich, das zuzu­ge­ben.“

„Wegen des Antiklerikalismus“

Man habe sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu sehr in die Sache ver­rannt und den Kar­di­nal vor­ver­ur­teilt, daß man nun nicht wahr­ha­ben wol­le, „was aber wahr ist“. Zu vie­le schei­nen früh­zei­tig Gefal­len an der Vor­stel­lung gefun­den zu haben, den „kon­ser­va­ti­ven“ Kar­di­nal und über­haupt einen so rang­ho­hen Ver­tre­ter der katho­li­schen Kir­che durch die Medi­en zu schlei­fen, vor Gericht zu zer­ren und am Ende ins Gefäng­nis zu wer­fen. Der Fall Pell ist eine Art von moder­ner Vari­an­te von Lynch-Justiz, obwohl er for­mal vor ordent­li­chen Gerich­ten abge­han­delt wur­de.

„Ein unschul­di­ger Mann, ein hei­li­ger Mann, freund­lich, auf­rich­tig und mit­füh­lend, wird die näch­sten sechs Jah­re im Gefäng­nis ver­brin­gen. Dann wird er den Rest sei­ner Erden­ta­ge mit dem Ruf eines pädo­phi­len Gewalt­tä­ters ver­brin­gen.“

Jeder intel­lek­tu­ell red­li­che Mensch, egal wel­chen Bekennt­nis­ses, müß­te über die­se Unge­rech­tig­keit ent­setzt sein, auch in den USA, wes­halb Tosat­ti die Fra­ge stellt:

„Wir kann es sein, daß so vie­le Insti­tu­tio­nen, die alle aus­drück­lich dafür geschaf­fen wur­den, die Indi­vi­du­al­rech­te zu schüt­zen und einen gerech­ten Pro­zeß zu garan­tie­ren, gleich­zei­tig auf so ver­hee­ren­de Wei­se ver­sa­gen kön­nen?“

Sei­ne knap­pe und ernüch­tern­de Ant­wort:

„Wegen des Anti­kle­ri­ka­lis­mus.“

„Das Korrupte und Verkommene haßt das heilige Priestertum“

„Das Kor­rup­te, das Deka­den­te und das Ver­kom­me­ne hat immer das hei­li­ge Prie­ster­tum Chri­sti gehaßt. Das galt bereits zur Zeit des hei­li­gen Tele­ma­chus, dem Ere­mi­ten des 5. Jahr­hun­derts, der sich zwi­schen die bei­den Gla­dia­to­ren warf, um sie zu tren­nen und prompt von der Men­ge gestei­nigt wur­de! Und es gilt auch heu­te im Fall von Kar­di­nal Pell, der in Austra­li­en der uner­schrocken­ste Ver­tei­di­ger der unge­bo­re­nen Kin­der war, der lan­ge belä­chelt und ver­spot­te­te wur­de wegen sei­ner Bemü­hun­gen zur Ver­tei­di­gung der Fami­lie und für die Abschaf­fung der Ehe­schei­dung ohne berech­tig­ten Grund.“

Und wei­ter:

„Der Anti­kle­ri­ka­lis­mus erleb­te neu­en Auf­trieb und Ver­brei­tung seit der Bos­ton Glo­be Anfang des neu­en Jahr­tau­sends die Repor­ta­ge Spot­light ver­öf­fent­lich­te. In den Län­dern mit star­ken katho­li­schen Min­der­hei­ten (wie die USA und Austra­li­en) wur­de die Abnei­gung gegen die Trä­ger des römi­schen Kra­gens gera­de­zu fühl­bar. Katho­li­sche Prie­ster haben als schul­dig zu gel­ten, außer sie bewei­sen ihre Unschuld. Genau das ist Kar­di­nal Pell, da es kei­ne Bewei­se für eine Ver­ur­tei­lung gibt außer die nicht plau­si­blen Anschul­di­gun­gen eines jun­gen Man­nes mit Pro­ble­men. Der Kar­di­nal wur­de ver­ur­teilt, weil er nicht imstan­de war, kon­kre­te Bewei­se zu erbrin­gen, daß er vor mehr als 20 Jah­ren nicht die­se Kin­der belä­stigt hat.“

Einer der drei Rich­ter wand­te sich gegen die öffent­li­che Vor­ver­ur­tei­lung, zwei Rich­ter wag­ten die­sen Schritt nicht. Der Kar­di­nal wur­de durch die mei­nungs­bil­den­den Medi­en in Austra­li­en bereits vor Jah­ren ver­ur­teilt. Wer heu­te noch glau­be, so Tosat­ti, daß Rich­ter sich kon­se­quent von der ver­öf­fent­lich­ten Mei­nung und der dadurch erzeug­ten Stim­mung fern­hal­ten und unpar­tei­isch urtei­len, neh­me eine Ent­wick­lung der ver­gan­ge­nen Jah­re nicht wahr, die in eine ganz ande­re Rich­tung gehe.

„Würde eine andere Religion so behandelt, gäbe es einen Sturm des Aufschreis“

„Wenn sich so bös­wil­li­ge Ste­reo­ty­pe gegen irgend­ei­ne ande­re Reli­gi­on zei­gen wür­den, wären sie längst von allen Wohl­mei­nen­den als Aus­druck einer skru­pel­lo­sen und inak­zep­ta­blen Eng­stir­nig­keit ver­ur­teilt wor­den. Schau­en wir uns an, was im ver­gan­ge­nen April gesche­hen ist, als die New York Times in ihrer neu­en, inter­na­tio­na­len Aus­ga­be eine gro­tes­ke Kari­ka­tur ver­öf­fent­lich­te, die einen Hund mit dem Gesicht von Ben­ja­min Netan­ja­hu zeig­te, der einen blin­den Donald Trump führ­te. Der Hund war mit David­stern als Hals­band dar­ge­stellt und sein Herr­chen mit einer Kip­pa. Ein Sturm der Empö­rung zwang die Tages­zei­tung rich­ti­ger­wei­se, sich zu ent­schul­di­gen.
Ich bezweif­le aber, daß es gegen­über dem bür­ger­lich, libe­ra­len The Austra­li­an, der wich­tig­sten Tages­zei­tung des Lan­des, für eine eben­so gemei­ne Kari­ka­tur Aus­wir­kun­gen geben wird, die am Tag der Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­rich­tes ver­öf­fent­licht wur­de. Sie zeig­te einen Prie­ster mit Hör­nern und Spitz­bart, der sich in einem Beicht­stuhl hin­ter einer enor­men Gür­tel­schnal­le an Män­ner­ho­sen ver­steckt.

Es stimmt: Der Anti­kle­ri­ka­lis­mus ist wirk­lich das letz­te, akzep­ta­ble Vor­ur­teil.

War­um? Weil in Orten wie Bos­ton und Mel­bourne die nomi­nell katho­li­sche Bevöl­ke­rung es zum Groß­teil nur dem Namen nach ist. Lin­ke, die sagen, katho­lisch zu sein, ver­tre­ten die Mei­nung, daß die Kir­che „mit der Zeit“ zu gehen habe, die „Homo-Ehe“, das Frau­en­prie­ster­tum und ähn­li­che Din­ge zu akzep­tie­ren habe. Die­se Pseu­do-Katho­li­ken ermög­li­chen es ihren poli­ti­schen Weg­ge­fähr­ten in Poli­tik und Medi­en, ‚ihre‘ Reli­gi­on – sagen wir es ein­mal so – auf eine Wei­se zu kri­ti­sie­ren, die in einem ande­ren Kon­text ein­hel­lig als isla­mo­phob, anti­se­mi­tisch usw. ver­ur­teilt und stig­ma­ti­siert wür­de

In die­sen Schein­ka­tho­li­ken lebt viel­leicht die Erin­ne­rung an eine from­me Groß­mutter, die in ihnen eine Art von nost­al­gi­scher Zunei­gung für die Kir­che sichert. Das Groß­müt­ter­chen ist in ihren Augen viel­leicht eine pol­ni­sche Bäue­rin, die nicht lesen und schrei­ben kann, die aber den Rosen­kranz fest in der Hand hielt und den hei­li­gen Josef ange­ru­fen hat, um ihren Tau­ge­nichts von Bru­der von der Fla­sche fern­zu­hal­ten, die aber in den Augen der Enkel sonst nichts wei­ter konn­te. Da sie ihre Groß­mutter nicht ver­ach­ten (obwohl sie sie für ein aber­gläu­bi­sches und homo­pho­bes Werk­zeug in der Hand der inter­na­tio­na­len kirch­li­chen Hier­ar­chie hal­ten), hal­ten sie sich selbst auch nicht für sek­tie­re­ri­sche und par­tei­ische Anti-Katho­li­ken, obwohl sie das katho­li­sche Dog­ma, den katho­li­schen Ritus, den katho­li­schen Kle­rus und alle prak­ti­zie­ren­den Katho­li­ken has­sen, sich von ihnen distan­zie­ren und sich ihnen über­le­gen füh­len. Und übri­gens gefällt ihn Joe Biden. Ist der nicht auch katho­lisch?

Die­ses Modell des ‚anti­ka­tho­li­schen Katho­li­ken‘ trifft auf Loui­se Mil­ligan, die Haupt­scharf­rich­te­rin von Kar­di­nal Pell in den austra­li­schen Medi­en, zu wie maß­ge­fer­tig­te Leder­hand­schu­he.“

„Opfer“, weil katholisch erzogen

Im ver­gan­ge­nen April bot sie selbst in einem Inter­view der Finan­cial Times ent­spre­chen­de Ein­blicke. Sie stammt aus einer iri­schen Fami­lie, und ihre Groß­mutter war „so fromm“, daß sie sich wei­ger­te, an der Hoch­zeit eines ihrer elf Kin­der teil­zu­neh­men, weil sie nur stan­des­amt­lich erfolg­te. Die Finan­cial Times schrieb:

„Mil­ligan spielt Ihre Distan­zie­rung nicht nur. Sie trägt den Zorn der Opfer der Kir­che wie eine Kriegs­ver­let­zung mit sich.“

Um Miß­ver­ständ­nis­sen vor­zu­beu­gen: Nein, Mil­ligan wur­de nie Opfer kle­ri­ka­len Miß­brauchs. Sie sieht sich selbst allein des­halb als „Opfer“, weil sie „katho­lisch erzo­gen“ wur­de auf eine „Gott­heit“ hin, „die ich nicht aner­ken­ne“.

Die der­zei­ti­ge Situa­ti­on sei, so Tosat­ti, aller­dings bis zu einem bestimm­ten Grad auch Schuld der Katho­li­ken, die im Medi­en­be­reich tätig sind.

„In unse­rem Drang, die schlech­ten Prie­ster zu iden­ti­fi­zie­ren, ver­ges­sen wird unse­re Pflicht, die guten Prie­ster zu ver­tei­di­gen.“

Das sei auch der Grund, war­um er sich zum Fall Pell zu Wort mel­de­te, weil er durch die Fak­ten von des­sen Unschuld über­zeugt ist, und daher als sei­ne Pflicht sieht, ihn zu ver­tei­di­gen.

Differenzierung gefordert

Gera­de jetzt, da die Welt sich auf jeden Prie­ster stür­ze, der beschul­digt wird, ohne den Wahr­heits­ge­halt der Anschul­di­gun­gen zu prü­fen, sei die Dif­fe­ren­zie­rung not­wen­dig, wenn das Prie­ster­tum nicht ins­ge­samt schwe­ren Scha­den erlei­den soll. Es wäre naiv, nicht sehen zu wol­len, daß hin­ter der media­len Ankla­ge gegen Prie­ster wegen des sexu­el­len Miß­brauchs, jene Kräf­te agie­ren, die grund­sätz­li­che Abnei­gung gegen das sakra­men­ta­le Prie­ster­tum hegen.

„Auch wenn wir das Ste­reo­typ des pädo­phi­len Prie­sters ableh­nen, tun wir zu wenig, um es zu wider­le­gen. Den­noch: Wir haben die Pflicht, Geor­ge Pell zu ver­tei­di­gen, so wie wir die Pflicht haben, Theo­do­re McCarrick zu ver­ur­tei­len.“

Denn die Welt wer­de zu die­ser Dif­fe­ren­zie­rung kaum bereit sein.

„Nicht zuletzt müs­sen wir es aber auch für uns selbst tun: Austra­li­en gebraucht den Fall­Pell, um unse­ren Kle­rus zu zwin­gen, das Beicht­ge­heim­nis zu bre­chen. Die Katho­li­ken in Kali­for­ni­en konn­ten im ver­gan­ge­nen Juni gera­de noch eine recht­li­che Bestim­mung abweh­ren, die in die­se Rich­tung ging.“

Abge­se­hen davon: Die Anti­kle­ri­ka­len stür­zen sich auf die Bischö­fe, dann auf die Prie­ster und schließ­lich auch auf die gläu­bi­gen Katho­li­ken. Auch des­halb gel­te es, sich recht­zei­tig zu weh­ren.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Stilum Curiae

5 Kommentare

  1. Ein Vor­gang der einen erschau­dern lässt.
    Ich wer­de das Gefühl nicht los das irgend­je­mand in Rom da sei­ne Fin­ger im Spiel hat.
    Herr gib Kar­di­nal Pell dei­nen Geist.

  2. Ich bedau­re zutiefst das, was Kar­di­nal Pell wider­fah­ren ist. Er muß nun ein­sit­zen, bedeckt mit der Schan­de einer Tat, die er nicht began­gen hat. Ande­re, die wohl tat­säch­lich schwe­re Schuld auf sich gela­den haben, lau­fen dage­gen unbe­hell­ligt her­um. Und der Papst, der kei­ne Pro­ble­me hat sich zu Din­gen zu äußern, die nichts mit Reli­gi­on zu tun haben und bezüg­lich derer nur sein Unwis­sen gren­zen­los ist, sagt — nichts. Weder stärkt er die Unschul­di­gen, noch bemüht er sich um Auf­klä­rung und Ahnung von offen­sicht­li­chem, schwe­ren Unrecht.
    Im Gegen­satz zu Herrn Tosat­ti sehe ich dies jedoch nicht ein­fach als plötz­lich auf­flam­men­den Anti­kle­ri­ka­lis­mus. Seit dem Vati­ca­num II ist die Kir­che ero­diert, geför­dert durch einen Reli­gi­ons­un­ter­richt, der nicht mehr die Leh­re der Kir­che, son­dern eine geneh­me Aus­wahl wei­ter­gibt. Die­se Aus­wahl ist ein Kenn­zei­chen der Häre­sie. Und wie kom­ple­xe System sich ver­hal­ten, pas­siert lan­ge schein­bar nichts, bis es dann zum plötz­li­chen Umschwung, in die­sem Fall Zusam­men­bruch kommt.
    Mit Kar­di­nal Pell hat der vor­herr­schen­de kul­tu­rel­le Mar­xis­mus (Gün­ter Rohr­mo­ser, Paul Gott­fried) einen der ver­blie­be­nen Pfei­ler weg­ge­räumt, der mutig genug war, auch gegen stärk­sten Wind für die Wahr­heit ein­zu­tre­ten. Man sehe sich nur das Streit­ge­spräch mit Richard Daw­kins an. Mit tut der auf­rech­te Pell zutiefst leid. Ver­gli­chen zu ihm, wur­de Kar­di­nal Mindszen­ty mann­haft durch den Vati­can unter­stützt (zur Klar­stel­lung: das Ver­hal­ten des Vati­cans war ein­fach unan­stän­dig). So bleibt nur zu hof­fen, daß Gott auf unser Gebet für Kar­di­nal Pell hört und star­ke Schul­ten gibt, sei­ne Last zu tra­gen.

  3. Ange­sichts der heu­ti­gen Situa­ti­on ist es kein Wun­der,
    dass aus­ge­rech­net ein Mensch wie Kar­di­nal Pell aus­ge­wählt wur­de, um an ihm ein Exem­pel zu sta­tu­ie­ren.
    Beten und hof­fen auf den Einen.

  4. Ich habe das Gefühl, daß wir Chri­sten in Rom,
    als unmün­di­ge Chri­sten, behan­delt wer­den.

    Wir erfah­ren nicht die Wahr­heit und wer­den
    noch belo­gen.

    Wie in Mar­xis­mus, alles wird, wenn es ihn dient,
    als Erfolg bezeich­net, wie mit den Dia­log mit Chi­na.

    Kar­di­nal Zen, hat davor gewarnt. Ohne Erfolg, die
    Unter­grund Chri­sten wer­den ver­folgt und Kir­chen abge­ris­sen.

    Auch Kar­di­nal Pell wur­de von sei­nen Ämter ent­fernt und ihn
    nicht geglaubt.
    Anstatt das der Papst ihn unter­stützt, hat er ihn
    fal­len gelas­sen.

    Was ist das für ein Papst.

    Wie lan­ge müs­sen wir sei­ne Ver­wir­run­gen noch ertra­gen?

    Wenn er ein wah­res Gewis­sen hät­te, wür­de er erken­nen, daß
    er nicht für die­ses Amt gewach­sen ist.

  5. Lie­be Ursu­la
    Bit­te schau­en Sie auf You­tube Dr gre­go­ri­us hes­se über fati­ma as 3. Geheim­nis Teil 1 und 2
    Erschüt­ternd, wenn das nur annä­hernd wahr ist, wer­den wir schon seit Jahr­zehn­ten von Rom auf das infam­ste belo­gen, man kann sagen das 3 Geheim­nis wur­de dem Kon­zil geop­fert.
    Für mich ist eine Welt zusam­men­ge­bro­chen.

Kommentare sind deaktiviert.