Laienpetition fordert von Mißbrauchsgipfel klare Maßnahmen

Sexueller Mißbrauch und Homosexualität in der Kirche



Petition von Laien fordert von der Kirchenleitung als Reaktion auf den sexuellen Mißbrauchskandal klare Maßnahmen.
Petition von Laien fordert von der Kirchenleitung als Reaktion auf den sexuellen Mißbrauchsskandal klare Maßnahmen.

(Rom) Drastische Maßnahmen und eine strenge Anwendung des Verbots, Männer mit homosexuellen Neigungen zu Priestern zu weihen, fordert von der Kirche eine Laienpetition. Der Blick ist dabei auf den bevorstehenden Mißbrauchsgipfel gerichtet, der Ende Februar im Vatikan stattfinden wird.

Verschiedene internationale Laienvereinigungen richten die Petition an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen, die sich vom 21.–24. Februar auf Einladung von Papst Franziskus im Vatikan zu einem Gipfeltreffen versammeln werden, um über den sexuellen Mißbrauchsskandal durch Priester, Bischöfe und Kardinäle zu sprechen.

Die Initiative zur Petition geht von der schweizerischen, katholischen Vereinigung Pro Ecclesia aus und wird von weiteren Organisationen wie der Aktion Kinder in Gefahr unterstützt und von unabhängigen katholischen Medien wie LifeSite, InfoVaticana  und Nuova Bussola Quotidiana gefördert.

Die Petition entstand aus der Sorge heraus, da in den vergangenen Wochen und Monaten der Eindruck aufkam, daß das eigentliche Problem des Mißbrauchsskandals ausgeklammert, verschwiegen und umgangen werden könnte, nämlich die Homosexualität. Die Initiatoren sehen sogar einen gezielten Versuch der in der Kirche immer mächtigeren Homo-Lobby am Werk, die Mißbrauchskrise sogar auszunützen, um die Homosexualität in der Kirche anzuerkennen – auch im Klerus.

Papst Franziskus vermied es bisher, irgendeinen Zusammenhang zwischen dem Mißbrauch und der Homosexualität der Täter herzustellen. Stattdessen versucht er seit Monaten die Schuld fiktiv einem ominösen „Klerikalismus“ zuzuschieben. Gegen diesen Versuch nahmen jüngst die Kardinäle Walter Brandmüller und Gerhard Müller Stellung.

Aus diesem Grund fordern die Initiatoren, daß von der Kirchenleitung ein „unmißverständliches Signal“ kommt. Das sei unerläßlich, da alle vorliegenden Informationen und Studien zeigen, daß mindestens 80 Prozent aller Mißbrauchsfälle durch eine Minderheit homosexueller Kleriker verübt wurden.

Die Petition wird von John Smeaton von The Society for the Protection of Unborn Child (USA) und von Persönlichkeiten wie Peter Kwasniewski, Christian Spaemann, Gabriele Kuby, Pedro Liera, Robert Nortz, Donna Bethell, Anna Silvas und anderen mehr unterstützt.

Sie fordern vor allem die Wiedereinführung des Canon 2359 § 2 des Codex des Kirchenrechtes von 1917, der für Kleriker, die sich homosexueller Taten schuldig machen, ausdrücklich die Entfernung aus dem Amt, den Entzug aller Privilegien und in schweren Fällen die Laisierung bestimmte. Diese Bestimmung, die sich ausdrücklich an die Angehörigen des Weihestandes richtete, ist aus dem neuen Codex von 1983 verschwunden.

Die Petition fordert zudem vom Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte eine klärende Stellungnahme, ob der Begriff „Kleriker“ im Sinne des Codex des Kirchenrechtes auch Bischöfe und Kardinäle umfaßt.

Die weiteren Forderungen richten sich direkt an Papst Franziskus, jeden Bischof aus dem Amt zu entfernen, der sich des sexuellen Mißbrauchs oder der Vertuschung von sexuellem Mißbrauch durch andere Kleriker schuldig gemacht hat.

Dazu gehört auch eine strenge Anwendung der Ratio fundamentalis institutionis sacerdotalis von 2016, mit der das Verbot bekräftigt wurde, Kandidaten mit homosexuellen Neigungen zu Priestern zu weihen.

Für die bereits begangenen Mißbrauchstaten müsse Wiedergutmachung und Buße erfolgen. Das sei der einzige, glaubwürdige Weg, die Wunden der Mißbrauchsopfer und der Kirche insgesamt zu heilen.

In diesem Zusammenhang, so die Petition, sind auch Priester, Bischöfe und Kardinäle zu bestrafen, die Homosexualität oder Homo-Netzwerke fördern.

Zur Unterstützung der Petition: hier.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: NBQ

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1 Kommentar

  1. Die Forderungen sind klar und gut.
    Papst Franz wird jedoch andere Wege gehen: die Anerkennung der Homosexualität und anderer VQ-Formen, und das auch im Klerus.
    Was soll ich dazu noch sagen? Ich bin jetzt bei der FSSPX, sonst könnte ich diesen ganzen Schwachsinn nicht mehr ertragen. Ich würde vom Glauben abfallen, ganz ehrlich. Wenn alle Werte relativ sind- wozu Glaube? An was? Für wen? Wie lange? In welcher Form?

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