Die Bevölkerungsrechnungen der UNO

Bevölkerungsrechner der UNO
Bevölkerungsrechner der UNO

„Am Ende des Jahr­hun­derts, rech­net die United Nati­ons Popu­la­ti­on Divi­si­on((Die UN Popu­la­ti­on Divi­si­on ist der aus­füh­ren­de Arm der Kom­mis­si­on für Bevöl­ke­rung und Ent­wick­lung (UN/CPD), die dem 1945 errich­te­ten Wirt­schafts- und Sozi­al­rat der Ver­ein­ten Natio­nen (ECOSOC), einem Haupt­or­gan der UNO, unter­stellt ist. Haupt­auf­ga­be der Popu­la­ti­on Divi­si­on ist es, die Umset­zung des Akti­ons­pro­gramms der Welt­be­völ­ke­rungs­ko­fe­renz von 1994, der Mill­en­ni­ums-Zie­le und seit 2015 der Zie­le für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung der UNO zu über­wa­chen. Das gilt in erster Linie aus­drück­lich für das Ziel der „repro­duk­ti­ven Gesund­heit“. Die UN/CPD lie­fert Daten, mit denen die UNO-Gene­ral­ver­samm­lung im Bereich inter­na­tio­na­le Migra­ti­on bera­ten wer­den soll. Mit dem Begriff „repro­duk­ti­ve Gesund­heit“ wur­den 1994 erst­mals impli­zit Abtrei­bung und Ver­hü­tung in ein UNO-Doku­ment ein­ge­führt und zu UNO-Zie­len erklärt.)) vor, wer­den wir welt­weit 11,3 Mil­li­ar­den Men­schen sein, von denen 30 Pro­zent über 70 sein wer­den, und denen nur arm­se­li­ge 13 Pro­zent Kin­der und Jugend­li­che unter 15 Jah­ren gegen­über­ste­hen wer­den.

In Län­dern wie der Schweiz, Öster­reich, der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, Japan und Ita­li­en wer­den auf ein Kind vier alte Men­schen kom­men. Dafür wer­den wir im Welt­durch­schnitt alle 83 Jah­re alt wer­den, und das auch nur weil Afri­ka den Durch­schnitt drückt, denn in den west­li­chen Län­dern wird die Lebens­er­war­tung bei fast 95 Jah­ren liegen.((Die Popu­la­ti­on Divi­si­on sieht in 80 Jah­ren das Bevöl­ke­rungs­wachs­tum zum Still­stand gekom­men. Für 2100 wird eine Trend­um­kehr und anschlie­ßend ein Schrump­fen der Welt­be­völ­ke­rung pro­gno­sti­ziert. Wie die­se Welt­be­völ­ke­rung eth­no­gra­phisch zusam­men­ge­setzt sein wird, läßt sich indi­rekt aus den UNO-Pro­gno­sen schlie­ßen.
Das höch­ste jähr­li­che Wachs­tum wur­de mit 2,05 Pro­zent 1965–1970 erreicht. Die Umbrü­che des Jah­res 1968 mar­kie­ren die Ein­lei­tung einer gegen­tei­li­gen Ent­wick­lung. Seit­her nimmt das Wachs­tum der Welt­be­völ­ke­rung deut­lich ab. Im Zeit­raum 1968–2017 hat es sich fast hal­biert auf heu­te 1,09 Pro­zent. Bis 2100 soll es laut UN-Popu­la­ti­on Divi­si­on auf Null fal­len. Die west­li­che Welt wird nach die­ser Pro­gno­se das Null­wachs­tum bereits um 2040 errei­chen und von da an schrump­fen. Die „weni­ger ent­wickel­ten Staa­ten mit Aus­nah­me der am wenig­sten ent­wickel­ten Län­der“, das sind die soge­nann­ten Schwel­len­staa­ten, wer­den das Null­wachs­tum um 2075 errei­chen.
Die Län­der des deut­schen Sprach­raums schrump­fen bereits seit mehr als 40 Jah­ren, weil seit Anfang der 70er Jah­re weni­ger Kin­der gebo­ren wer­den als Men­schen ster­ben. Durch mas­si­ve Zuwan­de­rung wur­de die­ser Umstand seit­her sta­ti­stisch kaschiert. Soll­te es kei­ne unkon­trol­lier­te Mas­sen­zu­wan­de­rung geben, wird die Bevöl­ke­rung der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land bei heu­ti­gem Bevöl­ke­rungs­stand und Migra­ti­ons­be­rech­nun­gen ab 2020 auch in abso­lu­ten Zah­len schrump­fen. Öster­reich ab 2035. Die Schweiz soll hin­ge­gen durch mas­si­ve Zuwan­de­rung bis 2100 auf mehr als 10 Mil­lio­nen anwach­sen.
Indi­en wird mit 1,5 Mil­li­ar­den Men­schen das bevöl­ke­rungs­reich­ste Land der Welt sein, Paki­stan über 350 Mil­lio­nen Ein­woh­ner, Afgha­ni­stan mehr als 70 Mil­lio­nen haben und sei­nen Bevöl­ke­rungs­stand seit 1950 ver­zehn­facht haben. Wel­che desta­bi­li­sie­ren­den Aus­wir­kun­gen das auf das Land selbst und sei­ne Nach­bar­schaft haben wird, läßt sich noch nicht abse­hen. Seit die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land 2001 an der ISAF-Ope­ra­ti­on teil­nahm, ist die Zahl der Afgha­nen in Deutsch­land sprung­haft ange­stie­gen und liegt heu­te in der Grö­ßen­ord­nung einer Groß­stadt bei min­de­stens 350.000.
Die USA sol­len laut UNO — neben der Schweiz — als eines der weni­gen west­li­chen Län­der wach­sen und durch Zuwan­de­rung mehr als 450 Mil­lio­nen Ein­woh­ner errei­chen. Die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land soll 2100 nur mehr 71 Mil­lio­nen Ein­woh­ner haben, von denen fast 30 über 70 sein wer­den, aber nur 13,5 Pro­zent unter 15.))

Lie­ber Leser, Sie sind ein­ge­la­den, sich Ihr Land vor­zu­stel­len, das bereits heu­te bei über­al­tert, trä­ge und ego­istisch ist, wie es erst dann sein wird, wenn es kei­ne Kin­der haben wird und sich die Men­schen einer Lebens­er­war­tung von 100 Jah­ren nähern wer­den. Wenn von einer Bevölkerung((Von Ita­li­en auf die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land umge­rech­net, Anm. d. Red.)) von heu­te mehr als 82 Mil­lio­nen nur mehr 71 Mil­lio­nen Ein­woh­ner übrig sein wer­den, von denen — was weit dra­ma­ti­scher ins Gewicht fällt — aber 20 Mil­lio­nen älter als 70 und 3,6 Mil­lio­nen sogar älter als 90 sein wer­den. Die Zahl der über Hun­dert­jäh­ri­gen wird sich bis dahin ver­hun­dert­facht haben.

Es wird eine demo­gra­phi­sche Abend­däm­me­rung und ein orga­ni­scher und phy­sio­lo­gi­scher Ver­fall sein. Eine Welt des wun­der­ba­ren, schreck­li­chen Tri­umphs der Medi­zin ‚für Gesun­de‘ in einem Land ohne Kin­der.“

Rober­to Volpi am 18. August 2017 im Wochen­ma­ga­zin Tem­pi über „120 sol­che Jah­re“.

Bild: UN Popu­la­ti­on Divi­si­on (Screen­shot)




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2 Kommentare

  1. Das hal­te ich für rei­ne theo­re­ti­sche Rech­nung. Eine Gesell­schaft mit „west­li­chen Wer­ten“ hat dann längt die Zwangs­eu­tha­na­sie der Unpro­duk­ti­ven ein­ge­führt und eine moham­me­da­ni­sche Gesell­schaft liegt dann bei einer Lebens­er­war­tung von 69 Jah­ren, da passt das denn schon mit der Ren­te ab 70 Jah­ren.

  2. „Am Ende des Jahr­hun­derts .…. wenn von einer Bevöl­ke­rung von heu­te mehr als 82 Mil­lio­nen (in Deutsch­land) nur mehr 71 Mil­lio­nen Ein­woh­ner übrig sein wer­den“

    Was die der­zeit noch etwa 60 Mio. Wur­zel­echt­deut­schen angeht, so wen­den die­se — unge­rügt von den Kir­chen — ihr Geld und ihre Frei­zeit lie­ber Fern­rei­sen sowie Hun­den und Kat­zen zu als Kin­dern und wäh­len immer wie­der — kaum gerügt von den Kir­chen — Poli­ti­ker, die den Mas­sen­mord an Unge­bo­re­nen, Homo­ehen und die Erzie­hung zur Wert­schät­zen­den Akzep­tanz der gan­zen sexu­al­he­do­ni­sti­schen Viel­falt als Men­schen­rech­te fei­ern und finan­zie­ren … mit dem Ergeb­nis:
    Im Durch­schnitt hat von denen ein Paar kaum noch mehr als 1 Kind.
    Und das bedeu­tet:
    Nach einer 1 Genera­ti­on (25 ‑30 Jah­re) sind die der­zeit noch etwa 30 Mio. wur­zel­echt­deut­schen Paa­re mit durch­schnitt­lich 1 Kind durch 15 Mio. wur­zel­echt­deut­sche Paa­re mit durch­schnitt­lich 1 Kind ersetzt wor­den… und letz­te­re wer­den bei der über­näch­sten Genera­ti­on durch 7,5 Mio. Paa­re mit durch­schnitt­lich 1 Kind ersetzt wer­den usw.

    Dazu kommt die von der eta­blier­ten Poli­tik gewoll­te per­ma­nen­te Absen­kung des Bil­dungs­ni­veaus in Ver­bin­dung mit Best­no­ten­in­fla­tio­nen und die (offen­kun­dig auch von den Bischö­fen gut­ge­hei­ße­ne) Mas­sen­ein­wan­de­rung von Koran­ver­wirr­ten, die pro­pa­gier­te Will­kom­mens­kul­tur ihnen gegen­über samt einer steu­er­geld­fi­nan­zier­ten Bekämp­fung der sog. Isla­mo­pho­bie — also die Isla­mi­sie­rung.
    Finis Ger­ma­niae!

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