10.000 pilgern mit der Piusbruderschaft kommendes Wochenende nach Fatima — „Größte Wallfahrt zu 100 Jahre Fatima“

10.000 Gläubige werden zur Fatima-Wallfahrt der Piusbruderschaft am kommenden Wochenende erwartet, die bereits im Vorfeld mediale Aufmerksamkeit findet. Es handelt sich um die vierte Fatima-Wallfahrt der FSSPX. Die erste fand 1987 mit Erzbischof Lefebvre statt (Bild).
10.000 Gläubige werden zur Fatima-Wallfahrt der Piusbruderschaft am kommenden Wochenende erwartet, die bereits im Vorfeld mediale Aufmerksamkeit findet. Es handelt sich um die vierte Fatima-Wallfahrt der FSSPX. Die erste fand 1987 mit Erzbischof Lefebvre statt (Bild).

(Lis­sa­bon) Es ist nicht die erste Wall­fahrt der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. nach Fati­ma. Neu ist aber, daß der dies­jäh­ri­gen Wall­fahrt, zum 100. Jah­res­tag der Mari­en­er­schei­nun­gen, von den por­tu­gie­si­schen Medi­en beson­de­re Auf­merk­sam­keit geschenkt wird. Die inter­na­tio­na­le Fati­ma-Wall­fahrt der Pius­bru­der­schaft fin­det am kom­men­den Wochen­en­de statt. Seit dem 11. August wird zur Vor­be­rei­tung eine Nove­ne gehal­ten.

Eucharistische Nachtanbetung — Militia Immaculatae

Am Sams­tag, dem 19. August zele­briert P. Franz Schmid­ber­ger, Regens des Prie­ster­se­mi­nars von Zaitz­ko­fen, um 15 Uhr im Hei­lig­tum eine Hei­li­ge Mes­se. Anschlie­ßend fin­det eine Pro­zes­si­on mit Rosen­kranz zum Erschei­nungs­ort Os Val­in­hos statt. Um 20:30 folgt die Aus­set­zung des Aller­hei­lig­sten und eine Süh­nen­acht.

Lichterprozession in Fatima
Lich­ter­pro­zes­si­on in Fati­ma

Am Sonn­tag, 20. August wird um 6:30 Uhr die nächt­li­che Anbe­tung mit dem eucha­ri­sti­schen Segen been­det. Um 9:30 Uhr folgt ein Pon­ti­fi­kal­amt, zele­briert vom Gene­ral­obe­ren der Pius­bru­der­schaft, Bischof Ber­nard Fel­lay. Um 15 Uhr schließt ein gemein­sa­mer Rosen­kranz die Wall­fahrt ab.

Nach dem Rosen­kranz erfolgt noch am sel­ben Ort die Wei­he der Mili­tia Imma­cu­la­tae und ihrer Mit­glie­der an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens. Die Mili­tia wur­de am 17. Okto­ber 1917 vom hei­li­gen Maxi­mi­li­an Kol­be in Rom gegrün­det. Das war vier Tage nach der letz­ten Mari­en­er­schei­nung in Fati­ma, von der Kol­be zu die­ser Zeit noch nichts wuß­te. Und es war drei Wochen, bevor in Ruß­land die bol­sche­wi­sti­sche Okto­ber­re­vo­lu­ti­on aus­brach. Als hät­te er es geahnt, hat­te Kol­be mit der Mili­tia bereits das Gegen­mit­tel gegen die sich auf­bäu­men­den Tota­li­ta­ris­men und Fein­de der Kir­che geschaf­fen. 2000 erfolg­te durch P. Karl Steh­lin (FSSPX), neben der neu­ri­tu­el­len Mili­tia, auch eine Wie­der­be­le­bung der Mili­tia Imma­cu­la­tae im Geist der Tra­di­ti­on.

„Größte Wallfahrt zur 100-Jahrfeier kommt von konservativer Gemeinschaft“

Die por­tu­gie­si­sche Tages­zei­tung Jornal de Noti­ci­as berich­tet in ihrer heu­ti­gen Aus­ga­be, daß am kom­men­den Wochen­en­de 10.000 Pil­ger zur Wall­fahrt der Pius­bru­der­schaft nach Fati­ma kom­men wer­den. Der Titel des Arti­kels ist aller­dings offen­sicht­lich mit böser Absicht for­mu­liert:

„10.000 Pil­ger pro­te­stie­ren in Fati­ma gegen die gegen­wär­ti­ge Kir­che“

Kein Katho­lik unter­nimmt eine Wall­fahrt, um gegen etwas „zu pro­te­stie­ren“. Im Arti­kel selbst fin­den sich dann zutref­fen­de­re Infor­ma­tio­nen.

Noch groß­zü­gi­ge­ren Raum bie­tet der FSSPX-Wall­fahrt heu­te die Tages­zei­tung Dia­rio de Noti­ci­as. Sie titelt:

„Größ­te Wall­fahrt zur 100-Jahr­fei­er kommt von kon­ser­va­ti­ver Gemein­schaft“.

Im Arti­kel wer­den die Grün­de für die Wall­fahrt berich­tet und auch kurz die aktu­el­le Situa­ti­on der Bezie­hun­gen zwi­schen der Pius­bru­der­schaft und dem Hei­li­gen Stuhl beschrie­ben. Ein gro­ßes Bild zeigt Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re, den Grün­der der Bru­der­schaft. Die Pius­bru­der­schaft führ­te in der Ver­gan­gen­heit bereits drei Wall­fahr­ten nach Fati­ma durch. Die erste fand 1987 statt. Vor 30 Jah­ren nahm auch Msgr. Lef­eb­v­re dar­an teil. Die bei­den ande­ren Wall­fahr­ten folg­ten 1997 und 2005.

Sind Gespräche mit Rom wieder am „Ausgangspunkt angelangt“?

Das media­le Inter­es­se könn­te mit Erwar­tun­gen zusam­men­hän­gen, daß Bischof Fel­lay Aus­sa­gen zur aktu­el­len Situa­ti­on trifft, die durch das Schrei­ben von Kar­di­nal Mül­ler an den Gene­ral­obe­ren der FSSPX ent­stan­den ist. Vier Tage dar­auf wur­de der Kar­di­nal am 30. Juni von Papst Fran­zis­kus als Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on ent­las­sen.

Kar­di­nal Mül­ler teil­te Fel­lay am 26. Juni mit, daß die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on in ihrer Voll­ver­samm­lung vom Mai beschlos­sen habe, daß die Pius­bru­der­schaft und jeder Pius­bru­der als Bedin­gung für eine kano­ni­sche Aner­ken­nung die Dok­tri­nel­le Prä­am­bel unter­zeich­nen müs­se. Eine sol­che war Msgr. Fel­lay im Sep­tem­ber 2011 vom dama­li­gen Glau­bens­prä­fek­ten Kar­di­nal Leva­da über­ge­ben wor­den. Der genau Wort­laut der­sel­ben wur­de nie ver­öf­fent­licht. Klei­ne Ände­run­gen konn­ten vor­ge­nom­men wer­den, wie Kar­di­nal Leva­da der Pius­bru­der­schaft erklär­te (sie­he die Chro­no­lo­gie der Gesprä­che zwi­schen dem Hei­li­gen Stuhl und der Pius­bru­der­schaft).

Kar­di­nal Mül­ler teil­te Ende Juni zudem mit, daß die­se con­di­tio sine qua non von Papst Fran­zis­kus gebil­ligt wur­de. Gilt im August 2017 erneut oder noch immer, was Msgr. Fel­lay bereits im Juni 2012 sag­te: man sei wie­der am „Aus­gangs­punkt“ ange­langt“?

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Dia­rio de Noti­ci­as (Screen­shot)

1 Kommentar

  1. Ein Groß­teil der Gläu­bi­gen, Prie­ster und Brü­der ist bereits am Don­ners­tag oder Frei­tag auf­ge­bro­chen und bleibt bis am Diens­tag. Die deut­schen Pil­ger wer­den vom H.H. Pater Lang betreut.

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