Das Zweite Vatikanische Konzil und die Botschaft von Fatima

Das Zweite Vatikanische Konzil "war eine Katastrophe für die Kirche"
Das Zweite Vatikanische Konzil "war eine Katastrophe für die Kirche"

von Rober­to de Mattei*

Rora­te Cae­li in eng­li­scher, Cor­ris­pon­den­za Roma­na in ita­lie­ni­scher, Katholisches.info in deut­scher Fas­sung und ande­re katho­li­sche Medi­en haben eine bemer­kens­wer­te Stel­lung­nah­me von Msgr. Atha­na­si­us Schnei­der über „das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil und sei­ne Inter­pre­ta­ti­on in Ver­bin­dung mit der aktu­el­len Kir­chen­kri­se“ ver­öf­fent­licht. Laut dem Weih­bi­schof von Asta­na war das Zwei­te Vati­ca­num ein Pasto­ral­kon­zil, des­sen Tex­te im Licht der immer­wäh­ren­den Leh­re der Kir­che zu lesen und zu bewer­ten ist.

„Von einem objek­ti­ven Stand­punkt aus haben Aus­sa­gen des Lehr­am­tes (Päp­ste und Kon­zi­le) defi­ni­ti­ven Cha­rak­ters mehr Wert und mehr Gewicht als Aus­sa­gen pasto­ra­len Cha­rak­ters, wel­che natur­ge­mäß eine ver­än­der­li­che und zeit­li­che Eigen­schaft haben, die von geschicht­li­chen Umstän­den oder seel­sorg­li­chen Not­wen­dig­kei­ten bestimm­ter Zei­ten abhän­gen, wie es auf die mei­sten Aus­sa­gen des II. Vati­can­ums zutrifft.“

Auf den Arti­kel von Msgr. Schnei­der folg­te am 31. Juli ein aus­ge­wo­ge­ner Kom­men­tar von P. Ange­lo Cita­ti FSSPX, laut dem die Posi­ti­on des deut­schen Bischofs sehr an jene erin­nert, die  von Msgr. Mar­cel Lef­eb­v­re bestän­dig ver­tre­ten wur­de:

„Zu sagen, daß die Kon­zils­do­ku­men­te ‚im Licht der Tra­di­ti­on‘ zu bewer­ten sind, meint offen­sicht­lich drei untrenn­ba­re Din­ge: daß wir jene akzep­tie­ren, die mit der Tra­di­ti­on über­ein­stim­men; daß wir jene gemäß der Tra­di­ti­on inter­pre­tie­ren, die zwei­deu­tig sind; daß wir jene zurück­wei­sen, die der Tra­di­ti­on wider­spre­chen“ (Msgr. Mar­cel Lef­eb­v­re: Mons. M. Lef­eb­v­re, Vi tras­met­to quel­lo che ho rice­vu­to. Tra­di­zio­ne peren­ne e futu­ro del­la Chie­sa, hrsg. von Ales­san­dro Gnoc­chi und Mario Palma­ro, Sug­ar­co Edi­zio­ni, Mai­land 2010, S. 91).

Da auf der offi­zi­el­len Inter­net­sei­te des Ita­lie­ni­schen Distrikts ver­öf­fent­licht, hilft uns der Arti­kel von P. Cita­ti auch, zu ver­ste­hen, was die Grund­la­ge einer Ver­stän­di­gung zur Regu­lie­rung der kano­ni­schen Situa­ti­on der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. sein könn­te. Es ist hin­zu­zu­fü­gen, daß auf theo­lo­gi­scher Ebe­ne zur Inter­pre­ta­ti­on der Tex­te des Zwei­ten Vati­ca­num alle Unter­schei­dun­gen vor­ge­nom­men wer­den kön­nen und sol­len, das ein legi­ti­mes Kon­zil war: das 21. öku­me­ni­sche Kon­zil der katho­li­schen Kir­che. Sei­ne Doku­men­te kön­nen von Fall zu Fall als pasto­ral oder dog­ma­tisch, pro­vi­so­risch oder defi­ni­tiv, als mit der Tra­di­ti­on über­ein­stim­mend oder von die­ser abwei­chend defi­niert wer­den.

Msgr. Bru­ne­ro Gher­ar­di­ni bie­tet uns in sei­nen letz­ten Wer­ken ein Bei­spiel dafür, wie ein theo­lo­gi­sches Urteil arti­ku­liert wer­den kann, wenn es prä­zi­se sein will [ll Con­ci­lio Vati­ca­no II un dis­cor­so da fare, Casa Maria­na, Fri­gen­to 2009; eben­so Un Con­ci­lio man­ca­to, Lin­dau, Turin 2011). Jeder Text hat für den Theo­lo­gen eine ande­re Qua­li­tät, einen unter­schied­li­chen Auto­ri­täts­grad und eben­so eine unter­schied­li­che Ver­bind­lich­keit. Die Debat­te ist daher offen.

Auf der histo­ri­schen Ebe­ne stell­te das Zwei­te Vati­ca­num aber einen nicht zer­leg­ba­ren Block dar. Es hat sei­ne Ein­heit, sein Wesen und sei­ne Natur. Betrach­tet man sei­ne Wur­zeln, sei­nen Ablauf und sei­ne Fol­gen, so kann es in Men­ta­li­tät und Spra­che als eine Revo­lu­ti­on bezeich­net wer­den, die tief­grei­fend das Leben der Kir­che ver­än­dert hat, indem durch sie eine nie dage­we­se­ne reli­giö­se und mora­li­sche Kri­se ein­ge­lei­tet wur­de. Das theo­lo­gi­sche Urteil kann ver­schwom­men und ver­ständ­nis­voll sein, das histo­ri­sche Urteil aber ist gna­den­los und ohne Wenn und Aber. Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil war nicht ein ver­fehl­tes oder geschei­ter­tes Kon­zil: Es war eine Kata­stro­phe für die Kir­che.

Nach­dem in die­sem Jahr der 100. Jah­res­tag der Erschei­nun­gen von Fati­ma statt­fin­det, wol­len wir uns auf die­sen Punkt kon­zen­trie­ren. Als im Okto­ber 1962 das Zwei­te Vati­ca­num eröff­net wur­de, erwar­te­ten sich die Katho­li­ken der gan­zen Welt die Bekannt­ga­be des Drit­ten Geheim­nis­ses und die Wei­he Ruß­lands an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens. Die Blaue Armee von John Haf­fert (1915–2001) hat­te seit Jah­ren eine mas­si­ve Kam­pa­gne in die­sem Sinn durch­ge­führt.

Wel­che geeig­ne­te­re Gele­gen­heit soll­te es für Johan­nes XXIII. (gestor­ben 3. Juni 1963), Paul VI. und die rund 3.000 Bischö­fe geben, die sich im Herz der Chri­sten­heit um sie ver­sam­melt hat­ten, als in ein­mü­ti­ger und fei­er­li­cher Wei­se den Wün­schen der Got­tes­mut­ter zu ent­spre­chen? Am 3. Febru­ar 1964 über­gab Msgr. Geral­do de Pro­en­ça Sig­aud per­sön­lich Paul VI. eine von 510 Ober­hir­ten aus 78 Staa­ten unter­schrie­be­ne Peti­ti­on, mit der der Papst gera­de­zu ange­fleht wur­de, gemein­sam mit allen Bischö­fen die Welt, und auf aus­drück­li­che Wei­se Ruß­land, dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens zu wei­hen. Der Papst und die Mehr­heit der Bischö­fe igno­rier­ten den Appell. Wenn die gefor­der­te Wei­he voll­zo­gen wor­den wäre, wäre ein Gna­den­strom auf die Mensch­heit her­ab­ge­kom­men. Es hät­te eine Bewe­gung zurück zum Natur­recht und zum christ­li­chen Recht ein­ge­setzt.

Der Kom­mu­nis­mus wäre vie­le Jah­re frü­her gestürzt und nicht nur zum Schein, son­dern echt und wirk­lich. Ruß­land hät­te sich bekehrt, und die Welt hät­te eine Epo­che des Frie­dens und der Ord­nung erlebt. Die Got­tes­mut­ter hat­te es so ver­spro­chen. Die nicht erfolg­te Wei­he ermög­lich­te es, daß Ruß­land sei­ne Irr­tü­mer wei­ter in der Welt ver­brei­ten konn­te, und daß die­se Irr­tü­mer die Spit­zen der Kir­che erreich­ten und eine schreck­li­che Stra­fe über die gan­ze Mensch­heit brin­gen. Paul VI. und die Mehr­heit der Kon­zils­vä­ter haben eine histo­ri­sche Ver­ant­wor­tung auf sich gela­den, deren Kon­se­quen­zen wir heu­te zu ermes­sen begin­nen.

*Rober­to de Mattei, Histo­ri­ker, Vater von fünf Kin­dern, Pro­fes­sor für Neue­re Geschich­te und Geschich­te des Chri­sten­tums an der Euro­päi­schen Uni­ver­si­tät Rom, Vor­sit­zen­der der Stif­tung Lepan­to, Autor zahl­rei­cher Bücher, zuletzt in deut­scher Über­set­zung: Ver­tei­di­gung der Tra­di­ti­on: Die unüber­wind­ba­re Wahr­heit Chri­sti, mit einem Vor­wort von Mar­tin Mose­bach, Alt­öt­ting 2017.

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Cor­ris­pon­den­za Roma­na

15 Kommentare

  1. Auf Deutsch­land lastet der Geist Mar­tin Luthers …

    Mit des­sen Gedan­ken im Hin­ter­kopf san­gen die dt. Bischö­fe „Veni Creator Spi­ri­tus“ und ver­such­ten danach, die eige­nen Flau­sen durch­zu­set­zen. Die Fol­ge waren unein­deu­ti­ge Tex­te, die danach unter der Schirm­herr­schaft des „Geist des Kon­zils“ ein­deu­tig modern aus­ge­legt wur­den. Die Widers­än­dig­keit des dt. Epi­sko­pats ist offen­kun­dig.

    Ein Bei­spiel, wie dane­ben die Ent­wick­lung dann ver­lief, ist die Ehe­pa­sto­ral. Statt auf wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se zu ver­wei­sen, mit denen die Frau ihre frucht­ba­ren Tage erken­nen und ihren Mann mit einem freund­li­chen „Schatz, heut Nacht geht nix!“ ablen­ken kann, wur­de für die Pil­le gekämpft, an deren Ver­wen­dung zahl­lo­se Ehen zugrun­de gegan­gen sind.

    … und die Blut­schuld von 8 bis 10 Mil­lio­nen abge­trie­be­ner Kin­der.

  2. Papst Johan­nes XXIII. hat­te mit der Kon­zils­an­kün­di­gung alle über­rascht. Sie war nicht erwar­tet wor­den. Heu­te stellt sich die Fra­ge: War das Kon­zil zu früh gekom­men? Hät­te das Kon­zil 20–30 Jah­re spä­ter vor allem durch die Explo­si­on der Medi­en, vor­an des Fern­se­hens, zumin­dest in der euro­päi­schen Öffent­lich­keit nicht wesent­lich effek­ti­ver in Erschei­nung tre­ten kön­nen? Zu Beginn des Kon­zils war die euro­päi­sche Neu­ori­en­tie­rung nach 1945 noch nicht abge­schlos­sen. Der Ost-West-Kon­flikt hat­te 1962 sei­ne käl­te­ste Pha­se noch lan­ge nicht erreicht, in Deutsch­land begann erst wirk­lich die Aus­ein­an­der­set­zung mit der NS-Ver­gan­gen­heit, gleich­zei­tig wur­de die Staa­ten­welt durch die Ent­ko­lo­nia­li­sie­rung völ­lig ver­än­dert. Gui­do Horst hat in sei­nem Arti­kel in der Tages­post vom 6. Dezem­ber 2007 „Ein wahr­haft nach­kon­zi­lia­res Doku­ment“ dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Enzy­kli­ka “Spe sal­vi” (2007) die Kon­sti­tu­ti­on “Gau­di­um et spe­s” (1965) aus guten Grün­den nicht ein­mal erwähnt hat: „Nach dem II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil begann die star­ke Zeit der kom­mu­ni­sti­schen Regime, das Auf­kom­men der 68er-Genera­ti­on mit ihrem spä­te­ren Marsch durch die Insti­tu­tio­nen, die Vor­herr­schaft links­pro­gres­si­ver Ideo­lo­gien in Schul-Cur­ri­cu­la, Kul­tur und Medi­en. Das alles kommt etwa in der Pasto­ral­kon­sti­tu­ti­on „Gau­di­um et Spes“ des Kon­zils nicht vor. Es ist kein pro­phe­ti­sches Doku­ment. Ein ordent­li­cher Text, den zu lesen auch heu­te noch lohnt, des­sen Tra­gik aber dar­in besteht, vor Pol Pot und Chi­nas Kul­tur­re­vo­lu­ti­on geschrie­ben wor­den zu sein. Für heu­ti­ge Ohren klingt er hoff­nungs­los ver­al­tet. Die „Unglücks­pro­phe­ten“, vor denen Johan­nes XXIII. gewarnt hat­te, soll­ten in den kom­men­den Jah­ren recht behal­ten: Nicht nur, dass das Gedan­ken­gut der kom­mu­ni­sti­schen Ideo­lo­gie vie­le Welt­ge­gen­den mit Mas­sen­grä­bern über­sä­te, auch die Kir­che selbst geriet in eine schwe­re Kri­se“.
    So stellt sich die Fra­ge: Wäre ange­sichts der unge­si­cher­ten Welt­la­ge Abwar­ten nicht sinn­vol­ler gewe­sen? Es scheint, dass es nicht zuletzt der Druck aus der pro­te­stan­ti­schen Bibel­wis­sen­schaft gewe­sen ist, der Papst Johan­nes XXIII. bewo­gen hat, ein Kon­zil ein­zu­be­ru­fen.
    In der Bibel­wis­sen­schaft setz­te sich gera­de Rudolf Bult­mann mit sei­ner Schu­le durch. Deren Ziel war die „Ent­my­tho­lo­gi­sie­rung“ der Evan­ge­li­en, ermög­licht durch deren Spät­da­tie­rung an das Ende des aus­ge­hen­den 1.Jahrunderts und ihre Ver­or­tung in der hel­le­ni­sti­schen Welt. Damit ver­bun­den war die The­se von deren nicht­a­po­sto­li­scher Über­lie­fe­rung, was die Demon­ta­ge der histo­ri­schen Gestalt Jesu und damit des römisch-katho­li­schen Glau­bens ermög­lich­te — zugun­sten der pau­li­ni­schen Theo­lo­gie, auf die Luther gebaut hat­te.

  3. Ich bin katho­lisch und glau­be auch an Fati­ma.
    Die Rol­le von Russ­land ist aber genau der Punkt, bei dem es mir schwer fällt, die ver­öf­fent­lich­ten Infos zu den Geheim­nis­sen zu ver­ste­hen.
    Der ortho­do­xen Kir­che geht es in Russ­land so gut wie noch nie, in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit. Und aus katho­li­scher Sicht, sind ortho­do­xe Chri­sten doch unse­re näch­sten Brü­der.
    Eben­so ist die aktu­el­le Gesetz­ge­bung in Russ­land z.B. bezüg­lich Blas­phe­mie, Homo­se­xua­li­tät etc., mit Sicher­heit gottgefälliger/bibelkonformer als in sämt­li­chen west­eu­ro­päi­schen und nord­ame­ri­ka­ni­schen Län­dern.
    Kann mir jemand erklä­ren, wie die Aus­sa­gen Fati­mas zu den Irr­tü­mern Russ­lands usw., in die­sen Zusam­men­hang pas­sen?
    Dan­ke!

    • Unse­re aller­se­lig­ste Mut­ter Maria sag­te in Fatima:…„andernfalls wird es ( Russ­land ) sei­ne Irr­tü­mer über die gan­ze Welt ver­brei­ten… doch am Ende wird mein Unbe­fleck­tes Herz tri­um­phie­ren.“ Nie wur­de Russ­land nach der Bit­te Mari­ens zusam­men mit den Bischö­fen ihrem Her­zen geweiht! Und wir sehen doch wie sich die Irr­tü­mer Russ­lands, der Kom­mu­nis­mus, über die Welt ver­brei­ten: flä­chen­deckend lin­kes Gedan­ken­gut in fast allen Län­dern, Abtrei­bung, Eutha­na­sie, Homo- und Gen­der­ideo­lo­gie usw.

      Auf der ande­ren Sei­te ist es wie Sie sagen. In Russ­land selbst blüht die rus­sisch ortho­do­xe Kir­che wie in der Zeit der Zaren, Kir­chen und Klö­ster wer­den reno­viert und neu gegrün­det, es gibt zahl­rei­che Beru­fun­gen, selbst der Prä­si­dent scheint sich bekehrt zu haben. Der pro­phe­ti­sche Hl.Don Bos­co sah vor­aus, dass sich Russ­land wie­der der wah­ren Kir­che anschlie­ßen wird.

      Und am Ende wer­den wir wah­ren Kin­der unse­rer himm­li­schen Köni­gin mit ihr tri­um­phie­ren.

      • Die Väter der kom­mu­ni­sti­schen Ideo­lo­gie sind haupt­säch­lich Marx und Engels,neben Karl Lieb­knecht und Rosa Luxem­burg. Auch das Kom­mu­ni­sti­sche Mani­fest ent­stand auf deut­schem Boden.
        Lenin über­nahm die­se Ideo­lo­gie und ent­wickel­te dar­aus den Sowjet-Kom­mu­nis­mus, der zuge­ge­be­ner­ma­ßen radi­ka­ler war.
        Der Luxem­burg-Aus­spruch: „Frei­heit ist die Frei­heit des Anders­den­ken­den“ bezog sich nur auf den Rich­tungs­streit inner­halb der Kom­mu­ni­sten, also gemä­ßig­ter deut­scher Kom­mu­nis­mus gegen den radi­ka­le­ren Sowjet-Kom­mu­nis­mus. Die heu­ti­gen „Lin­ken“ haben aber davon sowie­so kei­ne Ahnung.

        • Nicht nur das. Die Urschuld betref­fend „Russ­land wird zur Sowjet­uni­on“ war, dass sich die öster­rei­chi­schen und die deut­schen Macht­ha­ber für WK II mit den Tür­ken (Osma­nen) ver­bün­de­ten, um gemein­sam mit den Mos­lems die ortho­do­xen Chri­sten (z. Bsp. auch die Arme­ni­er, die wenn nicht ermor­det, von den Tür­ken als Zwangs­ar­bei­ter an Öster­reich gelie­fert wur­den) zu ver­nich­ten und als dies nicht gelang, Lenin — zur Instal­lie­rung des Kom­mu­nis­mus in Russ­land — frei­es Geleit von der Schweiz nach Russ­land gewähr­ten.

          • @ A.Sinnegger:
            Ganz genau so ist es.
            Dar­um irri­tiert mich die­se Ruß­land-The­ma­tik der Fati­ma-Bot­schaft auch immer wie­der.
            Ent­we­der wur­den die Bot­schaf­ten ver­fälscht oder sie sind ins­ge­samt falsch.
            Die Art und Wei­se der Erschei­nun­gen inku­si­ve Son­nen­wun­der sind Phänomene,wie sie in der UFO-und Eso­te­rik­sze­ne nur all­zu bekannt sind.

          • Nicht WK II son­dern der 1. Welt­krieg natür­lich.
            Die Ara­mä­er waren genau­so betrof­fen wie die Arme­ni­er und wur­den eben­falls in Wien zu ras­sen­kund­li­chen Zwecken von Kopf bis Fuß ver­mes­sen. Ob sich so ein Volk, dass Men­schen mit der Spra­che Jesu zu ras­sen­und­li­chen Zwecken (im Sin­ne der Nazis) ver­misst, noch an Maria wen­den darf? Ich weiß es nicht.

    • Russ­land hat die Irr­tü­mer bereits ver­brei­tet! Russ­land ist noch nicht katho­lisch! Aber das unbe­fleck­te Herz Mari­ens wird tri­um­phie­ren, aber vor­her kommt die Züch­ti­gung für Kir­che und Welt! Kyrie elei­son… Ave Maria…

      • Wie ich bereits schrieb,kamen die kom­mu­ni­sti­schen „Irr­tü­mer“ von den Deut­schen Marx und Engels!
        Viel schlim­mer als die kom­mu­nia­ti­sche Ideo­lo­gie ist doch wohl die west­li­che Deka­denz mit ihrer Gender-Ideologie,die sich nun wie ein Virus über die gan­ze Welt aus­brei­tet bzw.wenn es gar nicht anders geht her­bei­ge­bombt wird.
        Ruß­land hat zum Chri­sten­tum zurückgefunden,ein Vorgang,den man sich für Euro­pa auch wün­schen würde,denn die „Züch­ti­gun­gen“ haben schon angefangen,mit Hitze,Überschwemmungen und den Migran­ten­strö­men.

        • Für mich ist die Inter­pre­ta­ti­on von John nach­voll­zieh­bar :“…Und wir sehen doch wie sich die Irr­tü­mer Russ­lands, der Kom­mu­nis­mus, über die Welt ver­brei­ten: flä­chen­deckend lin­kes Gedan­ken­gut in fast allen Län­dern, Abtrei­bung, Eutha­na­sie, Homo- und Gen­der­ideo­lo­gie usw…“

          Es geht ja nicht um den Ursprung des Kom­mu­nis­mus. Marx und Engels leb­ten im 19. Jahr­hun­dert. Die Erschei­nun­gen fan­den 1917 statt. Und aus Sicht die­ser Zeit min­de­stens bis zum Fall der Sowjet­uni­on, waren die von John oben beschrie­be­nen Irr­tü­mer, vor allem im kom­mu­ni­sti­schen Russ­land und ande­ren kom­mu­nist­si­chen Staa­ten behei­ma­tet. Der heu­ti­ge Zustand der west­li­chen Gesell­schaf­ten ähnelt die­sem frü­he­ren Sowje­ti­schen doch sehr, von Abtrei­bung bis Mei­nungs­dik­ta­tur. Iro­ni­scher­wei­se haben sich die­se Irr­tü­mer ver­brei­tet, das aus Sicht von 1917 dies­be­züg­li­che Ursprungs­land, jedoch zum Posti­ven ver­än­dert.

  4. Wie recht hat doch Herr de Mattei !
    Wer die Zusam­men­hän­ge kennt kann ihm nur zustim­men.
    Und das wah­re drit­te Geheim­nis wird uns bis heu­te
    vor­ent­hal­ten.
    War­um wohl ?

    • Zur fra­ge des Kon­zils­zeit­punk­tes. Als damals knapp 19 jäh­ri­ger konn­te ich die Ein­be­ru­fung eines Kon­zils durch einen auf Grund sei­nes fort­ge­schrit­te­nen Alters soge­nann­ten „Über­gangs­papst“ nicht ver­ste­hen.
      Drei Mona­te war Johan­nes XXIII gewählt und dann eine sol­che Ent­schei­dung von sol­cher Trag­wei­te… ohne Vor­be­rei­tung? Als Neun­zeh­jäh­ri­gen hat man ande­re Sor­gen, aber die­se Ent­schei­dung von sol­cher Trag­wei­te konn­te ich damals nicht ver­ste­hen. Ich war immer der Ansicht, die Ent­schei­dung für ein Kon­zil bedür­fe einer län­ger­fri­sti­gen und pra­e­zisen Vor­be­rei­tung. Das war zwar die rich­ti­ge Beur­tei­lung, aber trotz­dem ein fata­ler Denk­feh­ler von mir. Mir war damals nicht klar. dass die­ses Kon­zil längst vor­ge­plant war und einer For­de­rung eines frei­mau­re­ri­schen Papie­res mit dem Namen „Alta ven­de­ta“ ent­sprach. Die beschürz­ten „Brü­der“ such­ten seit Jahr­zehn­ten einen neu­en Papst, der ein oeku­me­ni­sches Kon­zil ein­be­ru­fen wür­de. Was brach­te das Kon­zil? Eine Kir­che, die sich der Oeku­me­ne öff­ne­te, die ver­gaß, dass es nul­la Salus extra eccle­sia gibt und dass sie eine wah­re Aus­ein­an­der­set­zung mit den bedroh­li­chen Leh­ren der dama­li­gen Zeit füh­ren muss­te. Weder der Papst noch die Kon­zils­teil­neh­mer haben Aus­ein­an­der­set­zung mit den Übeln der Zeit. dem dia­lek­ti­schen und prak­ti­schen Mate­ria­lis­mus auf die Tages­ord­nung gesetzt. Dies ist bis zum heu­ti­gen Tag so geblie­ben und des­we­gen erken­nen wir lang­sam die dar­aus resul­tie­ren­den Irr­leh­ren. Dies war die gro­ße Lüge des Vati­ka­num II. Sie wur­de fest­ge­schrie­ben im Ver­trag von Metz im Jah­re 1962 zwi­schen Kar­di­nal Tis­serant und dem Ver­tre­ter der rus­si­schen Kir­che Niko­dim.

  5. Die Tex­te des V. II. Kon­zils, kön­nen doch als eine Ein­heit betrach­tet wer­den. Wenn man dar­in Aus­sa­gen fin­det, die der Tra­di­ti­on und somit der Wahr­heit wider­spre­chen, muß man dann wirk­lich alles durch­stu­die­ren und tren­nen in Wahr und Falsch. Wäre es nicht bes­ser so einen Text als Gesam­tes zu ver­wer­fen, weil er eben über­haupt Fal­sches ent­hält? Ich bin aber nur theo­lo­gi­scher Laie und kann mit mei­ner Mei­nung auch falsch lie­gen.

    • Es gibt ver­schie­de­ne Rezep­tio­nen des II Vati­ka­nums, die immer unter der Prä­mis­se zu betrach­ten sind, dass es sich um ein rei­nes pasto­ra­les Kon­zil han­del­te und kein dog­ma­ti­sches Kon­zil. Wenn dem so ist, dann woll­te Kon­zil nichts Neu­es ver­kün­di­gen, son­dern nur das Bekann­te (= die tra­di­nio­nel­le Leh­re) der Welt erklä­ren. Dies wir heut jedoch anders rezi­piert und gelehrt. Ein mir bekann­ter Beob­ach­ter und Teil­neh­mer des Kon­zils (kein Katho­lik zu dama­li­gem Zeit­punkt) bestä­ti­ge dies. Es gab aber auch Teil­neh­mer, die einen neu­en Geist ver­kün­den woll­ten, so als begin­ne die katho­li­sche Kir­che erst mit dem Kon­zil, wie es auch heut viel­fach gese­hen wird. Nach eben die­sem oben genann­ten Teil­neh­mer und Beob­ach­ter wur­den Abstim­mun­gen durch Griff in die poli­ti­sche Trick­ki­ste mani­pu­liert. Tex­te so kurz­fri­stig vor­ge­legt, dass die Abstim­men­den sie gar nicht mehr stu­die­ren oder wenig­stens durch­le­sen konn­te. Unlieb­sa­men Red­nern, wie dem Kar­di­nal Otta­via­ni wur­de das Micro abge­schal­tet. Dies alles ist schwer­lich mit dem Wir­ken des Hl. Gei­stes zu erklä­ren und stellt Fra­gen nach der Inze­nie­rung des Kon­zils. Papst Bene­dikt XVI als Teil­neh­men­der und Peri­tus weiß dar­um. Es stellt sich die Fra­ge, war­um schaff­te er inner­halb sei­nes Pön­ti­fi­ka­tes kei­ne sol­che Kurs­kor­rek­tur der Irr­tü­mer des Vati­ka­nums II, wie er sie in der Lit­ur­gie mit sei­nem muto pro­prio ver­sucht hat? Wir soll­ten und müs­sen ent­schul­di­gend davon aus­ge­hen, dass die Wider­stän­de gegen jeg­li­che Ände­rung über­ir­disch waren.

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