Hintergrund

Vor 50 Jahren: Osservatore Romano berichtete erstmals über Rebellen in der Kirche

(Rom) Am 15. Mai 1969 veröffentlichte die spanische Presseagentur EFE, die viertgrößte der Welt, die Meldung: „’Sie verändern die Kirche in einem subversiven Prozeß.‘ Der Osservatore Romano spricht von rebellischen Katholiken“. Erstmals berichtete die Tageszeitung des Papstes über eine innerkirchliche Auflehnung, die sich nicht zu einer Einzelfrage äußerte, sondern von prinzipieller Natur war.

Giuseppe Siri (1906-1989), Anwärter auf den Stuhl Petri in vier Konklaven.
Hintergrund

Vor 30 Jahren starb Giuseppe Kardinal Siri, der vier Mal fast Papst wurde

(Rom) Am kommenden 2. Mai jährt sich zum 30. Mal der Todestag von Giuseppe Kardinal Siri, der vielen Zeitgenossen als „Kronprinz“ von Pius XII. galt. Papst wurde aber Johannes XXIII. Eine Richtungsentscheidung, die seither die Kirche prägt und zu einem beispiellosen Niedergang in Westeuropa führte. Siri selbst wurde vom Thronanwärter zum einsamen Bewahrer.

Altar und Kirche, dargestellt von Stefan Heid in seiner jüngsten Publikation.
Buchbesprechungen

Die entfernte Ikonostase des Westens und der moderne Volksaltar

Von Christoph Matthias Hagen Als vor fünfzig Jahren die Liturgiereform Pauls VI. erfolgte, für die sich der Papst auf die Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils berief, wurde häufig und gern argumentiert, damit geschehe nichts anderes als 400 Jahre zuvor, als Pius V. im Auftrag des Trienter Konzils sein Messbuch herausgegeben habe. Tatsächlich beriefen sich beide

Papst Franiskus: Ein Rechtsphilosoph reagiert auf die Ausführungen von Bischof Athanasius Schneider über einen häretischen Papst.
Forum

Ein häretischer Papst? Die Wurzel des Problems ist das Zweite Vatikanische Konzil

Die Diskussion ist eröffnet. Gestern veröffentlichte Msgr. Athanasius Schneider, Weihbischof von Astana, eine ausführliche Reflexion über die Möglichkeit eines häretischen Papstes und wie die Kirche damit umgehen sollte. Die Überlegungen sind theoretischer Natur, allerdings anlaßbezogen. Auf seine Überlegungen reagierte der Rechtsphilosoph Paolo Pasqualucci mit Anerkennung, Zustimmung, aber auch Kritik.

Die Missa Luba als emblematisches Zeitzeugnis einer Entwicklung, deren Ursprünge vor das Zweite Vaticanum zurückreichen.
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Die Missa Luba – Belgiens Kirche vor und nach dem 2. Vaticanum

von Amand Timmermans Die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts finden in der Kirchengeschichtsschreibung kaum Beachtung. Zwischen den aufregenden Kriegsjahren der 40er und den wilden 60er-Jahren mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil scheinen sie offenbar langweilig und wenig interessant. Zu Unrecht, wurden doch in diesen Jahren die Tendenzen gelegt und verfestigt, die wenig später zu der gewaltigen

Worin hatte die 68er-Revolution Erfolg, und warum ist sie dennoch gescheitert?
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Erfolg und Scheitern von ′68

Von Roberto de Mattei* Während das Jahr 2018 zu Ende geht, ist noch ein Wort zur Kulturrevolution von 1968 zu sagen. 50 Jahre danach können wir den Erfolg und das Scheitern dieser Revolution bemessen.

Die Wurzeln für die Rebellion gegen die Enzyklika Humanae vitae von Papst Paul VI. (1968) liegen im Widerstand gegen die überlieferte Glaubenslehre.
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Von Gaudium et spes zu Humanae vitae

Von Pater Serafino M. Lanzetta* Die schwere moralische Krise des sexuellen Mißbrauchs, von der die heilige Kirche erfaßt wurde, hat Wurzeln, die weit tiefer reichen als das schlechte Verhalten einiger Priester und Prälaten. Sie ist nicht Ausdruck jener menschlichen Schwäche, die die Jugend mehr als alle anderen verstehen würde, da sie selbst falle und wieder