Kardinal Cupich: In Amoris laetitia herrscht „absolute Klarheit“ — Warum schweigt der Papst dann?

Cupich Amoris laetitia absolute Klarheit
Kardinal Cupich: "Absolute Klarheit" in Amoris laetitia. Die Weigerung die Sorgen, Bedenken, Zweifel anderer zur Kenntnis zu nehmen. Sie existieren einfach nicht - wie für Papst Franziskus.

(Rom/Washington) Laut Kar­di­nal Bla­se Cupich, dem Erz­bi­schof von Chi­ca­go, ist das umstrit­te­ne nach­syn­oda­le Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia kei­nes­wegs umstrit­ten, son­dern „abso­lut klar“. Klar scheint in der katho­li­schen Welt der­zeit aber nur, daß zwei Tei­le in der Kir­che abso­lut anein­an­der vor­bei­re­den. Der Grund dafür scheint aller­dings tat­säch­lich „abso­lut klar“ zu sein: die Unklar­heit, mit der Papst Fran­zis­kus han­delt und for­mu­liert.

Zwei Tei­le in der katho­li­schen Kir­che reden seit dem 8. April 2016 anein­an­der vor­bei, das ist der  Tag, an dem Amo­ris lae­ti­tia vor­ge­stellt wur­de. Bereits in den zwei Jah­ren zuvor wur­de von Papst Fran­zis­kus, oder zumin­dest mit sei­ner Bil­li­gung und Unter­stüt­zung, mehr hin­ter den Kulis­sen gear­bei­tet als unter dem Licht der Son­ne, mehr mit Geschäfts­ord­nungs­knif­fen und kryp­ti­schen Wort­spie­len ein Ziel ange­peilt — die Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen -, das im offe­nen Wider­spruch zur kirch­li­chen Leh­re und Pra­xis steht. Da sich zahl­rei­che Befür­wor­ter die­ses Kur­ses der „Öff­nung“, nicht ganz zutref­fend Kas­pe­ria­ner genannt nach dem deut­schen Kar­di­nal Wal­ter Kas­per, der im Auf­trag von Papst Fran­zis­kus die­se For­de­rung am 20. Febru­ar 2014 vor dem Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um postu­liert hat­te, sich nicht offen zu ihrem Ziel zu beken­nen wagen, ver­klau­su­lie­ren sie es — allen vor­an Papst Fran­zis­kus selbst.

Der unerwartete Widerstand

Der Grund dafür ist im Wider­stand zu suchen gegen die­sen Bruch mit der zwei­tau­send­jäh­ri­gen Pra­xis in der Kir­che, die direkt auf Jesus selbst zurück­geht. Papst Fran­zis­kus war in Ver­ken­nung der tat­säch­li­chen Lage offen­bar der festen Über­zeu­gung, daß in der Kir­che unter Kle­rus und Lai­en Begei­ste­rungs­stür­me für die „Refor­men“ aus­bre­chen. Die­sem Den­ken liegt zugrun­de, daß bis­her eine restau­ra­ti­ve Min­der­heit, dank der Macht­fül­le des Pap­stes, gegen die gro­ße Mehr­heits­stim­mung „libe­ra­le Öff­nun­gen“ ver­hin­dert habe.

Bereits beim Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um vom Febru­ar 2014 muß­te Fran­zis­kus jedoch zu sei­ner Über­ra­schung fest­stel­len, daß es hef­ti­ge Wider­stän­de gegen sei­nen Kurs gab, sodaß er am 21. Febru­ar Kar­di­nal Kas­per zu Hil­fe eilen muß­te, indem er uner­war­tet vor die Kar­di­nä­le trat und Kas­per über­schweng­lich lob­te („Dan­ke, dan­ke, dan­ke“). Den Wider­stand konn­te er damit aber nicht bre­chen. Nach­dem der Papst in den dar­auf fol­gen­den Mona­ten zur Kennt­nis neh­men muß­te, daß die Welt­kir­che Syn­oda­len zu der von ihm ein­be­ru­fe­nen Bischofs­syn­ode nach Rom ent­sand­te, die mehr­heit­lich sei­ne „Öff­nun­gen“ nicht teil­ten, rich­te­te er am Vor­abend des Syn­oden­be­ginns einen trot­zig-ver­zwei­fel­ten Appell an die Syn­oden­vä­ter doch den „Schrei des Vol­kes“ nach den von ihm gewünsch­ten Refor­men „zu hören“. Die­ser angeb­li­che „Schrei“ eines omi­nö­sen „Vol­kes“ war jedoch nicht ein­mal für die ihm beson­ders wohl­wol­len­den Jour­na­li­sten zu hören.

Reaktion auf mißglückten triumphalen Durchmarsch

"Absolute Klarheit"
„Abso­lu­te Klar­heit“

Wo er offen­sicht­lich mit einem tri­um­pha­len Durch­marsch nach der „restau­ra­ti­ven Pha­se“ von Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. gerech­net hat­te, stell­ten sich zahl­rei­che Dämp­fer für sei­nen Kurs ein. Die Reak­ti­on dar­auf waren ver­mehrt Win­kel­zü­ge, Knif­fe, ver­bor­ge­ne Ope­ra­tio­nen, Geheim­nis­krä­me­rei und Trick­se­rei­en. Kar­di­nal Ray­mond Bur­ke, als gestan­de­ner Jurist beson­ders hell­hö­rig, sprach bereits bei der ersten Bischofs­syn­ode von „Ver­rat“ und Ver­su­chen, die Syn­ode hin­ter den Kulis­sen zu mani­pu­lie­ren. Zu den hef­tig­sten „Mani­pu­la­tio­nen“ kam es tat­säch­lich durch offe­ne Par­tei­nah­me und Ein­grif­fe des Pap­stes. Als die Syn­oden­vä­ter die umstrit­ten­sten Pas­sa­gen des Schluß­do­ku­ments zu den wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen und zur Homo­se­xua­li­tät ablehn­ten, erklär­te Fran­zis­kus unge­rührt, daß die­se den­noch Teil des Doku­ments blei­ben und Grund­la­ge der zwei­ten Syn­ode sein wer­den.

Kar­di­nal Bur­ke wur­de von Fran­zis­kus für sei­ne Kri­tik vor die Tür gesetzt. Den­noch wie­der­hol­ten drei­zehn Kar­di­nä­le, alle­samt Syn­oden­vä­ter, am Beginn der zwei­ten Bischofs­syn­ode in einem Schrei­ben an den Papst, den Vor­wurf von Mani­pu­la­ti­ons­ver­su­chen. Fran­zis­kus trat wie­der­um uner­war­tet vor die Ver­samm­lung und warn­te vor einer „konspi­ra­ti­ven Her­me­neu­tik“. Auf die Kri­tik ging er nicht ein. Deut­li­cher wur­de das päpst­li­che Umfeld, das Gift und Gal­le gegen die drei­zehn Kar­di­nä­le spuk­te. Sie hat­ten Grund dazu, waren doch etli­che von ihnen von den Kar­di­nä­len direkt gemeint wor­den. Ertapp­te empö­ren sich über jene, die sie ertappt haben.

Bruno Forte, Kronzeuge verschleiernder Absichten

Einer der eng­sten Beauf­trag­ten des Pap­stes bei der Syn­ode, Erz­bi­schof Bru­no For­te, ent­hüll­te Anfang Mai 2016, weni­ge Tage nach der Ver­öf­fent­li­chung von Amo­ris lae­ti­tia, und offen­bar ent­spre­chend sie­ges­si­cher, daß ihm Fran­zis­kus kla­re Order zur Abfas­sung des Syn­oden­schluß­be­rich­tes erteilt hat­te. Er sol­le die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen nicht erwäh­nen, weil das nur die Ver­tei­di­ger des Ehe­sa­kra­men­tes pro­vo­zie­ren wür­de („die machen uns sonst einen Wir­bel“). For­te sol­le so for­mu­lie­ren, daß die wah­re Absicht nicht direkt aus dem Text her­vor­ge­he. Die „Schluß­fol­ge­run­gen“ für das nach­syn­oda­le Schrei­ben wer­de dann schon er, der Papst, zie­hen. For­te sag­te damit, daß die päpst­li­che Absicht, wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen die Kom­mu­ni­on zu geben, schon im Herbst 2015 fest­stand. Eben­so ein­deu­tig, so For­te, sei auch die päpst­li­che Stra­te­gie gewe­sen, die­se Absicht zu ver­schlei­ern und die Syn­oda­len und die Gläu­bi­gen letzt­lich in die Irre zu füh­ren. For­te wur­de vom Vati­kan weder demen­tiert noch zu einer Kor­rek­tur sei­ner Aus­sa­gen auf­ge­for­dert. Der Erz­bi­schof von Chie­ti hat­te damit auch zuge­ge­ben, daß die Kri­tik von Kar­di­nal Bur­ke vom Okto­ber 2014 und die Kri­tik der drei­zehn Kar­di­nä­le vom Okto­ber 2015 zutref­fend war, daß die Syn­ode blo­ße Staf­fa­ge sei, um „vor­ge­fer­tig­te“ Ergeb­nis­se durch­zu­set­zen.

Geprü­gelt und bestraft wur­den nicht die unehr­li­chen Mani­pu­la­teu­re, son­dern jene, die den Schwin­del durch­schau­ten und auf­deck­ten. Kar­di­nal Bur­ke wur­de aus dem Vati­kan ent­fernt und muß­te seit­her, eben­so die drei­zehn Kar­di­nä­le des Beschwer­de­brie­fes von 2015 und die vier Kar­di­nä­le der Dubia vom 19. Sep­tem­ber 2016, hau­fen­wei­se Prü­gel durch die päpst­li­che Entou­ra­ge, kir­chen­fer­ne Main­stream-Medi­en und den Papst selbst erdul­den.

Unfaßbare und untragbares Schweigen von Franziskus

Dazu gehört auch das für ein katho­li­sches Kir­chen­ober­haupt eben­so unfaß­ba­re wie untrag­ba­re Schwei­gen zu wich­ti­gen Glau­bens­fra­gen, zu denen die vier Kar­di­nä­le Bur­ke, Brand­mül­ler, Caf­farra und Meis­ner Fra­gen vor­ge­legt haben. Ein Papst, der Fra­gen zu aktu­ell dis­ku­tier­ten, zen­tra­len Glau­bens­the­men nicht ant­wor­tet, miß­ach­tet letzt­lich sein Amt, zumin­dest wird er ihm nicht gerecht.

Die vier Kar­di­nä­le for­mu­lier­ten ihre Zwei­fel, weil sie eine Klä­rung von „Zwei­deu­tig­kei­ten“ und „Unklar­hei­ten“ erwar­ten, die sei Mona­ten „gro­ße Ver­wir­rung“ in der Kir­che stif­ten. Seit dem 8. April 2016, dem Tag der Vor­stel­lung von Amo­ris lae­ti­tia, rei­ßen die Kri­tik und die Appel­le an Papst Fran­zis­kus nicht ab, Klar­heit zu sei­nem nach­syn­oda­len Schrei­ben zu schaf­fen. Jüngst waren es mehr als 1000 Prie­ster aus dem angel­säch­si­schen Raum, die sich mit einem sol­chen Appell an Rom wand­ten. Doch Papst Fran­zis­kus schweigt und sen­det Signa­le aus, mit denen die Ver­wir­rung noch erhöht wird.

Die eng­sten Mit­ar­bei­ter und Papst-Ver­trau­ten erklä­ren zugleich, allen Appel­len und Bit­ten zum Trotz, daß Amo­ris lae­ti­tia völ­lig klar sei, daß alles ver­ständ­lich und ein­deu­tig sei und man nicht die ver­ste­hen kön­ne, war­um dies für ande­re nicht der Fall ist. Ein Affront gegen alle Appel­lan­ten.

Franziskus‘ Lieblingsbischof in den USA: „Absolute Klarheit“ in Amoris laetitia

In die­sem Sinn mel­de­te sich am 14. Febru­ar erneut der Lieb­lings­bi­schof von Papst Fran­zis­kus in den USA zu Wort. Bla­se Cupich galt vor Fran­zis­kus als „Links­au­ßen“ in der Ame­ri­ka­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz. Papst Fran­zis­kus mach­te genau ihn („immer auf der Suche nach den pro­gres­siv­sten Kan­di­da­ten“, so Alain Pron­kin) zum Bischof eines der bedeu­tend­sten Bis­tü­mer der USA und der Welt­kir­che ins­ge­samt. Cupich wur­de gegen den Wil­len sei­nes Vor­gän­gers, Fran­cis Kar­di­nal Geor­ge, zum Erz­bi­schof von Chi­ca­go. Zudem erhob ihn Fran­zis­kus in den Kar­di­nals­rang. Cupich erweist sich seit­her als beson­ders eif­ri­ger Par­tei­gän­ger des Pap­stes und Ver­tei­di­ger von des­sen umstrit­ten­sten Hand­lun­gen. Am ver­gan­ge­nen Diens­tag schrieb der Kar­di­nal in einem Tweet:

#Amo­ris­La­e­ti­tia expres­ses with „abso­lu­te cla­ri­ty“ mar­ria­ge doc­tri­ne in full fidel­ty to tra­di­tio­nal Church tea­ching

„Amo­ris lae­ti­tia bringt mit ‚abso­lu­ter Klar­heit‘ die Ehe­leh­re in völ­li­ger Treue zur tra­di­tio­nel­len Leh­re der Kir­che zum Aus­druck.“

Cupich folgt auch dar­in ganz Fran­zis­kus: Die Beden­ken, Zwei­fel, Sor­gen ande­rer wer­den nicht zur Kennt­nis genom­men. Sie exi­stie­ren ein­fach nicht.

Wahr­schein­lich genügt es, laut Cupich, die Ant­wort zu lesen, die Papst Fran­zis­kus den vier Kar­di­nä­len auf ihre Dubia (Zwei­fel) gab, um die „abso­lu­te Klar­heit“ des päpst­li­chen Doku­ments zu erken­nen. Nur scha­de, daß Papst Fran­zis­kus den vier Kar­di­nä­len auch nach fünf Mona­ten noch immer kei­ne Ant­wort gege­ben hat. Wenn doch alles so „abso­lut klar“ ist, war­um ant­wor­tet Papst Fran­zis­kus dann den Kar­di­nä­len nicht?

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Twit­ter




Sie lesen gern Katholisches.info? Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!





11 Kommentare

  1. Man kann nicht dar­an vor­bei­se­hen, dass auf die nicht oder nur teil­wei­se vor­han­de­nen Kennt­nis­sen der Men­schen über den katho­li­schen Glau­ben spe­ku­liert wird. Wie kann es sein, dass Amts­per­so­nen in der katho­li­schen Kir­che nicht alles tun, um das gan­ze Glau­bens­gut unver­än­dert wei­ter­zu­ge­ben, ohne unter­ein­an­der zu strei­ten? Wel­che Grup­pe hat kei­ne Ehr­furcht vor Gott und kei­nen Respekt für das je eige­ne Amt? Mir scheint, dass Men­schen, die auf ihren im Eltern­haus ver­mit­tel­ten Kin­der­glau­ben zurück­grei­fen kön­nen, bes­ser gerü­stet sind, zu erken­nen, dass dem Wort Got­tes mehr zu gehor­chen ist als den Men­schen, und sei es der jet­zi­ge Papst selbst von dem Abstand zu neh­men ist. Man muss sich nur immer wie­der die Fra­ge stel­len: hät­te Jesus so gespro­chen, hät­te Jesus so gehan­delt.…

    • @ Weg­su­cher: Dass das Fun­da­ment des Glau­bens an Gott in der Regel bereits im Eltern­haus gelegt wird, ist sowohl rich­tig wie auch wich­tig. Lang­fri­stig ent­schei­dend bleibt, dass „der Kin­der­glau­be“ dem tra­di­tio­nel­len über­lie­fer­ten Glau­ben der katho­li­schen Kir­che ent­springt, so wie die Bibel selbst und EB Lefevb­re ihn immer wie­der bezeugt und sei­ne Bewah­rung gefor­dert haben. Der Kin­der­glau­be, der auf dem Novus Ordo — dem Haus auf Sand — grün­det, wird durch die stür­mi­schen Was­ser des Lebens irgend­wann voll­kom­men in sich zusam­men­stür­zen, da ihm das feste Fun­da­ment Got­tes fehlt.
      Selbst Kin­der kön­nen die­ses bibli­sche Bei­spiel ver­ste­hen, da sie ger­ne mit Sand spie­len und immer wie­der erfah­ren, wie schnell etwas auf oder aus Sand Gebau­tes ein­stürzt, beson­ders wenn das Bau­werk kon­ti­nu­ier­lich von Was­ser umspült wird.
      Wo nicht der ewi­ge und tat­säch­lich fun­da­men­ta­li­sti­sche Gott, der sein Haus soli­de auf Fels gebaut hat, son­dern wo der stol­ze sterb­li­che Mensch dass Fun­da­ment der Kir­che ist, gibt es Rück­schritt, der sich bezeich­nen­der­wei­se selbst als „Fort­schritt“ fei­ert. Der Novus Ordo ist der (Fort)-schritt, der von Gott fort führt. Glei­ches gilt für den Erfolg der Fei­er der soge­nann­ten moder­nen „Weg­got­tes­dien­ste,“ wel­che Kom­mu­ni­on­kin­dern oder jun­gen Firm­be­wer­bern den Ablauf und die Regeln der Lit­ur­gie wäh­rend der hei­li­gen Mes­se nahe­brin­gen sol­len. Das sieht so aus, dass bei­spiels­wei­se Lai­en­seel­sor­ge­rin­nen den Prie­ster wäh­rend der Wand­lung min­de­stens zwei­mal unter­bre­chen, um den Kin­dern am Ambo zu erklä­ren, welch hei­li­ge Hand­lung gera­de am Altar voll­zo­gen wird!!!!! Weg­got­tes­dien­ste zei­gen nicht den Weg, son­dern füh­ren weg von Gott, (wie der Name bereits erken­nen lässt), weil beson­ders die ahnungs­lo­sen Firm­be­wer­ber zwar mei­stens getauft sind, Erst­beich­te und Erst­kom­mu­ni­on absol­vier­ten, aber lei­der mehr­heit­lich als laue Chri­sten oder als Hei­den erzo­gen wur­den.

  2. Der Papst ant­wor­tet nicht weil er ein schlech­tes Gewis­sen hat, und als abso­lu­ter Herr­scher hat er damit kein Pro­blem. Ich frag mich nur wie lang kann das noch gehen, blin­der Kada­ver­ge­hor­sam für immer und ewig?

    • Täu­schen Sie sich da nicht?
      Hat Papst Fran­zis­kus nicht viel­mehr (für sich) ein abso­lut gutes und rich­ti­ges Gewis­sen?- Nein,Papst Fran­zis­kus hat ein gutes Gewis­sen und des­we­gen räumt er ohne Gewis­sens­bis­se auch alle aus dem Weg, die sich sei­nem „guten Gewis­sen“ ent­ge­gen­stel­len.

  3. Man wun­dert, sich, daß nicht alle klar ver­ste­hen. wie schön klar doch alles ist? Ist schon klar, alle Ande­ren sind Idio­ten … Psy­cho­lo­gen ken­nen das …

  4. So lang­sam kann ich das gan­ze Gezer­re und Gezänk um das offen­sicht­li­che Schis­ma, dass Amo­ris Lae­ti­tia aus­ge­löst hat, nicht mehr hören. Alle Häre­ti­ker, die sich dazu beken­nen, Got­tes Gebo­te bes­ser als er selbst zu ken­nen, soll­ten zuerst die Bibel lesen.
    Gott ist die Wahr­heit und die gött­li­che Wahr­heit ist immer ganz klar und ein­deu­tig. Eurer Ja, sei ein Ja, euer Nein sei ein Nein — alles ande­re stammt nicht von Gott. Gott, der Ewi­ge ist treu — war­um sind sei­ne Kin­der es nicht? Nie­mand ist berech­tigt ein „ande­res“ Evan­ge­li­um zu ver­kün­den oder Got­tes Gebo­te und Leh­ren zu „über­ar­bei­ten“ , — nie­mand! Selbst Got­tes Sohn — Jesus Chri­stus — hat­te und woll­te weder Macht, noch Ehr­geiz oder die Erlaub­nis, dass Erbe sei­nes himm­li­schen Vaters abzu­än­dern.
    Der Apo­stel Pau­lus mahnt im Gala­ter­brief ein­dring­lich und mehr­mals:
    „Wer euch aber ein ande­res Evan­ge­li­um ver­kün­digt, als wir euch ver­kün­digt haben, der sei ver­flucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Him­mel.
    Wer euch ein neu­es, ande­res Evan­ge­li­um als das ver­kün­digt haben, pre­digt, der sei ver­flucht!“
    Der Hei­land selbst war nicht in die Welt gekom­men, um die (hei­li­ge) Schrift und damit alles Gött­li­che abzu­än­dern oder „umzu­krem­peln“ — er war nicht gekom­men, um zu zer­stö­ren oder um zu rich­ten, son­dern um zu erfül­len, zu ret­ten und zu hei­len.

  5. Die nach­kon­zi­la­re katho­li­sche Kir­che benimmt sich wie ein Kin­der-Karus­sell, wel­ches sich immer und immer wie­der nur um sich selbst und um ihr Stecken­pferd — Amo­ris Lae­ti­tia — dreht. Jeder weiß, wenn man zu aus­dau­ernd Karus­sell fährt, wer­den die Sin­ne ver­wirrt — es wird einem schwind­lig, viel­leicht sogar übel und man muß beim Aus­stei­gen acht­ge­ben, dass man nicht hin­fällt.
    Hat die moder­ne katho­li­sche Kir­che wirk­lich sonst kei­ner­lei „Bau­stel­len“ oder ist es nicht viel­mehr beque­mer die Spe­zi­es der Ehe­bre­cher für „geleb­te Barm­her­zig­keit“ — zu instru­men­ta­li­sie­ren? Das Gna­den­bild des barm­her­zi­gen Jesus nach Sr. Fausti­na wur­de im hei­li­gen Jahr der Barm­her­zig­keit 2016 gegen den gött­li­chen Wil­len durch ein scheuß­lich Vater-Sohn-Logo mit drei Augen aus­ge­tauscht!
    Was ist mit den zahl­rei­chen Gläu­bi­gen, die zwar nicht zur Grup­pe der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen gehö­ren, die aber durch ande­re schwe­re Sün­den nicht im Stand der Gna­de zum „Tisch des Herrn“ strö­men, um die sakri­le­gi­sche Hand­kom­mu­ni­on mög­li­cher­wei­se aus den unbe­rech­tig­ten Hän­den eines Kom­mu­ni­on­hel­fers zu emp­fan­gen? Was ist mit den vie­len nicht sakra­men­tal, son­dern nur zivil­recht­lich ver­hei­ra­te­ten Ehe­paa­ren, die sich durch den Emp­fang der Hei­li­gen Kom­mu­ni­on ahnungs­los immer wie­der „das Gericht essen“? War­um wird der Leib des Herrn an prak­ti­zie­ren­de Unzüch­ti­ge und sogar an Mör­der (künst­li­che Ver­hü­tung und Abtrei­bung) jeg­li­cher Cou­leur und Viel­falt gespen­det?
    War­um ver­sucht die unbarm­her­zi­ge Kon­zils­kir­che stän­dig bei ande­ren See­len den Split­ter aus deren Augen zu zie­hen und sieht dabei nicht den Bal­ken vor den eige­nen Augen?

    • Es ist ein­fach Hin­ter­list, wenn man auf Fra­gen nicht ant­wor­tet und Hin­ter­häl­tig­keit und Ver­rat, wenn man dem Ver­fall der Leh­re Chri­sti Vor­schub lei­stet und zusieht.

  6. Alles, was Herr Nar­di sagt, ent­spricht der Wahr­heit.
    Aber mal anders­her­um: Sei­ne Emi­nenz Herr Kar­di­nal Mül­ler sagt deut­lich, daß bei AL soz. alles klar sei: daß AL näm­lich die immer­gül­ti­ge Leh­re nicht ver­än­de­re und auch nicht ver­än­dern kön­ne, und sich kein Bischof irgend­wo auf der Welt in einer ver­än­dern­den Pasto­ral­vor­ga­be auf AL beru­fen kön­ne.
    Kann, oder soll, man nicht davon aus­ge­hen, daß Kar­di­nal Mül­ler nun­mehr sei­nen Kol­le­gen, Herrn Kar­di­nal Schön­born, als Inter­pret von AL abge­löst hat?
    Solan­ge Herr Kar­di­nal Mül­ler sagen kann, was er sagt und auch im Amt bleibt, gilt sei­ne Inter­pre­ta­ti­on.

    • Ach Fran­zel, der Kar­di­nal Mül­ler kann doch reden, so viel er will. Die nor­ma­ti­ve Kraft des Fak­ti­schen wird ihn und sei­ne Inter­pre­ta­ti­on hin­weg­wäl­zen wie eine Lawi­ne. Und das wis­sen die Kas­pe­ria­ner ganz genau. Denn sie machen es den Men­schen mit ihren The­sen leicht, füh­ren sie auf den beque­men, brei­ten Weg und „ver­söh­nen“ sie mit der Moder­ne. Alle, denen die Gebo­te Got­tes und der Kir­che irgend­wie schwie­rig und unver­ständ­lich erschei­nen, die sich an ihnen rei­ben, denen sie etwas abver­lan­gen, wer­den die Erleich­te­run­gen dank­bar anneh­men, Kle­ri­ker wie Lai­en. Und jene, die an den alten Gebo­ten fest­hal­ten, wer­den ihnen erschei­nen, wie Ber­go­glio von die­sen spricht: rigi­de, lebens­fremd, pha­ri­sä­isch, pela­gia­nisch, Men­schen von gestern, über die man sich lustig machen, oder die man bekämp­fen muss. Ber­go­glio segelt auf dem indi­vi­dua­li­sti­schen Lebens­ge­fühl der Moder­ne, und das macht ihn so sicher und so sie­ges­ge­wiss. Wie heißt es schon in dem berühm­ten Stauf­fen­berg­schen Lieb­lings­ge­dicht: „Ich schaff euch für alles was sel­ten und schwer Das Leich­te / ein ding das wie gold ist aus lehm“.
      https://textkette.com/2014/04/23/der-widerchrist/

      • Ja, man könn­te natür­lich die Hoff­nung ver­lie­ren und manch­mal den Kopf in den Sand stecken. Aber nicht „wir“ wer­den schei­tern, son­dern die­je­ni­gen, die die Gebo­te Got­tes und die Sakra­men­te auf­wei­chen, sind schon geschei­tert. Und wenn sie nicht umkeh­ren wol­len, kann man dar­an wenig ändern. Kar­di­nal Mül­ler und beson­ders die 4 Kar­di­nä­le mit vie­len ande­ren zei­gen doch den Weg in eine gute Zukunft der Kir­che und der Men­schen.
        Und auch Kar­di­nal Sarah‚s Ein­las­sun­gen bzgl. der hl. Mes­se, die nach Osten hin gefei­er­te hl. Lit­ur­gie, sind zukunfts­wei­send. Das Rich­ti­ge wird unver­meid­lich, Schritt für Schritt, kom­men mit der Hil­fe des All­mäch­ti­gen.

Kommentare sind deaktiviert.