„Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient“ — Dank an den neuen Präsidenten der U.S.A. für seinen Einsatz für den Lebensschutz!

Nein zur Abtreibung: "Gerechtigkeit für alle, Geborene und Ungeborene". Die Aufbruchstimmung der US-Lebensrechtsbewegung durch den Amtsantritt von Präsident Donald Trump.
Nein zur Abtreibung: "Gerechtigkeit für alle, Geborene und Ungeborene". Die Aufbruchstimmung der US-Lebensrechtsbewegung durch den Amtsantritt von Präsident Donald Trump.

Von Dr. Mar­kus Büning*

Das ist in der Tat ein star­kes und glaub­wür­di­ges Signal: Der hier zu Lan­de ach so ver­ach­te­te U.S.-Präsident Donald Trump setzt in den ersten Tagen sei­ner Amts­zeit kla­re Signa­le für den Schutz des unge­bo­re­nen Lebens! Katholisches.info berich­te­te dar­über.

Undenk­bar ist dem­ge­gen­über in den Län­dern des deka­den­ten Kern-EU-Euro­pas, dass ein Regie­rungs­chef oder eine Regie­rungs­chefin auch nur im Ansatz den Mut die­ses Man­nes hät­te, eine eben­so kla­re Absa­ge der inzwi­schen salon­fä­hig gewor­de­nen Abtrei­bungs­in­du­strie zu ertei­len. Nein, hier­zu­lan­de wird in den Main­stream-Medi­en die Abtrei­bung seit Jahr­zehn­ten als Recht der Frau, frei nach dem pri­mi­ti­ven Mot­to „Mein Bauch gehört mir!“, ver­kauft.

Trump unterzeichnet die Wiedereinführung der Mexico City Policy
Trump unter­zeich­net die Wie­der­ein­füh­rung der Mexi­co City Poli­cy

Hin­ter­grund die­ser Ver­harm­lo­sungs­stra­te­gie ist es natür­lich, das Unrechts­be­wusst­sein dem Men­schen an die­ser Stel­le völ­lig mür­be zu machen, ja zu kon­ter­ka­rie­ren. Hier­zu­lan­de bist du ja schon fast ein Kri­mi­nel­ler, wenn du sagst, was Abtrei­bung wirk­lich ist: ein abscheu­li­ches und men­schen­ver­ach­ten­des Ver­bre­chen.

War­um ist das in den U.S.A. offen­sicht­lich anders? War­um kann in die­sem Land der Lebens­schutz seit Jahr­zehn­ten so erfolg­reich kämp­fen, dass selbst durch eine Prä­si­den­ten­wahl ein Stra­te­gie­wech­sel erfol­gen kann? Ich glau­be, dass dies etwas zu tun hat mit der gro­ßen Offen­heit vie­ler Ame­ri­ka­ner gegen­über dem abso­lut gel­ten­den Gesetz Got­tes. Und hier gibt es – Gott Dank – eine gute Öku­me­ne der Chri­sten, die sich in der Fra­ge des Lebens­schut­zes klar Seit an Seit wis­sen, sei­en sie evan­ge­lisch, zumeist evan­ge­li­kal, oder katho­lisch. Ja, in die­sen Tagen kommt mir bezüg­lich die­ses poli­ti­schen Wech­sels in den U.S.A. der Aus­spruch in den Sinn, den der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Joseph Marie Comte de Maist­re (1753/54–1821) gemacht hat:

„Jedes Volk hat die Regie­rung, die es ver­dient.“

Glück­wunsch U.S.A., Glück­wunsch allen unge­bo­re­nen Kin­dern, die durch die­se neue Hal­tung leben dür­fen!

Unschuldiges, ungeborenes Kind im Mutterleib
Unschul­di­ges, unge­bo­re­nes Kind im Mut­ter­leib

War­um spre­che ich die­sen Wunsch so klar und deut­lich aus? Nun, weil auch ich bei­na­he das Opfer einer Abtrei­bung gewor­den wäre. Ich habe zunächst gezö­gert, ob ich die­se Epi­so­de vom Anfang mei­nes Lebens der Öffent­lich­keit kund­tun soll. Mei­nes Erach­tens ist hier durch­aus der rich­ti­ge Ort und Kai­ros, die­ses per­sön­li­che Zeug­nis abzu­le­gen. Ver­bun­den ist damit die Hoff­nung, dass die Her­zen derer sich umstim­men las­sen, die die Abtrei­bung in ihrem Unrechts­ge­halt nicht mehr erken­nen. Also es war so: Im Jahr 1965 erkrank­te mei­ne mit mir schwan­ge­re Mut­ter an einem bös­ar­ti­gen Tumor. Es kam, was kom­men muss­te: die Bestrah­lungs­the­ra­pie, die in die­ser Zeit alles ande­re als sanft war. Die Ärz­te rie­ten mei­ner Mut­ter zum Abbruch, weil das Kind unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen höchst­wahr­schein­lich kei­ne Chan­ce hät­te oder behin­dert zu Welt kom­men wür­de. Zudem wür­de sie ihr Leben durch das Aus­tra­gen des Kin­des gefähr­den. Mei­ne Mut­ter war damals in einer ganz bedrän­gen­den Lage. Der kla­re Rat der Ärz­te, die Sor­ge um ihr Leben, das Den­ken an ihren Ehe­mann und die Unge­wiss­heit, ob das Leben in ihrem Leib über­haupt eine Chan­ce hat. Mein Groß­va­ter erzähl­te mir davon, dass er und mein Vater damals sehr ver­un­si­chert waren und mei­ner Mut­ter den Rat der Ärz­te ver­sucht haben, nahe zu brin­gen. Wie war die Reak­ti­on die­ser muti­gen Frau: Sie mach­te sofort unmiss­ver­ständ­lich deut­lich, dass nur Gott der Herr über Leben und Tod ist. Dem­entspre­chend sei sie unter kei­nen Umstän­den bereit, das Leben des Kin­des zur Dis­po­si­ti­on zu stel­len. Sie wol­le von dem ärzt­li­chen Rat nichts mehr hören. Das war eine kla­re Ansa­ge. Die Ansa­ge einer Frau, die tief im Glau­ben der Kir­che ver­wur­zelt war und zeit­le­bens dar­aus leb­te. Ein Grund für die­se kom­pro­miss­lo­se Hal­tung war sicher das eige­ne Erle­ben eines Seli­gen, der in schwe­rer Zeit selbst uner­schüt­ter­lich für den Wert des Lebens ein­trat: Cle­mens August Kar­di­nal Graf Galen (1878–1946). Wie die Sache aus­ging, kön­nen die Leser die­ser Zei­len ja erah­nen: Das Kind kam, zwar viel zu früh, im Febru­ar 1966 völ­lig gesund zu Welt und darf jetzt die­ses Zeug­nis für das unge­bo­re­ne Leben abge­ben.

Mit die­sem Zeug­nis ver­bin­de ich aller­dings auch den Wunsch, dass in den U.S.A. die Todes­stra­fe abge­schafft wird. „Gott allein ist der Herr über Leben und Tod!“ Das war die Über­zeu­gung mei­ner Mut­ter, das ist auch zutiefst mei­ne Über­zeu­gung. Natür­lich muss der Mör­der einer gerech­ten Stra­fe zuge­führt wer­den. Aber: Auch ein Mör­der kann sich bekeh­ren! In die­sen Tagen des Janu­ars haben wir das Fest der Bekeh­rung des Hei­li­gen Pau­lus gefei­ert. Er war ein Chri­sten­has­ser und Chri­sten­ver­fol­ger der ersten Stun­de. Und was tut unser Herr: Er stürzt ihn vom Pferd und schenkt ihm die Gna­de der Bekeh­rung. Ich bete für jeden Men­schen, der sich eines Ver­bre­chens schul­dig gemacht hat, um die Gna­de der Bekeh­rung.

Noch­mals zurück zum The­ma Lebens­schutz: Das Leben des Men­schen liegt allein in Got­tes Hand! Er ist es ja, der einem jeden von uns die­ses Geschenk gemacht hat. Und mit die­sem Geschenk haben wir ehr­fürch­tig umzu­ge­hen: vom ersten Beginn des Lebens an (von der Ver­bin­dung der Ei- mit der Samen­zel­le) bis zum letz­ten Atem­zug, bis das Herz auf­hört zu schla­gen. Auch der soge­nann­te „Hirn­tod“ scheint inzwi­schen wegen der Organ­spend­e­indu­strie all­ge­mein salon­fä­hig gewor­den zu sein. Nein auch hier gilt der Satz mei­ner Mut­ter: „Gott allein ist der Herr über Leben und Tod!“

Möge Gott dem Prä­si­den­ten der U.S.A. die Kraft geben, sich in die­sem Sin­ne für einen wirk­lich umfas­sen­den Lebens­schutz ein­zu­set­zen. Möge Gott auch uns wie­der eine Regie­rung geben, die den Lebens­schutz ohne Kom­pro­mis­se ach­tet. Dazu bedarf es aller­dings der Bekeh­rung wei­ter Tei­le unse­rer Wohl­stands­ge­sell­schaft. Denn so wie die Din­ge jetzt lie­gen, haben wir wohl kei­ne bes­se­re Regie­rung ver­dient.

*Mar­kus Büning, gebo­ren 1966 in Ahaus (West­fa­len), stu­dier­te katho­li­sche Theo­lo­gie und Phi­lo­so­phie in Mün­ster in West­fa­len und Mün­chen. Nach sei­nem erfolg­rei­chen Stu­di­en­ab­schluß absol­vier­te er ein Stu­di­um der Rechts­wis­sen­schaf­ten an den Uni­ver­si­tä­ten von Kon­stanz und Mün­ster und wur­de 2001 in Mün­ster zum Dok­tor der Rechts­wis­sen­schaf­ten pro­mo­viert. Nach Tätig­kei­ten als Assi­stent an den Uni­ver­si­tä­ten Kon­stanz und Mün­ster trat er als Jurist in den Ver­wal­tungs­dienst. Der aus­ge­wie­se­ne Kir­chen­recht­ler ver­öf­fent­lich­te zahl­rei­che Publi­ka­tio­nen zu kir­chen­recht­li­chen und theo­lo­gi­schen The­men und über Hei­li­ge. Dr. Mar­kus Büning ist ver­hei­ra­tet und Vater von zwei Kin­dern.

Bild: all.org/Youtube (Screen­shots)

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2 Kommentare

  1. Dan­ke für Ihren inter­es­san­ten Bericht. Mr. Trump ist ‑wie jeder irdi­sche Mensch- ein Sün­der, aber er ist bei Wei­tem das klei­ne­re Übel für Ame­ri­ka. Er ist bereits dabei die ersten sei­ner Wahl­ver­spre­chen ein­zu­lö­sen. Er hat in aller Öffent­lich­keit gebe­tet und Gebe­te /Ansprachen ver­schie­de­ner reli­giö­ser Gemein­schaf­ten zuge­las­sen. Ich glau­be, er hat in sei­ner Antritts­re­de als Prä­si­dent mehr von Gott gespro­chen, als der der­zei­ti­ge Bischof von Rom! Was Mr. Trump ver­mu­tet, stimmt: Er hat die gesam­te säku­la­re Medi­en­welt gegen sich auf­ge­bracht, weil er es abge­lehnt hat, mit der Eli­te der Regie­ren­den — die Frei­mau­rer sind, — zu koope­rie­ren. Des­halb müs­sen wir viel für ihn beten, auch weil er sich durch sein Han­deln in höch­ste Lebens­ge­fahr begibt.
    Rich­tig — die Todes­stra­fe gehört abge­schafft — eben­so die Fol­ter. Die Bekeh­rung des Apo­stels Pau­lus war für ihn selbst die größ­te Gna­de sei­nes Lebens. Gott hat dies nicht „ein­fach so“ bewirkt, son­dern die Bekeh­rung war die Frucht des Gebe­tes des Mär­ty­rers Ste­pha­nus, der ster­bend für Sau­lus und sei­ne Ver­fol­ger bete­te. Ich muß­te das ergän­zen, weil es lei­der oft ver­ges­sen oder über­se­hen wird. Es ist immer Gebet, wel­ches Wun­der, Hei­lun­gen oder Bekeh­run­gen bewirkt — Got­tes Gna­de wirkt nie zufäl­lig, wie Mar­tin Luther behaup­tet.
    Zu Ihrer Infor­ma­ti­on, lie­ber Herr Dr. Bün­dig: Es gibt kei­nen soge­nann­ten „Hirn­tod“. Die geld­gie­ri­ge Organ-Mafia hat die­sen Begriff erfun­den, ein­ge­führt und geprägt, um ahnungs­lo­se Men­schen skru­pel­los bei leben­di­gem Lei­be aus­schlach­ten zu dür­fen. War­um gibt es fast kei­ne Ärz­te oder Anäs­the­si­sten, die selbst einen Organ­spen­de­aus­weis besit­zen? Im Inter­net fin­den sich meh­re­re Berich­te über die Wahr­heit der Organ­spen­de-Mafia. Organ­spen­de funk­tio­niert nur mit leben­den Orga­nen — tote abge­stor­be­ne Orga­ne sind für eine Ver­pflan­zung voll­kom­men unge­eig­net und des­halb wert­los. Angeb­lich „hirn­to­te“ Men­schen wer­den nar­ko­ti­siert oder mit Eis­wür­feln im Bauch „betäubt“, damit sie „kei­ne Schmer­zen“ beim dem blu­ti­gen chir­ur­gi­schen Gemet­zel spü­ren. Es hat meh­re­re Fäl­le gege­ben, wo „Hirn­to­ten“ wäh­rend der „Organ­spen­de“ Trä­nen über das Gesicht lie­fen, weil sie alles spür­ten, aber sich wäh­rend des Aus­schlach­tens nicht mehr bemerk­bar machen konnten…Organspende ist grau­sa­mer Mord und wird eben­so wie Abtrei­bung ver­harm­lost.

  2. Dan­ke für Ihren erhel­len­den Kom­men­tar. Sie haben voll­kom­men Recht. Organ­han­del ist genau wie Abtrei­bung ein Mil­li­ar­den­ge­schäft und eben­so ein abscheu­li­ches Ver­bre­chen. Orga­ne von Lei­chen wären völ­lig wert­los und nicht lebens­fä­hig. Wenn die Men­schen dar­über rich­tig auf­ge­klärt wür­den, könn­ten die­se Ver­bre­chen bes­ser bekämpft wer­den. Die Eli­ten tun jedoch alles dafür, um dies zu ver­hin­dern.

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