Durch Martin Luther wurde im Protestantismus eine Überhöhung der Staatsmacht angestoßen – mit schwerwiegenden Folgen. Die katholische Seite, wie Kardinal Robert Bellarmin, stellte sich entgegen.
Forum

Vom naturrechtlichen Gemeinwesen zum demokratischen Rechtsstaat (1613)

Ein Gast­bei­trag von Hubert Hecker I. Mar­tin Luther ent­wickel­te aus sei­nen theo­lo­gi­schen Grund­sät­zen eine theo­kra­ti­sche Staats­kon­zep­ti­on. Pro­te­stan­ti­sche Argu­men­te für abso­lu­ti­sti­sche Herr­scher Der Refor­ma­tor lehn­te eine Welt­be­schrei­bung mit säku­la­ren Kate­go­rien von Phi­lo­so­phie und Staats­recht ab. Poli­tik und Staat soll­ten allein aus der Bibel erklärt wer­den (sola scrip­tu­ra). Bei die­sem Ansatz war der Aus­gangs­punkt für Luthers theo­kra­ti­sche
Die Krönung Mariens im Himmel
Hintergrund

Die Enzyklika Ad Caeli Reginam von Pius XII. – vor 70 Jahren

Von Cri­sti­na Sic­car­di* In die­sem Monat jährt sich zum 70. Mal die Ver­kün­dung der Enzy­kli­ka Ad Cae­li Regi­nam von Pius XII. Es war der 11. Okto­ber 1954, als Papst Pacel­li beschloß, das Fest Maria Köni­gin ein­zu­füh­ren. Die Mut­ter Got­tes gilt in der Tra­di­ti­on der Kir­che seit jeher als Köni­gin, wie die Lau­re­ta­ni­schen Lita­nei­en deut­lich machen:
Papst Franziskus schockierte in Asien mit der Aussage, daß alle Religionen "gleich" seien. Doch welche Konsequenzen hat eine solche häretische Aussage?
Forum

Zum Problem des häretischen Papstes

Von Rober­to de Mat­tei* Die Erklä­rung von Papst Fran­zis­kus über die ver­schie­de­nen Reli­gio­nen, die er am 13. Sep­tem­ber in Sin­ga­pur abge­ge­ben hat, ist wahr­schein­lich dazu bestimmt, einem gewis­sen Sedis­va­kan­tis­mus Vor­schub zu lei­sten, der sich wei­gert, die Auto­ri­tät des amtie­ren­den Pap­stes wegen sei­ner tat­säch­li­chen oder ver­meint­li­chen Häre­si­en anzuerkennen.
Mariä Aufnahme in den Himmel
Liturgie & Tradition

Eine Frau, mit der Sonne umkleidet

Die Kir­che fei­ert heu­te, am 15. August, den kost­ba­ren Tod und die glor­rei­che Auf­nah­me der Got­tes­mut­ter Maria in den Him­mel. Am 1. Novem­ber 1950 wur­de von Papst Pius XII. als Glau­bens­satz ver­kün­det, daß die aller­se­lig­ste Jung­frau Maria mit Leib und See­le in den Him­mel auf­ge­nom­men wur­de. Die demü­ti­ge Jung­frau und Got­tes­mut­ter erhielt die herr­li­che Him­mels­kro­ne und
Die "Madonnina" auf dem Monte Mario in Rom. Sie wurde aufgrund eines Gelöbnisses errichtet, als Dank, daß die Stadt im Zweiten Weltkrieg weder umkämpft noch zerstört wurde.
Hintergrund

Die Rettung Roms im Jahr 1944

Von Don Fla­vio Pelo­so* Nach der alli­ier­ten Bom­bar­die­rung Roms im August 1943, der Lan­dung der alli­ier­ten Trup­pen in Anzio am 22. Janu­ar 1944 und dem Mas­sa­ker in den Fos­se Arde­ati­ne am 24. März herrsch­te in der Stadt Rom gro­ße Angst vor dem bevor­ste­hen­den Zusam­men­stoß der feind­li­chen Armeen, der in den Stra­ßen der Stadt befürch­tet wur­de.
Welche Zukunft ist für die katholische Kirche in China möglich, welche wird angestrebt?
Christenverfolgung

Welche Zukunft für die katholische Kirche in China?

Von Ric­car­do Pedriz­zi* Das Hun­dert­jahr­ju­bi­lä­um des Kon­zils von Schang­hai, das vom 15. Mai bis zum 12. Juni 1924 statt­fand, wur­de mit zwei Tagun­gen in Mai­land (20. Mai, Katho­li­sche Uni­ver­si­tät vom Hei­li­gen Her­zen) und in Rom (21. Mai, Päpst­li­che Uni­ver­si­tät Urba­nia­na) began­gen, bei denen die chi­ne­si­sche Kir­che im Mit­tel­punkt einer ein­ge­hen­den Debat­te stand, an der Bischö­fe,
Über Dinge, die Teil der Tradition sind, uns aber vor kurzem durch die Liturgiereform genommen wurden
Forum

Was wir verloren haben II

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Wir set­zen die Rei­he der „Din­ge“ – Bräu­che, Riten oder Wun­der­li­ches – fort, die die Kir­che mit der Zer­stö­rung der römi­schen Lit­ur­gie ver­lo­ren hat. Am schockie­rend­sten war natür­lich der Ein­griff in die Hei­li­ge Mes­se, aber mit ihr wur­den auch vie­le klei­ne­re Din­ge abge­schafft, die bis in die 1960er Jah­re zum Leben des
Es sind nur wenige Jahrzehnte vergangen, für die Kirche eine kurze Zeit, für die Menschen eine lange Zeit, und so ist manches aus dem Gedächtnis verschwunden, sodaß wir den Verlust nicht mehr wahrnehmen. Darum einige Hinweise.
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Was wir verloren haben I: Zeitpunkt und Dauer der heiligen Messe

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Es ist bemer­kens­wert, wie schnell Gesell­schaf­ten ihr Gedächt­nis ver­lie­ren, und aus die­sem Grund ist es auch bemer­kens­wert, wie schnell auch wir in der Kir­che aus dem Gedächt­nis ver­lo­ren haben, „wie die Din­ge waren“, und das noch bis vor weni­gen Jahr­zehn­ten. Ein Bei­spiel, das jeder ver­ste­hen wird: