Im Frühjahr 1967 besuchte Msgr. Marcel Lefebvre (2. v. l.) den stigmatisierten Kapuziner Pater Pio in San Giovanni Rotondo.
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Die Legende von Padre Pios angeblicher Warnung an Erzbischof Lefebvre

Der Mecha­nis­mus ist nicht neu: Eine unbe­leg­te oder erfun­de­ne Behaup­tung wird nur oft genug wie­der­holt, bis sie schließ­lich den Anschein einer „bekann­ten Tat­sa­che“ gewinnt und als sol­che wei­ter­ver­brei­tet wird, als wäre sie Gewiß­heit. Im kon­kre­ten Bei­spiel geht es um zwei her­aus­ra­gen­de Gestal­ten der Kir­che des 20. Jahr­hun­derts, um den hei­li­gen Pater Pio von Piet­rel­ci­na und
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Die Weihen von Écône am 1. Juli: Chronos und Kairos eines Ereignisses

Von Rober­to de Mat­tei* „Habe­tis man­da­tum apo­sto­li­cum?“ – „Liegt das apo­sto­li­sche Man­dat vor?“ Mit die­ser ehr­wür­di­gen For­mel, mit der nach der kirch­li­chen Über­lie­fe­rung fest­ge­stellt wird, ob die Wei­he­kan­di­da­ten die Zustim­mung des Pap­stes besit­zen, begann am 1. Juli in Écô­ne der Ritus der Bischofsweihe.
Ein Moment der Bischofsweihen der Piusbruderschaft, im Bild die vier neuen Bischöfe
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Vier neue Bischöfe

Der tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Blog Mes­sa in Lati­no und Vati­can News ver­öf­fent­lich­ten Bil­der von den Bischofs­wei­hen der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. im Schwei­zer Kan­ton Wallis.
Die ersten Bischofsweihen der Piusbruderschaft im Jahr 1988
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Rom offenbar zur Exkommunikation entschlossen

Weni­ger als 24 Stun­den vor den von der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX) ange­kün­dig­ten Bischofs­wei­hen in Écô­ne ver­dich­ten sich die Hin­wei­se, daß der Hei­li­ge Stuhl unmit­tel­bar nach deren Voll­zug mit einer offi­zi­el­len Erklä­rung reagie­ren wird. Meh­re­re über­ein­stim­men­de Berich­te spre­chen davon, daß das ent­spre­chen­de Dekret bereits aus­for­mu­liert ist.
Papst Paul IV.: Veröffentlichte er 1559 eine Bulle, die auf die heutige Kirchenkrise vorbereiten sollte?
Hintergrund

Cum Ex Apostolatus Officio – Gedanken zur Wiederherstellung der katholischen Ordnung

Die gegen­wär­ti­ge Kri­se der Kir­che wird von vie­len gläu­bi­gen Katho­li­ken nicht ledig­lich als eine vor­über­ge­hen­de Ver­wir­rung betrach­tet, son­dern als eine Erschüt­te­rung von histo­ri­schem Aus­maß. Wer die Ent­wick­lun­gen der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te auf­merk­sam ver­folg­te, stößt unwei­ger­lich auf die Fra­ge, ob die Kir­che auf eine sol­che Situa­ti­on vor­be­rei­tet wur­de. Beson­de­re Auf­merk­sam­keit ver­dient in die­sem Zusam­men­hang die päpst­li­che Bul­le Cum
Pater Louis-Marie de Blignières, Prior der altrituellen Fraternité Saint-Vincent-Ferrier
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Wie Kardinal Ratzinger sagte: In einem Schisma trifft leider beide Seiten eine Mitschuld

In der neu­en Aus­ga­be (Nr. 176) von Sedes Sapi­en­tiae behan­delt Pater Lou­is-Marie de Bli­g­niè­res die Fra­ge der von der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. ange­kün­dig­ten Bischofs­wei­hen. Dar­in ver­tei­digt er die Ein­heit mit der kirch­li­chen Hier­ar­chie, nicht zuletzt auf­grund sei­ner eige­nen Bio­gra­phie, als unverzichtbar.
Die vier Priester, die für die Piusbruderschaft am 1. Juli zu Bischöfen geweiht werden sollen: (v. l.) Pater Pascal Schreiber, Pater Michael Goldade, Pater Michel Poinsinet de Sivry, Pater Marc Hanappier
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Vier neue Bischöfe für die Piusbruderschaft

Die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX) gab offi­zi­ell die Namen jener vier Prie­ster bekannt, die am 1. Juli in Ecô­ne zu Bischö­fen geweiht wer­den sol­len. Die ange­kün­dig­ten Wei­hen mar­kie­ren einen Ein­schnitt von histo­ri­scher Trag­wei­te, denn sie erin­nern nicht nur sym­bo­lisch an die berühm­ten Bischofs­wei­hen von 1988 durch Erz­bi­schof Mar­cel Lefeb­v­re, son­dern lei­ten zugleich einen sicht­ba­ren
Glaubenspräfekt Kardinal Tucho Fernández droht der Piusbruderschaft mit Exkommunikation
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Roms Exkommunikationsdrohung

Nico Spun­to­ni, Vati­ka­nist der ita­lie­ni­schen Tages­zei­tung Il Giorn­a­le, hat­te es in der heu­ti­gen Aus­ga­be vor­weg­ge­nom­men: Der Vati­kan äußer­te sich heu­te mit unge­wohn­ter Klar­heit zu den von der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. ange­kün­dig­ten Bischofs­wei­hen. Die Bischofs­wei­hen sind für den 1. Juli ange­setzt und wol­len ohne päpst­li­ches Man­dat gespen­det wer­den – ein Schritt, der aus römi­scher Sicht
Kardinal Victor Manuel Fernández, Präfekt des Glaubensdikasteriums, bereitet laut einigen Quellen bereits eine radikale Reaktion auf die unerlaubten Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor.
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Der Tag nach dem möglichen Schisma im Vatikan

Die Span­nun­gen zwi­schen dem Vati­kan und der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX) könn­ten in den kom­men­den Mona­ten einen neu­en Höhe­punkt errei­chen. Hin­ter­grund sind mög­li­che uner­laub­te Bischofs­wei­hen, die – soll­te es dazu kom­men – kir­chen­recht­lich schwer­wie­gen­de Kon­se­quen­zen bis hin zu einer for­mel­len Schi­s­­ma-Erklä­rung nach sich zie­hen könn­ten. Berich­ten zufol­ge lau­fen im Vati­kan bereits kon­kre­te Vor­be­rei­tun­gen für
Erzbischof Marcel Lefebvre auf dem Petersplatz in Rom
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Bischofsweihen ohne Mandat und die offenen Linien eines alten Konflikts

Für den 1. Juli 2026 wur­den von der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX) Bischofs­wei­hen ange­kün­digt – ohne päpst­li­ches Man­dat. Damit rückt eine Fra­ge erneut ins Zen­trum, die die Kir­che seit Jahr­zehn­ten beglei­tet: Wie reagiert Rom auf die Pius­bru­der­schaft, ins­be­son­de­re auf einen Schritt, den das Kir­chen­recht klar als uner­laubt qua­li­fi­ziert und – wenn auch erst seit