Kardinalstaatssekretär Bertone und Kardinal Bergoglio: Der Kommissar für den Jesuitenorden.
Hintergrund

Kardinal Bertone wollte Bergoglio zum Kommissar des Jesuitenordens machen

(Madrid) Ein Buch ent­hüllt Merk­wür­di­ges: Tar­ci­sio Ber­to­ne, unter Papst Bene­dikt XVI. Kar­di­nal­staats­se­kre­tär, woll­te den Jesui­ten­or­den unter kom­mis­sa­ri­sche Auf­sicht stel­len las­sen. Zum Apo­sto­li­schen Kom­mis­sar des größ­ten Män­ner­or­dens der katho­li­schen Kir­che soll­te der Jesu­it Jor­ge Mario Ber­go­glio, der heu­ti­ge Papst, ernannt wer­den.

Der spanische Jesuit P. Guerrero wird im Januar 2020 neuer Präfekt des Wirtschaftssekretariats.
Nachrichten

Franziskus ernennt weiteren Jesuiten zum Minister

(Rom) Papst Fran­zis­kus ernann­te gestern einen neu­en Prä­fek­ten des Wirt­schafts­se­kre­ta­ri­ats der Römi­schen Kurie. Fast zwei­ein­halb Jah­re nach dem Rück­zug von Kar­di­nal Geor­ge Pell wird dadurch die Spit­ze des Dikaste­ri­ums neu besetzt – genau am Tag, an dem der Ober­ste Gerichts­hof von Austra­li­en den Ein­spruch Pells gegen sei­ne Ver­ur­tei­lung für zuläs­sig erklär­te.

Scalfari und Franziskus: „Buchstabengetreu“ oder „frei interpretiert“?
Forum

Vatikan dementiert Scalfari?

Von Giu­sep­pe Nar­di Die gestern ver­öf­fent­lich­te Kolum­ne von Euge­nio Scal­fa­ri führ­te zu einer knap­pen Reak­ti­on des vati­ka­ni­schen Pres­se­am­tes. Scal­fa­ri ent­hüll­te in der Tages­zei­tung La Repub­bli­ca, daß ihm Fran­zis­kus in einem per­sön­li­chen Gespräch anver­traut habe, über­zeugt zu sein, daß Jesus Chri­stus „mit­nich­ten Gott war“. Wie aber reagier­te der Hei­li­ge Stuhl auf die­se Atom­bom­be der Atom­bom­ben?

Pater Ildebrando Di Fulvio, Zisterzienser und Exorzist.
Nachrichten

„Wer den Teufel leugnet, ist schon auf der Seite Satans“

In einem Inter­view nimmt der Zister­zi­en­ser und Exor­zist, P. Ilde­bran­do Di Ful­vio, zu den Aus­sa­gen des Jesui­ten­ge­ne­rals, P. Arturo Sosa Aba­sa­cal, Stel­lung, der bereits zum zwei­ten Mal die Exi­stenz des Teu­fels leug­ne­te und von einem „Sym­bol“ sprach, um das Böse zu benen­nen.

Am 16. September unterzeichnete das Maduro-Regime mit abhängigen Kleinparteien ein Abkommen zur Durchführung von Wahlen. Die Opposition spricht von einer Farce.
Hintergrund

Maduro ruft Farce-Wahlen aus – mit dem Segen des Papstes

(Cara­cas) Vom sozia­li­sti­schen Regime in Vene­zue­la unter Staats- und Regie­rungs­chef Nico­las Madu­ro wur­den Par­la­ments­wah­len aus­ge­ru­fen, die von der Oppo­si­ti­on und dem Groß­teil der inter­na­tio­na­len Staa­ten­ge­mein­schaft als Far­ce kri­ti­siert wer­den. Den Segen des Vati­kans haben sie hin­ge­gen.

Jesuitengeneral Sosa Abascal ersetzt Dialog und Diskussion durch Diskreditierung und Verschwörungstheorien.
Nachrichten

Jesuitengeneral: „Papstkritiker wissen, daß Franziskus nicht Meinung ändern wird. Es geht bereits um seine Nachfolge“

(Rom) Es wird nicht bezwei­felt, daß Jesui­ten­ge­ne­ral Arturo Sosa Abas­cal ein treu­er Sol­dat an der Sei­te sei­nes Ordens­mit­bru­ders Papst Fran­zis­kus ist. Unheim­lich sind man­chen aller­dings sei­ne Medi­en­auf­trit­te, die seit sei­ner Wahl im Okto­ber 2016 erfol­gen. Ein sol­cher fand auch jüngst statt.

P. Pascual Cebollada SJ, der Postulator im Seligsprechungsverfahren für Ordensgeneral Pedro Arrupe (Bild).
Hintergrund

Der „andere“ Kulturkampf von Jesuiten und Vatikan

(Rom) Am Diens­tag, den 5. Febru­ar wur­de das Selig­spre­chungs­ver­fah­ren für Pedro Arru­pe auf diö­ze­saner Ebe­ne eröff­net. Der Jesu­it Arru­pe gilt als der umstrit­ten­ste aller „Schwar­zen Päp­ste“.

Papst Franziskus mit dem 2016 neugewählten Jesuitengeneral Sosa (links)
Hintergrund

Jesuitenorden in der Krise

Der Jesui­ten­or­den, der größ­te, bekann­te­ste, von vie­len bewun­der­te und von vie­len gefürch­te­te Orden, steckt in einer tie­fen Kri­se. Die 500jährige Geschich­te des Ordens wird durch gro­ße Män­ner Got­tes aus­ge­zeich­net, durch eine Viel­zahl von Mär­ty­rern und Hei­li­gen. Ihnen ste­hen in den ver­gan­ge­nen 50 Jah­ren aber auch vie­le umstrit­te­ne Gestal­ten gegen­über, die rebel­lie­ren und häre­ti­sche Ideen ver­brei­ten.