Grigio, Das desaströse Pontifikat von Papst Franziskus

Das Papsttum ist in eine tiefe Krise geraten. Daran gibt es nichts zu deuteln


Das verhängnisvolle Pontifikat
Das verhängnisvolle Pontifikat

Buch­be­spre­chung von Wolf­ram Schrems*

Das apo­ka­lyp­ti­sche Berg­o­glio-Pon­ti­fi­kat ist über ein Jahr nach des­sen Ende nun­mehr in eine histo­ri­sche Per­spek­ti­ve ger­ten. Viel­leicht begin­nen man­che die Läh­mung abzu­schüt­teln und gestat­ten sich nun­mehr einen rea­li­sti­schen Blick auf die­se zwölf schlim­men Jahre.

Ande­re fei­ern das Andenken an Papst Berg­o­glio, man­che wäh­nen ihn tat­säch­lich (schon) im Himmel. –

Nur ein wirk­lich­keits­be­zo­ge­ner Blick auf das Berg­o­glio-Pon­ti­fi­kat und eine scho­nungs­lo­se Aus­wer­tung kön­nen der Kir­che und den See­len wie­der Wahr­heit und Frei­heit brin­gen (Joh 8, 32).

Domi­nic J. Gri­gio bie­tet dazu in The Dis­astrous Pon­ti­fi­ca­te – Pope Fran­cis’ Rup­tu­re from the Magi­steri­um (Das desa­strö­se Pon­ti­fi­kat – Papst Fran­zis­kus’ Bruch mit dem Lehr­amt) eine wich­ti­ge Hil­fe. Der Ver­le­ger, Pro­fes­sor Peter Kwas­niew­ski, wand­te sich mit dem Vor­schlag einer Vor­stel­lung die­ser im eng­li­schen Sprach­raum offen­bar schon weit­hin wahr­ge­nom­me­nen Publi­ka­ti­on an Katho​li​sches​.info. Ich habe die Auf­ga­be als Dienst an der Wahr­heit ger­ne übernommen.

Nach­dem die­ses acht­hun­dert groß­for­ma­ti­ge Sei­ten star­ke Werk bis­lang nur auf Eng­lisch vor­liegt, ver­steht sich die­ser Bei­trag nicht als Rezen­si­on nach dem bekann­ten Muster son­dern als Aus­wer­tung des Wer­kes für den deutsch­spra­chi­gen Leser.1

Das geschieht beson­ders im Hin­blick auf die geplan­ten Bischofs­wei­hen der Pius­bru­der­schaft, die völ­lig zu Recht mit einem kirch­li­chen Not­stand begrün­det wer­den.2

Im Werk von Gri­gio ist die Pius­bru­der­schaft aller­dings nur am Ran­de The­ma. Dem Autor geht es um die Doku­men­tie­rung des rät­sel­haf­ten und skan­da­lö­sen dok­tri­nä­ren, mora­li­schen und mensch­li­chen Ver­falls der petri­ni­schen Autorität.

Der Ver­lag schreibt am Buchrücken:

„Neun Jah­re nach Beginn der Regie­rung von Papst Fran­zis­kus auf dem Thron des hl. Petrus ver­schick­te einer sei­ner eng­sten Mit­ar­bei­ter unter sei­nen Mit­brü­dern im Kar­di­nals­kol­le­gi­um ein anony­mes Memo­ran­dum, das ein ver­nich­ten­des Urteil aus­sprach: ‚Kom­men­ta­to­ren jeg­li­cher Schu­le … stim­men dar­in über­ein, daß die­ses Pon­ti­fi­kat in einer oder meh­re­ren Hin­sich­ten ein Desa­ster ist, eine Kata­stro­phe.‘ Die Kri­tik fokus­sier­te sich auf die Unter­mi­nie­rung des Fun­da­ments der lehr­amt­li­chen Klar­heit und Kon­si­stenz durch den Pon­ti­fex, wodurch die tra­di­ti­ons­rei­che Maxi­me Roma locu­ta, cau­sa fini­ta est – ‚Rom hat gespro­chen, der Fall ist abge­schlos­sen‘ – durch die vor­herr­schen­de Grund­hal­tung irri­ger Leh­re und Mehr­deu­tig­keit ersetzt wur­de: Roma loqui­tur, con­fu­sio augetur – ‚Rom spricht, die Ver­wir­rung wächst.‘ In einer Zeit, da das Glau­bens­gut uner­schüt­ter­li­chen Schutz ver­langt, stellt die­ses Buch einen fei­er­li­chen Akt der Treue gegen­über dem apo­sto­li­schen Auf­trag an alle Gläu­bi­gen dar: die Inte­gri­tät des Glau­bens und der Moral zugun­sten der Ret­tung der See­len zu bewah­ren. Indem das Buch die Brei­te der hei­li­gen Leh­re umspannt, kon­tra­stiert es rigo­ros die Leh­ren von Papst Fran­zis­kus mit der hei­li­gen Schrift, der hei­li­gen Tra­di­ti­on und dem über­zeit­li­chen Lehramt.“

Die Dia­gno­se „desa­strös“ stammt also aus dem Kar­di­nals­kol­le­gi­um selbst (offen­bar von im Buch oft genann­ten Kar­di­nal Geor­ge Pell, der zu vie­les über die Finanz­ma­chi­na­tio­nen im Vati­kan wuß­te und des­sen Tod bei einer Rou­ti­ne-Ope­ra­ti­on rät­sel­haft bleibt).

Lei­der ist die­ses Kol­le­gi­um als gan­zes zutiefst kompromittiert.

Daher in aller Deut­lich­keit: Soll­te es noch nicht bekannt gewe­sen sein, so gibt es tat­säch­lich einen gut doku­men­tier­ten kirch­li­chen Not­stand. Er ist viel schlim­mer, als bie­de­re Katho­li­ken es am Radar haben. Er hängt wohl mit einer beson­de­ren Prü­fung der Kir­che durch den Wider­sa­cher zusam­men, die Papst Leo XIII. am 13. Okto­ber 1884 offen­bart wur­de. Die Bot­schaft von Fati­ma, die ein Gegen­mit­tel zu Glau­bens­ab­fall und geist­li­chen und zeit­li­chen Kata­stro­phen hät­te sein sol­len, wur­de, wie schon öfter hier fest­ge­hal­ten, von der Hier­ar­chie in den Wind geschlagen. –

Der pseud­ony­me Autor ist Prie­ster, der in gutem Ein­ver­neh­men mit sei­nem Bischof steht. Mehr gibt der Ver­lag zum Schutz des Autors nicht bekannt. Die syn­oda­le und geschwi­ster­li­che Lie­bes­kir­che dul­det kei­nen Wider­spruch im Namen des Glaubens.

Widerlegung der häretischen Lehren, Skandalchronik, traditionelles Lehramt und Kirchenväter

Das Werk ist in drei Tei­le auf­ge­teilt. Im ersten Teil wer­den häre­ti­sche Aus­sa­gen von Papst Fran­zis­kus mit den ent­spre­chen­den Aus­sa­gen der hl. Schrift, der Tra­di­ti­on und dem Lehr­amt kon­tra­stiert, eine Art Den­zin­ger-Berg­o­glio. Der zwei­te Teil bie­tet eine chro­no­lo­gi­sche Auf­li­stung von berg­o­glia­ni­schen Ärger­nis­sen, vom Miß­brauch des päpst­li­chen Lehr­am­tes und der päpst­li­chen Lei­tungs­ge­walt, von unver­ständ­li­chen Per­so­nal­ent­schei­dun­gen und dem Ver­rat an der chi­ne­si­schen Unter­grund­kir­che, von Ärger­nis­sen sei­ner Entou­ra­ge und auch von den – viel zu weni­gen – Äuße­run­gen inner­kirch­li­chen Wider­stands gegen das Zer­stö­rungs­werk von Papst Berg­o­glio. Es wer­den die skan­da­lö­sen Inter­views mit Euge­nio Scal­fa­ri (der den Lesern die­ser Sei­te wohl­be­kannt ist) aus­führ­lich behandelt.

Der Autor legt dar, daß Papst Fran­zis­kus nicht
mit der wah­ren Bot­schaft zu den Scha­fen kam

Einen wich­ti­gen Platz neh­men die mani­pu­lier­ten Syn­oden ein. Inhalt­lich wird oft auf die skan­da­lö­se Pro­pa­gan­da für die him­mel­schrei­en­de Sün­de Sodoms durch Papst Berg­o­glio und sei­ne Lakai­en ein­ge­gan­gen, wobei die heuch­le­ri­sche und sophi­sti­sche Erklä­rung Fidu­cia sup­pli­cans (2023) Anlaß zu Wider­spruch durch gan­ze Bischofs­kon­fe­ren­zen gewor­den ist. Ver­wen­de­te Quel­len sind vor­wie­gend Nach­rich­ten­agen­tu­ren und freund­li­che und geg­ne­ri­sche Netz­sei­ten aus dem eng­li­schen Sprach­raum (pro­mi­nent wird Life​si​tenews​.com zitiert), gele­gent­lich auch ita­lie­nisch- und deutschsprachige.

Der drit­te Teil kon­tra­stiert Berg­o­gli­os The­sen mit kirch­li­chen Lehr­do­ku­men­ten und Kir­chen­vä­ter­zi­ta­ten, auf deren Hin­ter­grund der Wahn­sinn des Berg­o­glio-Pon­ti­fi­kats (und – fai­rer­wei­se – schon frü­he­rer Pon­ti­fi­ka­te) umso grel­ler leuchtet.

Es ist alles sehr pein­voll zu lesen.

Der Leit­ge­dan­ke des Autors ist, daß nach dem Zeug­nis des Johan­nes­evan­ge­li­ums aus­schließ­lich Jesus Chri­stus die Tür zu den Scha­fen ist, das heißt, daß der ober­ste Hir­te der Kir­che selbst­ver­ständ­lich nur dann ein Recht auf den Gehor­sam der Scha­fe hat, wenn er die wah­re Leh­re ver­kün­det. Der Autor legt dar, daß Papst Fran­zis­kus nicht mit der wah­ren Bot­schaft zu den Scha­fen kam, son­dern mit gro­tes­ken Irr­leh­ren, ja Ver­zer­run­gen und Ver­nei­nun­gen des geof­fen­bar­ten depo­si­tum fidei.

Die wort­rei­chen Lehr­schrei­ben und münd­li­chen Aus­sa­gen Berg­o­gli­os sind meist ver­wir­rend und wider­sprüch­lich. Die im Werk abge­druck­ten Zita­te offen­ba­ren eine Vor­lie­be des ver­stor­be­nen Pap­stes für psy­cho­lo­gi­sche Kriegs­füh­rung, näm­lich für die unpa­sto­ra­le und unver­schäm­te Psy­cho­lo­gi­sie­rung und Patho­lo­gi­sie­rung recht­gläu­bi­ger und tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ner Prie­ster und Laien. –

Frei­lich war schon lan­ge vor dem Amts­an­tritt Berg­o­gli­os eine lnfil­trie­rung der kirch­li­chen Struk­tur durch die feind­li­che Macht erfolgt, ohne die das desa­strö­se Pon­ti­fi­kat nicht mög­lich gewe­sen wäre.

Dazu eini­ge Infor­ma­tio­nen aus dem Werk Grigios:

Katastrophale Situation der Hierarchie

Die Per­so­nen, die in den letz­ten Jahr­zehn­ten auf wich­ti­ge Posten ernannt wur­den, stel­len ein veri­ta­bles Gru­sel­ka­bi­nett dar. Schon die oft sehr ungeist­li­che, manch­mal vul­gä­re, bru­ta­le oder mafiö­se Phy­sio­gno­mie ist offen­ba­rend und erschreckend. Sie genann­ten Kir­chen­män­ner kom­men in der Chro­nik Gri­gi­os vor:

Zu nen­nen sind der ehe­ma­li­ge Dekan des Tri­bu­nals der Römi­schen Rota, Pio Vito Pin­to (der übri­gens in der Peco­rel­li-Liste der inner­kirch­li­chen Frei­mau­re­rei genannt wird, wobei die­se Liste umstrit­ten ist), Kar­di­nal Ange­lo Becciu, Kar­di­nal Fran­ces­co Coc­co­pal­me­rio, Kar­di­nal Óscar Rodrí­guez Mara­dia­ga, Kuri­en­erz­bi­schof Vin­cen­zo Paglia, Erz­bi­schof Mar­ce­lo Sanchez Sor­on­do.

Gri­gio erwähnt auch den äußerst ein­fluß­rei­chen (1996 ver­stor­be­nen) Kar­di­nal Joseph Ber­nar­din, aus des­sen Netz­werk eine so sinist­re Figur wie der homo­se­xu­el­le Ex-Kar­di­nal Theo­do­re McCar­ri­ck (im Vor­jahr ver­stor­ben) stamm­te, der sei­ner­seits Men­tor der ärger­ni­s­er­re­gen­den Kar­di­nä­le Bla­se Cupich, Joseph Tobin, Kevin Far­rell und Robert McEl­roy war, die eben­falls häu­fig als Pro­te­gés von Papst Fran­zis­kus erwähnt werden.

Nach Aus­kunft von Malachi Mar­tin in Winds­wept Hou­se, in wel­chem fak­ten­ba­sier­ten Roman von 1996 Ber­nar­din nach gän­gi­ger Inter­pre­ta­ti­on als „Kar­di­nal von Cen­tu­ryci­ty“ fir­miert, war Ber­nar­din Sata­nist. Vor sechs Jah­ren wur­de die Per­so­na­lie Ber­nar­din von Tay­lor Mar­shall und Tim Gor­don erör­tert. Wie auch immer es sich mit Mit­glied­schaf­ten im Okkul­tis­mus ver­hal­ten haben mag, so rich­te­te er tat­säch­lich gro­ßen Scha­den in der Kir­che der USA an. Aus­drück­lich genannt wird von Gri­gio Ber­nard­ins Leh­re vom „naht­lo­sen Gewand“ (seam­less gar­ment, 140), wonach Pro-Life-Katho­li­ken auch gegen die Todes­stra­fe ein­tre­ten müß­ten (und auch sonst alle „sozia­len“ Anlie­gen glei­cher­ma­ßen ver­tre­ten müß­ten). Auf S. 448 wird Ber­nar­din als Grün­der der Grup­pe Gay and Les­bi­an Out­reach genannt, die die kirch­li­che Leh­re zur Homo­se­xua­li­tät aus­drück­lich ablehnt.

Gri­gio doku­men­tiert auch die Ärger­nis­se von Bischö­fen des deut­schen Sprach­raums: Georg Bät­zing von Lim­burg, ehe­dem Vor­sit­zen­der der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, und Erz­bi­schof Franz Lack­ner von Salz­burg, Vor­sit­zen­der der Öster­rei­chi­schen Bischofs­kon­fe­renz, und Bischof Josef Mar­ketz von Gurk-Kla­gen­furt spra­chen sich bei­de für Fidu­cia sup­pli­cans aus. Die­ses wur­de bekannt­lich von vie­len Bischö­fen in Afri­ka und Ost­eu­ro­pa offen abge­lehnt, aller­dings auch im Westen, genannt wird Kar­di­nal Dani­el Stur­la von Montevideo. –

Es sind in der Chro­nik Gri­gi­os über­haupt nur eini­ge weni­ge Hir­ten, die gegen die Ver­wir­run­gen und Häre­si­en Berg­o­gli­os die Wahr­heit sagen und beken­nen: etwa Weih­bi­schof Atha­na­si­us Schnei­der, Kar­di­nal Ger­hard Lud­wig Mül­ler, Erz­bi­schof und gewe­se­ner Nun­ti­us Car­lo Maria Viganò, des­sen „Exkom­mu­ni­ka­ti­on“ eine pein­li­che Far­ce ist, und der von Fran­zis­kus straf­wei­se abge­setz­te Joseph Strick­land von Tyler (Texas).

Für ihre Hal­tung im Coro­na-Ter­ror posi­tiv her­aus­ge­stellt wer­den – vie­le waren es ja nicht – Bischof Mas­si­mo Cami­sas­ca von Reg­gio Emi­lia und Bischof Dani­el Fernán­dez Tor­res von Are­ci­bo in Puer­to Rico, der dann wegen genau die­ser Hal­tung vom Papst abge­setzt wurde.

Kardinal Walter Kasper – enger Vertrauter von Franziskus

Der deut­sche Kar­di­nal Wal­ter Kas­per wird von Gri­gio oft genannt. Er war das Master­mind hin­ter den getürk­ten Syn­oden von 2014 und 2015 zur Fami­lie. Er ist der Ver­tre­ter eines inner­kirch­li­chen Gno­sti­zis­mus, Vor­rei­ter der Kom­mu­ni­on für Wie­der­ver­hei­ra­te­te und Inspi­ra­tor des desa­strö­sen Nach­syn­oda­len Apo­sto­li­schen Schrei­bens Amo­ris Lae­ti­tia (2016).

Kar­di­nal Kas­per hat in Öster­reich einen Brücken­kopf, näm­lich das Stift Hei­li­gen­kreuz, an des­sen Hoch­schu­le Bene­dikt XVI. er vor drei Jah­ren er das Stu­di­en­jahr eröff­ne­te. Man hat­te ihm zuvor einen Geburts­tags­be­such abge­stat­tet. Man scheint sich gut zu ver­ste­hen.3

Katastrophale Situation der Orden

Wie aus der schmerz­li­chen Lek­tü­re des Wer­kes her­vor­geht, befin­den sich die Orden in einem desa­strö­sen Zustand.

Über die Gesell­schaft Jesu wur­de auf die­ser Sei­te bereits in zwei Seri­en, Der Jesu­it auf dem Papst­thron, und Pedro Arru­pe – Selig­spre­chung des Unter­gangs kri­tisch gehandelt.

In Gri­gi­os Chro­no­lo­gie des Glau­bens­ab­falls kom­men etli­che Jesui­ten pro­mi­nent vor: der mitt­ler­wei­le ver­stor­be­ne Gene­ral­obe­re Adol­fo Nicolás Pachón und der ehe­ma­li­ge Chef­re­dak­teur der ein­fluß­rei­chen und vom vati­ka­ni­schen Staats­se­kre­ta­ri­at kon­trol­lier­ten Jesui­ten­zeit­schrift La Civil­tà Cat­to­li­ca Anto­nio Spa­da­ro. Sodann P. James Mar­tin SJ, ein Pro­pa­gan­dist der him­mel­schrei­en­den Sün­de Sodoms, der auf gefühlt jeder zwei­ten Sei­te genannt wird. Es ist unglaub­lich, daß so jemand nicht nur unge­hin­dert in der Kir­che wir­ken kann, son­dern daß er von einem Papst mit Gun­st­er­wei­sen gera­de­zu über­häuft wird.

Der nige­ria­ni­sche Jesu­it P. Agbon­khian­meg­he Oro­ba­tor betä­tigt sich eben­falls als Pro­pa­gan­dist der Homo­se­xua­li­tät und behaup­tet, daß man über die Aus­sa­gen der hl. Schrift und der kirch­li­chen Leh­re strei­ten kön­ne (499). Er ist Dekan an der Jesui­ten­schu­le für Theo­lo­gie an der San­ta Cla­ra Uni­ver­si­tät. Sein Wiki­pe­dia-Ein­trag legt nahe, daß er, aus ani­mi­sti­scher Fami­lie stam­mend und erst im Jugend­al­ter getauft, sich mög­li­cher­wei­se nicht wirk­lich bekehrt hat. Er scheint eher Syn­kre­tist zu sein (He descri­bes hims­elf as a “Chri­sti­an ani­mist“Er beschreibt sich als „christ­li­chen Ani­mi­sten“). Da die schwarz­afri­ka­ni­sche Kir­che nor­ma­ler­wei­se dem Natur­recht und dem posi­ti­ven Gesetz Got­tes folgt, ist Pater Oro­ba­tor ein beson­de­res Ärgernis.

P. Gian­car­lo Pani SJ plä­diert in der einst glau­bens­treu­en La Civil­tà Cat­to­li­ca für eine Zulas­sung von Frau­en zur Prie­ster­wei­he (241). P. Arturo Sosa Abas­cal, jet­zi­ger Gene­ral­obe­rer der Jesui­ten, meint, daß die Wor­te Jesu gegen die Ehe­schei­dung „rela­tiv“ wären. Nie­mand hat­te ein Ton­band­ge­rät, um sei­ne Wor­te auf­zu­neh­men. Die­se müß­ten zudem „kon­tex­tua­li­siert“ (!) wer­den (ebd.). Er mein­te auch, daß der Teu­fel nicht exi­stie­re (was er dann spä­ter halb­her­zig zurücknahm).

In der von Fran­zis­kus völ­lig neu auf­ge­stell­ten und ins Gegen­teil der Stif­tungs­ab­sicht ver­kehr­ten Päpst­li­chen Aka­de­mie für das Leben wird öffent­li­cher Wider­spruch gegen die Lehr­schrei­ben Hum­a­nae Vitae (1968), Donum Vitae (1987) und Evan­ge­li­um Vitae (1995) geäu­ßert, unter ihnen die Jesui­ten Alain Tho­ma­sset und Hum­ber­to Miguel Yanez.

Fran­zis­kus zitier­te den Mai­län­der Erz­bi­schof Kar­di­nal Car­lo Maria Mar­ti­ni SJ zustim­mend, wonach die Kir­che zwei­hun­dert Jah­re hin­ter der Zeit wäre und ver­än­dert wer­den müs­se (325). Weder Fran­zis­kus noch Gri­gio erwäh­nen aller­dings, daß Kar­di­nal Mar­ti­ni Frei­mau­rer war, wenn man dem Nach­ruf des Gran­de Ori­en­te Demo­cra­ti­co folgt.

Jesui­ten­pa­ter Bene­dikt Maya­ki bezeich­ne­te das Coro­na­vi­rus als „unge­wöhn­li­chen Ver­bün­de­ten der Erde“, weil es „dem Pla­ne­ten“ (näm­lich mit­tels der ver­häng­ten Lock­downs) nüt­zen (!) wer­de (334).

Jesui­ten­bi­schof Ste­phen Chow von Hong Kong zeig­te sich von der Sini­sie­rungs­po­li­tik des chi­ne­si­schen KP-Regimes begei­stert (447). Spä­ter sag­te er, bei der Evan­ge­li­sa­ti­on gin­ge es nicht (!) um die Bekeh­rung ande­rer zum katho­li­schen Glau­ben (462).

Der füh­ren­de kana­di­sche Jesu­it Gil­les Mon­geau sin­nier­te über die Inkor­po­ra­ti­on heid­ni­scher „Spi­ri­tua­li­tä­ten“ in den katho­li­schen Glau­ben („den christ­li­chen Glau­ben ent­ko­lo­ni­sie­ren“, 410).

Noto­risch sind die pro-homo­se­xua­li­sti­schen Stel­lung­nah­men des Luxem­bur­gi­schen Kar­di­nals Jean-Clau­de Hol­le­rich SJ. Sogar der sonst nicht nega­tiv auf­ge­fal­le­ne Glau­bens­prä­fekt Luis Lada­ria SJ zoll­te dem Zeit­geist Tri­but und ver­wen­de­te die euphe­mi­sti­sche Selbst­be­zeich­nung der Pro-Abtrei­bungs­ma­fia als „Pro Choice“. Dia­kon Nick Don­nel­ly kri­ti­siert in die­sem Zusam­men­hang, daß auch die vati­ka­ni­schen Offi­zi­el­len die Ver­ur­tei­lung der Abtrei­bung als „ver­ab­scheu­ungs­wür­di­ges Ver­bre­chen“ nach Gau­di­um et spes 51 auf­ge­ge­ben haben (367).

Die am mei­sten ekel­er­re­gen­de Figur im Jesui­ten­or­den war frei­lich der mitt­ler­wei­le aus­ge­schlos­se­ne Künst­ler­prie­ster Mar­ko Ivan Rup­nik (430), des­sen sexu­el­le Ver­feh­lun­gen als gera­de­zu sata­nisch inspi­riert erschei­nen. Da der Jesui­ten­or­den ein eng­ma­schi­ges Infor­ma­ti­ons­sy­stem unter­hält, ist es aus­ge­schlos­sen, daß die Obe­ren davon nichts gewußt haben sollten. –

Auch ande­re Ordens­ge­mein­schaf­ten sind in einem kata­stro­pha­len Zustand, Gri­gio nennt Bischö­fe aus dem Fran­zis­ka­ner­or­den und den in Rich­tung Homo­se­xua­li­tät und Eso­te­rik abge­drif­te­ten Erfolgs­au­tor und Fran­zis­ka­ner Richard Rohr (405) und die pro-homo­se­xua­li­sti­schen Domi­ni­ka­ner­kar­di­nä­le Timo­thy Rad­clif­fe und Chri­stoph Schönborn.

Auf den Bene­dik­ti­ner­or­den fal­len die von Gri­gio doku­men­tier­ten Tira­den des Lit­ur­gie­pro­fes­sors an der Bene­dik­ti­ner­hoch­schu­le Sant‘ Ansel­mo Andrea Gril­lo zurück. Gril­lo, schar­fer Kri­ti­ker von Sum­morum Pon­ti­fi­cum, beschimpf­te tra­di­ti­ons­ori­en­tier­te Katho­li­ken und wür­de die über­lie­fer­te Lit­ur­gie über­haupt am lieb­sten ver­bie­ten. Man beach­te: Das geschieht jetzt schon etli­che Jah­re – unter den Augen des Abt­pri­mas der Bene­dik­ti­ner und des bene­dik­t­i­ni­schen Hochschulrektors! –

Dazu kom­men die pro­mi­nen­ten Ordens­frau­en, die – wie von Gri­gio pein­voll doku­men­tiert – für Femi­nis­mus, Abtrei­bung und Homo­se­xu­el­len­pro­pa­gan­da eintreten. –

Das Opus Dei, obwohl kein Orden im eigent­li­chen Sinn, muß hier auch genannt werden:

Gri­gio doku­men­tiert die skan­da­lö­sen Leh­ren des Chu­rer Bischofs und Opus-Dei-Mit­glieds Joseph Maria Bonn­emain (429) und die schimpf­li­che Ent­las­sung des Opus-Dei-Prie­sters Abbé Jan­vier Gbé­nou, bekannt unter dem Pseud­onym „Jesus­ma­ry Mis­sig­bè­tò“ (Elfen­bein­kü­ste), wegen des­sen öffent­li­cher Kri­tik an der Befür­wor­tung der Lega­li­sie­rung homo­se­xu­el­ler Paa­run­gen durch Papst Berg­o­glio (359).

Roll of Honour – Ehrenliste

Der Autor stell­te eine Liste von Kle­ri­kern und Lai­en zusam­men, die „einen hohen Preis für das öffent­li­che Infra­ge­stel­len der irri­gen Leh­ren von Papst Fran­zis­kus gezahlt haben“ (556). Meist geht es um die Ent­he­bung von ihren Posten oder Ehrenämtern.

Eini­ge wur­den schon genannt, ande­re sind etwa Ales­san­dro Gnoc­chi und Mario Pal­ma­ro (die den Lesern die­ser Sei­te wohl­be­kannt sind) und Hen­ry Sire.

Geehrt wird auch Josef Sei­fert, der eini­ge Bei­trä­ge gegen Amo­ris Lae­ti­tia publi­ziert hat­te und des­we­gen vom Orts­bi­schof aus der Inter­na­tio­na­len Aka­de­mie für Phi­lo­so­phie in Gra­na­da ent­fernt wur­de (2017). Sei­fert wird vom Autor auch lobend für sei­nen Wider­spruch zur Abu-Dha­bi-Erklä­rung genannt (446). Wir müs­sen ergän­zen: Lei­der kommt sein Wider­spruch gegen reli­giö­sen Indif­fe­ren­tis­mus reich­lich spät. Prof. Sei­fert selbst beför­der­te in einem rela­ti­vi­sti­schen Vor­trag bei der Theo­lo­gi­schen Som­mer­aka­de­mie des Lin­zer Prie­st­er­krei­ses im Jahr 1999 durch die Rede von „Hoch­re­li­gio­nen“ und einem impli­zi­ten Evo­lu­tio­nis­mus der Reli­gio­nen den Indif­fe­ren­tis­mus. Im Jahr 2002 ver­an­stal­te­te er an der von ihm gegrün­de­ten Inter­na­tio­na­len Aka­de­mie für Phi­lo­so­phie in Liech­ten­stein eine „inter­re­li­giö­se“ und unver­meid­lich islam­pro­pa­gan­di­sti­sche Tagung, bei der der isla­mi­schen „da’wa“ („Ein­la­dung zum Islam“) brei­ter Raum ein­ge­räumt wur­de. Sei­fert reg­te auch ein „inter­re­li­giö­ses Tisch­ge­bet“ an. Ein­wän­de gegen die­sen Scha­ber­nack wur­den mit Ver­weis auf das II. Vati­ca­num abge­tan. Von dort bis zur Abu-Dha­bi-Erklä­rung wäre es eigent­lich kein wei­ter Weg. Hof­fent­lich ist die Ableh­nung der Abu-Dha­bi-Erklä­rung jetzt das letz­te Wort von Pro­fes­sor Sei­fert zu die­sem The­ma.4

Was man kritisch sehen kann

Edward Feser, des­sen Alles in Chri­stus hier bereits vor­ge­stellt wur­de, unter­stützt das vor­lie­gen­de Werk, gibt aber in sei­nem Emp­feh­lungs­text auch an, nicht mit allem ein­ver­stan­den zu sein.

Dem schlie­ße ich mich grund­sätz­lich an: Gri­gio hält etwa weit­ge­hend kon­se­quent an der Hin­zu­fü­gung des Hei­li­gen­ti­tels bei den Kon­zil­s­päp­sten fest, was pro­ble­ma­tisch ist. Denn erstens ging die­sen Hei­lig­spre­chun­gen kei­ne lang­jäh­ri­ge Ver­eh­rung im gläu­bi­gen Volk vor­aus, son­dern sie wur­den kir­chen­po­li­tisch oktroy­iert. Und zwei­tens ver­stellt das „St.“ den Blick auf die Kata­stro­phen der betref­fen­den Pon­ti­fi­ka­te: Johan­nes XXIII. mit sei­ner Ver­leum­dung der (kirch­lich aner­kann­ten) Fati­ma-Bot­schaft und mit sei­nem irrea­len Welt­op­ti­mis­mus, Paul VI. mit der Zer­stö­rung der Lit­ur­gie und der schänd­li­chen „Ost­po­li­tik“, Johan­nes Paul II. mit Assi­si, Korankuß und Synagogen-Auftritt.

Frei­lich ist das alles nicht The­men­stel­lung des Buches. Mög­li­cher­wei­se will sich der Autor gleich­sam absi­chern, indem er die offi­zi­el­le Ter­mi­no­lo­gie benützt.

Was daraus folgt

Hät­te es noch eines Bewei­ses für das Vor­han­den­sein eines Not­stan­des in der Kir­che bedurft, hier ist er, detail­liert, nie­der­schmet­ternd. Der gegen­wär­ti­ge Not­stand in Lehr­ver­kün­di­gung, Per­so­nal­po­li­tik und Welt­ge­stal­tung der Kir­che ist ohne Präzedenzfall.

Zur letz­te­ren Kate­go­rie gehö­ren das schänd­li­che Abkom­men mit Rot­chi­na, die Kol­la­bo­ra­ti­on mit dem Roth­schild-Kapi­ta­lis­mus und die Unter­stüt­zung der Coro­na-Tyran­nei. Von letz­te­rer muß der nor­ma­ler­wei­se bestens infor­mier­te vati­ka­ni­sche Nach­rich­ten­dienst gewußt haben, daß es sich um eine geplan­te Kam­pa­gne handelte.

Aber all­zu vie­le Katho­li­ken, auch Hier­ar­chen, haben sich an den Wahn­sinn gewöhnt. All­zu vie­le zogen es vor, zu den Unge­heu­er­lich­kei­ten von Papst Berg­o­glio zu schwei­gen, von den Kar­di­nä­len über die Bischö­fe bis zu den ehe­ma­li­gen Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten. Evi­den­ter­wei­se ist man in vie­len Bischofs­kon­fe­ren­zen schon sehr weit weg vom Glauben.

Es kann also dar­aus nur fol­gen, daß jeder sei­nen Bei­trag zur Bekeh­rung lei­sten muß. Jeder muß nach der Bot­schaft von Fati­ma bei sich anfan­gen und dann je nach Zustän­dig­keit auf sei­ne Umge­bung wirken.

Es muß wei­ters fol­gen, daß die Posi­ti­on der Pius­bru­der­schaft, gege­be­nen­falls auch ohne päpst­li­ches Man­dat Bischö­fe zu wei­hen, selbst­ver­ständ­lich gerecht­fer­tigt ist. Wor­auf soll­te man jetzt noch warten?

Auf den offi­zi­el­len Epi­sko­pat ist in wei­ten Tei­len der Welt kein Ver­laß mehr, der deutsch­spra­chi­ge Raum ist beson­ders schlimm getroffen.

Und das Schwerwiegendste:

Das Papst­tum ist in eine tie­fe Kri­se gera­ten. Dar­an gibt es nichts zu deuteln.

*Wolf­ram Schrems, Wien, Mag. theol., Mag. phil., Kate­chist, Pro Lifer, stellt seit Jahr­zehn­ten fest, daß man sich als Gläu­bi­ger gegen­über der kirch­li­chen Obrig­keit auf über­haupt nichts beru­fen kann.

Bild: Buch­ein­band


1 Die gele­gent­li­che Anga­be von Sei­ten­zah­len dient der Bekräf­ti­gung des Gesag­ten, das oft unge­heu­er­li­che und nicht zu glau­ben­de Sach­ver­hal­te erwähnt, ist also eine Art „sic!“.

2 Das ist auch des­we­gen not­wen­dig, weil die kirch­li­che Obrig­keit seit Jahr­zenten nicht auf­rich­tig gegen­über der Bru­der­schaft und den ihr ver­bun­de­nen Gläu­bi­gen han­delt: Kano­ni­sche Aner­ken­nung der Bru­der­schaft, dann Auf­he­bung der Aner­ken­nung; Sus­pen­die­rung von Erz­bi­schof Mar­cel Lefeb­v­re, gleich­zei­tig För­de­rung häre­ti­scher Theo­lo­gen und „libe­ra­ler“ Bischö­fe; Erklä­rung des „schis­ma­ti­schen Aktes“ (Eccle­sia Dei, 1988), dann Auf­he­bung der Exkom­mu­ni­ka­ti­on (2009) – ohne Klä­rung, ob die über­haupt rech­tens war; Erklä­rung, daß die Sonn­tags­pflicht dort nicht erfüllt wer­den kann bzw. doch; dann Gewäh­rung der Beicht­ju­ris­dik­ti­on und der Ehe­schlie­ßungs­voll­macht und der Ernen­nung des Obe­ren zum kano­ni­schen Rich­ter erster Instanz, dann Igno­rie­rung der Kon­takt­auf­nah­me durch den Gene­ral­obe­ren bezüg­lich der Bischofs­wei­hen (bei gleich­zei­ti­gem „Dia­log“ mit allen und jedem; schließ­lich Andro­hung der Exkom­mu­ni­ka­ti­on (unklar, ob nur für die Bischö­fe oder auch für die Prie­ster oder gleich alle Gläu­bi­gen) auf­grund eines plötz­li­chen, sonst unüb­li­chen Insi­stie­rens auf strengst­mög­li­cher lega­li­sti­scher Aus­le­gung des kano­ni­schen Rechts.

3 Wohl­be­grün­de­te Kri­tik an den Irr­leh­ren Kar­di­nal Kas­pers und Papst Berg­o­gli­os durch den Hei­li­gen­kreu­zer Gast­pro­fes­sor Tho­mas Stark kam die­sen teu­er zu ste­hen.

4 Prof. Sei­fert hat auch in der Fra­ge der Coro­na-Imp­fun­gen für Ver­wir­rung gesorgt. Er hat sich selbst öffent­lich als geimpft bekannt, aller­dings auch gegen die Impf­pflicht ausgesprochen.

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