Schnell sind sie von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe

Gedanken zu synodalen Abwegen


Synofant, das Stofftier, das die kaum zu überbietende Infantilität des Synodalen Wegs treffend zum Ausdruck bringt
Synofant, das Stofftier, das die kaum zu überbietende Infantilität des Synodalen Wegs treffend zum Ausdruck bringt. Nach 500 Jahren wird erneut der Fehler in einer deutschen Nationalkirche begangen.

Von einer Katholikin

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Jetzt lie­gen wirk­lich alle Kar­ten offen auf dem Tisch. Die Umris­se einer ande­ren Kir­che fül­len sich. So gese­hen war die 4. Voll­ver­samm­lung des soge­nann­ten syn­oda­len Wegs ein vol­ler Erfolg. Es hilft kein Demen­ti mehr. Die deut­sche Natio­nal­kir­che nimmt Form an.

Jeder lehr­amtstreue Katho­lik, der an die eine hei­li­ge katho­li­sche und apo­sto­li­sche Kir­che glaubt, wuß­te natür­lich von Anfang an, was von die­sem syn­oda­len Weg in Deutsch­land zu hal­ten ist und wor­an Lai­en da basteln, gemein­sam mit Bischö­fen, die ihr Wei­he­ver­spre­chen offen­sicht­lich an der Gar­de­ro­be abge­ge­ben haben und die sich nun ent­setz­ten, als ihre an den For­de­run­gen von Welt und Poli­tik ori­en­tier­ten Vor­ha­ben an den Stim­men recht­gläu­bi­ger Bischö­fe zu schei­tern droh­ten. Wir sehen seit Jahr­zehn­ten, wie sehr sich der Wund­brand des Glau­bens­schwun­des in vie­le katho­li­sche See­len hin­ein­ge­fres­sen hat. Behan­delt wird er nicht. Die von Papst Fran­zis­kus ange­mahn­te Evan­ge­li­sie­rung könn­te hel­fen, doch davon will man nichts wissen.

Zum Hei­land führt er nicht, der syn­oda­le Weg, er macht einen Bogen um ihn, das löch­ri­ge Metall­kreuz der Syn­oda­len ist bezeich­nen­der­wei­se ohne Kor­pus, als wol­le man sich den Anblick des Gekreu­zig­ten erspa­ren und des­sen Süh­ne­op­fer für unse­re Sün­den nicht wahr­ha­ben. Sind es doch genau die­se Sün­den, denen die Men­schen in Anbe­tung des unhei­li­gen Zeit­gei­stes ver­fal­len: allen vor­an Hybris, Unzucht und Unkeuschheit.

Man hat sich daher ein weni­ger anspruchs­vol­les ein­heits­stif­ten­des Mas­kott­chen gege­ben, in Schwarz und Weiß, nicht in Gold (das hät­te ja an den Vier­bei­ner aus 2 Mose 32,8 erin­nert und von Selbst­kri­tik gezeugt). Der Syn­o­fant ist ein klei­nes harm­lo­ses Ele­fan­ten­stoff­tier, mit dem Syn­oda­le in kaum zu über­bie­ten­der InFantili­tät beim Foto­shoo­ting posiert haben. Als Influen­cer auf der Ziel­ge­ra­den soll­te der „Beglei­ter des Syn­oda­len Weges & Ver­fech­ter einer syn­oda­len Kir­che“ auf sei­nem eige­nen Insta­gra­m­ac­count vor der 4. Voll­ver­samm­lung Stim­mung machen.

Mit der von Chri­stus ange­mahn­ten Ein­heit hat das alles nichts mehr zu tun. Abweich­ler vom syn­oda­len Weg wer­den beschimpft, bedroht, kri­mi­na­li­siert, ange­pran­gert, ein­ge­schüch­tert. Weih­bi­schof Stein­häu­ser sprach von sei­ner Angst, die ihn schon seit Mona­ten beglei­tet. Bischö­fe, die sich als lehr­amts­treu gläu­big outen, wer­den als men­schen­feind­li­che und gott­lo­se Ver­rä­ter mora­lisch nie­der­ge­macht und kein OutIn­Church­ler for­dert für sie eine Kir­che ohne Angst. Gläu­bi­ge Bischö­fe wur­den von ihrem Vor­sit­zen­den Bät­zing hin­ter ver­schlos­se­nen Türen wohl so in den Sen­kel gestellt, daß das wei­te­re Abstim­mungs­ver­hal­ten den Irr­weg nicht mehr gefähr­de­te und der Umsturz durch­ge­winkt wer­den konnte.

Auch macht­ver­ses­se­ne Evas von heu­te haben das Ihri­ge dazu bei­getra­gen. Irme Stet­ter-Karp hat­te mit Trä­nen in den Augen die fei­gen Ver­rä­ter bedroht, die treu zu Offen­ba­rung und Lehr­amt ste­hen und den Kate­chis­mus nicht umschrei­ben wol­len; die die ihnen von Gott ver­lie­he­ne Voll­macht, die anver­trau­ten Scha­fe zu wei­den und auf ihr See­len­heil bedacht zu sein, nicht miß­brau­chen; die als Hir­ten nicht ver­sa­gen in einer Welt, in der die Anfech­tun­gen immer leicht­fü­ßi­ger daher­kom­men, weil vom Zeit­geist abge­seg­net und poli­tisch kor­rekt; die die katho­li­sche Sexu­al­mo­ral nicht als Bal­last über Bord wer­fen, damit es weni­ger Sün­der gibt und die Beicht­stüh­le noch lee­rer werden.

Eine flä­chen­decken­de Ver­sor­gung gläu­bi­ger Katho­li­ken mit lehr­amtstreu­en hete­ro­se­xu­el­len zöli­ba­t­ä­ren und from­men Prie­stern wird die­se Frau Stet­ter-Karp wohl kaum fordern.

Ich stel­le mir vor, Papst Fran­zis­kus hät­te der Ver­samm­lung bei­gewohnt, schwei­gend, hörend, und dann hät­te ihn – unab­sicht­lich natür­lich – ein Quer­schlä­ger (viel­leicht auch ein Que­er­schlä­ger) getrof­fen, eines die­ser Streß­bäll­chen, die an die Syn­oda­len ver­teilt wor­den waren, damit sie Streß weg­kne­ten oder durch Wer­fen abbau­en kön­nen. Und dann hät­te er min­de­stens ein blau­es Auge ver­dient gehabt, weil er kein ech­tes Macht­wort spricht und die­sem unwür­di­gen Spek­ta­kel kein Ende berei­tet. Nun muß er sich warm anzie­hen für den Ad-limi­na-Besuch der deut­schen Bischö­fe in Rom im Novem­ber 2022. Denn da kommt Bischof Bät­zing mit geschwol­le­ner Brust und schwe­rem Geschütz im Gepäck, gewillt, den römi­schen Laden end­lich ein­mal auf­zu­räu­men und die Welt­kir­che auf den neue­sten Stand zu bringen:

„Das gan­ze Gepäck der bis­he­ri­gen Syn­odal­ver­samm­lun­gen neh­men wir mit. Das sind meh­re­re Kof­fer mit eini­gem Gewicht. Aber – das habe ich jetzt in Frank­furt gespürt – wir sind bereit für die­sen Trans­port und ich bin gespannt auf den Aus­tausch in Rom.“

Tja, alle römi­schen Ermah­nun­gen hat man in den zeit­gei­stig wehen­den Wind geschla­gen. Auch scherz­haf­te Hin­wei­se des Pap­stes dar­auf, Deutsch­land brau­che kei­ne zwei­te pro­te­stan­ti­sche Kir­che, waren offen­sicht­lich eher kon­tra­pro­duk­tiv. Der Vize­prä­si­dent des syn­oda­len Weges, Bischof Bode, geht immer­hin schon so weit, zu behaup­ten, man habe mit der Ent­schei­dung für das Frau­en­do­ku­ment (Frau­en in Dien­sten und Ämtern der Kir­che) „ein Stück Geschich­te geschrie­ben – der Kir­che in unse­rem Land und der Kir­chen­ge­schich­te weltweit“.

Nun, es gab da ein­mal einen gewis­sen Herrn Luther aus deut­schen Lan­den, der Kir­chen­ge­schich­te geschrie­ben hat. Es lag kein Segen darauf.

Bild: Insta­gram

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Katho­li­sches war die erste katho­li­sche Publi­ka­ti­on, die das Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus kri­tisch beleuch­te­te, als ande­re noch mit Schön­re­den die Qua­dra­tur des Krei­ses versuchten.

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