„Ruhe! Die Kehle wird durchgeschnitten“

Islamistische Gewalt gehört in Frankreich zum Alltag

Der Katholik, Arzt und Familienvater Alban Gervaise wurde am 7. Juni begraben, nachdem ihn ein Islamist vor der Schule seiner Kinder niedergestochen hatte.
Der Katholik, Arzt und Familienvater Alban Gervaise wurde am 7. Juni begraben, nachdem ihn ein Islamist vor der Schule seiner Kinder niedergestochen hatte.

(Paris) Eine Zeit­schrift pran­gert die „Epi­de­mie der Mes­ser­ste­che­rei­en“ an, die Frank­reich heim­sucht, ohne daß die Medi­en Notiz davon neh­men. Die „neue Nor­ma­li­tät“ ist migra­ti­ons­be­ding­te Gewalt. Die „poli­ti­sche Kor­rekt­heit“ ver­bie­tet jedoch, dar­über zu berich­ten und zu spre­chen. Wer es doch tut, wird an den Pran­ger gestellt. Mit der „Epi­de­mie der Mes­ser­ste­cher“ geht eine Epi­de­mie der poli­ti­schen Heu­che­lei ein­her. Letz­te­re mach­te erste­re erst mög­lich. Das Nach­kriegs­kon­strukt namens „West­eu­ro­pa“ steckt in einem Teu­fels­kreis fest, aus dem es sich offen­bar nicht zu befrei­en versteht.

Das Monats­ma­ga­zin Cau­seur beklagt in sei­ner aktu­el­len Aus­ga­be die gro­ße Angst, „Mus­li­me zu belei­di­gen“, wenn man den Dschi­ha­dis­mus und Dschi­ha­di­sten anpran­gert. Die­se Angst ist kein Natur­er­eig­nis, son­dern eine Schrau­ben­zwin­ge im Kopf, die von Ideo­lo­gen ange­bracht wird.

„Silence, on égor­ge“, lau­tet die schockie­ren­de Über­schrift. Cau­seur will das media­le Schwei­gen durch­bre­chen, das isla­mi­sti­sche Anschlä­ge wie durch Nar­ko­se umhüllt, um sich der Rea­li­tät des radi­ka­len Islams nicht stel­len zu müssen.

Dabei geht es um eine „Prio­ri­tä­ten­set­zung“. Die Alli­anz aus links­li­be­ra­lem Estab­lish­ment und lin­ken Fuß­trup­pen, die im Westen Euro­pas auf den Zusam­men­bruch des Eiser­nen Vor­hangs folg­te, setzt ihre Zie­le auch um den Preis durch, die inne­re Sicher­heit und den sozia­len Frie­den in den euro­päi­schen Staa­ten zu gefähr­den. Die Migrations‑, Klima‑, Coro­na- und Sank­ti­ons­po­li­tik zei­gen es.

„Alban Gervaise ist zweimal gestorben“

Titel­sei­te der aktu­el­len Aus­ga­be von Causeur

Die Schrift­lei­te­rin von Cau­seur, Éli­sa­beth Lévy, erin­nert an die Tra­gö­die des katho­li­schen Arz­tes und Fami­li­en­va­ters, der im ver­gan­ge­nen Mai, gera­de ein­mal 40 Jah­re alt, „im Namen Allahs“ vor der Schu­le sei­ner Kin­der getö­tet und von den „enga­gier­ten“ Kolum­ni­sten ver­ges­sen wur­de. Der Tod von Alban Ger­vai­se, der nach wochen­lan­gem Todes­kampf im Kran­ken­haus ein­trat, ist einer der „isla­mi­sti­schen Mor­de, über die nicht gespro­chen wird“, so Cau­seur.

„Alban Ger­vai­se ist zwei­mal gestor­ben: die Keh­le auf­ge­schlitzt durch das Mes­ser sei­nes Mör­ders und begra­ben durch das Schwei­gen sei­nes Landes.“

„Wenn wir uns ent­schlos­sen haben, ihm das Titel­bild zu wid­men, dann des­halb, weil wir ein Unrecht wie­der­gut­ma­chen wol­len, aber auch, weil sein Tod sich am Schnitt­punkt zwei­er fran­zö­si­scher Tra­gö­di­en ereig­ne­te: Die erste ist der Krieg, der uns zu unsicht­ba­ren Fein­den erklärt hat; die zwei­te ist die erschrecken­de Leug­nung der ersten“, so Éli­sa­beth Lévy.

Der isla­mi­sti­sche Ter­ro­ris­mus gelang­te 2004 nach Euro­pa, als in Madrid 192 Men­schen bei Bom­ben­an­schlä­gen getö­tet wur­den, und führ­te zum Sturz der kon­ser­va­ti­ven Regie­rung. Er ist in Euro­pa ein Phä­no­men, das sich nicht in die bis­her bekann­ten Ter­ro­ris­mus­theo­rien ein­ord­nen läßt. Hin­wei­se auf isla­mi­sti­sche Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen wie Al-Qai­da und Isla­mi­scher Staat (IS) führ­ten von Anfang an in die Irre. Der Isla­mi­sche Staat (IS), wie er in den Medi­en durch sei­ne Mili­tär­ope­ra­tio­nen im Nahen Osten bekannt wur­de, war ein Pro­dukt der Regie­rung Oba­ma und eini­ger nah­öst­li­cher Poten­ta­ten. Er wur­de besei­tigt, weil Donald Trump nach sei­ner Wahl die Unter­stüt­zung durch die USA been­de­te und Putins rus­si­sche Trup­pen ihn mili­tä­risch besiegten.

Eini­ge der in Euro­pa agie­ren­den Täter moch­ten sich an den genann­ten Ter­ror­grup­pen ori­en­tiert haben, ein direk­ter Zusam­men­hang konn­te aber nicht nach­ge­wie­sen wer­den. Es han­del­te sich um das Phä­no­men „ein­sa­mer Wöl­fe“. Die dem Islam imma­nen­te Gewalt­be­reit­schaft namens Dschi­had mach­te es mög­lich. Die­se Gewalt­be­reit­schaft, die kei­ner tref­fen­der erkann­te und beschrieb als G. K. Che­ster­ton bereits Anfang des 20. Jahr­hun­derts, bringt auch die isla­mi­sti­sche All­tags­ge­walt her­vor, die West­eu­ro­pa seit eini­gen Jah­ren heim­sucht. Die­se bru­ta­le All­tags­ge­walt hat­te es in Euro­pa zuvor nicht gege­ben. Ihre Wie­der­kehr ist ein direk­tes Pro­dukt der schran­ken­lo­sen Mas­sen­ein­wan­de­rung, die wie­der­um das ideo­lo­gi­sche Pro­dukt jener erwähn­ten Alli­anz ist. Die Städ­te wer­den unsi­che­rer, die Stra­ßen immer gefähr­li­cher. Vor allem Frau­en zah­len den Preis. Dar­über spricht man aber kaum mehr, denn man darf nicht mehr dar­über spre­chen. Der Coro­na-Maul­korb ist das bezeich­nen­de Sym­bol die­ser gei­stig-mora­li­schen Ver­krüm­mung des öffent­li­chen Dis­kur­ses. Nicht die migra­ti­ons­be­ding­te Gewalt stif­te öffent­li­che Unru­he, son­dern wer dar­auf auf­merk­sam macht, behaup­ten die Rea­li­täts­ver­wei­ge­rer und oktroy­ie­ren Redeverbote.

Das Auf­schlit­zen der Keh­le unter dem Ruf „Alla­hu Akbar“ ist in Frank­reich kei­ne Schlag­zei­le mehr, besten­falls eine klei­ne Notiz. Der Schrift­stel­ler und Jour­na­list Éric Zem­mour ver­such­te sich dage­gen auf­zu­leh­nen und kan­di­dier­te bei den Prä­si­dent­schafts­wah­len. Damit sorg­te er für gro­ßes Auf­se­hen. In Umfra­gen erreich­te er auf Anhieb den drit­ten Platz. An den Urnen erhielt er dann aber nur sie­ben Pro­zent. Sie sym­bo­li­sie­ren die erfolg­rei­che Ein­he­gung sei­nes Vorstoßes.

Die lange Liste der verschwiegenen Gewalt

Der Fall Ger­vai­se ist beson­ders spek­ta­ku­lär, aber man muß nur durch die Sei­ten von Fdes​ou​che​.com blät­tern, wo wöchent­lich isla­misch moti­vier­te Anschlä­ge berich­tet wer­den, um zu erken­nen, wie bedrückend der Man­tel des Schwei­gens ist.

  • In Rodez, Depar­te­ment Avey­ron, ver­such­te am 20. Juni ein mit zwei Mes­sern bewaff­ne­ter Mann, in eine Poli­zei­sta­ti­on ein­zu­drin­gen und Beam­te anzu­grei­fen. Da ihm dies nicht gelang, änder­te er sein Ziel und stach dem Geschäfts­füh­rer der Piz­ze­ria neben­an in die Halsschlagader.
  • Am 5. Juli schlug ein afgha­ni­scher Staats­bür­ger in Ren­nes auf Poli­zi­sten ein und ver­such­te, dem Mann, der ihn auf­hal­ten woll­te, die Keh­le durchzuschneiden.
  • In Trap­pes wur­de am 10. Juli ein Rent­ner ange­grif­fen und in den Hals und die Brust gesto­chen: Er starb am näch­sten Tag.
  • Am 11. Juli ver­such­te ein Eri­tre­er, der als „Flücht­ling“ in Frank­reich Schutz fand, im Zen­trum der süd­fran­zö­si­schen Stadt Mont­pel­lier, zwei Frau­en zu erstechen.

Soweit ein klei­ner Aus­zug der „Mes­ser­ste­cherepi­de­mie“, die sich in Frank­reich aus­brei­tet und immer beun­ru­hi­gen­der wird, auch wenn der Staat und die lin­ken Mei­nungs­kon­trol­leu­re so tun, als wür­den sie nichts davon sehen. Die­se haben sich, wie zu ande­ren Berei­chen, eine Sprach­re­ge­lung zurecht­ge­legt: Der Angrei­fer wird ein­fach als „Ver­rück­ter“ abge­stem­pelt, obwohl er sich wie im Fall Ger­vai­se auf Allah beruft, in sei­nem Ruck­sack ein Koran und auf sei­nem Com­pu­ter Vide­os gefun­den wur­den, die dem Dschi­had hul­di­gen. Die Anti­ter­ror-Staats­an­walt­schaft lei­te­te auch kei­ne Ermitt­lun­gen gegen Moha­med L. ein.

In Frank­reich leben inzwi­schen so vie­le Mus­li­me, daß die Poli­tik längst um ihre Stim­men buh­len muß und schlicht­weg Angst vor ihnen hat. Die Angst mag in den mei­sten Fäl­len unbe­grün­det sein. Sie ist aber vor­han­den und bedingt die Ent­schei­dun­gen. Was Angst bewir­ken kann, haben die Coro­na-Jah­re gezeigt. Das sind nicht die Vor­aus­set­zun­gen, die Grund­la­ge für das Gemein­we­sen eines frei­en Rechts­staa­tes sein soll­ten. Zudem: Die­ser Zustand wur­de ja von jemand her­bei­ge­führt. 1950 leb­ten in Frank­reich rund 120.000 Mus­li­me (0,3 Pro­zent), heu­te wird ihre Zahl auf neun Mil­lio­nen (15 Pro­zent) geschätzt. Ihre Zahl hat sich in den ver­gan­ge­nen 25 Jah­ren mehr als verdoppelt.

Die Leugnung des Islamismus

Die Chef­re­dak­teu­rin von Cau­seur schreibt:

„Wir sind uns der Grün­de für die­ses Schwei­gen sehr wohl bewußt: Mus­li­me soll­ten nicht stig­ma­ti­siert wer­den. Ist aber, sich zu wei­gern, über den Dschi­ha­dis­mus zu spre­chen, als wären sie alle dar­an betei­ligt, nicht der beste Weg, sie zu stig­ma­ti­sie­ren? Sind sie Kin­der, vor denen wir die Wahr­heit ver­ber­gen müs­sen, um sie nicht zu krän­ken? Soll­ten wir sie davon aus­schlie­ßen, über ein Phä­no­men nach­zu­den­ken, das aus dem Islam kommt, ohne mit ihm ver­wech­selt zu wer­den? Wenn der Anschlag am Vor­abend von Wah­len statt­fin­det, heißt es auch, man sol­le kei­ne ‚Äng­ste schü­ren‘. Der Him­mel bewah­re uns davor, daß die Wäh­ler eine auf­ge­klär­te Ent­schei­dung treffen.“ 

Die Ver­leug­nung der Rea­li­tät des all­täg­li­chen Isla­mis­mus, den Gil­les Kepel als „atmo­sphä­ri­schen Dschi­ha­dis­mus“ bezeich­net, ist eines der größ­ten Übel der fran­zö­si­schen Gesell­schaft. Ein schwer­wie­gen­des Sym­ptom des eigent­li­chen Problems.

Text: Andre­as Becker
Bild: Tem­pi

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2 Kommentare

  1. Adden­dum:
    14. Juli 2022: Ein Mann getö­tet mit Mes­ser­sti­chen in Amiens
    15. Juli: Ein Mann erdolcht in Metz
    16. Juli 2022: Ein in Frank­reich regi­strier­ter Mann aus Sudan belä­stigt im Zen­trum von Angers auf einer viel­be­such­ter Stra­ße jun­ge Frau­en: von eini­gen katho­li­schen Jugend­li­chen, Mit­gliedrn des dort ansäs­si­gen und ange­se­hen Rug­by­clubs zu Zurück­hal­tung aud­ge­for­dert, ermor­det er mit einem Dolch 3 Jugend­li­chen und ver­letzt 2 ande­re schwer.
    2 der Opfer stam­men aus Wal­lis (fran­zö­si­sches Über­see-Depar­te­ment Wal­lis et Futu­ra) und sind polynesisch.
    98% aller Wal­li­sia­ner sind katho­lisch- füh­len sich des­halb in Angers, der ruhig­sten und sicher­sten und mist katho­li­schen Stadt Frank­reichs, sehr wohl.
    Die Reak­ti­on des grü­nen Bür­ger­mei­sters alzu typisch bekannt nichts­sa­gend und flos­kel­haft- „in der Hose gemacht“.
    Inzwi­schen hat Le Figa­ro breit berichtet.
    Die Land­kar­te der durch­ge­führ­ten Angrif­fen ähnelt wie 2 Trop­fen Was­ser der Land­kar­te mit den Angrif­fen auf katho­li­sche Kirchen.
    Das moder­ne fran­zö­si­sche Epi­sko­pat schweigt dazu und nimmt die Mor­de bil­li­gend in Kauf.

  2. Pau­lus schreibt im Brief an die Ephe­ser, Kapi­tel 6: „Wir haben nicht gegen Men­schen aus Fleisch und Blut zu kämp­fen, son­dern gegen Mäch­te und Gewal­ten, gegen die Beherr­scher die­ser fin­ste­ren Welt, gegen die bösen Gei­ster des himm­li­schen Bereichs.“ 

    Das Böse wird aus­ge­schal­tet, indem man es offen legt. In der heu­ti­gen Zeit ist die Offen­le­gung sehr erschwert, weil es kei­nen kul­tu­rel­len Kon­sens mehr gibt. Es herrscht Unwis­sen­heit. Die Betrach­tung der Reli­gio­nen zeigt, daß der Islam eine Son­der­stel­lung ein­nimmt. Die Rei­he der Welt­re­li­gio­nen, Hin­du­is­mus, Juden­tum, Bud­dhis­mus, Chri­sten­tum bringt den Men­schen immer mehr in die Eigen­ver­ant­wort­lich­keit. Der Islam geht da histo­risch wie­der zurück. Und er wehrt sich gegen Offen­le­gung. Ich erin­ne­re mich an eine Fern­seh­re­por­ta­ge aus einer Schul­klas­se in Afgha­ni­stan. Die Repor­ter frag­ten die Schü­ler, wel­che Vor­stel­lung sie von Gott hät­ten. Als Reak­ti­on zogen die Jun­gen den Kopf ein. Sie haben mit Schlä­gen sei­tens des Leh­rers gerech­net, wenn sie über ihre Vor­stel­lun­gen reden. Heu­te zie­hen die Ver­ant­wort­li­chen der euro­päi­schen Öffent­lich­keit den Kopf ein, wenn sie vor ähn­li­chen Fra­gen ste­hen. In Pau­lus‘ Wor­ten bestim­men die argen Mäch­te und Gewal­ten das Den­ken und Han­deln. Hier ist jeder ein­zel­ne in Ver­ant­wor­tung gezogen. 

    Nun suchen die Men­schen nach einem Rück­halt, nach einem Bezugs­punkt. Es ist Teil der all­zu­mensch­li­chen Erkennt­nis­se, daß der Mensch nicht aus sich sel­ber die Wahr­heit fin­den kann. Jeder hat durch Leid die­se glei­che Erkennt­nis, sei sie auch noch so unter­schwel­lig vor­han­den. So suchen wir alle nach Bezugs­punk­ten der Wahr­heit. Wahr­heit als Aus­druck des gött­li­chen. Wir fin­den sie sel­ber in inspi­rier­ten Momen­ten, die uns aus unse­rer Unzu­läng­lich­keit her­aus­he­ben. Wir fin­den sie durch beson­ders inspi­rier­te Mitt­ler, Pro­phe­ten genannt. Des­halb sind die hei­li­gen Schrif­ten der Reli­gio­nen so wichtig.
    Soweit Niko­laus von Cusa noch im 15. Jahr­hun­dert recher­chie­ren konn­te, gab es ver­schie­de­ne Aus­ga­ben des Koran. Er ist in Besitz einer Aus­ga­be gekom­men, in der die Suren noch in rich­ti­ger Rei­hen­fol­ge the­ma­tisch geord­net waren. Er kam zu dem Ergeb­nis, daß der Koran, wie wir ihn heu­te ken­nen Män­gel besitzt, wenn es um die Wahr­heit geht. Ein­mal hat der Pro­phet sei­ne eige­ne Per­son beson­ders gut dar­stel­len wol­len. Damit wich er teil­wei­se von der Wahr­heit ab. Dann gab es nach sei­nem Tode redak­tio­nel­le Bear­bei­tun­gen. Es wur­den Tei­le der Wor­te des Pro­phe­ten ent­nom­men und fal­sche Tei­le hin­zu­ge­fügt. Schon in sei­nem Jahr­hun­dert ließ Cusa­nus sich über Mit­tels­leu­te mit­tei­len, vie­le isla­mi­sche Gelehr­te sei­en ins­ge­heim Beken­ner des Chri­sten­tums. Vom Chri­sten­tum über­zeug­te Gelehr­te, weil sie in der eige­nen Reli­gi­on nicht den Rück­halt fin­den konn­ten, der in der Bibel zu fin­den ist, weil die Bibel unwi­der­sprüch­lich das Wort Got­tes ent­hält. In der Gegen­wart ist die­se Situa­ti­on eben­falls vor­han­den. Sogar die ein­fa­chen Men­schen in der isla­mi­schen Kul­tur seh­nen sich nach dem Chri­sten­tum. Mus­li­me bet­teln in Deutsch­land vor katho­li­schen Kirchen. 

    Aus jüdi­scher Sicht kann man sagen, Unwis­sen­heit über die Tho­ra, Unwis­sen­heit über Gott, über die Wahr­heit führt zu Fehl­ver­hal­ten. Der Christ weiß, die Offen­ba­rung ist mit Jesus Chri­stus voll­stän­dig. Voll­stän­dig, weil Gott sich als Mensch makel­los offen­bart hat. 

    Ein beson­de­res Fehl­ver­hal­ten sind Gesin­nungs­mus­li­me. Eigent­lich sind sie Chri­sten. Die Bibel belehrt uns über die ras­seln­den Säbel­wa­gen der End­zeit. Heu­te sind sie da, genannt SUV. Sie haben Fel­gen, die aus­se­hen wie rotie­ren­de Säbel. Die Deut­schen haben Angst. Sie füh­len sich bedroht von den dun­kel­haa­ri­gen bär­ti­gen Fah­rern in den schwar­zen SUV’s. Was tun die Deut­schen? Sie erwer­ben sich sel­ber die glei­chen Stra­ssen­pan­zer und zei­gen sel­ber das glei­che Ver­hal­ten. Sie bedrän­gen ande­re Mit­bür­ger, die harm­lo­ser aus­se­hend unter­wegs sind. Wohl­ge­merkt bedrängt der Deut­sche dann aus­schließ­lich ande­re Abendländer. 

    Jeder wird in die Ver­ant­wor­tung gezo­gen. Jeder in sei­nem eige­nen Umfeld mit sei­nem eige­nen Ver­hal­ten. Hier soll­te sich der Abend­län­der an die eige­ne Nase fas­sen. Tun­nel­blick, als Ego­ist durchs Leben gehend. „Ich, ich, ich“ als Maxi­me. Eigen­in­ter­es­sen und Grup­pen­in­ter­es­sen über alles ande­re stellend. 

    Der ver­wirr­te Euro­pä­er unter­stützt und lebt die frem­de Kul­tur nach durch die er sich bedroht sieht. Er nimmt sich die glei­chen Waf­fen in die Hand, die er gegen sich selbst gerich­tet sieht. Bevor­mun­dung, Unter­drückung, Still­schwei­gen, Lüge, äusse­re Attri­bu­te. Er geht sogar gegen sei­ne eige­ne Reli­gi­on vor. Was ande­res ist der syn­oda­le Weg? 

    Du weißt es doch bes­ser, Abend­län­der. War­um willst Du ver­ges­sen woher Du gekom­men bist? War­um machst Du Dich schuldig?

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