Impf-Apartheid im Petersdom – Papst Franziskus lo vult

Wer sich dem Corona-Diktat nicht fügt, wird ausgeschlossen

Corona-Theater und kein Ende: Ab 1. Oktober gelten auch für den Zugang zum Petersdom Apartheids-Bestimmungen.
Corona-Theater und kein Ende: Ab 1. Oktober gelten auch für den Zugang zum Petersdom Apartheids-Bestimmungen.

(Rom) Ab dem 1. Okto­ber sol­len nur mehr Per­so­nen mit einem „Grü­nen Paß“ Zutritt zum Vati­kan erhal­ten. Papst Fran­zis­kus will es so. Die Anwei­sung kommt direkt von ihm.

Die Maß­nah­men gel­ten für alle Mit­ar­bei­ter, Ange­stell­ten und Besu­cher. Das Vati­ka­ni­sche Gen­dar­me­rie­corps wird ange­wie­sen, die ent­spre­chen­den Zugangs­kon­trol­len durch­zu­füh­ren. Für die Vati­ka­ni­schen Muse­en gilt die 3G-Regel schon län­ger. Anfang August hat­te Papst Fran­zis­kus sei­nen Green Pass erhal­ten. „Eine schlech­te Nach­richt für die Welt­kir­che“, schrieb Katholisches.info.

Wer nicht geimpft, gete­stet oder gene­sen ist, muß drau­ßen blei­ben. Gesun­de Men­schen gibt es für den Vati­kan nicht mehr. Der gro­ße Para­dig­men­wech­sel, dem sich die Kir­che zu wider­set­zen hät­te, wird von ihr nicht nur wider­spruchs­los gedul­det, son­dern aktiv betrieben.

Die Radi­kal­maß­nah­me soll auch für den Peters­dom gel­ten. Nur mehr zu den seit März streng limi­tier­ten Meß­zei­ten erhal­ten auch die Aus­ge­schlos­se­nen Zutritt, natür­lich nur unter Ein­hal­tung stren­ger Auf­la­gen wie dem Tra­gen eines Mund-Nasen-Schut­zes. Wei­ter­hin gilt: kein Weih­was­ser, kei­ne Mund­kom­mu­ni­on, stren­ge Abstands­re­geln. Der Beginn der neu­en Meß­zei­ten, die für viel Unmut sor­gen, ist auf zwei Stun­den am frü­hen Vor­mit­tag kon­zen­triert. In den Peters­dom sol­len die Aus­ge­grenz­ten somit nur mehr von 7 bis 8.30 Uhr und von 9 bis 9.30 Uhr dür­fen, und das nicht gene­rell, son­dern nur zu Chor­ka­pel­le und Kathe­dra-Altar, wo die Mes­sen zele­briert wer­den. Glei­ches gilt auch für die hei­li­gen Mes­sen im über­lie­fer­ten Ritus, die seit der Neu­re­ge­lung in die Vati­ka­ni­schen Grot­ten ver­bannt sind.

Päpstliche Anweisung

Die dis­kri­mi­nie­ren­de Maß­nah­me wur­de von der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on für den Staat der Vati­kan­stadt erlas­sen, die im Namen des Pap­stes den Kir­chen­staat regiert. Die Anwei­sung dazu erging aber aus­drück­lich von Papst Franziskus.

Mit 1. Okto­ber tritt ein neu­er Regie­rungs­chef des Vati­kan­staa­tes sein Amt an. Kar­di­nal Giu­sep­pe Ber­tel­lo, der bis­he­ri­ge Prä­si­dent des Gover­na­to­rats, der an die­sem Tag sei­nen 79. Geburts­tag fei­ert, wird vom spa­ni­schen Kuri­en­erz­bi­schof Fer­nan­do Vérgez Alza­ga, einem Legio­när Chri­sti, abge­löst. Mit sei­nem Amts­an­tritt tre­ten die ersten Apart­heids-Maß­nah­men im Vati­kan in Kraft. Der Schritt geht in die fal­sche Richtung.

Kar­di­nal Ber­tel­lo gehört seit 2013 auch dem von Fran­zis­kus ernann­ten Kar­di­nal­s­rat an, der den Papst bei der Kuri­en­re­form und der Lei­tung der Welt­kir­che berät. Msgr. Vérgez Alza­ga war im August 2013 von Fran­zis­kus zum Gene­ral­se­kre­tär des Gover­na­to­rats ernannt wor­den. Der ursprüng­lich acht‑, dann neun‑, schließ­lich nur mehr sechs­köp­fi­ge Kar­di­nal­s­rat zählt aktu­ell sie­ben Mitglieder.

Der Auf­ent­halt in der unga­ri­schen Haupt­stadt Buda­pest, wo Fran­zis­kus am 12. Sep­tem­ber beim Eucha­ri­sti­schen Welt­kon­greß die Abschluß­mes­se zele­brier­te, scheint kei­ne Wir­kung auf ihn gehabt zu haben. In Ungarn ist man sehr Coro­na-ent­spannt (sie­he dazu Raus aus dem Coro­na-Ker­ker – nach Buda­pest). Mehr als 100.000 Gläu­bi­ge kamen zur Abschluß­mes­se, mas­ken­los und dicht gedrängt. Die Kom­mu­ni­ons­pen­dung erfolg­te auch als Mund­kom­mu­ni­on, sogar durch Papst Franziskus.

Wie kann es aber sein, daß Fran­zis­kus in Buda­pest mit Coro­na-ent­spann­ten Mas­sen zele­briert, in Rom aber einen Teil der Gläu­bi­gen, die sich dem Coro­na-Dik­tat nicht unter­wer­fen, aus­schließt? Ein Coro­na-Dik­tat, das von Anfang an ohne Trans­pa­renz und ohne jeden objek­ti­ven Beleg von oben ver­ord­net wurde.

Papst folgt Draghi

Der Hin­ter­grund ist schnell erklärt: Die ita­lie­ni­sche Regie­rung von Mini­ster­prä­si­dent Mario Draghi fährt der­zeit den radi­kal­sten Coro­na-Kurs in der EU. Mit gera­de­zu bei­spiel­lo­sem Fana­tis­mus wird die Bevöl­ke­rung zur Imp­fung gepeitscht. Das hat in man­chen Berei­chen weni­ger Aus­wir­kun­gen, weil die Ita­lie­ner sich zu hel­fen wis­sen. Draghi ver­ord­net jedoch gan­zen Berufs­grup­pen die Coro­na-Pflicht­imp­fung (Ärz­te und medi­zi­ni­sches Per­so­nal, Leh­rer, Poli­zi­sten, wei­te­re Grup­pen wie öffent­li­cher Dienst und Mili­tär sind in Pla­nung), die mit Ent­las­sung bedroht wer­den. Sogar in der Pri­vat­wirt­schaft sol­len Ange­stell­te vom Arbeit­ge­ber ent­las­sen wer­den kön­nen, wenn sie sich nicht imp­fen las­sen. Draghi spal­tet die Gesell­schaft gna­den­los. Zuvor war eine qua­si All­par­tei­en­ko­ali­ti­on gebil­det wor­den, die von der Lega bis zur radi­ka­len Lin­ken reicht. Nur die rechts­na­tio­na­len Fra­tel­li d’Italia haben sich der Umar­mung ent­zo­gen und bil­den die ein­zi­ge Oppo­si­ti­on im Parlament.

Draghi war naht­los hin­ter­ein­an­der Gene­ral­se­kre­tär des ita­lie­ni­schen Finanz­mi­ni­ste­ri­ums, wech­sel­te dann zu Gold­man Sachs, wur­de Gou­ver­neur der Ita­lie­ni­schen Noten­bank, dann Prä­si­dent der Euro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB). Nach einer kur­zen Pau­se wur­de er am ver­gan­ge­nen 13. Febru­ar als ita­lie­ni­scher Mini­ster­prä­si­dent ver­ei­digt. Ita­li­en wird zum EZB-Pro­tek­to­rat, hieß es damals. Draghi nahm an Bil­der­ber­ger-Kon­fe­ren­zen teil. Er ver­fügt über kein demo­kra­ti­sches Man­dat, da er sich nie einer demo­kra­ti­schen Wahl stell­te, geschwei­ge denn vom Volk in ein Amt gewählt wurde.

Da Papst Fran­zis­kus in der Coro­na-Kri­se bis­her den teils gera­de­zu blind­wü­ti­gen Maß­nah­men der Regie­run­gen Con­te und Draghi folg­te, tut er dies auch jetzt – und hat sei­ne Hal­tung der Welt­kir­che zum Vor­bild gemacht. Dazu gehör­te im März 2020 das Dekret des Kar­di­nal­vi­kars, der für den Papst die Diö­ze­se Rom lei­tet, alle Kir­chen und Kapel­len zu schlie­ßen – wegen Coro­na. Als die Pfar­rer pro­te­stier­ten, wur­de zwar zurück­ge­ru­dert. Das erste Coro­na-Meß­ver­bot der Geschich­te blieb in der Diö­ze­se Rom jedoch auf­recht und wur­de von den Bischofs­kon­fe­ren­zen zahl­rei­cher Staa­ten über­nom­men. Es war von der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz erlas­sen wor­den, doch die dafür not­wen­di­ge Zustim­mung, ohne die so etwas undenk­bar gewe­sen wäre, kam aus San­ta Mar­ta im Vatikan.

Besuch des Petrusgrabes untersagt

Nun sagt der „Papst der Barm­her­zig­keit“ und „der Inklu­si­on“, der gegen Dis­kri­mi­nie­rung und Aus­gren­zung kämpft, daß ein Teil der Bevöl­ke­rung, rund 40 Pro­zent in den mei­sten EU-Staa­ten, also auch ein nicht uner­heb­li­cher Teil des Vol­kes Got­tes, aus­ge­schlos­sen wird, wenn er sich nicht imp­fen läßt (und sich nicht alle zwei oder drei Tage testen läßt und nicht gene­sen ist, was in Ita­li­en so restrik­tiv defi­niert ist, daß eine Gene­sung gar nicht oder nur sehr befri­stet aner­kannt wird; dabei haben Gene­se­ne in einer Krank­heit die besten Vor­aus­set­zun­gen, doch bei Coro­na steht alles auf dem Kopf, auch im Vatikan).

Das Mot­to der ita­lie­ni­schen Regie­rung gegen­über ihren Bür­gern lau­tet: „Und bist du nicht wil­lig, so brauch ich Gewalt“. Papst Fran­zis­kus macht sich die­ses Mot­to zu eigen und grenzt die gesun­den Men­schen im Gleich­schritt eben­falls aus.

Für die Mes­se wer­den die Aus­ge­grenz­ten gera­de noch gedul­det. Wer so weit geht, könn­te auch noch wei­ter gehen. Zum Petrus­grab oder zur eucha­ri­sti­schen Anbe­tung dür­fen sie nicht mehr in den Peters­dom, auch nicht zur Beich­te. Ita­li­en hat­te Ende 1938 die Nürn­ber­ger Ras­sen­ge­set­ze über­nom­men. Sie gel­ten noch heu­te als Schan­de, weil sie eigent­lich nicht zur ita­lie­ni­schen Men­ta­li­tät pas­sen. Die­se „Geset­ze der Schan­de“ wur­den in Ita­li­en, wegen der genann­ten Men­ta­li­tät, nie kon­se­quent umge­setzt. Sie betra­fen, sie­he die Ana­lo­gie, vor allem Ent­las­sun­gen – am ver­hält­nis­mä­ßig mas­siv­sten war der Ein­griff an den Uni­ver­si­tä­ten – und Ehe­schlie­ßun­gen. Der Papst, damals Pius XI., pro­te­stier­te mehr­fach gegen die Dis­kri­mi­nie­rung, was ihm den öffent­li­chen Vor­wurf Mus­so­li­nis ein­brach­te, der Papst ver­tei­di­ge die Juden.

Im Jahr 2021 ist es Fran­zis­kus, der die Dis­kri­mi­nie­rung anordnet.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Church Mili­tant (Screen­shot)

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1 Kommentar

  1. Jeder wird nach die­sem Leben ein per­sön­li­ches Gespräch mit unse­rem Herrn Jesus haben. Er wird nicht fra­gen: „Hast du dich imp­fen las­sen?“, son­dern wohl eher dar­auf schau­en, wie wir uns ver­hal­ten haben.

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