Komplott-Phantasien eines Vatikanisten

Ideologische Überzeugungstäter als Yallop 2?

Nicolas Senèze mit Papst Franziskus im Frühjahr 2019
Nicolas Senèze mit Papst Franziskus im Frühjahr 2019

(Rom) Radio Fran­ce Inter­na­tio­nal ver­öf­fent­lich­te am Sams­tag, 23. Novem­ber ein Inter­view mit Nico­las Senè­ze, dem Jour­na­li­sten, der ein Buch über den Wider­stand US-ame­ri­ka­ni­scher Katho­li­ken gegen das Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus vor­leg­te. Dar­in wie­der­holt der Autor sei­ne kru­den Phan­ta­sien.

Senè­ze ist Vati­ka­nist von La Croix, der Tages­zei­tung der fran­zö­si­schen Bischö­fe. Sein Buch Com­ment l’A­mé­ri­que veut chan­ger de pape (Wie Ame­ri­ka den Papst aus­tau­schen will) kam am 4. Sep­tem­ber in den Buch­han­del.

Am sel­ben Tag hat­te Senè­ze auf dem Flug nach Mapu­to in Mozam­bik Gele­gen­heit, sein Buch Papst Fran­zis­kus per­sön­lich zu über­rei­chen. Dabei bestä­tig­te Fran­zis­kus vor den mit­rei­sen­den Jour­na­li­sten, daß er von „bestimm­ten Sek­to­ren der ame­ri­ka­ni­schen Kir­che ange­grif­fen“ wer­de. So faß­te es weni­ge Tage spä­ter, am 10. Sep­tem­ber, Jason Horo­witz, der Vati­ka­nist der New York Times, zusam­men. Er sprach Fran­zis­kus auf dem Rück­flug von sei­ner Afri­ka-Rei­se dar­auf an und woll­te unter ande­rem vom Kir­chen­ober­haupt wis­sen (sie­he Papst Fran­zis­kus: „Ich habe kei­ne Angst vor einem Schis­ma“):

„Haben die­se Kri­ti­ker irgend etwas von Ihrem Pon­ti­fi­kat nicht ver­stan­den? Gibt es etwas, was Sie durch die Kri­tik aus den USA gelernt haben? Eine ande­re Sache noch: Haben Sie Angst vor einem Schis­ma der ame­ri­ka­ni­schen Kir­che?“

Dar­auf ant­wor­te­te Papst Fran­zis­kus aus­führ­lich, wodurch die Schis­ma-Fra­ge erst­mals offi­zi­ell auf das Tapet kam.

Im Inter­view mit Radio Fran­ce Inter­na­tio­nal (RFI) faßt Senè­ze die Kern­aus­sa­ge sei­nes Buches zum Ver­hält­nis von Fran­zis­kus und den US-Katho­li­ken so zusam­men:

„Eine Grup­pe rei­cher Ame­ri­ka­ner möch­te ihn los­wer­den und ver­sucht, ihn zum Rück­tritt zu bewe­gen.“

Der Autor gibt auch die Ant­wort von Fran­zis­kus wie­der, die er ihm bei der Über­rei­chung des Buches gab. Das Pres­se­ge­spräch auf dem Hin­flug wur­de vom Vati­kan ohne Nen­nung von Details ver­öf­fent­licht. Fran­zis­kus bedank­te sich bei Senè­ze mit pro­vo­kan­ten Wor­ten:

„Es ist eine Ehre, daß die­se Ame­ri­ka­ner mich angrei­fen.“

Dazu Senè­ze gegen­über RFI:

„Es ist eine Art zu sagen, daß er sich die­ser Intri­gen gegen ihn genau bewußt ist, aber daß er kei­ne Angst hat und die gro­ßen Refor­men, die er in der katho­li­schen Kir­che ein­ge­lei­tet hat, nicht zurück­nimmt oder brem­sen wird.“

Interview von Radio France International mit Senèze
Inter­view von Radio Fran­ce Inter­na­tio­nal mit Senè­ze

„Kreise reicher US-Katholiken drängen Papst Franziskus zum Rücktritt“

RFI: Wer sind die­se rei­chen Ame­ri­ka­ner, und wel­che Inter­es­sen ver­tre­ten sie?

Senè­ze: Es gibt eine Kaste von katho­li­schen Ver­ant­wort­li­chen, zumeist Lai­en, Eigen­tü­mer von Ver­mö­gen, die sich auf irgend­ei­ne Wei­se der Kir­che in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und in Nord­ame­ri­ka bemäch­tigt haben. Sie hat ihr seit Jah­ren ihre Sicht­wei­se auf­er­legt, eine sehr libe­ra­le Visi­on auf wirt­schaft­li­cher Ebe­ne, sehr mora­li­stisch und ent­ge­gen­ge­setzt zu jener, die von Fran­zis­kus ver­tre­ten wird. Dazu kommt auch, daß Fran­zis­kus ein Argen­ti­ni­er ist und dem süd­ame­ri­ka­ni­schen Katho­li­zis­mus ent­stammt, der von Anfang an eine Form der Ver­ach­tung her­vor­ge­ru­fen hat. Es ist eine Strö­mung des ame­ri­ka­ni­schen Katho­li­zis­mus, die tief im angel­säch­si­schen Katho­li­zis­mus ver­wur­zelt ist und die gesam­te latein­ame­ri­ka­ni­sche Welt ver­ach­tet. Sie ist auch vom Pro­te­stan­tis­mus beein­flußt, einem Pro­te­stan­tis­mus namens „Theo­lo­gie des Wohl­stands“. Das heißt, wenn ich reich bin, dann des­halb, weil Gott mich geseg­net und mich für mei­ne guten Taten belohnt hat. Auf der ande­ren Sei­te, wenn Sie arm sind, wie die Latein­ame­ri­ka­ner, die die Gren­ze [zu den USA] über­schrei­ten, dann, weil Gott nicht auf Ihrer Sei­te ist. Es gibt immer die­se Sicht­wei­se, tief­ver­wur­zelt in bestimm­ten Katho­li­ken in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten, ein gewis­ses Über­le­gen­heits­ge­fühl. Es ist etwas, das man von Anfang an beob­ach­ten konn­te, wie Papst Fran­zis­kus gese­hen wird.

RFI: Lau­da­to Si, neben ande­ren Enzy­kli­ken und Posi­tio­nen, wider­spricht offen den Inter­es­sen die­ser Grup­pe …

Senè­ze: Völ­lig. Evan­ge­lii gau­di­um, sein erster Text, den wir als ‚pro­gram­ma­tisch‘ für das Pon­ti­fi­kat bezeich­nen kön­nen, und Lau­da­to Si sind Tex­te, die sich direkt der ame­ri­ka­ni­schen Wirt­schafts­vi­si­on ent­ge­gen­set­zen und die Berei­che­rung des ‚Ame­ri­can Way of Life‘ in Fra­ge stel­len, indem er direkt auf die öko­lo­gi­sche und sozia­le Dimen­si­on, auf einen ein­fa­chen Lebens­stil hin­weist. Lau­da­to Si greift die­se ame­ri­ka­ni­sche Sicht­wei­se vom unge­zü­gel­ten Kon­sum an, und das ist für bestimm­te, gro­ße ame­ri­ka­ni­sche Inter­es­sen uner­träg­lich. Für sie gibt die mora­li­sche Auto­ri­tät der Kir­che und des Pap­stes die­ser Bot­schaft eine Kraft, die für ihre Inter­es­sen uner­träg­lich ist.

RFI: In Ihrem Buch beto­nen Sie, daß fak­tisch ein Drit­tel der Spen­den, die die Kir­che erhält, aus den USA kom­men, und die­ser Sek­tor das als Druck­mit­tel ein­ge­setzt hat.

Senè­ze: Es ist seit lan­gem bekannt, daß sie als Teil der gro­ßen Finan­ziers des Vati­kans ein Druck­mit­tel haben. Sie haben wahr­schein­lich eine Rei­he von Ent­schei­dun­gen und Sank­tio­nen gegen Strö­mun­gen beein­flußt, die ihre Inter­es­sen nicht teil­ten. Aber Fran­zis­kus ließ sich nicht auf die­ses Spiel der finan­zi­el­len Erpres­sung ein. Da das nicht funk­tio­nier­te, gin­gen sie – Mon­si­gno­re Viganò fol­gend – zur näch­sten Pha­se über, um ihn zum Rück­tritt zu drän­gen. Die Initia­ti­ve war zum Schei­tern ver­ur­teilt, bewirk­te jedoch, das Ver­trau­en der öffent­li­chen Mei­nung in den Papst zu unter­gra­ben. Heu­te geht es dar­um, wei­ter­zu­ma­chen und viel Geld auf den Tisch zu legen, um das näch­ste Kon­kla­ve vor­zu­be­rei­ten.

RFI: Zu die­ser Ent­schlos­sen­heit, Papst Fran­zis­kus aus dem Amt zu ent­fer­nen, gehört der „Red Hat Report“ (ein Bericht über die Kar­di­nä­le). Wor­um geht es dabei?

Senè­ze: Da sie ihr Ziel in die­sem Pon­ti­fi­kat nicht erreich­ten, sind sie zu einer zwei­ten Etap­pe über­ge­gan­gen und berei­ten das näch­ste vor. Wenn sie kei­nen Kan­di­da­ten als Ver­bün­de­ten fin­den, suchen sie einen, der zumin­dest schwach genug ist, um ihn zu kon­trol­lie­ren und zu mani­pu­lie­ren und ihm Ent­schei­dun­gen auf­zu­zwin­gen. Dafür haben sie viel Geld und Res­sour­cen auf­ge­bo­ten, zum Bei­spiel ehe­ma­li­ge FBI-Agen­ten, die alle Kar­di­nä­le über­prü­fen, die an der Wahl des näch­sten Pap­stes teil­neh­men wer­den. Die Idee ist, alle Gerüch­te aus­zu­nut­zen, die nach­weis­bar sind oder nicht, und die die Kar­di­nä­le aus­schal­ten kön­nen, die wahr­schein­lich die von Fran­zis­kus durch­ge­führ­ten Refor­men fort­set­zen wer­den.

RFI: In die­ser Offen­si­ve haben sie den sexu­el­len Miß­brauch inner­halb der Kir­che instru­men­ta­li­siert…

Senè­ze: Sogar die Opfer von sexu­el­lem Miß­brauch erkann­ten schnell, wie weit sie instru­men­ta­li­siert wur­den, um Fran­zis­kus der Nach­sicht bei Miß­brauchs­fäl­len zu beschul­di­gen und ihn zu dis­kre­di­tie­ren. Mon­si­gno­re Viganò, der Nun­ti­us in den USA und Fran­zis­kus-Anklä­ger, wirft ihm vor, bestimm­te ame­ri­ka­ni­sche Kar­di­nä­le geschützt zu haben. In Wirk­lich­keit war Fran­zis­kus der erste, der Sank­tio­nen gegen sie ver­hängt hat. Der Wil­le ist klar, unter dem Vor­wand, die Miß­bräu­che anzu­pran­gern, die Glaub­wür­dig­keit des Pap­stes anzu­grei­fen.

RFI: Gibt es Bezie­hun­gen zwi­schen die­sen Krei­sen und Per­sön­lich­kei­ten wie Ste­ve Ban­non oder Mike Pence [Vize­prä­si­dent der USA]?

Senè­ze: Es gibt Abspra­chen mit dem Wei­ßen Haus und der Repu­bli­ka­ni­schen Par­tei, auf jeden Fall eine Über­ein­stim­mung zu bestimm­ten Sach­fra­gen. Mike Pence ver­tritt ein­deu­tig die Über­zeu­gun­gen die­ser ame­ri­ka­ni­schen Inter­es­sen­grup­pe. Er ist zwei­fel­los jemand, mit dem sie in engem Kon­takt ste­hen. Vor der Wahl gab Donald Trump ihnen Garan­tien wie die Ernen­nung eines Vize­prä­si­den­ten, der ihre Ideen teilt, und – was recht­lich sehr wich­tig ist – die Ernen­nun­gen zum Ober­sten Gerichts­hof. In der Fra­ge der Abtrei­bung ver­tei­di­gen sie sowohl eine sehr lebens­freund­li­che Poli­tik als auch die Todes­stra­fe. Das ist eines der Pro­ble­me mit Papst Fran­zis­kus, der für das Leben und gegen die Todes­stra­fe ist. Es gibt sehr poli­ti­sche Din­ge, die auch einer bestimm­ten Sicht der ame­ri­ka­ni­schen Lebens­wei­se ent­spre­chen.

RFI: Wie fügt sich die Ama­zo­nas­syn­ode in die­se Aus­ein­an­der­set­zung im Vati­kan ein?

Senè­ze: Eines der ersten Zie­le die­ser Syn­ode war es, die öko­lo­gi­sche und sozia­le Situa­ti­on zu unter­su­chen, indem bestimm­te wirt­schaft­li­che und finan­zi­el­le Inter­es­sen wie die der Agrar­in­du­strie oder der Roh­stoff­in­du­strie, die von poli­ti­schen Kom­pli­ka­tio­nen pro­fi­tie­ren, in Fra­ge gestellt wer­den. Für die ist das Wort der Kir­che uner­träg­lich, wes­halb sie ver­such­ten, es auf aus­schließ­lich kirch­li­che The­men wie den Zöli­bat zu kon­zen­trie­ren, damit die Pro­ble­me nicht ange­spro­chen wer­den, die sie betref­fen. Wir sehen eine Über­ein­stim­mung zwi­schen die­sen Inter­es­sen, Ultra­kon­ser­va­ti­ve, die Mei­nun­gen zu inter­nen The­men schü­ren, und gro­ße Wirt­schafts­grup­pen, die nicht wol­len, daß sich die Kir­che gegen ihre Inter­es­sen äußert.

RFI: Wie zeich­net sich die Nach­fol­ge von Papst Fran­zis­kus ab?

Senè­ze: Fran­zis­kus wur­de von min­de­stens zwei Drit­teln der Kar­di­nä­le mit dem kla­ren Ziel gewählt, die Kir­che zu refor­mie­ren. Mit ande­ren Wor­ten, eine star­ke Unter­stüt­zung, auch wenn sich eine Min­der­heit wider­setzt. Kürz­lich wur­den Kar­di­nä­le ernannt, die die­se Reform-Sen­si­bi­li­tät tei­len. Fran­zis­kus wird 83 und nähert sich dem Ende, es wird ein Kon­kla­ve geben. Ich glau­be, daß die ein­ge­lei­te­te Reform irrever­si­bel ist, aber es besteht die Gefahr, daß durch die Dis­kre­di­tie­rung einer erheb­li­chen Zahl von Kar­di­nä­len – der berüch­tig­te Red Hat Report – der Gewähl­te schwach ist und die Reform nicht wei­ter­füh­ren kann, sodaß die Din­ge letzt­lich auf hal­bem Weg blei­ben.

Irreale Szenarien

Was soll man zu so viel Phan­ta­sie sagen. Zu einer Dar­stel­lung, die klingt, als wäre man in einem ande­ren Film. Von der die eige­ne Wahr­neh­mung so weit ent­fernt ist, daß man nur wenig davon bestä­ti­gen könn­te. Die Ant­wor­ten von Senè­ze wir­ken über wei­te Strecken irre­al. Kurz­um: Von einem Vati­ka­ni­sten einer Tages­zei­tung, die den Bischö­fen gehört, wür­de man sich mehr Zurück­hal­tung und vor allem mehr Sach­lich­keit erwar­ten.

Nico­las Senè­ze im Dop­pel­pack mit Paul Zuleh­ners Mord­kom­plott­phan­ta­ste­rei­en ergibt Yallop 2. Mit einem gewich­ti­gen Unter­schied: Yallop woll­te mit sei­ner sen­sa­ti­ons­gie­ri­gen Phan­ta­sie „nur“ hohe Ver­kaufs­zah­len erzie­len, um damit ein Geschäft zu machen. Die unse­riö­sen Anspie­lun­gen der Zuleh­ners und Senè­zes unse­rer Tage dage­gen sind Aus­druck einer inner­kirch­li­chen Rich­tung. Sie han­deln aus Über­zeu­gung, weil sie ein Ziel errei­chen wol­len – die Errich­tung einer ande­ren Kir­che – für das sie lei­der bereit sind, sehr weit zu gehen und Gren­zen zu über­schrei­ten.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Forum catholique/RFI (Screen­shots)

4 Kommentare

  1. Die Sicht­wei­se des Kir­chen­jour­na­li­sten Nico­las Senè­ze ist ver­blüf­fend. Man könn­te mei­nen, in die­sem Pon­ti­fi­kat gehe es haupt­säch­lich um Poli­tik und bei der inner­kirch­li­chen Ver­wir­rung ent­spre­chend um poli­ti­sche Gegen­sät­ze. Die Sen­dung der Kir­che ist aber doch geist­li­cher Natur. Wenn die Kir­che sich auf das Zeit­li­che fokus­siert, macht sie sich zu einer Non-Govern­men­tal Orga­niz­a­ti­on (NGO) im Fahr­was­ser der Ver­ein­ten Natio­nen. Sie könn­te damit zur bedeu­tend­sten Orga­ni­sa­ti­on die­ser Art welt­weit wer­den. In geist­li­cher Hin­sicht jedoch wür­de sie immer mehr abster­ben und sich über­flüs­sig machen.

    • Über­flüs­sig wäre noch das klein­ste Übel,die gei­sti­ge Kraft kann auch in die fal­sche Rich­tung gehen.

  2. Sehr ver­ehr­ter Herr Dr. Michel, lei­der hat der Jour­na­list Nicho­las Sene­ze recht. Es geht — davon bin ich über­zeugt — nur um Poli­tik. Ja, die geplan­te und zum Teil schon umge­setz­te Kir­che ist nach dem Wil­len der heu­ti­gen Hier­ar­chie eine NGO. Die gro­ße Täu­schung besteht dar­in, sie die bedeu­tend­ste Orga­ni­sa­ti­on die­ser Art auf der Welt wird, von vie­len aner­kannt… aber ohne Gott und ohne Unter­schei­dung von Gut und Böse. Die­se Kir­che ver­rät ihren Auf­trag, den Auf­trag Jesu.

  3. Was hier Sene­ze den soge­nann­ten ame­ri­ka­ni­schen Intri­gan­ten vor­wirft — ein geziel­tes, stra­te­gi­sches und stu­fen­wei­ses Vor­ge­hen gegen die Agen­da des der­zei­ti­gen links­ka­tho­li­schen Pap­stes -, soll­te ihm selbst der Stra­te­gie nach nicht ganz so unbe­kannt sein: man den­ke nur an den zunächst im Unter­grund wir­ken­den Moder­nis­mus, die Infil­tra­ti­on der Kurie durch die Frei­mau­re­rei, die rhei­ni­sche Alli­naz, die St. Gal­len — Mafia, die Bevör­de­rung des Kom­mu­nis­mus sowie der Befrei­ungs­theo­lo­gie.

    Und nun will man den besorg­ten Katho­li­ken worwer­fen, sie intrie­gier­ten gegen den Papst? Ein­fach nur lächer­lich und wirk­lich­keits­fremd.

    Und natür­lich wird wie­der mit dem Gut-Böse-Sche­ma gespielt: Fran­zis­kus, der lebens- und men­schen­freund­li­che Papst der Refor­men, ange­grif­fen und behin­dert von den tra­di­ti­ons­be­wuss­ten Chri­sten, die da sind: die rei­chen pras­sen­den, Leben ver­ach­ten­den Pha­ri­sä­er.

    Sene­zes Rede- und Argu­men­ta­ti­ons­duk­tus wird Papst Fran­zis­kus sicher gut gefal­len.

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