Papst Franziskus: „Ich habe keine Angst vor einem Schisma“

Der „vermeidbare Schaden“ päpstlicher Aussagen

Papst Franziskus mit Jason Horowitz (New York Times) gestern auf dem Rückflug von Mauritius.
Papst Franziskus mit Jason Horowitz (New York Times) gestern auf dem Rückflug von Mauritius.

(Rom) Auf dem gestern erfolg­ten Rück­flug von Mau­ri­ti­us stell­te sich Papst Fran­zis­kus wie gewohnt den Fra­gen der Jour­na­li­sten. Die Ant­wor­ten fin­den grö­ße­res Inter­es­se als die offi­zi­el­len Anspra­chen, die Fran­zis­kus bei sei­nen Aus­lands­rei­sen hält. Die frei gespro­che­nen Stel­lung­nah­men geben näm­lich weit deut­li­cher und direk­ter sein Den­ken wie­der. Gestern sprach Fran­zis­kus über „Schis­men“. Die Tages­zei­tung Il Foglio bezeich­ne­te heu­te die flie­gen­den Inter­views als „ver­meid­ba­re Schä­den“.

Das freie Wort, das Fran­zis­kus bei sol­chen Gele­gen­heit pflegt, pro­vo­zie­re vor allem „Miß­ver­ständ­nis­se“ und Sät­ze, die Anlaß bie­ten, „schlecht inter­pre­tiert“ zu wer­den. Das sei aber „nicht Schuld der Jour­na­li­sten“, so der Vati­ka­nist Matteo Mat­zuz­zi. Durch sein Vor­ge­hen errei­che Fran­zis­kus vor allem eines, er näh­re selbst „die Span­nun­gen“ in der Kir­che.

Auch ande­re Vati­ka­ni­sten äußer­ten bereits, wenn auch iro­nisch, die Mei­nung, daß sich die Aus­lands­rei­sen des der­zei­ti­gen Kir­chen­ober­haup­tes auf ein Mini­mum redu­zie­ren lie­ßen, denn letzt­lich wür­den nur die im Flug­zeug gemach­ten Aus­sa­gen im Gedächt­nis blei­ben.

Da Fran­zis­kus bei sol­chen Pres­se­ge­sprä­chen auf alles ant­wor­tet, stel­len die Jour­na­li­sten auch zu allem Fra­gen.

So fiel auch der berühm­te­ste Satz die­ses Pon­ti­fi­kats in luf­ti­ger Höhe. Es war gleich die erste flie­gen­de Pres­se­kon­fe­renz, Ende Juli 2013, bei der Fran­zis­kus sag­te: „Wer bin ich, um zu urtei­len?“ Der Satz ver­schaff­te ihm die Titel­sei­te der Homo-Zeit­schrift The Advo­ca­te. Eine „Aus­zeich­nung“, auf die kei­ner sei­ner Vor­gän­ger wert gelegt hät­te.

Auch einen ande­ren berüch­tig­ten Satz, den ihm vie­le Katho­li­ken nach­tra­gen, sag­te er in meh­re­ren tau­send Metern Höhe im Janu­ar 2015: „Gute Katho­li­ken müs­sen sich nicht wie die Kar­nickel ver­meh­ren“.

Bei sei­ner jüng­sten Afri­ka-Rei­se vom 4.–10. Sep­tem­ber waren schon auf dem Hin­flug von ihm sol­che „Per­len“ zu hören, wie sie Mat­zuz­zi nennt. Dabei kehr­te er erst­mals unge­wöhn­lich offen eine Sei­te her­vor, von der argen­ti­ni­sche Beob­ach­ter bereits 2013 spra­chen: einen tief­sit­zen­den Anti-Ame­ri­ka­nis­mus. Es sei, erklär­te Fran­zis­kus den erstaun­ten Jour­na­li­sten, für ihn „eine Ehre, von den Ame­ri­ka­nern ange­grif­fen zu wer­den“.

Unge­wohn­te Töne von einem katho­li­schen Kir­chen­ober­haupt.

Es bedurf­te aller Klug­heit und Rede­ge­wandt­heit des sofort ein­grei­fen­den, neu­en Vati­kan­spre­chers Matteo Bruni, um den „diplo­ma­ti­schen Faux­pas“ eini­ger­ma­ßen aus­zu­bü­geln.

Auf dem gest­ri­gen Rück­flug sprach Fran­zis­kus von einem „Schis­ma“, ein heik­les Stich­wort, das in der Kir­che in der Regel ver­mie­den wird. Den Anstoß gab eine Fra­ge von Jason Horo­witz, dem Vati­ka­ni­sten der New York Times, dem noto­risch kir­chen­feind­li­chen Leit­me­di­um des links­li­be­ra­len Main­stream.

Mat­zuz­zi schreibt heu­te dazu:

„Das Argu­ment ist höchst deli­kat, gera­de jetzt, da die kon­ser­va­ti­ven Ame­ri­ka­ner kein Geheim­nis dar­aus machen, daß sie die der­zei­ti­ge Kir­chen­lei­tung im Vati­kan nicht mehr ertra­gen kön­nen, und die pro­gres­si­ven Deut­schen mit allem dro­hen, womit man nur dro­hen kann, wenn ihre For­de­run­gen in den kom­men­den Mona­ten nicht erfüllt wer­den.“

Die Anspie­lun­gen sind ein­deu­tig. Sie haben nicht nur mit dem Fall McCarrick und der Ama­zo­nas­syn­ode zu tun.

Wört­lich sag­te Fran­zis­kus gestern zum Stich­wort Schis­ma:

„In der Kir­che gab es vie­le. […] Das Zwei­te Vati­ca­num hat die­se Din­ge her­vor­ge­bracht, die viel­leicht bekann­te­ste Los­lö­sung ist die von Lef­eb­v­re. In der Kir­che gibt es immer die schis­ma­ti­sche Akti­on, immer. Das ist eine der Aktio­nen, die der Herr der mensch­li­chen Frei­heit läßt. Aber ich habe kei­ne Angst vor den Schis­men. Ich bete, daß es kei­ne gibt, denn es steht die geist­li­che Gesund­heit vie­ler auf dem Spiel, daß Dia­log herrscht, daß es Zurecht­wei­sung gibt, soll­te es irgend­ei­nen Feh­ler geben, aber der Weg ins Schis­ma ist nicht christ­lich. […]
Dann kommt mir eine Anek­do­te in den Sinn, die ich schon manch­mal erzählt habe: Es ist das Volk Got­tes, das vor den Schis­men ret­tet, weil die Schis­ma­ti­ker immer eines gemein­sam haben, sie tren­nen sich vom Volk und vom Glau­ben des Vol­kes Got­tes. […]
Das Volk Got­tes bringt immer in Ord­nung und hilft. Ein Schis­ma ist immer ein eli­tä­rer Zustand, eine von der Dok­trin los­ge­lö­ste Ideo­lo­gie. […]
Ich bete, daß es kei­ne Schis­men gibt, aber ich habe kei­ne Angst. […]
Ich ant­wor­te auf die Kri­tik. Zum Bei­spiel die sozia­len Din­ge, die ich sage, sind die­sel­ben, die Johan­nes Paul II. sag­te. Ich kopie­re ihn. Oder der Vor­rang einer aske­ti­schen Moral vor der Moral des Vol­kes Got­tes, die Moral der Ideo­lo­gie, sozu­sa­gen pela­gia­nisch, die zur Här­te führt.“

Grund­sätz­lich begrü­ße er eine ehr­li­che Kri­tik. Was ihm aber nicht gefal­le, sei es, wenn man ihm ins Gesicht lache und zugleich das Mes­ser in den Rücken ram­me.

Doch viel­leicht fehlt es dem der­zei­ti­gen Kir­chen­ober­haupt gera­de an einer ehr­li­chen Bereit­schaft Kri­tik zu hören und auf sie ein­zu­ge­hen. Viel­leicht soll­te Fran­zis­kus sich mit ande­ren, zumin­dest auch mit ande­ren Leu­ten umge­ben, nicht nur sol­chen, die ihm auf­grund ihrer Ver­gan­gen­heit zu Dank ver­pflich­tet sind oder von einer ideo­lo­gi­sier­ten Gesin­nung gelei­tet wer­den, die er so sehr kri­ti­siert, aber nur auf einem Augen zu sehen scheint, wäh­rend er sie auf dem ande­ren Augen nicht erkennt oder nicht erken­nen will.

Die Fra­ge von Horo­witz, die klas­si­sche, jour­na­li­sti­sche Mischung aus Neu­gier­de und Pro­vo­ka­ti­on, offen­bart eine ver­fah­re­ne Situa­ti­on. Eine ern­ste Situa­ti­on.

Nach sechs­ein­halb Jah­ren des Pon­ti­fi­kats haben sich Anfangs­de­fi­zi­te nicht ver­flüch­tigt, son­dern ver­fe­stigt. Fran­zis­kus spricht so häu­fig wie kein Papst vor ihm von Dia­log, Aus­tausch, Zuhö­ren, Par­r­he­sie und Offen­heit. Gleich­zei­tig schot­tet er sich selbst wie kein ande­rer Papst der jün­ge­ren Geschich­te gegen ande­re Mei­nun­gen ab. Selbst bei Audi­en­zen wird eine strik­te ideo­lo­gi­sche Selek­ti­on prak­ti­ziert. Und nichts ent­spricht lei­der weni­ger den Tat­sa­chen als die gestern von Fran­zis­kus gemach­te Aus­sa­ge: „Ich ant­wor­te auf die Kri­tik“.

Solan­ge sich das nicht ändert, gilt tat­säch­lich, daß Fran­zis­kus, ob er es will oder nicht, selbst „die Span­nun­gen“ in der Kir­che nährt.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vatican.va (Screen­shot)

13 Kommentare

  1. http://w2.vatican.va/content/francesco/it/speeches/2019/september/documents/papa-francesco_20190910_voloritorno-madagascar.html kann unter dem Link ins Deut­sche über­setzt wer­den.
    Bit­te lesen!
    „wir müs­sen die inter­na­tio­na­len Insti­tu­tio­nen wei­ter stär­ken: die Ver­ein­ten Natio­nen, .……; die Euro­päi­sche Uni­on, die stär­ker ist, nicht im Sin­ne von Herr­schaft, son­dern im Sin­ne von Gerech­tig­keit, Brü­der­lich­keit, Ein­heit für alle. Dies ist mei­nes Erach­tens eines der wich­tig­sten Din­ge.“ Ich möch­te auf kei­nen Fall die anti­christ­li­che UN stär­ken und auch nicht die auf eine Dik­ta­tur zuge­hen­de Euro­päi­sche Uni­on. Ich möch­te auch kein euro­päi­sches Kali­fat. Davor zu war­nen, wäre die Auf­ga­be eines Pon­ti­fex.
    „Statt­des­sen ist wah­re Glo­ba­li­sie­rung kei­ne Sphä­re, son­dern ein Poly­eder, in dem jedes Volk, jede Nati­on ihre Iden­ti­tät behält, sich aber mit der gesam­ten Mensch­heit ver­ei­nigt. Statt­des­sen ver­sucht die ideo­lo­gi­sche Kolo­nia­li­sie­rung, die Iden­ti­tät ande­rer zu löschen, um sie gleich zu machen. und sie kom­men mit ideo­lo­gi­schen Vor­schlä­gen, die gegen die Natur die­ses Vol­kes, gegen die Geschich­te die­ses Vol­kes, gegen die Wer­te die­ses Vol­kes gerich­tet sind. Wir müs­sen die Iden­ti­tät der Men­schen respek­tie­ren. Dies ist eine Vor­aus­set­zung, um immer zu ver­tei­di­gen. Die Iden­ti­tät der Völ­ker muss respek­tiert wer­den, und so ver­ban­nen wir jede Kolo­nia­li­sie­rung“.
    Wie das, Volk, Nati­on, Iden­ti­tät? Papst Fran­zis­kus ist es doch gera­de, der mit sei­nen 20 Punk­ten zum glo­ba­len Migra­ti­ons­pakt sei­ne Aut­ho­ri­tät miss­braucht, um Euro­pa zu zer­stö­ren. Erkennt er sei­ne eige­ne Wider­sprüch­lich­keit nicht?
    „Der drit­te Punkt, Frem­den­feind­lich­keit. Ich habe in den Zei­tun­gen über die­ses Pro­blem der Frem­den­feind­lich­keit gele­sen, aber es ist nicht nur Afri­kas Pro­blem. Es ist ein Pro­blem, es ist eine mensch­li­che Krank­heit, wie Masern … Es ist eine Krank­heit, die kommt, ein Land betritt, einen Kon­ti­nent betritt … Und wir set­zen Mau­ern; und die Mau­ern las­sen nur die­je­ni­gen, die sie bau­en. Ja, sie las­sen so vie­le Men­schen aus, aber was sie inner­halb der Mau­ern blei­ben, bleibt allein und wird am Ende der Geschich­te von mäch­ti­gen Inva­sio­nen besiegt.“
    Nun wir haben die moham­me­da­ni­sche Inva­si­on bereits, weil wir eben nicht frem­den­feind­lich sind, uns sogar das gesun­de Miss­trau­en gegen­über Frem­den haben aus­trei­ben las­sen. Ver­trau­en muss man sich lan­ge erar­bei­ten. Chri­sten wur­den immer ange­grif­fen, die Geschich­te zeigt Inva­sio­nen von Moham­me­da­nern (Nord­afri­ka war ein­mal christ­lich!) und christ­li­che Ver­tei­di­gungs- und Ret­tungs­kämp­fe unter dem Papst und katho­li­schen Köni­gen. 300 Mil­lio­nen Tote, auf die­se Zahl kommt die moham­me­da­ni­sche Ideo­lo­gie, mehr als alle Kom­mu­ni­sten zusam­men. Hier erwar­te ich die War­nung des Pap­stes vor dem Moham­me­da­nis­mus. Wer hat die Mensch­heit zivi­li­sa­to­risch, medi­zi­nisch, auf Grund von Erfin­dun­gen im wesent­li­chen wei­ter­ge­bracht — christ­li­che Euro­pä­er und deren „Nach­fol­ger“ christ­li­che Ame­ri­ka­ner, Austra­li­er. Was haben moham­me­da­ni­sche und moham­me­da­nisch-ani­mi­sti­sche schwar­ze Men­schen in Jahr­hun­der­ten für sich und die Mensch­heit getan? Ohne den drei­fal­ti­gen Gott gibt es nur Bar­ba­rei — frü­her wie heu­te abzu­le­sen an den mas­sen­haf­ten (Kinder‑, Frauen-)mordtaten.

  2. Zum ille­gi­ti­men Akt gegen Bischof Leb­fe­v­re bit­te auf You­tube Dr. Gre­go­ri­us Hes­se hören in sei­nem Vor­trag über Eccle­sia Dei!

  3. Zu mei­ner Mei­nung ist der Papst im Schis­ma.
    UNO und EU sind sozia­li­sti­sche Sau­hau­fen, die als Fein­de von Ehe und Fami­lie auch für Abtrei­bung agie­ren und des­halb Men­schen­fein­de sind. Sie sind Fein­de der zutiefst mensch­li­chen Bedürf­nis­se, zu denen auch das Pri­vat­ei­gen­tum gehört.
    Die Zehn Gebo­te 3 bis 10.

  4. Was ver­steht Papst Fran­zis­kus eigent­lich genau unter „Vor­rang einer aske­ti­schen Moral vor der Moral des Vol­kes Got­tes und was genau ist dann dem­zu­fol­ge die „Moral der Ideo­lo­gie, sozu­sa­gen pela­gia­nisch, die zur Här­te führt“. Zu wel­cher Här­te eigent­lich? Soll Jesus mit sei­nen nicht weni­gen „rigi­den“ For­de­run­gen viel­leicht gar das Vor­bild des Pela­gia­nis­mus gewe­sen sein? Oder viel­leicht der in Sachen Sünde/Moral beson­ders stren­ge Apo­stel Pau­lus?

    Oder was hat es eigent­lich auf sich mit jener merk­wür­di­gen Anek­do­te, die Fran­zis­kus gele­gent­lich immer mal zum besten gibt. „Es ist das Volk Got­tes, das vor den Schis­men ret­tet, weil die Schis­ma­ti­ker immer eines gemein­sam haben: sie tren­nen sich vom Volk und vom Glau­ben des Vol­kes Got­tes.“ Hat­te der Papst da zufäl­lig an Mar­tin Luther und die sog. Refor­ma­ti­on gedacht? Was hat­te sich das Got­tes­volk eigent­lich dazu­mal bei der gan­zen Sache gedacht? Und wer ist heut­zu­ta­ge das Got­tes­volk? Die eh nicht gefrag­ten Tauf­schein­ka­tho­li­ken, die hier­zu­lan­de gera­de mal zehn Pro­zent Got­tes­dienst­be­su­cher aus­ma­chen; die deut­schen Ver­bands- und die von irgend­ei­nem nicht ganz durch­schau­ba­ren System bestell­ten Gre­mi­en­ka­tho­li­ken bei­spiels­wei­se des Zdk; die System­ver­än­de­rer; — oder viel­leicht doch, zufäl­li­ger­wei­se, die glau­bens­treu­en Katho­li­ken? Fra­gen über Fra­gen an Papst Fran­zis­kus? Und bis­lang kei­ne kla­ren und ver­nünf­ti­gen Ant­wor­ten!

  5. Die Fra­ge ist, ob die ber­ser­ker­haft durch­ge­zwun­ge­nen „Refor­men“ nicht bereits metho­disch einen sol­chen Scha­den anrich­ten, dass dem gegen­über die ver­meint­li­chen Vor­tei­le und Seg­nun­gen der ange­dach­ten Refor­men weit zurück blei­ben müs­sen… Wer meint, die Kir­che wie ein Unter­neh­men auf „neu­er Kur­se“ brin­gen zu kön­nen, hat vom Wesen der Kir­che nur
    wenig ver­stan­den.

  6. Wir haben die 2 Päp­ste, Papst und Gegen­papst, und die After­kir­che wird es auch bald geben. Genau­so wie es Anna Katha­ri­na Emme­rick vor­her­ge­se­hen hat. Auch die Greu­el an hei­li­gen Stät­ten, wie ein Golf­kurs in der eng­li­schen Kathe­dra­le Roche­ster, Essen in Kir­chen für ungläu­bi­ge Kir­chen­frem­de oder frem­de Riten in katho­li­schen Kir­chen, abge­fal­le­ne Prie­ster und Kar­di­nä­le, all das hat A.K. Emme­rick vor­her­ge­se­hen und nie­der­schrei­ben las­sen.

    Ihre Bücher sind seit Papst Fran­zis­kus beliebt wie sel­ten zuvor, weil sie sovie­les was sich jetzt ereig­net vor­her­sah.

    Wenn die katho­li­sche Kir­che unter Papst Fran­zis­kus in Ama­zo­ni­en, Bra­si­li­en, die dor­ti­gen India­ner­ri­ten kirch­lich aner­kennt, ver­stößt sie schwer gegen die 10 Gebo­te, die Göt­zen­dienst und Viel­göt­ter­glau­be ver­bie­ten!

    Das ver­meint­li­che glor­rei­che Kon­zil, das durch geziel­te Medi­en­be­rich­te damals bewusst fehl­ge­deu­tet wur­de, ist kein guter Rat­ge­ber was die Pro­ble­me der katho­li­schen Kir­che betrifft.

    Die 2.VK-Priester sind auf lan­ge Sicht Ver­sa­ger, da sie die Kir­chen lee­rer und lee­rer machen, weil sie eine ver­wäs­ser­te und gekürz­te Leh­re wei­ter­ge­ben. Hand­kom­mu­ni­on, Anbie­dern an die Welt, Kom­mu­ni­on­hel­fer, Ent­fer­nen von Kom­mu­ni­onbän­ken, Schi­ka­nie­ren gläu­bi­ger, beten­der Prie­ster oder Gläu­bi­ger — das sind die Früch­te von 2. VK-Prie­stern.

    Ver­kürzt aus­ge­drückt, das Anbie­dern an die Welt als katho­li­sche Prie­ster, mit dem Ziel Gläu­bi­ge zu gewin­nen, hat genau das Gegen­teil bewirkt.

    Um Kli­ma­wan­del-Pre­dig­ten zu hören braucht nie­mand mehr in die Kir­che zu gehen, das hört man zu Hauf im Fern­se­hen oder im Radio. Das Allein­stel­lungs­merk­mal der katho­li­schen Kir­che ist das kom­pro­miss­lo­se Ein­hal­ten und Leh­ren der 10 Gebo­te, ohne auf jemand bestimm­ten zu zie­len, son­dern alle die gegen sie ver­sto­ßen zu kri­ti­sie­ren. Ob das Abtrei­bun­gen sind, Eutha­na­sie, Göt­zen­dien­ste, Ehe­brü­che, es gibt etli­che The­men die die 10 Gebo­te ver­let­zen, wo sich die Prie­ster nicht mehr dage­gen pre­di­gen trau­en.

    Man­che Faul­pel­ze lesen Pre­dig­ten aus eige­nen Pre­digt­bü­chern, beten nicht mehr die 7 Stun­den­ge­be­te, haben gar eine Freun­din oder Kind, ver­heim­li­chen dies und bre­chen das Zöli­bat. Man­che machen Wein­de­gu­sta­tio­nen, füh­ren Pro­zes­sio­nen oder Wall­fahr­ten mit einem Elek­tro­fahr­zeug an. Man­che schä­men sich nicht, sich öffent­lich zu einer poli­ti­schen Par­tei zu beken­nen und ande­re schlecht­zu­ma­chen. Oder ver­trei­ben sämt­li­che Beter aus einer Pfar­re. Man wür­de ihnen am Lieb­sten bei der Beichte(falls sie beich­ten gehen) über die Schul­ter schau­en. Bei sol­chen Fal­schen wür­de es Sinn machen, den Spieß umzu­dre­hen und ihnen den Spie­gel vor­zu­hal­ten!

  7. „Ich habe kei­ne Angst vor einem Schis­ma.“, sagt Fran­zis­kus.

    Man stel­le sich ein­mal vor, ein Ehe­part­ner, der die gemein­sa­me Ehe bis zum Zer­rei­ßen bela­stet hat, sagt schließ­lich noch zu sei­nem Gat­ten: „Also, wenn du gehen willst, dann gehe. Ich habe kei­ne Angst vor einer Tren­nung. Ob du hier bist oder nicht, ist mir egal. Und wenn ich ehr­lich bin, ist es mir sogar lie­ber, dich gehen zu sehen.“

    Fran­zis­kus redet stän­dig von Dia­log und pran­gert die an, die hin­ter dem Rücken über ihn reden. Wenn sie sich aber zu erken­nen geben, rol­len Köp­fe.

    Weder ver­traue ich die­sem Papst, noch traue ich ihm. Ich fürch­te ihn und mei­de ihn.

    Er arbei­tet für eine ande­re Kir­che, jeden­falls nicht die über­lie­fer­te recht­gläu­big katho­li­sche.

    Er hat ein revo­lu­tio­nä­res Kli­ma geschaf­fen, wel­ches alle Gläu­bi­gen erschüt­tert. Und es trifft jeden von uns, selbst die Recht­gläu­big­sten. Denn sein Rela­ti­vis­mus stellt den Glau­ben jeden Tag aufs Neue auf die Pro­be.

    Vor eini­gen Tagen las ich über Kon­rad Ade­nau­ers Begeg­nung mit Johan­nes XXIII. Ade­nau­er spür­te eine tie­fe Abnei­gung gegen Johann­nes und notier­te: „Lebend sieht mich der jeden­falls nicht wie­der.“

    Johan­nes XXIII war mei­nes Wis­sens in Ver­bin­dung mit der Frei­mau­re­rei. Und wenn ich heu­te Fran­zis­kus sehe, dann den­ke ich manch­mal spon­tan an Johan­nes XXIII.

    • Lie­ber Alfons ihr letz­ter Satz trifft es auf den Punkt.
      Ob der gute Joh. 23 Frei­mau­rer war oder nicht ist egal, ent­schei­dend ist das er die Sata­ni­sten in die Kir­che auf­ge­nom­men hat.
      Dr Hes­se in sei­nem Vor­trag klärt es gut auf, die Frei­mau­rer woll­ten nie­mals einen Papst auf­neh­men weil die­ser haet­te Ansprü­che auf Macht anmel­den koen­nen.
      Der Papst soll­te durch äuße­ren Ein­fluss Frei­mau­rer Wer­te in der Kir­che instal­lie­ren wie im Kon­zil gesche­hen.
      Ich sage es ungern aber seit Joh 23 haben sich alle fol­gen­den paep­ste wis­send oder nicht als nütz­li­che idio­ten der Frei­mau­rer erwie­sen.
      Nach der War­nung der got­tes­mut­ter im 3 Geheim­nis von Fati­ma und der bewuss­ten Leug­nung des­sen durch die kon­zil­spa­ep­ste ist die­ses Ver­hal­ten nur noch als unent­schuld­bar ein­zu­ord­nen.

    • Wenn es hier noch die Mög­lich­keit gäbe, dann wür­de ich Ihren Kom­men­tar, sehr geehr­ter Alfons, mit einem „Like“ ver­se­hen. Da dies nicht mög­lich ist, muss ich schrei­ben. Dan­ke für Ihre Wor­te! MfG und alles Gute!

  8. Anstatt alles in sei­ner Macht ste­hen­de zu tun, um ein dro­hen­des offe­nes Schis­ma abzu­wen­den (und ein latent längst bestehen­des wie­der zu „kit­ten“), sagt Fran­zis­kus — anschei­nend ganz unbe­küm­mert und non­cha­lant — „Ich habe kei­ne Angst vor einem Schis­ma“. Eine unge­heu­er­li­che­re Aus­sa­ge eines regie­ren­den Pap­stes ist wohl kaum denk­bar.

    • Sehr geehr­ter Johann Hahn, was ich bei Alfons geschrie­ben habe, das gilt auch für Ihren Kom­men­tar.
      Dan­ke für ihre Wor­te. MfG und alles Gute!

  9. Ein Papst kann und darf einen sol­chen Satz nicht sagen. Jedes Schis­ma betrifft den Cor­pus Chri­sti mysti­cum und jedes Schis­ma lässt den
    Cor­pus Chri­sti lei­den und zwar so, wie vor ca. zwei­tau­send Jah­ren der Kor­pus Chri­sti phy­sisch gelit­ten hat.Dieses Lei­den soll­te uns alle betref­fen im Sin­ne des ech­ten Mit­leids (nicht zu ver­wech­seln mit Bedau­ern)

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