Ursachen des Klimawandels

Wider die Panikmache



Klimaoptimum: Im Hochmittelalter waren die Weinanbaugebiete in Mitteleuropa weit umfangreicher als heute.
Klimaoptimum: Im Hochmittelalter waren die Weinanbaugebiete in Mitteleuropa weit umfangreicher als heute.

Ein Gastkommentar von Hubert Hecker.

Seit dem Aufschwung der Industrialisierung in der Mitte des 19. Jahrhunderts sind die globalen Durchschnittstemperaturen um etwa 1 Grad gestiegen. Die statistische Korrelation zwischen den beiden Größen ist kaum bestreitbar. Aber ist damit auch ein ursächlicher Zusammenhang gegeben? Ist der Temperaturanstieg wirklich allein „menschengemacht“ durch Emissionen von verschiedenen Gasen? Oder ist die derzeitige Warmzeit Teil einer langfristigen Klima-Konjunktur mit natürlichen Schwankungen?

Aus historischer Perspektive haben sich in den vergangenen 2000 Jahren zwei Warmzeiten mit zwei Kälteepochen abgewechselt.

Aufstieg und Blütezeit des Römischen Reiches wurden von einer Warmzeit wie heute begünstigt. In dem antiken Klimaoptimum waren die Alpenpässe von Schnee und Gletschereis befreit. Das erleichterte den Römern die Eroberung Galliens und Germaniens. Vermutlich konnte auch Hannibals Heereszug über das Alpengebirge nur unter den Warmzeit-Bedingungen gelingen.

Doch in der Spätantike war eine deutliche Klimaverschlechterung festzustellen. Die Epoche vom 4. Jahrhundert n. Chr. bis zum Ende des Frühmittelalters gilt als europäische Kaltzeit. Die damalige Klima- und Ernteverschlechterung dürfte der Auslöser der Völkerwanderung gewesen sein, bei der die Goten, Langobarden und andere germanische Nordvölker in den warmen Süden strebten. Ende Dezember des Jahres 406 konnten die Germanenstämme der Vandalen und Sueben mit zigtausenden Menschen samt Pferden und Fuhrwerken den Rhein nur deshalb überwinden und in Gallien einfallen, weil der Fluss mit hoher Wahrscheinlichkeit  zugefroren war.

Seit dem 8. / 9. Jahrhundert zeigten steigende Temperaturen einen erneuten Klimawandel an in Richtung der mittelalterlichen Warmzeit. Damals begannen die Wikinger Island und Grönland zu besiedeln. Die Nordmänner betrieben auf der Insel Grünland Viehwirtschaft, auf Island konnten sie im Hochmittelalter Weizen, Roggen und Gerste anbauen, womit erst heutzutage wieder ansatzweise begonnen wird. Die unwirtliche Insel war vormals als Eisland bekannt, das im Frühmittelalter von unzähligen Gletschern bedeckt war. Mit der Warmzeit ging eine Gletscherschmelze einher. Im Spätmittelalter verschlechterte sich das Klima wieder, so dass sich im 15. Jahrhundert zahlreiche neue Gletscher bildeten z. B. der Okjökull Gletscher im Westen Islands. Er wuchs in der folgenden Kleinen Eiszeit der Neuzeit zu einem riesigen Gletscherfeld heran. Sein erneutes Schrumpfen seit 150 Jahren führte kürzlich zu seinem „Tode“. Wahrscheinlich war der Gletscher aber schon einmal abgeschmolzen – zu Beginn der Warmzeitepoche vor 1000 Jahren …

Für die höheren Durchschnittstemperaturen der mittelalterlichen Warmzeit gibt es weitere Belege: Hochwasserüberflutungen – typisch für Hochtemperaturzeiten – waren im Mittelalter häufiger und höher als heute. Das lässt sich in vielen mitteleuropäischen Städten an den angezeichneten Pegelständen für das Magdalenen-Hochwasser vom Juli 1342 ablesen. Der Meeresspiegel stieg wegen der abgeschmolzenen Eismassen der arktischen Region. Die Nordsee überflutete damals etwa 100 Hallige und zerstörte Küstenregionen. Die Marcellus-Sturmflut von 1362 ließ die Insel Runghold und sieben andere Inselgemeinden im Meer versinken.

In den Alpen konnten im 13. Jahrhundert Siedlungen in hochgelegenen Alm-Regionen gegründet werden, die im 17. Jahrhundert wegen der längeren und kälteren Winter wieder aufgegeben werden mussten.

Ein Gartenbuch von 1546, das die spätmittelalterliche Gartenpraxis widerspiegelt, empfiehlt für den Monat Februar: In diesem Monat soll man Bohnen, Erbsen, Wicken und Kichererbsen säen sowie „allerley Kuechenkreuter als Enis, Dillen, Petersilien, Kolkraut, Kappis, Zwibel, Basilien, Fenchel, Lattich, Zwibellauch, Pasteneyen, Magsamen“ (Maggikraut). „Im Merzen sind fürnehmlich zu sehwen die frembden und hielendischen Kürbsfrücht, Melunen, Citrullen und andere schöne Welsche erdäpffel“, damals die Bezeichnung für mediterrane Früchte. Im Spätmittelalter wurde also schon für die Wintermonate an Aussaat empfohlen, was heute erst ab Ende April bis nach den Eisheiligen im Freien ausgesät werden sollte, insbesondere die kälteempfindlichen Kürbisfrüchte, Melonen und Zitrullen ebenso wie Anis, Basilikum oder Pastinaken.

Im Laufe des 16. Jahrhunderts war wiederum ein Klimawandel festzustellen. Ab 1570 machten sich die Folgen der Klimaverschlechterung in Missernten bemerkbar. Die sogenannte „Kleine Eiszeit“ dauerte in Europa vom 16. bis 19. Jahrhundert. Damals waren in bitterkalten Wintern Teile der Ostsee vereist. In Holland froren die Teiche und Kanäle zu, was die flämischen Maler ins Bild setzten. Diese Kälteperiode ist heute Geschichte. Nur die gelegentlichen Nachtfröste von Ende März bis Mitte Mai sind noch als  die letzten Auswirkungen der neuzeitlichen Kaltzeit anzusehen. Wir sind in der gegenwärtigen Warmzeit noch längst nicht auf dem Temperaturniveau des Mittelalters angekommen.

Die Kleine Eiszeit war ein globales Phänomen, allerdings zeitversetzt: Nach einer Schweizer Studie erreichte sie im Bereich des Pazifischen Ozeans schon im 15. Jahrhundert ihren Höhepunkt, im Südosten der USA und im Nordwesten Europas im 17., in den meisten anderen Regionen der Welt dagegen erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Auch die Warmzeit des europäischen Mittelalters war in Nord- und Mittelamerika zu beobachten, dort ebenfalls in zeitversetzten Phasen und mit regionalen Verschiebungen.

Die natürlichen Ursachen für die weltweiten Klimakonjunkturen seit 2000 Jahren

Offensichtlich wurden die historischen Klimaveränderungen durch natürliche Faktoren hervorgerufen. Die Forscher nehmen als Hauptfaktoren die Schwankungen der Sonneneinstrahlung sowie Vulkanismus an. Die Sonnenstrahlung weist während der letzten 1000 Jahre zwei Maxima auf, das eine während des Mittelalters, das andere im 20. Jahrhundert, während sie in der Kleinen Eiszeit relativ niedrig war. Damit dürfte die erhöhte Sonnenaktivität der Hauptfaktor für die Warmzeiten der letzten 2000 Jahre sein – einschließlich der antiken und der heutigen Warmzeit. Mit diesen Daten korrespondiert der Klimaeinfluss des Vulkanismus: Ist der Anteil von Vulkanstaub in der Atmosphäre niedrig, kann mehr Sonnenlicht die Erde erreichen und es wird wärmer. Bei starker Verschmutzung der Atmosphäre durch Vulkanasche gelangt weniger Sonnenlicht auf die Erde und es wird kälter. Möglicherweise zog die riesige Vulkaneruption auf der indonesischen Insel Lombok im Jahre 1257 weltweite Klimawirkungen nach sich. Deren Sulfat-Emissionen in die Stratosphäre sollen achtmal höher als beim Ausbruch des Krakatau (1883) gewesen sein. Mit dieser globalen Emission würde erklärbar, dass die Kleine Eiszeit sich zunächst im 15. Jahrhundert im pazifischen Raum ausbreitete und erst später in den westlichen Weltregionen auftrat.

Die beiden Erklärungsfaktoren Vulkanismus und Sonneneinstrahlung müssen in ihrer Wirkung tendenziell für den gesamten Globus angenommen werden. In Wirklichkeit sind aber bei den globalen Kalt- und Warmzeiten große regionale Unterschiede festzustellen. Daher müssen noch andere Wirkfaktoren in Betracht gezogen werden – etwa die Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation. So könnte die verstärkte Sonneneinstrahlung im Mittelalter zu veränderten  nordatlantischen Windbewegungen geführt haben, die vor allem im Nordwesten Europas für milde und feuchte Winter sorgten, während in Südeuropa eher Trockenheit herrschte. Zu Beginn der Kleinen Eiszeit hätten dann die maritimen Westwinde deutlich abgenommen. Die komplexen Wechselwirkungen und Rückkopplungseffekte zwischen Sonnenaktivität und atmosphärischen Veränderungen sind aber bei weitem noch nicht ausreichend erforscht.

Was folgt aus diesen Ergebnissen vom mehrfachen Klimawandel in den letzten 2000 Jahren für die aktuelle Klimadebatte?

Zunächst ist der Klimawandel seit 1850 in Form der steigenden Durchschnittstemperatur als Beginn einer Warmzeit anzusehen, wie sie schon in der Römerzeit und im Mittelalter auftrat. Die historische Perspektive legt nahe, für die aktuelle Erwärmungsepoche die gleichen natürlichen Ursachenfaktoren anzunehmen wie für die früheren Warmzeiten: Neben den bisher erkannten Bedingungen wie geringe Anreicherung von Vulkanstaub in der Atmosphäre, verstärkte Sonneneinstrahlung sowie deren Potenzierung durch atmosphärische Rückkopplungen könnte die Forschung weitere Triebkräfte finden. Es ist jedenfalls historisch und logisch ziemlich unsinnig zu behaupten: 2000 Jahre ereignete sich ein mehrfacher Wechsel von Warm- und Kaltzeiten aufgrund natürlicher Ursachen, aber seit der Mitte des 19. Jahrhunderts würden diese Faktoren für den Klimawandel, konkret für die aktuelle Warmzeit, keine Rolle mehr spielen. Seit 1850 würden ausschließlich von Menschen erzeugte Emissionen das Klima beeinflussen.

Es ist jedoch der Einwand zu erörtern, dass im aktuellen Klimawandel zwei Besonderheiten vorlägen: Nach Angaben von Forschern stieg die Durchschnittstemperatur in den letzten 150 Jahren deutlich schneller als in früheren Warmzeiten. Diese These ist allerdings schwer zu verifizieren, weil der zeitliche Rahmen des Temperaturanstiegs in der römischen oder mittelalterlichen Warmzeit als Vergleichsmaßstab nur sehr vage zu bestimmen ist. Des Weiteren sei die derzeitige Erwärmung gleichmäßiger über den gesamten Globus festzustellen, während frühere Warmzeiten nur in bestimmten Großregionen aufgetreten seien. Letztere These stimmt so nicht. Die mittelalterliche Warmzeit etwa ist neben Europa auch in Nordamerika nachweisbar, als sich im Missisippi-Gebiet eine indianische Hochkultur ausbreitete. Wie oben gezeigt, wirkten die beiden Hauptfaktoren für den Klimawandel, variable Sonneneinstrahlung und Vulkanismus immer schon tendenziell weltweit, auch wenn atmosphärische Zirkulationen diese globalen Tendenzen für Großregionen abschwächten oder verstärkten. Daraus folgt, dass der behauptete Gegensatz zwischen gleichmäßig-globaler Erwärmung heute und früheren großregionalen Warmzeiten nicht dazu geeignet ist, die natürlichen Erklärungsfaktoren für den aktuellen Klimawandel auszuschließen.

Wie oben logisch entwickelt und nach Okhams Sparsamkeitsprinzip für Theorien gefordert, müsste die Wissenschaft prioritär zu den natürlichen Erklärungsfaktoren für die derzeitige Klimaerwärmung forschen. Das tut sie aber nicht. Außerdem werden Ergebnisse totgeschwiegen, wenn sie der herrschenden Meinung vom menschengemachten Klimawandel widersprechen – wie etwa folgende Fakten: Die Auswertung von Eisbohrkernen ergab, dass erdgeschichtlichen Temperaturerhöhungen stets ein erhöhter CO2-Gehalt in der Atmosphäre folgte. Diese Gesetzmäßigkeit spricht eher für die These vom Temperaturanstieg als Ursache denn als Folge der erhöhten CO2-Werte (FAZ-Leserbrief vom 18. 9. 19). Dass ein Temperaturanstieg große Mengen von gebunkertem CO2 aus Eismassen und Permafrost lösen kann, ist auch in der derzeitigen Warmzeit nachweisbar. .

Die meisten heutigen Wissenschaftler haben sich auf die Forschungshypothese versteift, die derzeitige Erwärmungstendenz sei ausschließlich durch menschlich produzierte Emissionen verursacht. Dazu entwickelten sie die Theorie des Treibhauseffektes durch verschiedene Gase, was nicht durch Experimente, sondern nur mit komplexen Modellrechnungen erhärtet werden kann. Aus diesem Grund bleibt Skepsis angesagt, auch wenn angeblich 99 Prozent aller Wissenschaftler von dem Greenhouse-Konzept überzeugt ist. Außerdem können wissenschaftliche Ergebnisse nur dann als gesichert gelten, wenn sie einer ernsthaften Falsifizierungsforschung ausgesetzt werden. Das ist aber bei der heutigen Klimaforschung nicht erkennbar. Vermutlich gibt es eine Reihe Wissenschaftler mit diesem Anspruch. Doch solche Positionen werden in der medialen Öffentlichkeit sachlich und moralisch delegitimiert. Angesichts der massiven Unklarheiten über die Ursachen der aktuellen Warmzeit wäre eine Verstärkung der unvoreingenommenen Forschung notwendig. Nur bei einem offenen Wissenschaftsdiskurs kann eine realistische Perspektive entwickelt werden, was menschliche Aktivitäten bewirken können und worauf sie sich konzentrieren sollten. Doch statt Forschung sine ira et studio und sachorientiertem Diskurs verbreiten Klima-Zeloten eine apokalyptische Panikmache. Die ist von Politikern wie Al Gore angefacht worden, wird von den links-liberalen Medien hochgekocht und neuerdings von minderjährigen Hitzköpfen mit wutverzerrten Brandreden  zum Siedepunkt gebracht.

Text: Hubert Hecker
Bild: Wikicommons

Sie lesen gern Katholisches.info? Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!





11 Kommentare

  1. Diesen Text in jeder Schulklasse an die Tafel tackern und diskutieren.

    Lange schon, nicht mehr so viel gescheites, zu diesem Thema gelesen. Bravo

  2. In den zumeist links-liberalistisch-grün dominierten Massenmedien wir häufig suggeriert, es gäbe auf der einen Seite die (angeblich) wissenschaftsorientierten menschenverursachten Klimawandel-Feststeller, auf der anderen Seite die tumben Klimawandel-Leugner. Doch auch die tumben angeblichen „Leugner“ wissen ziemlich gut, dass es den Klimawandel gibt. Er ist sozusagen der Puls unseres Planeten. Hubert Hecker legt dies am Beispiel der vergangenen 2000 Jahre plausibel und allgemeinverständlich dar. Wenn seit Beginn der Industrialisierung seit etwa 1850 die Durchschnittstemperatur um 1 Grad gestiegen ist, so deutet das eher auf einen natürlichen Klimawandel hin. Auch vor dieser Zeit gab es Klimawandelperioden mit weltweiten Auswirkungen, auch wenn eine angebliche Mehrheit von Klimaforschern das nicht so recht wahrhaben möchte (oder leugnet).

    Man sollte einmal der Frage nachgehen, wer die Profiteure der derzeitigen Klimahysterie sind. Nicht nur die Grünen. Vielleicht auch eine Macht in Fernost, die unter den Klimawandel-Verursachern an erster Stelle steht. Kurzfristig erhofft man sich Vorteile für die eigene Wirtschaft, und mittelfristig wird sich das Problem eh von selbst erledigen. Spätestens dann, wenn die Energie erzeugenden terrestrischen Vorräte erschöpft sein werden – vielleicht in 70 oder 100 Jahren?

    • Sorry. Der dritte Satz im zweiten Absatz meines Kommentars muss korrekterweise lauten: „Vielleicht auch eine Macht in Fernost, die unter den angeblichen Klimawandel-Verursachern folglich dann an erster Stelle stehen würde?“ Diese Korrektur scheint mir nötig, weil ich mir sonst ja selbst widersprechen würde.

  3. Es gibt keine endlichen Ressourcen. Auch werden Sie das nicht mehr erleben, in 70 oder 100 Jahren, nicht wahr?

    Diesen Betrug erkennt man auch daran, dass er nicht marktgetrieben verläuft, sondern von linken, gottlosen Regierungen, die gleichzeitig jegliches christliche Denken und Werte verfolgen und verfolgte Christen weltweit im Stich lassen will, angeschoben. Oder?

  4. Die angesprochenen 99 % der Wissenschaftler, welche die These des menschengemachten Klimawandelts teilen, sind in Wahrheit eine Gruppe von etwa 33 % unter den Wissenschaftlern. 66 % lehnen die These vom menschengemachten Klimawandeln ab oder halten ihn für marginal bis unbewiesen.

    Nun nimmt man das eine Drittel, betrachtet nur es und tut so, als gäbe es die anderen 66% nicht.

    Man geht also vor wie beim Fälschen von Statistiken.

    So werden leicht aus 33% – 66 %.

    • Oh, ich denke schon, dass mittlerweile wenigstens 70 – 80% der Wissenschaftler von der These des menschengemachten Klimawandels „überzeugt“ sind.
      Wäre ich Wissenschaftler, so wäre auch ich 100% „überzeugt“, dass der Klimawandel menschengemacht ist.
      Ist nur logisch, denn meinen Arbeitsplatz würde ich nicht riskieren. Wir werden auch noch über 90% Wissenschaftler sehen, welche den derzeitigen Mainstream bestätigen werden. Aus gewissen Gründen ist das einfach „notwendig“!
      Leider Gottes sind wir heute schon soweit.

      Glücklicherweise bin ich kein Klimawissenschaftler, sondern ein ganz unwichtiger Arbeiter in einem größeren Unternehmen und kann deswegen meine Meinung noch frei äußern.
      Zunehmend werde ich aber von immer mehr Kollegen, Freunden usw. belächelt.
      Das habe ich schon länger so kommen sehen und deswegen macht es mir auch gar nichts mehr aus.
      Diskutieren ist zwecklos. Bleibt einfach noch, mich auf diesem Gebiet als Dummchen hinstellen zu lassen.
      Das Dummchen kann sein Geld allerdings richtig gut zusammenhalten, während die etwas „Gescheiteren“ recht viel
      Geld im Namen des Umweltschutzes ausgeben.
      Und genau darum geht es ja. Innerlich belächle ich meine Kollegen und Freunde – ja das Leben macht Spass.

      Vielleicht werde auch ich noch zum Klimafanatiker werden.
      Nähmlich dann, wenn ich leichter lebe, wenn ich die Mainstreammeinungen teile.
      Allerdings nur verbal. Tun (mein Geld für dieses „Programm“ ausgeben) werde ich aber sicher nichts!

      • Eben diese Erfahrung habe ich auch gemacht.

        Oben muss es im letzten Satz nicht 66, sondern 99 % heißen.

        Ein sehr gute Widerlegung der These vom menschengemachten Klimawandel ist zu finden in der Schweizer Expresszeitung vom 27. Juli 2019.

        Das selbe Blatt hat sich in der letzten Ausgabe mit der Kriegsschuldfrage Deutschlands (1. und 2. WK) befasst. Ich habe einige Exemplare an Bekannte verteilt. Die Resonanz geht von Empörung über eine Nullresonanz eines Feedbacks, bis hin zu Sprüchen wie „Wer es glauben will …“.

        Die ersten zwei Exemplare habe ich schon zurückbekommen. Spruch: „Das kann nicht stimmen. Die Schuldfrage ist geklärt. Das steht doch alles sogar in Schulbüchern.“

        Man weiß nicht mehr, wo man ansetzen soll.

        Ich habe das Gefühl, ich lebe als Deutscher unter Amerikanern.

        Die Umerziehung der Aliierten hat wirklich perfekt geklappt.

        Weitere Resonanzen: „Gut dass wir Merkel noch haben.“ – „Ich glaube nur noch, was in der Tagesschau gesagt wird. Das ist seriös.“

        Wer an der Wahrheit interessiert ist, hat es oft nicht leicht.

        Selbiges sagte mir kürzlich ein Kirchenbesucher: „Ich kann mich gerade in meinem Familienkreis kaum mehr verständlich machen.“

        Angesichts dieser Tatsache rückt das Verlassensein Jesu mehr und mehr in den Fokus des Christseins.

        Nach Einschätzung eines Autors hinsichtlich der Gründe für das Nichtverstehen der Amazonasbewohner gegenüber dem Priesterzölibat wurde dort „zwar sakramentalisiert, aber nicht evangelisiert“, getauft, aber nicht im Glauben unterwiesen.

        Ähnlichkeiten sehe ich in der politischen Bildung unseres Landes: es werden verfälschte und aus der Luft gegriffene einseitige Geschichtsdarstellungen dargestellt, aber nicht hinterfragt.

        So handelt es sich im Grunde um emotinonal vermittelte Glaubensätze, die einem Gut-Böse-Schema unterliegen und einer Bereitschaft zum objektiven Forschen geradezu im Wege stehen.

        Erst wenn diese Glaubenssätze hinterfragt und aufgebrochen werden, weil sie z.B. nicht mit den Tatsachen und Fakten übereinstimmen, sondern auf Verfälschungen und Lügen beruhen, kann das eigenverantwortliche Forschen nach der Wahrheit beginnen.

        Im Religiösen gehen wir klar in Richtung Eine-Welt-Religion und Neuheidentum.
        Im damit korrespondierenden Plitikfeld bewegen wir uns auf die Neue Weltordung mit Sklaverei und Gulags für politische Dissidenten zu.

  5. „Vielleicht werde auch ich noch zum Klimafanatiker werden.
    Nähmlich dann, wenn ich leichter lebe, wenn ich die Mainstreammeinungen teile.
    Allerdings nur verbal. Tun (mein Geld für dieses ‚Programm‘ ausgeben) werde ich aber sicher nichts!“

    Ich spiele auch schon damit.

    So etwa auf einer christlichen Veranstaltung mit vorhergehendem Frühstücksbüfett: Es wurde Tischweise zum Essenholen aufgefordert. Wir saßen rechts.

    Der Ordner: „Die rechte Seite fängt an.“

    Ich mit gespielter Empörung: „Ich bin aber nicht rechts.“

    Alle lachten über die „dummen“ und bösen ‚Rechten‘.

    Ich lachte über die Gutmenschen, die nur noch ein Feindbild kennen: Das Recht und die Wahreheit.

    Sie halten die Lüge für Wahrheit und die Wahrheit verfolgen sie aus Unwissenheit.

  6. Anzumerken sind vielleicht noch einige Punkte:

    1.) Die atmosphärischen Luftschichten sind bereist so gut wie gesättigt. Wenn in einem Treibhaus statt einer einfachen Glasscheibe 10 m dickes Panzerglas eingebaut wird, heizt sich das Glashaus dennoch nur unwesentlich mehr auf.

    2.) Selbst wenn das freischwimmende Eis der gesamten Arktis schmelzen würde, würde der Meeresspiegel eher sinken als steigen. Denn das Massevolumen und die spezifische Dichte des Wassers bzw. Eises nehmen ab.

    3.) Seit 50.000 Jahren steigt der Meeresspiegel konstant an, bisher um etwa 120 Meter. Dieser Trend ist noch nicht abgeschlossen.

    4.) Die angeblich vom Versinken bedrohten Inselgruppen legen in mehr als 90 Prozent sogar an Landmasse zu.

    5.) Während Gletscher zu Beispiel in den Alpen schmelzen, wachsen sie andernorts, z.B. in Norwegen oder Neuseeland. Auch das Eis der Arktis nimmt zu.

    6.) Die Eisbärenpopulation wächst beständig. Es ist ein Märchen, dass Eisbären von abgebrochenen Eisschollen aus jagen …

    7.) Die angeblich global erhaltene, ins Feld geführte Eiskernbohrungen sind manipuliert und nicht verifiziert. Gegenteilige Bohrungen ergeben genau das Gegenteil. Warmphasen gehen sehr oft mit CO2-Niedrigzeiträumen einher. Kaltzeiten weisen große CO2-Volumina auf.

    8.) Klimatheoretische Statistiken liegen Computermodelle zugrunde, die in keinem Fall im Labor verifiziert werden konnten.

    9.) Die aufstehende Temperaturspeerspitze ist Propaganda, da wir uns tendenziell in einer Kaltzeit befunden haben und das Klimaoptimum noch nicht wieder erreicht wurde. Gerechnet wird in seriösen Studien über längere Zeiträume als 2.000 Jahre.

    10.) Für Pflanzen ist eine Verdoppelung, ja Verdreifachung des CO2 eher günstig. Gegenwärtig sind Pflanzen und Früchte eher unterversorgt und kleinwüchsig.

    8.) Die aufsteigende Speerspitze ansteigender Temperatur ist Fake. Sie suggeriert ein weiteres Ansteigen bei gleichzeitiger atmosphärischer CO2-Sättigung.

    9.) Sonnenflecken beeinflussen das Magnetfeld der Erde und die Wolkenbildung. Viele Flecken bedeuten wenige Wolken und mehr Hitze.

    10.) Die Marginalisierung des Sonneneinflusses auf die Erdtemperatur ist falsch. Es wird versucht die fehlende Zunahme der Sonnenaktivität der letzten 150 Jahre in Bezug zu setzen zur ansteigenden Temperatur. Es soll gezeigt werden, dass kein Zusammenhang besteht. Verschwiegen wird, dass in den 1840 er Jahren die Sonnenaktivität um 100 % zugenommen hatte und sich auf einem gleich hohen Langzeitniveau eingependelt hat. Wieder einmal werden Statistiken einseitig betrachtet, indem beschränkte Zeitfenster isoliert aus einer Gesamtentwicklung herausgegriffen werden.

    11.) Die Klimatheorie ist unbewiesen. Sie kann zu 100 % weder bewiesen noch falsifiziert werden; denn einen relativ atmosphärischen Treibhauseffekt gibt es.

    12.) Ehemalige IPCC-Mitarbeiter und Greanpeace-Mitbegründer reden von einem politischen Fake.

    13.) Elektroautos sind nicht CO2-Klimafreundlich, schon gar nicht Windräder.

    14.) Die gesamte Umweltpolitik ist nicht nachhaltig.

    15.) Die These von der Zunahme der Waldbrände im Amazonasregenwald ist Propaganda. Die Feuer sind unter unter dem sozialistischen Präsidenten Luna viel höher gewesen. Der 10jahresrückblick ergibt eine relative Erhöhung der Feuer um 7%.

    16.) Es ist falsch den Amazonasregenwald als grüne Lunge des Planeten zu bezeichnen. Der Regenwald ist sauerstoffneutral. Er produziert in etwa die gleiche Menge an Sauerstoff, wie er verbraucht.

    17.) Durch die Ökobewegung geförderte Monokulturen riesiger Palmölplantagen ist nicht nachhaltig. Früher wurden Flächen komplett gerodet. Nun stehen gelassene Bäume (Vorgabe der Ökos) wirken als Brandschneiden.

    Man könnte die Liste fast beliebig fortsetzen.

  7. Danke für diesen Beitrag, Hr. Hecker!
    Sehr vieles haben Sie in kurzen, verständlichen Worten zusammengefasst.
    Weil es immer schwerer wird, sich umfassend und neutral zu informieren – oder zumindest von der anderen Seite mal etwas zu lesen – hier ein Link zu einer Internetseite, die sich mehr auf wissenschaftliche Tatsachen als auf Gretchenfragen spezialisiert hat:

    https://www.eike-klima-energie.eu/

    Man beachte bitte auch den Blick auf die Sonne, der dort täglich aktualisiert und dargestellt wird: schon seit Monaten haben wir keine Sonnenflecken mehr; ein Hinweis auf eine sehr geringe Sonnenaktivität. Nähern wir uns vielleicht eher einer neuen Eiszeit als einer Warmzeit?

    • Ich möchte Ihnen eine Antwort auf Ihren letzten Satz geben:
      Genau darum hat man ja das Wort „Klimawandel“ erfunden.
      Früher hieß es immer „Klimaerwärmung“.
      Das Wort „Klimawandel“ ist eben universell einsetzbar (zum Beispiel auch, wenn es wieder kälter wird)

Kommentare sind deaktiviert.