Papst Franziskus erteilt „Post-2015-Agenda“ und UNO-Klimagipfel politisch korrekt den „Segen“

Papst Franziskus vor der UNO
Papst Fran­zis­kus vor der UNO

(Washing­ton) In sei­ner Rede vor der UN-Gene­ral­ver­samm­lung zeich­ne­te sich Papst Fran­zis­kus durch eine poli­tisch kor­rek­te Rede aus durch unein­ge­schränk­te Zustim­mung zur Post-2015-Agen­da der UNO und zu deren Welt­kli­ma­po­li­tik. In Tei­len des Vati­kans herrscht Schock­star­re darüber.

Ein Kom­men­tar von Andre­as Becker

Papst Fran­zis­kus hielt bei der heu­te zu Ende gehen­den Apo­sto­li­schen Rei­se in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka zwei poli­tisch wich­ti­ge Reden. Eine erste Rede am 24. Sep­tem­ber in Washing­ton vor dem in gemein­sa­mer Sit­zung ver­sam­mel­ten Par­la­ment der USA. Eine zwei­te Rede am 25. Sep­tem­ber in New York vor der Gene­ral­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Nationen.

Die erste Rede rich­te­te sich an die poli­ti­schen Ver­ant­wor­tungs­trä­ger der Welt­macht Num­mer Eins und an die gesam­te Öffent­lich­keit der USA. Die zwei­te Rede wand­te sich an die Staats- und Regie­rungs­ver­tre­ter der gesam­ten Welt. Bei­de Anspra­chen hat­ten damit einen glo­ba­len Bezug. Der Inhalt der Anspra­chen hat­te damit den Anspruch, sich an die Welt­be­völ­ke­rung und an die poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­ger zu richten.

Textanalyse mit Wordle-Graphik — Rede vor dem US-Kongreß

Rede vor dem US-Kongreß
Rede vor dem US-Kon­greß (zum Ver­grö­ßern anklicken)

Eine als Wor­d­le gra­phisch dar­ge­stell­te Text­ana­ly­se soll dabei hel­fen, zu sehen, wel­che Wör­ter Papst Fran­zis­kus häu­fig ver­wen­de­te und wel­che weni­ger. Die Text­ana­ly­se erfolgt auto­ma­tisch und hat daher begrenz­te Aus­sa­ge­kraft, lie­fert aber zumin­dest ein Indiz.

Die drei häu­fig­sten Wör­ter in der Rede vor dem US-Kon­greß waren: „Men­schen“, „Welt“ und „Leben“. Die laut Wor­d­le-Gra­phik am wenig­sten häu­fig gebrauch­ten Wör­ter waren: „Ame­ri­ka“, „Ein­heit“ und „Lie­be“.

Gar nicht erwähnt wur­den in der Rede: Jesus Chri­stis, Mes­si­as, Maria, Abtrei­bung, Unge­bo­re­ne, Lebens­recht, Schutz des Lebens, Rela­ti­vis­mus. „Ideo­lo­gie“ gebrauch­te der Papst nur im Zusam­men­hang mit einer Rund­um­kri­tik gegen jede „Art von Fun­da­men­ta­lis­mus – sowohl auf reli­giö­sem als auch auf jedem ande­ren Gebiet“.

Vier anzustrebende Ideale

Als anzu­stre­ben­de Idea­le nann­te Fran­zis­kus am Bei­spiel von vier US-Amerikanern:

  • Frei­heit
  • Frei­heit in der Viel­falt und Nicht-Ausschließung
  • sozia­le Gerech­tig­keit und Menschenrecht
  • Fähig­keit zum Dia­log und Öff­nung auf Gott hin

Der Papst zitier­te mehr­fach sei­ne Enzy­kli­ka Lau­da­to si sowie sein Schrei­ben Evan­ge­lii gau­di­um und ein­mal das Mat­thä­us­evan­ge­li­um (7,12).

Zum The­ma „Homo-Ehe“, das seit Jah­ren die US-Gesell­schaft tief spal­tet und in einen erbit­ter­ten ideo­lo­gi­schen Kampf gegen Ehe und Fami­lie aus­ar­te­te, sag­te der Papst:

„Wie wesent­lich ist die Fami­lie für den Auf­bau die­ses Lan­des gewe­sen! Und wie sehr ver­dient sie wei­ter­hin unse­re Unter­stüt­zung und unse­re Ermu­ti­gung! Doch kann ich mei­ne Sor­ge um die Fami­lie nicht ver­ber­gen, die – viel­leicht wie nie zuvor – von innen und von außen bedroht ist. Grund­le­gen­de Bezie­hun­gen wie die eigent­li­che Basis von Ehe und Fami­lie wer­den in Fra­ge gestellt. Ich kann die Bedeu­tung und vor allem den Reich­tum und die Schön­heit des Fami­li­en­le­bens nur immer wie­der betonen.“

Die Kir­che erwähn­te der Papst im Zusam­men­hang mit dem Zister­zi­en­ser Tho­mas Mer­ton: „Mer­ton war vor allem ein Mann des Gebe­tes, ein Den­ker, der die Sicher­hei­ten sei­ner Zeit her­aus­ge­for­dert und neue Wege für die See­len und für die Kir­che erschlos­sen hat.“

Die Wör­ter „katho­lisch“ und „Evan­ge­li­um“ gebrauch­te er unter Ver­weis auf die Die­ne­rin Got­tes Doro­thy Day und die katho­li­sche Sozi­al­be­we­gung: „In die­sen Zei­ten, in denen sozia­le Anlie­gen eine sol­che Bedeu­tung haben, darf ich nicht ver­säu­men, die Die­ne­rin Got­tes Doro­thy Day zu erwäh­nen, wel­che die katho­li­sche Sozi­al­be­we­gung Catho­lic Worker Move­ment gegrün­det hat. Ihr sozia­les Enga­ge­ment, ihre Lei­den­schaft für Gerech­tig­keit und für die Sache der Unter­drück­ten waren vom Evan­ge­li­um, von ihrem Glau­ben und vom Vor­bild der Hei­li­gen inspiriert.“

Rede vor der UNO-Generalversammlung

Rede vor UNO
Rede vor UNO-Voll­ver­samm­lung (zum Ver­grö­ßern anklicken)

Die drei häu­fig­sten Wör­ter in der Rede vor dem US-Kon­greß waren: „Ver­ein­te Natio­nen“, „Umwelt“ und „Men­schen“. Die laut Wor­d­le-Gra­phik am wenig­sten häu­fig gebrauch­ten Wör­ter waren: „Arbeit“, „Kir­che“ und „Gesell­schaft“.

Gar nicht erwähnt wur­den in der Rede: Jesus Chri­stis, Mes­si­as, Maria, Abtrei­bung, Lebens­recht, Schutz des Lebens, Rela­ti­vis­mus. „Ideo­lo­gie“ gebrauch­te der Papst nur im Zusam­men­hang mit einer Rund­um­kri­tik gegen jede „Art von Fun­da­men­ta­lis­mus – sowohl auf reli­giö­sem als auch auf jedem ande­ren Gebiet“.

Der Papst warn­te zwar vor einer „ideo­lo­gi­schen Kolo­nia­li­sie­rung“: „Ohne die Aner­ken­nung eini­ger unüber­wind­li­cher natür­li­cher ethi­scher Gren­zen und ohne ein unver­züg­li­ches Han­deln im Sin­ne jener Grund­pfei­ler der ganz­heit­li­chen mensch­li­chen Ent­wick­lung läuft das Ide­al, »künf­ti­ge Genera­tio­nen vor der Gei­ßel des Krie­ges zu bewah­ren« (Char­ta der Ver­ein­ten Natio­nen, Prä­am­bel) und »den sozia­len Fort­schritt und einen bes­se­ren Lebens­stan­dard in grö­ße­rer Frei­heit zu för­dern« (ebd.) Gefahr, sich in eine uner­reich­ba­re Illu­si­on zu ver­wan­deln oder – noch schlim­mer – in lee­re Wor­te, die als Aus­re­de für jede Art von Über­griff und Kor­rup­ti­on die­nen oder dazu, eine ideo­lo­gi­sche Kolo­nia­li­sie­rung zu för­dern, indem man abnor­me Lebens­mo­del­le und ‑sti­le durch­setzt, die der Iden­ti­tät der Völ­ker fremd und letzt­lich unver­ant­wort­lich sind.“

Und er erwähn­te auch die „Unge­bo­re­nen“: „Das gemein­sa­me Haus aller Men­schen muss sich wei­ter­hin über dem Fun­da­ment eines rech­ten Ver­ständ­nis­ses der uni­ver­sa­len Brü­der­lich­keit und der Ach­tung der Unan­tast­bar­keit jedes mensch­li­chen Lebens erhe­ben – jedes Man­nes und jeder Frau; der Armen, der Alten, der Kin­der, der Kran­ken, der Unge­bo­re­nen, der Arbeits­lo­sen, der Ver­las­se­nen und derer, die man meint „weg­wer­fen“ zu kön­nen, weil man sie nur als Num­mern der einen oder ande­ren Sta­ti­stik betrach­tet. Das gemein­sa­me Haus aller Men­schen muss auch auf dem Ver­ständ­nis einer gewis­sen Unan­tast­bar­keit der erschaf­fe­nen Natur errich­tet wer­den.“ Wie im Zusam­men­hang mit der „Ideo­lo­gie“ man­gelt es an kla­rer Aus­füh­rung, um den Wor­ten eine ein­deu­ti­ge Inter­pre­ta­ti­on geben zu können.

Warnung vor „ideologischer Kolonialisierung“ oder Zustimmung zur Post-2015-Agenda und der Klima-Agenda?

Gleich­zei­tig erteil­te er der am sel­ben Tag beschlos­se­nen Post-2015-Agen­da der UNO mit ihren 17 Haupt- und 169 Unter­zie­len zur „Nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung“ aus­drück­lich sei­nen „Segen“. Dies, obwohl die UNO-Agen­da Tei­le ent­hält, die mit der katho­li­schen Leh­re grund­le­gend unver­ein­bar sind und unter ande­rem eine welt­wei­te Lega­li­sie­rung der Tötung unge­bo­re­ner Kin­der durch­set­zen will.

Wört­lich sag­te Papst Fran­zis­kus: „Die Annah­me der „2030-Agen­da für Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung“ auf dem Gip­fel­tref­fen, das noch heu­te begin­nen wird, ist ein wich­ti­ges Zei­chen der Hoff­nung. Ich ver­traue auch dar­auf, dass die UN-Kli­ma­kon­fe­renz von Paris zu grund­le­gen­den und wirk­sa­men Ver­ein­ba­run­gen gelangt.“

Fran­zis­kus wies auf die Anspra­chen sei­ner Vor­gän­ger Paul VI., Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. hin. Er zitier­te mehr­fach sei­ne Enzy­kli­ka Lau­da­to si und ver­wies zudem auf zwei denk­wür­di­ge Anspra­chen von Bene­dikt XVI., dar­un­ter die berühm­te Rede des deut­schen Pap­stes vor dem Deut­schen Bun­des­tag am 22. Sep­tem­ber 2011.

Was even­tu­ell als Kri­tik des Pap­stes an der men­schen­ver­ach­ten­den und lebens­ver­nich­ten­den Agen­da der UNO aus­ge­legt wer­den könn­te, blieb so ver­hal­ten, daß eine ein­deu­ti­ge Inter­pre­ta­ti­on nicht mög­lich ist. Man­che katho­li­sche Sei­ten wer­den die ent­spre­chen­den Stel­len zwar katho­lisch inter­pre­tie­ren, doch Deu­tungs­ho­heit kön­nen sie aus dem Gesamt­kon­text nicht für sich in Anspruch neh­men. Es ist der Papst selbst, der dies mit sei­ner poli­tisch kor­rekt aus­ta­rier­ten Wort­wahl ver­hin­dert. Wel­chen Nut­zen eine sol­che Vor­gangs­wei­se für eine kla­re Ver­mitt­lung der katho­li­schen Bot­schaft brin­gen soll, scheint erklä­rungs­be­dürf­tig. Sie erin­nert viel­mehr an Stan­dards, wie sie die katho­li­sche Hier­ar­chie seit Jahr­zehn­ten ver­tritt und aus der christ­li­chen Bot­schaft, soweit als sol­che noch erkenn­bar, ein Chri­sten­tum light machte.

Text: Andre­as Becker
Bild: Vatican.va/Osservatore Romano/Wordle.net

13 Kommentare

  1. Die „poli­tisch kor­rekt“ ver­pack­te Spra­che von Papst Fran­zis­kus geht gar noch wei­ter, in Rich­tung „neu­er Leh­re“. Ken­nen Sie die­se noch nicht ? Anläss­lich der „Begeg­nun­gen zur Reli­gi­ons­frei­heit“ wäh­rend sei­ner USA Rei­se ver­stieg sich der Papst gar in fol­gen­de unfass­ba­re „inter­re­li­giö­se Jubelarie“:
    -
    [.…]
    UNSERE REICHLICHEN RELIGIÖSEN TRADITIONEN ver­su­chen Sinn und Füh­rung anzubieten.
    Sie »besit­zen eine moti­vie­ren­de Kraft, die immer neue Hori­zon­te öffnet,
    das Den­ken anregt, den Geist wei­tet und das Fein­ge­fühl erhöht« (Evan­ge­lii gau­di­um, 256).
    Sie rufen zu Umkehr und Ver­söh­nung, zur Sor­ge für die Zukunft der Gesell­schaft, zu Unei­gen­nüt­zig­keit im Dienst am Gemein­wohl und zu Mit­leid mit den Bedürf­ti­gen auf.
    IM ZENTRUM IHRER GEISTLICHEN SENDUNG STEHT DIE VERKÜNDIGUNG DER WAHRHEIT
    und der Wür­de der mensch­li­chen Per­son sowie aller Menschenrechte.“
    [.…]
    -

    Also im Klartext:
    Die Irr­leh­ren und fal­schen Phi­lo­so­phien hät­ten dem­nach „eine geist­li­che Sen­dung“ in deren „Zen­trum“ die.…„Verkündigung der Wahr­heit“ stünde ????
    Islam, Bud­dhis­mus, Hin­du­is­mus, Juden­tum etc. etc.… dem­nach „Ver­kün­der der Wahrheit“ ????

  2. Das ist eines der größ­ten Übel des Kon­zils, die Zwei­deu­tig­kei­ten, die natur­ge­mäß zu entspre-
    chen­den Ergeb­nis­sen füh­ren, die ein jeder für sich aus­le­gen kann. Auch Fran­zis­kus ist ein Mei-
    ster die­ser Vor­ge­hens­wei­se, das zeigt die­se Rede vor der UNO. Wenn aber der Glau­be nicht
    sicht­bar oder spür­bar wird, so muss man davon aus­ge­hen, dass einer­seits nur Belang­lo­ses ge-
    sagt wird und ander­seits die Zie­le der UNO mit ihren Men­schen ver­ach­ten­den Zie­len, gut ge-
    hei­ßen wer­den. Man kann auch den Begriff von Halb­wahr­hei­ten anfüh­ren, die nicht von Gott
    kom­men kön­nen. Bei Gott gibt es nur die eine “ Wahrheit “ !

  3. moti­vie­ren­de Kraft — neue Hori­zon­te — das Den­ken anre­gend — den Geist wei­tend — das Fein­ge­fühl erhöhend …
    Ein biss­chen Psy­cho­lo­gie, ein biss­chen Eso­te­rik, ein biss­chen Coa­ching … und sehr wenig katho­li­sche Lehre.
    Jesus Chri­stus — Einer unter vie­len und völ­lig austauschbar!

    • Ja, lie­be Marienzweig, 

      Papst Fran­zis­kus ist ein Mei­ster des Unbe­stimm­ten. Wäre es anders, ihm flö­gen sicher nicht die Sym­pa­thien der Mas­sen zu. Wo aber Ver­kün­di­gung zum Jar­gon der Eigent­lich­keit wird, da hat sie nichts mehr zu ver­kün­den außer schö­ne Worthülsen.

      Das Fest­hal­ten an Wahr­heit ist immer unbe­quem, gera­de wenn es um den soge­nann­ten Dia­log der Reli­gio­nen geht. Wenn es nicht mehr dar­auf ankommt, wor­an ich glau­be, dann wird Glau­be über­flüs­sig, weil er dann längst zum schö­nen Schein, also zum blo­ßen Brauch­tum gewor­den ist.

      • @Suarez, sind Sie der Sua­rez von kath.net? Mein Benut­zer wur­de dort aus mir uner­klär­li­chen Grün­den gesperrt. Ich ver­mu­te, weil ich die Mode­ra­ti­on kri­ti­siert habe.
        Falls Sie der sel­be sind: haben Sie even­tu­ell eine Buch­emp­feh­lung für mich zur Geschich­te der Kir­che? Ich hat­te dort den Ein­druck, dass Sie sich damit auskennen.
        Danke!

    • @JLTD

      Frau Lor­le­berg hat eben als Mode­ra­to­rin bei kath.net Ihre eige­ne Vor­stel­lung von einem frei­en Gedan­ken­aus­tausch und vor allem von Näch­sten­lie­be, die Frau ist schließ­lich Theologin.

      Wie ich hier an ande­rer Stel­le schon schrieb, hat man mei­nen Zugang nach Jah­ren gesperrt. Ich woll­te par­tout nicht ein­se­hen, dass geleb­te Homo­se­xua­li­tät kei­ne Sün­de sein könn­te und das hat eini­ge als Leser auf­tre­ten­de Zen­so­ren auf das Höch­ste ver­är­gert, wor­auf man mich mit wirk­lich den unar­tig­sten Beschimp­fun­gen, streng im katho­li­schen Gei­ste ver­steht sich, über­zog, die, man stau­ne, von der Mode­ra­ti­on anstands­los frei­ge­schal­tet wurden.

      Man sieht dar­an, wie hef­tig und sub­til der inner­kirch­li­che Kampf um eine Destruk­ti­on der Leh­re geführt wird. Tar­nung gehört eben zum Stan­dard­re­per­toire im Kirchenkampf.

      Trau­rig ist, dass Men­schen wie Sie, die wirk­lich den Glau­ben suchen, dabei unter die Räder zu gera­ten dro­hen, schon von daher ist das Ver­hal­ten Sie zu sper­ren, höchst unchristlich. 

      Zur Geschich­te der Kir­che fällt mir natür­lich sofort Étienne Gil­son ein. Der ist aber nicht so leicht zu lesen und es bedarf eines gewis­sen Vorwissens.

      Grund­le­gen­des zur Kir­che fin­den Sie in „Ein­füh­rung in das Chri­sten­tum“ von Joseph Ratz­in­ger. Das Buch ist als Gebun­de­ne Aus­ga­be auch recht preis­gün­stig zu erwer­ben. Ratz­in­ger ver­steht es bril­lant, die wesent­li­chen Punk­te her­aus­zu­ar­bei­ten. Wenn Sie tie­fer in die The­ma­tik ein­stie­gen wol­len, kön­nen Sie sich die zwei Bän­de der Gesam­mel­ten Schrif­ten von Joseph Ratz­in­ger (Bd. 8/1 und 8/2 „Kir­che — Zei­chen unter den Völ­kern“) vor­neh­men. Neben dog­ma­ti­schen Arbei­ten fin­den Sie hier Pre­dig­ten und Vor­trä­ge zum The­ma. Lei­der sind die Bän­de nicht gera­de gün­stig zu haben.

      Sie kön­nen aber auch ein­fach die Jesus Bän­de von Papst Bene­dikt zur Hand neh­men, da fin­den sich sehr schö­ne Refle­xio­nen über den katho­li­schen Glauben.

      Bezüg­lich Reli­gi­ons­phi­lo­so­phie ist natür­lich Roma­no Guar­di­ni zu nen­nen und Pro­fes­sor Rohr­mo­ser, der lei­der etwas ver­kannt ist und des­sen Bücher heu­te schwer zu bekom­men sind. Bei Rohr­mo­ser soll­te man dezi­dier­te Kennt­nis­se über Hegels Phi­lo­so­phie mit­brin­gen, was nicht immer unbe­schwer­lich ist . Rohr­mo­ser ist nicht katho­lisch und sei­ne reli­gi­ons­phi­lo­so­phi­schen Betrach­tun­gen sind daher nicht für das katho­li­sche Kir­chen­ver­ständ­nis nütz­lich, son­dern eher für das Ver­ständ­nis des Ver­hält­nis Glau­be und Erkennt­nis, also Theo­lo­gie und Phi­lo­so­phie, auf­schluss­reich. Aber auch Robert Spa­e­mann ist ein inter­es­san­ter Mann. Eine Stan­dard­ant­wort zum Ein­stieg ist hier schwer zu geben. Wie gesagt, ich wür­de Ihnen die „Ein­füh­rung in das Chri­sten­tum“ von Joseph Ratz­in­ger emp­feh­len, im Anschluss dar­an die­sel­bi­ge Ein­füh­rung, nur dies­mal von Karl Rah­ner (Karl Rah­ner — Grund­kurs des Glau­bens: Ein­füh­rung in den Begriff des Chri­sten­tums). Hier sehen Sie dann sehr schön, wo das Kir­chen­ver­ständ­nis differiert.

      Und nicht zu ver­ges­sen Augu­sti­nus „Con­fes­sio­nes“ (Bekennt­nis­se).

  4. Vie­len Dank an Herrn Becker für sei­nen Kom­men­tar und an Katho­li­sches. info. 

    Aus sei­ner eige­nen Sicht hat „Papst“ Ber­go­glio wohl alles gut gemacht. Es läuft doch fabelhaft.
    Er hat dem Rela­ti­vis­mus das Wort gere­det, und der Kir­che und den Gläu­bi­gen wie­der ein­mal einen hal­ben Bären­dienst zumin­dest erwiesen.
    Ja, klug war er im Zitie­ren der Päp­ste. Aber lei­der hat „Papst“ Ber­go­glio einen ande­ren Geist und ver­fälscht die Aus­sa­gen sei­ner Vor­gän­ger. Kla­re Stand­punk­te hat er nicht gelie­fert und kann es wohl auch nicht, so wie er gei­stig gear­tet ist. Und die­ser Geist ist nicht katho­lisch- so wie bei sei­nen Vor­gän­gern in unter­schied­li­cher Aus­prä­gung. Die­ser Geist ist aria­nisch oder was auch immer. 

    Ja lie­be Mari­en­zweig: „Papst“ Ber­go­glio baut mit an einer Welt, in der der Erlö­ser Jesus Chri­stus einer von ande­ren ist. So siehts aus und man muß das Schlimm­ste für Okto­ber befürch­ten: für die treu­en Bischö­fe des­halb beten.

  5. Gött­li­ches Zeichen:
    Super-Blut­mond vom Mon­tag, 28. September
    Bei einer tota­len Mond­fin­ster­nis schim­mert der Mond in röt­li­chem Licht – aus die­sem Grund wird der Mond dann Blut­mond genannt. Vier sol­che auf­ein­an­der­fol­gen­de tota­le Mond­fin­ster­nis­se [Blut­mon­de] nennt man Tet­ra­den. (Bezüg­lich Mond­fin­ster­nis­da­ten: Sie­he http://www.eclipse.gsfc.nasa.gov)
    Beim Voll­mond vom kom­men­den Mon­tag, 28. Sep­tem­ber 2015, wird es sich um einen soge­nann­ten Blut­mond han­deln. Genau­er: Um den vier­ten der vier Blut­mon­de der Jah­re 2014/2015. Genaue Uhr­zeit die­ses Blut­monds: Von 4:10 bis 5:23 in der Frü­he, Höhe­punkt der Rötung um 4:47 mit­tel­eu­ro­päi­scher Zeit. Die Daten der vier Blut­mon­de: 15. April 2014, 8. Okto­ber 2014, 4. April 2015, 28. Sep­tem­ber 2015. Erstaun­li­cher Zufall oder aber Got­tes Plan: Alle vier der genann­ten Blut­mon­de ereigne(te)n sich jeweils an wich­ti­gen – in der Bibel erwähn­ten – jüdi­schen Fei­er­ta­gen! Und war­um gera­de an jüdi­schen? Jesus, Got­tes Sohn, war bekannt­lich Jude. Die­ses Him­mels­phä­no­men kann man also als Got­tes­be­weis deu­ten. Ausser­dem bemer­kens­wert: Bei dem Blut­mond vom kom­men­den Mon­tag han­delt es sich um einen Voll­mond, wel­cher der Erde beson­ders nah kom­men wird (soge­nann­ter Super­mond). Des­we­gen wird die­ser gerö­te­te Him­mels­kör­per dies­mal rie­sig erscheinen.
    Pfar­rer John Hagee ist der Autor des Buches „Four blood moons: Some­thing is about to chan­ge“ (2013). Er stell­te Erstaun­li­ches fest: Inner­halb der ver­gan­ge­nen ca. 500 Jah­re, näm­lich von 1494 bis 2014/2015, gab bzw. gibt es nur vier sol­cher „Vie­rer-Blut­mon­de“ (Tet­ra­den), die mit wich­ti­gen, in der Bibel erwähn­ten jüdi­schen Fei­er­ta­gen (Pas­sah, Laub­hüt­ten­fest Suk­koth) zusam­men­fie­len bzw. zusam­men­fal­len: a) 1493/1494 b) 1949/1950 c) 1967/1968 d) 2014/2015. Auf­fäl­lig dabei: Drei davon (b,c,d) fin­den sich in gestei­ger­ter Häu­fig­keit inner­halb der ver­gan­ge­nen 65 Jah­re. Ver­blüf­fend: Die ver­gan­ge­nen drei Mal (a,b,c) stand die­se äusserst sel­te­ne „Vie­rer-Blut­mond-Fei­er­tags­kom­bi­na­ti­on“ jeweils in Ver­bin­dung mit höchst bedeut­sa­men poli­ti­schen Ereig­nis­sen in Zusam­men­hang mit den Juden bzw. mit Isra­el! Beweis:
    a) Zeit der vier Blut­mon­de der Jah­re 1493/1494: Auf der Basis des Alham­bra-Edikts (Ver­trei­bungs­de­kret) vom 31. März 1492 fand eine kras­se Ver­trei­bung der Juden (aus Spa­ni­en) statt. Zitat Wiki­pe­dia: „Mit dem Edikt begann eine bis dahin bei­spiel­lo­se Ver­trei­bung einer [jüdi­schen] Bevöl­ke­rungs­grup­pe â€¦“
    b) Zeit der vier Blut­mon­de der Jah­re 1949/1950: Im Jahr 1948 wur­de der Staat Isra­el gegrün­det und die Juden kehr­ten (nach 2000 Jah­ren!) ins Land ihrer Vor­fah­ren zurück. Im Jahr 1949, also im Jahr des Blut­mon­des, gewann Isra­el den Krieg gegen die ara­bi­sche bzw. isla­mi­sche Welt; Isra­el wur­de im sel­ben Jahr von der UNO als Staat anerkannt.
    c) Zeit der vier Blut­mon­de der Jah­re 1967/68: Als Fol­ge des 6‑Tagekriegs (5. Juni bis zum 10. Juni 1967) zwi­schen Isra­el und ara­bi­schen Staa­ten kon­trol­lier­te Isra­el (unter ande­rem) Ost­je­ru­sa­lem. Man sprach fort­an gar von einem „Gross-Isra­el“.
    d) Zeit der vier Blut­mon­de der Jah­re 2014/15: Nahe­lie­gen­de Fra­ge: Wird auch in die­sen Jah­ren ein zen­tra­les poli­ti­sches Ereig­nis in Zusam­men­hang mit den Juden bzw. Isra­el stattfinden? –
    Es stellt sich nun die Fra­ge: Mit wel­chem höchst bedeut­sa­men poli­ti­schen Ereig­nis in Zusam­men­hang mit den Juden bzw. mit Isra­el wird die aktu­el­le „Vie­rer-Blut­mond-Fei­er­tags­kom­bi­na­ti­on“ der Jah­re 2014/2015 in Ver­bin­dung ste­hen? Man mag beten, dass sich nicht ein Krieg mit Isra­el anbahnt.
    Ist es nicht erstaun­lich, dass sich die­ses äusserst sel­te­ne (!) „Feiertags-Super-Blutmond“-Phänomen aus­ge­rech­net inmit­ten der brand­hei­ssen aktu­el­len welt­po­li­ti­schen Ereig­nis­se (bevor­ste­hen­de Syn­ode im Okto­ber, Völ­ker­wan­de­rung und dro­hen­der Bür­ger­krieg in Euro­pa, dro­hen­der welt­wei­ter Finanz­kol­laps, dro­hen­der Drit­ter Welt­krieg, etc.) zeigt? Blut­mon­de sind gemäss Bibel gött­li­che Zei­chen (Joel 3,4; Apo­stel­ge­schich­te 2,20–21; Lukas 21,25–26). Also Ermun­te­rung zur (frei­wil­li­gen!) Umkehr.
    Prochristo1

  6. Abge­se­hen davon. Was bringt’s? Agen­das ste­hen auf dem Papier und Papier ist bekannt­lich gedul­dig. Alle die schö­nen Reden sind jetzt schon Ver­gan­gen­heit. Die Rede war schon vor­ge­stern. Zeit ist eine Illu­si­on und rela­tiv, gemäss Albert Ein­sein. Dar­über­hin­aus: Wer­den die mäch­ti­gen die­ser Erde sich dafür über­haupt inter­res­sie­ren , ich mei­ne an ‚deren Ver­wirk­li­chung aktiv wer­den oder glau­ben? Die Rea­li­tät spricht doch eine ande­re Spra­che. Die Rei­chen wer­den rei­cher und die Armen ärmer. Die USA und ihre Ver­bün­de­ten hal­ten rie­si­ge Mili­tär­ma­nö­ver ab. Atom­waf­fen wer­den lau­fend moder­ni­siert. Allein die USA GEBEN JÄHRLICH ÜBER 690 Mil­li­ar­den Dol­lar für mili­tä­ri­sche Rüstung aus. Geld , mit dem man den HUNGER UND DIE Armut in der WELT INNERT KURZER ZEIT besei­ti­gen könn­te. In den USA leben über 54 Mil­lio­nen von Lebens­mit­tel­mar­ken , die Armut nimmt bedenk­lich zu, und, glaubt denn der Papst und sei­ne Ghrost­wi­ther wirk­lich dass sich die­se sat­ten und stink­rei­chen Snob jemals zu einer Ände­rung bewe­gen wür­den? Man kann nur noch den Kopf schüt­teln und sich ernst­haft fra­gen, Ob der Papst an unver­bes­ser­li­cher Dick­köp­fig­keit und wir­rem Aktio­nis­mus leidet.

  7. Hier noch eine viel­be­ach­te­te Rede vor der UNO,eigentlich DIE Rede schlechthin.
    Vor allem für alle diejenigen,die sich über „Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker“ lustig machen oder zum Schwei­gen brin­gen und die Frei­mau­re­rei ver­harm­lo­sen wollen:
    http://www.rtdeutsch.com/32947/international/unipolare-weltordnung-fluechtlingskrise-und-demokratieexport-putins-wichtigsten-aussagen-von-der-un-vollversammlung/
    Da Putin mit Sicher­heit zu einem der best­in­for­mier­te­sten Per­sön­lich­kei­ten der Welt gehört,lassen die Äuße­run­gen zum „ein­zi­gen Her­schafts­zen­trum“ und „an der Spit­ze der Pyra­mi­de!!“ mehr als aufhorchen.
    Wer jetzt noch nicht eins und eins zusam­men­zäh­len kann,sollte die Schu­le verlassen.

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