Papst Franziskus lobt Dokument von Abu Dhabi

Gemeinsame Erklärung zur universalen Brüderlichkeit



Papst Franziskus mit dem Großimam in Abu Dhabi
Papst Franziskus mit dem Großimam in Abu Dhabi

(Rom) Papst Franziskus zeigte sich „zufrieden“ über die Konstituierung des Komitees zur Verwirklichung der Ziele von Abu Dhabi.

Im vergangenen Februar hatte das katholische Kirchenoberhaupt mit dem islamischen Großimam Al-Azhar in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein gemeinsames Dokument unterzeichnet. Das Dokument strebt die „menschliche Brüderlichkeit für den Weltfrieden und das gemeinsame Zusammenleben“ an. Wörtlich ist in der Originalfassung von „universaler Brüderlichkeit“ die Rede.

Die Unterzeichnung stieß auf erhebliche Kritik. Genannt wurde die fehlende, zentrale Autorität in der islamischen Welt, aber auch widersprüchliche Aussagen des Großimams in der Vergangenheit. Dem Papst wurden vor allem relativistische Aussagen des Dokuments zum Vorwurf gemacht, da darin alle Religionen als gleichwertig bezeichnet werden. Im Text heißt es wörtlich, die Vielfalt der Religionen sei gottgewollt.

Die detaillierte Entstehung des Textes ist nicht bekannt, verweist allerdings in seiner Ausrichtung und Schwerpunktsetzung in den umstrittenen Teilen auf eine westliche Verortung und deshalb auf das päpstliche Umfeld.

Papst Franziskus bestätigte dies indirekt, indem er persönlich auf die Kritik reagierte. Als von verschiedener Seite in der katholischen Kirche die Rücknahme der Unterschrift und die Aufkündigung des gemeinsamen Papiers gefordert wurde, erklärte Franziskus, daß das Dokument und sein Inhalt auf katholischer Seite allein er zu verantworten habe.

Diese Bekräftigung kontrastiert mit dem beharrlichen Schweigen zur Kritik, die andere Dokumente des derzeitigen Kirchenoberhaupts betreffen. Vor allem ließ dieses Bekenntnis einen Großteil der innerkirchlichen Kritik verstummen.

„Auch wenn häufig das Böse, der Haß, die Spaltung die Nachrichten bestimmen, gibt es einen verborgenen Ozean des Guten, der wächst und uns hoffen läßt in den Dialog, das gegenseitige Kennenlernen und die Möglichkeit, zusammen mit den Gläubigen anderen Bekenntnisse und aller Männer und Frauen guten Willens eine Welt der Brüderlichkeit und des Friedens zu bauen.“

In diesem Sinne „lobte“ Papst Franziskus die Konstituierung des „Hohen Komitees“ zur Umsetzung der im Dokument von Abu Dhabi festgeschriebenen Ziele, so der Avvenire, die Tageszeitung der Italienischen Bischofskonferenz.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL

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1 Kommentar

  1. Was der Papst sagt steht 1 zu 1 in den Konzils Dokumenten, das hat vor ihm Benedikt 16 beschwiegen und in Assisi bestätigt und Joh Paul 2 hat es so oft betont wie er konnte.
    Franziskus wiederholt diese haeresie, aber neu ist das nicht.
    Die Kirche Jesu Christi wurde damals abgeschafft und nur noch die etiketten erinnern, an frühere glorie .
    Die Kirche ist komplett Menschen orientiert.
    Wer das nicht sehen will kann einem nur leid tun.

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