Notre-Dame: Trumps Telefonanruf bei Papst Franziskus

Der durchtrennte Faden zwischen Rom und Washington



Donald Trump berichtete auf Twitter über seine Telefongespräche mit Papst Franziskus und Emmanuel Macron.
Donald Trump berichtete auf Twitter über seine Telefongespräche mit Papst Franziskus und Emmanuel Macron.

(Paris) US-Präsident Donald Trump hatte sich gleich nach Bekanntwerden des Brandes in Notre-Dame zu Wort gemeldet, um sein Entsetzen zum Ausdruck zu bringen und Hilfe anzubieten. Gestern telefonierte er mit Papst Franziskus. Das Feuer in der Kathedrale von Paris ist der Anlaß. In der Sache geht es aber um die Beziehungen und das Verhältnis zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Weißen Haus.

Auf Twitter informierte Trump über die Telefonanrufe mit dem Kirchenoberhaupt, nachdem er bereits zuvor mit dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron über Telefon gesprochen hatte. Er brachte in den Gesprächen persönlich seine Solidarität mit der Kirche und mit Frankreich zum Ausdruck. In zwei Tweets schrieb er:

„Ich hatte gerade ein wunderbares Gespräch mit @Pontifex Franziskus, dem ich das Beileid des Volkes der der Vereinigten Staaten wegen des schrecklichen und zerstörerischen Feuers in der Kathedrale Notre-Dame ausgesprochen habe. Ich habe die Hilfe unserer großen Experten für Renovierung und Wiederaufbau angeboten…

… wie ich es bereits gestern in meinem Gespräch mit dem französischen Präsidenten @EmmanuelMacron getan hatte. Ich habe sowohl Papst Franziskus als auch Präsident Macron Frohe Ostern gewünscht!“

In Santa Marta dürfte dieser Telefonanruf etwas anders gewertet werden. Das vatikanische Presseamt nahm aber bisher nicht dazu Stellung.

US-Präsident Donald Trump nützte die Gelegenheit für einen Versuch, den Gesprächsfaden mit dem Vatikan wiederaufzunehmen. In Santa Marta ist man daran weniger interessiert denn je.

Bei der morgigen Via Crucis am Kolosseum wird die Migration eine zentrale Stellung einnehmen. Erst vor wenigen Tagen erklärten sie Papst Franziskus implizit sogar zum Ideal.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Twitter (Screenshot)

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