Verfolgt von der Homo-Lobby, doch Jack läßt nicht locker

Colorado

Jack Philipps, der Konditor von Lakewood
Jack Philipps, der Konditor von Lakewood

(Washing­ton) Der US-Kon­di­tor Jack Phil­lips aus Lakewood zeigt, daß in den USA die Reli­gi­ons- und Mei­nungs­frei­heit noch etwas bedeu­ten. Der Staat Colo­ra­do ver­ein­bar­te nun mit ihm, den Rechts­streit ein­zu­stel­len. Sechs Jah­re war der Kon­di­tor wegen sei­nes christ­li­chen Glau­bens ver­folgt wor­den, dann beschloß er zum Gegen­an­griff über­zu­ge­hen. Sei­ne Stra­te­gie hat­te Erfolg. 

Nach­dem Jack Phil­lips sich Jah­re in der Defen­si­ve befand, weil ihn die Homo-Lob­by und ihre poli­ti­schen Hel­fers­hel­fer in die Knie zwin­gen woll­ten, hat­te er irgend­wann genug. Nach einer Nach­denk­pha­se änder­te er die Stra­te­gie und ging zum Gegen­an­griff über. Er erstat­te­te Anzei­ge gegen den Staat Colo­ra­do, weil er sich auf­grund sei­nes christ­li­chen Glau­bens ver­folgt fühl­te. Die­ser Schritt änder­te schlag­ar­tig die Kar­ten im Rechtsstreit. 

Der Staat such­te plötz­lich das Gespräch, und so einig­ten sich bei­de Sei­ten, auf den Rechts­streit zu ver­zich­ten. Am ver­gan­ge­nen 5. März gab der Justiz­mi­ni­ster und Gene­ral­staats­an­walt von Colo­ra­do, Phil Wei­ser, ein Ver­tre­ter der Demo­kra­ti­schen Par­tei, bekannt, daß der Staat und Jack Phil­lips Kon­di­to­rei, die Master­pie­ce Cake­shop, „ver­ein­bart haben, den anhän­gi­gen Rechts­streit auf Staats- und Bun­des­ebe­ne zu beenden“.

Aus­gangs­punkt des Kon­flikts war die Wei­ge­rung von Jack Phil­ipps, eine spe­zi­el­le Tor­te anzu­fer­ti­gen, mit der der Homo-Akti­vist „Autumn“ Scar­di­na, ein Mann, der behaup­tet, sich für eine Frau zu hal­ten, den sieb­ten Jah­res­tag sei­nes ima­gi­nä­ren „Geschlechts­wech­sels“ zu fei­ern. Die Bestel­lung mach­te Scar­di­na am 26. Juni 2017. Sie wur­de vom Kon­di­tor aus Gewis­sens­grün­den abgelehnt.

Als im Juni 2018 der Ober­ste Gerichts­hof eine gegen den Kon­di­tor aus­ge­spro­che­ne Ver­ur­tei­lung auf­hob, weil er sich 2012 gewei­gert hat­te, die Hoch­zeits­tor­te für eine „Homo-Ehe“ zu backen, wur­de sofort gegen ihn ein neu­es Ver­fah­ren wegen der Ableh­nung der Scar­di­na-Bestel­lung eröff­net. Auch im ersten Fall hat­te sich der Kon­di­tor auf sei­nen christ­li­chen Glau­ben beru­fen, der es ihm ver­bie­te, an einer „Homo-Ehe“ mit­zu­wir­ken, weil Homo­se­xua­li­tät eine schwe­re Sün­de und die Ehe einem Mann und einer Frau vor­be­hal­ten sind. 

2012 war die „Homo-Ehe“ nicht nur nach dem Gött­li­chen Gesetz, son­dern auch nach dem Gesetz des Staa­tes Colo­ra­do ver­bo­ten, wes­halb die bei­den Homo­se­xu­el­len ihre „Ehe“ im Staat Mas­sa­chu­setts schlos­sen. Die Homo­se­xu­el­len gin­gen aber nicht ein­fach zu einem ande­ren Kon­di­tor, son­dern erstat­te­ten Anzei­ge gegen den Chri­sten. Die staat­li­che Bür­ger­rechts­kom­mis­si­on von Colo­ra­do ver­ur­teil­te den Kon­di­tor, weil Chri­sten wie er, von den moder­nen Jako­bi­nern gemaß­re­gelt, ja gezüch­tigt wer­den müs­sen. Er müs­se, so das Urteil, zwei Jah­re lang regel­mä­ßig Bericht erstat­ten und dar­in genau ver­zeich­nen, wel­che „gay friend­ly“ Bestel­lun­gen er aus­ge­führt oder Initia­ti­ven er gesetzt hat.

Ver­tei­digt wur­de der Kon­di­tor dage­gen von der Alli­an­ce Defen­ding Free­dom (ADF). Auch im Beru­fungs­ver­fah­ren wur­de Phil­lips ver­ur­teilt. Um so mehr wird nun der Rück­zie­her des Staa­tes als Erfolg gesehen. 

Sechs Jahr wur­de Jack Phil­lips von der into­le­ran­ten Homo-Lob­by und ihrem poli­ti­schen Arm in der Demo­kra­ti­schen Par­tei ver­folgt. Kri­sten Wag­go­ner, der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der ADF, läßt kei­nen Zwei­fel: Die poli­ti­sche Zusam­men­set­zung der Bür­ger­rechts­kom­mis­si­on sei von anti­christ­li­chen Vor­ur­tei­len geprägt. Eine Über­trei­bung? Mitnichten.

Am 22. Juni 2018 erklär­ten zwei Kom­mis­si­ons­mit­glie­der, Rita Lewis und Carol Fabri­zio, die Aus­sa­gen einer ande­ren Kom­mis­sa­rin, Diann Rice, zu tei­len. Rice hat­te vier Jah­re zuvor, gemünzt auf den Kon­di­tor, erklärt:

„Die reli­giö­se Frei­heit und die Reli­gi­on wur­den miß­braucht, um jede Art von Dis­kri­mi­nie­rung in der Geschich­te zu recht­fer­ti­gen. Für mich ist es eine der ver­ächt­lich­sten, rhe­to­ri­schen Bei­spie­le, daß Men­schen ihre Reli­gi­on miß­brau­chen kön­nen, um ande­re zu verletzten.“

Die Kom­mis­sa­rin merk­te in blin­der Recht­ha­be­rei nicht, wie sehr Jack Phil­lips ver­letzt wird, indem man ihn zwin­gen will, etwas zu tun, was sei­nem Gewis­sen wider­spricht, und wie sehr gläu­bi­ge Men­schen ver­letzt wer­den durch die anti­christ­li­che Feind­se­lig­keit von Men­schen wie Rice. Von den sozia­len und öko­no­mi­schen Nach­tei­len ganz zu schweigen. 

Jack Phil­lips gewann im ver­gan­ge­nen Som­mer zwar das Ver­fah­ren vor dem Ober­sten Gerichts­hof, muß­te aber Ein­nah­men­ein­bu­ßen von 40 Pro­zent hin­neh­men. Homo-Akti­vi­sten bestell­ten gezielt per­so­na­li­sier­te Tor­ten mit Moti­ven und Auf­schrif­ten, die der Kon­di­tor ableh­nen wür­de, um ihn danach denun­zie­ren zu kön­nen. Aus die­sem Grund stell­te Phil­lips die Pro­duk­ti­on von per­so­na­li­sier­ten Tor­ten ein. „Autumn“ Scar­di­na woll­te nach der abge­lehn­ten Bestel­lung zu einem spä­te­ren Zeit­punkt eine Tor­te mit sata­ni­schen Sym­bo­len bestellen.

Phil­lips zeig­te sich erleich­tert über die Ver­ein­ba­rung mit dem Staat Colo­ra­do. „Es war immer mein Wunsch, einen Fami­li­en­be­trieb auf­zu­bau­en. Das ist mir gelun­gen. Ich wer­de alle Men­schen freund­lich und ent­ge­gen­kom­mend bedie­nen, die mein Geschäft betre­ten. Ich kann aber nicht an Ereig­nis­sen mit­wir­ken oder Bot­schaf­ten pro­du­zie­ren, die mei­nen reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen wider­spre­chen. Sol­che Auf­trä­ge muß ich ableh­nen und dafür Ein­nah­men­ein­bu­ßen in Kauf neh­men.“ Etwas ande­res sei aber die Hatz, die von der Homo-Lob­by gegen ihn betrie­ben wur­de, um ihn per­sön­lich vor Gericht zu zer­ren und sein Unter­neh­men in den Ruin zu trei­ben, womit Bestel­lun­gen wie jene von „Autumn“ Scar­di­na gemeint sind.

Die Ver­ein­ba­rung des 5. März bezeich­ne­te Phil­lips als „einen Sieg für die Freiheit“.

Ob die Homo-Lob­by damit Ruhe gibt, ist aller­dings eine ande­re Frage.

Text: Andre­as Becker
Bild: NBQ

4 Kommentare

  1. Dan­ke Herr,
    lass ihm sei­ne Treue nicht unver­gol­ten, und lass sei­ne Fein­de zuschan­den wer­den, und das nicht erst nach ihrem Tod, wo für sei­ne Fein­de alles zu spät sein wird, bit­te Herr, bit­te hei­li­ger Joseph, Du Mann aller Män­ner, Du Vater aller Väter.
    Hei­li­ge Maria, Du Köni­gin des Welt­alls, Du mäch­ti­ge Jung­frau, bit­te für uns

  2. Ich freue mich für den Mann. Auch als Athe­istin und grund­sätz­li­che Unter­stüt­ze­rin von Minderheiten/Randgruppen etc habe ich nie ver­stan­den wem es etwas brin­gen soll, eine Ein­zel­per­son der­art zu drang­sa­lie­ren. Man muss sei­ne Mei­nung nicht gut fin­den, aber sei­ne Ehr­lich­keit und Über­zeu­gung sind in sei­nem eige­nen Geschäft zu respek­tie­re. Nach sol­chen Aktio­nen muss man sich nicht wun­dern wenn manch einer Schwu­le all­ge­mein für hyste­ri­sche Mon­ster hält — damit scha­den sie sich eher selbst, und das ist lei­der dumm.

  3. Gelobt sei Jesus Christus.
    Mei­ne lie­ben Brü­dern und Schwe­stern in Christo.
    Für mich ist Jack Phil­lips ein wah­rer Held, der sich traut fried­vol­le und christ­li­che Wider­stand zu lei­sten. Die USA behaup­tet immer öfte­ren, daß die USA ein demo­kra­ti­sche Land ist. Von wegen! Seit Jah­ren ver­sucht die USA mit ihrer Ter­ror­de­mo­kra­tie die ande­ren Staa­ten zwangs­de­mo­kra­ti­sie­ren, sie­he Kom­mu­nis­mus und Natio­nal­so­zia­lis­mus, aber ohne Erfolg! USA soll­te zuerst sich sel­ber chri­stia­ni­sie­ren und demo­kra­ti­sie­ren. Nach mei­ner Mei­nung ist USA ein Dik­ta­tur­staat und deren alle Staats­prä­si­den­ten Diktatoren.

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