Großkundgebung gegen „Homo-Ehe“ und Gender-Ideologie

Gender-Ideologie
Mit einer Großkundgebung sagte die Bevölkerung von Panama Nein zum Versuch, die Ehe zu unterminieren und die „Homo-Ehe“ zu legalisieren.

(Pana­ma) Die Bevöl­ke­rung von Pana­ma hat eine kla­re Ant­wort von sich gege­ben: Ja zur ein­zi­gen, wah­ren Fami­lie, die auf der Ehe von einem Mann und einer Frau grün­det. Und Nein zur „Homo-Ehe“ und zur Gen­der-Ideo­lo­gie, die von einer inter­na­tio­na­len Lob­by auch im mit­tel­ame­ri­ka­ni­schen Land durch­ge­setzt wer­den sol­len.

Die gro­ße Betei­li­gung der Bevöl­ke­rung an der Volks­kund­ge­bung vom 6. März war ein kräf­ti­ges Signal. Jun­ge Men­schen, Fami­li­en, Eltern mit ihren Kin­dern. Sie alle brach­ten zahl­rei­che Trans­pa­ren­te und Spruch­ta­feln mit, um ihren Wil­len kund­zu­tun. „Wir haben gespro­chen: laut und deut­lich“, nennt sich das Video über den Marsch, das von den Orga­ni­sa­to­ren inzwi­schen ver­öf­fent­licht wur­de. In der Haupt­stadt des Lan­des ver­sam­mel­ten sie sich in gro­ßer Zahl zur Kund­ge­bung „Für das Pana­ma, das wir ver­die­nen“. Der Marsch führ­te durch die Stra­ßen der Haupt­stadt und ent­hielt auch einen Moment des Gebets für Volk und Land, für Ehe und Fami­lie. Mit der Kund­ge­bung pro­te­stier­ten die Pana­ma­er gegen den „Homo-Angriff auf die Ver­fas­sung“ des Lan­des. Par­al­lel fan­den sol­che Kund­ge­bun­gen auch in ande­ren Pro­vin­zen statt.

Juan Fran­cis­co De La Guar­dia, der Vor­sit­zen­de der Pana­mai­schen Alli­anz für das Leben und die Fami­lie (Ali­an­za Pana­me­ña para la defen­sa de la vida y la fami­lia), die zum Marsch auf­ge­ru­fen hat­te, gab bekannt, daß er erneut auf die Stra­ße gehen wer­de, soll­te die Bot­schaft des Vol­kes bei der Regie­rung und den Höchst­rich­tern nicht ange­kom­men sein.

Im Klar­text, wie De La Guar­dia, sag­te, erwar­ten sich die Kund­ge­bungs­teil­neh­mer, daß der Ober­ste Gerichts­hof die Ver­su­che zur Ein­füh­rung der „Homo-Ehe“ end­lich gemäß Ver­fas­sung und Fami­li­en­ko­dex beur­teilt, und nicht nach den „Emp­feh­lun­gen“ der  Inter­ame­ri­ka­ni­sche Kom­mis­si­on für Men­schen­rech­te (IAKMR), einer OAS-Ein­rich­tung.

„Der Ober­ste Gerichts­hof hat die Ent­schei­dung in sei­ner Hand, die die Defi­ni­ti­on der wich­tig­sten Insti­tu­ti­on der gan­zen Gesell­schaft ändern könn­te“, so De La Guar­dia.

Mit dem Marsch haben die Pana­ma­er dem Gerichts­hof deut­lich gesagt, wor­auf sich sei­ne Ent­schei­dung zu stüt­zen habe und wor­auf nicht, näm­lich auf ver­bind­li­ches, gel­ten­des pana­mai­sches Recht und nicht auf irgend­wel­che „Emp­feh­lun­gen“ einer inter­na­tio­na­len Ver­ei­ni­gung.

Die Befürch­tun­gen der Alli­anz sind nicht unbe­grün­det. Im ver­gan­ge­nen Jahr ließ der Gerichts­hof eine Kla­ge auf Ver­fas­sungs­wid­rig­keit der Rechts­an­walts­kanz­lei Mor­gan & Mor­gan gegen den Pana­mai­schen Fami­li­en­ko­dex zu. Die Kla­ge rich­tet sich gegen die Arti­kel 26 und 34. Sie defi­nie­ren Ehe als Ver­bin­dung zwi­schen einem Mann und einer Frau, „die sich ver­bin­den, um ein gemein­sa­mes Leben zu füh­ren“ und schlie­ßen aus, daß zwei Per­so­nen des­sel­ben Geschlechts eine Ehe ein­ge­hen kön­nen.

Mor­gan & Mor­gan for­dert, daß das Ver­bot gestri­chen und Arti­kel 26 umfor­mu­liert wird in „zwei Per­so­nen“. Unklar sei, wer genau hin­ter dem Man­dat für die inter­na­tio­nal täti­ge Rechts­an­walts­kanz­lei mit Haupt­sitz in Lon­don steht.

Die Kla­ge über­geht, daß meh­re­re Arti­kel der Pana­mai­schen Ver­fas­sung die Ehe unter beson­de­ren Schutz stel­len und die Ver­fas­sung selbst die Ehe als Ver­bin­dung zwi­schen einem Mann und einer Frau defi­niert.

Laut einer jüng­sten Umfra­ge für TVN leh­nen 78 Pro­zent der Bevöl­ke­rung die Lega­li­sie­rung der „Homo-Ehe“ ab. Ledig­lich 16 Pro­zent spra­chen sich dafür aus.

Die Regie­rung von Staats­prä­si­dent Juan Car­los Vale­ra stützt sich im Par­la­ment auf eine Min­der­heit sei­ner Libe­ral­kon­ser­va­ti­ven und der klei­nen Grup­pe der Christ­de­mo­kra­ten. Den­noch gibt sich die Regie­rung bis­her taub gegen­über dem Volks­wil­len. Viel­mehr för­dert sie in den Schu­len und der Staats­ver­wal­tung die Inter­es­sen der Homo-Lob­by.

„Die Regie­rung scheint mehr ein Able­ger inter­na­tio­na­ler Orga­nis­men als eine Insti­tu­ti­on des pana­mai­schen Staa­tes“, so De La Guar­dia.

Die Ali­an­za spielt damit auf ein Inter­es­sen­ge­flecht auf hoher Ebe­ne an und nimmt eine mas­si­ve Ein­fluß­nah­me inter­na­tio­na­ler Insti­tu­tio­nen und Orga­ni­sa­tio­nen an.

Die Stel­lung­nah­me der Inter­ame­ri­ka­ni­schen Kom­mis­si­on für Men­schen­rech­te wird von der Ali­an­za Pana­me­ña als Ein­mi­schung in inne­re Ange­le­gen­hei­ten des Lan­des zurück­ge­wie­sen. Sie sei ein Bei­spiel dafür, wie lan­des­frem­de Kräf­te dem Volk eine bestimm­te Posi­ti­on auf­zwin­gen wol­le.

Die Teil­nah­me am Marsch „Für das Pana­ma, das wir ver­die­nen“ wur­de vom katho­li­schen Erz­bis­tum Pana­ma aktiv unter­stützt.

Text: Andre­as Becker
Bild: You­tube (Screen­shot)