Schüler sollen mit sexueller Identität experimentieren

Justin Welby, Oberhaupt der Anglikaner, die sich der Gender-Ideologie unterworfen haben, und diese fördern.
Justin Welby, Oberhaupt der Anglikaner, die sich der Gender-Ideologie unterworfen haben, und diese fördern.

(Lon­don) Die Angli­ka­ni­sche Kir­che folgt, man­gels inne­rer Abwehr­kräf­te, auch in Sachen Gen­der-Ideo­lo­gie dem Zeit­geist. In einem Rund­schrei­ben an 4.700 Schu­len mit über einer Mil­li­on Schü­ler wird erklärt, daß die Schü­ler „mit ihrer sexu­el­len Iden­ti­tät und ihrem Geschlecht expe­ri­men­tie­ren“ sol­len.

Wört­lich heißt es in dem Rund­schrei­ben der „Kir­che von Eng­land“:

„Die Schü­ler müs­sen in der Lage sein, mit den Schich­ten ihrer Geschlechts­iden­ti­tät zu spie­len“.

Das Rund­schrei­ben stellt kei­ne iso­lier­te Stel­lung­nah­me dar, son­dern gibt viel­mehr den Geist wider, der in der angli­ka­ni­schen Kir­che herrscht.

Wei­ter heißt es:

„Kin­der sol­len frei sein, die Mög­lich­kei­ten zu erfor­schen, wer sie sind, ohne gerich­tet und ver­spot­tet zu wer­den, sie kön­nen zum Bei­spiel ein Tutu, ein Prin­zes­sin­nen­ko­stüm oder Schu­he mit hohen Absät­zen tra­gen, einen Feu­er­wehr­helm, einen Werk­zeug­gür­tel oder ein Super­hel­den­ko­stüm.“

Die angli­ka­ni­sche Kir­che wirft die Men­schen­kennt­nis, die gan­ze christ­li­che Anthro­po­lo­gie über Bord, um die Wirk­lich­keit durch kon­stru­ier­te Fra­gen und „Pro­ble­me“ zu ver­zer­ren und Kin­der, zu deren Schutz sie ver­pflich­tet wäre, zu ver­wir­ren.

Hin­ter­grund des Rund­schrei­bens sind die Inter­es­sen der Homo-Lob­by, die offen­bar höher ste­hen als die Hei­li­ge Schrift. Kin­dern soll zu Schwu­len, Les­ben und Trans­se­xu­el­len ein der LGBT-Lob­by geneh­mes Bild bei­gebracht. „Ste­reo­ty­pe“ und „Kli­schees“ sol­len kor­ri­giert wer­den. die durch „den Ein­fluß ande­rer Men­schen, ein­schließ­lich der Fami­lie“ ver­mit­telt wer­den.

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Unter dem Vor­wand „Scha­den“ abzu­wen­den, „wird in Wirk­lich­keit der Scha­den erst durch sol­che ideo­lo­gi­schen Behaup­tun­gen ver­ur­sacht“, so Info­Va­ti­ca­na. Die zahl­rei­chen Wider­sprü­che zwi­schen der christ­li­chen Leh­re und dem Zeit­geist wer­den dabei offen­sicht­lich nicht wahr­ge­nom­men.

Das geist­li­che Ober­haupt der angli­ka­ni­schen Kir­che, der Erz­bi­schof von Can­ter­bu­ry, Justin Wel­by, sag­te näm­lich vor kur­zem: „Ein zen­tra­ler Aspekt der christ­li­chen Theo­lo­gie ist die Wahr­heit, daß jeder von uns nach dem Eben­bild Got­tes erschaf­fen ist. Wir alle wer­den bedin­gungs­los von Gott geliebt (…) Wir müs­sen um jeden Preis ver­mei­den, daß die Wür­de des Men­schen zu einem Kli­schee oder Pro­blem redu­ziert wird.“

Doch Gott und Sei­ne geof­fen­bar­te Wahr­heit scheint in der Pra­xis für die angli­ka­ni­sche Kir­che kaum eine Rol­le zu spie­len.

Gegen die Über­nah­me der Gen­der-Ideo­lo­gie durch die Angli­ka­ner erho­ben sich zahl­rei­che Stim­men des Pro­te­stes, dar­un­ter Lord Robert Win­s­ton, Labour-Poli­ti­ker und eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor am Impe­ri­al Col­le­ge Lon­don. Der Arzt schrieb:

„Am Ende wer­den die Kin­der die Leit­tra­gen­den sein, und ihre nor­ma­le Ent­wick­lung als Jun­gen und Mäd­chen beschä­digt“.

Unter den poli­ti­schen Par­tei­en pro­te­stier­te die UKIP am deut­lich­sten gegen die Gen­de­ri­sie­rung der „Kir­che von Eng­land“. Ihr Spre­cher David Kur­ten sag­te, es sei „uner­träg­lich, daß sich eine schäd­li­che Ideo­lo­gie wie die Gen­der-Ideo­lo­gie an den Schu­len als etwas Nor­ma­les fest­set­zen“ kön­ne.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Info­Va­ti­ca­na