Kardinal Onaiyekan prangert Druck „einiger Sektoren der Kirche“ an, die Zulassung zur Kommunion ändern wollen

Kardinal Onaiyekan vergangene Woche beim Eucharistischen Kongreß in Ghana: "Die Barmherzigkeit Gottes hebt nicht die Gesetze Gottes oder die Normen der Kirche auf".
Kardinal Onaiyekan vergangene Woche beim Eucharistischen Kongreß in Ghana: "Die Barmherzigkeit Gottes hebt nicht die Gesetze Gottes oder die Normen der Kirche auf".

(Accra) John Kar­di­nal Onai­ye­kan, der Erz­bi­schof von Abu­ja, pran­ger­te den Druck an, der aus­ge­übt wer­de, um die Zulas­sungs­be­stim­mung zur hei­li­gen Kom­mu­ni­on zu ändern.

Ver­gan­ge­ne Woche nahm der nige­ria­ni­sche Kar­di­nal in Jas­ikan am Natio­na­len Eucha­ri­sti­schen Kon­greß von Gha­na teil. Kar­di­nal Onai­ye­kan war in der Ver­gan­gen­heit bereits Vor­sit­zen­der der Nige­ria­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, der Chri­sti­an Asso­cia­ti­on of Nige­ria und stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Sym­po­si­ums der Bischofs­kon­fe­ren­zen von Afri­ka und Mada­gas­kar (SECEAM).

In Jas­ikan beklag­te er einen Druck, der von „eini­gen Sek­to­ren der Kir­che“ aus­ge­übt wer­de, um „ver­än­der­te Bedin­gun­gen“ für die Zulas­sung zur Hei­li­ge Kom­mu­ni­on durch­zu­set­zen. Druck wer­de aus­ge­übt, so der Kar­di­nal, um wie­der­ver­hei­ra­te­ten geschie­de­nen Katho­li­ken die Zulas­sung zur hei­li­gen Eucha­ri­stie zu erlau­ben, ohne daß die Nich­tig­keit einer ein­ge­gan­ge­nen Ehe fest­ge­stellt wur­de und ohne daß sie in der von ihnen ein­ge­gan­ge­nen, irre­gu­lä­ren Ver­bin­dung ent­halt­sam leben.

Der auf Jesus Chri­stus zurück­ge­hen­de Grund­satz der Ein­heit und der Unauf­lös­lich­keit der Ehe kön­ne nicht kom­pro­mit­tiert wer­den, nur um sich „den moder­nen Trends“ anzu­pas­sen, so der Kar­di­nal.

„In einer Welt, in der eine all­ge­mei­ne mora­li­sche Lax­heit herrscht, kann die Kir­che nicht von ihrer Ver­ant­wor­tung abdan­ken, die hohen Stan­dards des Evan­ge­li­ums von Jesus Chri­stus auf­recht­zu­er­hal­ten.“

Das umstrit­te­ne nach­syn­oda­le Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia inter­pre­tier­te der Kar­di­nal in Über­ein­stim­mung mit der über­lie­fer­ten Leh­re und Pra­xis, denn eine ande­re Les­art kön­ne es gar nicht geben. Kar­di­nal Onai­ye­kan ver­tritt dies­be­züg­lich eine Posi­ti­on, die Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler als Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on ein­ge­nom­men hat­te. Papst Fran­zis­kus habe sich mit Amo­ris lae­ti­tia der „pro­ble­ma­ti­schen Situa­tio­nen“ jener Katho­li­ken ange­nom­men, die in irre­gu­lä­ren Situa­tio­nen leben. Er habe aber „weder die kirch­li­che Leh­re geän­dert noch neue Nor­men erlas­sen“. Der Papst, so Onai­ye­kan in Gha­na, wol­le die­se Katho­li­ken anre­gen, den Weg zur vol­len Über­ein­stim­mung mit der kirch­li­chen Leh­re zu beschrei­ten.

Der Kar­di­nal stell­te fest, daß es Ver­su­che gebe, die Barm­her­zig­keit Got­tes gegen das Gesetz Got­tes aus­zu­spie­len. Die Barm­her­zig­keit Got­tes hebe aber „weder die Geset­ze Got­tes noch die Nor­men der Kir­che auf“, so der Erz­bi­schof von Abu­ja.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Info­Ca­to­li­ca

1 Kommentar

  1. Dan­ke an die afru­ka­ni­schen die afri­ka­ni­schen Bischö­fe, Kar­di­nä­le und hier spe­zi­ell an Kar­di­nal Onai­ye­kan.

Kommentare sind deaktiviert.