Papst Franziskus und die soziologische Neuinterpretation der Botschaft von Fatima

Papst Franziskus in Fatima: Die Neuinterpretation der Botschaft von Fatima nach den soziologischen Kategorien von Papst Bergoglio hat wenig mit dem zu tun, was die Gottesmutter 1917 ankündigte.
Papst Franziskus in Fatima: Die Neuinterpretation der Botschaft von Fatima nach den soziologischen Kategorien von Papst Bergoglio hat wenig mit dem zu tun, was die Gottesmutter 1917 mitteilte.

Von Rober­to de Mattei*

500.000 Men­schen erwar­te­ten Papst Fran­zis­kus für die Hei­lig­spre­chung der bei­den Hir­ten­kin­der Fran­cis­co und Jacin­ta, von neun und elf Jah­ren, auf dem rie­si­gen Platz des Hei­lig­tums von Fati­ma. Zusam­men mit ihrer Cou­si­ne, Lucia dos San­tos, sahen sie zwi­schen dem 13. Mai und dem 13. Okto­ber 1917 die Got­tes­mut­ter und ver­nah­men ihre Wor­te. Die Hei­lig­spre­chung hat am ver­gan­ge­nen Sams­tag statt­ge­fun­den und die Kir­che hat die jüng­sten Kin­der ihrer Geschich­te, die kei­ne Mär­ty­rer sind, in das Ver­zeich­nis der Hei­li­gen ein­ge­tra­gen. Für die 2005 ver­stor­be­ne Lucia ist das Selig­spre­chungs­ver­fah­ren im Gan­ge.

Die Ver­eh­rer Unse­rer Lie­ben Frau von Fati­ma aus aller Welt erwar­te­ten aber nicht nur die Hei­lig­spre­chung der Seher, son­dern auch die Erfül­lung eini­ger For­de­run­gen der Got­tes­mut­ter durch den Papst, die bis­her uner­hört geblie­ben sind.

In die­sem Jahr jäh­ren sich zum hun­dert­sten Mal zwei gegen­sätz­li­che Ereig­nis­se: die Mari­en­er­schei­nun­gen von Fati­ma und die bol­sche­wi­sti­sche Okto­ber­re­vo­lu­ti­on von Lenin und Trotz­ki, die im sel­ben Monat ihren Aus­gang nahm, als in Por­tu­gal der maria­ni­schen Zyklus zu Ende ging. In Fati­ma kün­dig­te die Got­tes­mut­ter an, daß Ruß­land sei­ne Irr­leh­ren in der Welt ver­brei­ten wer­de, und daß die­se Irr­leh­ren Krie­ge, Revo­lu­tio­nen und Kir­chen­ver­fol­gun­gen aus­lö­sen wer­den. Um die­ses Unglück abzu­wen­den, rief die Got­tes­mut­ter die Mensch­heit zu auf­rich­ti­ger Umkehr und Buße auf und zur Rück­kehr zur christ­li­chen Moral­ord­nung. Mit die­ser not­wen­di­gen Ände­rung der Chri­sten ver­knüpf­te die Got­tes­mut­ter zwei kon­kre­te For­de­run­gen: die Wei­he Ruß­lands an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens durch den Papst zusam­men mit allen Bischö­fen der Welt und das Abhal­ten von Süh­ne­sams­ta­gen am ersten Sams­tag des Monats, fünf Mona­te hin­ter­ein­an­der, die dar­in bestehen, sich durch Emp­fang des Buß- und des Altarsa­kra­ments mit ihr in Gebet und Süh­ne zu ver­ei­nen, durch das Beten des Rosen­kran­zes und einer fünf­zehn­mi­nü­ti­gen Betrach­tung.

Die Ver­brei­tung Süh­ne­sams­ta­ge wur­de von den kirch­li­chen Auto­ri­tä­ten nie geför­dert. Die päpst­li­chen Akte der Wei­he und des Anver­trau­ens an Maria erfolg­ten nur teil­wei­se und unvoll­stän­dig. Vor allem leh­ren die Kir­chen­ver­tre­ter seit min­de­stens 50 Jah­ren nicht mehr den Geist von Opfer und Buße, der so eng mit der Spi­ri­tua­li­tät der bei­den hei­lig­ge­spro­che­nen Hir­ten­kin­der ver­bun­den ist. Als Lucia 1919 Jacin­ta kurz vor ihrem Tod im Kran­ken­haus besuch­te, kon­zen­trier­te sich das Gespräch der bei­den Cou­si­nen auf die Auf­op­fe­rung des Lei­dens, um den Sün­dern die schreck­li­chen Höl­len­stra­fen zu erspa­ren, die ihnen von der Got­tes­mut­ter gezeigt wur­den.

Papst Fran­zis­kus, der nie zuvor in Fati­ma war, auch nicht als Prie­ster oder Erz­bi­schof, berühr­te die­se The­men nicht. Am 12. Mai stell­te er sich in der Erschei­nungs­ka­pel­le selbst als „in Weiß geklei­de­ter Bischof“ vor. Der Papst sag­te:

„Ich kom­me als ein Pro­phet und Bote, um allen die Füße zu waschen an dem­sel­ben Tisch, der uns ver­eint.“

Dar­auf for­der­te er auf, dem Bei­spiel von Fran­cis­co und Jacin­ta zu fol­gen, denn:

„So wer­den wir jeden Pfad beschrei­ten, auf allen Wegen pil­gern, alle Mau­ern nie­der­rei­ßen und jede Gren­ze über­win­den, wenn wir zu den Peri­phe­rien hin­aus­ge­hen und die Gerech­tig­keit und den Frie­den Got­tes kund­tun.“

In sei­ner Pre­digt vom 13. Mai erin­ner­te Fran­zis­kus

„alle mei­ne Brü­der in der Tau­fe und der Mensch­heit, ins­be­son­de­re die Kran­ken und Behin­der­ten, die Gefan­ge­nen und Arbeits­lo­sen, die Armen und Ver­las­se­nen“, das „jun­ge und schö­ne Gesicht der Kir­che wie­der­zu­ent­decken, das strahlt, wenn sie mis­sio­na­risch, ein­la­dend, frei, treu, arm an Mit­teln und reich an Lie­be ist.“

Die tra­gi­sche und dra­ma­ti­sche Dimen­si­on der Bot­schaft von Fati­ma, die sich um das Ver­ständ­nis von Sün­de und Stra­fe dreht, ist weg­ge­legt. Die Got­tes­mut­ter hat­te der klei­nen Jacin­ta erklärt, daß die Krie­ge nichts ande­res als die Stra­fe für die Sün­den der Welt sind, und daß die Sün­den gegen die Rein­heit die mei­sten See­len in die Höl­le brin­gen.

Wenn wir heu­te einen „Drit­ten Welt­krieg in Stücken“ erle­ben, von dem Papst Fran­zis­kus so häu­fig gespro­chen hat, wie käme man dann umhin, ihn nicht mit der schreck­li­chen Explo­si­on der Unmo­ral in unse­rer Zeit in Ver­bin­dung zu brin­gen, die so weit geht, die Umkeh­rung der Moral­ge­set­ze zu lega­li­sie­ren?

Die Got­tes­mut­ter hat­te eben­so zu Jacin­ta gesagt: Wenn es nicht zu Umkehr und Buße kommt, wer­de die Mensch­heit gestraft, aber am Ende wer­de ihr Unbe­fleck­tes Herz tri­um­phie­ren, und die gan­ze Welt wer­de sich bekeh­ren.

Heu­te ist nicht nur das Wort Stra­fe ver­haßt, weil die Barm­her­zig­keit Got­tes jede Sün­de tilgt, son­dern auch das Ver­ständ­nis von Umkehr uner­wünscht, weil der Pro­se­ly­tis­mus, laut Papst Fran­zis­kus, „das stärk­ste Gift gegen den öku­me­ni­schen Weg ist“.

Man muß es zuge­ben: Die Neu­in­ter­pre­ta­ti­on der Bot­schaft von Fati­ma nach den sozio­lo­gi­schen Kate­go­rien von Papst Ber­go­glio hat wenig mit der pro­phe­ti­schen Ankün­di­gung des Tri­umphs des Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens zu tun, die die Got­tes­mut­ter vor 100 Jah­ren der Welt ankün­dig­te.

*Rober­to de Mattei, Histo­ri­ker, Vater von fünf Kin­dern, Pro­fes­sor für Neue­re Geschich­te und Geschich­te des Chri­sten­tums an der Euro­päi­schen Uni­ver­si­tät Rom, Vor­sit­zen­der der Stif­tung Lepan­to, Autor zahl­rei­cher Bücher, zuletzt in deut­scher Über­set­zung: Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil – eine bis­lang unge­schrie­be­ne Geschich­te, Rup­pich­teroth 2011.

Bild: Cor­ris­pon­den­za Roma­na

Mer­ken

Mer­ken

14 Kommentare

  1. Ich den­ke, um kon­kre­te Bezugs­punk­te zur Rea­li­tät (wie hier die Ver­laut­ba­run­gen der Got­tes­mut­ter o.ä.) geht es bei Papst Fran­zis­kus gene­rell nicht. Sei­ne Gesprächs­the­men sind nicht anlaß­be­zo­gen, son­dern durch­ge­hend sozi­al­po­li­ti­scher Art und ändern sich wohl auch nicht mehr. Wenn Sie mit einem Sozi­al­ar­bei­ter spre­chen – ob über Kunst oder Fuß­ball – ist der auch spä­te­stens bei sei­nem drit­ten Satz bei den übli­chen unter­pri­vi­le­gier­ten Min­der­hei­ten… 😉

    • @Kirchfahrter Arch­an­ge­lus
      Ihr Bei­spiel mit dem Sozi­al­ar­bei­ter, der die Welt und das Leben evtl. nur aus beruf­li­cher Sicht beur­teilt, trifft es recht gut.
      Eine sol­che Ein­engung sehe ich auch mei­stens bei den Aus­sa­gen und Pre­dig­ten Papst Fran­zis­kus. Sel­ten, eigent­lich so gut wie nie, habe ich durch sei­ne Wor­te Ver­tie­fung im Glau­ben erfah­ren.
      Im Gegen­teil, er ver­teilt groß­zü­gig Tadel an die­je­ni­gen Glau­bens­treu­en, die sich ernst­haft ‑nicht aus Hoch­mut, son­dern aus Hin­ga­be- bemü­hen, die Gebo­te Jesu Chri­sti zu befol­gen.
      Trotz Fati­ma — Sün­de, nöti­ge Buße, Auf­op­fe­rung sind The­men, die kaum noch behan­delt wer­den.
      Weder vom Papst, noch von den mei­sten Bischö­fen hier­zu­lan­de und auch nicht von den Prie­stern vor Ort.

      • Sie haben so recht, der Papst pre­digt ein öko­lo­gi­sches Evan­ge­li­um, kein Auf­ruf an die Men­schen zur Umkehr und das so kurz vor der 2. Wie­der­kunft Chri­stus. Statt­des­sen ver­kün­digt der Papst Kli­ma­wan­del und Ret­tung für „Mut­ter Erde“…“ und die Men­schen wun­dern sich und sind ver­wirrt.

  2. Ich bin dafür, dass alle Mit­diskun­t­an­ten wenig­stens ein­mal Neil Post­manns Kul­tur­kri­tik („Wir amü­sie­ren uns zu Tode“ und „Das Tech­no­pol“ ) reka­pi­tu­lie­ren, um wenig­stens ansatz­wei­se zu ver­ste­hen, war­um die Mas­sen­me­di­en garan­tiert kein für die Evan­ge­li­sa­ti­on geeig­ne­tes „Medi­um“ sind und war­um es über­haupt kei­nen Sinn macht, irgend­wel­che „Bedeu­tun­gen“ in das hin­ein­zu­le­gen, was die­se Medi­en an „Glau­ben“ „trans­por­tie­ren“. Die Mas­sen­me­di­en (und das fing bei den Andachts­bild­chen und ande­rer devo­tio­na­ler Mas­sen­wa­re des 19.Jh.) und, waren schon immer für den Glau­ben kon­tra­pro­duk­tiv. Es war ein grund­sätz­li­cher Feh­ler der Kir­che auf Radio und Fern­se­hen zu bau­en. Pius XII hat damit begon­nen und seit­dem war der galop­pie­ren­de Nie­der­gang des Glau­bens unauf­halt­sam.

    • Hoch­ge­ehr­te @T. deA­hu­ma­da,
      Sehr har­te Wor­te!
      Sehr rich­tig wei­sen Sie dar­auf­hin, daß der Glau­bens­akt von innen kommt, aller­in­di­vi­du­ellst und zutiefst per­sön­lich ist.
      Für die Ver­brei­tung der Glau­bens­kennt­nis­se sind Mas­sen­me­di­en jedoch ein Segen- beson­ders die elek­tro­ni­sche: kön­nen hier doch gro­ße Archi­ve für die brei­te Öffent­lich­keit nutz­bar gemacht wer­den und über die gan­ze Welt ange­wandt wer­den.
      Per­sön­lich bin ich von gre­go­ria­ni­schem Gesang und der Mona­stik von Kinds­bein ange­zo­gen gewe­sen, wobei die­ses Ter­rain dann doch über sehr lan­ger Zeit im mei­ner Umge­bung ver­schwun­den war.
      Ich bin noch immer äusserst gerührt, wenn ich die Video­fil­men über die seriö­se und leben­de Kon­ven­ten sehe;
      die vie­le You­tubebei­trä­ge von Giv­an­ni Via­ni­ni über Gre­go­ria­nik und jetzt auch das zister­zi­en­si­sche und domi­ni­ka­nisch-fran­zis­ka­ni­sche Reper­to­ri­um haben mich enorm beim Sin­gen und im Glau­ben gestärkt.
      Das beste Bei­pi­el ist der Buß­ge­sang Rorat coeli, in You­tube sehr viel ange­schaut und mit sehr tie­fer spi­ri­tu­el­ler Wir­kung;
      Am Mei­sten ange­schaut wird eine sehr alte Ver­si­on, ohne Film, nur mit einem alten Schwarz­weiß­fo­to von einem bär­ti­gen Mönch­sprie­ster bei der Inzen­sie­rung, und mit einer ziem­lich alten und schar­fen Mönchs­stim­me (Fono­plat­te von ca. 1935–1950, Trap­pi­sten (von Cîteaux?):
      es geht durch Mark und Bein, und ist und bleibt für mich das uner­reich­ba­re Vor­bild.
      Sie haben recht: 10 gro­ße Gips­postü­ren der Hl. Ther­sa von Lisieux wir­ken nicht sehr posi­tiv- aber hoch­mü­tig soll­ten wir da nicht sein:
      in Brüs­sel, über­rascht durch ein gro­ßes Gewit­ter, such­te ich Schutz in einer dor­ti­gen Kir­che, und wohl in der davor­lie­gen­den Devo­ti­ons­ka­pel­le mit dem Jesus­kind von Prag, dem Hl. Anto­ni­us von Padua mit dem Jesus­Kind, einer klei­nen höl­zer­nen Sta­tue der Got­tes­mut­ter mit dem Kin­de, einem gro­ßen Postür der Hl. The­re­sa von Lisieux mit Gebet­buch, Kru­zi­fix und Rosen und vor­ne sehr viel Kerz­chen- sehr heiß.
      Eine etwa 40-jäh­ri­ge Frau, nach der Spra­che und Aus­se­hen vom Bal­kan stam­mend, hat die gan­ze Zeit gebe­tet, geweint und geschluchzt, und dabei immer wider das ortho­do­xe Kreuz­zei­chen gemacht.
      Es waren gera­de die Jah­ren der schreck­li­chen Krie­ge in Jugo­sla­wi­en.
      Das Merk­wür­di­ge war, daß die arme Frau sich gera­de dem hier­ar­chisch nied­rig­sten und künst­le­risch gering­sten Bild-näm­lich das der Hl. The­re­sa von Lisieux- zuge­wandt hat- wahr­schein­lich nicht rich­tig ein­sor­tiert hat.
      Ich ver­mu­te sehr stark, daß die arme Frau die Hl. Maria mit der Hl. The­re­sa von Lisieux durch­ein­an­der­ge­bracht hat.
      Aber gera­de das Rein­li­che der jun­gen Kar­mel­tin in ihrem dun­kel­braun­wei­ßen Habit mit Hau­be, ihre Serio­si­tät und nicht zuletzt die vie­le Rosen hat­ten es die­ser Frau, die sicher viel mit­ge­macht hat, ange­tan.
      Spar­tam nac­tus, hanc orna. (Eras­mus): wir müs­sen ackern mit den och­sen, die wir haben- und sind nicht sel­ten auch wel­che.
      Wich­tig ist das Zei­gen von Kwa­li­tät, Inhalt und Pro­fil.
      Ein Ande­rer kann den Segen dazu geben.

  3. An die­sem 13.5.2017 fand eine Über­prä­sens des Papstes,statt,auch vor­her und nachher.…Es war ein „Kampf“.Vor ca 6 Wochen war hier ein Artikel,über die Wei­he Nie­der­lan­des und San Francisco’s,zum Unbe­fleck­tem Her­zen Mariens.Ich bin,trotz einer Indisposition,nach Maastricht,zu der Basi­li­ka Onze Lie­ve Vrouw,hingefahren,obwohl ich kaum prak­ti­zie­ren­der Katholiker,bin.Bin Chri­stin und Römisch katholisch.Dort,in die­ser Kirche,fand die Wei­he Nie­der­lan­des statt,alle nie­der­län­di­sche Bischö­fe waren da.Dieser Akt war echt und vol­ler Glauben.Trotz Kri­tik und Situa­ti­on und ohne die­sen Papst.Ja,er wird versuchen,die Bot­schaft der Fati­ma ‚neu zu erklä­ren und es wirkt,wie ein Kampf.Das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens wird siegen,das glau­be ich fel­sen­fest und habe es gese­hen. Es ist am 13.5. auch der Todes­tag des Hlg.Servatius,des Patrons von Maastricht,wo auch sein Grab ist in der Basi­li­ka St.Servatius.Es bleibt viel zum Nach­den­ken und das Beten.Danke noch für Ihren Hinweis,auf die­se Weihe,es war sehr schwer,darüber etwas zu fin­den in den Medi­en.

    • Lie­be Dag­mar, ich bin Nie­der­la­en­de­rin. Unser Kaplan war bei die­ser Wei­he in Maas­tricht und er fand es sehr schoen. Er hat Andachts­bild­chen mit­ge­bracht fuer sei­ne Gemeinde.Mit Maria von Fati­ma und dem Gebet der Weihe.Die haben Sie bestimmt auch bekom­men!

      • Ja,anjali jain,das Andachts­bild­chen habe ich auch.Ich habe noch nicht fas­sen können,…das gan­ze Geschehen.Es war völ­lig unspek­ta­ku­lär und rein…Auch die Men­schen und die Sprache…Auf You­Tube ist ein kur­zes Video „,Bid mee met de biss­chop­pen: Toewij­ding aan de Maria“.

  4. Was bei den vie­len Reden und Aus­sa­gen von Fran­zis­kus immer wie­der auf­fällt, und was er zuneh­mend aus­spricht, ist sei­ne gewal­ti­ge Ich­be­zo­gen­heit.
    „…Ich kom­me als ein Pro­phet und Bote, um allen die Füße zu waschen an dem­sel­ben Tisch, der uns ver­eint.“

    Fran­zis­kus sagt hier voll­mün­dig, daß er bei sei­ner Flug­rei­se als ein Pro­phet und ein Bote ist;
    flugs nimmt er dann bei die­ser Flug­rei­se dann noch die Stel­lung Uns­res Herrn Jesus Chri­stus an vor dem letz­ten Abend­mahl, dekre­tiert dies dann auch noch „für allen“ und daß „die­ser Tisch un alle ver­eint“, wobei das Hei­li­ge Meß­op­fer und die Aga­pé kun­ter­bunt durch­ein­an­der­ge­wor­fen wer­den und das Kreu­zes­op­fer total ver­schwie­gen wird.
    Ber­go­glio hat sich übri­gens auch schon mit dem Hei­li­gen Geist asso­ziert…
    Das „Ipse har­mo­nia est“ läßt grü­ßen.
    An Selbst­be­wußt­sein und Chuz­pe fehlt es Ber­go­glio sicher nicht- was dage­gen Demut und theo­lo­gi­sches Wis­sen betrifft, sehr wohl.
    Eine ein­ge­hen­de psych­ia­tri­sche Unter­su­chung von Ber­go­gli­os Wor­ten und Aus­sa­gen ist drin­gend indi­ziert.

    • Dan­ke wer­ter Adri­en Antoi­ne, Sie wei­sen auf einen wich­ti­gen Aspekt die­ses Pap­stes hin die erkenn­ba­re „Ich­be­zo­gen­heit“ in sei­nen Reden. Auf einen wei­te­ren Punkt möch­te ich hin­wei­sen, das ist die Retho­rik.
      Er benutzt dabei in sehr geschick­ter Wei­se die Sophi­stik. Zunächst fie­len mir die vie­len ver­nei­nen­den und dop­pelt­ver­nei­nen­den Aus­sa­ge­sät­ze auf. Sie waren sozu­sa­gen das Auf­greif­kri­te­ri­um zur Beschäf­ti­gung mit der bergolio´schen Rede­kunst. Es gilt in der Logik, dass eine Aus­sa­ge dann wahr ist, wenn die vor­aus­ge­hen­den Pra­emis­sen wahr sind. Bei Ber­go­glio ist zu beob­ach­ten, dass die erste Prä­mis­se einem aner­kann­ten Lehr­satz eines aner­kann­ten Kir­chen­leh­rers oder Hei­li­gen ent­spricht, der außer jedem Zwei­fel steht, die zwei­te Prä­mis­se hört sich auch wahr an, benutzt aber geschickt einen fal­si­fi­zier­ten Begriff. Wenn er bei­spiels­wei­se von den Voll­kom­me­nen spricht, so sehe ich die­sen Begriff als fal­si­fi­ziert an. Es gibt den oder die Voll­kom­me­nen unter den Irdi­schen nicht mit Aus­nah­me des Got­tes­soh­nes und sei­ner hoch­hei­li­gen Mut­ter. Der Begriff ist genau so fal­si­fi­ziert wie die Rede vom schwar­zen Schim­mel und wei­ßen Raben.
      Aber bei einer ver­nei­nen­der oder gar dop­pelt ver­nei­nen­der Satz­kon­struk­ti­on fällt die­ser Feh­ler nicht mehr auf. Sofern wir aber erken­nen wol­len zu wel­chen Ziel der Papst die Kir­che füh­ren will, müs­sen wir die Retho­rik ana­ly­sie­ren.

  5. Wenn man mit kla­rem Blick die Bot­schaf­ten von Fati­ma betrach­tet, muss man doch zuge­ben, dass sie vol­ler Wider­sprü­che sind. Dass sich die Weis­sa­gung an Johan­nes Paul II. mit dem Atten­tat erfüllt hat, kann doch nie­mand wirk­lich glau­ben, der eini­ger­ma­ßen logisch den­ken kann. Die geschil­der­ten Umstän­de stim­men in kei­ner Wei­se mit den Umstän­den des Schuss-Atten­tats zusam­men, kei­ne Sol­da­ten mit Pfeil und Bogen, kei­ne Lei­chen und so wei­ter. Dass der Papst das Atten­tat auf den Inhalt des drit­ten Geheim­nis­ses bezo­gen hat, ist per­sön­lich ver­ständ­lich, aber objek­tiv gese­hen völ­lig will­kür­lich. Oder: was ist die Bekeh­rung Russ­lands? Ist die Wie­der­be­le­bung der rus­sisch-ortho­do­xen Kir­chen­fröm­mig­keit nach dem Zusam­men­bruch des Kom­mu­nis­mus bereits die­se Bekeh­rung oder es sie es nicht, weil es ein „häre­ti­sches“ Chri­sten­tum ist? Die Nicht­ver­öf­fent­li­chung des Drit­ten Geheim­nis­ses im Jahr 1960 trotz strik­ten Auf­tra­ges Mari­ens, die wie­der­hol­te Ein­sicht­nah­me durch die Päp­ste und Kar­di­nal­prä­fek­ten und die Ver­öf­fent­li­chung im Jahr 2000 mit Gerüch­ten, es wäre nicht der gesam­te Inhalt, sind extrem selt­sam. Alle Ver­su­che von Deu­tun­gen schei­nen mir gewalt­sam hin­ge­ba­stelt und ver­zwei­fel­te Ver­su­che, Fati­ma zu recht­fer­ti­gen.
    Ich zie­he dar­aus den Schluss, dass Fati­ma nicht echt ist und dass die Aner­ken­nung durch die Kir­che ein Irr­tum war. Als Katho­lik muss ich an Pri­va­tof­fen­ba­run­gen nicht glau­ben, nur die Bot­schaft von Jesus von Naza­reth und ihre Bewah­rung durch die Kir­che sind „der Weg, die Wahr­heit und das Leben“.

    • @Ludwig. Natür­lich muss der Katho­lik nicht an Pri­va­tof­fen­ba­run­gen glau­ben. Aber Fati­ma ist von der Kir­che aner­kannt, also nicht hae­re­tisch, son­dern der Inhalt von Fati­ma ist mit dem Glau­ben ver­ein­bar. Der Inhalt ist ein Auf­ruf zu Gebet, Bus­se und Bes­se­rung und der Wei­he Russ­lands an das unbe­pfleck­te Herz Mari­ens mit dem Ver­spre­chen, dass Russ­land sich bekeh­ren wird. Russ­land ist dabei als Meta­pher für die Aus­brei­tung des dia­lek­ti­schen Mate­ria­lis­mus und aller Ver­bre­chen im Namen die­ser Ideo­lo­gie.
      Und nun zur Ver­öf­fent­li­chung bzw. der Nicht­ver­öf­fent­li­chung des drit­ten Geheim­nis­ses im Jah­re 196o: Das zwei­te vati­ka­ni­sche war zu die­sem Zeit­punkt ein­be­ru­fen, das das Ver­hält­nis der Kir­che zur Welt klä­ren bzw. neu defi­nie­ren soll­te. Zu die­sem Ereig­nis wur­den Beob­ach­ter aus aller Welt zum Kon­zil ein­ge­la­den, Chri­sten aller Kon­fes­sio­nen, auch rus­sisch Ortho­do­xe, Juden sogar Frei­mau­rer. Allen wur­den zur Teil­nah­me Ver­spre­chen gemacht, die fast an die Selbst­auf­ga­be der Katho­li­ken grenz­te (erschüt­tern­der, authen­ti­scher Bericht eines teil­neh­men­den Beob­ach­ters der evan­ge­li­schen Kir­che und spä­te­ren Kon­ver­ti­ten, der heu­te noch lebt. Pri­vat­ge­spräch).
      Er sag­te wört­lich, wir haben uns nur gewun­dert, wel­che Zuge­ständ­nis­se uns (den ande­ren Kon­fes­sio­nen) gemacht wur­den. Im Kli­ma die­ser Kon­zils­vor­be­rei­tung stell­te die rus­si­sche Ortho­do­xie die For­de­rung, dass die Ange­le­gen­hei­ten der Sowjet­uni­on und der Dia­mat nicht behan­delt wer­den dürf­ten. Über die­se Punk­te wur­de 1962 der soge­nann­te Ver­trag von Metz zwi­schen Kar­di­nal Tis­serant und dem Metro­po­li­ten Niko­dim geschlos­sen. Neben allen andern Fol­gen war damit die Wei­he Russ­lands an das unbe­pfleck­te Herz Mari­ens aus­ge­schlos­sen. Mei­nes Wis­sens ist der Ver­trag noch Heu­te gül­tig!!! Erstaun­lich ist,dass Putin bei sei­nem letz­ten Besuch im Vati­kan nach Fati­ma frag­te und kei­ne Ant­wort erhielt, so als habe er gera­de in ein Ves­pen­nest gesto­chen.

  6. Wenn man mit kla­rem Blick die Bot­schaf­ten von Fati­ma betrach­tet, muss man doch zuge­ben, dass sie vol­ler Wider­sprü­che sind. Dass sich die Weis­sa­gung an Johan­nes Paul II. mit dem Atten­tat erfüllt hat, kann doch nie­mand wirk­lich glau­ben, der eini­ger­ma­ßen logisch den­ken kann. Die geschil­der­ten Umstän­de stim­men in kei­ner Wei­se mit den Umstän­den des Schuss-Atten­tats zusam­men, kei­ne Sol­da­ten mit Pfeil und Bogen, kei­ne Lei­chen und so wei­ter. Dass der Papst das Atten­tat auf den Inhalt des drit­ten Geheim­nis­ses bezo­gen hat, ist per­sön­lich ver­ständ­lich, aber objek­tiv gese­hen völ­lig will­kür­lich. Oder: was ist die Bekeh­rung Russ­lands? Ist die Wie­der­be­le­bung der rus­sisch-ortho­do­xen Kir­chen­fröm­mig­keit nach dem Zusam­men­bruch des Kom­mu­nis­mus bereits die­se Bekeh­rung oder ist sie es nicht, weil es ein „häre­ti­sches“ Chri­sten­tum ist? Die Nicht­ver­öf­fent­li­chung des Drit­ten Geheim­nis­ses im Jahr 1960 trotz strik­ten Auf­tra­ges Mari­ens, die wie­der­hol­te Ein­sicht­nah­me durch die Päp­ste und Kar­di­nal­prä­fek­ten und die Ver­öf­fent­li­chung im Jahr 2000 mit Gerüch­ten, es wäre nicht der gesam­te Inhalt, sind extrem selt­sam. Alle Ver­su­che von Deu­tun­gen schei­nen mir gewalt­sam hin­ge­ba­stelt und ver­zwei­fel­te Ver­su­che, Fati­ma zu recht­fer­ti­gen. Ich zie­he dar­aus den Schluss, dass Fati­ma nicht echt ist und dass die Aner­ken­nung durch die Kir­che ein Irr­tum war. Als Katho­lik muss ich an Pri­va­tof­fen­ba­run­gen nicht glau­ben, nur die Bot­schaft von Jesus von Naza­reth und ihre Bewah­rung durch die Kir­che sind „der Weg, die Wahr­heit und das Leben“.

  7. Heisst es nicht in der Bibel bei Jes 58,12 „Und die aus dir her­vor­ge­hen, wer­den die Trüm­mer der Vor­zeit wie­der auf­bau­en, du wirst die Grund­mau­ern frü­he­rer Geschlech­ter wie­der auf­rich­ten; und man wird dich nen­nen „Der die Bre­schen ver­mau­ert und die Stra­ßen wie­der­her­stellt, damit man dort woh­nen kann“.….

Kommentare sind deaktiviert.