„Schule von Bologna“ verkündet das Ende des zölibatären Priestertums

Alberto Melloni und Papst Franziskus: "Das Ende des zölibatären Priestertums"
Alberto Melloni und Papst Franziskus: "Das Ende des zölibatären Priestertums"

(Rom) Alber­to Mel­lo­ni, der Lei­ter der pro­gres­si­ven Schu­le von Bolo­gna, ver­steht sich nicht nur als Tür­ste­her und Wäch­ter am Schrein des nach­kon­zi­lia­ren Pro­gres­sis­mus, son­dern mehr noch als Mono­pol­ver­wal­ter der „wah­ren“ Inter­pre­ta­ti­on des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils. Nun ver­kün­de­te er, wenig über­ra­schend, das „Ende des zöli­ba­tä­ren Prie­ster­tums“.

Die Schu­le von Bolo­gna behaup­tet das Kon­zil als Bruch mit allem, was davor Kir­che war. Die Zeit danach sei ein Neu­an­fang gewe­sen. Eine Aus­le­gung, der Bene­dikt XVI. sei­ne „Her­me­neu­tik der Kon­ti­nui­tät“ ent­ge­gen­setz­te. Der Umbruch, so die Schu­le, sei aber auf hal­bem Weg stecken­ge­blie­ben, weil Papst Paul VI. zau­der­te und mit dem Pon­ti­fi­kat von Johan­nes Paul II., und des­sen Appen­dix, dem Pon­ti­fi­kat von Bene­dikt XVI., der Ver­such einer mehr oder weni­ger geglück­ten Restau­ra­ti­on gefolgt sei. Papst Fran­zis­kus set­ze hin­ge­gen dort fort, so Mel­lo­ni, wo Paul VI. den „Früh­ling“ der Kir­che unter­bro­chen habe. Kei­nes­wegs zufäl­lig ist daher der Name Fon­da­zio­ne per le sci­en­ze reli­gio­se Gio­van­ni XXIII (Stif­tung für Reli­gi­ons­wis­sen­schaf­ten Johan­nes XXIII.), des Trä­gers der Schu­le von Bolo­gna, der auf eine Idee des pro­gres­si­ven Kon­zils­stra­te­gen Giu­sep­pe Dos­set­ti im Jahr 1953 zurück­geht.

Wachsende Zustimmung für Franziskus, leere Kirchen

Am 21. April ver­öf­fent­lich­te Mel­lo­ni in La Repubbli­ca, der ein­zi­gen Tages­zei­tung, die Papst Fran­zis­kus laut eige­ner Anga­be regel­mä­ßig liest, die Kolum­ne Quel­le chie­se vuo­te e il segna­le che il cle­ro non vuo­le vede­re“ (Die­se lee­ren Kir­chen und das Zei­chen, das der Kle­rus nicht sehen will).

Alberto Melloni
Alber­to Mel­lo­ni

Die nack­ten Tat­sa­chen kann Mel­lo­ni zwar nicht leug­nen, er gibt ihnen aber eine nicht min­der aben­teu­er­li­che Les­art wie die Vor­stel­lung, die Kir­che kön­ne an irgend­ei­nem belie­bi­gen Punkt der Geschich­te mit ihrer Ver­gan­gen­heit bre­chen und den­noch die­sel­be von Chri­stus gestif­te­te Kir­che blei­ben. Nicht leug­nen kann der Kir­chen­hi­sto­ri­ker, daß in Ita­li­en, laut Umfra­gen und sta­ti­sti­schen Erhe­bun­gen, einer­seits „die Zustim­mung für Papst Fran­zis­kus unge­bremst wächst“, aber gleich­zei­tig der Besuch der Sonn­tags­mes­se wei­ter zurück­geht.

Bevor sich Mel­lo­ni auf die Ursa­chen­su­che begibt, betont er, daß die Zah­len der regel­mä­ßi­gen Meß­be­su­cher noch immer beacht­lich sei­en, die der „alte und müde“ ita­lie­ni­sche Kle­rus an den gebo­te­nen Fest­ta­gen in die Kir­che bringt. Sie sei immer­hin drei­ein­halb Mal grö­ßer als die Zahl derer, die vor den jüng­sten Par­la­ments­wah­len an den Vor­wah­len der regie­ren­den Links­de­mo­kra­ten teil­nah­men. „Und das jeden Sonn­tag.“

Das eigentliche Problem ist der Priestermangel

Doch das ist nicht das eigent­li­che The­ma. Der Grund für den Rück­gang prak­ti­zie­ren­der Katho­li­ken sieht Mel­lo­ni in der „Ver­nach­läs­si­gung der Gemein­den“. Die Zahl der Prie­ster sei „unzu­rei­chend“, um das im Lauf der Jahr­hun­der­te ent­stan­de­ne Gemein­de­netz zu ver­sor­gen. Das Pro­blem ist dem­nach der Prie­ster­man­gel. Anstatt sich „grund­sätz­lich“ der Fra­ge zu stel­len, wie die ter­ri­to­ria­len Gemein­schaf­ten ver­sorgt wer­den kön­nen, ver­hal­te sich das Füh­rungs­per­so­nal der Kir­che wie „Krä­mer“.

„Die Bischö­fe tei­len die weni­gen Prie­ster zwi­schen den Gemein­schaf­ten auf, als wären sie Kuchen­schnit­ten, und behan­deln die Gemein­schaf­ten wie Kon­su­men­ten und die Prie­ster wie Süß­wa­ren für den schnel­len Ver­zehr.“

Kri­tik übt Mel­lo­ni an den neu­en „Pasto­ral­ein­hei­ten“, mit denen durch Zusam­men­fas­sung von Pfar­rei­en das Pro­blem des Prie­ster­man­gels ver­wal­tet wer­den soll.

„Die ein­zi­ge Reak­ti­on dar­auf ist die Ent­täu­schung des Vol­kes und das lang­sa­me Hin­aus­rut­schen der appe­tit­ge­zü­gel­ten Gläu­bi­gen aus dem Kreis des prak­ti­zier­ten Glau­bens, mit schwer­wie­gen­den Risi­ken für sie und für den appe­tit­zü­geln­den Kle­rus.“

Papst Franziskus verschärft das Problem

Mel­lo­ni macht „para­do­xer­wei­se“, wie er sagt, Papst Fran­zis­kus als Mit­ver­ant­wort­li­chen für die­se Ent­wick­lung aus. Die­ser sei unbe­ab­sich­tigt und im posi­ti­ven Sin­ne mit­ver­ant­wort­lich. Des­sen „mis­sio­na­ri­sches und evan­ge­li­sches Cha­ris­ma“, die „Authen­ti­zi­tät sei­nes Innen­le­bens“ und die „apo­sto­li­sche Wär­me“ sei­ner Schrift­aus­le­gung rege näm­lich den Appe­tit an, der in den Pfar­rei­en aber kei­ne Befrie­di­gung fin­de. Das ver­schär­fe das ohne­hin vor­han­de­ne Dilem­ma.

„Das Ergeb­nis ist, daß ver­nach­läs­sig­te Gemein­den kei­ne Prie­ster her­vor­brin­gen und ver­nach­läs­sig­te Prie­ster kei­ne Gemein­schaft schaf­fen.“

Mel­lo­nis Zir­kel­schluß läßt erah­nen, wohin die Rei­se gehen soll.

Medienhofiert
Medi­en­ho­fiert

Die Kir­che in Bewe­gung sei­en näm­lich nicht die Bewe­gun­gen (womit Mel­lo­ni Gemein­schaf­ten wie Com­u­nio­ne e Libe­ra­zio­ne und den Neo­ka­techu­me­na­len Weg meint, die in pro­gres­si­ven Krei­sen als neo­kon­ser­va­ti­ve Bewe­gun­gen ver­schrien sind, die unter Johan­nes Paul II. För­de­rung erfah­ren hat­ten). Sei­ne per­sön­li­che Anti­pa­thie bringt Mel­lo­ni mit einem kräf­ti­gen Sei­ten­hieb zum Aus­druck, indem er die­se „Bewe­gun­gen“ mit ver­trau­tem Umgang mit Medi­en, mit Instinkt für die Sicht­bar­keit und mit beacht­li­cher „Tüch­tig­keit in der Ver­wal­tung von Wäh­ler­an­tei­len, die am Ver­hand­lungs­tisch teu­er ver­kauft wür­den“, in Ver­bin­dung bringt.

Das alles füh­re dazu, daß Pfar­rer nicht mehr zu ver­ste­hen schei­nen, daß „die Zele­bra­ti­on der Eucha­ri­stie nie eine öffent­li­che Dienst­lei­stung ist, son­dern ein Erwar­ten der Gna­de, von der genau­so jene Nut­zen zie­hen die nicht hin­ge­hen, als auch jene die hin­ge­hen“.

Das eigentliche, eigentliche Problem ist der Priesterzölibat

Schließ­lich ver­kün­det Mel­lo­ni die eigent­li­che Bot­schaft:

„Alle ken­nen den Aus­weg, und die­ser ver­langt eine Umkehr der Prio­ri­tä­ten aus­ge­hend von der Not­wen­dig­keit der Eucha­ri­stie und des gemein­schaft­li­chen Lebens, ohne die das christ­li­che Leben zum Do-it-your-self des reli­giö­sen Indi­vi­dua­lis­mus und zum edlen Kunst­dün­ger für die Aus­saat des Fun­da­men­ta­lis­mus wird, die im Chri­sten­tum im Gan­ge ist und bei uns durch die Per­son von Fran­zis­kus über­deckt wird. Von die­ser Inver­si­on von Amt und Gemein­schaft hängt die Erkennt­nis ab, daß die gesam­te Tra­di­ti­on weiß, daß das Geschenk, eine Gemein­schaft leben­dig zu hal­ten und dem Gemein­schafts­le­ben einen eucha­ri­sti­schen Rhyth­mus zu geben, kein Vor­recht von zum Zöli­bat beru­fe­nen Män­nern ist.“

Die Gemein­schaft und die in der Gemein­schaft gefei­er­te Eucha­ri­stie, so Mel­lo­ni, sei die Haupt­sa­che des christ­li­chen Lebens. Alle Ver­su­che zur Schaf­fung neu­er ter­ri­to­ria­ler Ein­tei­lun­gen, um sie mit Prie­stern zu ver­sor­gen, sind falsch, ent­frem­den die Gläu­bi­gen der Kir­che und för­dern einen christ­li­chen „Fun­da­men­ta­lis­mus“, der in der katho­li­schen Kir­che der­zeit nur dank Papst Fran­zis­kus zuge­deckt wer­de.

Das zölibatäre Priestertum, diese „Erfindung des 16. Jahrhunderts“

Bereits einen Monat zuvor hat­te Mel­lo­ni am 22. März in der sel­ben Tages­zei­tung das Ende des zöli­ba­tä­ren Prie­ster­tums ver­kün­det. Sei­ne dama­li­ge Kolum­ne beti­tel­te er zwei­deu­tig mit „La Mes­sa è fini­ta“. Wört­lich heißt das: „Die Mes­se ist zu Ende“. Mit die­sen Wor­ten wur­de im Zuge der nach­kon­zi­lia­ren Lit­ur­gie­re­form, auf sehr unglück­li­che Wei­se, das Ite mis­sa est in die ita­lie­ni­sche Volks­spra­che über­setzt. Der Satz könn­te aber eben­so­gut „Die Mes­se ist am Ende“ bedeu­ten.

Melloni mit Papst Franziskus
Mel­lo­ni mit Papst Fran­zis­kus

Das zöli­ba­tä­re Prie­ster­tum, so Mel­lo­ni in sei­nem Text, sei letzt­lich eine „Erfin­dung“ des Kon­zils von Tri­ent gewe­sen, das 1563 abge­schlos­sen wur­de. Wie alle „gro­ßen Zyklen der Geschich­te“ gehe auch jener des zöli­ba­tä­ren Prie­ster­tum zu Ende. Wäh­rend man­che Zyklen „laut“ an ihr Ende gelang­ten, wür­den ande­re still ver­klin­gen. Das sei auch beim zöli­ba­tä­ren Prie­ster­tum der Fall. Inner­halb von 90 Jah­ren ist in Ita­li­en die Zahl der Semi­na­ri­sten von 15.000 auf 2.700 zurück­ge­gan­gen.

Es sei eine „for­mi­da­ble“ Erfin­dung des 16. Jahr­hun­derts gewe­sen, wobei Mel­lo­ni mit dem Adjek­tiv bewußt eine wei­te­re Ambi­va­lenz gebraucht, die jedoch „seit mehr als einem Jahr­hun­dert in der Kri­se ist“. Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil habe das Pro­blem wohl erkannt, sich aber dar­auf beschränkt, die­sem Prie­ster­tum den „semi-mona­sti­schen“ Anstrich zu neh­men. Mit zügel­lo­ser Nie­der­tracht, wie sie in der Ver­gan­gen­heit die ver­ruch­te­sten Kir­chen­fein­de nicht dra­sti­scher for­mu­lier­ten, dis­kre­di­tier­te Mel­lo­ni bereits im März den Prie­ster­stand, dem er „eine rühr­se­li­ge Über­hö­hung des Zöli­bats“ unter­stellt, mit dem „die Sexua­li­tät auf der Suche nach Sub­li­mie­rung ein­sperrt und unrei­fe oder sogar kran­ke Per­so­nen anzieht“. Die „Qua­li­fi­ka­ti­on“ des Zöli­bats sei ein „Laster“, das „nie aus­rei­chend bekämpft wur­de: der Kle­ri­ka­lis­mus“.

Daß der Priester­z­ö­li­bat eine „Erfin­dung“ des Kon­zils von Tri­ent sei, stellt in der Tat eine Erfin­dung dar, aller­dings jene Mel­lo­nis. Der Priester­z­ö­li­bat ist kon­sti­tu­ti­ves Ele­ment des von Chri­stus gestif­te­ten Prie­ster­tums. Es geht direkt auf sein Vor­bild und sei­ne Leh­re zurück, genau so wie die Unauf­lös­lich­keit der sakra­men­ta­len Ehe. Etwas ganz ande­res, aber kein Maß­stab, ist die histo­ri­sche Tat­sa­che, daß es gegen die­ses gott­ge­woll­te Prie­ster­tum, eben­so wie gegen die gott­ge­woll­te Ehe immer mehr oder weni­ger star­ke Wider­stän­de gab. Es ist daher als ganz außer­ge­wöhn­li­cher Beweis für die Rich­tig­keit des Anspruch der römisch-katho­li­schen Kir­che anzu­se­hen, die wah­re Kir­che Jesu Chri­sti zu sein, daß sie allein sowohl den Priester­z­ö­li­bat als auch die Unauf­lös­lich­keit der Ehe seit 2000 Jah­ren durch alle Stür­me der Zeit durch­ge­hal­ten hat, wäh­rend sie alle ande­ren christ­li­chen Kon­fes­sio­nen irgend­wann in der Geschich­te mehr oder weni­ger auf­ge­ge­ben haben.

Import- und Frauenpriestertum und andere Falschdarstellungen

Ergeb­nis der „Ent­frem­dung“ der Gläu­bi­gen von der Kir­che, deren Grün­de, die ja ursäch­lich dem Prie­ster­man­gel vor­aus­ge­hen müs­sen, Mel­lo­ni aller­dings nicht the­ma­ti­siert, sei ein Import von Prie­stern, die wie Betreu­er für die „auf­ge­ge­be­nen Gemein­den aus dem Aus­land impor­tiert“ wer­den. „Sogar die Dis­kus­si­on über Prie­ste­rin­nen (wobei man ver­gißt, daß die Frau­en das ‚Prie­ster­tum‘ mit der Tau­fe bereits haben, was nicht wenig ist) ver­mengt sich gefähr­lich mit einer ganz männ­li­chen Logik, die dem ande­ren Geschlecht die obso­let gewor­de­nen Metiers über­läßt.“

Mel­lo­ni, obwohl Histo­ri­ker, nimmt es mit der Geschich­te nicht so genau. Die Ver­gan­gen­heit dient mehr als ein Kampf­in­stru­ment zur Durch­set­zung aktu­el­ler Posi­tio­nen. So wie Mel­lo­ni ohne nähe­re Begrün­dung das „zöli­ba­tä­re Prie­ster­tum“ bereits „seit über einem Jahr­hun­dert“ in der „Kri­se“ sieht, behaup­tet er schließ­lich, frei erfun­den, daß bereits „seit 200 Jah­ren“ die Zahl der Prie­ster rück­läu­fig sei, wovor die Kir­chen­ver­tre­ter aber „die Augen ver­schlie­ßen“. Das Gegen­teil ist wahr.

Als Beleg genügt ein Blick auf den Jesui­ten­or­den, dem der amtie­ren­de und von Mel­lo­ni ver­ehr­te Papst ange­hört. Die 1539 gegrün­de­te Gesell­schaft Jesu erreich­te 1965 mit 36.000 Ange­hö­ri­gen ihren histo­ri­schen Höchst­stand. Seit­her, erst seit­her geht es mit ihr aller­dings rapi­de berg­ab, sodaß sich ihr Bestand in nur 50 Jah­ren mehr als hal­biert hat. Die­ser Zusam­men­bruch, der den Prie­ster­man­gel zur Fol­ge hat, fällt exakt mit dem Ende des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils zusam­men. Das frei­lich ist ein Zusam­men­hang, den Mel­lo­ni ganz und gar nicht hören will, und den er wohl des­halb mög­lichst weit, Jahr­hun­der­te weit von sich in die Ver­gan­gen­heit schiebt.

Die Bischöfe warten auf den Papst, der Papst wartet auf die Bischöfe

Damit bleibt ins­ge­samt völ­lig unklar, wor­aus der Lei­ter der Schu­le von Bolo­gna letzt­lich sei­ne weit­rei­chen­den Schlüs­se zieht, auf­grund derer er das „Ende des zöli­ba­tä­ren Prie­ster­tum“ ver­kün­det. Er ver­rät es den Lesern nicht. Statt­des­sen endet er unbe­irrt:

„Die Bischö­fe wüß­ten, was zu tun ist, war­ten aber auch ein Zei­chen des Pap­stes. Der Papst sti­chelt die Bischö­fe, war­tet aber ab.“

Unter­des­sen wer­de die Lage durch den Prie­ster­man­gel immer „deso­la­ter“. Dar­in ist Mel­lo­ni unein­ge­schränkt zuzu­stim­men, nicht ohne den Vor­wurf, daß gera­de Leu­te wie er und sei­ne Schu­le von Bolo­gna für den Prie­ster­man­gel mit­ver­ant­wort­lich sind durch die stän­di­gen Ver­su­che, die sicht­ba­re Kir­che ihrer Leh­re und Sakra­men­ten­ord­nung, letzt­lich ihrem Haupt zu ent­frem­den.

Das „Ende des zöli­ba­tä­ren Prie­ster­tums“ stellt Mel­lo­ni ja nicht als unpar­tei­ischer Chro­nist fest. Er will die­ses Ende, und das nicht erst seit heu­te.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL/RAI/vatican.va (Screen­shots)

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3 Kommentare

  1. Gott sei Dank haben wir einen Man­gel an Mel­lo­ni-Prie­stern. Wann end­lich dür­fen die wah­ren Die­ner Got­tes wie­der öffent­lich zele­brie­ren? Dann wären die Kir­chen bald wie­der voll. Wir haben genü­gend Prie­ster des wah­ren Glau­bens- denn es sind auch nur weni­ge, die wahr­haft glau­ben und bald wer­den es wie­der sehr viel mehr sein. Man muss end­lich die­sem Häre­ti­ker Mel­lo­ni ent­ge­gen­wir­ken nach Kräf­ten in jeg­li­cher Hin­sicht.

  2. Vie­le Prie­ster die Ihr Amt nach dem 2. Vati­ca­num nie­der­leg­ten . sich also in den Lai­en­stand zurück­ver­set­zen lie­ßen taten dies sicher auch weil sie neue Form des Got­tes­dien­stes per­sön­lich nicht akzep­tie­ren konn­ten und es irgend­wie auch nicht ver­kraf­tet haben. Ich kann das ver­ste­hen. Der neue Ritus ist schon was ande­res. Zöli­bat und triden­ti­ni­sche Mes­se und der dazu­ge­hö­ri­ge spi­ri­tu­el­le Weg pas­sen zusam­men. Der neue Ritus wird viel­leicht nicht so sehr als Kraft­quel­le erlebt. Der Zöli­bat kann nur gelin­gen wenn man sich vor­be­halt­los in Gott fal­len lässt,damit er trägt. es ist der Glau­be der wächst und so alles zu ertra­gen ver­mag aber auch so stark macht, dass es gelingt die men­schen für Gott zu begei­stern und zu ent­flam­men . Der Glau­be ist die größ­te Gna­de ‚die es gibt. Mein Glau­be ist zu gering , des­halb bin ich kein Prie­ster. Aber ich muss zufrie­den sein. Glau­be wird von Gott geschenkt. Wir befin­den uns nicht in der Posti­on zu for­dern , instän­dig bit­ten kön­nen wir. Der Glau­be ist heu­te das Pro­blem. Die Abschaf­fung des Zöli­bats besei­tigt nicht die Glau­bens­kri­se , die aus der Mit­te der Kir­che kommt. Die Hei­lung der gan­zen Kir­che gelingt wenn wir Gott zu trau­en das er es kann und wir nicht. Gott nimmt uns auf in sich, wenn wir still wer­den vor ihm. Das Hei­li­ge Mess­op­fer hei­ligt und heilt. Ich habe frü­her das Zöli­bat abge­lehnt, heu­te weiß ich, dass es ein gro­ßer Irr­tum war.

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