Ökumene: Von den Worten zu den Taten — Interkommunion für Lutheraner im Petersdom

Ökumene: Papst Franziskus mit lutherischem Pastor Kruse: "Jeder entscheidet nach seinem Gewissen, ob gemeinsame Kommunion möglich ist"
Ökumene: Papst Franziskus mit lutherischem Pastor Kruse: "Jeder entscheidet nach seinem Gewissen, ob gemeinsame Kommunion möglich ist"

(Rom) „Doch fra­ge ich mich: Aber haben wir nicht die glei­che Tau­fe? Und wenn wir die glei­che Tau­fe haben, dann müs­sen wir gemein­sam gehen.“ Mit die­sen Wor­ten ant­wor­te­te Papst Fran­zis­kus am 16. Novem­ber 2015 bei sei­nem Besuch in der evan­ge­lisch-luthe­ri­schen Chri­stus­kir­che in Rom auf die Fra­ge einer Luthe­ra­ne­rin, ob sie gemein­sam mit ihrem katho­li­schen Mann die Kom­mu­ni­on emp­fan­gen kön­ne. Die Wor­te des Pap­stes im Gepäck ist jemand von den Wor­ten zu den Taten über­ge­gan­gen und prak­ti­zier­te bereits die ver­bo­te­ne Inter­kom­mu­ni­on — und zwar nicht irgend­wo, son­dern im Peters­dom.

Franziskus: „Wir alle, Katholiken, Orthodoxe und Protestanten bilden ein königliches Priestertum und ein heiliges Volk“

Bei der Gene­ral­au­di­enz vom 20. Janu­ar kam der Papst auf die­sen Gedan­ken zurück: „In der Mit­te des luthe­ri­schen Riga­er Doms steht ein altes Tauf­becken, das aus der Zeit der Mis­sio­nie­rung des Lan­des im 12. Jahr­hun­dert durch den Hei­li­gen Mein­hard stammt. Der Stein ist ein aus­drucks­vol­les Zei­chen für die Tau­fe, wel­che alle Chri­sten in Lett­land, Katho­li­ken, Luthe­ra­ner und Ortho­do­xe, als gemein­sa­mes Glau­bens­fun­da­ment aner­ken­nen. […] Die Teil­ha­be an die­ser Gna­de bil­det für alle Chri­sten ein unlös­ba­res Band. Wir alle, Katho­li­ken, Ortho­do­xe und Pro­te­stan­ten, bil­den ein könig­li­ches Prie­ster­tum und ein hei­li­ges Volk.“ Soweit die voll­stän­di­ge Über­set­zung der Stel­le aus dem ita­lie­ni­schen Ori­gi­nal.

„Fran­zis­kus ging die­ses Mal nicht dar­über hin­aus“, so der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster. Der luthe­ri­sche Pastor von Rom, Jens-Mar­tin Kru­se, der den Papst am 16. Novem­ber in der luthe­ri­schen Kir­che begrüß­te, zog jedoch bereits sei­ne Schluß­fol­ge­run­gen in einem Inter­view mit dem Pres­se­dienst Zenit. Dar­in sag­te Kru­se: „Die Inter­kom­mu­ni­on zwi­schen Katho­li­ken und Pro­te­stan­ten ist ein rea­li­sti­sches Ziel“.

„Papst hat gesagt: Jeder soll nach seinem Gewissen entscheiden, ob Interkommunion möglich ist“

„Der Papst hat jeden Gläu­bi­gen ein­ge­la­den, sei­ne Ver­ant­wor­tung vor Gott zu über­neh­men, um nach sei­nem Gewis­sen zu ent­schei­den, ob die gemein­sa­me Teil­nah­me an der Eucha­ri­stie zwi­schen Katho­li­ken und Pro­te­stan­ten mög­lich ist. Es gibt kei­ne theo­lo­gi­schen Grün­de, war­um dem nicht so sein könn­te.“

Das Inter­view wur­de am 19. Janu­ar ver­öf­fent­licht. Am sel­ben Tag ging jemand bereits von den Wor­ten zu den Taten über. „Am Mor­gen des 19. Janu­ar gewähr­te Fran­zis­kus im Vati­kan einer Dele­ga­ti­on der Luthe­ri­schen Kir­che Finn­lands eine Audi­enz, ange­führt von einer Frau, Irja Asko­la, Bischö­fin von Hel­sin­ki, die von Ver­tre­tern der ortho­do­xen und katho­li­schen Min­der­heit, den Bischö­fen Ambro­si­us und Tee­mu Sip­po beglei­tet wur­de“, so Magi­ster.

Lutherischer Bischof: „Wir waren erstaunt, die wußten genau, wem sie die Kommunion austeilten“

Papst Franziskus mit der lutherischen finnischen Bischöfin Irja Askola
Papst Fran­zis­kus mit der luthe­ri­schen fin­ni­schen Bischö­fin Irja Asko­la

Im Anschluß an die Audi­enz mit dem Papst fan­den in Rom von der Dele­ga­ti­on lit­ur­gi­schen Zele­bra­tio­nen statt, an der wei­te­re Grup­pen aus Finn­land teil­nah­men. „Wäh­rend der katho­li­schen Mes­se im Peters­dom wur­de auch den Luthe­ra­nern die Kom­mu­ni­on gespen­det“, so Magi­ster. Das berich­te­te jeden­falls das luthe­ri­sche Wochen­blatt von Finn­land „Kotimaa“ und mel­de­te, wie erstaunt der luthe­ri­sche Bischof von Oulu, Samu­el Sal­mi, dar­über war, denn, so der Bischof, „die katho­li­schen Zele­bran­ten wuß­ten genau, wem sie die Kom­mu­ni­on aus­teil­ten“.

Die Dele­ga­ti­ons­lei­te­rin, Bischö­fin Asko­la, ist für ihre „ultra­li­be­ra­len Ideen bekannt, nicht nur was die Inter­kom­mu­ni­on, son­dern auch die Homo-Ehe betrifft“, so Magi­ster.

Bei­de Posi­tio­nen der fin­ni­schen Luthe­ra­ner wer­den von den luthe­ri­schen Kir­chen der benach­bar­ten bal­ti­schen Staa­ten abge­lehnt, gera­de auch von der let­ti­schen evan­ge­lisch-luthe­ri­schen Kir­che, wo der Riga­er Dom steht, von dem Papst Fran­zis­kus am Tag nach dem Sakri­leg im Peters­dom bei der Gene­ral­au­di­enz sprach.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vatican.va/OSS/MiL (Screen­shot)

41 Kommentare

  1. abscheu­lich, ja fürch­ter­lich. Weg mit dir Satan! Der Hl. Erz­engel Micha­el soll mit dir kämp­fen.

    • „Für wie klein­lich hal­ten wir Gott ?“
      Klein­lich? Sie­ben Sakra­men­te oder zwei? Ver­eh­rung der Mut­ter Got­tes nur Pea­nuts. 1500 Jah­re Glau­be nur eine Klei­nig­keit und ab Luther strahlt die Son­ne über das christ­li­che Euro­pa und den Rest der Welt?
      „Heid­ni­sche Furcht vor einem Tabu­bruch.“
      Wenn ein Tabu­bruch nur eine Klei­nig­keit vor Gott ist dann könn­ten wir ja jeden Tag alles bre­chen was uns hei­lig ist, denn es sind doch alles nur Klei­nig­kei­ten.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • An Mar­tin Eisel,
      ich bin für die Homo-Ehe. Auch (zumin­dest eini­ge) homo­se­xu­el­le seh­nen sich nach der Homo-Ehe. War­um gewäh­ren wir ihnen nicht end­lich die­ses „Sakra­ment“ ?
      Oder die armen Pädo­phi­len, die kön­nen wir doch nicht so hän­gen las­sen. Eigent­lich kön­nen wir doch alles durch­ge­hen las­sen.
      Gott ist bestimmt nicht klein­lich, son­dern unvor­stell­bar groß­her­zig.
      Mal ganz ehr­lich — wo anfan­gen und wo auf­hö­ren ??
      Ich gebe zu, dass ich da jetzt ganz schön pole­mi­siert habe.
      Aber ich kann nicht anders.
      Mir sag­te mal ein Arbeits­kol­le­ge der aus der Kir­che aus­ge­tre­ten ist:
      „Weißt Du, es gibt kei­ne Schuld, ich glau­be das alles nicht mehr“.
      Ja was mei­nen Sie, was los ist, wenn genau der­je­ni­ge von ein paar Gang­stern ver­prü­gelt wird und dann käme einer und wür­de sagen: „Hab Dich nicht so die­se Leu­te haben kei­ne Schuld, Du musst ein­se­hen, dass das denen jetzt ein­fach so pas­siert ist, haken die Sache ein­fach ab — fer­tig“.
      Da wäre aber was los !!
      Das passt jetzt nicht ganz zum The­ma, aber jede Häre­sie (ich bezeich­ne die Inter­kom­mu­ni­on als Häre­sie) zieht unab­seh­ba­re Fol­gen nach sich. Ich woll­te das mit dem Bei­spiel Schuld (feh­len­de Schuld) mal auf­zei­gen.

    • Luther hat nicht gewon­nen. Er war aber katho­li­scher, als die­ser Papst.
      Mit Dr. Luther hät­te es sowas nicht gege­ben.

  2. Von den Wor­ten zu Taten, aber klar doch, wie­der Bade­tag im Vati­kan!!
    http://www.kath.net/news/53693
    „Der Mann sei das Haupt der Frau, so wie Jesus Chri­stus das Haupt des Man­nes ist“ so heißt es doch, oder?
    Dar­um sehe ich die­se Frau­en-Fuß­wa­schung als total häre­tisch an, fast schon got­tes­lä­ster­lich.
    Außer­dem hat es eine sexu­el­le Note, wenn ein Mann einer Frau die Füsse wäscht.
    Die Mos­lems, die wir doch neu­er­dings so lie­ben, wer­den sich ein­mal mehr vor uns gru­seln.

    • „Außer­dem hat es eine sexu­el­le Note, wenn ein Mann einer Frau die Füsse wäscht. Die Mos­lems, die wir doch neu­er­dings so lie­ben, wer­den sich ein­mal mehr vor uns gru­seln.“

      Sehe ich genau­so. Mir wür­de es nicht beha­gen, von einem Mann, auch wenn er Prie­ster ist, die Füße gewa­schen zu bekom­men.

      • Das Küs­sen wur­de hier ver­ges­sen. Der Prie­ster, der am Altar vor Frau­en kniet und ihnen die Füße wäscht und –wenn er die Demut Jor­ge Ber­go­gli­os nach­ahmt– schluss­end­lich küsst, — was kommt als näch­stes in der römisch-katho­li­schen Lit­ur­gie?

    • Wenn ein Mann mein Haupt sein soll, dann muss er sich das ver­die­nen! Lei­der gibt es heu­te nicht vie­le Maen­ner, auch nicht in der Katho­li­sche Kir­che, denen ich das zutrau­en wuer­de.

    • Bei mei­ner Tau­fe muß irgend­et­was schief gelau­fen sein.
      Immer wie­der höre ich mich sel­ber fra­gen und sagen.
      „Wider­sagst du Ber­go­glio, ich wider­sa­ge“
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Der Glau­be ist Kon­fes­si­on (=Bekennt­nis!) Ich glau­be alles, was die hei­li­ge katho­li­sche lehrt, die eine Säu­le und Grund­fe­ste der Wahr­heit ist, eben­so ver­wer­fe ich alle Häre­si­en, ob sie nun von Pro­te­stan­ten, Moder­ni­sten, „Ortho­do­xen“ oder sonst wem vor­ge­bracht wer­den! Da man das Hei­li­ge nicht den Hun­den vor­wer­fen darf, ist es ein him­mel­schrei­en­des Sakri­leg, den Leib Chri­sti jenen aus­zu­lie­fern, die in ihm nur eine Brot­kru­me erblicken. Gelobt sei Jesus Chri­stus.

    • Ich den­ke das ist eines der gro­ssen Pro­ble­me, die wir heu­te noch in Euro­pa haben, und das irgend­wann in den Glau­bens­krie­gen ent­stan­den sein muss: man behan­delt die Kon­fes­sio­nen, als wären es schlicht ver­schie­de­ne „Teams“ wie Bay­ern-Fans und Dort­mund-Fans oder Deut­sche und Fran­zo­sen und ver­gisst um was es tat­säch­lich geht: um die Leh­re die Chri­stus ver­kün­det hat, die Sakra­men­te, die er ein­ge­setzt hat, und da wider­spre­chen sich die katho­li­sche Kir­che und die Luthe­ra­ner doch deut­lich, zudem scheint die Bot­schaft Jesu in Gewis­sen Berei­chen (z.B. Ehe und Sexua­li­tät) bei den Luthe­ra­ner auch alle zehn Jah­re zu ändern… Und wenn ich Chri­stus wirk­lich lie­be, möch­te ich doch auch ein Leben füh­ren, so wie ER es gelehrt hat, möch­te die Sakra­men­te emp­fan­gen, die er für mich ein­ge­setzt hat, und wün­sche ich das doch auch mei­nem Näch­sten. Wenn ich mich aber so Ver­hal­te, als sei Pro­te­stan­tis­mus und Katho­li­zis­mus das­sel­be, dann betei­li­ge ich mich doch aktiv dar­an, die vol­le Leh­re Chri­sti und all die Gna­den der Sakra­men­te vor den Pro­te­stan­ten ver­bor­gen zu hal­ten.

    • Herr Mar­tin Eisel lehnt die katho­li­sche Kir­che, wie er vor eini­gen Tagen in die­sem Forum wort­wört­lich bekun­det hat, ab — es sei denn, sie wer­de „sich refor­mie­ren“. Die Fra­ge, was der Maß­stab einer sol­chen „Reform“ sein könn­te, wenn, wie es Herr Eisel eben­falls in die­sem Forum behaup­tet hat, „Fest­le­gung“ und „Defi­ni­ti­on“ „spi­ri­tu­el­ler Din­ge“ ‑und damit eigent­lich auch des Begriffs „Reform“- von Übel wären, ist zwar mög­lich, aber über­flüs­sig. Die „Reform“ kann für Per­so­nen wie Herrn Eisel offen­sicht­lich nur dar­in bestehen, daß sich die Kir­che, weil (immer nach Eisel) „Fest­le­gun­gen“ in reli­giö­sen Din­gen „böse“ sind und not­wen­dig zum „Haß“ auf Anders­ge­sinn­te füh­ren, in einen kon­tu­ren­lo­sen Brei auf­löst.

      Höchst auf­schluß­reich, daß aus­ge­rech­net so jemand nicht müde wird, Ber­go­glio zu ver­tei­di­gen!

    • Die rech­te Lit­ur­gie zu fin­den und zu fei­ern, dies geschieht ja aus Lie­be zum ver­ehr­ten Gott. Es ist Frucht der Ehr­furcht, Voll­zug des ersten Gebo­tes. Und sol­ches Tun stammt zutiefst aus dem Glau­ben. Nicht aus irgend­ei­nem wagen Glau­ben an das Gute, son­dern aus dem Glau­ben um den Einen, kon­kre­ten und per­son­haf­ten Gott.

    • @martin Eisel:

      „Der Glau­be ist doch nicht kon­fes­sio­nell gebun­den…“

      Geben Sie es eigent­lich wirk­lich nie auf? Sie leh­nen doch den Glau­ben, so wie ihn die Kir­che ver­steht, ab — wie Sie aus­drück­lich bekun­de­ten. Aus­drück­lich ver­wah­ren Sie sich immer wie­der dage­gen, daß reli­giö­se Wahr­hei­ten auto­ri­ta­tiv defi­niert wer­den kön­nen. Für den katho­li­schen Begriff der Glau­bens­leh­re ist aber das exak­te Gegen­teil kon­sti­tu­tiv! Wenn Sie sich also hier nicht ledig­lich als Troll betä­ti­gen, läuft das, was Sie hier betrei­ben, ver­ein­facht gesagt dar­auf hin­aus, Papst Ber­go­glio damit zu ver­tei­di­gen, daß er ‑wie Sie- die Glau­bens­leh­re der katho­li­schen Kir­che ableh­ne. Anschei­nend mer­ken Sie nicht ein­mal, daß Sie ihm, der immer wie­der äußerst bemüht ist, genau die­sen Ein­druck zu ver­mei­den, damit einen Bären­dienst erwei­sen. Sie bestä­ti­gen die an sei­ne Adres­se gerich­te­ten, von ihm selbst zurückgwie­se­nen Vor­wür­fe, um ihn damit zu ver­tei­di­gen. Was ver­spre­chen Sie sich von einem sol­chen Vor­ge­hen?

  3. Tja, der Hei­li­ge Leib des Herrn ver­kommt in den Hän­den der Die­ner der zweit­va­ti­ka­ni­schen After­kir­che immer mehr zum Knus­per­keks für Zwi­schen­durch, zur klei­nen Stär­kung auf den gemein­sa­men Trip in die Höl­le. Man darf gespannt sein, ob man nicht auch bald dar­auf ver­fällt, den Besu­chern der Got­tes­show an der Ein­wurf­stel­le für den Gemein­schafts­keks ver­schie­de­ne pep­pi­ge Geschmacks­rich­tun­gen zur Aus­wahl anzu­bie­ten.

    • Typi­sches Sede­ple­ni­sten Geschwätz. Wenn es der Leib Chri­sti wäre (was aber bei den fal­schen Prie­stern des ver­fälsch­ten Ordi­na­ti­ons­ri­tus nicht der Fall ist), dann wäre es auch wei­ter­hin der Leib Chri­sti, unab­hän­gig wer ihn emp­fin­ge. Dem­nach wäre ihre Rede Blas­phe­mie.

      • Das sehe ich übri­gens auch so. da @ hicest­ho­die ja annimmt, dass das der Leib Chri­sti ist, ist es mir eis­kalt den Rücken run­ter­ge­lau­fen, wie sie dar­über spricht — das IST Blas­phe­mie!

        Ähn­lich äußer­te sich aber neu­lich schon mal einer hier (hab ver­ges­sen, er das war), der vor lau­ter hass­erfüll­ter Fröm­mig­keit auch den Namen des Hl. Gei­stes so besu­del­te.

    • Ach, wer­te @zeitschnur und Socken­pup­pe ohne Namen, noch nie etwas von Sati­re gehört? Machen Sie sich doch nicht lächer­li­cher, als Sie es ohne­hin schon sind! Übri­gens: natür­lich kommt die Wand­lung auch im Novus Ordo zustan­de, wenn sie im Glau­bens­in­ne der Kir­che voll­zo­gen wird. Aber genau hier­in hapert es ja bei vie­len zweit­va­ti­ka­ni­schen After­prie­stern. Wo die Wand­lung durch einen sol­chen ohne Glau­ben an die Real­pä­s­enz und im Sin­ne eines inter­kon­fes­sio­nel­len/-reli­giö­sen Gemein­schafts­mah­les (wie oben beschrie­ben) voll­zo­gen wird, da ist Chri­stus aktu­ell genau­so wenig gegen­wär­tig wie beim pro­te­stan­ti­schen Aben­mahl. Also, wie schrie­ben Sie neu­lich Car­lo so prol­lig neu­deutsch: COOL DOWN!

  4. Begrü­ße „Groß Namens­kol­le­ga“ @ Petrus Magnus“, lege aber Wert dar­auf, mit die­ser Per­sön­lich­keit nicht iden­tisch zu sein.

  5. Weiss die­ser Papst nicht mehr, dass die Luthe­ra­ner und alle ande­ren pro­te­stan­ti­schen Gemein­schaf­ten vom wah­ren Glau­ben abge­fal­len sind!

    • Schon Papst Bene­dikt XVI. sag­te, oder schrieb, dass man die heu­ti­gen Pro­te­stan­ten nicht mehr als Häre­ti­ker bezeich­nen kön­ne. Auch hier bestä­tigt sich wie­der, dass es, um mit Salo­mo zu reden, nichts Neu­es unter der Son­ne gibt.

  6. Damit ist die Kir­che von Byzanz, die Ortho­do­xie, die ein­zi­ge Kir­che, die die Inter­kom­mu­ni­on strikt ablehnt. Auch Katho­li­ken dür­fen im ortho­do­xen Got­tes­dienst dort nicht kom­mu­ni­zie­ren. Wegen der Gegen­sät­ze im Glau­ben.

    Die katho­li­sche Kir­che gibt die­ses Grund­prin­zip auf. Ich kann das nur als Glau­bens­ab­fall wer­ten.

    • „Die katho­li­sche Kir­che gibt die­ses Grund­prin­zip auf. Ich kann das nur als Glau­bens­ab­fall wer­ten.“
      Genau­so ist das die Kir­che nach dem Kon­zil befin­det sich in der Apost­asie und schreit stän­dig nach Neue­van­ge­li­sie­rung.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • @Thea:

      Die katho­li­sche Kir­che gibt die­ses Prin­zip NICHT auf, da kön­nen Sie ganz beru­higt sein. Das ist ja nicht ein­mal mög­lich. Mög­lich ‑und die­se Mög­lich­keit ist im Augen­blick Rea­li­tät- ist das Ver­sa­gen eines Pap­stes in der treu­en Aus­übung sei­nes Amtes (vgl. Sie dazu z.B. die Fäl­le Libe­ri­us, Hono­ri­us, Johan­nes XXII). Erst recht mög­lich ‑und der­zeit real- ist per­sön­li­ches Ver­sa­gen des Pap­stes als doc­tor pri­vatus.
      (NB: Alle Stel­lung­nah­men eines Pap­stes, die nicht in der ent­spre­chen­den Form erfol­gen, gel­ten theo­lo­gisch und kano­ni­stisch als Pri­vat­äu­ße­run­gen, auch wenn sie tat­säch­lich einer grö­ße­ren Öffent­lich­keit bekannt wer­den, z.B. Inter­views.)

      Damit soll nichts ver­harm­lost wer­den, der von Ber­go­glio de fac­to ange­ri­che­te Scha­den ist schon jetzt unab­seh­bar. Aber Ber­go­glio kann gera­de das nicht, was vie­le wol­len: Aus der katho­li­schen Kir­che etwas ande­res machen, als sie immer war und sein wird.

      Außer­dem: Es gibt auch ein Leben nach Ber­go­glio. Er selbst tut alles dafür, daß die­ses ganz anders aus­se­hen wird, als das Kata­stro­phen­sze­na­rio, daß er ‑und ande­re- her­auf­be­schwo­ren haben. Die Kir­che ist viel grö­ßer, als die­ser oder jener Papst, erst recht, wenn es sich um jemand han­delt, der zwar der Mega­lo­ma­nie ver­fal­len ist, aber im Grun­de ein äußerst dürf­ti­ges For­mat hat. Man fra­ge sich ein­mal in aller Ruhe, was von Ber­go­lio blie­be, wenn all die hei­ße Luft, die die Medi­en der­zeit in ihn hin­ein­pum­pen, ein­mal aus­gin­ge — was irgend­wann, sei es noch wäh­rend des Pon­ti­fi­ka­tes oder danach, der Fall sein wird…

  7. Nur zu dumm für Papst F., dass als der Hl. Apo­stel Pau­lus in einem sei­ner Brie­fe „…ein Glau­be, eine Tau­fe…“ schrieb, die pro­te­stan­ti­sche Sek­tie­rung nicht ein­mal noch im Gedan­ken eines Men­schen irgend­wo bestand. Trotz­dem bezieht F. sich auf die­se Pas­sa­ge.
    1500 Jah­re nach Jesus Chri­stus kommt der Anti­christ Luther daher und nutzt die Gunst der Stun­de um See­len mil­lio­nen­fach ins Ver­der­ben mit­zu­rei­ßen — und das fei­ern wir also im kom­men­den Jahr — toll. Das war nur mög­lich, indem gro­ße Falsch­in­for­ma­ti­on bezüg­lich der wah­ren Per­son Mar­tin Luthers und sei­nem Leben die Gläu­bi­gen in die Irre führ­te. Öku­me­ne ist ja ein klang­vol­les Wort, so wie ‚Früch­te des Kon­zils‘, ‚Geist des Kon­zils‘„ ‚Inter­kom­mu­ni­on‘, ‚Jubel­jahr‘ oder ‚Hei­li­ges Jahr der Barm­her­zig­keit‘. Dazu ein angeb­lich ‚Hei­li­ger Vater‘, Geist­li­che die Titel wie ‚Kar­di­nal‘ oder ‚Mon­si­gno­re‘ tra­gen und dann glau­bens­feind­li­che Aus­sa­gen täti­gen. Ande­rer­seits muss ich sagen, dass Katholisches.info mich wirk­lich zum Lachen bringt, vor allem, wenn über die Epi­so­den und Fett­näpf­chen von Papst Fran­zis­kus und sei­ner Pha­ri­sä­er­ban­de berich­tet wird. Auch wenn die Rea­li­tät eher trau­rig ist, ange­sichts eines sol­chen Pap­stes.

  8. Frie­de, Freu­de, Eier­ku­chen, wird sind doch alle so lieb und nett, haben „schein­bar“ die eine Tau­fe, dann kön­nen wir uns doch zusam­men­tun. Schlim­mer kann’s bald nicht mehr wer­den!!!

  9. Welch eine See­len­ver­wir­rung im „öku­me­ni­schen“ Män­tel­chen !?

    Im Muse­um des Klo­sters Otto­beu­ren
    ( wie­so eigent­lich nur im Muse­um ? ) hängt ein Bild, auf wel­chem
    unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS zu sehen ist….
    um IHN her­um nicht die hl. Apo­stel son­dern die
    drei
    Irr­leh­rer Zwing­li, Cal­vin und Luther.

    Jeder der Irr­leh­rer hat ein Spruch band in der Hand,
    auf dem die Eucharistie-“Lehre“ ent­hal­ten ist.

    Bei Zwing­li:

    „Das „bedeu­tet“ mei­nen Leib.“

    Bei Cal­vin heißt es:

    „Das ist „Kraft von“meinem Lei­be.“

    Und bei Luther:(!)

    „Das „enthält“meinen Leib.“

    Und auf dem Spruch­band
    unse­res
    HERRN und GOTT JESUS CHRISTUS

    „DAS
    I S T
    mein Leib.“

    Noch ein Wort zur Wand­lung bei den Ost­kir­chen; dort wird sie voll­zo­gen als „meta­bo­le“. Der Leib Chri­sti als „Ver­ei­ni­gung“ mit Brot und Wein.
    Dage­gen die wah­re katho­li­sche Trans­sub­stan­ta­ti­ons-Leh­re 
    der völ­li­gen Wesens­ver­wand­lung in Leib und Blut Chri­sti in nur noch
    G e s t a l t
    von Brot und Wein !

    Die unver­än­der­li­che Leh­re der Kir­che über den Emp­fang der hl. Kom­mu­ni­on:
    Die hl. Kom­mu­ni­on dür­fen 
    nur röm. Katho­li­ken im Stan­de der Gna­de emp­fan­gen.
    ( d.h. sich kei­ner schwe­ren Sün­de bewusst sein,
    anson­sten bedarf es einer vori­gen hl. Beich­te ) 
    Die gel­ten­de Norm des Emp­fan­ges der hl. Kom­mu­ni­on ist ( immer noch !) die 
    knien­de Mund­kom­mu­ni­on.
    Die erzwun­ge­ne „Hand­kom­mu­ni­on“ ledig­lich ein Indult ( Befrei­ung von der gel­ten­den Norm)

    • Wie erklä­ren Sie sich dann aber, dass die katho­li­sche Kir­che auch lan­ge vor dem Kon­zil stets die ortho­do­xe „Meta­bo­le“ aner­kannt hat?!
      Das bringt uns tat­säch­lich in Schwie­ri­ge­ki­ten — gera­de hin­sicht­lich de Luther­schen Posi­ti­on der „Konsubstanz“…er ist der ein­zi­ge der Refor­ma­to­ren, der immer­hin glaubt, dass das in einer merk­wür­di­gen Argu­men­ta­ti­on irgend­wie sub­stan­zi­ell Leib Chri­sti ist. Die Ortho­do­xen und die Luthe­ra­ner ver­ste­hen sich ja ganz gut…

  10. Ber­go­glio bil­det sich anschei­nend nach wie vor ein, die Glau­bens­leh­re ste­he zu sei­ner rein per­sön­li­chen Dis­po­si­ti­on. Er ver­hält sich wie ein Ver­mö­gens­ver­wal­ter, der die ihm anver­trau­ten finan­zi­el­len Güter zu sei­nem per­sön­li­chen Ver­gnü­gen ver­wen­det. So etwas nennt man Ver­un­treu­ung. Das exak­te Gegen­teil ‑treue Über­lie­fe­rung des Glau­bens­gu­tes- ist die amt­li­che Auf­ga­be des Pap­stes. (Vgl. Vat. I., Const. Dei Fili­us)

    Ber­go­glio äußert mit­un­ter, er sei ein treu­er Sohn der Kir­che. Die­se Behaup­tung ret­tet ihn allen­falls davor, daß man ihm kano­ni­stisch for­mel­le (!) Häre­sie nach­wei­sen kann. Wenn er aber wirk­lich mei­nen soll­te, es bestehe „kein theo­lo­gi­scher Grund“ gegen die „Inter­kom­mu­ni­on“, dann ist er in jedem Fal­le mate­ri­el­ler Häre­ti­ker ‑an die­ser Fest­stel­lung führt nun wirk­lich kein Weg vor­bei.

    Ber­go­glio könn­te die „Mög­lich­keit der Inter­kommnuni­on“ so oft beteu­ern, wie er woll­te; sei­ne Büt­tel könn­ten zu Taten schrei­ten, so oft sie woll­ten: Am Glau­bens­gut der römisch-katho­li­schen Kir­che wür­de dies nichts ändern. Das Depo­si­tum Fidei ist kein Men­schen­werk — und dar­um auch nicht durch Men­schen ver­än­der­bar! Selbst­ver­ständ­lich auch nicht durch den Papst!

  11. @ soge­nann­ten Inter­com­mu­ni­on
    „Jeder soll nach sei­nem Gewis­sen ent­schei­den“ ist der Slo­gan, nach­dem jeder sich das erlau­ben kann, was er will. Das Wort Gewis­sen hat aber mit Wis­sen zu tun. Woher weiß er, was er tut und wel­ches sind die die Kri­te­ri­en, an denen sich ein funk­tio­nie­ren­des Gewis­sen ori­en­tiert? Die­ses bedarf einer Klä­rung. Ein wei­te­re Gewis­sens­fra­ge erscheint mit gebo­ten, kann ich als Glau­ben­der dar­an noch teil­neh­men, wenn ich davon aus­ge­hen muss,dass auf­grund der Vor­ga­ben das Sakra­ment durch Ungläu­bi­ge geschän­det wird? Die­se Fra­ge wird uns in Zukunft noch beschäf­ti­gen.

  12. Hier wird argu­men­tiert, als wäre die Gegen­wart Chri­sti im eucha­ri­sti­schen Sakra­ment völ­lig klar mit dem Ver­stand fass­bar, erklär­bar wie der Beweis eines mathe­ma­ti­schen Sat­zes. Dazu wird meist die Defi­ni­ti­on des Triden­ti­unums her­an­ge­zo­gen. Als ob Begrif­fe wie Sub­stanz und Akzi­den­zi­en völ­lig klar wären. In der moder­nen Phi­lo­so­phie sind die­se Begrif­fe ver­schwun­den, da sie in der heu­ti­gen natur­wis­sen­schaft­li­chen Sicht nicht mehr brauch­bar sind. Die Vor­stel­lung über die Gegen­wart Chri­sti hat sich im Lau­fe der Jahr­hun­der­te geän­dert. Sie ist auch beein­flusst vom jewei­li­gen Kul­tur­kreis. In der Ost­kir­che — auch in der katho­li­schen — hat sich kei­ne Anbe­tungs­fröm­mig­keit ent­wickelt. Allein das zeigt eine unter­schied­li­che Sicht­wei­se der Gegen­wart Chri­sti im Sakra­ment. In der latei­ni­schen Kir­che ist die Rezi­ta­ti­on des Ein­set­zungs­be­richts der die „Wand­lung“ bewir­ken­de Akt, in der Ost­kir­che das gesam­te Hoch­ge­bet, vor allem die Epik­le­se. Es gibt sogar ein Hoch­ge­bet ohne Ein­set­zungs­be­richt in der ost­sy­ri­schen Lit­ur­gie (Ana­pho­ra der Apo­stel Addai und Mari). 2001 wur­de die Gül­tig­keit von der katho­li­schen Kir­che aner­kannt. Auch die katho­li­schen Ost­kir­chen haben in ihrer Theo­lo­gie vor allem den Begriff der Trans­si­gni­fi­ka­ti­on und weni­ger den Begriff der Trans­sub­stan­tia­ti­on.
    Myste­ri­um fidei — das ist es, was wirk­lich gilt. Das anzu­er­ken­nen wür­de alle, die sich auf for­ma­le Din­ge stür­zen, zum Schwei­gen brin­gen. Nie­mand kann bewei­sen, dass in der evan­ge­li­schen Abend­mahls­fei­er Chri­stus nicht gegen­wär­tig ist. Und wenn man argu­men­tiert, dass die Vor­ste­her einer evan­ge­li­schen Fei­er nicht gül­tig geweiht sind und daher kei­ne Wand­lungs­voll­macht haben, dann soll­te man in die Apo­stel­ge­schich­te blicken. Dort ist die Rede von den Pres­by­tern als Vor­ste­her der Eucha­ri­stie­fei­er, aber auch von den Pro­phe­ten. Wer weiß genau, dass nicht ein pro­te­stan­ti­scher Pastor zur Grup­pe der Pro­phe­ten gehört.

    • @Galilei: „Als ob Begrif­fe wie Sub­stanz und Akzi­den­zi­en völ­lig klar wären. In der moder­nen Phi­lo­so­phie sind die­se Begrif­fe ver­schwun­den, da sie in der heu­ti­gen natur­wis­sen­schaft­li­chen Sicht nicht mehr brauch­bar sind.“
      Ich wuss­te gar nicht, daß in der Phi­lo­so­phie plötz­lich natur­wis­sen­schaft­li­che Sicht herrscht. Die Erfurcht der Gei­stes­wis­sen­schaft­ler gegen­über der Natur­wis­sen­schaft, die von den Natur­wis­sen­schaft­lern meist nicht geteilt wird, hat schon etwas komi­sches.

      Ich bin Infor­ma­ti­ker und für mich sind die­se Begrif­fe sehr rele­vant. Bei uns hei­ßen sie aber Enti­täts­typ und Attri­but und gehö­ren zum Basis­rüst­zeug jedes Infor­ma­ti­kers. Klar defi­niert sind sie außer­dem bei Tho­mas v. Aquin.
      Wo also ist das Pro­blem?

      „Nie­mand kann bewei­sen, dass in der evan­ge­li­schen Abend­mahls­fei­er Chri­stus nicht gegen­wär­tig ist.“ Ent­we­der ist Chri­stus in der katho­li­schen oder in der luthe­ri­schen Abend­mahls­fei­er gegen­wär­tig (Eine evan­ge­li­sche gibt es nicht). Sie kön­nen ger­ne an die luthe­ri­sche Leh­re vom Abend­mahl glau­ben. Dann sind sie halt Luthe­ra­ner. Ist ja nichts schlim­mes, ist mei­ne Mut­ter auch.
      Aber eines von bei­den geht nur. Und das scheint Tan­go-Fran­ze nicht zu begrei­fen.

      Wenn selbst der Papst nicht mehr an die katho­li­sche Leh­re glaubt, wie sol­len das dann ande­re tun? Das ist das Pro­blem.

      • Lie­ber Wolf­gang Franz,

        zufäl­lig bin ich auch von Beruf Infor­ma­ti­ker. Aber auf die Idee, den Sub­stanz­be­griff und den Begriff der Akzi­den­zi­en des triden­ti­ni­schen Eucha­ri­stie­leh­re mit Enti­tät und Attri­but in der Infor­ma­tik zu ver­glei­chen, wäre ich nicht gekom­men. In der Soft­ware kann ich jeden Typus leicht ver­än­dern. Die Ver­än­de­rung geht schon nicht mehr so leicht, wenn es dann mit dem, was ich im Pro­gramm in der Rea­li­tät abbil­den will, nicht mehr über­ein­stimmt. Aber aus den Infor­ma­tik­ty­pen den Schluss zu zie­hen, dass damit die Begrif­fe Sub­stanz und Akzi­den­zi­en sinn­voll sind, ist schon sehr abwe­gig. Der Begriff Sub­stanz hat sei­nen met­ha­phy­si­schen Sinn heu­te ein­fach weit­ge­hend ver­lo­ren (wie meta­phy­sisch ist eigent­lich für Sie der Enti­täts­typ? Für mich ist er ein­fach ein Werk­zeug der Pro­gram­mie­rung!).
        Zur luthe­ri­schen Leh­re vom Abend­mahl: ich glau­be nicht dar­an. Aber ich hal­te es für eine theol­gi­sche Spitz­fin­dig­keit, sich auf der einen oder ande­ren Sicht fest­zu­kral­len. Das hat z.B. die Eini­gung in der Recht­fer­ti­gungs­leh­re gezeigt, die so lan­ge ein wesent­li­cher Streit­punkt war. Oder der Kon­sens mit den mono­phy­si­ti­schen Kir­chen. Hier hat man genau das gese­hen, was ich auch bei Begrif­fen wie Sub­stanz und Akzi­den­zi­en sehe: Der Begriff der Natur (für die Natu­ren Chri­sti) hat ein­fach unter­schied­li­che Inter­pre­ta­tio­nen im Lauf der Geschich­te erfah­ren.
        Auch in der Kir­che han­delt Gott durch die Men­schen und mensch­li­ches Den­ken funk­tio­niert nicht wie Bits in der Infor­ma­tik, näm­lich Schwarz-Weiß. Es ist zwar aus Bits zusam­men­ge­setzt, aber die unge­heu­re Kom­ple­xi­tät macht es aus. Daher haben auch Dog­men ihren histo­ri­schen Kon­text, der zu unter­su­chen ist und auf Grund des­sen man­che Inter­pre­ta­tio­nen zu rela­ti­vie­ren sind.
        „Wenn selbst der Papst nicht mehr an die katho­li­sche Leh­re glaubt“. Der Papst ist sich offen­sicht­lich des­sen bewusst, was ich vor­her über die Inter­pre­ta­ti­on der Dog­men gesagt habe. Gott sei Dank!

  13. Der Papst Fran­zis­kus ist wie Mer­kel, ein Dik­ta­tor, die sich erha­ben dünkt über Recht und Gesetz.

  14. Ganz ehr­lich, je mehr ich ueber die Sache nach­den­ke, desto­mehr waechst in mir der Ver­dacht, das Franz vom Pro­te­stan­tis­mus wenig, bis gar kei­ne Ahnung hat.
    Theo­lo­gisch ist er nicht sehr inter­es­siert, so das er auf Ein­flue­ste­run­gen und Bera­ter setzt und die­se im Fal­le aus Kas­per den Bock zum Gaert­ner gemacht hat.
    In Sue­dame­ri­ka gibt es Athe­isten, Sek­ten, alles, nur der Pro­te­stan­tis­mus ist als Leh­re dort weit­ge­hend unbe­kannt.
    Franz hat das Gan­ze erkla­ert bekom­men als eine Spiel­art des Katho­li­zis­mus, im Ran­ge der „Ein­heit in Viel­falt“
    Da er das Gewis­sen sowie­so ueber die Leh­re stellt, ist der Pro­te­stan­tis­mus SEINE Reli­gi­on.
    Hier kann man sich gross­ar­tig selbst dar­stel­len als Gut­mensch, der allen wohl und (fast) nie­mand wehe ist.
    Fuer mich ist Franz der Anti­christ, auch wenn vie­le jetzt auf­schrei­en, aber den­je­ni­gen lege ich ans Herz, sich anzuhoe­ren was die­ser Mann an Zer­set­zung inner­halb der Kir­che schon betrie­ben hat und wie vie­le See­len schon auf sei­ner Sei­te fuer das offen­sicht­lich Fal­sche kaemp­fen.
    Hier kann nur noch Chri­stus selbst hel­fen, er ist in der Lage die­sen furcht­ba­ren Spuk zu been­den.
    Herr erloe­se uns von die­sem Uebel.

    • Schlim­mer fin­de ich es dass Papst Fran­zis­kus auch wenig bekannt ist mit der Gefah­ren das Islams,der in Sue­dame­ri­ka auch nicht anwe­send war.Hieraus ent­ste­hen noch viel schlim­me­re Situa­tio­ne!

  15. Wor­über regt man sich nun plötz­lich so auf?
    Das­sel­be wur­de bereits unter JP II klamm­heim­lich prka­ti­ziert, nur laut davon reden durf­te man nicht.

    Als dann schließ­lich Frère Roger die Hl. Kom­mu­ni­on emp­fing — schon früh vom Bischof http://www.taize.fr/de_article3885.html und schließ­lich sogar in Rom selbst — schon von JP II, abr spä­ter auch von B XVI. http://www.kath.net/news/20677

    Wegen die­ser und ähn­li­cher Ver­stö­ße Roms gegen die Ord­nun­gen haben ver­schie­dent­lich Prie­ster an die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on geschrie­ben und erhiel­ten unglaub­wür­di­ge Ant­wor­ten.

    Auch hier http://www.theologisches.net/files/Theol12-2006.pdf bit­te Inhalts­ver­zeich­nis anse­hen, weit unten Ulrich Fil­lers Auf­satz S. 393

    Was also stört uns jetzt an F. — der macht doch nur wei­ter, was sei­ne Vor­gän­ger ein­ge­lei­tet haben.

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