Papst Franziskus mit einer ukrainischen Fahne. Sein Wunsch, als Friedensvermittler aufzutreten, gestaltet sich als schwierig, dennoch hält im zehnten Monat daran fest.
Hintergrund

Hackerangriff gegen den Vatikan – wer steckt dahinter?

(Rom) Die offi­zi­el­le Inter­net­sei­te des Hei­li­gen Stuhls war gestern Ziel eines Hacker­an­griffs. Weder der Vati­kan noch Ita­li­en, des­sen Sicher­heits­dien­ste in sol­chen Fra­gen meist kon­sul­tiert wer­den, äußer­ten sich bis­her zu den mög­li­chen Urhe­bern. Nach­dem das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt zunächst einen Angriff demen­tiert hat­te, hieß es in einem zwei­ten Moment, es habe „unge­wöhn­li­che Zugangs­ver­su­che“ gege­ben. Der Angriff erfolg­te

Papst Franziskus verzichtete gestern vor dem Angelus auf die Meditation über das Sonntagsevangelium, um die Eindringlichkeit seines Friedensappells im Ukrainekonflikt zu unterstreichen.
Nachrichten

„Der Krieg an sich ist ein Horror“

(Rom) Beim tra­di­tio­nel­len Ange­lus des Pap­stes, den das Kir­chen­ober­haupt jeden Sonn­tag in der Regel auf dem Peters­platz betet, kam es gestern zu einer merk­wür­di­gen Situation.

Erzbischof Paolo Pezzi, der Vorsitzende der katholischen Russischen Bischofskonferenz, äußerte sich vorsichtig positiv über die "Offenheit", mit denen Moskau auf die vatikanischen Friedensbemühungen in der Ukraine reagiere.
Nachrichten

Gibt es „positive Zeichen“ im Ukraine-Konflikt?

(Mos­kau) Die rus­si­sche Regie­rung begrüßt die diplo­ma­ti­schen Bemü­hun­gen des Hei­li­gen Stuhls um den Frie­den in der Ukrai­ne. Im vier­ten Kriegs­mo­nat erfolg­te erst­mals eine Erklä­rung dazu durch Ale­xej Para­mo­now vom rus­si­schen Außen­mi­ni­ste­ri­um. Dar­auf reagier­te der katho­li­sche Erz­bi­schof von Mos­kau, der sich vor­sich­tig posi­tiv dazu äußerte.

Am Mittwoch trafen der Moskauer Patriarch Kyrill I. und der Apostolische Nuntius in Rußland, Erzbischof Giovanni d'Aniello, in Moskau zusammen. Gestern berichtete der Nuntius Papst Franziskus in Rom.
Nachrichten

Apostolischer Nuntius in Rußland von Papst Franziskus in Audienz empfangen

(Rom) Papst Fran­zis­kus emp­fing gestern den Apo­sto­li­schen Nun­ti­us in Ruß­land in Audi­enz. Es war die erste per­sön­li­che Begeg­nung seit Aus­bruch der rus­­sisch-ukrai­­ni­­schen Kampf­hand­lun­gen. Die Frie­dens­be­mü­hun­gen des Kir­chen­ober­haup­tes gehen wei­ter, eben­so die Vor­be­rei­tun­gen für eine zwei­te Begeg­nung mit dem rus­­sisch-ortho­­do­­xen Patri­ar­chen Kyrill I.

Klaus Schwab mit dem zugeschalteten ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum 2022 in Davos.
Hintergrund

Der Umschwung in Davos … und der Vatikan ist mit dabei

Gedan­ken von Giu­sep­pe Nar­di Am 22. Mai begann in Davos das dies­jäh­ri­ge Welt­wirt­schafts­fo­rum (WEF). Glo­ba­li­sti­sche Eli­ten, dar­un­ter Geor­ge Soros und Bill Gates, geben sich bis zum 26. Mai ein Stell­dich­ein und las­sen ihre Adla­ten antan­zen – und der Vati­kan unter Papst Fran­zis­kus ist mit dabei.

Papst Franziskus gab dem Corriere della Sera ein Interview zum Ukrainekonflikt und ließ sich von keiner Seite vereinnahmen.
Nachrichten

Franziskus läßt sich im Ukrainekonflikt nicht vereinnahmen

(Rom) Papst Fran­zis­kus behält in der Ukrai­ne­kri­se sei­ne ver­mit­teln­de Rol­le bei und drängt auf die Rück­kehr zu Ver­hand­lun­gen, Waf­fen­still­stand und Frie­den. Obwohl das katho­li­sche Kir­chen­ober­haupt mas­siv unter Druck gesetzt wird durch das all­ge­mei­ne Kriegs­ge­schrei, das rings­um insze­niert wird, beharrt er dar­auf, nur einen ein­sei­ti­gen Schritt zu set­zen, den des Frie­dens. Eine Ana­ly­se sei­nes Inter­views mit

Irina und Albina, zwei Krankenschwestern, Freundinnen, eine Ukrainerin und eine Russin, trugen am Karfreitag gemeinsam das Kreuz im Kolosseum, mußten aber stumm bleiben.
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Irina und Albina, stumm gemachte Zeugen der Via Crucis

(Rom) Obwohl bis zum letz­ten Augen­blick nichts dar­auf hin­deu­te­te, daß Fran­zis­kus bereit wäre, von sei­ner Absicht Abstand zu neh­men, eine Kreuz­weg­sta­ti­on beim Kolos­se­um von einer Ukrai­ne­rin und einer Rus­sin gemein­sam betrach­ten zu las­sen, knick­te das Kir­chen­ober­haupt schließ­lich ein.

Marianna, das Mariupoler Fotomodell - die Russen sprechen von Schauspielerin -, die den Opfern der russischen "Aggression" ein Gesicht gab.
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Der Krieg der Bilder

(Rom) Der Vati­kan ver­schärft unter dem Druck west­li­cher Staats­kanz­lei­en sei­ne Spra­che zum Ukrai­ne­kon­flikt. Der Hei­li­ge Stuhl habe sei­ne Ver­mitt­lung ange­bo­ten, doch Ruß­land habe bis­her nicht dar­auf reagiert. Der Osser­va­to­re Roma­no ver­öf­fent­lich­te auf sei­ner Titel­sei­te ein Foto, um die (rus­si­schen) Greu­el des Krie­ges zu zei­gen, das aller­dings im Ver­dacht steht, ein (ukrai­ni­sches) Fake-Bild zu sein.

Frontverlauf im Ukrainekonflikt, Stand: 7. März 2022. Rot, das von Rußland kontrollierte Gebiet, rot gestrichelt das Gebiet, in dem bereits russische Verbände operieren. Türkis sind die drei humanitären Korridore gekennzeichnet, die Rußland aus eingekesselten Städten in beide Richtungen geöffnet hat.
Forum

Der Krieg in der Ukraine in den Plänen der Neuen Weltordnung

Der vor­lie­gen­de Text über den Ukrai­ne­kon­flikt und des­sen Ein­ord­nung in die Bestre­bun­gen bestimm­ter klei­ner Krei­se, durch einen Gre­at Reset eine Neue Welt­ord­nung zu errich­ten, gehört zu den umfang­reich­sten, die auf die­ser Sei­te bis­her ver­öf­fent­licht wur­den. Da die Fra­ge für die direkt Betrof­fe­nen von exi­sten­ti­el­ler Bedeu­tung ist und sich weit­rei­chen­de­re Bewe­gun­gen damit ver­knüp­fen, haben wir uns

Ukrainische Fahnen beim Angelus auf dem Petersplatz.
Nachrichten

Ukrainische Fahnen auf dem Petersplatz

(Rom) Auf dem Peters­platz in Rom waren gestern beim Ange­lus mit dem Papst zahl­rei­che ukrai­ni­sche Fah­nen zu sehen. Bereits am Sams­tag hat­te Fran­zis­kus ein Tele­fon­ge­spräch mit dem ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wolo­dym­yr Selen­skyj geführt und am Tag zuvor mit dem Groß­erz­bi­schof von Kiew-Halytsch.