Die von Rupnik gestaltete Kapelle Redemptoris Mater im Apostolischen Palast war in den vergangenen Jahren Schauplatz der Fastenexerzitien für die Römische Kurie. Mit dieser Praxis wird unter Leo XIV. gebrochen.
Leo XIV.

Römische Kurie verlegt Exerzitien: Abstand von der Rupnik-Kapelle

Nach lan­gem Still­stand mar­kiert eine Ent­schei­dung einen unauf­ge­reg­ten Kurs­wech­sel unter Papst Leo XIV.: Die dies­jäh­ri­gen Fasten­ex­er­zi­ti­en der Römi­schen Kurie wer­den weder in der von Mar­ko Ivan Rup­nik gestal­te­ten Kapel­le Redempto­ris Mater im Apo­sto­li­schen Palast statt­fin­den noch in dem von Papst Fran­zis­kus dafür aus­ge­wähl­ten Exer­zi­ti­en­haus in Aric­cia. Statt­des­sen wur­den die Kar­di­nä­le zu den geist­li­chen Ein­kehr­ta­gen vom
Leo XIV. eröffnet heute ein außerordentliches Kardinalskonsistorium. Er will Dokumente seines Vorgängers diskutieren, aber sich methodisch von diesem auch ein gutes Stück distanzieren. In den kommenden beiden Tagen wird sich zeigen, wieviel Bergoglio im neuen Pontifikat steckt.
Leo XIV.

Beginn des Kardinalskonsistoriums in Rom

Kaum ist mit der Schlie­ßung der Hei­li­gen Pfor­te im Peters­dom das Hei­li­ge Jahr zu Ende gegan­gen, rich­tet sich im Vati­kan der Blick auf den ersten gro­ßen insti­tu­tio­nel­len Schritt des neu­en Pon­ti­fi­kats. Am heu­ti­gen 7. und mor­gi­gen 8. Janu­ar 2026 tritt das von Papst Leo XIV. ein­be­ru­fe­ne außer­or­dent­li­che Kon­si­sto­ri­um zusam­men – die erste umfas­sen­de Bera­tung des
Die erste Weihnachtsansprache von Leo XIV. an die Römische Kurie wurde zur Enttäuschung
Leo XIV.

Bergoglianische Weihnachtsansprache Leos XIV. an die Römische Kurie

Jene, die dem Pon­ti­fi­kat von Fran­zis­kus nach­trau­ern, kön­nen auf­at­men: Papst Leo XIV. hat gelie­fert. Bei der tra­di­tio­nel­len Weih­nachts­an­spra­che an die Römi­sche Kurie prä­sen­tier­te sich der neue Pon­ti­fex ganz in der Linie sei­nes „ver­ehr­ten“ Vor­gän­gers. So sehr, daß man stel­len­wei­se den Ein­druck gewin­nen konn­te, die Rede sei von die­sem post­hum dik­tiert wor­den – oder zumin­dest von
Leo XIV. schärfte am Beginn seines Pontifikats ein, daß die Sprache der Römischen Kurie Latein ist
Leo XIV.

Papst Leo XIV.: „Latein ist die Sprache der Kirche“

Latein ist die Amts­spra­che der Kir­che, und wer sie nicht beherrscht – selbst unter den Kar­di­nä­len, wie beim jüng­sten Kon­kla­ve im Mai deut­lich zuta­ge trat – „soll­te ab heu­te die Schul­bü­cher wie­der zur Hand neh­men“, Fran­ces­co Capoz­za, Vati­ka­nist der römi­schen Tages­zei­tung Il Tem­po. Papst Leo XIV. hat dies im neu­en „All­ge­mei­nen Regle­ment der Römi­schen Kurie“,
Die römische Tageszeitung Il Tempo veröffentlichte eine Karikatur, die Kardinalstaatssekretär Parolin auf dem Weg nach Venedig zeigt – als neuer Patriarch der Lagunenstadt
Leo XIV.

Mit Skalpell und System – Wie weit krempelt Leo XIV. die Kurie um?

Lui­gi Bisigna­ni berich­tet in einem Arti­kel, der am 29. Juni 2025 in der römi­schen Tages­zei­tung Il Tem­po erschie­nen ist, beach­tens­wer­te Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen: Papst Leo XIV. grei­fe mit chir­ur­gi­scher Prä­zi­si­on in die römi­sche Kurie ein und begin­ne, eini­ge Macht­zen­tren – dar­un­ter die Gemein­schaft von Sant’Egidio – zurück­zu­stut­zen. Für Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Pie­tro Paro­lin zeich­ne sich ein „gol­de­ner Abgang“ ab:
Msgr. Michael Pham, der neue Bischof von San Diego in den USA, und Sr. Tiziana Merletti, die neue Sekräterin des Bischofsdikasteriums
Leo XIV.

Die ersten Ernennungen von Papst Leo XIV.

Papst Leos erste Ernen­nung an der Römi­schen Kurie ist die Beför­de­rung einer Ordens­frau, wäh­rend er heu­te auch sei­ne erste Bischofs­er­nen­nung für die USA vor­nahm. Er ernann­te einen Nach­fol­ger für den ultra­pro­gres­si­ven Kar­di­nal Robert McEl­roy als Bischof von San Diego.
Papst Franziskus bei der Weihnachtsansprache an die Römische Kurie am 21. Dezember
Nachrichten

Die päpstliche Erkältung und das Rupnik-Syndrom

Der Gesund­heits­zu­stand von Papst Fran­zis­kus ist sta­bil, doch habe man „Vor­sichts­maß­nah­men“ getrof­fen. So hieß es am gest­ri­gen Sonn­tag zur Begrün­dung, wes­halb Fran­zis­kus den Ange­lus nicht auf dem Peters­platz bete­te, son­dern ohne Volks­be­tei­li­gung ganz allein in der Haus­ka­pel­le von San­ta Mar­ta, von wo aus Gebet und Anspra­che auf den Peters­platz über­tra­gen wurden.
Papst Franziskus auf dem Weg zu Fastenexerzitien in Ariccia (Archivbild)
Nachrichten

Die Fastenexerzitien 2024 in Santa Marta

In den ein­schlä­gi­gen Doku­men­ten der Päp­ste und der Römi­schen Kurie wer­den Exer­zi­ti­en emp­foh­len, ins­be­son­de­re den Prie­stern als Aus­druck ihrer stän­di­gen For­mung. Dabei wird aus­drück­lich auf die Not­wen­dig­keit hin­ge­wie­sen, sich aus dem All­tag zurück­zu­zie­hen und in die Stil­le zu gehen. So fin­det es sich im Rund­schrei­ben der Hei­li­gen Kon­gre­ga­ti­on für das katho­li­sche Bil­dungswe­sen von 1980, im