Die Geißelungskapelle an der Via Dolorosa in Jerusalem war am Donnerstag Schauplatz eines antichristlichen Angriffs.
Nachrichten

Jüdischer Extremist greift Geißelungskapelle in Jerusalem an

(Jeru­sa­lem) Ein jüdi­scher Extre­mist aus den USA beschä­dig­te am Don­ners­tag eine Chri­stus­sta­tue in der katho­li­schen Gei­ße­lungs­ka­pel­le in der Jeru­sa­le­mer Alt­stadt. Der Angriff wur­de von der Fran­zis­ka­ner­kus­to­die des Hei­li­gen Lan­des, die die hei­li­gen Stät­ten ver­wal­tet, scharf verurteilt.
Überdenkt der Heilige Stuhl seine Haltung zur Zwei-Staaten-Lösung Israel und Palästina? Ein jüngster Aufsatz in der römischen Jesuitenzeitschrift deutet darauf hin.
Hintergrund

Israel/​Palästina: Rückt der Vatikan von der Zwei-Staaten-Lösung ab?

(Rom) Hat der Hei­li­ge Stuhl die Zwei-Staa­ten-Lösung für das Hei­li­ge Land auf­ge­ge­ben? Der Vati­kan war am Zustan­de­kom­men des UNO-Tei­­lungs­­­plans von 1947 nicht direkt betei­ligt, akzep­tier­te jedoch die Zwei-Staa­ten-Lösung, weil die ihm beson­ders wich­ti­ge Stadt Jeru­sa­lem einen inter­na­tio­na­len Sta­tus unter UNO-Ver­­­wal­tung erhal­ten soll­te. Die­ser Sta­tus wur­de aber nie ver­wirk­licht und eine prak­ti­ka­ble Tei­lung scheint immer weni­ger
Der in Obergaliläa 2021 gefundene Stein aus dem 5. Jahrhundert mit der Inschrift der Namen von Christus und Maria.
Hintergrund

Der Stein mit dem Namen von Christus und Maria

(Jeru­sa­lem) In Al-Taiyiba (Tai­be), im Tal von Jes­re­el in Oberga­li­läa (Nord­is­ra­el), wur­de ein Stein gefun­den, auf dem in grie­chi­scher Spra­che die Inschrift ein­ge­mei­ßelt ist: „Chri­stus, gebo­ren von Maria“. Ursprüng­lich war er Teil des Tür­stur­zes einer byzan­ti­ni­schen Kir­che aus dem 5. Jahrhundert.
Mahmoud Abbas, Präsident von Palästina, telefonierte mit Papst Franziskus, um ihn über die Lage im Heiligen Land zu informieren.
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Palästinenserpräsident bittet Papst Franziskus um Hilfe

(Rom) Der Prä­si­dent des Staa­tes Palä­sti­na, Mah­moud Abbas, tele­fo­nier­te am Vor­abend der Ankunft von US-Prä­­si­­dent Joe Biden in Isra­el und Palä­sti­na, mit Papst Fran­zis­kus, um ihn über die jüng­sten „schmerz­li­chen Ereig­nis­se“ zu infor­mie­ren, die von den israe­li­schen Streit­kräf­ten began­gen wur­den, wie die palä­sti­nen­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur Wafa berichtete.
Das Hotel Imperial in Jerusalem. Zum Besuch von Kaiser Wilhelm II. errichtet, ist es zum Zankapfel geworden – und zum Symbol für die Verdrängung der Christen aus dem Heiligen Land.
Hintergrund

Hotel Imperial in Jerusalem – Vom Kaiserbesuch zum Zankapfel

(Jeru­sa­lem) In Jeru­sa­lem begeg­nen ein­an­der die drei mono­the­isti­schen Reli­gio­nen Juden­tum, Chri­sten­tum und Islam wie an kei­nem ande­ren Ort der Welt. Dabei han­delt es sich mehr um ein erzwun­ge­nes Zusam­men­le­ben. Die klein­ste Grup­pe dabei sind die Chri­sten. Die zwei­tau­send­jäh­ri­ge Prä­senz der ein­hei­mi­schen Chri­sten wird zwi­schen den bei­den ande­ren Reli­gio­nen aufgerieben.
Innerhalb eines Monats erhielt das israelische Oberrabbinat auf seine Zweifel (Dubia) eine Antwort von Papst Franziskus.
Nachrichten

Die Dubia der Juden

(Rom) Vier Kar­di­nä­le wand­ten sich in ange­mes­se­ner Form an Fran­zis­kus, um mit Fra­gen eine klä­ren­de Ant­wort auf fünf Dubia (Zwei­fel) zum umstrit­te­nen nach­syn­oda­len Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia zu erhal­ten. Tage, Mona­te und Jah­re ver­gin­gen, doch Fran­zis­kus ant­wor­te­te ihnen nicht. Viel­mehr nutz­te er die täg­li­che mor­gend­li­che Mes­se in San­ta Mar­ta, um die­se Kar­di­nä­le zu ver­un­glimp­fen. Sein Hof­staat
Ultraorthodoxe Juden mit Corona-Mundschutz. Unter den Charedim dürften die Corona-Maßnahmen grundlegende Veränderungen mit sich bringen.
Hintergrund

Corona und die Charedim

(Jeru­sa­lem) Die Chare­dim, all­ge­mein als ultra­or­tho­do­xe Juden bekannt, von denen sie einen Teil bil­den, erle­ben durch die Coro­­na-Maß­­nah­­men der israe­li­schen Regie­rung einen Umbruch, der ihr Leben auch in der Zeit nach Coro­na ver­än­dern dürf­te. Der Blick in eine weit­ge­hend unbe­kann­te Welt.
Abtransport des byzantinischen Taufbeckens in den Morgenstunden von Montag.
Christenverfolgung

Israelische Armee beschlagnahmt ein Taufbecken aus dem 5. Jahrhundert

(Jeru­sa­lem) Eine Grup­pe israe­li­scher Sol­da­ten beschlag­nahm­te in der palä­sti­nen­si­schen Stadt Tuqu in der Nähe von Beth­le­hem ein Tauf­becken aus dem 5. Jahr­hun­dert. Das Werk stammt aus byzan­ti­ni­scher Zeit und ist von gro­ßem histo­ri­schem Wert: Im Hei­li­gen Land gibt es nur zwei wei­te­re sol­cher Tauf­becken, von denen sich eines in der Geburts­kir­che befindet.
Homepage von Shelanu TV, einem evengalikalen Fernsehsender, dem in Israel die Sendelizenz entzogen wurde.
Christenverfolgung

Israel entzieht christlichem TV-Sender die Lizenz „wegen Proselytismus“

(Tel Aviv) Der christ­li­che Fern­seh­sen­der heißt Shel­a­nu TV und habe, laut eige­nen Anga­ben, auf „wun­der­ba­re“ Wei­se eine Lizenz erhal­ten, um in Isra­el über Kabel sein Pro­gramm zu ver­brei­ten. Sei­nen Sen­de­be­trieb nahm Shel­a­nu TV am ver­gan­ge­nen 29. April 2020 auf, doch schon nach weni­gen Tagen began­nen die Probleme.
Der nabatäische Negev (rechts unten die Hauptstadt Petra. Elusa lag an der Verbindungsstrecke nach Gaza am Mittelmeer. Rechts die Ruinen der Bischofskirche von Elusa.
Hintergrund

Elusa, eine alte christliche Stadt in der Wüste

(Jeru­sa­lem) Deut­sche und israe­li­sche Archäo­lo­gen haben im März neue Spu­ren der anti­ken Naba­tä­er-Stadt in der Wüste Negev ent­deckt. Auf einem Stein fan­den sie eine 1.700 Jah­re alte, grie­chi­sche Inschrift, die den anti­ken Namen der Stadt ent­hält: Elusa.