Ein Kommentar von Don Michael Gurtner*
Alle vier Evangelisten erwähnen in ihren Passionsberichten, wenngleich jeweils nur ganz kurz, eine Episode, welche besonders in der Karwoche allgemeines Unverständnis auslöst und man sich fassungslos fragt: Wie konnte solches bloß geschehen?
Gemeint ist die kleine Erzählung des Barabbas. Barabbas war ein Mörder und Volksaufrührer, ein allgemein bekannter Verbrecher und eine für alle gefährliche Gestalt, der für Unruhen und Tod verantwortlich war. Pilatus stellte, wohl da er versuchte, für Jesus einen Ausweg zu finden, ohne selbst sein Gesicht zu verlieren, weder bei seinen römischen Vorgesetzten noch beim Volk oder den Hohepriestern, das Volk vor eine Entscheidung: Sie sollen wählen, wer freigelassen werde und wer sterben müsse. Ein Vorgehen, das zwar sehr wohl allgemein üblich, aber historisch gesehen nicht an das jüdische Pessachfest gebunden war. Das Volk entschied sich jedenfalls für den Mörder und gefährlichen Aufwiegler, und nicht für Jesus, seinen Heiland und Erlöser, den es noch vor wenigen Tagen zum König machen wollte und ihn mit Hosannah-Rufen in Jerusalem empfangen hatte.
Die theologische Bedeutung jenes Barabbas und dessen „Typus“ ist vielschichtig, doch für den Moment des historischen Ereignisses des Volksentscheides, ihn anstatt Jesus freizulassen, gilt, daß er in jeglicher Hinsicht ein Anti-Christus, sozusagen das komplette Gegenteil Jesu ist.
Dieses sein Charakteristikum spiegelt sich nicht zuletzt auch schon durch seinen Namen wider: Barabbas ist ein aramäischer Name und bedeutet verdolmetscht: „Sohn des Vaters“. Zwar handelt es sich durchaus um einen gängigen Namen der damaligen Zeit, jedoch ist es bei bedeutenden biblischen Gestalten in den allermeisten Fällen so, daß die Bedeutung deren Namens auffällig ihre „Rolle“ beschreibt, welche sie in den Heilsereignissen spielen: so auch bei Barabbas.
Barabbas ist derjenige, der nur scheinbar und allein dem Namen nach der „Sohn des Vaters“ ist – während Jesus es tatsächlich ist, und zwar seinem innersten Sein nach. Allein schon von daher ist Barabbas der Antipode zu Christus. Dieser Antagonismus beschränkt sich jedenfalls nicht allein auf den Namen, sondern setzt sich in allen anderen Aspekten fort, welchen uns die heiligen Evangelisten überliefern: Jesus ist ein Friedensstifter, Barabbas ein Aufrührer. Jesus ist ein Unschuldiger, Barabbas ein Verbrecher. Jesus bringt das Leben, Barabbas den Tod. Jesus wird verurteilt, Barabbas wird freigelassen.
Manche Textquellen bezeugen sogar einen Doppelnamen, denen zufolge er gar „Jesus Barabbas“ geheißen haben soll, während „Jesus“ in manchen anderen Schriftquellen fehlt. Auch Origenes kommt darauf in seinem Matthäuskommentar zu sprechen: in der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts muß es also allgemein verbreitet und bekannt gewesen sein, daß er „Jesus Barabbas“ genannt wurde. Jedenfalls fand es Origenes unpassend, daß ein Verbrecher wie Barabbas diesen heiligen Namen tragen darf, und trat dafür ein, daß man ihn besser nur „Barabbas“ anstatt „Jesus Barabbas“ nennen solle, wie er historisch vermutlich richtig geheißen hat.
Doch egal, ob der Name „Jesus“ absichtlich hinzugefügt wurde, um den (Gegen)Bezug zum wahren Sohn des Vaters – Jesus Christus – herauszustellen, oder ob er absichtlich gestrichen wurde, um den Namen des Gottessohnes nicht zu besudeln, es kommt immer auf dasselbe hinaus: beides unterstreicht, daß es eine, wenn auch adversative, Beziehung zwischen Barabbas und dem Heiland gab: Das Volk wählt den falschen Sohn des Vaters und verwirft den wahren, der Schuldige wird freigelassen, der Unschuldige verurteilt, weil Jesus den Platz des Sünders einnimmt.
Doch nun müssen wir eine Schicht tiefer gehen, nämlich indem wir betrachten, worum es in diesem Prozeß eigentlich ging. In dem Duett Jesus – Barabbas, dessen Wege und Geschick sich an einem bestimmten Punkt der Geschichte durch den Lauf der Dinge kreuzten, ohne daß sie sich je gesucht hätten, treffen zwei Komponenten aufeinander. Jede dieser beiden Komponenten wird von je einer dieser beiden Persönlichkeiten verkörpert, wobei die jeweils andere Komponente dem anderen gleichsam wider Willen ebenfalls angeheftet wird.
Jesus hat eine messianische Aufgabe, er ist der Heilsbringer, während Barabbas eher der Politiker ist. Umgekehrt wird Jesus vom Volk wider Willen auch mit politischen Erwartungen konfrontiert, während Barabbas vom Volk auch mit messianischen Hoffnungen verbunden wird.
Daran wird deutlich, daß das Volk nicht recht zu unterscheiden weiß: es wähnt sein Heil in politischen Änderungen und sieht in der Politik die Erfüllung der messianischen Verheißungen. Mit anderen Worten: im Grunde glaubt es nicht mehr an ein übernatürliches Heil, sondern sucht alles Heil in der Welt und ihrer Politik.
Diese politische Heilshoffnung war der eigentliche Grund, weshalb das Volk Jesus am Palmsonntag mit Hosannah-Rufen empfangen hatte, doch als es seine politischen Hoffnungen in Jesus nicht erfüllt sah, weil er sich als der Messias, also der Bringer des übernatürlichen Heils präsentierte und nicht als ein politischer König, wandte sich das Volk von ihm ab und hofierte nun Barabbas, der offenkundig politisch war und der mit Politik die messianischen Hoffnungen des Volkes zu bedienen suchte. Das Volk, welches eigentlich das Volk Jesu war, suchte also sein Heil nicht im Himmel, sondern in der Welt mit ihrer politischen Bühne, wo es möglichst eine Hauptrolle zu ergattern trachtete.
Die Parallelen der Dynamik der Ereignisse rund um Barabbas und der aktuellen Kirchensituation sind offensichtlich. Barabbas scheint auch in der heutigen Kirche grade seine große Stunde zu haben, er, der konkrete politische Versprechungen macht, wird auch von Kirchenmännern dem Heiland und seinen fern scheinenden Hoffnungsvisionen des Jenseits vorgezogen, und es ist auffällig, wie sehr Volk und Kirchenvolk, Klerus inklusive, heute die Barabbas-Option wählen und ihn dem Christus vorziehen, von dem es sich schon lange abgewandt hat.
Ähnlich wie damals läßt sich das Volk von einem vornehmlich politisch interessierten Klerus beeinflussen, der es nicht zuletzt durch seinen Priesterstand selbst schafft, daß die politischen Belange die religiösen Interessen zunächst verdrängen und schließlich ganz ersetzen. Das Heil wird in einer weltlichen Politik gesucht, während die Ausrichtung auf die übernatürliche Wirklichkeit als eine peinlich-nostalgische Erinnerung an Zeiten vor dem letzten Konzil gilt, von denen man unangenehm berührt ist, so daß man am liebsten hätte, es hätte sie nie gegeben.
Daß man auch in der Kirche heute lieber Barabbas mit seinen verlockenden Versprechungen freilassen möchte und Jesus mit seinen unangenehmen, politisch absolut nicht korrekten Forderungen, die noch dazu den Anspruch absoluter Wahrheit zu erheben wagen, wegsperrt, läßt sich seit dem letzten Konzil durchgehend nachweisen.
Beispielsweise im „Abkommen von Metz“ vom 18. August 1962, welches zwischen dem Heiligen Stuhl, repräsentiert durch Eugène Cardinal Tisserant, und dem orthodoxen Patriarchat von Moskau, welches unter Sowjetaufsicht stand, geschlossen wurde: Rom wollte auch Beobachter des moskauer Patriarchats am Konzil anwesend wissen, doch die Bedingung von sowjetischer Seite war, daß das Konzil den Kommunismus nicht negativ erwähnen bzw. verurteilen dürfe. Genau dies wurde nämlich von den Konzilsvätern in den vorbereitenden Phasen vielfach verlangt (es gab insgesamt 1586 Einbringungen bezüglich des Kommunismus), und genau dies war auch schon wenige Jahre zuvor geschehen, als Papst Pius XII. am 1. Juli 1949 die Mitglieder, Wähler, Anhänger und Zuarbeiter der kommunistischen Partei exkommunizierte und die Unvereinbarkeit von Kommunismus und Katholizismus offiziell feststellte. Am 4. April 1959, drei Jahre vor dem Abkommen von Metz, bestätigte Papst Johannes XXIII. in einem Dubium mit Bezugnahme auf das Dekret seines Vorgängers das Verbot, die kommunistische Partei oder kommunistische Kandidaten zu wählen.
In den Konzilstexten, die nur wenige Jahre später entstanden, fand der Kommunismus jedoch mit keinem Wort Erwähnung. Das Konzil war also nun bereit, die Politik über alles andere zu stellen und die kirchliche, auf dem Glauben gründende Position zum Kommunismus zugunsten der Politik aufzugeben, jedenfalls was die öffentliche Haltung anbelangte. Dem Vatikan war die Anwesenheit von zwei orthodoxen Beobachtern ohne Stimmrecht, die der kommunistischen Diktatur unterstanden, also mehr wert als die öffentliche Aufrechterhaltung der klaren, ablehnenden Haltung gegenüber dem Kommunismus.
Die Zeit ist weitergeflossen, und man ist den eingeschlagenen Weg in dieselbe Richtung weitergegangen. Schließlich ist man zu einem Geheimabkommen mit China gelangt, welches die Auswahl der Kandidaten für das Bischofsamt in die Hände der kommunistischen Partei legt: der Heilige Stuhl wählt die Kandidaten nun nicht mehr selbst aus, sondern ernennt jene Kandidaten, die der kommunistischen Partei Chinas genehm sind und dem Heiligen Stuhl zur Ernennung präsentiert.
Dies ist nur eines von vielen Beispielen, die sich dafür anführen ließen, wie geistliche Prinzipien durch weltliche ersetzt werden, und zwar aktiv durch die Kirche selbst.
Die eigene Verhältnisbestimmung der Kirche zur Politik, sowohl auf universaler als auch auf lokaler Ebene, hat sich mit dem letzten Konzil grundlegend geändert. Zwar sind die unterschiedlichen Länder dabei mit unterschiedlichem Tempo vorangeschritten, aber mittlerweile ist es nahezu global umgesetzt. Beispiele aus der jüngeren Zeit sind hierfür Haltung und Verhalten der Kirche hinsichtlich der Corona-Impfung, die aktive Förderung der politischen Agenda westlicher Länder in Fragen von Masseneinwanderung und Islamisierung, Klimaschutz und Religionsindifferentismus. Die Sitzungsprotokolle der Bischofskonferenzen lesen sich wie Parteiprogramme, und viele Predigten von Bischöfen und Priestern gleichen einer Unterstützungsrede auf einer Wahlveranstaltung linker Parteien.
An die Stelle des Kerygmas, welches Christus in die Welt hinein verkündet, ist die Persuasion weltlicher Dogmen in die Kirche hinein getreten. Oder anders gewendet: Barabbas hat jetzt selbst in der Kirche seine große Stunde, da sie ihn und sein politisches Versprechen Jesus und seiner messianischen Sendung vorzieht. Sie betreibt mehr Politik als Verkündigung und kümmert sich mehr um das weltliche Wohlergehen als um das geistliche, was darauf hindeutet, daß sie das Heil nicht mehr so sehr von Christus erwartet, als viel eher von der Politik. Wie einst in Jerusalem wird Christus zum Politiker gemacht und Barabbas zum Heiland – ihre Rollen werden gegeneinander ausgetauscht.
Wenn die Kirche jedoch vornehmlich nur noch als ein Politorgan wahrgenommen wird, dessen vorrangige Aufgabe darin besteht, dem politischen Paradigmenwechsel auch unter den Gläubigen Akzeptanz zu verschaffen, so stellt sich die Frage, ob es ihrer denn überhaupt noch bedarf. Wenn deren Botschaft im Grunde keine andere mehr ist als jene der Politik, indem sie das gesellschaftliche Diktat, das von der Politik vorgegeben wird, in theologische Terminologie übersetzt, anstatt als Korrektiv aufzutreten, wo es notwendig ist, dann kommt sie ihrem Grundauftrag nicht mehr nach und verfälscht selbst ihre eigentliche Grundbotschaft, an die sie gebunden ist.
Heute geschieht selbst in der Kirche dasselbe, was vor zweitausend Jahren in Jerusalem geschah: man jubelt Jesus zu, solange man in ihm einen für die eigenen Interessen nützlichen politischen Umwälzer sieht. Doch als Heilsbringer lehnt man ihn ab, denn alles Hoffen des (Kirchen)Volkes ist auf politische Ziele hin ausgerichtet, über die hinaus man sich nichts mehr erwartet.
Religion, und zwar jedwede Religion, gilt dabei als ein Mittel zur Erreichung dieser Ziele. Die Kirche wird benutzt, solange sie den politischen Zwecken dient. Sobald sie aber eigene Ansprüche erhebt, erst recht, wenn sie diesen Zielen vielleicht sogar entgegenstehen, wird sie durch dieselbe Herrin verbannt, welcher sie gehorsam dient.
Der religiöse Indifferentismus, der kein Wahr und Falsch mehr anerkennt und das Religiöse in den Bereich des kulturellen Ausdrucks reduziert, ist in der Kirche selbst zur alltäglichen Praxis geworden. Er ist im letzten aber doch nichts anderes als die konsequente Umsetzung dessen, was im zweiten vatikanischen Konzil über den Ökumenismus und die Religionsfreiheit verkündet wurde. Damit allerdings schaufelt sich die Kirche, im Sinne ihrer innerweltlichen Struktur, auf mittelfristige Sicht letztlich selbst ihr eigenes Grab.
Denn indem sie gerade auch ihre zentralsten Lehren, aus denen sie erst ihre Existenzberechtigung bezieht, einfach so austauscht, negiert sie deren Verbindlichkeit und folglich auch deren Wahrheit und Wichtigkeit. Indem sie sich selbst zur Politikerin mit einer etwas religiöseren Sprache degradiert, verneint sie, daß sie etwas zu geben hat, was nur sie zu geben vermag und was nicht austauschbar ist.
Doch wenn sie nicht mehr die Heilsvermittlerin ist, sondern nur noch wandelbare Vermittlerin einer ebenso wandelbaren politischen Vision, dann stellt sich die Frage, ob es sie überhaupt noch braucht, ob sie überhaupt noch gut ist und ob sie überhaupt noch einen Daseinsgrund hat.
Immer mehr Menschen verneinen dies, weil sie meinen, daß die Kirche in ihrem innersten Kern genau das sei, wonach sie sich verhält. Man kann es ihnen nicht verübeln, denn die Kirche selbst sagt ihnen heute nicht mehr, was sie eigentlich wirklich ist, weil sie selbst es nicht mehr von sich glaubt. Die Hauptlast dieser Schuld haben nicht die Menschen zu tragen, sondern der Klerus, da er es ist, der ihnen den ungetrübten Blick auf Christus und seine Kirche bewußt verstellt.
Wenn sogar die Geistlichkeit heute „Barabbas“ anstatt „Jesus“ ruft, dann wird sich das Volk über kurz oder lang enttäuscht zurückziehen, wenn es merkt, daß dieser nicht das ersehnte Heil zu bringen vermag. Wozu in eine Kirche gehen, in welcher Christus offenkundig nicht das Zentrum ist? Eine derartige Sinnlosigkeit ist nicht zu leugnen.
Die Frage, die zurückbleibt, ist am Ende des Tages dieselbe wie damals, als das Volk Barabbas anstatt Jesus freirief: Wie konnte dies bloß geschehen?
Anhang:
Es wurde dieser Obersten Heiligen Kongregation die Frage vorgelegt:
- ob es erlaubt sei, der kommunistischen Partei beizutreten oder sie zu unterstützen;
- ob es erlaubt sei, Bücher, Zeitschriften, Zeitungen oder Flugschriften, welche die Lehre oder das Wirken der Kommunisten fördern, zu drucken, zu verbreiten oder zu lesen, oder für solche zu schreiben;
- ob Christen, die wissentlich und freiwillig das in den Nummern 1 und 2 Genannte getan haben, zu den Sakramenten zugelassen werden können;
- ob Christen, die die materialistische und antichristliche Lehre des Kommunismus bekennen, und insbesondere jene, die sie verteidigen und verbreiten, ipso facto der dem Apostolischen Stuhl vorbehaltenen Exkommunikation verfallen, insofern sie als Abtrünnige vom katholischen Glauben zu betrachten sind.
Die hochwürdigsten und ehrwürdigsten Väter, welche mit dem Schutze des Glaubens und der Sitten betraut sind, haben nach Einholung des Gutachtens der Konsultoren in der Plenarversammlung vom 28. Juni 1949 beschlossen und geantwortet:
- verneinend; denn der Kommunismus ist materialistisch und antichristlich; die Führer der Kommunisten, obgleich sie bisweilen mit Worten erklären, der Religion nicht entgegenzustehen, erweisen sich in Wirklichkeit sowohl in ihrer Lehre als auch in ihrem Handeln als feindlich gegenüber Gott, der wahren Religion und der Kirche Christi;
- verneinend; es ist bereits kraft des Gesetzes selbst verboten (vgl. can. 1399 des Codex des kanonischen Rechtes);
- verneinend, gemäß den allgemeinen Grundsätzen, wonach die Sakramente jenen zu verweigern sind, die nicht recht disponiert sind;
- bejahend.
Am 30. desselben Monats und Jahres hat Papst Pius XII. in der üblichen Audienz beim Assessor des Heiligen Offiziums diese Entscheidung der Väter gutgeheißen und ihre Veröffentlichung im offiziellen Kommentar der Acta Apostolicae Sedis angeordnet.
(Dekret vom 1. Juli 1949)
Es wurde dieser Obersten Heiligen Kongregation die Frage vorgelegt, ob es den katholischen Bürgern erlaubt sei, bei Wahlen ihre Stimme jenen Parteien oder Kandidaten zu geben, die zwar keine der katholischen Lehre entgegengesetzten Grundsätze bekennen oder sogar den christlichen Namen annehmen, sich jedoch tatsächlich mit den Kommunisten verbinden und diese durch ihr Verhalten unterstützen.
- März 1959
Die mit dem Schutze des Glaubens und der Sitten betrauten Kardinäle antworteten durch Dekret:
verneinend, gemäß dem Dekret des Heiligen Offiziums vom 1. Juli 1949, Nr. 1.
Am 2. April desselben Jahres hat Papst Johannes XXIII. in der Audienz beim Pro-Sekretär des Heiligen Offiziums diese Entscheidung der Väter gutgeheißen und ihre Veröffentlichung angeordnet.
(Dubium vom 4. April 1959)
*Mag. Don Michael Gurtner ist ein aus Österreich stammender Diözesanpriester, der in der Zeit des öffentlichen (Corona-) Meßverbots diesem widerstanden und sich große Verdienste um den Zugang der Gläubigen zu den Sakramenten erworben hat. Von ihm stammen die Kolumne „Zur Lage der Kirche“ und weitere Beiträge.
Bild: Facebook/Giovanni Gasparro (Screenshot). Siehe zu Gasparro auch hier.
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