Pilatus läßt die jüdische Volksmenge entscheiden, ob Jesus oder Barabbas freigelassen werden soll. Die jüdischen Führer forderten die Hinrichtung des Messias von Pilatus allein deshalb, weil die Römer ihnen Hinrichtungen verboten hatten. Andernfalls wäre Jesus zu diesem Zeitpunkt wohl schon tot gewesen
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Der Prozeß Jesu und die römischen Spione – eine historische Überlegung

Von Wolf­ram Schrems* Seit Jah­ren wird sei­tens kirch­li­cher Amts­trä­ger und aka­de­mi­scher Theo­lo­gen die histo­ri­sche Glaub­wür­dig­keit der Evan­ge­li­en in Fra­ge gestellt. Häu­fig geht es dabei um die Mini­mie­rung der Rol­le der jüdi­schen Auto­ri­tä­ten und des Vol­kes bei der Pas­si­on Jesu Chri­sti. Man hat den Ein­druck, daß die­se Ten­denz in den letz­ten Jah­ren, beson­ders im deut­schen Sprach­raum,
„Jesus und Barabbas“ von Giovanni Gasparro (geb. 1983), einem äußerst interessanten Künstler, dessen Werk im figurativen Realismus verankert ist und zugleich von barocken Einflüssen geprägt wird.
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Die Stunde des Barabbas

Ein Kom­men­tar von Don Micha­el Gurt­ner* Alle vier Evan­ge­li­sten erwäh­nen in ihren Pas­si­ons­be­rich­ten, wenn­gleich jeweils nur ganz kurz, eine Epi­so­de, wel­che beson­ders in der Kar­wo­che all­ge­mei­nes Unver­ständ­nis aus­löst und man sich fas­sungs­los fragt: Wie konn­te sol­ches bloß geschehen?
Der Passionsweg und das Lauretanische Haus von Řimau laden zu einem Besuch ein.
Liturgie & Tradition

Řimau – ein lebendiges geistliches Juwel in Südböhmen

Im histo­ri­schen Böh­men, dem ein­sti­gen König­reich im Her­zen Mit­tel­eu­ro­pas, befin­det sich im Süden ein beson­de­rer Ort: Řimov, auf deutsch Řimau (aus­ge­spro­chen Rschi­mau, im Deut­schen auch als Rim­au bekannt). Für vie­le klingt das, was sich hier ereig­net hat und noch ereig­net, ganz im posi­ti­ven Sinn wie ein moder­nes Mär­chen. Doch das Schö­ne ist: Es ist wahr.
Die Heilige Treppe (Scala Santa) ist noch bis zum 9. Juni direkt zu sehen und zugänglich. Auf dem Bild ist die starke, furchenähnlichen Abnutzung auf den Stufen zu erkennen.
Hintergrund

Die heilige Treppe in Rom

(Rom) Nach 300 Jah­ren zeigt sich die Sca­la San­ta, die Hei­li­ge Trep­pe in Rom, erst­mals wie­der in ihrer ursprüng­li­chen Form. Die schüt­zen­den Holz­ver­klei­dun­gen, 1723 ange­bracht, wur­den für 60 Tage ent­fernt. In die­ser Zeit, vom 11. April bis zum Pfingst­fest am 9. Juni, kön­nen die Pil­ger die Hei­li­ge Trep­pe auf den Knien direkt auf dem Mar­mor