Wer will Europa islamisieren – und warum?

Die Dinge geschehen, weil bestimmte Menschen wollen, daß sie so geschehen


Die Islamisierung Europas ist kein Produkt des "blinden Zufalls", sondern weil bestimmte Entscheidungsträger dies so wollen.
Die Islamisierung Europas ist kein Produkt des "blinden Zufalls", sondern weil bestimmte Entscheidungsträger dies so wollen.

Von Ago­sti­no Nobi­le*

Ich hal­te es nicht für eine Tor­heit zu behaup­ten, daß das Chri­sten­tum seit jeher – und bis heu­te – von Ideo­lo­gien und einem gro­ßen Teil der Intel­lek­tu­el­len bekämpft wird. Unter die­sen Grup­pen, die man als gno­stisch bezeich­nen kann, fin­den sich auch die Frei­mau­rer­lo­gen, doch die raf­fi­nier­te­ste unter ihnen ist zwei­fel­los der Fabia­nis­mus, der sich seit den 1990er Jah­ren mit Nach­druck in Poli­tik und Finanz­welt ein­ge­ni­stet hat.

Die Fabi­an Socie­ty wur­de 1884 in Eng­land gegrün­det, mit dem Ziel, eine mar­xi­stisch gepräg­te, sozia­li­sti­sche Gesell­schaft zu för­dern – nicht durch Revo­lu­ti­on oder Gewalt, son­dern durch intel­lek­tu­el­len Dis­kurs, Publi­ka­tio­nen sowie durch das Ein­drin­gen in Uni­ver­si­tä­ten, Pres­se, Regie­rungs­in­sti­tu­tio­nen und poli­ti­sche Par­tei­en. Ihr Name lei­tet sich von Fabi­us Maxi­mus, dem „Zöge­rer“, römi­scher Feld­herr und Sena­tor im Zwei­ten Puni­schen Krieg, ab, berühmt für sei­ne zer­mür­ben­den Verzögerungstaktiken.

Zu den Grün­dern der Fabi­an Socie­ty gehör­ten der Dra­ma­ti­ker Geor­ge Ber­nard Shaw, die Schrift­stel­ler und Sozi­al­re­for­mer Sid­ney und Bea­tri­ce Webb, die Femi­ni­stin Emmel­ine Pankhurst und der Schrift­stel­ler H. G. Wells. Im Jah­re 1895, nach der Mit­be­grün­dung der Lon­don School of Eco­no­mics, schloß sich die Gesell­schaft mit den Gewerk­schaf­ten zusam­men und grün­de­te 1900 die bri­ti­sche Labour Par­ty. Das gesell­schafts­po­li­ti­sche Pro­jekt gleicht dem ver­schie­de­ner frei­mau­re­ri­scher Ver­ei­ni­gun­gen und der im 20. Jahr­hun­dert ent­stan­de­nen Finanz­grup­pen. Mit der Ver­öf­fent­li­chung des Pam­phlets über den „Drit­ten Weg“ durch Tony Blair in den 1990er Jah­ren gewann die Fabi­an Socie­ty erneut an Ein­fluß – zunächst in der anglo­pho­nen Welt, dann im gesam­ten Westen.

Die Stra­te­gie der Fabi­an Socie­ty, die sich seit ihrer Grün­dung als Form der „intel­lek­tu­el­len Gue­ril­la“ und kul­tu­rel­len Kon­di­tio­nie­rung ver­stand, hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die mar­xi­sti­sche Ideo­lo­gie voll­stän­dig über­nom­men und strebt die Abschaf­fung des Pri­vat­ei­gen­tums an. Die berühm­te Aus­sa­ge „Du wirst nichts besit­zen und glück­lich sein“, die vom Welt­wirt­schafts­fo­rum unter Klaus Schwab als Ziel für 2030 for­mu­liert wur­de, wäre ohne den Ein­fluß der Fabi­an Socie­ty kaum denk­bar. Die Coro­na-Pan­de­mie, gefolgt vom Impf­zwang, beschleu­nig­te die Umset­zung die­ses Projekts.

Die Fabi­an Socie­ty unter­hält histo­ri­sche Ver­bin­dun­gen zur Euge­nik­be­we­gung, die die künst­li­che Aus­wahl und die Ein­schrän­kung der Fort­pflan­zung jener vor­sieht, die als „lebens­un­wert“ gel­ten. G. B. Shaw, der sich für die Eutha­na­sie gei­stig Kran­ker und als „unge­eig­net“ Ein­ge­stuf­ter durch den mas­sen­haf­ten Ein­satz von Gas­kam­mern aus­sprach, hielt dies für eine barm­her­zi­ge Lösung zur Lin­de­rung ter­mi­na­len Lei­dens. Die­se ver­meint­li­che Huma­ni­tät fin­det ihre dra­sti­sche Ver­an­schau­li­chung im Emblem der Fabi­an Socie­ty: ein Wolf im Schafs­pelz. Zur Erin­ne­rung: Die vom Natio­nal­so­zia­lis­mus prak­ti­zier­te Euge­nik war nichts ande­res als die kon­se­quen­te Fort­set­zung bereits in Demo­kra­tien wie Groß­bri­tan­ni­en, den USA, Schwe­den u. a. begon­ne­ner Programme.

In die Lon­don School of Eco­no­mics inte­griert, wei­te­te die Fabi­an Socie­ty ihren Ein­fluß auf neue Sozi­al­wis­sen­schaf­ten aus, ins­be­son­de­re die Poli­tik­wis­sen­schaft. Ab 1895 ent­wickel­te sich die Lon­do­ner Wirt­schafts­schu­le rasch durch pri­va­te Zuschüs­se und Spen­den, auch aus dem Hau­se Roth­schild. Unter den Ent­schei­dungs­trä­gern, die an der Lon­don School of Eco­no­mics stu­dier­ten, um nur ita­lie­ni­sche Bei­spie­le zu nen­nen, fin­den sich Roma­no Pro­di (ital. Mini­ster­prä­si­dent, EU-Kom­mis­si­ons­vor­sit­zen­der, Christ­de­mo­krat, Links­de­mo­krat), Car­lo Cot­tar­el­li (ital. Sena­tor, IWF, Links­de­mo­krat), Mario Mon­ti (EU-Kom­mis­sar, Spi­nel­li-Grup­pe, ital. Mini­ster­prä­si­dent) – wie Pro­di Mit­glied der Bil­der­ber­ger –, Mas­si­mo D’Alema (ital. Mini­ster­prä­si­dent, Kom­mu­nist, Links­de­mo­krat) und Rober­to Spe­ran­za (ital. Gesund­heits­mi­ni­ster, Links­de­mo­krat). Matteo Ren­zi (ital. Mini­ster­prä­si­dent, Christ­de­mo­krat, Links­de­mo­krat), Emma Boni­no (EU-Kom­mis­sa­rin, Radi­ka­le) und Car­lo Calen­da (ital. Außen­han­dels­mi­ni­ster, EU-Abg., Links­de­mo­krat, Libe­ra­ler) wer­den eben­falls mit die­ser Ideo­lo­gie in Ver­bin­dung gebracht. Nicht zufäl­lig blei­ben sie trotz Wahl­er­geb­nis­sen von kaum mehr als drei Pro­zent dau­er­haft in der Poli­tik präsent.

Die Lon­don School of Eco­no­mics ist eng ver­bun­den mit dem Welt­wirt­schafts­fo­rum sowie mit Think-Tanks bis hin zu WHO und UNO – und mit ein­fluß­rei­chen Per­sön­lich­kei­ten wie Geor­ge Sor­os, einem der bedeu­tend­sten Migra­ti­ons-Befür­wor­ter. Es war also nicht nur Richard Graf Cou­den­ho­ve-Kaler­gi, der die eth­ni­sche Durch­mi­schung Euro­pas pro­pa­gier­te; wo immer man hin­schaut – in finan­zi­el­le und sozio­po­li­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen wie in die gefei­er­te Phi­lo­so­phie und Lite­ra­tur –, begeg­net man dem­sel­ben Programm.

So wird deut­lich, daß Abtrei­bung und der dar­aus fol­gen­de demo­gra­phi­sche Win­ter, Eutha­na­sie, die „Ehe für alle“, die öko­no­mi­sche Zer­stö­rung, wel­che Euro­pa und den Westen ver­ar­men läßt, sowie die Mas­sen­ein­wan­de­rung von Mil­lio­nen Mus­li­men als Ele­men­te des­sel­ben Pro­jekts erschei­nen – eines Staf­fel­laufs, der bei Marx und Engels beginnt, von der Fabi­an Socie­ty fort­ge­setzt wird, nach dem Zwei­ten Welt­krieg von der Frank­fur­ter Schu­le geprägt wur­de und schließ­lich in den west­li­chen Demo­kra­tien mün­det, die den gro­ßen Finanz­lob­bys wie Bil­der­berg, der Rocke­fel­ler-Grün­dung Group of Thir­ty (deren Seni­or Mem­ber Mario Draghi ist), dem Aspen Insti­tu­te u. a. unter­ste­hen. Bemer­kens­wert ist, daß es kein Land in Asi­en, im Nahen Osten oder in Afri­ka gibt, das ille­ga­le Migra­ti­on befürwortet.

Geor­ge Ber­nard Shaw und die Mit­glie­der der Fabi­an Socie­ty wuß­ten sehr wohl, daß zur Ver­wirk­li­chung ihrer poli­ti­schen Visi­on die Grund­la­gen der west­li­chen Wer­te – das Chri­sten­tum mit sei­ner Vor­stel­lung der Men­schen­rech­te und der Men­schen­wür­de – unter­gra­ben oder per­ver­tiert wer­den muß­ten. Shaw, ein bril­lan­ter Intel­lek­tu­el­ler, aber – wie man­che Eli­ten­fi­gu­ren – ohne wirk­li­che Empa­thie, schien über­zeugt, daß eine Gesell­schaft ohne reli­giö­sen Glau­ben nicht bestehen kön­ne. Daher such­te er nach einer Leh­re, die Klas­sen­sy­ste­me und sozia­le Unter­ord­nung legitimiert.

Bevor ich eini­ge Kost­pro­ben aus Büchern und Inter­views von G. B. Shaw prä­sen­tie­re, sei vor­aus­ge­schickt: Wenn hier von Reli­gi­on die Rede ist, geht es um Leh­ren, nicht um die vie­len Mil­lio­nen Gläu­bi­gen, die ehr­lich leben und ihren Mit­men­schen respektieren.

Eini­ge Aus­sa­gen Shaws:

„Wenn eine Reli­gi­on die Mög­lich­keit hät­te, Eng­land – oder gar Euro­pa – inner­halb der näch­sten hun­dert Jah­re zu beherr­schen, wäre es der Islam.“

„Ich habe pro­phe­zeit, daß der Glau­be Moham­meds für das Euro­pa von mor­gen akzep­ta­bel sein wür­de, da er bereits für das Euro­pa von heu­te akzep­ta­bel zu wer­den beginnt. … Ich glau­be, wenn ein Mann wie er die Dik­ta­tur der moder­nen Welt über­näh­me, wür­de er ihre Pro­ble­me auf eine Wei­se lösen, die ihr so not­wen­di­ge Ruhe und Glück brächte.“

Inter­view (April 1935), zitiert in: The Genui­ne Islam, Bd. 1, Janu­ar 1936.

„Ich habe die Reli­gi­on Moham­meds immer hoch­ge­schätzt wegen ihrer erstaun­li­chen Vita­li­tät. Sie ist die ein­zi­ge Reli­gi­on, die jene Fähig­keit zur Anpas­sung an die wech­seln­den Pha­sen der Exi­stenz besitzt, die sie jeder Epo­che zugäng­lich macht… Ich habe ihn stu­diert: ein wun­der­ba­rer Mensch, und mei­ner Ansicht nach weit ent­fernt davon, ein Anti­christ zu sein; er soll­te viel­mehr der Ret­ter der Mensch­heit genannt werden.“

Inter­view (April 1935), zitiert in: The Genui­ne Islam, Bd. 1, Janu­ar 1936.

„Ent­we­der du hast Allah ange­nom­men, oder dir wur­de von jeman­dem, der ihn ange­nom­men hat, die Keh­le durch­ge­schnit­ten, und der dafür in den Him­mel kam, weil er dich in die Höl­le geschickt hat.“

G. B. Shaw. Coll­ec­ted Let­ters: 1926–1950, Bd. 4., Viking, New York 1988; Rein­hardt, Lon­don 1988.

Auch Shaws Zeit­ge­nos­se Bert­rand Rus­sell war – sagen wir – kein Freund des Chri­sten­tums. In sei­nem Werk „War­um ich kein Christ bin“ (1927) schreibt er:

Das Chri­sten­tum, so wie es orga­ni­siert ist, war und ist der größ­te Feind des mora­li­schen Fort­schritts in der Welt.

Fried­rich Nietz­sche, der über die Kir­chen­ge­schich­te kaum mehr als die „schwar­zen Legen­den“ kann­te, schreibt im „Anti­christ“:

„Die Ord­nung der Kasten, die Rang­ord­nung, for­mu­liert nur das ober­ste Gesetz des Lebens selbst; die Abschei­dung der drei Typen ist nötig zur Erhal­tung der Gesell­schaft, zur Ermög­li­chung höhe­rer und höch­ster Typen, – die Ungleich­heit der Rech­te ist erst die Bedin­gung dafür, daß es über­haupt Rech­te gibt.“

„Das Chri­sten­tum hat uns um die Ern­te der anti­ken Kul­tur gebracht, es hat uns spä­ter wie­der um die Ern­te der Islam-Kul­tur gebracht. Die wun­der­ba­re mau­ri­sche Kul­tur­welt Spa­ni­ens, uns im Grun­de ver­wand­ter, zu Sinn und Geschmack reden­der als Rom und Grie­chen­land, wur­de niedergetreten.“

Die­se im 19. und frü­hen 20. Jahr­hun­dert weit ver­brei­te­ten Ideen tru­gen zum Aus­bruch des Ersten und Zwei­ten Welt­kriegs bei, die allein in Euro­pa rund 80 Mil­lio­nen Men­schen­le­ben koste­ten – eine mon­strö­se Zahl, die die gewalt­sa­men Todes­fäl­le aus zwei­tau­send Jah­ren christ­li­cher Geschich­te bei wei­tem übersteigt.

Eini­ge Schlag­lich­ter zur Bestä­ti­gung und zum Nachdenken:

Was die von Nietz­sche beschwo­re­ne „wun­der­ba­re Welt“ der isla­mi­schen Kul­tur betrifft: Afri­ka­ni­sche und west­li­che For­scher schät­zen, daß „die Ara­ber zwi­schen dem 7. und dem 20. Jahr­hun­dert allein aus Afri­ka 15–18 Mil­lio­nen Skla­ven ver­schlepp­ten. Rech­net man mit 80 Pro­zent Ver­lu­sten unter­wegs, ergibt sich eine Gesamt­sum­me von nahe­zu 75 Mil­lio­nen – zuzüg­lich der Mil­lio­nen Män­ner, die wäh­rend der Raub­zü­ge mas­sa­kriert wur­den. So unglaub­lich es schei­nen mag: Eine Zahl von über 100–120 Mil­lio­nen Men­schen in zwölf bis drei­zehn Jahr­hun­der­ten ist kei­nes­wegs über­trie­ben“ (Gabrie­le Cam­pa­gna­no: Islam e Schia­vis­mo: Una Sto­ria Dimen­ti­ca­ta [Islam und Skla­ve­rei: eine ver­ges­se­ne Geschichte]).

Wäh­rend Skla­ve­rei im Evan­ge­li­um nicht vor­kommt, ist sie in der isla­mi­schen Dok­trin ein aner­kann­tes Recht (Skla­ve­rei im Islam).

Eine bri­ti­sche Grund­schu­le in New­cast­le, in der das Beten zu Allah gelehrt wird (You­tube).

Eine christ­li­che Frau wur­de ver­haf­tet, weil sie schwei­gend in der Nähe eines Abtrei­bungs­zen­trums betet – kein Ein­zel­fall, son­dern zuneh­mend häu­fig (You­tube).

Mus­lim betet mit Laut­spre­cher auf der Tower Bridge in Lon­don, in Anwe­sen­heit der Poli­zei (You­tube).

Was das Juden­tum betrifft, so unter­schei­det man zwi­schen den Karai­ten (Karä­ern), die sich haupt­säch­lich auf die schrift­li­che Tora stüt­zen, und den nach­christ­li­chen rab­bi­ni­schen Strö­mun­gen, die sich vor allem auf den Tal­mud und münd­li­che Tra­di­tio­nen beru­fen. Unter letz­te­ren gibt es Rab­bi­ner, die eine Poli­tik ver­tre­ten, der zufol­ge Gojim (Nicht­ju­den) dem aus­er­wähl­ten Volk zu die­nen hät­ten – oder Schlim­me­res (wie das fol­gen­de Bei­spiel eines in New York ansäs­si­gen israe­li­schen chare­di­schen Rab­bi­ners zeigt).

*Ago­sti­no Nobi­le unter­rich­te­te Geschich­te und Musik, gab dann sei­nen Beruf auf und zog als Musi­ker durch die Welt, um die nicht­christ­li­chen Kul­tu­ren zu stu­die­ren. Dafür ver­brach­te er zehn Jah­re in der isla­mi­schen, hin­du­isti­schen und bud­dhi­sti­schen Welt. Eine Erfah­rung, die sei­nen katho­li­schen Glau­ben stärk­te. Heu­te lebt er mit sei­ner Fami­lie auf Madei­ra, wo er sich vor­wie­gend dem Stu­di­um des christ­li­chen Glau­bens wid­met und bis vor kur­zem als Pia­nist und Sän­ger arbei­te­te. Heu­te ist er publi­zi­stisch tätig.

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: You­tube (Screen­shot)