Die Ereignisse überschlagen sich, seit Donald Trump in das Weiße Haus zurückgekehrt ist und entschlossen scheint, eine neue Ära einzuläuten. Er sendet nicht nur Signale aus, sondern setzt Taten, die seine Gegner in helle Aufregung versetzen, und das nicht nur in den USA, sondern weltweit. Den Hebel setzt er dabei bei der mit einem gigantischen Jahreshaushalt ausgestatteten US-Agentur für internationale Entwicklungshilfe an, die er als verdeckte Frontlinie der CIA enttarnte. Katholisches.info fragte gestern, ob Trump damit auch eine Botschaft an Papst Franziskus nach Santa Marta senden will. Um in dem verwirrenden Dickicht der Ereignisse und der teils kopflos wirkenden und vor allem geifernden Reaktionen etwas den Durchblick zu bewahren, erscheint es interessant, auf eine Stimme von der „anderen Seite“ zu hören. Dazu kann auch die Stellungnahme des von der Biden-Regierung und ihren Medienadlaten verpönten, aufgrund seiner persönlichen Biographie in manchem zweifelhaft erscheinenden russischen Denkers Alexander Dugin dienen.
Durch die Absicht Trumps, USAID zu zerschlagen, wurde auch enthüllt, daß über diese US-Agentur auf verdeckte Weise weltweit Hunderte von Medien und Tausende von Journalisten ohne Wissen der Öffentlichkeit im Sold der US-Regierung standen und somit als deren Propagandaorgel fungierten und die öffentliche Meinung ihrer Länder zugunsten der globalistischen Agenda beeinflußten.
Die Angst ist groß, daß Trump die Listen mit den Namen dieser Medien und dieser Journalisten veröffentlichen und damit die Medienlandschaft ganzer Länder verändern könnte. Es geht dabei um die Namen jener Profiteure, die unter Verletzung ihrer Standes- und Berufsethik im Dienst einer ausländischen Macht die Menschen ihres eigenen Landes manipulierten.
Alexander Dugin führt dabei einen interessanten Aspekt in die Debatte ein. Er sagt, daß es dabei nicht um eine normale Agenten‑, Spionage- und Propagandatätigkeit geht, sondern um Aktivitäten von Agenten, die formal zwar der US-Regierung unterstehen, in Wirklichkeit aber im Dienst außerstaatlicher Machtzirkel agieren. Dahinter verbirgt sich die These vom Deep State, oder anders gesagt, von Machtzirkeln, die sich der staatlichen Institutionen bemächtigt und diese für ihre Partikularinteressen instrumentalisiert haben.
Nach außen entsteht der Eindruck, als ginge es um die nationalen Interessen der USA, doch in Wirklichkeit geht es um die Interessen privater Zirkel.
Greift man Dugins Aussage auf, würde sich die Frage aufdrängen, wer die genannten außerstaatlichen Machtzirkel sind. Dabei wird man durchaus fündig. Die genannten Personenen, Familien und Kreise (Rockefeller, Soros, Obama und Biden) sind im 1921 gegründeten Council on Foreign Relations (CFR) vereint. Das bedeutet nicht, daß diese älteste unter den „Denkfabriken“ das tatsächliche Machtzentrum ist. Dabei kann es sich letztlich um einen informellen Kreis handeln. Bis zum CFR kann man diesem jedoch in institutioneller Form nachspüren.
Wir dokumentieren, was Alexander Dugin zur jüngsten Entwicklung in den USA sagte, der natürlich russische Interessen vertritt, weshalb der Blick hinter die Kulissen immer nur ein teilweiser bleibt, dabei aber einige bemerkenswerte Elemente in die Diskussion einbringt:
In den USA ist ein Bürgerkrieg im Gange, ein planetarischer Bürgerkrieg
Von Alexander Dugin*
Was sich in den Vereinigten Staaten abspielt, ist ein echter Bürgerkrieg. Niemand schießt, aber es ist ein Krieg. Der Angriff von Musks DOGE-Team auf das USAID-Hauptquartier ist ein historischer Angriff auf einen sehr mächtigen Feind und seine Kontrolle. Es ist unglaublich.
Aber dies ist nicht nur ein amerikanischer Bürgerkrieg. Es ist ein globaler Bürgerkrieg, denn USAID ist das Zentrum der globalen Macht mit Verzweigungen in jedem Land der Welt. Die Demokraten, die nun USAID auf den Straßen verteidigen, sind nur ein Zweig im Netzwerk der Farbrevolutionen.
Die Zerstörung der USAID ist gleichbedeutend mit der Zerstörung des Globalismus. Es steht viel mehr auf dem Spiel als das Leben.
Die USAID-Archive enthalten den Schlüssel zu den vergangenen Jahrzehnten der Weltgeschichte – die Namen jener, die als Agenten der Globalisten kollaborierten, indem sie ihre eigenen Staaten unterwandert und ihre eigenen Völker verraten haben. Die Trumpisten halten eine enorme Waffe in ihren Händen. Sie können die Realität eines jeden Landes sehen.
USAID-Agenten sind mehr und etwas anderes als bloße Spione der USA. Sie sind verschiedenen außerstaatlichen Entscheidungszentren untergeordnet. Sie sind nicht nur CIA-Agenten, sondern Agenten in der CIA.
Schauen wir uns nun an, wie das funktioniert. Einfache amerikanische Spione in verschiedenen Ländern ändern ihre Arbeit je nach den Anweisungen und Prioritäten der jeweiligen Regierung. Das gilt auch für einflußreiche amerikanische Agenten. Das gilt aber nicht für die Agenten von USAID, Soros und Rockefeller. Sie dienen weiterhin Obama und Biden, als ob nichts geschehen wäre.
Die Vereinigten Staaten sind nicht mehr identisch mit der globalistischen Hypermacht und dem Ort der globalen Führung. Die USA sind dabei, zu neuen Horizonten überzugehen. Die Weltordnung der Großmächte ist im Entstehen begriffen. Mit neuen Philosophien und neuen Strategien. Wehe denen, die versuchen, diese Entwicklung zu blockieren.
Tatsache ist, daß USAID ein wesentliches Element bei der Manipulation der US-Wahlen 2020 und der Verfolgung von Trump und seinen Anhängern war. Ein Beweis dafür ist die von USAID gesponserte Gruppe Bellingcat, die beauftragt wurde, den 6. Januar 2021 [den „Sturm auf das Kapitol“] zu untersuchen und falsche Anschuldigungen gegen die Trump-Anhänger zu konstruieren.
Bellingcat war ebenso in die russische Opposition involviert und an der Finanzierung und Förderung ukrainischer Nazigruppen beteiligt. Sie drängten Nawalny zur Rückkehr nach Rußland, indem sie ihm Unterstützung versprachen, die er nie erhielt. Sie gaben vor, gegen den „Faschismus“ – den russischen und den amerikanischen – zu kämpfen. In Wirklichkeit aber verteidigten sie die ukrainischen Nazis.
Die USAID-Akten können die ganze Geschichte erzählen. Und es gibt Tausende von Geschichten dieser Art. Deshalb ist eine objektive Überprüfung erforderlich. Und die Verurteilung der Schuldigen. Die strenge Verurteilung.
Einleitung: Giuseppe Nardi
Übersetzung: Valerio Maltevski
Bild: Wikicommons