Komplexitäten und Paradoxien in der Kirchengeschichte

Die Geschichte der Kirche ist voll von komplexen und paradoxen Ereignissen


Paradoxa in der Kirchengeschichte
Paradoxa in der Kirchengeschichte

Von Rober­to de Mattei*

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Die Ernen­nung von Mon­si­gno­re Víc­tor Manu­el Fernán­dez zum Prä­fek­ten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on hat eine gro­ße sym­bo­li­sche Bedeu­tung und stellt in gewis­sem Sin­ne die Erfül­lung des Pon­ti­fi­kats von Papst Fran­zis­kus dar, der am 24. Novem­ber 2022 bei einem Tref­fen mit den Mit­glie­dern der Inter­na­tio­na­len Theo­lo­gen­kom­mis­si­on ein kla­res Signal an jene geben woll­te, die er als „die Indiet­ri­sten“ der Kir­che bezeichnete.

Die Ernen­nung von 21 Kar­di­nä­len, dar­un­ter Fernán­dez selbst, im Kon­si­sto­ri­um, das im Sep­tem­ber der Eröff­nung der Syn­ode über die Syn­oda­li­tät vor­aus­ge­hen wird, ist ein wei­te­res Signal in die­se Rich­tung. Fran­zis­kus will sicher­stel­len, daß die Rich­tung, die er der Kir­che auf­ge­prägt hat, von sei­nem Nach­fol­ger nicht geän­dert wird, denn „ein Zurück gibt es nicht“. 

Haben also die­je­ni­gen recht, die über­zeugt sind, daß die jüng­sten Ent­schei­dun­gen von Papst Fran­zis­kus Aus­druck eines radi­ka­len Bruchs mit den Pon­ti­fi­ka­ten vor ihm sind? Ist Fran­zis­kus der schlech­te­ste Papst der Geschich­te oder viel­leicht sogar ein Gegen­papst, wie man­che meinen?

Für den Histo­ri­ker ist die Rea­li­tät kom­ple­xer. In den ver­gan­ge­nen sech­zig Jah­ren gab es vie­le Momen­te, in denen man sich von der Tra­di­ti­on ent­fernt hat, aber der erste und bered­te­ste Per­spek­ti­ven­wech­sel geht auf die Erklä­rung Gau­det mater Eccle­sia von Johan­nes XXIII. zurück, mit der das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil am 11. Okto­ber 1962 eröff­net wurde.

Der Ton des Schrei­bens von Papst Fran­zis­kus an den neu­en Prä­fek­ten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on weist in Spra­che und Inhalt bemer­kens­wer­te Über­ein­stim­mun­gen mit die­sem Doku­ment auf. In der zen­tra­len Pas­sa­ge von Gau­det mater Eccle­sia erklär­te Johan­nes XXIII., daß das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil nicht ein­be­ru­fen wur­de, um Irr­tü­mer zu ver­ur­tei­len oder neue Dog­men zu for­mu­lie­ren, son­dern um die über­lie­fer­te Leh­re der Kir­che in einer der neu­en Zeit ange­paß­ten Spra­che vor­zu­schla­gen. Johan­nes XXIII. bekräf­tig­te, daß „die Braut Chri­sti in der heu­ti­gen Zeit lie­ber die Medi­zin der Barm­her­zig­keit anwen­det, als die Waf­fen der Stren­ge zu ergrei­fen; sie glaubt, daß sie den Bedürf­nis­sen der heu­ti­gen Zeit eher dadurch begeg­nen muß, daß sie den Wert ihrer Leh­re deut­li­cher dar­legt, als daß sie ver­ur­teilt (…). Denn das eine ist das Glau­bens­gut, das heißt die Wahr­hei­ten, die in unse­rer ehr­wür­di­gen Leh­re ent­hal­ten sind, und das ande­re ist die Art und Wei­se, wie sie ver­kün­det wer­den, aber immer in dem­sel­ben Sinn und mit der­sel­ben Bedeu­tung. Die­ser Metho­de ist gro­ße Bedeu­tung bei­zu­mes­sen, und wenn nötig, muß sie mit Geduld ange­wandt wer­den; das heißt, jene Form der Dar­le­gung, die dem Lehr­amt am mei­sten ent­spricht, des­sen Cha­rak­ter vor­wie­gend pasto­ral ist“.

Johan­nes XXIII. schrieb dem Kon­zil die Eröff­nung einer spe­zi­fi­schen Note zu: sei­nen pasto­ra­len Cha­rak­ter.  Die Histo­ri­ker der „Schu­le von Bolo­gna“ haben die pasto­ra­le Dimen­si­on des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils als „kon­sti­tu­tiv“ bezeich­net. Die pasto­ra­le Form wur­de zur Form des Lehr­am­tes schlecht­hin.  Zunächst war es nicht für jeden ersicht­lich, aber in den fol­gen­den Mona­ten und Jah­ren wur­de deut­lich, daß die Anspra­che von Johan­nes XXIII. das Mani­fest einer neu­en Ekkle­sio­lo­gie war. Und die­se Ekkle­sio­lo­gie soll­te nach Ansicht pro­gres­si­ver  Theo­lo­gen das Fun­da­ment einer neu­en Kir­che sein, die sich von der „kon­stan­ti­ni­schen“ Kir­che Pius‘ XII. unter­schei­det. Eine Kir­che, die nicht mehr eine kämp­fen­de ist, die sich nicht mehr abgrenzt und durch­setzt, son­dern die unter­wegs ist und den Dia­log sucht: eine syn­oda­le Kirche.

In die­ser neu­en Per­spek­ti­ve hat­te das Hei­li­ge Offi­zi­um, das jahr­hun­der­te­lang das Boll­werk der Kir­che gegen die sie angrei­fen­den Irr­tü­mer gewe­sen war, kei­ne Daseins­be­rech­ti­gung mehr, oder es muß­te zumin­dest sei­ne Auf­ga­be ändern. In die­ser Per­spek­ti­ve ist das Gesche­hen am 8. Novem­ber 1963 im Kon­zils­saal ange­sie­delt (vgl. R. de Mat­tei: Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil. Eine bis­lang unge­schrie­be­ne Geschich­te, 2. erw. Aus­ga­be, Bobin­gen 2011).

An jenem Tag mel­de­te sich der Köl­ner Kar­di­nal­erz­bi­schof Josef Frings (1887–1978) zu Wort und griff zur all­ge­mei­nen Über­ra­schung das Hei­li­ge Offi­zi­um unter der Lei­tung von Kar­di­nal Alfre­do Otta­via­ni (1890–1979) scharf an. Vor allen Bischö­fen der Kir­che, die unter dem Vor­sitz des Pap­stes ver­sam­melt waren, pran­ger­te Frings die „unmo­ra­li­schen Metho­den“ des Hei­li­gen Offi­zi­ums an und erklär­te, daß des­sen Vor­ge­hens­wei­se „nicht mehr in unse­re Zeit pas­se, der Kir­che scha­de und für vie­le ein Ärger­nis  sei“.

Kar­di­nal Alfre­do Otta­via­ni ant­wor­te­te mit einer leb­haf­ten Rede, in der er die Auf­ga­be des Hei­li­gen Offi­zi­ums ver­tei­dig­te. „Ich füh­le mich ver­pflich­tet, auf das Schärf­ste gegen das zu pro­te­stie­ren, was gegen die ober­ste Kon­gre­ga­ti­on des Hei­li­gen Offi­zi­ums gesagt wur­de, deren Prä­fekt der Papst ist. Die Äuße­run­gen zeu­gen von einer gro­ßen Unkennt­nis –  ich ver­zich­te aus Ehr­furcht dar­auf, einen ande­ren Begriff zu ver­wen­den – über das Ver­fah­ren des Hei­li­gen Offi­zi­ums.“

Der Zusam­men­stoß zwi­schen Frings und Otta­via­ni war, so der Histo­ri­ker Msgr. Hubert Jedin, „eine der bewe­gend­sten Sze­nen des gesam­ten Kon­zils“ (Kir­che  des Glau­bens, Kir­che der Geschich­te, Her­der, Frei­burg i. Br. 1966).  Josef Frings war nicht nur Erz­bi­schof von Köln, son­dern auch Vor­sit­zen­der der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz und einer der maß­geb­li­chen Ver­tre­ter der Alli­anz der mit­tel­eu­ro­päi­schen Bischö­fe, die sich gegen die kon­ser­va­ti­ve Linie stell­ten. Kar­di­nal Otta­via­ni war das bedeu­tend­ste Mit­glied der Kurie und stand an der Spit­ze einer Kon­gre­ga­ti­on, die wegen ihrer über­ra­gen­den Bedeu­tung als „Ober­ste“ bezeich­net wur­de und deren Prä­fekt der Papst und nicht Otta­via­ni war. Paul VI. ver­tei­dig­te das Hei­li­ge Offi­zi­um hin­ge­gen nicht öffent­lich und bestä­tig­te viel­mehr die Posi­ti­on von Frings.

Drei Jah­re spä­ter, 1968, führ­te Kar­di­nal Frings den Pro­test der mit­tel­eu­ro­päi­schen Bischö­fe gegen die Enzy­kli­ka Hum­a­nae Vitae von Paul VI. an. Prof. Joseph Ratz­in­ger, der Kar­di­nal Frings auf dem Kon­zil inspi­riert hat­te und des­sen Ghost­wri­ter war, wie Mon­si­gno­re Víc­tor Manu­el Fernán­dez der von Papst Fran­zis­kus, begann sich vom pro­gres­si­ve­ren Flü­gel der Kir­che zu distan­zie­ren und grün­de­te 1972 mit Hans von Bal­tha­sar, Hen­ri de Lubac und Wal­ter Kas­per die Zeit­schrift „Com­mu­nio“. Nach sei­ner Ernen­nung zum Erz­bi­schof von Mün­chen und Frei­sing und zum Kar­di­nal wur­de er 1981 von Johan­nes Paul II. zum Prä­fek­ten der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re ernannt, die er 24 Jah­re lang lei­te­te. Der Theo­lo­ge von Kar­di­nal Frings wur­de Lei­ter der Kon­gre­ga­ti­on, die Frings auf dem Kon­zil öffent­lich ange­grif­fen hatte.

Paul VI. been­de­te die Arbeit des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils am 8. Dezem­ber 1965. Die „Reform“ der Kurie war die erste Initia­ti­ve Pauls VI. zur Umset­zung der von Johan­nes XXIII. ein­ge­lei­te­ten kon­zi­lia­ren Revo­lu­ti­on. Das kuria­le Gebäu­de, das im Lau­fe der Jahr­hun­der­te von frü­he­ren Päp­sten auf­ge­baut wor­den war, wur­de von Paul VI. syste­ma­tisch nie­der­ge­ris­sen. Dazu bedurf­te es zunächst eines sym­bo­li­schen Ereig­nis­ses, näm­lich der Umwand­lung der Kon­gre­ga­ti­on des Hei­li­gen Offi­zi­ums, die noch am Vor­abend des Kon­zils­ab­schlus­ses mit dem Motu pro­prio Inte­grae ser­van­dae dem Namen nach erneu­ert wur­de. Am Nach­mit­tag des 6. Dezem­ber 1965 ver­öf­fent­lich­te L’Os­ser­va­to­re Roma­no das Dekret, mit dem der Index der ver­bo­te­nen Bücher abge­schafft und das Hei­li­ge Offi­zi­um in die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re umge­wan­delt wur­de, mit der Begrün­dung, daß „es nun bes­ser erscheint, daß die Ver­tei­di­gung des Glau­bens durch die Ver­pflich­tung zur För­de­rung der Leh­re erfolgt“.

Paul VI. ernann­te den bel­gi­schen Theo­lo­gen Charles Moel­ler (1912–1986), einen Ver­fech­ter des öku­me­ni­schen Pro­gres­sis­mus, zum Unter­se­kre­tär der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, in Erwar­tung des vor­zei­ti­gen Rück­tritts von Kar­di­nal Otta­via­ni, der am 30. Dezem­ber 1967 erfolg­te. „Moel­ler“, schrieb Pater Yves-Marie Con­gar in sei­nem Tage­buch, „ist 100% Öku­me­nis­mus, ist die Öff­nung gegen­über dem Men­schen, das Inter­es­se an sei­ner For­schung, an der Kul­tur, er ist der Dia­log“ (ita. Aus­ga­be des Kon­zils­ta­ge­buchs (1960–1966), Cini­sel­lo Bal­sa­mo, 2005, Bd. II, S. 434f).

Con­gar selbst uri­nier­te zwei­mal, 1946 und 1954, an die Tür des Hei­li­gen Offi­zi­ums, als Zei­chen der Ver­ach­tung gegen­über der ober­sten Insti­tu­ti­on der Kir­che (Jour­nal d’un théo­lo­gien ‚1946–1954, Edi­ti­ons du Cerf, Paris 2000, S. 88, 293). Spä­ter wur­de er von Johan­nes Paul II. am 26. Novem­ber 1994 zum Kar­di­nal ernannt. Dies zeigt, wie kom­plex und manch­mal para­dox die Geschich­te ist, voll von Ereig­nis­sen, die auf sym­bo­li­scher Ebe­ne nicht weni­ger denk­wür­dig sind als die Ernen­nung von Msgr. Fernán­dez durch Papst Franziskus.

*Rober­to de Mat­tei, Histo­ri­ker, Vater von fünf Kin­dern, Pro­fes­sor für Neue­re Geschich­te und Geschich­te des Chri­sten­tums an der Euro­päi­schen Uni­ver­si­tät Rom, Vor­sit­zen­der der Stif­tung Lepan­to, Autor zahl­rei­cher Bücher, zuletzt in deut­scher Über­set­zung: Ver­tei­di­gung der Tra­di­ti­on: Die unüber­wind­ba­re Wahr­heit Chri­sti, mit einem Vor­wort von Mar­tin Mose­bach, Alt­öt­ting 2017, und Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil. Eine bis­lang unge­schrie­be­ne Geschich­te, 2. erw. Aus­ga­be, Bobin­gen 2011.

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Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Cor­ri­spon­den­za Romana

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3 Kommentare

  1. Herr Mat­tei könn­te einen metho­di­schen Feh­ler bege­hen. Der Feh­ler liegt Rei­hen­fol­ge, erst Quel­len zu sich­ten und sich danach ein Urteil zu bil­den. Die wis­sen­schaft­li­che Metho­de. Sie ist inter­es­sant, da sie unter allen Mei­nung­rich­tun­gen inner­halb der Wis­sen­schaft Aner­ken­nung fin­det. Man kann mit der wis­sen­schaft­li­chen Metho­de übri­gens zuwei­len eine Sache bewei­sen und auch das genaue Gegen­teil die­ser Sache auch. 

    Eine ande­re Metho­de wäre die Grund­an­nah­me, wir ken­nen das Ergeb­nis und anschlie­ssend suchen wir nach Fak­ten, die die­se Annah­me bestä­ti­gen. Die­se Metho­de ist für einen Aus­nah­me­fall bevor­zugt. Der Aus­nah­me­fall wäre, was geschieht, ist vor­her­ge­sagt. Und zwar in einem gro­ssen Umfang. Einen beson­de­ren Nut­zen bringt die­se Her­an­ge­hens­wei­se in Zei­ten gro­sser Ver­wir­rung oder Des­in­for­ma­ti­on, wie das Mode­wort heißt. 

    Noch eine Metho­de ist das Den­ken nach gei­sti­gen Geset­zen. Das Den­ken in Ana­lo­gien. Zum Bei­spiel das Gleich­nis mit dem guten und dem schlech­ten Baum aus den Evan­ge­li­en. Dann wis­sen wir, ein schlech­ter Baum, des­sen Früch­te wir hin­rei­chend inden­ti­fi­ziert haben, wird kei­ne guten Früch­te mehr bringen. 

    Sowohl das hei­li­ge Offi­zi­um als auch die­ser Papst haben auf­fäl­lig schlech­te Früch­te hin­ter­las­sen. Vor 60 Jah­ren hät­te die­se Erkennt­nis bei Kar­di­nal Frings zu einem Ableh­nen gewis­ser „Tra­di­tio­nen“ füh­ren kön­nen. Heu­te bringt die glei­che Erkennt­nis über den Papst zum Fest­hal­ten an der „Tra­di­ti­on“, die die­ser aus­lö­schen will. 

    Soge­se­hen ist mei­nes Erach­tens in der End­zeit die wis­sen­schaft­li­che Metho­de eine inter­es­san­te Sache. Ob sie aus­rei­chend ist, die Tie­fe der Din­ge zu erfas­sen, ist eine ande­re Sache.

  2. Wohin geht die­se furcht­ba­re Rei­se? Gera­de in einer Zeit, deren säku­la­re Kon­di­tio­nen sich immer mehr destruk­tiv wei­ten, bewegt sich die Kir­che ohne Ruder im von Stür­men geschüt­tel­ten Boot des „Zeit­gei­stes“. Inzwi­schen wird der Kern des Mysti­schen Lei­bes Chri­sti auf dem Altar der Vet­wü­stun­gen dem Moder­nis­mus zum Fraß vor­ge­wor­fen; als ob das Alte grund­sätz­lich zu erset­zen sei. Ist denn das mensch­lich (bio­lo­gi­sche) Herz, allein schon des­we­gen zu ver­wer­fen, weil es „alt­mo­disch“ sei? Nein, es hat sich in vie­len Jahr­tau­sen­den bewährt, – ohne ihm ist kein Leben!

  3. Ein wert­vol­ler Bei­trag: Denn die Göt­ter auf Erden irren.

    Mir scheint, Pasto­ral ist der eigent­li­che Miss­brauch. Kon­ser­va­ti­ve haben das immer anders gesehen.
    Das klingt schreck­lich – und es ist es auch.
    Und nichts gegen Hir­ten, die gibt es ja noch.

    Schaut man sich hin­ge­gen die neue deut­sche pasto­ra­le Päd­ago­gik an, so muss man erschaudern.
    Schul­kri­tik, Zivi­li­sa­ti­ons­kri­tik ist katho­lisch: Nicht ein­mal die bedient der „lin­ke“ „Papst Fran­zis­kus“: Er macht nur sein Ding.

    Katho­li­sche, rechts wie links, sind enttäuscht.
    Der selbst­er­nann­te Fran­zis­kus­kus der Post­mo­der­ne: Er muss weg.
    Nix da Papa. Du bist falsch.

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