Kardinal Burke: „Für eine böse Agenda sollen uns durch Manipulation und Angst der ‚Great Reset‘ und die ‚neue Normalität‘ diktiert werden“

"Zu viele Bischöfe geben antworten wie Manager"

Kardinal Raymond Burke am 12. Dezember im Marienheiligtum Our Lady of Guadalupe im Bistum La Crosse in Wisconsin.
Kardinal Raymond Burke am 12. Dezember im Marienheiligtum Our Lady of Guadalupe im Bistum La Crosse in Wisconsin.

(Washing­ton). Kar­di­nal Ray­mond Bur­ke hielt am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de eine macht­vol­le Pre­digt. Der Kar­di­nal führ­te am 12. Dezem­ber am Gedenk­tag Unse­rer Lie­ben Frau von Gua­da­lu­pe in den USA die Wall­fahrt zu dem von ihm gegrün­de­ten Hei­lig­tum Our Lady of Gua­da­lu­pe im Bis­tum La Cros­se (Wis­con­sin) an, des­sen Bischof er bis 2003 war. Dabei fand er deut­li­che Wor­te zur aktu­el­len Lage und gab in weni­gen Sät­zen einen tief­ge­hen­den Über­blick. Er sprach vor der geist­li­chen Unter­wei­sung über den „Gre­at Reset“, die „neue Nor­ma­li­tät“, das Coro­na­vi­rus, den chi­ne­si­schen Kom­mu­nis­mus, die Situa­ti­on in den USA und den Fall McCarrick.

Der Kar­di­nal, der die Homi­lie auf eng­lisch und spa­nisch hielt, sprach den wich­tig­sten Teil in eng­li­scher Sprache.

„Vie­le in der Kir­che schei­nen nicht zu ver­ste­hen, wie Chri­stus in Zei­ten der Pest und ande­rer Kata­stro­phen sein Heils­werk fortsetzt.“

In einer Zeit:

„(…) in der wir in christ­li­cher Lie­be nahe bei­ein­an­der sein müs­sen, wol­len uns welt­li­che Kräf­te iso­lie­ren und uns glau­ben las­sen, daß wir allein und abhän­gig von säku­la­ren Kräf­ten sind, was uns zu Skla­ven ihrer gott­lo­sen und mör­de­ri­schen Agen­da machen würde.“

Die Pil­ger sei­en mit ihm „mit unru­hi­gen und schwe­ren Her­zen“ zur Got­tes­mut­ter gekommen.

„Unser Land befin­det sich in einer Kri­se, die ihre Zukunft als freie und demo­kra­ti­sche Nati­on bedroht. Die welt­wei­te Ver­brei­tung des mar­xi­sti­schen Mate­ria­lis­mus, der bereits so vie­len Men­schen Zer­stö­rung und Tod gebracht hat und seit Jahr­zehn­ten die Grund­la­gen unse­rer Nati­on bedroht, scheint nun die Regie­rungs­macht über unser Land zu ergreifen.“

„Um wirt­schaft­li­che Gewin­ne zu erzie­len, haben wir es als Nati­on zuge­las­sen, von der Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei Chi­nas abhän­gig zu wer­den, einer Ideo­lo­gie, die den christ­li­chen Grund­la­gen völ­lig ent­ge­gen­ge­setzt ist, auf denen die Fami­lie und unse­re Nati­on sicher sind und erfolg­reich bleiben.“

Der Kar­di­nal sprach von den USA, füg­te aber hinzu:

„Offen­sicht­lich befin­den sich vie­le ande­re Natio­nen in einer ähn­li­chen, äußerst alar­mie­ren­den Krise.“

Und der Kar­di­nal weiter:

„Dann gibt es das myste­riö­se Wuhan-Virus, über des­sen Natur und Prä­ven­ti­on uns die Mas­sen­me­di­en täg­lich wider­sprüch­li­che Infor­ma­tio­nen geben. Es ist jedoch klar, dass es von bestimm­ten Kräf­ten ein­ge­setzt wur­de, die den Fami­li­en und der Frei­heit der Natio­nen zuwi­der­lau­fen, um ihre böse Agen­da vor­an­zu­trei­ben. Die­se Kräf­te sagen uns, daß wir jetzt Gegen­stand des soge­nann­ten ‚Gre­at Reset‘ sind, der ‚neu­en Nor­ma­li­tät‘, die uns durch ihre Mani­pu­la­ti­on von Bür­gern und Natio­nen durch Unwis­sen­heit und Angst dik­tiert wird.“

Ange­sichts die­ser „schwe­ren“ Bedin­gun­gen wer­den die Ame­ri­ka­ner vom Kar­di­nal auf­ge­for­dert, „den Weg zu fin­den, ihr Leben nicht als eine Vor­beu­gung gegen eine Krank­heit zu ver­ste­hen“, son­dern in „Gott und in Sei­nem Plan für unser Heil“.

„Die Reak­ti­on vie­ler Bischö­fe und Prie­ster sowie vie­ler Gläu­bi­ger hat einen trau­ri­gen Man­gel an gesun­der Kate­che­se gezeigt.“

„So vie­le in der Kir­che schei­nen nicht zu ver­ste­hen, wie Chri­stus in Zei­ten der Pest und ande­rer Kata­stro­phen sein Heils­werk fortsetzt.“

„Dar­über hin­aus ist unse­re hei­li­ge Mut­ter Kir­che, die makel­lo­se Braut Chri­sti, in der Chri­stus immer für unse­re ewi­ge Erlö­sung wirkt, von Berich­ten über mora­li­sche Kor­rup­ti­on geplagt.“

Das gel­te beson­ders in Din­gen des Sech­sten und Sieb­ten Gebo­tes, „die von Tag zu Tag zuzu­neh­men schei­nen“. Die Berich­te über Theo­do­re McCarrick haben dazu geführt, daß treue Katho­li­ken danach Aus­schau hal­ten, wer von den Hir­ten in Über­ein­stim­mung mit Chri­sti Plan für die Kir­che ein siche­rer Füh­rer ist.

Statt­des­sen wür­den die Gläu­bi­gen zu oft „kei­ne Ant­wort erhal­ten oder eine Ant­wort, die nicht auf den unver­än­der­li­chen Wahr­hei­ten von Glau­ben und Moral beruht“.

„Sie erhal­ten Ant­wor­ten, die nicht von Hir­ten, son­dern von welt­li­chen Mana­gern zu kom­men schei­nen. Die Ver­wir­rung dar­über, was die Kir­che in Über­ein­stim­mung mit ihrer Leh­re wirk­lich lehrt und von uns ver­langt, führt zu immer grö­ße­ren Spal­tun­gen inner­halb des Lei­bes Chri­sti. All das ver­krüp­pelt die Kir­che in ihrer Mis­si­on und dar­in, Zeug­nis für die gött­li­che Wahr­heit und gött­li­che Lie­be zu geben, zu einer Zeit, in der die Welt die Kir­che mehr denn je als Leucht­feu­er braucht.“

„Bei der Begeg­nung mit der Welt will sich die Kir­che fälsch­li­cher­wei­se der Welt anpas­sen, anstatt die Welt zur Bekeh­rung im Gehor­sam gegen­über dem gött­li­chen Gesetz auf­zu­ru­fen, das in jedes mensch­li­che Herz ein­ge­schrie­ben ist und in der erlö­sen­den Inkar­na­ti­on Got­tes, des Soh­nes, in sei­ner Fül­le offen­bart ist.“

Die­se Pro­ble­me sei­en „eine gewal­ti­ge Her­aus­for­de­rung“ für das christ­li­che Leben und wür­den „das schmerz­haf­te­ste Lei­den“ hervorbringen.

„Ja, unse­re Her­zen sind ver­ständ­li­cher­wei­se schwer, aber Chri­stus erhebt – auf die Für­spra­che Sei­ner jung­fräu­li­chen Mut­ter – unse­re Her­zen zu Sei­nem eige­nen und erneu­ert unser Ver­trau­en in Ihn, der uns das ewi­ge Heil in der Kir­che ver­spro­chen hat. Er wird Sei­nen Ver­spre­chen nie­mals untreu sein. Er wird uns nie­mals verlassen.“

„Las­sen wir uns nicht von den Kräf­ten der Welt und von fal­schen Pro­phe­ten ver­füh­ren. Laßt uns Chri­stus nicht ver­las­sen und unser Heil an Orten suchen, an denen es nie­mals gefun­den wer­den kann.“

Kar­di­nal Bur­ke gehört zu den Kar­di­nä­len, die im ver­gan­ge­nen Mai mit einer dra­ma­ti­schen War­nung an die Öffent­lich­keit tra­ten. Im Appell Veri­tas libe­ra­bit vos (Die Wahr­heit wird Euch frei­ma­chen) warn­ten sie:

„Es gibt Mäch­te, die Coro­na für den Griff nach der Welt­herr­schaft miß­brau­chen wollen.“ 

San­ta Mar­ta und die offi­zi­el­len katho­li­schen Medi­en waren bemüht, den Appell zu ignorieren.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: You­tube (Screen­shot)

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4 Kommentare

  1. Der mar­xi­sti­sche Mate­ria­lis­mus ist nicht die ein­zi­ge Gefahr.

    Der kapi­ta­li­sti­sche Mate­ria­lis­mus ist genau­so gefährlich. 

    Und in den USA viel, viel wei­ter ver­brei­tet. Man schaue sich ein­fach Men­schen wie Bill Gates, Tim Cook, War­ren Buf­fett usw. an.

  2. Wir Katho­li­ken soll­ten doch wis­sen, dass Satan nicht der „Gehörn­te“ ist, den es nicht gibt, son­dern ein mäch­ti­ger Geist, allen Men­schen hoch­haus­hoch über­le­gen, der Kopf des tie­fen Staa­tes und der tie­fen Kir­che, vol­ler Hass, der alles tut, um die Mensch­heit zu zer­stö­ren, alles, um zu ver­hin­dern, dass Men­schen zum Reich Got­tes gelan­gen, dass Satan ewig ver­schlos­sen ist.
    Gott gebie­te ihm, so soll­ten wir den gan­zen Tag rufen und den Hl. Erz­engel Micha­el bit­ten, Satan und alle bösen Gei­ster, die in der Welt umher­schwei­fen, um die See­len zu zer­stö­ren, in der Kraft Got­tes in den Abgrund der Höl­le zu stür­zen. Viel­leicht steckt der Engel auf der Engels­burg dann noch ein­mal sein Schwert in die Schei­de zurück. Wenn nicht, wer­den wir sehr bald dar­um fle­hen, dass die Tage abge­kürzt werden.
    Der lei­der zu früh ver­stor­be­ne Chi­ca­go­er Kar­di­nal Fran­cis Geor­ge hat uns gesagt, er wer­de noch in sei­nem Bett ster­ben, sein Nach­fol­ger wer­de im Gefäng­nis ster­ben und des­sen Nach­fol­ger wird öffent­lich hin­ge­rich­tet werden.
    Wacht auf! Schließt Euch fest im wah­ren Glau­ben zusam­men, wie in der Opti­on Bene­dikt beschrie­ben und han­delt wie die Ein­woh­ner von Nini­ve, wenig­stens wir Gläu­bi­gen, auch wenn es unse­re „Köni­ge“ und „Kir­chen­für­sten“ nicht tun.
    Bit­ten wir das Kind in der Kripp um die Gna­de der Beharrlichkeit.

  3. Deo gra­ti­as!
    Neben den Vasal­len des Vaters der Lüge, des Für­sten die­ser Welt, wenig­stens noch ein glau­bens­treu­er Prä­lat wel­cher die Wahr­heit erkennt und den Mut hat die­se zu verkünden.

  4. @Bernard
    Sie haben Geor­ge Soros ver­ges­sen. Er ist ein kapi­ta­li­sti­scher Kulturmarxist.

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