„Ein dunkler Feind“ – In Chile brennen die Kirchen

Führungslose Linke und führungslose Kirche

Ausgebrannte Kirche, geplündert und in Brand gesteckt während der Unruhen der vergangenen Tage.
Ausgebrannte Kirche, geplündert und in Brand gesteckt während der Unruhen der vergangenen Tage.

(Sant­ia­go de Chi­le) Seit Tagen gelan­gen Berich­te nach Euro­pa von gewalt­tä­ti­gen Aus­schrei­tun­gen in Chi­le. Über die Hin­ter­grün­de erfährt man weni­ger Genau­es, auch kaum etwas über das wirk­li­che Aus­maß. In den ver­gan­ge­nen Tagen wur­den sechs Kir­chen geplün­dert und zum Teil ein Raub der Flam­men. Wie aber kann es sein, daß die Kir­chen bren­nen, weil eine Preis­er­hö­hung im öffent­li­chen Nah­ver­kehr geplant war?

Vie­les von dem, was seit zwei Wochen in Chi­le geschieht, ist noch unklar, vor allem was Ziel­set­zun­gen und trei­ben­de Kräf­te anbe­langt. Tat­sa­che ist auch, daß das Pro­blem viel­schich­tig ist. Zumin­dest eini­ge Aspek­te sol­len den­noch ange­spro­chen wer­den, denn soviel steht fest: Hin­ter den Pro­te­sten ste­hen auch orga­ni­sier­te, kom­mu­ni­sti­sche und anar­chi­sti­sche Kräf­te. Ein Gespenst, das man in Euro­pa längst besiegt glaub­te und die Jün­ge­ren nur mehr aus Büchern und Doku­men­tar­fil­men ken­nen.

Pro­ble­ma­tisch explo­siv konn­te das Wir­ken die­ser Kräf­te wer­den, weil die gemä­ßig­te Lin­ke zwei­deu­tig agier­te und das Trei­ben radi­ka­ler und auch extre­mi­sti­scher Kräf­te dul­de­te. Ein wei­te­rer Grund für das Aus­maß ist die Abwe­sen­heit der Kir­che, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren von sexu­el­len Miß­brauchs­skan­da­len über­rollt wur­de und des­halb stark an Rück­halt in der Bevöl­ke­rung ver­lo­ren hat. Ande­re, schwer­wie­gen­de Grün­de für die Unru­hen, allen vor­an eine zu gro­ße Sche­re zwi­schen Rei­chen und Armen, sol­len weder bestrit­ten noch aus­ge­blen­det wer­den. An die­ser Stel­le sol­len jedoch in Ansät­zen, soweit mög­lich, die bei­den genann­ten Aspek­te etwas beleuch­tet wer­den, über die in euro­päi­schen Medi­en weni­ger zu hören ist.

Vor zwei Wochen explo­dier­te der Kon­flikt, weil gleich meh­re­re Sei­ten Lun­te gelegt hat­ten. Die Schän­dung von Kir­chen und die Zer­stö­rung von Mari­en- und Hei­li­gen­fi­gu­ren wur­den teils auch außer­halb Chi­les berich­tet, aber ohne in den inter­na­tio­na­len Medi­en annä­hernd jene Empö­rung aus­zu­lö­sen, zu denen sie zu ande­ren The­men fähig sind.

Zuletzt ging die Kir­che Vera Cruz in Sant­ia­go de Chi­le in Flam­men auf (Bild), nach­dem zwi­schen dem 8. und 14. Novem­ber bereits eine ande­re Kir­che in der Haupt­stadt und die Kathe­dra­len von Viña del mar, Val­pa­rai­so und Tal­ca geplün­dert wor­den waren.

Die Angrif­fe las­sen einen anti­kle­ri­ka­len Antrieb erken­nen, der mit den vor­geb­lich sozia­len Pro­ble­men der „Schweiz Latein­ame­ri­kas“, die als Grund für die Unru­hen genannt wer­den, nichts zu tun hat.

Sozia­le Ungleich­heit ist in der Tat der am häu­fig­sten genann­te Grund, wenn der­zeit der explo­si­ons­ar­ti­ge Aus­bruch der Gewalt erklärt wer­den soll. Was das aber genau heißt, ist im Detail erst zu ergrün­den. Vor allem erklärt es nicht, war­um die staat­li­chen Insti­tu­tio­nen zwei Wochen lang kaum hand­lungs­fä­hig schie­nen und erst spät mit grö­ße­rem Nach­druck die Auf­recht­erhal­tung der Ord­nung und die Ver­tei­di­gung des Rechts­staa­tes angin­gen. So ganz über­ra­schend kam die Ent­wick­lung näm­lich nicht, besten­falls der genaue Zeit­punkt. Der regie­ren­den Rech­ten hängt aller­dings ein Kom­plex nach: Erst als sie sich per­so­nell erneu­ert hat­te und Per­so­nen, die mit der Jun­ta von Gene­ral Pino­chet ver­strickt waren, kei­ne erkenn­ba­re Rol­le mehr spiel­ten, wur­de sie wie­der mehr­heits­fä­hig. Ihr Kan­di­dat Piñe­ra konn­te 2009 und 2017 die Prä­si­dent­schafts­wah­len gewin­nen. Das ihn unter­stüt­zen­de Par­tei­en­bünd­nis erlang­te aber noch nie eine Mehr­heit im Par­la­ment.

Ein „dunkler Feind“

Der Katho­lik Boli­var Agu­ayo, Laie und Ver­tre­ter ver­schie­de­ner katho­li­scher Orga­ni­sa­tio­nen, dar­un­ter der Fund­a­ci­on Domus zur För­de­rung von Aus­bil­dungs- und Erzie­hungs­pro­jek­ten, ist ein beson­ne­ner Mann. Vor weni­gen Tagen ver­öf­fent­lich­te er eine Stel­lung­nah­me zu den Unru­hen in sei­nem Hei­mat­land. Dar­in spricht er von einem „dunk­len Feind“. Die­ser greift öffent­li­che Gebäu­de an und zer­stört sie, „und dann die Kir­chen“.

Es feh­le noch eine kla­re Iden­ti­fi­zie­rung die­ses Fein­des, so Agu­ayo. Soll­te das der Grund für das zöger­li­che Han­deln des Staa­tes gewe­sen sein, hät­te dort jemand sei­ne Haus­auf­ga­ben nicht gemacht. Soweit über­schau­bar, las­se sich aber erken­nen, daß radi­ka­li­sier­te kom­mu­ni­sti­sche und anar­chi­sti­sche Strö­mun­gen sich an die Spit­ze der Pro­te­ste stel­len wol­len. War­um aber der Angriff auf Kir­chen und Sakra­les? Dazu Agu­ayo:

„Die Zer­stö­rung des Hei­li­gen ist Teil eines Has­ses auf das gan­ze Volk.“

Die­ser Haß wol­le alles zer­stö­ren, was von Bedeu­tung ist. Amts­ge­bäu­de spre­chen an sich zwar kei­ne Spra­che, da sie pri­mär funk­tio­na­le Bedeu­tung haben. Sie sind aber Aus­druck „des Ande­ren“, des­sen, was die Angrei­fer ableh­nen. In ihnen grei­fen sie „den Feind“ an. Des­halb sol­len sie aus­ge­löscht und vom „zor­ni­gen Geschrei des Anar­chis­mus“ über­tönt wer­den.

Die Zer­stö­rung von Kir­chen habe viel­leicht als „Kol­la­te­ral­scha­den“ begon­nen, sei inzwi­schen aber das Ergeb­nis einer ideo­lo­gisch moti­vier­ten Tat.

„Es gibt anar­chi­sti­sche Grup­pen, die schon auf eine lan­ge Geschich­te zurück­blicken kön­nen. Sie wur­den von der offi­zi­el­len Poli­tik gedul­det, beson­ders von der poli­ti­schen Lin­ken.“

Wie schon zu Allen­des Zei­ten waren die chi­le­ni­schen Christ­de­mo­kra­ten ab 1987 eine Alli­anz mit der poli­ti­schen Lin­ken ein­ge­gan­gen, zunächst mit den Links­li­be­ra­len, dann auch mit den Sozia­li­sten und schließ­lich sogar mit den Kom­mu­ni­sten, um das erstar­ken­de Bünd­nis aus Rechts­li­be­ra­len und Kon­ser­va­ti­ven von der Macht fern­zu­hal­ten. Auf die­se Wei­se kehr­ten nach der Wie­der­her­stel­lung der Demo­kra­tie zuerst die Sozia­li­sten (1993), dann auch die Kom­mu­ni­sten (2005) mit eige­nen Abge­ord­ne­ten ins Par­la­ment zurück. Par­al­lel schwand der Ein­fluß der Christ­de­mo­kra­ten, die am Links­bünd­nis fest­hal­ten, obwohl ihr Wäh­ler­an­teil fast auf ein Drit­tel zusam­men­ge­schrumpft ist.

Die Radi­ka­li­sie­rung am lin­ken Rand wur­de 2005 am Ende der Amts­zeit von Staats­prä­si­dent Ricar­do Lagos spür­bar. Bis zur Jahr­tau­send­wen­de war Chi­le seit der Wie­der­her­stel­lung der Demo­kra­tie von christ­de­mo­kra­ti­schen Staats­prä­si­den­ten regiert wor­den. Mit Lagos rück­te erst­mals ein dem glei­chen Bünd­nis ange­hö­ren­der, aber links von ihnen posi­tio­nier­ter Poli­ti­ker ins höch­ste Staats­amt auf. Lagos war bis zum Mil­tär­putsch 1973 Mit­glied der ost­block­ori­en­tier­ten Sozia­li­sti­schen Par­tei gewe­sen. 1987 grün­de­te er die etwas gemä­ßig­te­re sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei für die Demo­kra­tie. 2005 kehr­te schließ­lich mit der Sozia­li­stin Michel­le Bache­let, die Allen­de-Lin­ke an die Macht zurück. Eine Fol­ge die­ser Links­ver­schie­bung war, daß auch die radi­ka­le Lin­ke es wie­der wag­te, sich lau­ter und offe­ner Gehör zu ver­schaf­fen. Der Auf­stieg der Par­tei­en mit mar­xi­sti­scher Tra­di­ti­on ging mit dem Schrump­fen der Christ­de­mo­kra­ten ein­her und pro­vo­zier­te in Reak­ti­on dar­auf ein Erstar­ken des rech­ten Par­tei­bünd­nis­ses.

Die an die Macht zurück­ge­kehr­te Lin­ke öff­ne­te radi­ka­len Kräf­ten in den eige­nen Rei­hen erheb­li­che Spiel­räu­me. Der Macht­kampf mit den bür­ger­lich-kon­ser­va­ti­ven Kräf­ten beschleu­nig­te ab 2005 die­se Ent­wick­lung.

Agu­ayo fol­gert für die aktu­el­le Situa­ti­on:

„Die Neue Lin­ke und die Kom­mu­ni­sti­sche Par­tei lieb­äu­geln offen mit die­sen gewalt­tä­ti­gen For­men, die sich auf den Stra­ßen zei­gen. Es gibt eine außer­par­la­men­ta­ri­sche Lin­ke, weil die par­la­men­ta­ri­sche Lin­ke die Gewalt nicht klar und deut­lich ver­ur­teilt. Sie zeigt eine gewis­se Tole­ranz, da ihr die Unru­hen gar nicht so unge­le­gen kom­men, weil sie kei­ne wirk­li­che Füh­rungs­ge­stalt hat, die imstan­de wäre, die Rol­le des Oppo­si­ti­ons­füh­rers gegen­über Staats­prä­si­dent Piñe­ra aus­zu­fül­len. Es scheint, als sehe die Lin­ke in den Unru­hen eine Mög­lich­keit, Sicht­bar­keit zu gewin­nen, und als wür­de sie sich von einer zwei­deu­ti­gen Hal­tung in die­sem Kon­flikt etwas ver­spre­chen.“

Die Unru­hen sind aber nicht nur eine Fol­ge einer hin­ken­den, par­la­men­ta­ri­schen Lin­ken, so Agu­ayo, son­dern auch einer waid­wun­den Kir­che:

„Die Kir­che ver­harrt wegen der Miß­brauchs­skan­da­le der ver­gan­ge­nen Jah­re noch in erstarr­tem Schwei­gen. Auch im Zusam­men­hang mit den jüng­sten Ereig­nis­sen fra­gen sich die Leu­te: Wo ist die Kir­che?“

„Veränderung erfolgten in Chile immer gewaltsam“

Ein dif­fe­ren­zier­tes Bild zeich­net auch P. Fede­r­i­co Pon­zo­ni von der Prie­ster­bru­der­schaft der Mis­sio­na­re des hei­li­gen Karl Bor­ro­mä­us. Sei­ne Pfar­rei liegt in einem Armen­vier­tel von Sant­ia­go. Da er zudem an der Uni­ver­si­tät lehrt, kommt er auch mit ganz ande­ren Krei­sen in Kon­takt. Das Pro­blem Chi­les sei, so der Prie­ster, daß es einer­seits ein sehr rei­ches Land ist, „aber zugleich ein sehr unge­rech­tes“.

Der Anteil der Armen ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sei enorm gesun­ken. Den­noch gebe es vie­le Defi­zi­te im Staat, vie­le grö­ße­re und klei­ne­re Din­ge, die die Stim­mung anhei­zen wür­den. Davor habe die Poli­tik zu lan­ge die Augen ver­schlos­sen. Zu den Din­gen, die das Kli­ma auf­hei­zen, zählt der Mis­sio­nar auch den sexu­el­len Miß­brauch Min­der­jäh­ri­ger durch Kle­ri­ker.

Hin­zu­kom­me, daß die Chi­le­nen „von hef­ti­gem Cha­rak­ter“ sei­en.

„Wenn das Land gezwun­gen war, etwas zu ändern, wur­de das immer gewalt­sam gemacht.“

In den jet­zi­gen Unru­hen, so der Prie­ster, zei­ge sich die Bedeu­tung und die Not­wen­dig­keit der erzie­he­ri­schen Ver­mitt­lung durch die Kir­che und ihrer Sozi­al­leh­re. Die weit­ge­hen­de Abwe­sen­heit der Kir­che mache sich schmerz­lich bemerk­bar und zwar letzt­lich „für alle“.

Grund für das Ver­stum­men der Kir­che war der Miß­brauchs­skan­dal, der „sehr schmerz­haft“ war.

„Noch vor weni­gen Jah­ren hat­te die Kir­che das Ver­trau­en von 84 Pro­zent der Bevöl­ke­rung, der­zeit nur mehr von 14 Pro­zent.“

Kon­se­quen­zen könn­ten da nicht aus­blei­ben.

„Der Haupt­grund ist sicher die all­ge­mei­ne Säku­la­ri­sie­rung wie in ganz Latein­ame­ri­ka. Die Miß­brauchs­fäl­le haben die Kir­che aber gezwun­gen, sich zurück­zu­zie­hen. Damit ging auch ihre Rol­le als Kitt ver­lo­ren, der die Gesell­schaft zusam­men­hält, weil sie zum Dia­log mit allen fähig war.“

Führungslose Kirche

Es gibt aber noch einen inner­kirch­li­chen Grund, den P. Pon­zo­ni nur andeu­tet. Er hängt mit dem Namen Bar­ros zusam­men.

Papst Fran­zis­kus hat­te Juan Bar­ros Madrid 2015 zum Diö­ze­san­bi­schof gemacht, obwohl es Beden­ken gab und davor gewarnt wur­de. Drei Jah­re wei­ger­te sich Fran­zis­kus Miß­brauchs­vor­wür­fe und die Ver­wick­lung Bar­ros in den Fall Kara­di­ma zur Kennt­nis zu neh­men. Erst als ihm per­sön­lich der Unmut der Chi­le­nen bewußt wur­de, als er im Janu­ar 2018 Chi­le besuch­te und den kal­ten Emp­fang erleb­te und die lee­ren Flä­chen bei den Papst­mes­sen sah, begann ein Umden­ken. Ein wei­te­res hal­bes Jahr ver­ging ohne wirk­li­che Maß­nah­men. Um den Still­stand zu durch­bre­chen, boten schließ­lich alle chi­le­ni­schen Bischö­fe ihren Rück­tritt an. Eine in der Kir­chen­ge­schich­te bei­spiel­lo­se Akti­on. Dar­auf end­lich eme­ri­tier­te Fran­zis­kus Bar­ros und wei­te­re Kara­di­ma-Zög­lin­ge im Epi­sko­pat, aber auch etli­che ande­re Bischö­fe. Eme­ri­tiert wur­de auch der Erz­bi­schof von Sant­ia­go de Chi­le, gegen den die Staats­an­walt­schaft zudem wegen des Ver­dachts der Ver­tu­schung ermit­telt.

Seit­her sind meh­re­re Bischofs­stüh­le vakant und seit März 2019 auch der Erz­bi­schofs­stuhl von Sant­ia­go. Die Kir­che ist füh­rungs­los. Die aktu­el­len Unru­hen tref­fen sie völ­lig auf dem fal­schen Fuß. Durch die Eme­ri­tie­rungs­wel­le fehlt ihr die Stim­me, die sie erhe­ben könn­te. Das Erz­bis­tum Sant­ia­go de Chi­le ist der wich­tig­ste Bischofs­sitz, der Erz­bi­schof zugleich der Pri­mas des Lan­des. Auf ihn blicken alle ande­ren Bischö­fe, doch der Stuhl ist leer.

Nicht nur die poli­ti­sche Lin­ke in Chi­le wirkt der­zeit kopf­los, was gefähr­li­che und ver­ant­wor­tungs­lo­se Kräf­te am lin­ken Rand nach oben spült, son­dern auch die katho­li­sche Kir­che. Die radi­ka­le und die extre­me Lin­ke nüt­zen, was sie als „Gunst der Stun­de“ betrach­ten, um den Staat anzu­grei­fen. Das geht der­zeit beden­ken­los leicht, weil nicht mehr die Sozia­li­stin Bache­let, son­dern der Kon­ser­va­ti­ve Piñe­ra regiert. Da sum­mie­ren sich die Feind­bil­der mit einer Bereit­schaft der par­la­men­ta­ri­schen Mehr­heits­lin­ken, die Radi­ka­len machen zu las­sen, um dem gemein­sa­men poli­ti­schen Geg­ner zuzu­set­zen.

Die Kir­che braucht drin­gend die Ernen­nung eines neu­en Erz­bi­schofs von Sant­ia­go und Pri­mas von Chi­le. Der Bischofs­stuhl ver­langt nach einer star­ken und glaub­wür­di­gen Per­sön­lich­keit, die neben ihren pri­mä­ren Hir­ten­auf­ga­ben auch zu ver­mit­teln ver­steht, ohne das Bischofs­amt mit dem Amt eines Poli­ti­kers zu ver­wech­seln.

Text: Andre­as Becker/Giuseppe Nar­di
Bild: NBQ

5 Kommentare

  1. Wenn es nicht so trau­rig wäre, müss­te man laut lachen.
    Die Kir­che bie­dert sich seit Jahr­zehn­ten bei den Lin­ken an, Befrei­ungs­theo­lo­gie und kein Ende, ver­rin­gert die Ver­kün­di­gung und küm­mert sich lie­ber um Schwach­sinns-Aktio­nen wie die Ama­zo­nas-Syn­ode.
    Jetzt sind die Gläu­bi­gen weg und die Kom­mu­ni­sten has­sen einen immer noch.
    Muss was schief­ge­lau­fen sein.

  2. Die Beschrei­bung der Zustän­de Chi­les sind auf so vie­len Fel­dern in unse­rem Land deckungs­gleich. Die Zusam­men­ar­beit der Christ­de­mo­kra­ten mit den lin­ken Grup­pie­run­gen in Chi­le kön­nen wir seit Mer­kel­jah­ren auch in Deutsch­land beob­ach­ten. Ich gehe davon aus, dass auch die zukünf­ti­gen gesell­schaft­li­chen Zustän­de hier ähn­lich sein wer­den, wie in Chi­le.

  3. Das ist doch alles nur fol­ge­rich­tig. Erst hat man die Kir­che ‚gei­stig ange­steckt‘. Das Abfackeln woll­te man aber nicht sehen und man sprach lie­ber von dem „Rauch Satans“, wel­cher eigent­lich der Nebel­schlei­er vor den Augen der Päp­ste seit Johan­nes XXIII. war.

    Der Begriff „Rauch Satans“ in sich war und ist aber eine Nebel­ker­ze, da mit sei­ner Hil­fe der Blick auf die eigent­lich offen lie­gen­den Ursa­chen ver­deckt wird. Man tut so, als wis­se man nicht, wie die­ser Rauch hat ein­drin­gen kön­nen und sucht das Heil der Kir­che an der fal­schen Stel­le: bei der Anglei­chung an die Welt.

    Nun, da das Leben des hei­li­gen Gei­stes her­aus ist und nie­mand mehr die Leh­re ver­tei­digt, kann man die auseh­öl­ten Baracken auch gleich abfackeln. Denn in den Augen der Kom­mu­ni­sten und der Lin­ken war das Kir­chen­in­ne­re ohne­hin immer­schon Raub­gut.

    Fakt ist nun, was Jan sagt: „Jetzt sind die Gläu­bi­gen weg und die Kom­mu­ni­sten has­sen einen immer noch.“

    So ist Öku­me­ne immer schon gelau­fen: In vie­lem hat man sich den Moder­ni­sten ange­gli­chen. Man hat die Bibel umge­schrie­ben, die Lit­ur­gie ver­än­dert, die Mis­si­on auf­ge­ge­ben, und hat sich selbst damit nur geschwächt und Pro­te­stan­ten sowie alle Lai­zi­sten gestärkt.

    • Eins zu Eins auch mei­ne Mei­nung!
      Nicht die Fein­de der Kir­che bre­chen ihr Rück­grat, nein, die Gläu­bi­gen (und noch mehr die Hir­ten) tun es schon sel­ber.

  4. Und noch eine klei­ne Anmer­kung zum „Rauch Satans“.
    Wir wis­sen hier alle, vom wem der Aus­spruch kommt!
    Mir dreht sich der Magen um, bei solch einer Zynik!
    Erst wird die Leh­re der Kir­che ver­ge­wal­tigt, das wird dann euphe­mi­stisch Kon­zil genannt, dann die Lit­ur­gie abge­schafft und durch eine Neue ersetzt(Resultat bekannt) und dann wird vom Rauch Satans gefa­selt der komi­scher­wei­se in die Kir­che ein­ge­drun­gen ist.
    Unfass­bar.
    „Klei­ner Fin­ger, gan­ze Hand“ schon mal gehört lie­be Kon­zils­se­li­gen?

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